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Bloggedanken

Vor rund einem Jahrzehnt gehörte dieses Blog ein paar Jahre lang zu den viel gelesenen des Landes, hatte zwischendurch sogar mehrere Autorinnen, die ein paar wirklich grandiose Texte veröffentlicht haben, wurde täglich gefüttert, fast alles wurde diskutiert, es gab witzige und politische Aktionen, es fühlte sich an wie ein Zuhause oder die Stammkneipe. Es war eine grandiose Zeit und es bleiben viele tolle Erinnerungen (und Texte).

Seit einer Weile schon schreibe ich hier aber kaum noch, die Gründe sind so zahlreich wie bekannt: Die re:publica und die TINCON sind meine Haupttätigkeiten, außerdem entstehen noch regelmäßige Texte für WIRED Deutschland und für die Printausgabe von t3n, ab 2019 kommt vermutlich noch ein weiteres tolles Online-Magazin hinzu. Es bleibt also aller Voraussicht nach eher ruhig hier bei Spreeblick. Obwohl ich mir so oft vorgenommen hatte, wieder mehr zu bloggen.

Ich glaube, dass ich nach den vielen Jahren auch etwas müde geworden bin. Vielleicht habe ich aber auch nur den Eindruck, dass es so unendlich viel und auch sehr tollen Content gibt, dass ich mich oft frage, wen nun auch noch meine drei Cent zu einem Thema interessieren sollen.

Zwischendurch habe ich sogar daran gedacht, spreeblick.com zu verkaufen, aber das fühlt sich einfach nicht richtig an. Ich hänge an dem Namen und der Domain. Und dann gab und gibt es noch die Idee, das Blog inhaltlich neu auszurichten, ich würde zum Beispiel sehr gerne mehr über Tech schreiben, keine News, sondern echte Erfahrungsberichte und Einschätzungen. Und auch das Älterwerden ist ein Thema, mit dem man sich beschäftigen könnte, außerdem interessieren mich tatsächlich auch gute Produkte – nicht allein „gut“ im Sinne der Nachhaltigkeit, sondern in Sachen genereller Qualität.

Nur: Wenn ich schon für diesen Nicht-Artikel-Text hier Tage brauche, weil immer etwas dazwischenkommt, wie soll ich dann wieder regelmäßig ein Blog füttern, egal womit?

So bleibt wohl alles erst mal, wie es gerade ist: spärlich. Immerhin kündige ich aber nicht mehr gegen Ende des Jahres an, in Zukunft wieder mehr zu bloggen …

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In Gedenken an Robert Basic

Robert Basic (Foto von Sandra Schink)

Als mich die Nachricht heute früh durch einen Tweet von Don Dahlmann erreichte, war ich schockiert. Mit Robert Basic ist in der vergangenen Nacht einer der Menschen verstorben, welche die deutsche Blogosphäre der späteren 2000er Jahre, aber auch nachfolgende Blog-Generationen maßgeblich geprägt haben.

Mein älteste Erinnerung an Robert ist die, dass ich beim ersten Lesen seines Namens dachte: „Was für ein genialer Künstlername!“ – es dauerte eine Weile, bis ich erfuhr, dass es sich keineswegs um ein Pseudonym handelte und man seinen Namen „Basić“ aussprach, nicht als englisches „Basic“, denn Robert war gebürtiger Kroate. Und ich erinnere mich natürlich auch an den Medienwirbel, den Robert 2009 verursachte, als er sein äußerst erfolgreiches Blog mit dem ebenfalls tollen und stimmigen Namen „BasicThinking“ auf Ebay versteigerte.  

Mein Verhältnis zu Robert war in diesen früheren, wilden und tollen Blog-Jahren ein eher gemischtes, zu stark unterschieden sich unsere Haltungen zum Bloggen, die wir beide auf unsere eigene Art leidenschaftlich vertraten. Doch mit den Jahren ersetzte ein professioneller und wohlwollender Umgang miteinander die alten Streitereien. Mein letztes längeres Gespräch mit Robert ist einige Jahre her, bleibt mir aber in sehr guter und angenehmer Erinnerung, denn wir wussten um unsere Meinungsverschiedenheiten, konnten aber darüber lachen und diskutieren, und der gegenseitige Respekt stand im Vordergrund. 

Dass Robert nun fort ist, tut mir aufrichtig leid und hat mich heute sehr getroffen. Mein herzliches Beileid geht an seine Familie und an seine Freunde und Freundinnen. 

