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Produkte von Johnny Haeusler | 9

Motorola plus Skype

Phonescoop meldet die Zusammenarbeit von Motorola und Skype, dem Internet-Telefonie-Anbieter, der von Niklas Zennström und Janus Friis gegründet wurde. Und die widerum haben uns damals Kazaa gebracht.

Warum das erwähnenswert ist?

Skype ist ein ziemlich beeindruckendes Stück Software für Win, Mac, PocketPC und Linux, welches die bestehende Internetverbindung für Telefonie nutzt. Gespräche zwischen Skype Nutzern (und Nutzerinnen!) sind kostenfrei, für recht kostengünstige Gespräche zu Festnetznummern muss ein Konto aufgeladen werden. Wo andere noch über die „Chancen“ von VoIP labern, verdient Skype bereits echtes Geld und kann dazu noch auf eine Credibility verfügen, welche die Siemense dieser Welt nie erlangen werden.

Sollte Motorola beginnen, Skype in mobile Geräte mit WLAN zu integrieren, könnte man denken, dass sich hier ein Gerätehersteller um Unabhängigkeit von den Service-Providern bemüht und vielleicht sogar eine Vision hat. Fragt sich, was Apple dazu sagt, denn ich will doch hoffen, dass auf dem kommenden iPhone auch iChat installiert ist.

Achja, und da wir bei Visionen von Großunternehmen sind: Hier findet man ein paar erstaunlich sinnvolle und realistische Sätze von T-Mobile Chef Rene Obermann.

Johnny Haeusler 18.02.2005 um 12:37

Produkte

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9 Kommentare

  1. 01

    Max:

    Was heißt “Chancen von VoIP”? Ich hab seit 2 Wochen einen VoIP Router - den gibts z.B. bei gmx für 29€ zum DSL Anschluss dazu. An den Kasten habe ich mein altes analoges Telefon angeschlossen und seit dem jedes ausgehende Telefonat via VoIP geführt. Bei sipgate gibts kostenlose Telefonnummern mit Ortsvorwahl, mit denen man auch übers Festnetz angerufen werden kann. Bei web.de kann man sich auch seine Nummer holen. Geht bei Skype soweit ich weiß nicht. Und über ein “normales” Telefon zu telefonieren ist alle mal bequemer als sich vor den Rechner zu hocken.

    In sofern: VoIP ist da. :)

    18.02.2005 um 13:00 | Antworten
    Alle Kommentare von Max
  2. 02

    Alexander Kluge:

    Bei Skype kann man sich “noch” nicht anrufen lassen. Das wird definitv kommen. Und Skype hat den großen Vorteil, dass es wirklich von überall aus nutzbar ist. Mit sipgate scheitert man definitv an der Firewall fremder Accesspoints oder im Unternehmensnetz, da die benötigten Ports meistens zu sind.
    Aber VoIP ist da, das stimmt. Auch im Unternehmensumfeld - da allerdings noch mit vielen Fußangeln.

    18.02.2005 um 14:00 | Antworten
    Alle Kommentare von Alexander Kluge
  3. 03

    sven:

    und skype hat den grossen nachteil das es proprietär ist. keiner weiss was da wirklich läuft, und bevor ich software von den machern der spyware-schleuder kazaa installiere muss es mir wirklich schlecht gehen - da nehm ich doch lieber sip, das find ich knuffiger.
    ich finds bloss eindrucksvoll wieviele firmen jetzt was mit skype anbieten, siemens z.b. mit dem skype-auf-dect-adapter. haben die alle angst vor offenen standards oder warum?
    und sip kommt dank stun auch durch manche firewalls durch.

