• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
30.08.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
    • Games
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

Pop von Johnny Haeusler | 14

Für eine Handvoll Cent: Musik

Bevor Sandy Pearlman das soundtechnisch nicht unumstrittene zweite Clash-Album „Give ‘em enough rope“ produzierte, hatte er u.a. bereits die legendären Dictators gemischt. Und leider auch Blue Öyster Cult.

Seine weiteren Produktionen brachten ihm immerhin 17 Gold- und Platin-Platten ein, er leitete ein Label, war mal Manager u.a. von Black Sabbath und (jetzt kommt der für diesen Artikel relevante Teil) gilt als Experte für das Thema „Internet und Musik“.

Ganz nebenbei geht Pearlman auch noch zur Schule, genauer gesagt zur McGill University in Montreal.

Und an genau dieser Universität hat er gemeinsam mit seinem Prof Daniel Levitin ein Modell für die Zukunft des Online-Musik-Business entwickelt, das er nun der Musikindustrie ans Herz legt. Bisher hört ihm niemand außer Apple wirklich zu, wenn Pearlman seinen Plan zur „Bekämpfung“ der Probleme der Industrie durch Filesharing präsentiert:

Jeder Song 5 Cent. Dazu 1% spezielle Steuern auf die Einnahmen der Internet-Provider und Computerhersteller. Und eine gute Suchmaschine für die ganze Musik da draußen im Netz.

Sandy Pearlman glaubt, dass sich die Musikindustrie daran gewöhnen muss, viel mehr Musik für viel weniger Geld zu verkaufen. Er erwartet bei Umsetzung seines Vorschlags mehrere Millionen zusätzlicher Kunden für die Labels und Künstler und vor allem die Entstehung der größten Musikbibliothek der Welt.

Besonders der letzte Punkt ist in meinen Augen ein nicht zu unterschätzender Faktor eines jeden möglichen Musik-Businessmodells der Zukunft. Doch der Weisheit letzter Schluss mag Pearlmans Idee trotzdem nicht sein, ich zweifle ob der gegeben Rechts- und Verteilungslage an der Umsetzbarkeit.

Dennoch ist man froh, über pro-aktive Menschen mit vielleicht zunächst ungewöhnlich klingenden Ideen zu hören, die sich tatsächlich im Business befinden und somit an der richtigen Stelle zumindest Anstöße geben könnten.

Achja: Die Industrie ist dagegen.

[Die Story in english bei globeandmail]

Johnny Haeusler 09.03.2005 um 23:25

Pop

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


14 Kommentare

  1. 01

    icewind:

    nach den letzten problematischen diskussionen über Allofmp3, die ein wirklich GROßARTIGES konzept haben/ hatten, wird es endlich mal zeit, dass so etwas auch in deutschland auf deutschen gesetzen und verträgen basierend verwirklicht wird.

    ich WEIGERE mich einfach, für einen song, den nicht in meinem wunschplayer von meinem wunsch-medium an meiner wunsch-position (zb per CD-R im autoradio oder per Winamp am computer) hören darf, sondern nur in einem speziellen player mit einer speziellen vorgabe, einen Euro auszugeben

    (99ct sind für mich einfach mal ein Euro, da diese psychologischen preis-spielchen bei mir nicht so ziehen, wie es sich die werbestrategen ausgedacht haben)

    das im text beschriebene ist jedenfalls mal ein schritt in die richtige richtung, wenn schon in den möglichkeiten beschnitten, dann auch bitte mit einem beschnittenen preis. ich bin natürlich auch gerne weiterhin bereit für ein OGG oder MP3 - file einen Euro auszugeben, solange dieses file dort abspielbar ist, wo ICH es möchte, und nicht, wo der verkäufer meint, ich sollte es.

    und zwar so OFT ich möchte…

    09.03.2005 um 23:41 | Antworten
    Alle Kommentare von icewind
  2. 02

    Frank:

    icewind, du weisst aber schon, dass du einen song aus dem iRMS (ich nehme an darauf beziehst du dich mit den genannten 99 cent) auf cd-r gebrannt in deinem autoradio hören kannst, oder? vorausgesetzt natürlich, dein auto cd-player spielt gebrannte cds.

