Hand drauf, Herr Beck,

wenn Sie sich innerlich waschen und rasieren, verspreche ich Ihnen, daß sie innerhalb von drei Wochen Ihren Job kündigen!

Oder gar auswandern?


122 Kommentare

  1. 01

    Karsten:

    Ich finde die Reaktion gut. Ok, ich wasche und rasiere mich und sie geben mir den versprochenen Job. Mal sehen was Herr Beck als nächstes macht.

  2. 02

    kleines frühstück:

    ehrlich gesagt, ich hab keinen schimmer wie das komplette wortgefecht zwischen den beiden personen abgelaufen ist. ich weiß nicht wer da wen zuerst gereizt hat. aber mal hand aufs herz, wenn ich eine führung durch eine ausstellung mache, kann ich auch nicht aussehen wie der letzte penner!

  3. 03

    ascoli:

    Ich finde ein Politiker muss nicht immer “politically correct” sein - das macht doch die ganze Politik im Grunde immer unehrlicher.

  4. 04

    Tanja:

    Es gibt derzeit 3,4 Mio Arbeitslose in Deutschland.
    Eine “Waschen und Schneiden” -Lösung würde sicher arbeitslosen Friseuren auf die Sprünge helfen.
    In den ungewaschenen Ohren aller anderen dürfte die Idee allerdings weniger aufrichtig “political incorrect”, denn weltfremd zynisch klingen.

  5. 05

    Dirk:

    Ist doch bald Weihnachten: Der Beck hätte den “Ungewaschenen” doch einladen können. Sein Butler hätte ihn dann in die Wanne mit vieeeel Schaum gesteckt und gut eingekleidet und alle hätten das Fest der Liebe zusammen gefeiert. Danach geht Herr “Unrasiert” in die Politik und wird der nächste Bundespenner. *zwinker*

  6. 06

    Mathias Richel:

    Ich finde ja, dass es sich beide Seiten zu einfach gemacht haben.

  7. 07

    heidrun:

    @ tanja: ohne den beck zu sehr verteidigen zu wollen, wie der typ auf den fotos ausgesehen hat, kann ich die reaktion ein bisschen verstehen. trotzdem war der spruch unglücklich, aber ich glaube kaum, dass herr beck “waschen und rasieren” als patentlösung für alle gemeint hat.

    @ mathias:100 punkte. denn dieses ewige “die da oben sind schuld” ist auch keine besonders prickelnde haltung.

    diese gloystein-sekt-sache, die fand ich wirklich beschissen.

  8. 08

    Omo:

    Ich frage mich ob Herr Beck nicht kalkuliert hat auf eine …vieleicht nicht diese…. Reaktion. Es war ja ein grosser Presserummel um ihn herum die natürlich alles mitbekommen haben.
    Nun ja wir hatten ja auch mal einen Kanzler der sich mit Eierwerfen prügeln wollte ….. :o))

  9. 09

    Markus:

    Der Typ sah doch wirklich versifft aus, was seinen Chancen eine Stelle zu bekommen in der Tat nicht gerade förderlich war. Ausbildung wird er auch nur wenig haben. Immerhin ist er in der Pogo-Partei Mitglied …

  10. 10

    Tanja:

    Was Herr Beck an seinem privaten Stammtisch von sich gibt, geht mich nichts an.
    In der Rolle des Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidenten fungiert er aber als Volksvertreter, nicht als Volkstreter!
    Und zum Aussehen Henrico F.s:
    wie muss man denn ausssehen, um respektvoll behandelt zu werden? Wie Kurt Beck? Wie George W. Bush? Oder eher so charismatisch wie Silvio Berlusconi?
    Nur so zum Beispiel….

  11. 11

  12. 12

    heidrun:

    jaaa, polemik!
    politiker sind auch nur menschen. tatsächlich. daher kann ich ihnen solche “fehler” echt verzeihen. bush beispielsweise verzeihe ich deutlich gröbere fehler deutlich weniger. oder die bereits von mir erwähnte sekt-geschichte fand ich auch wesentlich respektloser.

    man kann auch einfach normal aussehen. und nicht druff, aggressiv und ungepflegt, mh?
    man kann auf jeden fall so rumlaufen und erwarten, mit respekt behandelt zu werden, aber nicht, dass die jobangebote nur so auf einen niederprasseln, und dann anderen die schuld dafür geben.
    ich finde seine reaktion super, möchte ich aber an dieser stelle noch anfügen.

  13. 13

    kleines frühstück:

    @ Tanja

    es gibt ne’ menge menschen die sich verzweifelt um arbeit bemühen - keine frage! ich, die hier am ende der welt in reinickendorf wohnt, kenne aber auch die “andere sorte”. die hocken mittags um 12 schon in der kneipe neben mir und saufen und nachts, wenn leute wie ich schlafen möchten weil sie am nächsten tag früh raus müssen, brüllen die besoffen draußen rum.
    wenn man hier abends ab sechs zum supermarkt geht, sieht man zu 80% nur säufer! kurzum, vernächlässigte, versiffte kinder, ungepflegte, abgestürzte leute, die rumhängen und nix mit sich anzufangen wissen.
    mir tut das einerseits in der seele weh, denn natürlich ist nicht jeder von denen selbstverschuldet in diese lage gekommen, andererseits war ich auch schon in absoluten notsituationen (job verloren, missverständnisse durch den arbeitgeber mit dem arbeitsamt und somit kein geld, miete nicht gezahlt, mahnungen, konto gesperrt etc.) ich hatte keinerlei hilfe durch familie oder partner usw.
    und soll ich dir sagen was ich gemacht habe? ich bin stundenlang von restaurant zu restaurant und von kneipe zu kneipe gelatscht und habe gefragt wer ne’ küchenhilfe braucht. dann habe ich für einen witz von geld als küchenhilfe gejobbt, geputzt und ab und an frei fotoarbeiten erledigt bis sich alles geregelt hatte! das geht halt auch, wenn man die zähne zusammenbeißt! aber man kann sich auch hängen lassen, den arsch nicht mehr hochkriegen und die verantwortung schön auf den staat und auf andere abwälzen!

