Heute starten Deichkind in Düsseldorf ihre – wie sie im Vorfeld ankündigten – vorerst letzte Tour. Und weil die Hamburger ja irgendwie eine Relevanz für die jüngeren Spreeblick-Leser und -Leserinnen zu haben scheinen, hat mich Johnny am Wochenende nach Pankow raus gejagt, um bei der Deichkind-Generalprobe einmal rein zu hören, in diesen Soundtrack der jüngeren Generation.
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Popgun! 64 Deichkind auf finaler Tour
Cardon Copy

Sehr sympathische bis übergriffige Idee des New Yorker Designers Cardon Webb. Er nimmt sich, aus gestalterischer Sicht, suboptimale Flyer, die er in der Stadt an Littfasssäulen, Ampeln und Stromkästen findet, designt sie mit gleichem Inhalt neu und ersetzt die alten durch seine eigene Version: CARDON COPY.
Neues von den Shout Out Louds
Neues von den Shout Out Louds. ‘Walls’ heißt die Vorabveröffentlichung und sie kündigt den Nachfolger zum inzwischen fast drei Jahre alten ‘Our ill wills’, das Ende Februar erscheinende Album ‘Work’, an. Der Titel an sich ist ein respektabler Grower, der gegen Ende in eine typische, alles bejahende Shout Out Louds-Hymne aufgeht. Es kann nie genug schwedische Musik geben.
[VIDEO] Shout Out Louds – ‘Walls’
[MP3] Shout Out Louds – ‘Walls’ (Zip-Datei)
Am 14.12. spielt die Band in Berlin ein exklusives (heißt: bis Frühjahr 2010 einziges) Konzert im Berliner Lido. Es gibt wohl nur 100 Karten dafür zu kaufen.
Online-Adventskalender
Ich kam gestern Abend auf die dumme Idee mir noch einen Adventskalender besorgen zu wollen. Geschichte zu Ende. Internet auf der anderen Seite geht nicht alle. Deshalb kann ich mich mit Preslisas Online-Adventskalender vertrösten. Den startet der größte mit einer Ukulele ausgerüstete Elvis-Fan heute und verteilt bis Heilig Abend jeden Tag Elvis- und Preslisa-Bilder, Videos und Songs. Lisa tourt bevorzugt durch Berliner und Frankfurt/ Mainer Venues, im Rucksack Elvis-Songs, die ausschließlich aus seinen unzähligen Filmen stammen. Und das hört sich Live dann in etwa so an:
[MP3] Preslisa – ‘Your time’ (Elvis Cover)
Wenn ihr wollt könnt ihr mir helfen in den Kommentaren weitere digitale Adventskalender zusammen zu tragen, die nicht in einem PR- und Marketingbüro erdacht wurden. Das Sinnbus-Label, zum Beispiel, hat ab sofort jeden Tag eine CD im Angebot.
The Fall das erste Mal im Fernsehen (1983)

„Seltene Aufnahme“ klingt in Zeiten weltweiter Vernetzung irgendwie antiquiert, denn die ist ja, einmal hochgeladen, für jeden zugänglich und nur schwer wieder weg zu kriegen, die seltene Aufnahme, auch wenn sich Youtube auf Druck der Gema gerade mächtig Mühe gibt den Begriff mit digitaler Bedeutung zu füllen. Jedenfalls hat jemand auf Youtube den ersten Fernsehauftritt von Mark E. Smiths The Fall hochgeladen und ich weiß nicht was erstaunlicher ist, die überraschend gute Bild- und Tonqualität, der noch-nicht-ergraute John Peel oder ein handzahmer Mark E. Smith. Alles zusammen auf jeden Fall [sic!] denkwürdig, wenn nicht sogar epochal. Read on, my dear…
Wie das Geschäft mit Abmahnungen funktioniert
Daniel Flachshaar hat für die Piratenpartei einen äußerst spannenden Artikel recherchiert, der das Geschäftsmodell für Abmahnungen bei angeblichen Urheberrechtsverletzungen darlegt.
Welche Unternehmen und Kanzleien sich dabei besonders kreativ zeigen, warum es auf Basis dieses Modells für Rechteinhaber äußerst lukrativ sein kann, ihre Werke bewusst via Filesharing zu vertreiben, und wie sich betroffene Abgemahnte am besten verhalten sollten, kann man hier nachlesen.
