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Positionen mark von Andreas Schepers | 18

Auf die Metaebene

ist Deef von der GefĂŒhlskonserve geklettert und hat einen sehr informativen Podcast zum Thema Radio vs. Podcasts produziert. Im Interview nehmen zwei Kenner der Radiolandschaft Stellung zu „Podcasting: Gefahr, Chance oder bloßer Hype?“. Podtipp! (sagt man das jetzt so?)

Andreas Schepers 12.05.2006 um 21:22

Positionen

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18 Kommentare

  1. 01

    René:

    Die FehleinschĂ€tzung, Podcasting sei ja nur ein MP3 zum Download angeboten, ist schon erschreckend. Sie sagt nĂ€mlich gar nichts aus ĂŒber neues Sendungsbewusstsein aus.

    Menschen erkennen das Internet doch immer mehr nicht nur als konsumierbares sondern eben auch als mitzugestaltendes Medium. DarĂŒber lassen die beiden, leider, mal gar nichts raus.

    Auch die Chancen fĂŒr das klassische Radio. Ich möchte nicht wissen, wieviele zusĂ€tzliche Hörer der HR2-Tag mittlerweile gewonnen hat, einfach weil er auch als Podcast verfĂŒgbar ist und hier und anderswo regelmĂ€ĂŸig gefeatured wird, und nicht zuletzt, weil es eine der besten deutschen Radiosendungen/Podcastings ist.

    Oder warum weisen die Moderatoren seit wenigen Sendungen immer am Ende auf den Podcast hin? Immerzu dieses Abwiegeln! Tsss…

    12.05.2006 um 22:12 | Antworten
    Alle Kommentare von René
  2. 02

    Michael:

    Sind eben beide doch welche vom Radio. Wie der eine schon sagte: “Die Angst ist da”
    Fand das Interview dennoch recht interessant.

    12.05.2006 um 22:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Michael
  3. 03

    Manuel:

    Das Klettern hat sich gelohnt ;-)

    13.05.2006 um 09:53 | Antworten
    Alle Kommentare von Manuel
  4. 04

    Sam:

    Solange mein Radio nichts aus dem Web live abspielen kann, seh ich da keine Konkurrenz.

    Aber vielleicht haben wir ja bald (xx Jahre) standardmĂ€ĂŸig ĂŒberall Inet und Streaming-fĂ€hige Radios.

    13.05.2006 um 11:12 | Antworten
    Alle Kommentare von Sam
  5. 05

    Andreas:

    @sam: naja, bei mir lÀuft das inzwischen so: zuhause höre ich radio ausschliesslich online. manchmal ist der mp3-stream vom deutschlandfunk zum beispiel stabiler(!) als der terrestrische funk. denn bei schlechtem wetter hört man prima digitale dropouts. ueber ukw wohlgemerkt.

    der punkt, den die jungs im interview nicht sehen ist, meiner meinung nach, der wrikliche wechsel im nutzerverhalten. es geht um individualisierung des programms und der freien zeiteinteilung wann und wie ich etwas hören will. in dieser hinsicht ist podcasting ein test fĂŒr ein radio-on-demand.

    13.05.2006 um 11:33 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas
  6. 06

    holgi:

    Die beiden sind vor allem eines: keine Kenner der Radiolandschaft.

    13.05.2006 um 12:37 | Antworten
    Alle Kommentare von holgi
  7. 07

    Simon:

    DAS glaube ich nicht ;-)

    13.05.2006 um 13:18 | Antworten
    Alle Kommentare von Simon
  8. 08

    Flapjack:

