
Ohne ersichtlichen Grund habe ich gerade etwa 5 Minuten am StĂŒck damit verbracht, meine HĂ€nde anzuschauen. Macht man ja eher selten wirklich bewusst, obwohl man sie tĂ€glich vor sich her trĂ€gt.
Dabei ist mir zuerst aufgefallen, dass ich sie mag. Dann, dass sie ganz schön alt geworden sind. Je lĂ€nger ich sie jedoch angesehen habe, desto merkwĂŒrdiger sahen sie aus. Ich habe das Foto gemacht, damit sie still halten und habe weitere Minuten investiert. Wie der kleine Finger sich vom Rest entfernt. Die LĂŒcke zwischen Zeige- und Mittelfinger. Und plötzlich sahen die Finger immer lĂ€nger aus.
Es ging mir bei lĂ€ngerer Betrachtung genau so wie es mir geht, wenn ich bestimmte Worte immer wieder laut sage. Sie klingen dann immer absurder. Plötzlich bekommt man den Eindruck, man könnte hören, wie sich die eigene Sprache fĂŒr jemanden anhören muss, der sie nicht spricht und versteht. Nur nach bedeutungslosen Lauten.
Morgen bring ich einen Spiegel mit und sehe mir mal meine Augenbrauen ganz genau an.
Dieser Eintrag hat keinerlei Pointe.
File under: And now for something completely different.
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man sollte meinen du haettest dich nach ueber 42 jahren so langsam mit allem von dir vertraut gemacht ;-)
Alle Kommentare von jochen
02
Ja klar, aber mir fiel eben gerade auf, dass ich mir meine HÀnde sehr lange nicht genauer angesehen hatte. Ist doch schön. Immer wieder mal was neues. :)
Alle Kommentare von Johnny
03
Und wenn man sich mal an der Hand verletzt hat (ein kleiner Schnitt oder so, von was grösserem wollen wir hier gar nicht sprechen) fĂ€llt auf, wieviel wir sie immer und stĂ€ndig benutzen. Und wie sehr es auffĂ€llt, wenn das eben nicht unwillkĂŒrlich passiert. Oder wie sehr man sich konzentrieren muss, um Dinge mit der anderen als der normalen Arbeitshand zu tun, schreiben, ein Brot schmieren…
Dazu passt auch, das ein nicht unerheblicher Teil unseres Gehirns mit der Steuerung und Auswertung der Signale beschÀftigt ist, die von unseren HÀnden kommen.
Chris
Alle Kommentare von Chris
04
In der expressionistischen Literatur nach der Jahrhundertwende war das Motiv des “Auf die HĂ€nde Schauens” ein Ausdruck von nahendem Wahnsinn, Menschen die ihre eigenen HĂ€nde beschauten und sie nicht mehr wieder erkannten oder Dinge bemerkten, die sie nie vorher gesehen haben…
Alle Kommentare von Mariachi
05
Macht das mal mit Gesichtern von Leuten, die euch in Zug oder Bahn gegenĂŒbersitzen. Ich bin der Meinung, dass nach 5 Minuten die Gesichter ziemlich anders aussehen als beim ersten Mal betrachten. Ich wunder mich immer noch darĂŒber.
Alle Kommentare von Jander
06
Da fĂ€llt es mir wieder ein: 99 Prozent der Blogs im Netz sind MĂŒll. Ist nicht von mit, sondern vom Spiegel-Online-Chefredakteur. Keine Ahnung, warum ich jetzt gerade daran denken muss!
Alle Kommentare von andres
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Der kleine Buchtip: “Die Hand als Spiegel der Seele”. Da gibt es Korrelationen zwischen Handformen bzw. FingergröĂen einerseits und latentem Ganoventum andererseits. Und wenn ich mir die da auf dem Foto so anschaue, die Form der FingernĂ€gel, ja, und die GröĂe des Mittel- in Verbindung zum Zeigefinger, oho, das muss man sich dann mal genauer… also, das hat bestimmt nichts zu bedeuten.
Alle Kommentare von Hans v.
08
Augenbrauen angucken ist lustig. Vor allem, wenn man MĂ€dchen ist und das öfter macht zum Zupfen. Damit kann man Ewigkeiten verbringen, in einem Spiegel mit vielfacher VergröĂerung, und dann immer die groĂe Entscheidung: muss dieses Haar noch weg oder passt es dahin wo es sitzt?
Alle Kommentare von Els
09
Gibts eigentlich schon plastische Chirurgie fĂŒr HĂ€nde?
Oft ist es ja so dass man das wahre Alter von jemandem am ehesten an seinen HĂ€nden erkennt… MarktlĂŒcke? :-)
Alle Kommentare von Benjamin
10
Du sollst doch keine Kekse von Fremden annehmen!
