• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
17.05.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

Produkte mark von Johnny Haeusler | 11

Real life sound design

Mein Wecker (so selten ich ihn auch benutzen muss, ich hab schließlich Kinder) weckt mit diesem uns allen sicher bekannten sehr hohen, kĂŒnstlichen Ton, immer vier kurze Signale in Reihe, dann eine kurze Pause, dann wieder die vier Töne in Reihe. Die LautstĂ€rke steigert sich mit der Zeit.

Unsere Waschmaschine meldet das Ende des Waschvorgangs mit einem Ă€hnlichen Ton, diesmal sehr lang, dafĂŒr nur einmal.

Der Trockner hingegen wiederholt die hohe Frequenz in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden, bis man ihn endlich abschaltet.

Der Backofen hat einen Timer, der beim Eierkochen praktisch sein kann. Der oben beschriebene Ton taucht nach Ablauf der voreingestellten Zeit wieder auf, in diesem Fall ziemlich penetrant in einer langsam wiederholten Sechserreihe. Dann lÀngere Pause. Wiederholung.

Die Mikrowelle, ein gut gemeintes Geschenk von Schwiegerpapa, das ausnahmslos nur zum AufwĂ€rmen genutzt wird, benutzt genau den gleichen Ton in der sich wiederholenden Dreier-Version, allerdings noch einmal lauter und fieser als die ĂŒbrigen GerĂ€te.

Unser Wagen meldet sich ohne Pause ebenso in dieser Frequenz, wenn man wahlweise den Gurt nicht angelegt hat und trotzdem rollt oder das Licht angelassen hat und die TĂŒr öffnet.

Viele Mobiltelefone schreien in Ă€hnlichen Tönen nach ihrem LadegerĂ€t, sobald der Akku nachlĂ€sst, Anrufbeantworter melden das Ende einer Nachricht (und weisen darauf hin, dass der Anrufer jetzt sprechen darf), jedes GerĂ€t im tĂ€glichen Umfeld, dass auch annĂ€hernd als „elektronisch“ zu bezeichnen ist, benutzt scheinbar diesen fiesen, ekligen Ton.

Ich weiß, ich weiß, das sind diese kleinen Dinger, Piezos heißen sie, glaube ich, die inzwischen vermutlich einen Wert von 0,001 Cent pro StĂŒck haben und sicher gesetzlich vorgeschrieben sind.

Hat sich schon jemand mit den SpĂ€tfolgen fĂŒr eine Gesellschaft beschĂ€ftigt, die andauernd und ĂŒberall mit diesen in beinahe allen erwĂ€hnten FĂ€llen nicht abschalt- oder verĂ€nderbaren Frequenzen beballert wird? Gut kann das nicht sein, mir geht’s auf alle FĂ€lle erheblich auf den (Achtung! Witzig!) Wecker.

Dabei hat uns doch die Vergangenheit eine viel besser klingendere Zukunft versprochen! Eine Welt voller schmeichelnder KlĂ€nge, die unsere Ohren nicht pieksen, sondern streicheln. GerĂ€te, die subtil auf sich und ihre Funktionen hinweisen und um unsere Aufmerksamkeit bitten, statt uns anzuschreien wie ein Radiosender mit der Zielgruppe „14 bis 24″.

Wie freundlich erscheint einem das nicht gerade ĂŒberhörbare GerĂ€usch eines Star Trek Communicators. Und selbst wenn sie ob ihres Alters etwas angekratzt wirkt: Die TĂŒr in der gleichen Serie hatte ganz klar viel mehr Charme als meine Mikrowelle. Auch wenn ich keine Ahnung mehr habe, was das hier fĂŒr ein Star Trek-Sound war: FĂŒr eine freundlichere Waschmaschine wĂŒrde er genĂŒgen.

Ich wĂŒrde bestimmt auch von solch einem Wecker aufwachen (oder ebenso wenig) und meine GĂŒte, der Trockner wĂ€re so auch unĂŒberhörbar, aber nicht ganz so langweilig.

