Es hat eine furchtbar negative Konnotation, dieses Wort. Arbeit. Arbeiten müssen wir, die Umstände zwingen uns dazu, und was man muss, kann und darf (!) keinen Spaß machen.
Erstaunlich: Allein der Gedanke daran, nicht mehr müssen zu können, lähmt trotz der scheinbaren Abstinenz jeglicher Motivation inzwischen ganze Generationen (die Jungen, so mein Eindruck, langsam mehr als die Alten) und allein die Idee, aus dem fremdbestimmten Müssen ein selbstgetriebenes Wollen zu machen (überschrieben mit zwei begriffigen Worten zur einfacheren Indexierung, na und?) verunsichert offenbar zutiefst. Und wird dabei brutal missverstanden.
Denn weil es sich offenbar ohne klare Grenzen schwerer denken lässt, werden alberne Gräben gezogen, diesmal zwischen „Festangestellten“ und „Freien“. Dabei geht es gar nicht um die An-, sondern um die Einstellung.
Eine beinahe fatale Mischung aus Sach- und Sozialzwängen, Sozialisierung, Zufällen, Dickköpfigkeit nebst anderen Charaktereigenschaften, Pech und Glück sorgt dafür, dass ich arbeite, wie ich arbeite, und in jeder Esoterikbuchhandlung finde ich dazu auch noch meine astrologische Bestimmung, wenn ich das unbedingt will (Doppel-Löwe, das kann ja nicht gutgehen). Es gibt also viele Gründe für das, was ich tue, aber eben keine objektive Wertung. Denn am Ende zählt nicht die Überschrift über dem Arbeits- oder Kooperationsvertrag, den jemand unterschreibt, sondern einzig und allein das Ja! auf die Frage:
Bin ich - nicht dauernd (das geht gar nicht), aber im Großen und Ganzen - glücklich?
Oder wenigstens zufrieden?
Die nach gängigen Magazin-Vorlagen überhaupt nicht „hübsche“, aber ob ihres inneren Glanzes bildschöne Inhaberin des Cafés an der Ecke, sie scheint glücklich und jeder gönnt es ihr und nimmt einen Teil ihrer Zufriedenheit mit in den eigenen Tag. Sie arbeitet völlig anders, aber mindestens genauso hart wie der engagierte Steuerberatungsfestangestellte, für den der aufzustöbernde Zahlendreher eine ebenso spannende Herausforderung ist wie die Suche eines SAP-Programmierers nach einem Bug im System (viel Erfolg!).
(Update, da der letzte Absatz falsch verstanden werden kann: Ich meine das Beispiel der Café-Besitzerin nicht als Gegenentwurf zum Steuerberater oder Coder. Sondern ich wollte ausdrücken, dass sie alle gleich gerne und gleich engagiert tun, was sie tun, obwohl es unterschiedliche Lebensentwürfe und Tätigkeiten sind, dass ihre Leidenschaft eben nichts mit Fest oder Frei zu tun hat)
Ich liebe es, wenn Menschen das, was sie tun, gerne tun. Ich halte Fachkompetenz, Begeisterung und Leidenschaft (ja, das geht auch in und auf einer Bank) nicht nur für gesund, sondern auch für sexy, inspirierend und beneidenswert. In welcher Branche, in welcher Anstellungsform diese Begeisterung stattfindet, ist dabei völlig unerheblich und sie (die Begeisterung) muss von mir nicht einmal geteilt werden, ich kann sie trotzdem schätzen.
Solange Arbeit ein Muss bleibt, das es zu ertragen und mit möglichst wenig Aufwand hinter sich zu bringen gilt, solange der unternehmerisch angeordnete Auftrag über der gesellschaftlich relevanten Aufgabe steht (ein ebenfalls sehr wichtiger Faktor, denn sonst könnte dieser Text als neoliberaler Scheiß missverstanden werden), solange müssen wir Arbeit als perverserweise erstrebenswertes Geschwür ertragen. Erst wenn aus dem fremdverpassten Beruf eine selbstgefundene Berufung geworden ist, gehören solche Personalgespräche der Vergangenheit an.
Zukunftsmusik? Na klar. Irgendwas muss man sich ja vornehmen.

01
Nun. Ich finde die Unterscheidung zwischen Festanstellung und freiberuflicher Arbeit eben nicht albern, weil ich der Meinung bin, dass das System Festanstellung (in vielen Bereichen, nicht in allen) kaputt ist. Vielleicht könnte man es reformieren - ich glaube aber, dass der Bug dabei systemimmanent ist, unter anderem, weil die meisten Experimente mit wenig hierarchischen Unternehmensstrukturen entweder scheiterten oder blitzartig stark hierarchisch wurden, lustigerweise entweder, wenn das Unternehmen äusserst erfolgreich oder misserfolgreich wurde (ich spreche hier schwerpunktuell von New-, bzw. New-New-Economy-Unternehmen).
Was, auf das Buch bezogen, wahr ist, dass wir vor allem kleinere Unternehmen ausgeblendet haben, die durchaus annehmbare Festanstellungs-Modelle entwickelt haben. Das ist zum einen wie von Dir beschrieben der klareren Linienziehung geschuldet und zum anderen auch dem “Auf den Schlamm hauen”, bzw. eine plakative Gegenposition einzunehmen. Insofern mag die Grenzziehung in der Realität nicht so deutlich sein, wie wir sie beschrieben haben - der Diskussion um das, was diese Form der Arbeit weiterbringt, hilft sie auf jeden Fall.
Als äusserst wichtigen Link dazu möchte ich auch noch Paul Grahams Aufsatz anbringen, “How to do what you love”, der deutlich eines unserer inhaltichen Vorbilder war (und der diese Grenze nur bedingt zieht):
http://www.paulgraham.com/love.html
Alle Kommentare von Sascha Lobo
02
ob du als blogger-oberguru, die urbane boheme-geldmaschinen erfinder glücklich und zufrieden sind und ob der rest der (digitalen) unterschicht zufrieden ist sind zwei verschiedene paar schuhe.
dass du mir jetzt von oben herab zuschreibst ich sei verunsichert und irgendwie rückständig das schreibe ich mal deiner a-blogger elite-position zu und nehme es nicht persönlich.
und nur weil etwas von sich aus anders ist, muss man es nicht gleich in den himmel hochjubeln.
du irrst dich, ich bin gar nicht verunsichert. ich bin mir selbst sicher genug mich nicht auf banale fremdzuschreibungen zu stürzen und “hurra” zu schreien wenn der hype nur gross genug ist.
sorry, ich muss jetzt arbeiten, werde mich nach feierabend deiner argumentation ganz selbstbestimmt und ausführlich widmen.
Alle Kommentare von sum1
03
Da fällt mir der Claim “Leistung aus Leidenschaft ein” (Deutsche Bank ist doof aber der Slogan ist gut…). Ja es geht letztendlich um das individuelle Glück. Das schließt das Glück der Anderen nicht aus. Eher fühle ich mich gut, wenn es meinen Mitmenschen auch gut geht… Man sollte das was man tut möglichst gut machen. Wenn es keinen Spaß (mehr) macht, sollte man es sein lassen anstatt es halbherzig zu tun.
Alle Kommentare von Chrisfried
04
Also ich bezweifle, dass sich eine (globale) Wirtschaft danach richtet, welche Bedürfnisse/Berufungen die in ihr lebenden Individuen verspüren.
Platt gesagt: Die zu reinigenden WCs werden sich nicht nach den zur WC-Reinigung berufenen Personen bemessen. Oder zahlende Theaterbesucher nach auf die Bühne drängenden Schauspielern.
Wir nennen es (freie/private/soziale/ökologische) Marktwirtschaft und dabei steht Selbstverwirklichung (wie überall) oben auf der Bedürfnispyramide jener Personen, die sich keine Sorgen drüber machen müssen, ob sie nach der nächsten “Optimierungsphase” noch ihren Regal”betreuer”-Job behalten können um ihre überteuerte Miete bezahlen zu können.