Idee für eine neue Soap: Gute Seiten, schlechte Seiten
Ich hatte gerade eine super Idee für eine TV-Soap, eine Art Politik-Sitcom mit einem Hauch Nahzeit-Science-Fiction und ich muss diese Idee unbedingt aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse. Die Serie, Arbeitstitel „Gute Seiten, schlechte Seiten“, soll wegen der höheren Identifikationsmöglichkeit in Deutschland spielen, und der Grundplot ist schnell erzählt:
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Zur Anti-Minarett-Initiative in der Schweiz
Gestern hat die Schweizer Bevölkerung der Initiative „Gegen den Bau von Minaretten“ zugestimmt. Ihrer Meinung nach solle der Satz
„Der Bau von Minaretten ist verboten.“ in die Bundesverfassung aufgenommen werden. Die Schweizer haben sich in ihrer Mehrheit dazu entschlossen, auf die religiöse Selbstverwirklichung eines Teiles ihrer Bevölkerung zu verzichten.
FC Barcelona – Real Madrid 1:0
El Clasico. Grund genug, nach dem gestrigen 1:3 der Hertha gegen Frankfurt mal Fussball sehen zu wollen, den zwei Mannschaften spielen. Und nicht nur eine plus eine, die aus Fairnessgründen auch hin und wieder mal den Ball haben darf. Internationale Spitzenspiele haben immer auch den Charme einer WG-Party: Man sieht alte Bekannte aus 2006, 2008 und der Championsleague wieder, trifft neue Gesichter, und hinterher lästert man darüber, was aus denen noch werden könnte. Beispielsweise bis in den Sommer, bis zur WM.
on3 Festival Live-Streams
In weniger als zwei Stunden, um 19 Uhr, geht es los, das on3 Festival im Orchesterstudio des Münchner Funkhauses. Für alle ohne Ticket aber mit großem Verlangen Speech Debelle, Royal Bangs, Ebony Bones, Chris Garneau, Dave & Hal, Kettcar und all die anderen Künstler zu sehen, bzw. zu hören, bietet on3 auch in diesem Jahr einen Audio- und Videostream an. Beide sollen das gesamte Festival bis nachts um zwei Uhr übertragen und bereits im Laufe des Abends, so haben sie mir von on3 versichert, mit downloadbaren Livemittschnitten ergänzt werden. Das alles und noch viel mehr musikalische Rundumbetreuung gibt es auf den Seiten des BR Jugendsenders. Zur Einstimmung nochmal der Hinweis auf die Downloads zum Festival.
Misanthrop – Das Leben ist kein Ponyhof

Misanthrop, eben jener Künstler, der vor drei Jahren für uns einen Text von Malte vertont hatte, steht kurz vor der Januar-Veröffentlichung seines neuen Albums „Das Leben ist kein Ponyhof“ und liefert mit dem folgenden Video des Titeltracks einen Vorgeschmack: Ein kautziges, positiv verwirrendes Stück mit einem für meinen Geschmack inzwischen etwas überstrapazierten Titel. Aber dafür mit Hasenkostüm.
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Der Taubenvergraemer und silenttiffy zu Gast bei Read on, my dear – Die Lesebühne mit Spreeblick
Anlass und Idee zu dieser Ausgabe unserer Lesung war die Veröffentlichung des Stijlroyal-Magazins zum Thema Heimat; ein Heft übrigens, das es an diesem Abend auch zu kaufen geben wird.
Silenttiffy alias Alexandra Tobor [Blog/ Twitter] schreibt einen „autobiografisch inspirierten Roman darüber, wie es ist, mit einem Migrationshintergrund als Klotapete in Deutschland aufzuwachsen.“ Wenn es nicht so abgedroschen klingen würde, würde ich sagen, dass ich an ihren Geschichten vor allem den charmanten, sehr verspielten Witz mag und ihren Sinn für kleine, absurde Details.
Am Taubenvergraemer Jan-Uwe Fitz [Blog/ Twitter] hingegen ist so gut wie nichts und deswegen alles liebenswert: eingesperrt in einem Universum voller Misanthropie und Selbsthass, ist für ihn der Begriff Mensch zum Synonym von Arschloch geworden. Nichts kommt seiner Vorstellung des Paradieses näher als ein Atomkrieg. Trotzdem hasst er die Menschen nicht, denn das ist ihm viel zu anstrengend; dazu fehlt ihm die Kraft. Ein Glück, dass er sich pro Woche ein oder zweimal aufraffen kann, um mit müder Stimme seine Plädoyers für mehr Totschlag von einer Bühne zu flüstern.