  14. 14

    Tanja:

    Mathias,
    Beck beim Wort zu nehmen, seinem Rat zu folgen und danach einen Job von ihm einzufordern ist doch die einzig richtige Reaktion!

  15. 15

    Mathias Richel:

    Natürlich. Genauso. Zeigt bloß, dass sich beide bewegen sollten. Eine Seite hat es getan. Jetzt gilt es abzuwarten.

  16. 16

  17. 17

    Tanja:

    kleines Frühstück:
    ist doch prima, daß du dir zu helfen wusstest.
    Sollten wir aber auf die, die das nicht schaffen mit dem Finger zeigen und sagen: geh dich erstmal waschen?
    Es gilt in diesem Land bei aller berechtigter Kritik der Artikel 1 des Grundgesetzes:
    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

  18. 18

    Mathias Richel:

    Da hast du Recht, Tanja. Aber ich halte grundsätzliche Hygienemaßnahmen schon für eine Grundvoraussetzung, um eine Anstellung zu bekommen. Insofern stellt sich für mich eigentlich nur die Frage: Sollte ein Herr Beck soetwas laut aussprechen? Aufgrund seiner Verantwortung: sicher nicht. Darf er aber soetwas denken. Das wäre legitim.

  19. 19

    Valentin Tomaschek:

    Ich kann verstehen, dass einem irgendwann mal auch (ein wenig) der Kragen platzt. Immerhin schien der die Reaktion und den MEdienrummel gewollt zu haben. Von daher hat er gekriegt was er wollte.

    Schlimmer fand ich den Vorfall wo ein Bremer Senator einen Obdachlosen mit Sekt übergossen hat.

  20. 20

    Lars:

    Ich sag nur:

    Hauptsache, gepflegt

    (Sorry, war zu doof, ‘nen Trackback zu setzen.)

  21. 21

    Markus:

    @Valentin: in der Tat. Das mit dem Sekt war eine Sauerei und entwürdigend.

    Beck hat den Typen nur darauf aufmerksam gemacht, dass man geduscht und rasiert, generell, bessere Chancen hat als versifft als Punk. Ist nun mal so.

    @Lars: Geduschte Nazis sabotieren sich durch ihr Nazitum schon wieder selber ;) Da hilft alles Duschen auch wieder nichts.

  22. 22

    Mathias Richel:

    @Lars und Markus: Warum denkt ihr, dass wäre ein Nazi auf der Vespa? Verstehe ich nicht. Gehört aber auch nicht hierher.

  23. 23

    wolli_indienfahrer:

    Ach, Kleines Frührück, unsere Gesellschaft ist doch so verkommen und nicht der Einzelne und wenn der Einzelne einen Durchhänger hat, eine Zeit lang nicht mehr mit dem Leben fertig wird und sich ruiniert, dann ist es Pflicht der Anderen, diesen Menschen zu helfen und nicht ihn dumme Sprüche an den Kopf zu werfen. Wie Scheiße sieht denn der vollgefressene, bärtige Beck aus? Aber der hat ja seine Lakaien, die ihn täglich die Arbeit für ihn erledigen usw. usf.

  24. 24

    rene:

    Ich seh auch versifft aus, vor allem montags. Und ich hab nen Jobs, aber keine Piercings. Aber früher, da hatten wir mal eine absolute Kanone als Systemadmin, der hatte Piercings so groß wie Handschellen, eine ähnliche Frisur und der hatte einen Job und wir beide waren auch gegen HartzIV.

    Schade, dass der Beck nicht mich angepöbelt hat, da hätte ich ihm mal erzählen können, wer von uns zwei einen guten Job macht.

    Und angesichts von Entlassungen trotz Aufschwung, siehe Benq und so, die Schuld bei den Frisuren von HartzIV-Empfängern zu suchen ist nicht nur irreführend, es ist schlicht ekelhaft.

  25. 25

    Tanja:

    Mathias,
    Beck hat nicht gesagt, daß waschen helfen könnte.
    Er hat gesagt, der vermeintlich Ungewaschene hätte drei Wochen nach seiner Rasur einen Job!

    Und nicht nur denken kann der Beck, was er will, er darf es sogar laut aussprechen. Das erlaubt ihm, wie jedem anderen Bürger unseres Staates Artikel 5: Meinugsfreiheit.
    Der Mann ist aber ein nicht unbedeutender Politiker eines Landes, das massive Probleme auf dem Arbeitsmarkt hat.
    Im übrigen hat ihn seither nicht einmal seine eigene Partei mehr so lieb wie die meisten KommentatorInnen hier!

  26. 26

    Mathias Richel:

    @Rene: Moment, moment. Also da muss ich Beck wirklich mal kurz zur Seite springen: Beck hat nicht generalisiert alle Hartz Vier-Empfängern vorgeworfen, sich nicht zu waschen, sondern er hat auf kalkulierte Vorhaltungen eines Einzelnen ihm gegenüber, auf diesen Einen reagiert. Wenn auch nicht angemessen.

  27. 27

    Mathias Richel:

    @Tanja: Und durch diese Tatsachenbehauptung von Beck, ist er jetzt in der Pflicht. Das sehe ich genauso. Es ist fernab der Spur, zu behaupten aufgrund von Pflege in drei Wochen einen Job zu bekommen. Völlig richtig.
    Das die Chancen auf einen Job aber steigen, wenn man das dennoch tut, ist aber auch nicht bestreitbar. Vergleicht man die vorher/nachher Fotos, wird das klar, finde ich.

  28. 28

    Tanja:

    Ich denke, ich werde Herrn Beck die Kommentare dieses Posts ans Herz legen.
    Euer Verständnis für seine bittere Lage wird ihm sicher ein wärmender Trost sein!

