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Digitale Bildungspolitik: Der Staat kommt seinen Aufgaben und Pflichten nicht nach

„Die wollen doch nur helfen – oder?“ betitelt SpOn einen Artikel über das vermeintliche Engagement von Firmen wie Lego, Google oder Apple an deutschen Schulen.

Schlagzeilen, die mit „oder?“ enden, sind ja generell schon eine Notlösung, sie spiegeln (haha) investigative journalistische Arbeit vor, wo keine ist. Leserinnen und Lesern soll in diesem Fall suggeriert werden, dass die genannten Unternehmen selbstverständlich nicht helfen, sondern unsere wehrlosen Kinder mit fiesen Methoden infiltrieren und zu von US-amerikanischen Produkten abhängigen Vollidioten machen wollen. Außer Lego, denn die sind dänisch, führen aber trotzdem nichts Gutes im Schilde. Weil Roboter.

Nun gibt es durchaus viel zu beachten bei privatwirtschaftlichem Engagement an Schulen, inhaltsleere und schlecht recherchierte Artikel wie der genannte tun das aber nicht, sondern verbreiten in erster Linie Vermutungen voller Konjunktive.

Und vor allem fehlt der wichtigste Satz in diesem Zusammenhang:
Der Staat kommt seinen Aufgaben und Pflichten nicht nach.
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Die Spreeblick-Wahl 2017


Foto by chrisevans

Natürlich wird es Widerspruch, andere Meinungen und Einschätzungen geben, aber das ist ja das Gute: Dass wir nicht nur zwei Parteien haben in Deutschland. Und was auch klar ist: Jede Wahl ist ein Kompromiss. Wir leben in einem hoch individualisierten Land, in Bezug auf die Digitalisierung in einer hoch individualisierten Welt, und letztendlich gibt es wohl für die meisten Bundesbürger_innen keine Partei, die zu 100 Prozent die eigenen Meinungen oder Wünsche widerspiegelt. Auf jedes Bekenntnis zur Wahl einer Partei kann mit „Ja, aber!“ geantwortet werden, es gibt keine perfekte oder fehlerfreie Partei. Denn Parteien sind ja auch nur Ansammlungen von Menschen. Hoffentlich.

Ähnlich wie bei der deutschen Medienlandschaft bin ich aber sehr froh darüber, dass es hierzulande eine vergleichsweise heterogene Parteienlandschaft gibt. Den oft gehörten Vorwurf, alle Parteien seien mehr oder weniger gleich, halte ich für Unsinn. Und wem die absolut richtige Partei fehlt, die seiner Meinung nach auch viele andere Menschen ansprechen würde, der kann sie sogar selbst gründen. Wem das zu viel ist, der kann Vereine oder Initiativen gründen oder sich ehrenamtlich engagieren oder anders und vielleicht sehr lokal politisch aktiv werden, ohne Parteimitglied sein zu müssen. Bei allem Gemecker, bei dem ich ja manchmal selbst gerne dabei bin: Das ist im Prinzip alles schon ziemlich okay. Und besser geht natürlich trotzdem immer.

Ich hatte diesen Artikel zuerst als „Wahlempfehlung“ betitelt, aber ihr seid ja alle erwachsen. Hier ist meine Entscheidung, macht ihr doch, was ihr wollt! ;)
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Grant Hart (1961 – 2017)

Am 14. September 2017 ist Grant Hart verstorben und mir fehlen die Worte. Mein Beileid geht an Familie und Freunde.

Bob Mould erinnert sich auf Facebook an seinen Freund und Kollegen.

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TV-Duell #btw17

Als der dritte Kommentar im Anschluss an das gestrige TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz meinte, das Ganze sei „wohl eher ein Duett als ein Duell“ gewesen, wurde mir die ganze Langweilig- und Ideenlosigkeit dieses Landes erneut bewusst, der Grund auch, warum ich gerne auf Twitter bin bei solchen Events. Da sind wenigstens noch ein paar Leute mit Resthumor und kreativen Wortspielen unterwegs.
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Michi Graudenz (1982 – 2017)

Unter Tränen und in großer Trauer müssen wir leider vom Tod unseres Freundes, Kollegen und langjährigen re:publica- und TINCON-Mitstreiters Michael Martin Graudenz berichten.