Hier könnt ihr über Robert lesen von Menschen, die ihn wesentlich besser kannten als ich:

BasicThinking

MobileGeeks

Netzfeuilleton

Das komplette Archiv der über 12.000 Blog-Posts, die Robert Basic für BasicThinking verfasst hat, bleibt weiterhin online

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Don Letts: „If every generation really learned from the one before, we‘d be gods by now“ – Ein Gespräch über Trojan Records und vieles mehr

Bitte klicken, um YouTube-Inhalt zu laden.

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Don Letts ist einer meiner großen kulturellen Helden. Der 1956 in London geborene Sohn jamaikanischer Einwanderer wurde Mitte der Siebziger wichtiger Teil der Punkszene Englands, brachte den Reggae zu den Punks und den Punk zu Bob Marley (die Freundschaft der beiden resultierte in „Punky Reggae Party“), und er entwickelte aus der Energie der damaligen Mode- und Musikszene sein eigenes Schaffen.

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DSGVO: Wie wir Spreeblick in drei Schritten angepasst haben

Im Grunde habe ich es mit der Anpassung dieses Blogs auf die neue DSGVO genauso gehalten wie mit allen wichtigen Aufgaben: Ich habe bis zum letzten Tag gewartet, nur das Nötigste gemacht und nebenbei ein Bild erstellt, auf dem „Don’t panic“ steht.

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Die Bundeswehr auf der re:publica 2018 und ein paar wichtige Fragen

Ich fühle mich angegriffen. Hier steht, warum.

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Was bedeutet die DSGVO für Blogs?

Ein albernes Bild, das rein gar nichts mit dem Artikel zu tun hat.
Albernes Bild, das rein gar nichts mit dem Artikel zu tun hat.

Sorry für den Titel, denn ich kann die Frage, die dort gestellt wird, leider nicht beantworten. Wir haben ja hier so gut wie alles abgeschaltet, was trackt (Google Analytics z.B.), aber eingebettete YouTube-Videos usw. gibt es dennoch zuhauf. Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt mit dieser Seite machen soll/muss, damit sie der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entspricht, und da es sicher vielen Menschen ähnlich geht, dachte ich: Wir könnten ja hier Infos in den Kommentaren sammeln.

Es gibt bereits den ein oder anderen Post zum Thema, allerdings schlafe ich beim Lesen immer ein, und wenn mir das alles zu kompliziert wird, verkaufe ich den ganzen Kram und mache was mit Holz. (Was wiederum nicht bedeutet, dass ich die DSGVO gut oder schlecht finde, ich kann das einfach noch nicht beurteilen.)

Falls also jemand wirklich gute, verständliche Tipps für bloggende Menschen mit selbst gehosteten Blogs hat, freue ich mich über Links und Anmerkungen in den Kommentaren. Danke!

UPDATE: Die Bildungspunks sammeln auch!

UPDATE 2: Sicherheitshalber gleich mal der Hinweis, dass ich kein Anwalt bin und hier keine Rechtsberatung stattfindet und dass ich sowieso jede Haftung für alles ablehne, bei Fragen wenden Sie sich bitte an Mark Zuckerberg, an ihre Ärztin oder ihre Apotheke oder an irgendeine andere Person Ihres Vertrauens.

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Digitale Bildungspolitik: Der Staat kommt seinen Aufgaben und Pflichten nicht nach

„Die wollen doch nur helfen – oder?“ betitelt SpOn einen Artikel über das vermeintliche Engagement von Firmen wie Lego, Google oder Apple an deutschen Schulen.

Schlagzeilen, die mit „oder?“ enden, sind ja generell schon eine Notlösung, sie spiegeln (haha) investigative journalistische Arbeit vor, wo keine ist. Leserinnen und Lesern soll in diesem Fall suggeriert werden, dass die genannten Unternehmen selbstverständlich nicht helfen, sondern unsere wehrlosen Kinder mit fiesen Methoden infiltrieren und zu von US-amerikanischen Produkten abhängigen Vollidioten machen wollen. Außer Lego, denn die sind dänisch, führen aber trotzdem nichts Gutes im Schilde. Weil Roboter.

Nun gibt es durchaus viel zu beachten bei privatwirtschaftlichem Engagement an Schulen, inhaltsleere und schlecht recherchierte Artikel wie der genannte tun das aber nicht, sondern verbreiten in erster Linie Vermutungen voller Konjunktive.