    10.03.2005 um 08:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Frank
  3. 03

    jhns:

    das mit der steuer finde ich allerdings etwas bedenklich, denn die muss ich ja auch bezahlen, wenn ich überhaupt keine musik kaufen will, oder? wenn man das gleiche prinzip dann auch noch auf video, spiele, e-books, tv usw. ausweitet und alles über solche steuern mitfinanziert werden soll, dann kostet ein rechner ne ecke mehr und die kosten für internetzugang werden auch teurer, selbst wenn ich nur emails damit schreiben will. wobei man emails natürlich auch besteuern könnte…

    10.03.2005 um 08:39 | Antworten
    Alle Kommentare von jhns
  4. 04

    Herr Shhhh:

    Ich finde Pearlmans Ansatz auch richtungsweisend, glaube aber dennoch, das die Zukunft schlicht und ergreifend den Künstlern gehören wird. Verkauf über Website, kein Label dazwischen, keine “Industrie”, Webmagazine wie beispielsweise Spreeblick als Multiplikatoren, Webradio, tunespoon. So banal das klingt, aber es wird in die Richtung gehen. Who needs Viva, anyway?

    10.03.2005 um 10:16 | Antworten
    Alle Kommentare von Herr Shhhh
  5. 05

    johnny:

    Yup. Agreed. Wir sind ja auf dem besten Weg, LM machen wir alle zusammen groß. Und dann kommen andere Bands dazu.

    Die Steueridee basiert aber auf einer durchaus richtigen Überlegung, dass nämlich Hardware-Hersteller und Provider durchaus vom Online-Musik-Boom profitieren aber keinen Beitrag dazu leisten. Ein Rechner, der jetzt 990.- kostet, kostet dann eben 999,- und 9,- gehen in die “Künstlerkasse”.

    Das Netz böte endlich Möglichkeiten der tatsächlich fairen Abrechnung für Urheber und Aufführende, im Gegensatz zu den zwiespältigen Methoden der GEMA und GVL. Wenn man alles auf eine gemeinsame Basis stellt. Und da wird das Problem liegen.

    10.03.2005 um 10:44 | Antworten
    Alle Kommentare von johnny
  6. 06

    Stefan:

    > …jeden möglichen Musik-Businessmodells der Zulunft. Doch …

    Wer den Schreibfehler findet, darf ihn verbessern ;)

    Das Modell finde ich auch gut. und wenn die labels nich langsam merken, dass außer klingeltötnen niemand mehr ihre musik kauft, werden sie aussterben.

    10.03.2005 um 11:10 | Antworten
    Alle Kommentare von Stefan
  7. 07

    johnny:

    Den Schreibfehler haben bis gerade eben etwa 342 Leute gefunden. Korrigiert hab ich ihn aber. :)

    10.03.2005 um 11:31 | Antworten
    Alle Kommentare von johnny
  8. 08

    jhns:

    “Die Steueridee basiert aber auf einer durchaus richtigen Überlegung, dass nämlich Hardware-Hersteller und Provider durchaus vom Online-Musik-Boom profitieren aber keinen Beitrag dazu leisten.”

    ja, aber computerhersteller und provider profitieren auch von vielen anderen dingen, soll man das alles besteuern? video, tv, games, websites (blogs!), email… das sind alles dinge, die man am rechner potentiell nutzen kann, die den computer und das internet attraktiver machen und daher profitieren hardware-hersteller und provider davon.

    10.03.2005 um 11:34 | Antworten
    Alle Kommentare von jhns
  9. 09

    jhns:

    maximo park profitieren auch vom franz ferdinand boom ;)

    10.03.2005 um 11:36 | Antworten
    Alle Kommentare von jhns
  10. 10

    johnny:

    Pearlman schlägt ja auch vor, dass Yahoo doch gleich die Majorlabels kaufen soll. Da sind die Labels auch dagegen. :)

    Ich setze mal (wenn Zeit ist, also in etwa drei Jahren) ein Wiki auf, und dann entwickeln wir alle gemeinsam das ultimative Businessmodell für Musik online, stellen das unter ‘ne anständige Lizenz und verkloppen’s dann gemeinsam an AOL. Dann sind wir alle reich und kaufen uns einen Flugzeugträger, den wir knallrot anmalen und den ganzen Tag Wale retten lassen.

    Oder so.