Wenn jemand den Beruf ausüben kann, der seiner Berufung entspricht, arbeitet er aktiver, interessierter, engagierter, besser, etc. - keine Frage. Nur dass jeder (die Mehrheit/sehr viele) auch diesen Beruf ausüben kann, passiert nicht in diesem Leben/Wirtschaftssystem.
Alle Kommentare von Andreas
05
Ich glaube nicht, dass es nur um die Einstellung geht. Erinnerst du dich an die Schilder, die die vor der Entlassung stehenden BenQ-Mitarbeiter als Appell an Siemens hochhielten? “Kinder bleiben Kinder, auch wenn man sie verstösst”. Oder die Opel-Mitarbeiter, die sich selbst als Opelianer bezeichnen? Diese Menschen haben sich mit ihrer Arbeit identifiziert. Aber in Wirklichkeit waren sie wohl nur mit Firmenpropaganda infiziert, von der am Ende am anderen Ende der Nahrungskette niemand mehr etwas wissen wollte. Die Crux an der Debatte ist, dass für diese Verstossenen auch die Digitale Bohème keine Zufluchtsstätte sein dürfte. Daher ist auch der Link auf Wirres so wichtig.
Alle Kommentare von Malte
06
Sascha, das Buch galt hier nur als Aufhänger, der Text nochmal als andere Ebene dazu, die ich auch noch sehe. Motivation für den Text waren Artikel und Mails und Gespräche, die plötzlich die zitierte Kluft zwischen Fest und Frei sehen. Na klar hat das auch damit zu tun, aber nicht allein. Kurz: Der Text ist gar keine Kritik an eurer Herangehensweise, sondern eher eine Ergänzung oder subjektive Erweiterung oder so.
sum1, warum so aggressiv? Ich hab mich am Anfang deines Artikels sehr gefreut, dass endlich auch Gegenwind und andere Meinung zum Buch bzw. dessen Inhalt kommt (ich persönlich mag das Buch, aber es kann ja nicht sein, dass das jedem so geht), konnte dann aber beim besten Willen keine Gegenposition, Kritik oder inhaltliche Auseinandersetzung mit den Inhalten erkennen. Was genau nervt dich an der Diskussion, die doch sehr spannend sein könnte? Die Wortwahl? So sehr, dass du wiederum mit inzwischen doch sehr gealterten Klischees um dich wirfst (”Mitte-Cafés”, “Guru”, “Elite”…)?
Sei mir nicht böse, aber genau das meine ich: Deine Stimme kann genauso laut sein wie meine oder Saschas oder jedes anderen Blogs, der ganze Elite-Gerede kommt doch genau von denen, die es so sehr ablehnen. Nicht *ich* halte mich für “Elite”, sondern du. Und regst dich dann darüber auf (worüber genau?). Wenn das aufhört, kommt man vielleicht wirklich weiter. Wenn du aber einen Artikel wie meinen als “von oben herab” empfindest, wird’s schwierig. Ich veröffentliche genau wie du meine Gedanken und Meinungen. Was “oben” und “unten” ist, und ob es das überhaupt noch gibt, bestimmst du selbst für dich.
Und zur Vollständigkeit halber: Mein Text hat rein gar nichts mit Blogs oder dem Internet zu tun. Ich denke so - oder ähnlich - seit mindestens 25 Jahren über Arbeit nach. Ich habe nicht den Funken Arroganz gegenüber jemandem, der einer Festanstellung nachgeht (und habe das im Artikel ja auch deutlich geschrieben, warum sollte ich auch?) sondern lese mit einer Mischung aus Amüsement und Verwunderung von wilden Gedankenschlössern wie “Geldmaschinen”. Was denkt ihr denn bitte?
Achja, und ich habe nichts von Rückständigkeit geschrieben, ich erwähnte Missverständnisse.
Alle Kommentare von Johnny
07
Die Chance auf “machen können” beinhaltet die Möglichkeit, nicht “machen zu müssen”. Das Grundeinkommen wird daher passieren, glaube ich. Denn das, was wir derzeit haben, funktioniert nicht mehr.
Gerade im von Andreas angesprochenen Problem (nach der “Optimierungsphase” keinen Job mehr haben) kann man doch deutlich sehen, wo wir gedanklich gelandet sind. Niemand wagt es mehr darüber nachzudenken, dass ein Unternehmen die Arbeitskräfte genauso braucht, wie die Arbeitskräfte das Unternehmen. Dass also mindestens die Hälfte der Kraft bei den Arbeitenden liegt. Dafür ist vor lauter Sorge um die Miete kein Platz mehr und daher glaube ich, dass diese Sorgen absichtlich konstruiert sind. Damit die Klappe gehalten wird.
Und ja, selbige kann ich aufreißen, denn ich weiß sehr gut wie es sich anfühlt, wenn man 4 Monate mit der Miete hinterher ist oder keine KV hat.
Alle Kommentare von Johnny
08
die “digitale unterschicht” als gegenposition zur “digitalen boheme”
eigentlich geht es mir zu schnell und eigentlich wollten wir (min. ich) eine wohlformulierte Gegenposition verfrassen, aber gut:
unsere arbeit macht uns spaß, sonst würden wir sie nicht machen, das nur vorweg. wir machen sie mit leidenschaft und mit engagement, wir schieben unbezahlte überstunden, wir wissen nicht wieviel nächsten monat in der kasse ist und machen trotzdem weiter, wir vernetzen uns, bauen kontakte auf, passen unsere zusammenarbeit den “projekten” an, wir liefern qualität.
aber wir bewegen uns auf einem markt, auf dem wir mitnichten “boheme” sind, sondern eben die unterschicht. wir sind digitale tagelöhner. wir sind nicht “selbstbestimmt”, sondern “auf uns gestellt”, wir sind nicht “frei” wir sind “alleine”.
natürlich können wir uns “digitale boheme” nennen, von mir auch aus “digitaler adel” oder “digitale leistungsträger” was auch immer, allein das beschönigen durch beschreibungen ändert an den tatsachen nichts.
und bevor hier ein kommentar kommt mit “jammern”, “neid” etc.: beim besten willen nicht, höchstens eine richtigstellung (noch nicht einmal gegenposition, denn über die faktenlage sind wir uns ja einig, nur nicht über deren deutung)
nur weil man “müssen” “wollen” nennt ändert sich nichts…
Alle Kommentare von ben
09
ben, aber ich würde sowieso einen Teufel tun, mich selbst als “Adel” o.ä. zu beschreiben, das ist erstens arrogant und zweitens schwingt eben mit, man würde Geld verdienen aber nicht arbeiten. Dabei ist es, wie du ja auch sagst, oft genau umgekehrt.
Alle Kommentare von Johnny
10
;) das meinte ich mit “wohlformuliert”
ich wollte zum ausdruck bringen, dass eine romantisierung des eigenen lebens nicht weiterführt wenn sich nicht an den tatsachen etwas ändert…
(nebenbei: ich befürworte das grundeinkommen sehr, gäbe es dieses, könnten wir anfangen eine “digitale boheme” aufzubauen)
Alle Kommentare von ben
11
Da stimme ich dir voll zu Johnny, nur glaube ich nicht das die meisten Politiker - die auch was zu sagen haben - fähig sind zu erkennen das es so nicht mehr funktioniert und es grundlegender Veränderungen bedarf.
Ich finde das Konzept mit dem Grundeinkommen gut, und am Rande bemerkt ich wär schon froh wenn ich arbeiten könnte ohne das mich die Bundeswehr von meinem Arbeitsplatz wegreissen will… egal anderes Thema.
Alle Kommentare von scholt
12
für mich kommt es eher auf das “müssen wollen” an. festanstellung o.k., aber du musst dich doch verwirklichen wollen (”kreativ”), mit verve bei der sache sein, “spannend”, “leuchtende augen”, “inneres feuer”. vielleicht wollen einige leute einfach nur festangestellt vor sich hin dümpeln und fertig. gar nicht gross auf leidenschaft machen und auch nicht machen müssen wollen und auch nicht überlegen müssen wollen, was man wollen soll. muss man leidenschaftlich sein??