    “Ein Medium hat das andere noch nie gĂ€nzlich abgelöst”. So oder so Ă€hnlich hieß es vor einigen Jahren in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen. Es ging um die Zukunft des Radios durch Internetradios, es ging um die Zukunft von Tageszeitungen durch die Gefahr des Internet, ja sogar um die Zukunft des Fernsehens durch internetbasierte Streamingangebote. So bedrohlich das Internet fĂŒr manche Medien auch sein mag: Das Radio wird nicht durch Podcasts abgelöst. Gaaaanz einfach. Spielen wir das doch mal durch: Ich stehe also morgens auf und bevor ich mir im Bad die ZĂ€hne putze schmeiße ich noch schnell die MĂŒhle an und zieh mir die neuesten Podcasts auf meinen MP3-Player, steck die Kopfhörer dran und geh dann endlich ins Bad??? Neeee….. So machts keiner und so wirds auch keiner machen! Ich stehe auf, gehe ins Bad und stell das Radio an. Zweites Szenario: Ich mache Feierabend. Aber vorher noch schnell den MP3-Player mit Podcasts vollknallen, dann ins Auto und die Kopfhörer druff? Neee…… macht keiner. Ich setz mich ins Auto, bin nach der Arbeit froh am Leben zu sein und schalte die Dudelmusik ein und freue mich aufn Biergarten. Weitere Szenarios kann ich mir glaub ich sparen. Ich höre Podcasts, klar. Aber bitte, erstens: Meist nur am Rechner. Zweitens: Ich lade viele runter, höre aber die wenigsten. Drittens: Warum soll ich mir anhören, wie ein MĂŒnchner MĂ€del darĂŒber sinniert ob sie nun mit Murmeln spielen soll oder doch mit ihrer Katze?!?!?
    Wenn ĂŒberhaupt, dann stehen Podcasts nicht in Konkurrenz zum Radio. Vielmehr zu HörbĂŒchern. Wer denkt da nicht an Deefs unvergessenen Adventskalender?

    13.05.2006 um 15:08 | Antworten
    Alle Kommentare von Flapjack
  9. 09

    Oli CR:

    Ich kann Holger Klein (Kommentar Nr. 6) nur zustimmen.

    13.05.2006 um 15:14 | Antworten
    Alle Kommentare von Oli CR
  10. 10

    scholt:

    @Flapjack
    also ich steh morgens auf und schalte mein Rechner ein, der dann automatisch die neuesten Podcasts runterlÀd, die zieh ich dann auf nen USB Stick den ich dann in mein Autoradio stecke. Ich hör lieber Podcasts als Radio auf dem Weg zur Arbeit. Deswegen freue ich mich auch wenn der Spreeblick Podcast mal etwas lÀnger ist.

    13.05.2006 um 17:12 | Antworten
    Alle Kommentare von scholt
  11. 11

    Michael:

    Ich kann in diesem Punkt nur Andreas beipflichten:
    “der punkt, den die jungs im interview nicht sehen ist, meiner meinung nach, der wrikliche wechsel im nutzerverhalten. es geht um individualisierung des programms und der freien zeiteinteilung wann und wie ich etwas hören will. in dieser hinsicht ist podcasting ein test fĂŒr ein radio-on-demand.”

    Es gibt eben ein Wechsel bzw. eine VerĂ€nderung im Nutzerverhalten, hin zu gefilterten Inhalten. Das man dafĂŒr aktiver sein muss, ist klar, die Leute scheints aber nicht zu stören.

    13.05.2006 um 17:20 | Antworten
    Alle Kommentare von Michael
  12. 12

    p.n.:

    Leute, kommt mal runter. Euer Lamentieren ĂŒber eine angebliche VerĂ€nderung im “Nutzerverhalten” kann nicht im geringsten ĂŒber die Tatsache hinwegtĂ€uschen, dass diese, sagen wir mal “mĂŒndige”, eine verschwindend geringe Minderheit darstellen. Die gab es im ĂŒbrigen schon vor dem Internet. Sie hat nur ein neues Medium bekommen, dass sie wahrnehmbar - unterscheidbar von anderen Mediennutzern/konsumenten macht. Sie war, ist und bleibt eine Minderheit. Leider. Also bitte, erhebt hier nicht den Anspruch reprĂ€sentativ fĂŒr irgendeinen DSDS-Gucker oder Klingelton-Kiddie stehen zu können. Von wegen Individualismus.

    13.05.2006 um 22:20 | Antworten
    Alle Kommentare von p.n.
  13. 13

    Andreas:

    @(12)
    genau. vor 12 jahren war ich auch noch in der minderheit, als ich meine erste website hatte und wurde irritiert angesehen, als ich leute, die ich traf nach ihrer email-adresse fragte.