  29. 29

    rene:

    @ Mathias: Quatsch. Beck hat gesagt: geh Dich waschen, dann bekommst Du auch nen Job. Das ist seine Meinung über gepiercte HartzIV-Empfänger und der jetzt frisierte ist nur ein Beispiel dafür. Klar hat Beck generalisiert, keine Frage. Der Typ war nur der Anlaß für die Meinungsäußerung.

    @ Mathias (Da Tanja weg muss übernehme ich mal schnell):
    Okay. Klar, man kann der Meinung sein, für einen Job sei eine möglichst glatte Oberfläche und maximale Angepasstheit von Vorteil. Man hätte damit sogar Recht. Und was sagt das nun über Personalentscheider aus? Dass sie gerne glattpolierten und uniformierten dressierten angepassten Leuten ins Bett gehen. Es gibt nichts langweiligeres.

  30. 30

    Nico:

    Man kann zu der Sache als jemand der nicht anwesend war nicht viel sagen, gerade weil man nicht weiß, wie das ganze Wortgefecht ausgesehen hat. Wir kennen die Umstände nicht. Wenn Beck vorher gereizt wurde, dann kann es sein dass ihm was rausrutscht.

    Die Reaktion von beiden finde ich jetzt witzig, wobei es keine Frage sein kann, dass wenn Beck ihm jetzt hilft ‘nen Job zu kriegen, er das auch schafft, zumal der Kerl auch gesagt hat er “würde jede Art von Arbeit machen”. Da kriegst du jeden schnell irgendwo unter, gerade wenn du über soviel Vitamin B verfügst, wie es Beck bestimmt tut.

    Das ganze wurde allgemein überbewertet. Es gibt viel wichtigere Meldungen, die nicht in den großen Blättern abgedruckt werden.

  31. 31

    Valentin Tomaschek:

    Tanaj: Und nur weil er kein unbedeutener Politiker ist darf man so mit ihm sprechen bzw. muss Beck sich ständig anpöbeln lassen?

  32. 32

    Markus:

    Die Aussage von Beck, dass der Mann nach 3 Wochen einen Job hat, wenn er sich nur rasieren und waschen würde, war so natürlich dämlich.

    Aber der Punkt war, glaube ich, dass man als versiffter, pöbelnder Penner mit anarchistischer Einstellung (APPD) einfach weniger Chancen hat und potentielle Arbeitsgeber auch lieber gepflegte als ungepflegte Leute einstellen möchten. Ausser es sind wirklich Jobs wo dies überhaupt keine Rolle spielt und man nicht mit Kunden zu tun hat. Allerdings wäre es auch dann noch immer eine Zumutung den anderen Mitarbeitern gegenüber (ich spreche vom Nicht-Duschen).

  33. 33

    Mathias Richel:

    @Rene: Zum ersten, ich kann Beck das nicht unterstellen. Wie käme ich dazu? Ich weiß es einfach nicht, ob der junge Mann nur ein Anlass war. Ihr doch aber auch nicht? Wo ist der Unterschied, Beck in diesem Fall Verallgemeinerung vorzuwerfen, ihm das damit aber allgemeingültig einfach so zu unterstellen?

    Und zum zweiten: Ja, dass ist eine generelle Thematik, die auf oberflächlichen Einstellungen beruht. Das muss man kritisieren. Liegt aber auch in der Natur, von wegen ersten Eindruck, und so weiter. Schwierig diesen ersten Eindruck in einem 10 Minuten Vorstellungsgespräch wieder zu biegen, zumal wenn die Qualifikationen für einen Job nicht überragend sind. Schwierig, blöd, scheiße, ja.

  34. 34

    rene:

    @ Valentin: Genau. So ist es. Mit sowas muss er klar kommen, das ist Teil seines Jobs.

    @ Markus: Dann senken wir doch gleich die Arbeitslosenbezüge bei anarchistischen Einstellungen, lautstarken Meinungsäußerungen, unpassenderen Frisuren und Wassermangel. Schließlich müssen wir alle für den Drecksack aufkommen, und das geht doch wirklich nicht.

  35. 35

    apfelbaum:

    Dass ausgerechnet Beck, der Problembär, vom Rasieren spricht…
    Und dass auch hier in den Kommentaren immer von angenehmen und unangenehmen Arbeitslosen die Rede ist, so à la “gegen die einen habe ich nix, aber die anderen könnten ja mal so sein wie die einen, dann wären sie wie die einen gegen die ich nix habe…”
    Und dass dann die Welt ja viel besser wäre (wahrscheinlich weil sie dann ja weniger stinkt und weniger laut wäre und überhaupt)…
    Und dass dann so sinnvolle Vorurteile wie “der is ja in der APPD” kommen (wobei es doch tatsächlich die Linkspartei ist)…
    … macht mir nicht immer und unbedingt Hoffnung.

  36. 36

    Valentin Tomaschek:

    Rene: Nein, das ist eben nicht Teil seines Jobs. Das ist Niemanden Jobs sich ständig bepöbeln zu lassen. Auch ein Beck, Stoiber, Lafontaine etc haben das Recht dass man anständig mit ihnen spricht.

  37. 37

    Mathias Richel:

    @valentin: Jeder andere Mensch aber auch. Auch jeder Hartz Vier Empfänger. Und dabei hat Beck grandios versagt.

  38. 38

    rene:

    @ Valentin: Wer spricht denn hier von ständig? Als Politiker muss man damit rechnen, dass einer aus dem Volk mal lautstark die Stimme erhebt. Dass haben Franzosen ja auch schonmal gemacht, so 1789 glaube ich.

    Immer dieser Pöbel.