Alle Kommentare von frerk
13
ich habe das glück das ich mit meiner “leidenschaft” relativ sorgenfrei leben kann. finaziell und geistig. das ist etwas was ich allen wünsche. ob “frei” oder “fest”. ich habe aber auch leute getroffen die lieber in einem beruf arbeiten der nichts mit ihnen zu tun hat, die arbeit und selbstverwirklichung streng trennen. die geforderte freiheit in der berufswahl und in der ausübung des berufs kann auch sehr lähmend sein. mit dieser freiheit um zu gehen ist nicht so einfach und rosig wie viele sich das vorstellen. sie will erlernt sein. die forderung für ein grundeinkommen finde ich richtig. vielleicht hilft es vielen unschlüssigen dadurch sich die zeit nehmen zu könne um darüber nach zu denken was sie eigentlich wirklich wollen.
Alle Kommentare von alecks
14
Wenn ich den Artikel umdrehe, fange ich erst an, ihn zu verstehen: Ich finde es enorm schwierig, für etwas Geld zu verlangen, dass mir Spass macht. Beispiel Ausstellungen organisieren: Solange keine Kohle (Subventionen, Sammler, sogar Pressemeldungen etc)im Spiel sind, ist das großartig. Man stellt sich ein Problem, man löst es. Sobald ich anfange, damit Geld verdienen zu wollen, oder auch nur so viel Aufmerksamkeit darauf lenken will, dass die Künstler was verkaufen, dann ist schon Essig mit der Begeisterung. Das ist, was mich eigentlich stört: Ich merke förmlich, dass diejenigen, die mir Kohle rüberschieben oder Aufmerksamkeit geben, irgendwie Einfluss haben auf das Wie und das Warum ich etwas tue. Innerer Zensor. Ich empfinde auch die, wie Du es nennst, “gesellschaftlich relevante Aufgabe” irgendwie als nachgeschoben.
Wahrscheinlich geht’s nicht anders. Und dass Dir in manchen Kommentaren rauher Wind entgegenschlägt, zeigt, dass das, was Du machst, eben nicht nur zu Deinem Spass ist (hast Dich doch bestimmt geärgert bei den Kommentaren). Das ist schon gut, ich bin mir nur nicht sicher, warum.
(Wahrscheinlich kling ich deswegen ein bisschen wirr in dem Kommentar.)
Alle Kommentare von apfelbaum
15
oh, eine sehr interessante diskussion hier. auch ich war bei der debatte über das grundeinkommen in berlin. das thema interessiert mich schon länger, witzigerweise aber bin ich über ein kommentar hier bei spreeblick auf den termin aufmerksam geworden. für mich bestätigt sich etwas, was götz werner versucht zu initieren. die idee trägt sich viral wie von selbst weiter und weil sie gut ist, werden politiker keine andere wahl haben und ihre segeln nach dem wind ausrichten müssen.
wirres beschreibt die atmosphäre bei der veranstaltung verdammt gut, auch wenn mir seine beschreibung der anwesenden nicht gefällt. ob das jetzt ein zufall war, dass sascha lobo und holm friebe in ihrem buch tatsächlich über werner´s idee berichten?
bezogen auf die idee: die cdu-nahe stiftung kas hat das althaus modell überprüfen lassen. der leitende wissenschaftler war prof. michael opielka, der wiederum eigentlich ein grüner ist, den grünen in dem punkt wiederum aber vorwirft, sie sind eine elite geworden, die sich für die interessen der unteren bevölkerung nicht interessieren. bis jetzt sind die spd-häuptlinge mit dem stilllegungsargument dagegen, liebeäugeln aber mit der fdp, die wiederum nur für eine grundsicherung wäre. am 26 november wird die cdu auf dem parteitag über das modell von althaus sprechen. meiner bescheidenen erfahrung nach wird es keine alternative geben.
achso, und weil ich mit ein paar freunden in berlin war, wollten wir uns bei der gelegenheit die digitale bohème im st. oberholz anschauen. kurz vor den tennis-schiedsrichter-stühlen (http://www.yatego.com/freizeitprofi24/p,433c03a35b462,41012c3705a173_8,tennis-schiedsrichter-stuhl) kamen dann witzigerweise sascha und holm aus dem haus gedackelt. kann es sein, dass die nie die klamotten wechseln? auf allen bildern haben sie immer das gleiche an. ich mein, das macht sie symphatisch. leider hatte ich keine mörchen dabei, sonst hätte ich nach ihnen geworfen. der club der polnischen versager gleich um die ecke war zu der zeit leider geschlossen.
Alle Kommentare von albert
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Der einzige Kommentar, den ich bisher nicht einordnen kann, ist der von sum1. Alles andere empfinde ich als Diskussion, keineswegs als rauhen Wind. Und das macht mir Spaß. :)
Es geht doch gerade nicht darum, dass man sofort Geld verdient mit dem, was man machen will. Im letzten Link geht es ums Grundeinkommen.
Alle Kommentare von Johnny
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Johnny: “Das Grundeinkommen wird daher passieren, glaube ich. Denn das, was wir derzeit haben, funktioniert nicht mehr.”
Meinst Du? Das Kapital hat daran offensichtlich kein Interesse. Kein Wunder, unter [1] finden sich nicht viele Gründe, die es für die Wohlhabenden interessant machen würden. Das Volk (und nicht nur die digitale Boheme) müsste aufstehen und dafür kämpfen. Ob es das irgendwann tun wird? Andere Länder haben noch deutlich mehr Armut und Elend, ohne dass sich was regt.
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Grundeinkommen
Alle Kommentare von Frank
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@alecks: apropos unschlüssig, wenn man heutzutage es jemanden übel nimmt, dass er unschlüssig ist, was du ja nicht machst, aber wenn das jemand tut, dann sollte er über die krisenhafte realtität nachdenken. wie sollen denn bitteschön jugendliche sich entscheiden, wenn es zwar viele möglichkeiten gibt, aber fast gar keine chancen? wie soll man sich da entscheiden? interessanterweise hat das dilemma benjamin kunkel verstanden und literarisch in seinem buch verarbeitet. unentschlossen heißt das buch, das ich demnächst lesen werde.
Alle Kommentare von albert
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Jip, aber ich hab irgendwie schon nach dem dritten Satz angefangen, mir den Artikel so zusammenzulügen, dass ich damit was anfangen kann *rotwerd*.
Grundeinkommen - bedingungsloses Ja. Macht das Problem für mich zwar erträglicher, löst es aber nicht. Ich kann, was ich mache, als Arbeit, Zeitvertreib, Tätigkeit - naja, ich kann’s nennen, wie ich will. Ums Geld (ob es auf meinem Konto landet, oder auf dem Konto eines Vereins oder was auch immer) komm ich nicht rum. Das Geld (ob für mich oder die Realisierung meiner Projekte) haben andere. Das macht mich nicht glücklich.
Alle Kommentare von apfelbaum
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Huch, es scheint ja tatsächlich Unterstützung aus den etablierten Parteien zu geben. Dann will ich meinen Pessimismus mal etwas abschwächen.
Alle Kommentare von Frank
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@frank: na dann hättest du bei der diskussion mit werner, basia und kuhn dabei sein sollen. wirres beschreibt das genau richtig. die waren alle so agressiv, den kuhn von der “grünen, kritischen elite” hätten sie am liebsten vor ort aufgefressen.
ich fand es unverschämt, dass kuhn und basia von der taz so leichtfertig die begriffe erwerbsarbeit und arbeit durcheinanderbrachten. wenn man sich mit der grundeinkommen-debatte beschäftigt, weißt man doch, dass die gleichstellung, auch nur eine zufällige, eine beledigung der befürworter ist.
