Als der Volksblutschauspieler Til Schweiger sich vor kurzem bei der Investigativ-Attrappe Reinhold Beckmann darauf versteifte, man müsse die Daten von Sexualstraftätern im Internet abrufen können, sie aber auch für immer ins Gefängnis stecken, widersprach Petra Gerster schüchtern, man müsse auch die Menschendingens noch würdigen. Er wich dann auf die Forderung nach elektronischen Fußfesseln aus.
In den achtziger Jahren wäre Schweiger womöglich für solche Aussagen noch zur Persona non Grata geworden, nur in den Eckkneipen hätte es geheißen, dass der sich traue zu sagen, was alle denken in ihrem Kopf rumirren haben.
Aber längst hat sich auf den Jahrmärkten der Eitelkeiten, in den Leserbriefspalten, in den Meinungsrunden im Fernsehen und im ungesunden Volksempfinden die Meinung durchgesetzt, Strafen sollten härter sein.
Im Internet, wo man Volkes Stimme am ungefiltertsten wahrnehmen kann, und dort am ehesten in den verschiedensten Foren mit ihrer Scheinanonymität, kann man dann deutlich lesen, wie hart die Strafen denn sein dürfen. Dieser Teil der Bevölkerung bevorzugt in seiner Mehrheit Leibstrafen.
also zum Thema „Kinderfikcer“ würde ich sagen am besdten solche leute mit einem käseschneider vor laufenden kameras bearbeiten und dann ab in den knast, damit die anderen männlichen zellengenossen auch was davon haben
Darf ich kurz abschweifen?
Ich kam einmal von der Toilette einer Bonner Discothek (und zwar aus der Kabine, ich kann nicht pinkeln unter Aufsicht). Direkt vor der Kabinentür prallte ich auf den Rausschmeißer.
„Was hast du darin gemacht?“
Mein Blick drückte aus, dass es genau zwei Möglichkeiten gebe, ich dieses kleine Restgeheimnis aber gern für mich behielte.
„Ich habe gesehen, was du gemacht hast. Durch den Spalt.“
Der Türsteher sah nicht aus, als sei sein Leben ein Ponyhof gewesen. Er war so eine Art türkischer Skinhead auf vier Beinen, jedenfalls gingen seine Arme nach deskriptiven Merkmalen nicht als Greif- und Tastorgane durch. Seinen persönlichen Voyeur stellt man sich gerne anders vor.
„Und was hast du da gesehen?“
„Du hast gekokst.“
Nun, fürs Koksen bin ich viel zu paranoid. Auf einer Silvesterfeier vor einigen Jahren habe ich mal gekokst und mir dann für eine halbe Stunde in Minutenabständen ans Herz gefasst, um zu prüfen, ob das Pulsieren sich beschleunigt hatte. Außerdem spottete meine Begleitung die ganze Zeit, ich hätte sowieso nur Mehl inhaliert.
„Habe ich nicht“, antwortete ich in der vagen Ahnung, dass ich das auch sagen würde, wenn ich gekokst hätte.
„Hast du wohl“, war die wenig überraschende Antwort.
Das ging einige Male hin und her wie auf einer der im Fernsehen leider viel zu selten zu sehenden Karnevalsbühnen. Dann hatte ich eine brilliante Idee.
„Ruf doch die Polizei, die können das feststellen.“
„Wir müssen nicht die Polizei rufen, du sollst das einfach zugeben.“
„Aber ich hab doch nicht.“
„Aber ich habe es doch gesehen.“
Unsere Konversation steckte in einer Sackgasse. (Matthias von ntropie.de weiß, dass diese Situation auf Englisch „Conversational Cul-de-Sac“ heißt, das half mir aber auch nicht weiter und gehört hier überhaupt gar nicht hin.)
Der Rausschmeißer rückte näher an mich heran, so dass seine glanzlosen Krokodilsaugen beinahe auf meiner feuchter werdenden Stirn haften blieben.
„Nun sag’s schon.“
Ich sah kurz mein bisheriges Leben als Mensch mit Knochen an mir vorüberziehen und startete einen letzten Versuch.
„Weißt du, warum man irgendwann aufgehört hat, Menschen zu foltern? Nicht etwa aus humanitären Erwägungen. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Ergebnisse nicht der Wahrheit entsprachen.“
Er ließ von mir ab. Manchmal machen Raubtiere das, wenn ihre Opfer etwas Überraschendes machen.
Vielleicht aber hatte er tatsächlich verstanden.
Dass immer härteres Vorgehen kein Allheilmittel ist, können also auch Rausschmeißer verstehen. Es würde natürlich auch ein Blick in die USA ausreichen. Dort wird zwar hingerichtet wie im Iran, im Gefängnis bleibt man bis man verschimmelt und doch gibt es dort immer noch Morde. Bei 15- bis 24jährigen ist Mord sogar die zweithäufigste Todesursache. Die 4127* jugendlichen Amerikaner, die im Jahre 2004 einen anderen erschossen haben, die 18, die einen anderen vergifteten und auch die fünf, die einen anderen ertränkten; sie alle wussten, dass sie nicht auf ein Jugendstrafrecht wie bei uns stoßen, das die Wiedereingliederung in die Gesellschaft fördern soll. Sondern dass sie vergast, versengt, vergiftet oder auf Jahrzehnte eingesperrt werden. Und trotzdem tun sie es. Sollte es also so sein, dass durch drastische Strafen nicht der geringste Zuwachs an Sicherheit erfolgt?