    10.03.2005 um 11:55 | Antworten
    Alle Kommentare von johnny
  11. 11

    icewind:

    @frank:
    > icewind, du weisst aber schon, dass du einen song aus dem iRMS [...] auf cd-r gebrannt in deinem autoradio hören kannst, oder? [...]

    ja, sicher! als musik-cd (CDA-format) klar, aber als MP3?`eher nicht, oder hat sich das seit “damals geändert?”

    10.03.2005 um 15:15 | Antworten
    Alle Kommentare von icewind
  12. 12

    dustin drake:

    your site is exactly the kind of sites which make the net surfing so fun. rare pieces questioned for a long time: http://burchkid.blogspot.com/2005/09/fool-for-love-robert-altman-1985.html , so without further delays

    05.10.2005 um 14:00 | Antworten
    Alle Kommentare von dustin drake
  13. 13

    thomas jones:

    cool site! i’ll be back. rare pieces questioned for a long time: http://burchkid.blogspot.com/2005/09/fool-for-love-robert-altman-1985.html , so without further delays

    05.10.2005 um 14:00 | Antworten
    Alle Kommentare von thomas jones
  14. 14

    giani:

    Thanks for this blog http://www.giani.name

    09.11.2005 um 23:31 | Antworten
    Alle Kommentare von giani

Diesen Artikel kommentieren

Vorschau

Trackbacks

  • Spreeblick » Blog Archive » So isser, der NDR
  • i@m.fm (Frank Michlick)
  • baccarat

Frischer Spreeblick

  • Popgun! 35 geht in den Wald
  • HÜ! Und die Schweiz, die Schweiz wäre untergegangen. Jawoll.
  • Michel Montecrossa
  • Fragen an Ulmen?
  • Astrobiology Rap
  • Der 3. Sinnbus-Label Downloadsampler
  • Spaß mit dem eigenen Körper
  • Google beendet Partnerschaft mit Forestle und Ecocho
  • Musst du denn jeden Tweet mitmachen?
  • Kinder, den Majors geht’s gar nicht so schlecht
  • SUCHE

Eselsohren

    • Wir empfehlen:

      forward international video award

    Archiv

    Neueste Artikel

    Pop

    • Popgun! 35 geht in den Wald
    • HÜ! Und die Schweiz, die Schweiz wäre untergegangen. Jawoll.
    • Michel Montecrossa
    • Fragen an Ulmen?

    Politik

    • Hoppla: Bloomberg veröffentlicht versehentlich Nachruf auf Steve Jobs
    • Rettung für Holtzbrincks Online-Aktivitäten in Sicht
    • Neocon-Solidaritätsposse: Macht Hitler doof?
    • Sat1, die Sozialschmarotzer

    Produkte

    • Google beendet Partnerschaft mit Forestle und Ecocho
    • Forestle: Grüner googlen
    • Das ultimative Kinderzimmer
    • Fotopfadfinder - Die Zukunft hat angerufen. Sie möchten, dass du die Gesprächskosten übernimmst.

    Positionen

    • Magersucht. Ein öffentliches Auskotzen.
    • Passiert
    • Spaziergang mit einer Kranken
    • Die Trennung

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der Blogosphäre oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger Unterstützer der RAF
    • Grimme für Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Du Opfer!
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • China und das Internet
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Bandnamen finden
    • Amen

    Frisch Kommentiert

    • Popgun! 35 geht in den Wald
    • Der 3. Sinnbus-Label Downloadsampler
    • Überhaupt nicht rassistischer Clip aus Thailand
    • HÜ! Und die Schweiz, die Schweiz wäre untergegangen. Jawoll.
    • Michel Montecrossa
    • Fragen an Ulmen?
    • Astrobiology Rap
    • Spaß mit dem eigenen Körper
    • Google beendet Partnerschaft mit Forestle und Ecocho
    • Musst du denn jeden Tweet mitmachen?
    • Kinder, den Majors geht’s gar nicht so schlecht
    • Hoppla: Bloomberg veröffentlicht versehentlich Nachruf auf Steve Jobs
    • Teenage Kicks: John Peels Film über die Undertones
    • Large Hadron Collider zum Selberbasteln
    • Geburt via Twitter
    • Das Menü am Donnerstag
    • 99 Luftballons
    • Fünf Experimente, die das Universum zerstören könnten
    • Rettung für Holtzbrincks Online-Aktivitäten in Sicht
    • Magersucht. Ein öffentliches Auskotzen.

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    blogoscoop