Alle Kommentare von albert
22
ich habe selten so ein eso-phrasengedresch gelesen, wie in diesem mainfeature. abgesehen davon, dass die wertediskussionen der postmoderne ein alter hut sind (von wegen selbstverwirklichung durch hedonismus und postmateriallismus), ist eine scheuklappenfokussierung auf diese lebenswelten unangebracht.
denn 1. sind derartige lebensformen (wie z. b. die so genannte digitale boheme [richard florida, der oberguru der heutigen amerikanischen stadtsoziologen nennt die übergeordnete gruppe creative class]) auch wenn sie wie in dieser diskussion allumfassend erscheinen, noch immer eine minorität und es ist schwer vorstellbar, dass das gros derjenigen, die wirklich die volkswirtschaft tragen, irgendwann mal vor glück nur so schreien. und 2. sind derartige lebensformen ein stadtphänomen. auch die aufgrund von internet und wlan unabhängigen lassen sich da nieder, wo kultur und cafes sind, meinetwegen auch mit einer “ob ihres innereren glanzes bildschöne inhaberin”.
ein predigen von utopischen glücksgefühlen, das an einer diskussion um den begriff arbeit sich dreht, gehört in die kirche, denn die “zukunftsmusik” ist nichts anderes, als der glaube an das paradies auf erden oder den kommunismus (je nach geistessozialisation).
was arbeit ist? kraft mal weg. merkt man am besten, wenn man den müll runterbringt oder dem obdachlosen die zeitung abkauft.
Alle Kommentare von hgef
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und bei youtube, da kann man den werner auch live sehen:
http://www.bedingungsloses-grundeinkommen.de/
Alle Kommentare von albert
24
Ich kann Sum1 Gedanken sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich Deine Argumente eher teile, Johnny. Machen wir uns nix vor: die Anzahl der Menschen, die einem Job nachgehen, den sie nicht als Hobby ausüben würden, wird immer verdammt hoch bleiben. McDonalds-Verkäuferin ist ein Drecksjob, den aber nunmal jemand machen wird. So gesehen ist der Begriff „Elite“ auch gar nicht schlecht gewählt. Mein Ex-Arbeitgeber sprach mal von einer digitalen Info-Elite, und die umfasst A- und B-Blogger gleichermaßen.
Ob ein Grundeinkommen wirklich so viel kreatives Potential freisetzen kann, wie ich und andere es gerne sähen, wird man erst im Versuch feststellen können. Selbstverständlich werden sich einige auf der Couch zurücklehnen und es sich mit ihrem Kuchenstück gemütlich machen, ob es die meisten sein werden: ich weiß es nicht. Gut möglich.
Es ist aber auch genausogut möglich, das sich die Publishing- und Kommunikations-Möglichkeiten im Netz (und außerhalb) immer weiter in Richtung des Konsumenten bewegen, Menschen immer mehr Projekte stemmen, ganz einfach, weil sie zum Beispiel Filme lieben. Und vielleicht sind sie so gut darin, dass sie ein Drehbuchschreiben. Vielleicht ist das aber auch alles nur Schrödersches „Gedöns“, fuck, who knows…
Alle Kommentare von rene
25
Johnny, hast Du dieses Wordpress-Plugin noch, das Zynismus in den Kommentaren in wertvolle Beiträge umwandelt?
Alle Kommentare von Sascha Lobo
26
wertvolle kommentare werden in der regel von wertvollen beiträgen hervorgerufen. im übrigen ist zynismus nicht alles was nach entwertung aussieht .
Alle Kommentare von hgef
27
@hgef: wenn 1789 leute wie du sich durchgesetzt hätten, dann würden wir jetzt immernoch dem könig den arsch abwischen. bei der idee von werner geht es mehr als nur um eine idee und ihre realitätsprüfung. grundsätlich bei ideen würde ich allen empfehlen, sich an die disney-methode zu halten: http://de.wikipedia.org/wiki/Walt-Disney-Methode
tatsache es ist, dass werners idee eine kreative idee ist. er will nicht lösungen finden für probleme, wie bsplw. kuhn und co. es versuchen. werner ist kreativ, weil er das bedingungslose grundeinkommen als einen archimedischen punkt fordert für ein system, das wir noch nicht kennen, aber das durchaus möglich ist.
bei der suche nach neuen ideen sollte immer ein träumer, ein realisierer und einen kritiker dabei sein.
Alle Kommentare von albert
28
@albert: was meinst du mit leuten wie mich? offensichtlich missverstehst du gründlich das, was ich geschrieben habe. ich bin für die kreative klasse und sehe durchaus das pioniermilieu derjenigen, die bloggen und mode machen oder in cafes arbeiten als etwas erstrebenswertes an. auch halte ich die solidarität der gemeinschaft als einen der wichtigesten aspekte für gesellschaftliches funktionieren, bin ergo für ein grundeinkommen. mein punkt war eine kritik des artikels und seiner ausdrucksweise und der fokussierung auf eine klasse, die in der tat nicht die mehrheit der menschen prägt. was dein vergleich mit der französischen revolution angeht, so ist der aus mehreren gründen völlig verfehlt. diese kann ich nennen, was jedoch an dieser stelle den rahmen sprengen würde. das system jedenfalls, auf das du dich beziehst hat weniger mit utopie zu tun, als das verlangen, das ein jeder mensch durch seine arbeit zum glückskind mutiert.
Alle Kommentare von hgef
29
achso vielleicht sollte man sich tatsächlich an 1789 erinnern, wenn man sagt, dass das grundeinkommen nicht realisierbar sei. ich will hier keine große revolution prägen. aber wenn man sich wallersteins thesen und die argumentationsrichtung aus sienem buch utopistik (http://www.perlentaucher.de/buch/10782.html)veranschaulicht, wir einem klar, dass wir in einem besondern zeitabschntt leben.
Alle Kommentare von albert
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hgef, dann verstehen wir uns.
Alle Kommentare von albert
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Ein paar ungeordnete Punkte dazu:
Johnny schreibt:
Das kommt drauf an. Zum Beispiel auf die Unternehmensgröße. Gerade kleinere Unternehmen sind in hohem Maße von der Loyalität und auch von der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter abhängig. Und gute Unternehmer wissen das auch.
———————–
Meine Lebenspartnerin arbeitet selbständig im Kunstbereich, ich bin angestellt.
Unterschiede, die ich wahrnehme (außer dem Verdienst):
Ich kriege mehr und direkteres Feedback
Sie kennt kein Wochenende
Ich bin stärker abgesichert gegen alle mögliche Unbill
Ihre Arbeit wird von der Öffentlichkeit wahrgenommen, meine nicht so
Sie kann Aufträge auch ablehnen
Wir haben beide öfter mal Sinnkrisen
Wir sind beide manchmal glücklich mit dem was wir tun und manchmal ziemlich angepißt
———————-
Außerdem finde ich alecks’ Kommentar (13), daß Freiheit auch ganz schön schwierig sein kann, sehr richtig.
———————-
Kann man die JavaScript-Vorschau abschaltbar machen?
Alle Kommentare von stralau
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Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Interview von Robert Misik mit Wolfgang Engler -
“Das ist totes Denken - Nach drei Jahrzehnten Massenarbeitslosigkeit sollten wir den Glauben an die Lohnarbeitsgesellschaft aufgeben”: http://www.taz.de/pt/2006/10/25/a0165.1/text
Alle Kommentare von Seba
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— Johnny schrieb:
Niemand wagt es mehr darüber nachzudenken, dass ein Unternehmen die Arbeitskräfte genauso braucht, wie die Arbeitskräfte das Unternehmen.
Von den Arbeitskräften sicher weniger, die Unternehmer denk ich bereiten sich allerdings “prächtig” darauf vor falls dem mal so sein sollte, indem Produktionsstätten (gefördert) in Billiglohnländer abgesiedelt werden.
— Johnny schrieb:
Dass also mindestens die Hälfte der Kraft bei den Arbeitenden liegt.