Alle Kommentare von Marcus
11
Klarer Fall von
[x] Geburtstagsgeschenk f. Johnny: Arm-Epilierset
Alle Kommentare von Falk
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Hey, das mit den Worten passiert mir auch immer wieder… man schreibt irgendwas, die Intuition unterringelt einen Rechtschreibfehler, man stockt, schaut sich das Wort an, denkt kurz nach… und verwendet zur Sicherheit lieber mal ein anderes — wie sich die eigene Sprache fĂŒr einen nicht-Muttersprachler anhören muss, wĂ€re wirklich interessant mal selbst zu erfahren, ebenso Radio zu hören und “einfach so” sĂ€mtliche Songtexte zu verstehen (uarg, lieber doch nicht. Wenn man sich mal bewusst anhört, was deutsche Bands in Erwartung weltweiten Erfolges fĂŒr “englischen” Schwachsinn schreiben…). Eine Erfahrung die auch in keinem Leben fehlen darf ist ausserdem noch, die Muttersprache zu verlernen und plötzlich aus einem französischsprachigem Traum zu erwachen.
Alle Kommentare von Pascal
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LSD?
Alle Kommentare von Max
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@Andreas
“Da fĂ€llt es mir wieder ein: 99 Prozent der Blogs im Netz sind MĂŒll. Ist nicht von mit, sondern vom Spiegel-Online-Chefredakteur. Keine Ahnung, warum ich jetzt gerade daran denken muss!”
“Spiegel-Online-Chefredakteur” klingt fĂŒr mich irgendwie paradox. Keine Ahnung warum. *g*
Alle Kommentare von Florian
15
Was ist an Online-Chefredakteur paradox? Korrektorat hÀtte mich mehr erstaunt.
Alle Kommentare von Falk
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Sehen meine auch mal so aus? SpÀter? Wenn ja, dann schau ich sie mir ab jetzt jeden Tag an - damit ich mich spÀter nicht erschrecke!
Alle Kommentare von Y.
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Furchtbar!
Was ist denn das fĂŒr ein unvorteilhaftes Foto deiner Linken?
Als hĂ€ttest du justemang die Kelle (wegen Feierabend) zurĂŒck in den EsrtichkĂŒbel gehĂ€ngt!
Nix gegen ÂŽnen handfesten Polier, aber ĂŒber diese bestummelfingerten Wokflossen hĂ€tte ICH nicht so leichtherzig (und -gĂ€ngig!) einen Ring gestreift, dessen Innenseite meinen Name trĂ€gt! Ach…
Alle Kommentare von tanja
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was ist eigentlich dein beruf?
Alle Kommentare von philipp
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Meine Schwester und ich haben frĂŒher oft das Spiel gespielt, uns ĂŒber Kopf ins Gesicht zu gucken. Das ist sowas von schrĂ€g, wenn man in umgekehrte Augen sieht, darunter sind komische Haare und darunter nur Haut, wo der Mund erwartet wird vom Hirn.
Zur Nachahmung empfohlen. Besser als LSD.
Alle Kommentare von fishy_
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Ja seine HÀnde schaut man net immer an. Die nimmt man als selbst verstÀndlich hin.
Alle Kommentare von Daniel
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meine haende?
they are huge!
Alle Kommentare von existenzialist
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@ pascal:
“(uarg, lieber doch nicht. Wenn man sich mal bewusst anhört, was deutsche Bands in Erwartung weltweiten Erfolges fĂŒr âenglischenâ Schwachsinn schreibenâŠ)”
aber genauso schlimm ist es wenn man sich bewusst anhört was englische bands in erwartung weltweiten erfolgs fĂŒr englischen schwachsinn schreiben oder was deutsche bands in erwartung regionalen erfolgs fĂŒr deutschen schwachsinn schreiben. es gibt ja eigentlich kaum deutsche bands die deutsche texte schreiben in erwartung weltweiten erfolgs. ausser vielleicht rammstein. oder so. ich glaub falco hat auch deutsch-englische texte in erwartung weltweiten erfolgs geschrieben.
meine ex hat immer gesagt ich hÀtte soooo schöne hÀnde, deswegen habe ich mir meine immer oft angeguckt, weil ich wissen wollte was sie meint. ich weiss es bis heute nicht.
Alle Kommentare von nilz
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Wenn sie mal die HĂ€nde meinte, Nilz.
Alle Kommentare von dee
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Meine aberglĂ€ubische GroĂmutter hĂ€tte gesagt: “HĂ€nde angucken gibt Streit.” Wie bei fast allen dieser SprĂŒche hab ich bisher nie verstanden, was da der wahre Kern dran sein soll… ;-)
Alle Kommentare von Katharina
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noch viel komischer finde ich fĂŒĂe-lange-ankucken. irgendwann frage ich mich, warum ich sowas scheinbar völlig hĂ€Ăliches und unsinniges brauche.
aber ohne fĂŒĂe? auch doof!
im ĂŒbrigen mag ich deine hand: wohlgeformt, mĂ€nnlich und bestimmt imer schön warm….
Alle Kommentare von frieda
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Es ist noch gar nicht so lange her als auch ich meine Hand nÀher unter die Lupe nahm. Das Thema lief damals aber leider mehr auf Haare hinaus.
Alle Kommentare von Funbug
27
# Max meint:
LSD?
Hehe
Alle Kommentare von Felix Deutsch
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Sie haben schöne HÀnde.
Das hat noch keiner gesagt, stimmt aber.
Alle Kommentare von croco
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Das ist trotz des unvorteilhaften Fotos ein nettes Kompliment, dankeschön!
Alle Kommentare von Johnny