Und vor allem fehlt der wichtigste Satz in diesem Zusammenhang:
Der Staat kommt seinen Aufgaben und Pflichten nicht nach.
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Die Spreeblick-Wahl 2017


Foto by chrisevans

Natürlich wird es Widerspruch, andere Meinungen und Einschätzungen geben, aber das ist ja das Gute: Dass wir nicht nur zwei Parteien haben in Deutschland. Und was auch klar ist: Jede Wahl ist ein Kompromiss. Wir leben in einem hoch individualisierten Land, in Bezug auf die Digitalisierung in einer hoch individualisierten Welt, und letztendlich gibt es wohl für die meisten Bundesbürger_innen keine Partei, die zu 100 Prozent die eigenen Meinungen oder Wünsche widerspiegelt. Auf jedes Bekenntnis zur Wahl einer Partei kann mit „Ja, aber!“ geantwortet werden, es gibt keine perfekte oder fehlerfreie Partei. Denn Parteien sind ja auch nur Ansammlungen von Menschen. Hoffentlich.

Ähnlich wie bei der deutschen Medienlandschaft bin ich aber sehr froh darüber, dass es hierzulande eine vergleichsweise heterogene Parteienlandschaft gibt. Den oft gehörten Vorwurf, alle Parteien seien mehr oder weniger gleich, halte ich für Unsinn. Und wem die absolut richtige Partei fehlt, die seiner Meinung nach auch viele andere Menschen ansprechen würde, der kann sie sogar selbst gründen. Wem das zu viel ist, der kann Vereine oder Initiativen gründen oder sich ehrenamtlich engagieren oder anders und vielleicht sehr lokal politisch aktiv werden, ohne Parteimitglied sein zu müssen. Bei allem Gemecker, bei dem ich ja manchmal selbst gerne dabei bin: Das ist im Prinzip alles schon ziemlich okay. Und besser geht natürlich trotzdem immer.

Ich hatte diesen Artikel zuerst als „Wahlempfehlung“ betitelt, aber ihr seid ja alle erwachsen. Hier ist meine Entscheidung, macht ihr doch, was ihr wollt! ;)
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Grant Hart (1961 – 2017)

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Am 14. September 2017 ist Grant Hart verstorben und mir fehlen die Worte. Mein Beileid geht an Familie und Freunde.

Bob Mould erinnert sich auf Facebook an seinen Freund und Kollegen.

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TV-Duell #btw17

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Als der dritte Kommentar im Anschluss an das gestrige TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz meinte, das Ganze sei „wohl eher ein Duett als ein Duell“ gewesen, wurde mir die ganze Langweilig- und Ideenlosigkeit dieses Landes erneut bewusst, der Grund auch, warum ich gerne auf Twitter bin bei solchen Events. Da sind wenigstens noch ein paar Leute mit Resthumor und kreativen Wortspielen unterwegs.
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Michi Graudenz (1982 – 2017)

Unter Tränen und in großer Trauer müssen wir leider vom Tod unseres Freundes, Kollegen und langjährigen re:publica- und TINCON-Mitstreiters Michael Martin Graudenz berichten.

Michi war von Anfang an Teil des re:publica-Teams und ist mit uns an den Aufgaben gewachsen, seit 2012 betreute er unsere Events als Technischer Leiter. Seine Firma WECAP war außerdem für die Bühnen-Mitschnitte der Vorträge verantwortlich – die YouTube-Videos der re:publica wurden seit 2012 von Michi und seinen Kolleginnen und Kollegen produziert. Auch alle bisherigen TINCON-Events wurden von Michi und dem WECAP-Team betreut.

Bei der re:publica ließ es sich Michi all die Jahre nicht nehmen, an einem der Party-Abende selbst für die Musik zu sorgen, um gemeinsam mit dem Team und den Gästen bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen und zu feiern. Wer als rp-Gast jemals auf einer unserer Parties war, hat mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon zu Michis Mix getanzt und gesungen.

Michi war und bleibt nicht nur wichtiger Teil des Kernteams der re:publica, sondern auch ein sehr guter Freund, und wir können kaum glauben, dass er nicht mehr bei uns ist. Die Nachricht von seinem plötzlichen und unerwarteten Tod hat uns enorm erschüttert.

Michi ist am 15. August 2017 im Alter von 34 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Unser tiefstes Beileid gilt seiner Familie, seiner Freundin und allen anderen, die ihn so kannten und lieben wie wir.

Wir trauern. Michi fehlt.

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Autokorrektur

In Gesprächen behaupte ich immer gerne, ich würde mich nicht für Autos interessieren.

Dann erzähle ich von meinem ersten Wagen (einem Renault R4, wie dieser hier, aber in hellblau) oder von meinen diversen echten, also Nicht-BMW-Minis (ich hatte genau so einen Mini Cooper in British Racing Green und später einen gebrauchten, der ein Loch im Boden hatte, durch das man die sehr nahe Straße beobachten konnte). Ich berichte auch nur halb-ironisch davon, dass ich eigentlich gerne in einem kleinen britischen Zweisitzer herumfahren würde.
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