Mit etwas Glück werden wir außerdem Zeuge einer Vorpremiere: Nicolas Rocher singt ein oder zwei Stücke von Serge Gainsbourg, bevor es am sechsten Dezember im Babylon zur Uraufführung des „Interviews mit S.G.“ kommt. Und ich sitze zwischendrin und werde auch irgendwas vorlesen.
Alexandra Tobor, Jan-Uwe Fitz und Frédéric Valin zu Gast bei
Read on, my dear
02.12. Einlass 20:00 Uhr, Start 20:30
Yuma-Bar
Reuterstraße 63
Eintritt frei, Austritt mit Hut
Dass silenttiffy und ich am Montag beim Vergraemer zu Gast sind, erklärt sich übrigens entweder gar nicht oder eben doch, aber ich weiß nicht so recht, wie und warum.
E.A. Poe Illustrationen von Harry Clarke
November!
Wie kann ein so trostloser Monat einen so klangvollen Namen haben? Edgar Allen Poe muss den November geliebt haben wie Harry Clarke seine „Tales of Mystery and Imagination“, die er 1923 illustrierte.
Will Schofield hat alle Illustrationen gescannt und lagert sie in generöser Auflösung auf seinem Flickrstream, der ein Füllhorn seltener, aber umso tollerer Illustrationen ist.
[via]
David Thorne – 27b/6
Dieser Mailwechsel zwischen einem Designer und einem angeblichen Kunden, der ein Logo und ein Kuchendiagram benötigt und beides erst bezahlen will, wenn sein Projekt erfolgreich läuft, macht derzeit die Twitternet-Runde, und zwar zurecht. Hinter der Story, die echt sein kann, aber nicht muss, steht der Australier David Thorne, der auf seiner Website 27b/6 noch weitere Leckerbissen und Unterhaltung für mehrere Stunden bereithält.
Anspieltipps:
Party in Apartment 3
Overdue Account
Strata Agreement
David war bereits für einige Pranks verantwortlich, verschenkt auch riesengroße Plasma-Screens und twittert unterhaltsame Behauptungen:
Need help with Modern Warfare 2 - I have the gold and silver keys but cannot defeat the dragon guarding the castle on level six.
OMFG: Google Redesign

Aber klar ist es lächerlich, wenn sich die halbe Netzwelt (das behaupte ich immer, wenn ich etwas mehr als dreimal bei Twitter erwähnt gesehen habe) über einen anstehenden „Relaunch“ von Google auslässt, aber dennoch verständlich. Das minimalistische Interface des Daten- und Suchgiganten hat schließlich vor nicht allzu langer Zeit eine kleine Revolution ausgelöst und daher wird jeder gestalterische Schritt, jede Erweiterung genau beobachtet.
Eine Sensation ist sie weniger, vielmehr ein sinnvoller Schritt, die kleine Seitenleiste, mit der man seine Suchergebnisse nach Kategorien und Zeiten eingrenzen kann. Nett.
Wer’s mal ausprobieren möchte, ersetzt nach Besuch von google.com (funktioniert nur dort, alternativ google.com/ncr nehmen) den URL durch den Code
javascript:void(document.cookie="PREF=ID=
20b6e4c2f44943bb:U=4bf292d46faad806:
TM=1249677602:LM=1257919388:S=odm0Ys-53ZueXfZG;path=/; domain=.google.com");
(Achtung, Zeilenumbruch ggf. löschen!)
und geht wieder zu google.com/ncr. So beschreibt es Gizmodo und so funktioniert es bei mir. Das Skript macht etwas mit euren Google-Cookies, Paranoiker sollten es also lieber auf dem Büro-Rechner des Kollegen ausprobieren, damit die IT morgen was zu tun hat.
Bernd Begemann: Du bist mein Niveau MP3
Tapete Records zeigt sich spendabel und schenkt euch einen Song aus dem aktuellen Album von Bernd Begemann.
Du bist mein Niveau ist ein flotter Gitarren-Popsong mit Handclaps und ich verstehe immer „Du bist mein Büro“, was nichts anderes bedeutet, als das ich dringend mal wieder pausieren muss.
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