  39. 39

    Valentin Tomaschek:

    Okay, da wäre es jetzt blöd mit dem Argument “der hat aber angefangen” zu kommen, aber ich kann viel Verständnis für Beck aufbringen und dass nicht nur weil ich das gleiche Parteibuch habe. So oft wie man auch als “kleiner Wahlkämpfer” bei Infoständen oder Veranstaltungen angemacht, bepöbelt oder auch angespuckt wird… 1000 Mal hat er sich zusammengerissen und einmal einen nicht wirklich beleidigenden Spruch abgelassen. Find ich ne gute Quote.

  40. 40

    kleines frühstück:

    ich neige nicht dazu auf sozial schwache, arbeitslose, gebeutelte menschen mit dem finger zu zeigen.
    allerdings tun viele von denen das auch schon zu genüge selbst!
    und helfen kann ich nur, wenn ich beispielsweise jemanden unterstütze beim schreiben von bewerbungen, denn weder hab ich das große geld noch arbeitsplätze anzubieten.
    im übrigen möchte ich anmerken das ein mensch der sich extravagant kleidet, frisiert etc. um sich von der masse abzuheben oder um einer bestimmten lebenshaltung ausdruck zu verleihen, NICHT mit “ungepflegt sein” zu belegen ist! ich hatte auch schon frisch geduschte anzugträger vor mir stehen, die aus dem hals wie ein klärwerk gerochen haben. sowas fällt für mich auch unter “ungepflegt”, schließlich kann man hin und wieder mal zahnseide in die hand nehmen. kostet bei mc geiz auch nur 50 cent!

  41. 41

    Markus:

    @rene:

    Wenn der Pöbel alles besser weiss, wie kommt dann, dass der Pöbel nicht regiert?

    Jetzt mal krass ausgedrückt: Was bringen Penner und Punks der Gesellschaft? Und ich meine jetzt die, die wirklich Rumlungern als ihre Lieblingsbeschäftigung ankreuzen würden (also nicht alle Arbeitslosen!).

    Immer nur die Gesellschaft zu kritisieren ist leicht.

  42. 42

    Mathias Richel:

    @Markus: Wir sollten doch bitte nicht unterscheiden, wer was für die (feine) Gesellschaft bringt und das auch noch an Äusserlichkeiten festmachen! Das ist genau die falsche Debatte.

  43. 43

    Valentin Tomaschek:

    Den Eklat mit Beck hat der Arbeitslose geplant, gemeinsam mit seinem Freund Jürgen G. Die beiden wollten ein Signal setzen: “Es betrifft viele, die aus der ehemaligen DDR herübergekommen sind. Man weiß hier mit diesen Menschen einfach nichts anzufangen”, sagt Jürgen G.

    Die Schuld an der eigenen Misere suchen die beiden vor allem bei anderen…
    (spiegel online)
    —–

    Sagt auch einiges aus finde ich. Und drei Handys kauf ich mir jetzt auch noch… :P

  44. 44

    kleines frühstück:

    ach ja, es kommt natürlich vorallem auf die ausdrucksweise, das benehmen und auf die körperhaltung an! wenn einer schon wie so ein schlumpf daherkommt …

  45. 45

    Nico:

    Drei Handys sind nicht teuer. Vielleicht 10-15 Euro?

  46. 46

    rene:

    @ Valentin: Anspucken? Echt? Das ist unfair, zugegeben. Mit der Quote hast Du recht, machts aber auch nicht besser.

    @ Frühstück: der hieß nicht zufällig Beck? ;-)

    @ Markus: Krass ausgedrückt: rumlungernde Penner und Punks bringen der Gesellschaft Arschlöcher, die sich über sie aufregen. Und ich meine nicht Beck damit.

  47. 47

    Peter:

    Die Äuérung an sich möchte ich jetzt nicht werten, das wurde in den obigen Kommentaren bereits ausführlich getan. Was ich total spannende finde, ist die Offenheit von Becks Aussage. Haben wir es in Deutschland vielleicht mit einer neuen Ehrlichkeit von Politikern zu tun? Erst Herr Wowereit mit seinem Kita-Kreuzberg-Eingeständnis, jetzt Herr Beck. Ein spannender Trend!

  48. 48

    kleines frühstück:

    @ Valentin Tomaschek

    “Es betrifft viele, die aus der ehemaligen DDR herübergekommen sind. Man weiß hier mit diesen Menschen einfach nichts anzufangen”, sagt Jürgen G.[...]

    ganz ehrlich: ich kann dieses ost/westgeleier nicht mehr hören!
    zumal ich genügend ostler kenne, die “hier” in vielfacher hinsicht angekommen sind und auch was mit sich und ihrem leben anzufangen wissen.
    und überhaupt, erzähle das da oben mal nem’ kleinunternehmer aus dem mittelstand in baden württemberg, der sich von auftrag zu auftrag kämpft, um seinen laden beisammen zu halten. der kriegt zu recht das kotzen!

  49. 49

    apfelbaum:

    @ Markus:
    “Jetzt mal krass ausgedrückt: Was bringen Penner und Punks der Gesellschaft? Und ich meine jetzt die, die wirklich Rumlungern als ihre Lieblingsbeschäftigung ankreuzen würden (also nicht alle Arbeitslosen!).

    Immer nur die Gesellschaft zu kritisieren ist leicht.”

    Ma muss nicht immer alles verurteilen, nur weil man es nicht versteht. Anders ausgedrückt: Auch die Leute, die Du gerade indirekt davon ausgenommen hast, gehören zur Gesellschaft, die sich glücklicherweise nicht darüber definiert, was jeder einzelne ihr bringt (nach welchen Kriterien überhaupt? Rentenkasseneinzahlungen? Politische Vielfalt? Gestank?), sondern sich aus der Vielfalt ihrer Mitglieder zusammensetzt. Immer nur die Gesellschaft zu kritisieren ist auch nicht leichter als immer gegen die Außenseiter zu polemisieren - noch ein Gemeinplatz. Gibts übrigens für ein Bier an jeder Eckkneipe. Für nen Schnaps gibt’s sogar das wohlige Gefühl, Recht gehabt zu haben. Trinkgeld nicht inbegriffen.

