Obwohl internationale Wahlbeobachter der OSZE davon berichten, dass es einfacher gewesen sei, die Wahlen in Serbien zu beobachten und dass man ihnen in Nordamerika weniger Zugang zu den Abstimmungen genehmigt hĂ€tte als in Kazakhstan, obwohl groĂe Mengen an in- und auslĂ€ndischen Wahlunterlagen nachweisbar „verschwunden“ sind, obwohl die Wahlcomputer abstĂŒrzen bzw. viele WĂ€hler ob der scheinbar grausamen BenutzerfĂŒhrung der Systeme am Ende ihrer Stimmabgabe vergessen, den richtigen BestĂ€tigungs-Button zu klicken, sieht es zur Zeit (12:05h) so aus, als wĂŒrde Nordamerika in den HĂ€nden der MĂ€nner bleiben, die dem Rest der Welt vorschreiben wollen, wie Demokratie geht.
Anders betrachtet sieht es in den USA eben so aus, wie in der restlichen westlichen Welt auch. Die eine HĂ€lfte ist dafĂŒr, die andere dagegen. Wir befinden uns in einer 50/50 oder schwarz/weiĂ Gesellschaft (womit keine Hautfarben gemeint sind, obwohl das ĂŒbertragbar scheint) und das, obwohl die reale, moderne Welt aus immer mehr Grautönen besteht.
Die einen wollen Politiker, die sich fĂŒr Botschafter Gottes halten, finden Schwule eklig und halten Krieg fĂŒr eine Lösung.
Die anderen sehen militantes Vorgehen als Problem, scheren sich nicht besonders darum, was ihr Nachbar mit wem Nachts treibt und viele von ihnen halten Gott fĂŒr ein eher zwiespĂ€ltiges Konstrukt.
Wer in Zukunft Entscheidungen mit Effekt treffen darf, bestimmen letztendlich unter UmstÀnden prozentual gesehen einige wenige Personen. Fair ist das nicht, aber demokratisch.
Falls Bush im Amt bleibt, sollten John Kerry und die nordamerikanischen Demokraten aufatmen. Denn fĂŒr sie wĂ€re es mit einem knappen Ergebnis zu diesem Zeitpunkt so gut wie unmöglich, die bestehenden wirtschaftlichen Probleme ohne massiven Gegenwind aus der Bevölkerung (der anderen HĂ€lfte) und dem Kongress zu lösen und den Job, die Fehde zwischen der Bush Familie und der Osama Bin Ladens zu entwirren, will auch niemand wirklich haben. Die Situation wird fĂŒr die Demokraten in vier Jahren sehr viel gĂŒnstiger aussehen, wenn Nordamerika wirtschaftlich komplett ruiniert ist, nationale Proteste eine neue, weit aggressivere Form angenommen haben und sich die Weltgemeinschaft noch vehementer als bisher gegen die Bush Admininstration gestellt hat.
Trotz der gerade erwĂ€hnten Ăberlegungen wĂ€re jedoch die Wiederwahl von George W. Bush eine traurige Niederlage fĂŒr die ganze Welt. Denn das, was sich die meisten Kerry Supporter von einem Machtwechsel versprochen haben, wird dadurch leider weiter ein unerfĂŒllter Wunsch bleiben:
Frieden.
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Das Schlimmste ist ja, dass dieser selbstgefÀllige Dorfdepp, der sich zu Gottes Sprachrohr gemacht hat, jetzt noch arroganter sein wird.
Es geht ja schon los: Die AuszĂ€hlung ist noch nicht vollstĂ€ndig abgeschlossen und schon ruft das WeiĂe Haus Bush zum Sieger aus…
Da kann man nur froh sein,, nicht in den USA zu leben. Wahrscheinlich bekommen die Kerry-WÀhler in den nÀchsten Wochen Besuch vom FBI ;-)))
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DafĂŒr bin ich hier ganz deiner Meinung…
Alle Kommentare von David
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might is right to lie right
Alle Kommentare von harald
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Es gibt ja Leute, die sagen “Das ist gut, das Bush seine Suppen nun selber auslöffeln kann und den Schaden nicht von den Dems wieder repariert bekommt” - aber diese Einstellung halte ich fĂŒr zynisch: der “Schaden” den Bush verursacht hat und weiterhin wohl nun auch mehr verursacht, nachdem er jetzt endlich dagen kann “ich habe eine Mehrheit” sind nun mal zum gröĂten Teil Menschenleben.
Alle Kommentare von Sven