    18.02.2005 um 15:04 | Antworten
    Alle Kommentare von sven
  4. 04

    JMI:

    Wozu teure VoIP-Router kaufen (oder sich 24 Monate an Service-Provider wie GMX binden, um obendrauf einen Router zu kriegen)? Mir hat neulich ein Hotspot-Provider ein VoIP-Schnurlos-Telefon vorgeführt, das sich angeblich einfach ins normale WLAN klinkt. Will mir demnächst Bezugsquelle nennen. Fürs heimische WLAN genial. Für mich als recht unsesshaften Studenten ist außerdem die Kombination Skype (mit Bluetooth-Headset) und O2-Genion ideal (obwohl ich die Mobil-Provider tendenziell alle für Abzocker halte): In der Homezone unter Festnetznummer erreichbar (und dort zum Homezone-Tarif auch abgehend), und im heimischen und in fremden WLANs via Skype günstig in die ganze Welt.

    18.02.2005 um 16:31 | Antworten
    Alle Kommentare von JMI
  5. 05

    HagK:

    Alexander preist oben ein großes Risiko als Vorteil. Die Frechheit der Skype-Entwickler, ihr virenartiger Code sind wir ja schon von Kazaa gewohnt.
    Es ist einem Admin im Firmennetz fast unmöglich, Skype auszusperren. Skype nimmt sich nämlich das Recht heraus, sein Gegenüber via Port 80 TCP zu connecten, und da laufen gewöhnlich Webserver.
    Es ist wohl auch den wenigsten usern bekannt, wie Skype mit Freigaben hantiert, denn irgendwie muss das Peer2Peer-Netz ja gemanaged werden. Da hierzulande viele Skyper hinter ihrem DSL-Router mit toller Firewall (inkl. eMail-Info über angebliche Angriffsversuche) hocken, gehen die Kontaktgesuche meist über Rechner in China und Taiwan.

    Es sollte sich jeder begeisterte Skyper wirklich einmal die Mühe machen, und mitlesen, was so am Netzwerkinterface zum Internet alles aufschlägt. Eigentlich vergeht einem dabei die Lust am Internet. Konzeptionell ist Skype in meinen Augen eher ziemlich miserable Software, nicht nur, weil es nicht OpenSource ist.

    Und zu guter Letzt: eine leitungsgebundene Kommunikationsart wie sie die Telefonie ist, sollte man nicht packetorientiert abhandeln (ich weiß, wie Telefonnetze arbeiten, in ISDN-Technik war ich der Kursbeste). Bei den Funktelefonnetzen merkt der aufmerksame Hörer, was passiert, wenn Pakete verloren gehen (hier durch Zeitschlitze). Aber in Zeiten von MP3-Mplayern ist Qualität ja wohl nicht mehr so wichtig.

    Den VoIP-Befürwortern: das klappt momentan, weil es Unmengen Überkapazität im Netz gibt. Wir konnten nach Abschaltung des EuroRings (KPNQuwest) auch weitersurfen. Es klappt genau dann nicht mehr, wenn diese Überkapazität mal nicht mehr vorhanden ist, oder wenn Engpässe auftreten (DE-CIX hat derzeit 28GBit/s Traffic). Das eigentlich notwendige QoS (Quality of Service) steckt noch in den Kinderschuhen. Mit Skype ist so was eigentlich gar nicht möglich, weil Skype ja auf zustandslose UDP-Päckchen setzt. Das merkt man auch manchmal - nämlich genau dann, wenn die Verbindung mit Skype nicht wirklich funktioniert, oder nur in eine Richtung.

    Wer testen will, wie schlecht Skype ist (oder sein VoIP-Angebot von seinem Provider), der starte während des Telefonates einen Download einer Großen Datei von einem schnell angebundenen und nicht bandwidth-limitierten Server. Eine technisch vernünftige VoIP-Lösung hat nur einen ganz kurzen Aussetzer, wenn überhaupt, und reduziert dann clientseitig die Bandbreitenverfügbarkeit für den Download - und garantiert die Mindestbandbreite für VoIP. Dazu gehört aber ein bisschen mehr, als einfach nur einen kleinen TCP/UDP-Server und- client zu programmieren. Das lernt man ja schon im Viren-Baukasten - Lektion 2

    my2cents

    18.02.2005 um 19:02 | Antworten
    Alle Kommentare von HagK
  6. 06

    johnny:

    Hagen, wir sollten über eine eigene Spreeblick Rubrik für dich nachdenken. :)

    18.02.2005 um 19:25 | Antworten
    Alle Kommentare von johnny
  7. 07

    shorty:

    sorry johnny, aber hier muss ich mal einlenken. das VoIP zeitalter hat gerade erst begonnen. ich habe den eindruck, du hast nicht wirklich ne ahnung, von dem was da kommt. noch dieses jahr wird und muss die teledoof ihre festnetzgeschichte vom dsl anschluss trennen, also dem nutzer unabhängig zur verfügung stellen… ich denke, dass hast du gecheckt. ( liegt auch schon bei der regulierungsbehörde vor)

    desweiteren sind ALLE grossen anbieter derzeit dabei, genau an diesen VoIP dingern zu schaffen. keiner mag etwas davon preis geben. und du wirst in spätsetens 2 - 4 monaten HIER darüber berichten. das sag ich hier mal so, dank. auch im namen meines hundes…

    VoIP wird das Unwort des jahres 2005, das geb ich jetzt schonmal vor.

    ^^

    19.02.2005 um 04:30 | Antworten
    Alle Kommentare von shorty
  8. 08

    shorty:

    uuhhh, ich habe gerade erst das posting von HagK gelesen. der weiss, wovon er redet. johnny, lass im moment mal noch die finger von der VoIP geschichte. das is ein GANZ heisser markt und da wird auch GANZ heiss gekämpft…..

    nur soviel….. hagen hats schon gesagt. skype is auch nur aus obigen gründen so kuhl. das mag ja noch egal sein, denn, wen interessiert rechner xyz?

    ABER - und das is die quint-essenz, es wird eine recht grosse, wenn nicht sogar DIE grosse veränderung geben. und daran arbeiten alle anbieter. keiner mag da etwas preisgeben… auf jeden fall wird es für den endnutzer eine kostenentlastung und zusätzlich eine neue qualität an bequemlichkeit seitens der telefonie geben. dank sei der technik

    ^^

    19.02.2005 um 04:43 | Antworten
    Alle Kommentare von shorty
  9. 09

    HagK:

    @Johnny, sorry - es fiel mir dann auch auf, dass meine ‘response’ länger ist, als Dein Artikel ;) - und nein, ich werde nicht anfangen zu bloggen. Es ist wirklich recht einfach, einen Server und Client in C zu schreiben (es gibt ja google). Probleme treten dann auf, wenn danach noch ein bisschen mehr passieren soll - z.B. ein Datenbank-connect zu einer geöffneten DB via ESQL-C aus dem geforkten Server heraus unter der Prämisse ……

    @shorty, hier gibt es auch skype. Und ich beobachte es argwöhnisch, von außen ist kein unauthoriserter Login möglich, aber wenn ich die LANs so absichern würde, wie ich wollte, würde Skype nicht mehr funktionieren. Skype ist so erfolgreich, weil es einfach zu nutzen ist. Das ist ja auch Grundlage des Erfolges von Windows. Anwender müssen ja auch nicht alles Verstehen, aber Hersteller sollten auf Qualität und Standardkonformität achten.
    Die fehlende QoS-Implementierung hat Skype aber gar nicht allein zu verantworten, das muss zuerst einmal im OS integriert sein.

    Es gilt wie immer: nutzt eine Software wenn ihr euch traut, aber behaltet sie im Auge. Vielleicht haben wir in 20 Jahren Betriebssysteme, die Applikationen wirklich kapseln, dann kann man auch fast bedenkenlos Peer2Peer nutzen. Bis dahin ist diese Idee der Vernetzung eben nur für vertrauenswürdige Netzwerke sicher - das Internet zähle ich nicht dazu.

    19.02.2005 um 10:20 | Antworten
    Alle Kommentare von HagK

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