Ich sollte meinen Newton wieder auspacken, den besten PDA, der je gebaut wurde. Und der freundlichste war er auch. Wenn ich einen Vorgang schloss, hörte sich das auch so an, das „BlĂ€ttern“ in den Notizen wurde zurĂŒckhaltend begleitet und wenn ich mal einen Fehler gemacht hatte, klang das nicht gleich, als hĂ€tte ich eine Atombombe gestartet. Selbst sein Alarm war ein netter Hinweis und kein aurales Spucken.

Jaja. FrĂŒher klang alles besser. Sogar die Zukunft.

Johnny Haeusler 18.02.2005 um 20:34

Produkte

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


11 Kommentare

  1. 01

    Uwe:

    Du scheinst ja ein sehr “ohral” orientierter Mensch zu sein.

    Aber: auch frĂŒher gab’s schließlich schon “Die Maschine mit dem ‘Bing’”.

    18.02.2005 um 21:23 | Antworten
    Alle Kommentare von Uwe
  2. 02

    glowinginthesun:

    Recht hassu, Johnny.

    18.02.2005 um 21:43 | Antworten
    Alle Kommentare von glowinginthesun
  3. 03

    Peter the man without hair:

    Der besagte Ton gehört zu diversen Tasten, die immer dann gedrĂŒckt werden mußten, wenn etwas in den Bordcomputer (Trotz Spracherkennung!) eingegen werden mußte. Bevorzugter Vorgang war das aktivieren des Transportsystems. (Beamen!)

    18.02.2005 um 22:28 | Antworten
    Alle Kommentare von Peter the man without hair
  4. 04

    Daniel:

    Newton, mein Newton!

    18.02.2005 um 23:23 | Antworten
    Alle Kommentare von Daniel
  5. 05

    Luzz:

    Wie wahr, wie wahr… gut beobachtet… reminds me of my Newton in my desk…

    19.02.2005 um 00:30 | Antworten
    Alle Kommentare von Luzz
  6. 06

    Timo Behn:

    … Sounddesigner aller Welt lest diesen Hilferuf alltagsgeplagter Ohren.

    19.02.2005 um 12:02 | Antworten
    Alle Kommentare von Timo Behn
  7. 07

    Wizzler:

    Also fĂŒr ersteres wĂŒrde ich einen Radiowecker als Alternative vorschlagen. Mit so einem Pieps-GerĂ€t oder einem Old-School-Klingelwecker konnte ich noch nie leben. ;)

    19.02.2005 um 12:05 | Antworten
    Alle Kommentare von Wizzler
  8. 08

    Digifreax:

    PC-Speaker sollten auch verboten werden.
    Diese Pieptöne gehen einfach auf den Wecker

    19.02.2005 um 17:35 | Antworten
    Alle Kommentare von Digifreax
  9. 09

    niob:

    irgendwie musste ich unwillkĂŒrlich an jamba denken…
    wahrscheinlich bieten die bald *klingeltöne* fĂŒr alle elektrogerĂ€te an ;)

    19.02.2005 um 21:22 | Antworten
    Alle Kommentare von niob
  10. 10

    mÀGGus:

    Also ich bin einer der Menschen die sich grundsĂ€tzlich nur von Radios oder MP3-fĂ€higen Handys wecken lassen. Ein rasselnder, fiepender, klingelnder oder krĂ€hender Wecker kommt bei mir morgens garnicht in die TĂŒte. Es muss ein wohltuendes (oder wenigstens ertrĂ€gliches) GerĂ€usch sein sonst steigen die Kosten fĂŒr Crash-getestete-Wecker rasch ins unermeßliche. Aber im Gegensatz zu den meisten hier bin ich recht froh ĂŒber die kĂŒnstliche Umsetzung von Signalen.
    Ich will in keiner Gesellschaft leben in der Elektronikfirmen die Copyrights auf Vogelstimmen haben.