Da bin ich voll bei Dir. Ich denke sogar, die Kraft liegt zu 90 % beim Arbeitenden, denn Geld und company-value sind allein nicht mal zum Selbsterhalt fähig.
— Johnny schrieb:
Dafür ist vor lauter Sorge um die Miete kein Platz mehr und daher glaube ich, dass diese Sorgen absichtlich konstruiert sind. Damit die Klappe gehalten wird.
Das denke ich nicht. Ich bin bei Verschwörungstheorien hochgradig skeptisch. Aber die Sorge um die Miete ist nicht konstruiert. Die besteht tatsächlich, wenn der zweite Ehepartner arbeiten gehen muss, damit die Miete bezahlt werden kann.
Noch ein paar Wort zum Grundeinkommen: Die Idee hat was für sich, keine Frage. Wie immer sind derartige Konstrukte/Utopien viel zu “sauber”, als dass sie so umgesetzt werden könnten. Der Ansatz ist jedoch ein interessanter Weg.
Allerdings muss sich dieser aus der derzeitigen Wirtschaftslogik entwickeln. Eine von oben verordnete “Sorgenlosigkeit” wird erstens nicht funktionieren und zweitens nicht passieren. Die Annahme, eine “Mehrheit der Bürger müsse das nur wollen, dann passiert das auch” erscheint mir ein wenig zu blauäugig. Vor allem das kleine Wörtchen “bedingungslos” steht jedem gesellschaftlichen Konsens entgegen.
Ahja, Revolution wäre dann noch die andere Variante, nur die wünsch ich uns allen nicht.
Ups, eigentlich gehts ja gar ned um das Grundeinkommen .. egal .. löschen wär mir jetzt zu anstrengend ;-)
Alle Kommentare von Andreas
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1. Was nützt einem die ganze Begeisterung und Motivation, wenn der der einem vorgesetzt ist, weder Organisation noch Menschenführung oder was auch immer man sich unter einer verantwortungsvollen Persönlichkeit vorstellen möchte, kennt? Wenn Dein Chef ein Depp ist, der durch Vetterleswirtschaft über einen anderen Depp an den Job gekommen ist? Und von sowas muss man nun Anordnungen befolgen und eigenständiges Denken ist unerwünscht!
2. Ich studiere und muss mich in meinem “Nebenjob” mit geballter Blödheit rumschlagen, darf mir darüber hinaus dann aber noch Studentenbashing reinziehen. (Wir machen ja sonst nix, wir stehen um 13:00h auf, gehen 2 Stunden zur Vorlesung und machen dann Party. Ach, ich hab noch die Semsterferien vergessen - so ein Unbill!)
Das ich zum Beispiel keinen Krankengeldanspruch habe, steht auf einem anderen Blatt.
Ich bin gelernte Werbe- und Industriefotografin mit Erfahrung in Offsetdruck und umfassenden Kenntnissen in der digitalen Druckvorstufe und arbeite, seit ich studiere als Verkäuferin! Warum? Weil es hier in Berlin (in das ich vor 10 Jahren, “der Liebe wegen” gekommen bin) keine Job’s mehr in der Branche gibt, bzw. man höchstnes als Assi für nen’ Appel und en’ Ei arbeiten darf. Aber nur wenn grade mal wieder Aufträge reinkommen. Und wie oft habe ich schon den Satz gehört: “Mein Auftraggeber hat noch nicht gezahlt, ich kann Dir höchstens …geben!”
Aber von irgendwas muss ich halt meine Miete, die Karotten und demnächst die Studiengebühr für NICHTBERLINER zahlen!
Glaube mir Johnny, was würde ich gerne KUNST machen, mich voll reinhängen, in meiner Lebensaufgabe der Fotografie aufgehen (schließlich will ich mal Fotohistorikerin werden) aber die Welt sieht leider gerade anders aus.
Trotzdem, schön für Dich, dass Du Dich wenigstens verwirklichen kannst.
Sorry, bin im Moment sehr frustriet. Hätt ich halt mal was “ordentliches” gelernt, gell!
Alle Kommentare von kleines frühstück
35
Da oben stehen Gedanken zur Veränderung der grundsätzlichen Einstellung zur Arbeit. Dachte ich.
Offenbar muss ich lernen, klarer zu schreiben oder es ist so, dass jeder Artikel ohnehin so liest, wie er sie gerne hätte (tu’ ich bestimmt auch manchmal).
Ich habe oben etwas ergänzt an einer Stelle, die man vielleicht falsch verstehen konnte. Wenn man wollte.
Es geht mir nicht um “Arbeit als Hobby”, auch nicht um hippieske Selbstverwirklichung. Sonst hätte ich wohl kaum von Angestellten und Unternehmen, von engagierten Steuerberatern und Codern (die gibt es nur in der Stadt? Aha.) geschrieben.
Was ich völlig irre finde: Ich erwähne mit keinem Wort Designer oder Blogger oder eine “kreative Klasse” (wo bitte ist die erwähnte Fokussierung auf diese “Klasse” im Artikel?), ich sage sogar explizit, dass die Einstellung zur Arbeit nichts mit der Art der Anstellung zu tun hat und *dennoch* gehen Teile der Kommentare ausschließlich in scheinbarer Kritik auf das Buch von Sascha und Holm ein bzw. machen ihrem Unmut über was weiß ich Luft.
Bei McDonald’s arbeiten ist ein Scheißjob? Er bezahlt immerhin die Miete, oder? Kein Traumjob, sicher, unterbezahlt, ja. Aber scheiße? Ich finde Kohlenaustragen schlimmer und ein Kohlenträger wird andere Jobs noch beschissener finden.
Ich habe in meinem Leben dutzende Scheißjobs gemacht, ich darf mich aber wohl fragen, warum der Angestellte von McDonald’s sowohl seinen Kunden als auch sich selbst ohne Unterbrechung zeigen muss, wie scheiße er seinen Job findet. Wer einmal einen einfach nur ganz “normalen”, nicht dauernd angekotzten, freundlichen McDonald’s-Verkäufer vor sich hatte, weiß, was ich meine. Arbeit *muss* scheiße sein, scheinbar, um “echte Arbeit” zu sein. Daher der Titel des Artikels.
Aber hey: Arbeit ist ja “Kraft mal Weg” und daher auch immer mit ganz viel schlimmer Anstrengung verbunden und ein bisschen wehtun muss es auch. Oder?
Alle Kommentare von Johnny
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für den großteil der menschheit leben und arbeiten wir hier im paradies. ich denke jeder der will kann sich selbstverwirklichen und das machen was er gerne tut - vorausgestzt er weiß was er will. oder er arbeitet halt nicht - z.b. in berlin sieht man einige die ohne bezahlte arbeit sehr glücklich sind.
ganz im gegensatz zu der fabrikarbeiterin in indien die ipods oder x-boxes zusammenschraubt, für ein jahresgehalt mit dem sie sich nicht mal eins dieser geräte kaufen kann.
das kuriose ist, dass sicherlich einige dieser menschen die unser luxus leben erst ermöglichen - glücklicher sind als wir.
Alle Kommentare von y
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ich verstehe mich als angesprochen, und obgleich der wein schon einigermaßen meine sinne betrübt, muss ich doch reagieren: dass du in deinem leben schon einige scheißjobs gemacht hast, ist wohl schlecht und gut. schlecht, weil es nunmal so war, gut weil es farbe in deine erinnerungen gießt.
was meine ansicht war: rede nicht vom begriff “arbeit”, wenn du etwas anderes meinst. nämlich so etwas wie zufriedenheit, glück, etc.: das sind dinge, die haben vielleicht etwas damit zu tun, aber sie sind flüchtig und, weiß gott, nicht zu produzieren, sondern fallen unter kategorien, die eine derartige diskussion nicht klären kann.
dein begriff von arbeit fällt ins esoterische. und das ist bildzeitungsniveau. diese kritik musst du aushalten können, wenn du als german-global-local-hero des weblog gelten willst oder auch nicht, sprich: wenn du einfach nur im spiel bist.
als vertreter der kreativen klasse, der du nun mal bist, finde ich deine rückzugsgebärden nur mäßig… deine heiligsprechung für emotionale situationswahrnehmungen (die leuchtende caféinhaberin) sind nicht generalisierbar, das ist alles.