  50. 50

    Hans v.:

    …und er merkt es nicht mal, der liebe valentin, was er da sagt und wie er es sagt: “…Den Eklat mit Beck hat der Arbeitslose geplant…” der arbeitslose. klingt amtshart nach stempel. abzeichnend. der arbeitslose. der wertlose. und er merkt es nicht einmal, der liebe valentin. muss am parteibuch liegen. der bestens abgesicherte und bis ins mark saturierte beck hat ebenfalls nichts gemerkt. woher auch?

    und der liebe markus, jaja, was bringen die punks und penner der gesellschaft. weißte, det is ganz einfach: sie nehmen ihr wenigstens nüscht. zumindest nicht so verdammt viel wie die weltekes, essers, zimmermänners, bertelsmänners und das ganze andere degenerierte pack von neofeudalisten, die inzwischen glauben, ihre zusammengeschmierte kohle macht sie zu besseren menschen. das gegenteil ist der fall.

    genug geärgert. zurück zur werbung.

  51. 51

    Markus:

    @apfelbaum: Ich polemisiere nicht generell gegen Aussenseiter; die Masse hat ja auch nicht immer Recht. Ich hab nur was gegen herumlungernde Aussenseiter, die nur rumstänkern und auf Asi machen, anstatt sich selbst mal aufzuraffen und was zu tun. Oder wenn sie wirklich so drauf sind, sollen sie in irgendeine Kommune ziehen und sich ganz von der Gesellschaft abkapseln.

    Dann müssten sie allerdings auch ihr Bier selber brauen.

  52. 52

    Stefan Ramone:

    Kann man “Talkshowgast” eigentlich als Job bezeichnen? Wenn ja, dann dürfte Genosse Beck vermutlich mit seiner Prognose Recht behalten - würde mich nicht wundern, wenn Herr F. demnächst bei Raab auf dem Sofa sitzt oder so. Die “Homestory” für SPON war doch bestimmt auch nicht für umme…

  53. 53

    einbecker:

    Wie Matthias sagte: Es machen sich zwei Seiten hier einen sehr komplexen Sachverhalt viel zu einfach. Individualität, Meinungsfreiheit: Sicher, wir setzen alle unseren Wilhelm Otto dadrunter. Aber wie weit würde unsere Solidarität mit jedem wirklich gehen?

    - Lange Haare bei einem Sparkassenangestellten: In den 50ern ein Problem, heute normal.
    - -”- mit Piercing: in den 60ern Undenkbar, heute akzeptabel
    - -”- mit Antifa-Aufnäher auf dem Sacko: eher nicht
    - -”- mit CDU-Wähler-Stinken-T-Shirt: ?

    Das gleiche kann man jetzt mit Alkoholfahnen, seltenen Duschen etc. machen, und an irgendeinem Punkt ist jeder so weit, dass die Toleranzgrenze doch überschritten wird. Sei es bei nackten Kassierern, nach Alkohol riechenden Ärzten oder auch nur einem unhygienischen Bart.

    Das kann man natürlich auch umgekehrt formulieren: Ein gewisses Maß an Anpassung ist nötig, sonst kann man in diesem Kulturkreis nicht damit rechnen, ernst genommen zu werden.

    (Was jetzt nicht erklären soll, warum oder überhaupt dass Becks Äußerungen richtig waren)

  54. 54

    heidrun:

    @ einbecker: stimme ich zu, nur dass ich denke, dass man schon damit rechnen dürfen sollte, ernst genommen zu werden, egal wie man rumläuft.
    dass hier aber einige einen typen mit recht deutlicher anti-haltung gegenüber einer gesellschaft dafür verteidigen, dass er larmoyant und unverschämt einen einzelnen repräsentanten eben dieser gesellschaft für seine misere verantwortlich macht, finde ich recht erstaunlich.
    ich finde becks reaktion ja auch nicht wirklich toll, aber verständlich.

  55. 55

    apfelbaum:

    Tja, Markus, dann hat’s Dir der Typ aber gezeigt: Der wird sich ja jetzt zu Beck aufraffen, um was zu tun zu bekommen. Und Du würdest überrascht sein, wie viele danach lechzen, etwas zu tun, obwohl sie jetzt gerade in Deine Definition von Punks und Pennern fallen.

  56. 56

    heidrun:

    auch auf die gefahr hin, mich sehr unbeliebt zu machen: genauso schwierig, wie zu behaupten, alle arbeitslosen würden sich nicht regelmäßig waschen, finde ich die behauptung, alle arbeitslosen würden “danach lechzen” etwas zu tun. fällt mir schwer zu glauben. den “arbeitslosen” per se gibt es ja auch eigentlich nicht.

  57. 57

    Markus:

    @apfelbaum:

    Umso besser wenn er wirklich arbeiten will!

    Und wenn ich mich mal selbst zitieren darf: “Jetzt mal krass ausgedrückt: Was bringen Penner und Punks der Gesellschaft? Und ich meine jetzt die, die wirklich Rumlungern als ihre Lieblingsbeschäftigung ankreuzen würden (also nicht alle Arbeitslosen!).”

    Ich hab hier klar einen Unterschied gemacht zwischen den Arbeitslosen, die arbeiten wollen aber keine Stelle bekommen, und den Arbeitslosen, denen alles scheissegal ist und die anti-sozial sind (wie eben eine Reihe Punks und Penner zum Beispiel).

    Wenn aber ein ‘Punk oder Penner’ eigentlich gerne arbeiten will, nur eben leider keine Stelle findet, dann ist er für mich ein ‘positiver’ Arbeitsloser. Wenn er aber nur rumhängen und pöbeln will und kein Bock auf Arbeit hat, dann ist er ein ‘negativer’ Arbeitsloser. (Tut mir leid, aber mir fallen keine besseren Worte ein, um den Unterschied hervorzustellen.)