    20.02.2005 um 15:57 | Antworten
    Alle Kommentare von mÀGGus
  11. 11

    Volker:

    Wegen dieses “genialen”, universalen Piezo-Alarms hatte schon in den 80ern eine Firma in Japan die automatischen Transportroboter (fahrerlose Elektrokarren) statt mit einem Piepser (wie man sie von rĂŒckwĂ€rtsfahrenden MĂŒllautos her kennt) jeweils mit einem kleinen Ghettoblaster ausgestattet - jeder mit einem anderen Pop-Hit.

    Macht dann auch Dialoge möglich wie: “He - da ist ‘Like a virgin’ schon wieder in ‘Born in the USA’ reingefahren, wir mĂŒssen bei dem mal die Software prĂŒfen”.

    20.02.2005 um 20:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Volker

Diesen Artikel kommentieren

Vorschau

Frischer Spreeblick

  • Popgun! 21 und die Rock&Roll Biester
  • Ella Fitzgerald, Caterina Valente und Perry Como
  • Die re:publica-Videomitschnitte sind online
  • Foo Fighters Tour Rider
  • Wem der Krieg dient
  • Was darf ich bloggen? – Reloaded
  • Another Tibet
  • What has the BBC ever given us?
  • Podcast vom 15.5.08
  • Videostars fresh and clean
  • SUCHE

Eselsohren

    • Reklame Anfang
    • Toni bei iTunes kaufen
    • Reklame Ende

    [Archive]

    Neueste Artikel

    Pop

    • Popgun! 21 und die Rock&Roll Biester
    • Ella Fitzgerald, Caterina Valente und Perry Como
    • Foo Fighters Tour Rider
    • Videostars fresh and clean

    Politik

    • Wem der Krieg dient
    • Was darf ich bloggen? – Reloaded
    • Another Tibet
    • What has the BBC ever given us?

    Produkte

    • Die re:publica-Videomitschnitte sind online
    • Twitter-Shirts im Spreeblick-Shop
    • Spreeblick-Gezwitscher
    • 1.Mai - geschenkt!

    Positionen

    • Podcast vom 15.5.08
    • Der Rand des LĂ€chelns
    • Interview: Andi Abbas, Sehitlik-Moschee Berlin
    • Parken

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der BlogosphĂ€re oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger UnterstĂŒtzer der RAF
    • Grimme fĂŒr Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Du Opfer!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • China und das Internet
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • adical: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Amen
    • Bandnamen finden

    Frisch Kommentiert

    • Ella Fitzgerald, Caterina Valente und Perry Como
    • Popgun! 21 und die Rock&Roll Biester
    • Wem der Krieg dient
    • Fallada
    • Die re:publica-Videomitschnitte sind online
    • Foo Fighters Tour Rider
    • Podcast vom 15.5.08
    • Another Tibet
    • Was darf ich bloggen? – Reloaded
    • What has the BBC ever given us?
    • Simbabwe: Wahltag
    • Videostars fresh and clean
    • Albert Hofmann ist tot
    • La haine de la haine
    • Der Rand des LĂ€chelns
    • Interview: Andi Abbas, Sehitlik-Moschee Berlin
    • Möglicherweise letzte Worte
    • Twitter-Shirts im Spreeblick-Shop
    • Jede Zelle meines Körpers ist glĂŒcklich
    • Blus Graffiti-Stop-Motion Mindfuck

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    Blogroll

    • MĂ€dchenblog
    • Meow!
    • Netzpolitik
    • DSDFW
    • Supatyp
    • Delphine hauen
    • Uninformation
    • Spiegelfechter
    • sofa. rites de passage
    • Brainfarts
    • Elektrosmog
    • 343m
    • Tim
    • Riemer-O-Rama
    • Fooligan
    • dasistdasen.de
    • Großbloggbaumeister
    • Retromedia
    • Argh!
    • Popkulturjunkie
    • Stralau-Blog
    • Webseeings
    • Ahoi Polloi
    • Dobschat
    • Randpop
    • Imaginary animals
    • Nullzeitgenerator
    • Any la(te)st words
    • itstoolong
    • Popnutten