Alle Kommentare von hgef
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wir “müssen” arbeiten?
nö! was wir müssen ist steuern zahlen und aufs klo gehen…
Alle Kommentare von mogwai
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Gut, ein Beispiel:
Du stehst im Laden seit bereits 8 Stunden. Es ist sehr voll, laut, stressig, warm und ihr seid mal wieder um mindestens zwei Leute unterbesetzt. Die Technik funktioniert auch nicht richtig, denn die Firma spart ja wo sie kann. Vor Dir steht eine beachtliche Schlange genervter Leute, aber Du kannst einfach nicht mehr schneller.
Von der Seite quatschen Dich noch ungefragt Leute beim kassieren an, das Telefon klingelt und der fünfzigste Kunde hat gerade mal wieder seinen ganz persönlichen Frust an Dir ausgelassen (Beleidigungen inbegriffen). Du warst noch vor Stunden motiviert und gut drauf, aber spätestens jetzt, wo Du Herzrasen kriegst, aufs Klo musst (aber es kommt keine Ablösung, denn ihr seid ja zu wenig Leute) also spätestens jetzt ist das Maß voll!
Und bei der nächsten Bemerkung wie: “Hier, *vor Dich hinschmeiß* können’ se mal machen, mein ….geht gleich. Schlechter Service ist das! Scheiß Hauptstadt!” etc. willst Du Dir also, obwohl Du nicht mehr kannst, dieses “You are welcome” - Lächeln ins Gesicht tackern? Dieses verlogene Getue made in USA?
Und dann wundern wir uns wenn Leute ausrasten und Amok laufen, saufen oder schlichtweg beim Seelenklempner mit burn out landen!
Hattest Du hier nicht kürzlich noch eine Beitrag über die ………kette drinnen?
Das da oben ist übrigens nicht überspitzt dargestellt - nur ein gewöhnlicher Sa/So.
(ach ja für 8 Euro/h Schicht!)
Alle Kommentare von kleines frühstück
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@ y
Das ist doch nur die gesteigerte Form der Ausbeutung von “Humankapital”.
Wenn sie die Leute hier nicht mehr tiefer drücken können, denn noch gibt es Gewerkschaften und Gesetze, dann verlagern sie eben ihre Produktionstätten ins Ausland! That’s it.
Alle Kommentare von kleines frühstück
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Freiheit bedeutet Eigenverantwortung und Risiko. Grundeinkommen wäre Freiheit ohne Risiko. Wo aber bliebe bei einem BGE das Leistungsprinzip, wo der Anreiz, wo die Motivation? Wer würde unsere Croissants backen und die Klowände reinigen?
Selbst wenn alle Blogger und Kreativen dann mal so richtig aus den Puschen kämen, gibt es doch auch noch eine Welt außerhalb der (digitalen) Boheme. Ist es nicht sehr blauäugig anzunehmen, dass die Untermenge der Hartz IV-Empfänger, die keine Lust auf Arbeit haben dann plötzlich initiativ würde. Würden nicht vielmehr noch mehr Leute als heute keinen Grund mehr sehen, morgens aufzustehen. Alle Arbeitnehmer mit unteren und mittleren Einkommen hätten durch den 50%igen Konsumsteueraufschlag wesentlich weniger Geld zur Verfügung. Für die würde sich Arbeit noch weniger lohnen.
Wenn ich morgens die Betten mache oder abends ein Gedicht schreibe ist das zwar Arbeit aber nicht berufliche Tätigkeit. Wir sollten die beiden Begriffe nicht verwechseln. Mich erinnert die Diskussion so ein bisschen an den Slogan “Ich will alles und das jetzt”. Absolute Selbstbestimmung bei steuerfinanziertem Grundeinkommen riecht süß, ist aber eher egoistisch und unsozial. Wer absolute Freiheit will, soll bitte auch das volle Erfolgsrisiko tragen.
Ich habe Johnny so verstanden: Wenn ich eine berufliche Tätigkeit zur Existenzsicherung ausführen MUSS, ist es besser für mich und besser für alle Anderen wenn ich versuche diese Tätigkeit mit Verve und Engagement vielleicht sogar mit Spaß auszuführen. Wenn ich das nicht schaffe, bleibt halt eben die unmotivierte bocklose tägliche Quälerei.
Alle Kommentare von Chrisfried
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Johnny, du schreibst: “Arbeit *muss* scheiße sein, scheinbar, um “echte Arbeit” zu sein. Daher der Titel des Artikels.”
Ich denke nicht, dass es die Arbeit ist, die als scheiße empfunden wird. Es ist das Gefühl, diese Arbeit (aus welchen Gründen auch immer) machen zu *müssen*, diesem Zwang ausgesetzt zu sein. Menschen mögen Zwänge nicht. Wie wir eine Arbeit empfinden, ist, wie du schon richtig sagst, Einstellungssache.
Es ist aber die Realität der meisten Menschen, dass sie arbeiten, um zu leben. Dass sie arbeiten, um die Miete zu bezahlen, um ihrer Familie ein gutes Leben ermöglichen zu können. Viele fühlen sich bei der Arbeit nicht wohl, es nicht mal unbedingt die Arbeit als solche, die ihnen keinen Spaß macht. Sie fühlen sich von Kollegen oder Vorgesetzten missverstanden, ausgenutzt oder was auch immer. Aber durch schlichte monetäre fehlen die Möglichkeiten, so lange nach einer Arbeitsstelle zu suchen, bis man das passende gefunden hat. Das Dilemma ist dann, dass man sich nicht wohl fühlt und weg will, es sich aber nicht leisten kann. Der nächste Arbeitsplatz dürfte nicht leicht gefunden sein. Also entsteht ein Gefühl von Zwang und damit das Gefühl, dass man einen Scheißjob hat.
Alle Kommentare von Tobias
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an chrisfried: in welchem gedankenspektrum lebst du eigentlich? den american way auf der einen, die engels`sche maxime auf der anderen seite? und zwischendrin etwas sozialfaschismus? das ist doch unsinnig. zudem schwarz-weiß denken.
jeder hat seine miete zu verdienen, und diejenigen, die hier voten, gehören mitnichten zu denjenigen, die frau salesch im tv verfolgen.
und wenn jemand ein medium für sich erobert hat, das ihn trägt, können beliebige feststellungen en gros produziert werden, die dieses system am laufen halten. das ist ok. aber nicht authentisch. und an diesen begriff möchte das gesamte bloggeschehen sich doch festhalten.
dein argument ist widersinnig. besser erklärend für derartige verstehensprozesse finde ich diesen .
Alle Kommentare von hgef
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Sehr unsortiert, weil komplexes Thema und nicht mehr nüchtern ;)
Ich glaube, eines der Probleme, die wir immer noch massiv haben, ist die Tatsache, dass verflucht viele Leute Leistungen und Arbeit erbringen, die nicht also solche wahrgenommen werden - weil der Wertigkeitsbegriff immer noch hauptsächlich an das Geld, was hinten dabei rauskommt gekoppelt ist. Hausfrauen, Ehrenamtler, Kulturschaffende? Arbeiten die nicht? Nein, sie verdienen (vielfach) bloß kein Geld damit. Eine der Ideen, die im BGE aufgegriffen werden, wie ich finde.
Positiver Nebeneffekt: die Negativwirkung, die apfelbaum (14) eingebracht hat (”Das ist, was mich eigentlich stört: Ich merke förmlich, dass diejenigen, die mir Kohle rüberschieben oder Aufmerksamkeit geben, irgendwie Einfluss haben auf das Wie und das Warum ich etwas tue. Innerer Zensor.”), die ich selber auch kenne (da ich auch eine Tätigkeit, die ich einfach gerne ausübe zum Beruf gemacht habe), dürfte schwer nachlassen. (Hoffentlich.)