    13.05.2006 um 23:51 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas
  14. 14

    Flapjack:

    Der relativ einseitigen Kommentarmeinung möchte ich jetzt doch mal etwas diametral anderes entgegensetzen, naja, eigentlich nicht ich, sondern Dudes vom Fach. Vom Radiofach um genauer zu sein.

    Bitte klicken!

    http://www.radioforen.de/showthread.php?t=21572

    14.05.2006 um 16:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Flapjack
  15. 15

    Andreas:

    @flapjack: naja, erhellend ist die diskussion dort auch nicht gerade. warum hab ich - als podcasthörer - eigentlich das gefĂŒhl, dass die radioleute offiziell natuerlich das ganze podcast-ding fĂŒr kinderkram halten, die medienhĂ€uer aber *sehr* genau hinsehen, was da gerade passiert?

    14.05.2006 um 21:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas
  16. 16

    Flapjack:

    Erhellend fĂŒr den ein oder anderen. FĂŒr mich auch nicht besonders. Aber wesentlich finde ich einen Eintrag. Sobald es, in ein zwei Jahren, möglich ist, von ĂŒberall egal wo Internet zu empfangen werden Seiten wie pandora.com oder last.fm mehr Nutzer und Revolutionen einleiten wie Podcasts. Warum frage ich mich, kam es nicht zu einem Durchbruch der Offenen KanĂ€le? Wenn ich ĂŒberall Internetradio empfangen kann, habe ich alles was ich will. Da brauche ich keine Podcasts mehr. Das meine ich ernst, dass soll kein Podcast-Bashing sein. Und ich glaube, vielen wird es Ă€hnlich gehen.

    14.05.2006 um 21:38 | Antworten
    Alle Kommentare von Flapjack
  17. 17

    Andreas:

    @flapjack:
    warum die offenen kanaele keinen durchbruch erlebt haben? mangelnde qualitaet zum einen, zu grosser technischer aufwand und vor allem: mangelnde distribution. da koennten noch so gute beitraege im offenen kanal in berlin laufen, davon wuerde ich in saarbrueck nichts mitkriegen. ;)

    qualitaet wird sich am ende durchsetzen. und das format “podcast” oder wie auch immer man das zukuenftig nennen wird, hat durchaus potential. nicht umsonst experiementieren gerade namenhafte pkw-hersteller damit.

    ich persoenlich glaube immer weniger an irgendwelche programme, auf die der rezipient keinen einfluss mehr hat. ich will nachrichten dann hoeren/sehen, wenn ich zeit dazu habe. ich will die musik hoeren, die ich mag und nicht die, die ein computer gemaess zweifelhafter kriterien aussucht. schon gar nicht will ich mit ac-formaten verbloedet werden.

    14.05.2006 um 21:51 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas
  18. 18

    Sheriff Limbo:

    Die jĂŒngeren Radiohörer bleiben aus
    Sollte dies stimmen, hÀtten die Radio-Macher in etwa 15 bis 20 Jahren erhebliche Probleme.
    Was mir an der Diskussion aber fehlt, ist ein wichtiger Punkt.
    Das normale Radio ist zu perfekt produziert, es gibt immer diese Gingles, die erheblich nerven, die Werbung, die teils unertrĂ€glich ist und auch die Art von Moderation, die einfach ĂŒberzogen und unnatĂŒrlich wirkt.
    Wenn ich mir dagegen aber http://www.kuechenradio.org anhören, so fehlt hier der ganze Schwall von Gingles und Werbung, es wird ganz normal gesprochen, die Themen sind interessant und ich kann einmal 1 Stunde nur zu hören, OHNE unterbrochen zu werden.
    Das Zauberwort hierfĂŒr ist: “AuthentizitĂ€t!” Eine QualitĂ€t, die den Radio-Machern vor 20-30 Jahren abhanden gekommen ist.
    Sorry Jungs, aber so ist es. Wenn die Radio-Macher jetzt nicht aufwachen, haben sie das gleiche Problem, wie die Musikindustrie. Denn auch die hatte zunÀchst MP3 und Download von Musik aus dem Internet belÀchelt. Das war ein grossder Fehler und sie bluten heute noch . . . oder?

    Gruss
    Ein Podcaster aus Freiburg

    15.05.2006 um 08:15 | Antworten
    Alle Kommentare von Sheriff Limbo

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