Michi war von Anfang an Teil des re:publica-Teams und ist mit uns an den Aufgaben gewachsen, seit 2012 betreute er unsere Events als Technischer Leiter. Seine Firma WECAP war außerdem für die Bühnen-Mitschnitte der Vorträge verantwortlich – die YouTube-Videos der re:publica wurden seit 2012 von Michi und seinen Kolleginnen und Kollegen produziert. Auch alle bisherigen TINCON-Events wurden von Michi und dem WECAP-Team betreut.

Bei der re:publica ließ es sich Michi all die Jahre nicht nehmen, an einem der Party-Abende selbst für die Musik zu sorgen, um gemeinsam mit dem Team und den Gästen bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen und zu feiern. Wer als rp-Gast jemals auf einer unserer Parties war, hat mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon zu Michis Mix getanzt und gesungen.

Michi war und bleibt nicht nur wichtiger Teil des Kernteams der re:publica, sondern auch ein sehr guter Freund, und wir können kaum glauben, dass er nicht mehr bei uns ist. Die Nachricht von seinem plötzlichen und unerwarteten Tod hat uns enorm erschüttert.

Michi ist am 15. August 2017 im Alter von 34 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Unser tiefstes Beileid gilt seiner Familie, seiner Freundin und allen anderen, die ihn so kannten und lieben wie wir.

Wir trauern. Michi fehlt.

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Autokorrektur

In Gesprächen behaupte ich immer gerne, ich würde mich nicht für Autos interessieren.

Dann erzähle ich von meinem ersten Wagen (einem Renault R4, wie dieser hier, aber in hellblau) oder von meinen diversen echten, also Nicht-BMW-Minis (ich hatte genau so einen Mini Cooper in British Racing Green und später einen gebrauchten, der ein Loch im Boden hatte, durch das man die sehr nahe Straße beobachten konnte). Ich berichte auch nur halb-ironisch davon, dass ich eigentlich gerne in einem kleinen britischen Zweisitzer herumfahren würde.
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Why not make Google non-profit?

Es gibt eine etwas kürzere, deutschsprachige Version dieses Textes drüben bei WIRED.

Along with several activists and journalists, I recently had the pleasure of being invited by Google to a meeting with Vint Cerf, whose name should make any German smile when spoken aloud. Mr. Cerf is an incredibly likeable, eloquent and well dressed gentleman with a biography and list of achievements that makes you feel not worthy.

As one of the developers of TCP/IP, he is rightfully recognised as one of the „fathers of the internet“. Since 2005, Cerf is also Vice President and Chief Internet Evangelist of Google.
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Kraftklub: Du verdammte Hure.

Ach Mensch, Kraftklub. Echt jetzt?

Musikalisch überraschend und voll okay. Cooles Video.
Aber der Text? Ist das euer Ernst?
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Spreeblick-Podcast 331: Fast ohne Trump. Nur am Ende kurz.

MP3 als Download!

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Gerrit Meijer (1947-2017)

Im vergangenen Oktober war er noch bei mir im FluxFM-Studio und hat in seiner grummelig-ehrlich-herzlichen Art von seinem Buch und aus seinem Leben berichtet.

Gestern Nacht musste ich via Facebook erfahren, das er verstorben ist: Gerrit Meijer, u.a. durch PVC und White Russia zur Berliner Punkrock-Legende geworden, hat einen Herzinfarkt nicht überlebt.

Mein herzliches Beileid geht an seine Frau, seine Familie, seine Freundinnen und Freunde.

In Erinnerung an Gerrit hier das Interview zum Nachhören, aus den üblichen dämlichen Gründen leider ohne die Musik, die Gerrit so wichtig war.

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You have Trump. We have songs.

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Wir wünschen friedliche Feiertage

allreal

Wir wünschen nicht nur unseren Leserinnen und Lesern möglichst entspannte, glückliche Feiertage mit den Liebsten. Auf dass 2017 ein friedlicheres Jahr wird!

Einen kleinen Weihnachtstext von Johnny gibt es drüben bei WIRED.

Unsere knapp vier Stunden lange Playlist für die Weihnachtstage könnt ihr als Spotify-Nutzerinnen und -Nutzer hier hören und abonnieren. Sie wird gegen Ende immer betrinkenswerter, wir haben das alles für euch getestet. In diesem Sinne: Hau ab, 2016. Komm doch, 2017!