Natürlich gibt es Scheissjobs, die aber von irgendwem gemacht werden müssen. M.A.n. sieht man aber beispielsweise in vielen klammen Kommunen, dass die Bewohner da auch durchaus (wenn auch teilgezwungen, weil’s eben sonst nicht passiert, und ihnen das gegen den Strich geht) schon jetzt bereit und fähig sind, das anderweitig zu organisieren.
@Chrisfried: sorry, kein Angriff, aber ich glaube du driftest da teilweise in genau die “neoliberale” Richtung, die eben zu vermeiden gedacht war ;)
Alle Kommentare von diaet
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Tja hgef, da musst du ne ganze Menge Schubladen öffnen, wa?
Alle Kommentare von Chrisfried
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http://www.zeit.de/2005/19/Kapitalismus_2fTaylor
Alle Kommentare von hgef
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mir ist gerad mein html bewusstsein abhanden gekommen. der link ist aber richtig.
Alle Kommentare von hgef
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@diaet
Ich drifte nicht, ich sage meine Meinung. By the way ist Hausfrau sein keine Erwerbstätigkeit. Wieso soll die Gesellschaft oder sonst irgentwer dafür bezahlen, dass ich (als Hausfrau;-) zusätzlich zu meiner Arbeit (im Sinne einer beruflichen Tätigkeit) meine Tochter versorge oder meine Toilette sauberhalte? Das verstehe ich nicht. Ich dachte immer, das wäre Privatleben…
Alle Kommentare von Chrisfried
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@Chrisfried: gut, das nächste mal mache ich den “;)” fett. ;)
Und wieso diese Gesellschaft dafür zahlen sollte… Hmmm… lass mal sehen…
Vielleicht weil es ohne diese beiden erwerbslosen Tätigkeiten auf Dauer keine Gesellschaft mehr gäbe?
Alle Kommentare von diaet
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ich denke, der artikel von johnny ist genau richtig platziert. da ist viel zündstoff drin und zurecht. es kann nämlich so nicht mehr weiter gehen. ich finde es absolut asozial, dieses gequatsche von bge-gegnern. siehe z.b.: http://www.taz.de/pt/2006/11/02/a0190.1/text, wenn ich mich nicht irre, dann ist der artikel von michael schlecht, chefvolkswirt beim ver.di-bundesvorstand. von wegen stilllegungsprämie. gewerkschaften und die spd sind mehrheitlich dagegen, weil sie viel an macht verlieren würden, was grundsätzlich nicht schlecht wäre. schlimm ist, dass diese autoritäten bevormundend behaupten, es gäbe viel zu tun, es gäbe genügend erwerbsarbeit(siehe artikel), auf der anderen seite hat keiner von ihnen wirklich die eier dazu, tatsächlich zu handeln, ich meine wirklich zu handeln und für echte umverteilung zu sorgen. dann nämlich sind die gewerkschaften still und die “kritische elite” weist darauf hin, dass es kein geld gibt. es ist asozial seit 30 jahren mensnchen zu opfern. und den gewerkschaften sollte man klar machen, dass der angst-alltag der festangestellten in den vielen unternehmen kein leben ist. betriebsräte scheren sich überhaupt nicht um das individuum. in großen konzernen sind sie vor allem daran interessiert, dass das unternehmen nicht die ökonomische grundlage verliert, sonst gefährden sie sich ja selbst. scheiß auf die paar tausende, die gefeuert werden. heutzutage ist nicht mehr ein kollektiv gefährdet, heute wird nicht ein kollektiv ausgebeutet. heute sind die risiken individualisiert. nur wenn das individuum geschützt wird, gibt es wieder eine wahre kollektive solidarität.
Alle Kommentare von albert
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Love it, change it or leave it. Und an alle, die Motivation immer noch von Vorgesetzten oder Anderen erwarten: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Sogar auch in Richtung glücklich!
Alle Kommentare von KleinesF
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Ich glaube ein Grundeinkommen ist in absehbarer Zeit nicht machbar.
Dafür sind die Unterschiede innerhalb der EU-Mitgliedsländer zu
groß, und solch ein Grundeinkommen kann nur auf europäischer Ebene
funktionieren. Denkt man an die kommenden Beitreter wird es immer schwieriger. Es ist nicht zu bezahlen.
Über diese “digitale Boheme” kann ich erstmal nur schmunzeln, nicht nur wenn ich an Millionen Monteure, Friseurinnen, Maurer, Dachdecker, ja selbst an hunderttausende nerdige Programmierer denke.
Selbstbestimmung ist für den Großteil einfach garnicht erstrebenswert.
They like to live in comfortable prisons.
Alle Kommentare von martin_
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martin, du sollst nicht glauben, du sollst dich mit den argumenten auseinander setzen. ;-)
Alle Kommentare von albert
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ich denke was ich glaube was ich meine was ich bin.
Alle Kommentare von martin_
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@ KleinesF
Jetzt nichts gegen Francis Picabia (Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann), aber dieses ständige Allzweckgeseier was platt und undifferenziert auf alle möglichen komplexen Lebensbereiche und Situationen angewendet wird, kann ich nicht mehr hören!
Zumal solche Zitate oft aus einem konkreten Erlebnis, aus einem bestimmten persönlichen Moment hervorgegangen sind und etwas ganz anderes ansprechen.
Denken kann man viel - vordenken, nachdenken, überdenken - bleibt dennoch die Frage ob man überhaupt die Möglichkeit hat, das Erdachte innerhalb bestimmter Verhältnisse in einer Gesellschaft zu realisieren.
Ich kann als Frau im Iran oder Pakistan noch soviel denken, ich sei gleichberechtigt, aber spätestens nach der ersten Maßregelung hat sich’s ausgedacht!
Kurz abgeschweift. Ich erwarte keine “Motivation” von einem Vorgesetzten, aber Kompetenz und die Chance auf einen menschenwürdigen Arbeitsplatz und gerechte Entlohnung!
Alle Kommentare von kleines frühstück
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hehe
Alle Kommentare von albert
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richtig kleines frühstück, menschenwürdigen arbeitsplatz.
Alle Kommentare von albert
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“Wieso soll die Gesellschaft (…) dafür bezahlen, dass ich zusätzlich zu meiner Arbeit (…) meine Tochter versorge?”
Tut sie ja schon (ein bisschen). Weil es ohne deine Tochter keine Gesellschaft mehr gibt.
Alle Kommentare von Johnny
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@kleines f: leider ist das aber immer so mit dem gedachten. es muß erst eine kritische masse erreicht werden, dann bewegt sich etwas. dazu muß aber erstmal jeder einzelne die idee durchdenken. ich stelle fest, dass die meisten menschen überhaupt keinen möglichkeitssinn mehr haben, sondern nur den wirklichkeitssinn. wie oft kommt beim bge verfrüht das argument, es sei nicht finanzierbar. daran merkt man, dass viele leute ideen nicht zu ende denken und sie gleich als unmöglich entlarven. in dem punkt sollte man wirklich den träumer, realisierer und krtiker in sich trennen. hier in deutschland sind wir alle zu früh kritiker und verbauen uns oft die zukunft.
Alle Kommentare von albert
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hehe, was ich grad entdeckt habe: http://www.stern.de/computer-technik/computer/:Caf%E9kultur-Freien-Von-Urbanen-Pennern-Digital-Boh%E8me/575409.html
Alle Kommentare von albert
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“Gedanken zur Veränderung der grundsätzlichen Einstellung zur Arbeit.”
Wo man damit hin will ist ja schon klar. Jeder der seine Einstellung zur(freien oder abhängigen) Arbeit einmal dahingehend ändern konnte das es ihm Spass macht sich für was auch immer einzusetzen, wird den Energie- und Wohlbefinden-Schub gespürt haben. Nun will man das natürlich mitteilen, damit andere das auch so gut haben.