  58. 58

    apfelbaum:

    “Alle” sag ich nicht. Aber ich sage, eine Gesellschaft muss heterogen funktionieren. Ich fordere eigentlich nur ein bisschen genaueres Hinsehen, keine unnötigen Pauschalisierungen und ein bisschen Toleranz. Und wenn’s auch nicht “alle” sind, so what. Viele bestimmt.

  59. 59

    apfelbaum:

    @ Markus: Das ist mir zu pauschalisiert. Ich erklär mich mal etwas genauer: Ich wohne hier in Neukölln, die Fußballkneipe, in die ich gehe, ist voll von Leuten, die bei keinem Bewerbungsgespräch mit nem Job nach Hause gehen würden. Und das wissen die ganz genau. Der eine Typ, mit dem ich am Samstag noch ein Bier getrunken habe, meinte: Ja, arbeiten gerne, aber auf 100 Bewerbungen negative Antworten zu erhalten, und dann den letzten Drecksjob annehmen zu müssen, nein danke. Das war so der Grundgehalt seiner Aussage. Man könnte es auch auf die Formel bringen: Ich habe gehört, ich sei der Abschaum der Gesellschaft? Wenn das so ist, könnt ihr mich alle mal. Wo passt der jetzt rein?

  60. 60

    anfängerin:

    boa, ich glaube mir wird übel…

  61. 61

    Markus:

    @apfelbaum: Was hat denn der Typ für ‘ne Ausbildung? Ich mein’ das jetzt nicht irgendwie vorwurfsvoll, interessiert mich nur.

  62. 62

    heidrun:

    genaueres hinsehen, heterogenität, toleranz, finde ich alles gut, klar. echte konsens-werte halt. wobei, über den begriff “toleranz” müsste man sich auch genauer unterhalten.
    aber ich finde es auch gut bzw. normal, dass jeder die konsequenzen seines handelns trägt. hilft mir auch wesentlich dabei, jemandem respekt entgegenzubringen. bzw. jemandem respekt entgegenbringen bedeutet auch, ihm das (konsequenzen zu tragen) zuzutrauen.

  63. 63

    hendrik:

    wie bereits weiter oben erwähnt, wurde von kurt und henrico (ich verwend mal die vornamen, um den ganzen bezeichnungen (arbeitsloser, politiker) die wertung zu nehmen) eine komplexe sache in einem wortgefecht nur an der spitze des eisberges angeschnitten.
    auf der einen seite ist kurts reaktion etwas unglücklich rausgerutscht, aber dennoch verständlich und auch zum teil richtig. niemand hier bestreitet, dass ein gepflegtes äusseres die jobchancen erhöht. allerdings sollte jeder (egal, wie er aussieht) mit respekt behandelt werden.
    auf der anderen seite ist auch henricos äusserung zum teil verständlich. kurt geradewegs die “schuld” für seine eigene situation zu geben, ist zu einfach. aber: warum wählen wir politiker? nicht weil wir sonntags-in-einer-grundschule-runde-kreise-ankreuzen so geil finden, sondern weil wir hoffen (auch wenn unser glauben in die politik oft zerläuft wie butter in der sonne), dass sie vielleicht die möglichkeiten haben, einige missstände (z.b. arbeitslosigkeit) in unserem land zu beheben oder wenigstens zu verändern. und damit legen wir auch einen teil verantwortung in ihre hände (auch in kurts).
    insofern ist kurt auch indirekt für henrico verantwortlich, auch wenn politiker häufig nur die anonymen arbeitslosenzahlen sehen (können).
    es geht hier nicht um die abwälzung von verantwortung nach dem motto: macht ihr da oben mal, ich leg derweil die beine hoch!
    aber wir wissen alle nicht, was uns an schicksalsschlägen im leben noch erwartet. noch sitzen wir (mehr oder weniger) fröhlich vor unseren pc´s und schreiben kommentare und glauben zu wissen, wovon wir sprechen…
    und eines tages verlieren wir innerhalb von einer woche den job, den
    ehepartner, vielleicht kommt noch eine krankheit hinzu und plötzlich hilft nur waschen und rasieren auch nicht weiter.

  64. 64

    martin:

    und die foto-love-story bei spon führt dann wohl doch noch zum happy-end. hier machen gerade zwei alles richtig…der gute kurt kommt bei der einfachen waschenden, rasierenden und machlochenden bevölkerung gut an mit seinem spruch und unser freund von der appd pöbelt (was sein gutes recht ist), gelobt besserung, zeigt dies auch medienwirksam und bekommt frisch frisiert einen job und das noch kurz vor weihnachten, oh wie ist die welt gut…
    also ich denke mal der kurt ist leuteselig und weiss was er sagt, und der “junge mann” hat seine berühmten 15 minuten und nutzt diese effizient, mehrwert auf beiden seiten, wo gibt`s das noch?

  65. 65

  66. 66

    Frank:

    Hat alles nichts zu sagen. Ich kenne einen ehemaligen sog. Penner, der hat jetzt fünf große Mietshäuser und eine Firma mit 40 Angestellten.
    Nun erst, ist er ein richtiger Penner.

  67. 67

    anfängerin:

    dass es leichter ist mit anderen menschen in kontakt zu treten, wenn man nicht stinkt und klebt, ist ja wohl in bezug auf diese begebenheit scheißegal. und auch die frage, ob man einen politiker für das eigene schicksal alleinverantwortlich machen sollte, ist völlig irrelevant.

    hier wird einfach mal wieder demonstriert, wie jemand mundtot gemacht wird, der sich nicht an bestimmte formale regeln hält. seine kritik ist wertlos, sein wort hat kein gewicht, solange er sich nicht an die “konventionen des diskurses” hält.

    das kenn ich nur zu gut: lern erstma im stehen zu pissen, bevor du hier mitreden willst!

    und wie können solche repressiven denkweisen jemals durchbrochen werden, wenn sogar die wichtigsten autoritäten des landes den stammtischlern aus der seele sprechen??!

  68. 68

    apfelbaum:

    @ Markus: Hier stehts. Ich zitier zwar ungern SpOn, aber wenn die schonmal ne story stricken, die ich verlinken kann, na dann…

  69. 69

    kleines frühstück:

    der witz ist doch, dass beck das herausgerutscht ist was tausende andere denken. da muss ich doch nur in meinem nebenjob meine vollzeitkollegen fragen. meinste die haben lust ständig für andere (und zwar die die mittags lieber in der kneipe, in der spielothek oder vor der glotze hängen) mitzubezahlen obwohl sie schon nicht viel verdienen?
    solidarität?
    wo zeigt sich mir die eigentlich? dass ich nicht lache!

  70. 70

    anfängerin:

    das wirkungsvollste mittel zur sicherung von machtverhältnisse und vorbeugung von veränderungen ist, die ohnmächtigen gegeneinander zu hetzen, so dass sie blind aufeinander einschlagen und danach sich mit dem befriedigenden gefühl zurücklehnen, für ihr recht gekämpft zu haben…

  71. 71

    jajaja:

    ihr macht den etablierten medien konkurrenz.
    ab an die arbeit und der gesellschaft nutzen. alle, oder klappe halten trotz meinungsfreiheit. mann mann und frau frau.

  72. 72

    apfelbaum:

    @ kleines Frühstück: (Titanic-Modus on) Was soll man zu sowas noch sagen? Diese ganzen Asozialen… also wirklich… also nee… ich mein, wenn man sie schon nicht an die Wand… dann gleich verhungern lassen… ich mein… Demokratie macht, wer Steuern zahlt! Eben!
    Vergeht einem da das Lachen? Dir zum Beispiel? (Titanic-Modus off)

  73. 73

    kleines frühstück:

    naja, falls mir das lachen vergehn sollte, gibt’s ja immernoch den “fun freitag” im tv. im ernst, ich habe versucht zu erklären, dass da draußen ganz viele becks rumlaufen. das ist nunmal leider eine tatsache.
    aber mal ein ganz anderes thema: ich finde es so erstaunlich wie immer alle von toleranz, zusammenhalt, solidarität, unterstützung der armen und schwachen und der gescheiterten sprechen, aber wenn man dann mal von nächstenliebe, von frieden spricht und zugibt an einen gott zu glauben, dann wird schräg und verächtlich angeschaut!
    und wieder werden sich die meisten an weihnachten mit oberflächlichkeiten zumüllen - schade!

  74. 74

    apfelbaum:

    Ich unterschreibe die drei ersten Sätze und unterstreiche deutlich das LEIDER.
    Der Rest ist glaub ich off-topic, da warten wir einen geeigneten Post ab, vllt. hat Malte ja einen in der Schublade.

  75. 75

    Tanja:

    kleines frühstück:
    Ich wünschte, du könntest deine hier geschilderte Einstellung zu nutzlosen, unrasierten Nutznießern mit Jesus Christus diskutieren!
    Die Bigotterie der Christen habe ich nie verstanden.

  76. 76

    holgi:

    Zu dumm zu begreifen, dass eine Gesellschaft die Summe ihrer Mitglieder ist, aber Nutzen von einzelnen Mitgliedern einfordern. Noch nie eine Sekunde über Verhalten nachgedacht, aber sicher sein, dass alle Menschen ausschliesslich tun, was sie wollen.
    Haben die Heise-Foren heute zu, oder was?

  77. 77

    apfelbaum:

    Naja, holgi, wer definiert “Nutzen”?

  78. 78

    kleines frühstück:

    [Die Bigotterie der Christen habe ich nie verstanden.]

    ich auch nicht! diese scheinheiligkeit wie sie einem aus erzkatholischen, konservativen kreisen entgegenschlägt jedenfalls nicht. es gibt übrigens auch noch andere religionen und wenn das nicht funzt, ich mein für die atheisten, dann wäre da noch die esoterik oder ayuveda, reis treten in indien und so! ich konnte in meinen beiträgen nichts dergleichen finden von wegen “nutzlose, unrasierte nutznießer”. ich bin ganz sicher keine schwarz/weiß denkerin, dafür ist das leben zu bunt und der mensch zu vielseitig.
    aber ich wünsche trotzdem allen hier noch ein schönes weihnachten oder ein schönes chanukkafest oder ein schönes dings eben…
    ciao.

  79. 79

    kleines frühstück:

    eins noch: ich empfehle jedem mal die “Krippenrede für die 70er Jahre” von Josef Reding. WEIL’S SO SCHÖN PASST!

  80. 80

  81. 81

    Markus:

    Na, wenn das keine schöne Weihnachtsgeschichte war!

  82. 82

    waschbärchen:

    einen hab ich noch! wahrscheinlich ist das in den medien einfach falsch rum rübergekommen:

    http://www.nerv-news.de/2006/12/16/arbeitsloser-mahnt-spd-chef-beck-zum-waschen-und-rasieren/

    was lernen wir? beck ist weder vom styling noch vom kopfinhalt her sonderlich bundeskanzlertauglich^^

  83. 83

    Dr. Dean:

    Politisch incorrekt“ (bzw. unanständig bis rechtsradikal) mag die Äußerung von Beck ja gewesen sein. Warum beckscher Wortmüll, der ja tatsächlich gegen die Würde eines Arbeitslosen gerichtet war, von einigen Diskutanten hier auch noch gefeiert wird, z.B. vom „kleinen Frühstück“, das erschließt sich mir nicht.

    Auch „der letzte Penner“, wie der betroffene Arbeitslose hier von einigen Diskutanten genannt wurde, hat m.E. das Recht, dass ein Ministerpräsident vernünftig mit ihm umgeht.