Es geht allerdings ausschliesslich um diese Einstellungssache, nicht um
Boheme oder Unterschicht, frei-digital oder abhängig-analog.
Man kann nun höchstens noch diskutieren wem es wo und wie leichter fallen könnte die Einstellung zu ändern. Meine These ist das 80% in der Welt diese Einstellung garnicht ändern können, selbst wenn sie wollten.
10% will nicht obwohl sie könnten. Der Rest ist grade dabei, fängt damit an oder ist sogar schon glücklich.
Alle Kommentare von martin_
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mal etwas abschweif: eine feine beobachtung aus dem buch, die ich zu schätzen weiß:” neben dem jeweiligen hausjargon oder der insidersprache einer bstimmten branche existiert ein übergeordneter angestelltensprech, der signalisiert, dass sein verwender vollständig in seinem job angekommen ist, darin aufgeht und sich damit identifiziert.” kennt jemand vielleicht den film “office space”?
Alle Kommentare von albert
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@ Johnny
Ja, das Kindergeld etc… Der Staat/die Gesellschaft hat natürlich ein Interesse an Kindern. Insofern ist das ein nicht so gutes Beispiel für die private Arbeit.
Alle Kommentare von Chrisfried
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Irgendwie liesst sich der Artikel wie eine Rechtfertigung der Digitalitis. Meine Realität ist Norddeutschland. Hier ist flache Landschaft und mir weht eine kalte, steife Briese von vorne direkt ins Geischt. Sie lässt mich an der Ideologie aus Böhmen zweifeln.
Das Thema Arbeit selbst ist zu einem Problem in unserer sozialen Marktwirtschaft geworden, das viele Menschen erkannt haben, das sie bewegt. Die vielen Kommentare belegen das, wobei #1 die Situation nach meiner Meinung kurz und knapp zutreffend beschreibt.
Nach meiner Überzeugung (mit dem Herz eines Sozialdemokraten) ist es an der Zeit, alle Subventionen, Aufbaupogramme und Förderungen in Deutschland einzustellen. Danach werden nur die Bereiche bezuschusst, welche direkt mit Bildung und Wissenschaft zu tun haben. Alles andere muss endlich eingehen, inkl. Interessenverbänden und Lobbyisten. Ein weiter Bogen, ich gebe es zu. Doch anders lässt sich das Problem Arbeit nicht wieder zum Erfolg führen. Zuviele verdienen an Armut, Unausgeglichenheit und Benachteiligung, die durch die sozialen Förderungen im System entstehen.
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Alle Kommentare von Birger Hartung
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@birger: im zusammenhang mit dem bge würde ich dir teils recht geben. aber, seit 68 versucht man mit bildung und wissenschaft chancengleichheit herzustellen. man stellt fest, dass es chancengelichheit auch durch bildung nicht geben wird. chancengerechtigkeit muß her. meiner meinung nach kommt das bildungsargument ebenfalls aus einer idiologe. ist doch lächerlich zu behaupten, man braucht die leute nur zu bilden, wenn es im nachhinein für sie keine arbeitsplätze gibt, auch wenn sie gut gebildet sind. bildung alleine reicht nicht, mehr knete alleine reicht auch nicht. aber ein kulturminimum ist notwendig für jederman. dann kann jedermann streben. sicherlich muß man dan zusehen, dass jeder zugang zur bildung hat.
Alle Kommentare von albert
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@Albert: Ich beziehe mich mit meiner Forderung nach Abschaffung von Subventionen insbesondere auf die Förderung der Wirtschaft.
Subventionen für Bildung allein reichen nicht aus, um einen Arbeitsplatz zu bekommen? OK. Wie kann es dann sein, das mit unseren Steuergeldern Arbeitsplätze abgebaut werden? Konzerne schmücken sich mit dem Etikett “Alterdurchschnitt 43 Jahre”, siehe hier. Damit insbesondere ältere Arbeitnehmer die Konzerne und großen Unternehmen verlassen. Und sich in die große Schaar der Langzeitarbeitslosen einreihen dürfen. Wer bezahlt das? Allein die Konzerne und großen Unternehmen? Nein! Wir, die KMU und normalen Arbeiter finzanzieren den Ruhestand mit.
Anderes Beispiel: Es gibt subventionierte Fördergelder von der KfW - doch meine Hausbank entscheidet, ob ich diese Gelder bekomme. Mit welchem Recht, welcher Begründung? Wo ist da Wettbewerb? Ich hingegen muss mich jeden Tag im Wettbewerb rechtfertigen. Für mich sieht das digitale Böhmen eher nach einem Arbeitslager auf Lebenszeit aus. Jeden Tag begegnen mir dort bekannte und neue Aufpasser.
Der Wettbewerb ist bei KU und normale Arbeitnehmern völlig verzerrt.
Alle Kommentare von Birger Hartung
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Seitenbemerkung: Die Tagesschau schreibt online auch gerade was zum Thema - mit dem interessanten Einwurf, dass auch Festangestellte mit Vergnügen und in Cafés arbeiten, und es aber trotzdem “Arbeit” nennen ;)
Alle Kommentare von diaet
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Sehr schön… :-)
Alle Kommentare von Chrisfried
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Man sollte ein Café eröffnen, scheint zukunftssicher, egal was kommt…
Alle Kommentare von Johnny
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richtig johnny.
@birger: ich denke, wir sind uns einig, auch wenn konsens in diskussionen nicht gut ist. aber du hast vollkommen recht bezogen auf die scheinsubventionen von irgendwelchen arbeitsplätzen.
Alle Kommentare von albert
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Ich hab’ ähnliche Probleme wie sum1 mit dem Begriff der digitalen Boheme. Da tragen einige Leute die Nase sehr hoch, weil sie eine andere Art des Broterwerbs haben. In etwa so, als würde sich ein freier Journalist als Boheme mit Kugelschreiber bezeichnen, oder ein selbstständiger Fliesenleger als Kachel-Bohemien.
Nach der Entdeckung von Spreeblick war ich zunächst begeistert von dieser neuen Form von Öffentlichkeit. Jetzt merke ich, dass eine einzige Sueddeutsche Zeitung mehr Gehalt hat als zwei Monate Spreeblick, dessen Niveau teils nahe bei RTL II Big Brother liegt (siehe Podcast vom 24.10.) und das die Leute, die das alles fabrizieren, sich als Boheme betrachten. Tsts. Aber auch dieser Hype wird vorüberghen, immerhin gibt es schon ein Buch dazu, die Sueddeutsche und der Spiegel berichten - also wird es wohl nicht mehr lange gehen. So lange wuensche ich viel Spass,
Frank
Alle Kommentare von Frank
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@frank, kann es sein, dass du etwas neidisch bist, auf den erfolg des bucehs? ich lese es als eine emanzipation einer bestimmten generation. veilleicht als eine gegen-kultur.
Alle Kommentare von albert
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witzlos, natürlich hat es IMMER etwas mit neid zu tun. und sowas braucht man auch nicht aus der öffentlichen debatte rauszuschaufeln. die einen schaffen es und die anderen nicht. warum und wieso - lest die kommentare vor mir.
Alle Kommentare von sunny3d
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Ja, genau. So laeuft das bei meinen Kindern auch immer: wenn der eine etwas sagt, was dem anderen nicht passt. Dann ist er ja nur neidisch.
Buceh? Welches Buch? Dazu muesste ich davon schon etwas ausserhalb Eures Paralleluniversum (=Blogosphäre) gehört haben. Hab’ ich aber nicht.
Und ein Buch wird fuer mich nicht durch seinen Erfolg wichtig, sondern durch seinen Inhalt.
Frank 72
PS: Um Verwechslungen vorzubeugen: ich, Frank, habe in diesem Thread erst ab #72 veroeffentlicht, digitalisiert sozusagen. Der andere ist ein anderer.
Alle Kommentare von Frank 72
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