    Ich persönlich kann, sofern es ein erhitztes Wortgefecht gegeben haben soll, auch eher den Arbeitslosen verstehen, als jemanden, der dank Amt und Würde doch bessere Möglichkeiten haben sollte, seine Fassung einigermaßen zu bewahren, bevor er zu höhnischen Bemerkungen greift.

    Die typisch neoliberale Haltung: „der Arbeitslose hat schuld“, oder: „80% nur Säufer“ ist i.d.R. auf höchst bigotte Weise verlogen. Beim Beck ohnehin.

  84. 84

    heidrun:

    beck rechtsradikal? herr f. mundtot? kopfschüttel

    mit dem slogan “arbeit ist scheisse” auf der jacke rumzulaufen, aber andere dafür verantworltich machen, dass man keine hat, ist nicht verlogen, oder was?
    man muss bei dieser sache ja nicht _für_ beck sein (bin ich auch nicht), aber herrn f. so beissreflexartig zu verteidigen und als märtyrer zu stilisieren, finde ich ziemlich albern.

  85. 85

    Jens:

    @Dr. Dean:

    Auch „der Politiker“, wie der betroffene Ministerpräsident hier von einigen Diskutanten genannt wurde, hat m.E. das Recht, dass ein Bürger vernünftig mit ihm umgeht.

  86. 86

    Valentin:

    Jens: Nein, denn sich bepöbeln zu lassen ist ja sein Job… :P

  87. 87

    Jens:

    Nö, das ist es von niemanden. Nicht mal in der Beschwerde-Hotline von Microsoft oder Premiere.

  88. 88

    Lars:

    @Mathias (22):

    Wie kommst Du darauf, daß ich den Herrn auf der Vespa für einen Nazi halte?

    Habe ich das irgendwo geschrieben?

  89. 89

    ntropie:

    Cool fände ich als Nichtchrist mal Christen, die Christus ernst nähmen, habe aber bisher noch keinen getroffen. Jesus, der unrasierte alte Penner, war wohl eher nicht der Hygiene-Topchecker, das wissen wir alle von der Volksfront von Judäa. So richtig ist Jesus auch nicht durch seinen Nine-to-Five-Job bekannt geworden, sondern eher durch Herumlungern, Herumbetteln, Street Art, Anquatschen wildfremder Leute, Poetry Slams auf’m Berg und BDSM-Performances.

    “Seht euch die Vögel des Himmels an, sie säen nicht, sie ernten nicht, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?” (Jesus, Jude)

    “Muße, nicht Arbeit, ist das Ziel des Menschen.” (Oscar Wilde, Ästhet)

    “Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Menschen von der Arbeit zu befreien.” (Götz Werner, dm-Chef)

    “Nö lass ma” (ich, ungewaschen)

  90. 90

    kleines frühstück:

    @ ntropie

    Das ist so herrlich, genau darauf zielt ja die “Krippenrede aus den 70er Jahren” von Reding ab! Es ist so schade dass ich den Text im Netz nicht frei zugänglich finden konnte, sonst hätte ich ihn mal hier reingestellt!
    :)

  91. 91

    alex:

    Ich denke der Beck hat recht. Ich würde so einen nicht einstellen, de rmit einem “Arbeit ist scheiße” button bei mir sitzt und dabei lauf eich schon Alternativ rum… klar sind äußerlichkeiten nicht alles, aber dennoch hat man nur eine Chance auf einen ersten Eindruck.
    Nebenbei ziemlich leicht, der Arbeitslosigkeit die schuld am saufen zu geben…

    Ich mag es wenn Politiker tacheles reden,a uch wenn es vielleicht ausfallend ist. Lieber ein Politiker der mal ausfallend wird als das Arschloch mit der Sektflasche.

  92. 92

    rene:

    Alex, Dein Kommentar darf hier nicht als Schlußwort stehen, deshalb zitiere ich lieber Matthias: “Nö lass ma”

  93. 93

    sunny3d:

    auch auf die gefahr hin, dermaßen eins hinter die ohren zu bekommen - ich sage was ich denke - ich dachte, der unfrisierte typ sieht ja aus wie sascha lobo und rasiert und frisiert sah er aus wie ein pornodarsteller. aber meistens halte ich meinen mund.

  94. 94

    Dr. Dean:

    Dank Rasur zum Pornodarsteller.

    So schnell geht das. Unser Arbeitsloser hätte dann einen Job, den die Arbeitsagentur bezuschussen würde…

    Hauptsache, dem seine Ressentiments herunterleiernden Deutschen Arier wird ein nunmehr rasierter und in Haartracht unanstößiger Arbeitsloser geliefert, an dessen Anderssein er nicht mehr seine dämlichen Unterstellungen (”stinkt”, “ungewaschen”, “faul”) abarbeiten kann.

  95. 95

    kleines frühstück:

    @ Dr. Dean

    1. ich habe ganz sicher NICHT beck’s äußerungen “gefeiert”: vielleicht mal genauer nachlesen! ich bin auch nicht der typ, der anderen nach dem mund redet, um zu gefallen!

    2. natürlich sollte/kann man grundsätzlich einen menschen nicht rein nach äußerlichkeiten einschätzen/beurteilen. trotzdem lässt es sich aber nicht von der hand weisen, dass je nach dem um welchen job man sich bemüht, ein gewisses “erscheinungsbild” verlangt wird (ist nicht auf meinem mist gewachsen!).

    3. finde ich es absolut lächerlich und oberdrein unverschämt einem menschen der nicht sofort 1:1 deiner meinung ist, mit der nazi/arierkeule etc. zu kommen! gerade mir, das ist sowas von grotesk!

    4. ich habe von gewissen alltäglichen erfahrungen in meiner umgebung berichtet die nun mal so sind, das ist alles. nochmal: ich war selbst 2 mal arbeitslos, ich kenne dieses beschämende gefühl und die sorgen die man hat!