Nichtsdestotrotz folgen dem Volk längst seine Vertreter. Alle sollen härter bestraft werden.
Gotteslästerer und Freier, Hacker, Stalker und Spammer, Verkehrssünder und jugendliche Gewalttäter, Dopingsünder und Gewaltspiele. Wie man Auge um Auge auf „Doom“ anwendet? Man wird sehen.
Ausnahmen gibt es natürlich auch: Im Rahmen des Gammelfleischskandals wandte sich Horst Seehofer ausdrücklich gegen härtere Strafen. Dass das Fleisch schwach ist, muss ihm ja nun keiner erzählen.
Letzte Bastion gegen den galoppierenden ungerechten Zorn ist die Justiz. Noch wird dort nach Maßgabe der Vernunft geurteilt. Aber auch diese Bastion wankt.
73 Jurastudenten wurden im Rahmen einer Vorlesung unter anderem zu ihrer Einstellung zur Kriminalpolitik befragt. 49% befürworteten den Einsatz von Folter in Ausnahmesituationen, 22% plädierten für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Einige werden im Rahmen ihres Studiums eines Besseren belehrt werden, andere werden einer anderen Karriere zustreben. Aber es wird in Zukunft die Wahrscheinlichkeit höher, vor einem Richter zu sitzen, der Augenmaß für eine Sehschwäche und Milde für eine Zigarettensorte hält.
Bliebe zu hoffen, dass man unschuldig ist. Aber wen wird das dann schon interessieren?
Bearbeitung der Fotos: Julia






01
Bleibt nur zu hoffen, dass diese 73 StudentInnen da nicht repräsentativ sind. Der mit Seehofer war übrigens richtig gut :)
Alle Kommentare von Moe
02
Du trägst nicht oft Krawatten, oder?
Alle Kommentare von Frage
03
Ich frage mich gerade ob diese Studenten im 1. oder im 10. Semester studieren…
Toller Beitrag, die Nummer mit dem Raubtier hat mir gefallen
Alle Kommentare von daniel
04
Exzellenter Text. Und recht hast du auch.
Alle Kommentare von patrick
05
Ich such noch den Punkt, aber der Text und die Bilder sind geil.
Alle Kommentare von Sebastian Sachse
06
Ja, es ist paradox: »Die Arbeitslosen sind alles faule Säcke«, so hört man am häufigsten von denen, deren Job auf den wackeligsten Beinen steht. »Härtere Strafen für Drogen am Steuer« vernehme ich am häufigsten von denen, die auch nach mehreren Bierchen noch ohne Skrupel hinter das Lenkrad krabbeln. Und »Sack ab, Schwanz ab!« sowieso von allen Seiten. Und dann frage ich still in mich hinein: »Denkt ihr eigentlich vor dem Sprechen?« und die Frage bleibt meist rhetorisch.
Ich habe keine Angst vor Terrorismus. Oder vor anderer Kriminalität. Ich habe Angst vor den normalen Menschen, die ihre Hirne schon längst haben amputieren lassen und den Hohlraum mit BILD und TV zu füllen versuchen.
Alle Kommentare von DrNI
07
Erinnert mich an “Muxmäuschenstill” gestern abend in der ARD.
Alle Kommentare von Christoph Dahn
08
geiler text mit viel wahrheit, mir fehlt aber auch die alternative?
Alle Kommentare von matze
09
liegt wahrscheinlich am mdr, dass stalker und spammer in einer überschrift gemeinsam auftauchen…
Alle Kommentare von sunny3d
10
Spitze!
Alle Kommentare von Maximilian
11
Sauber!
Alle Kommentare von MC Winkel
12
Das ist die Jack-Bauerisierung des Landes. Folter ist echt ok, wenn man dabei schick in Splitscreens herumturnen und den Präsidenten retten darf. Es würde sich für mich besser anfühlen, wenn Leute mit dieser Einstellung nicht Jura studieren, sondern in der Videothek jobben würden.
Alle Kommentare von Frederic
13
Tja, der stets von jeder Generation gefühlte Anstieg der Kriminalität, der ja bekanntlich nachweislich noch nie gestimmt hat, sondern immer ein “Abstieg” war, zeigt wieder einmal seine haarigen Kinder.
Alle Kommentare von Tom
14
großartig!!!
Alle Kommentare von croccofixio
15
Sehr gelungen.
Alle Kommentare von HamsterDesTodes
16
Alternativen such ich hier gar nicht, sondern einen verdammt guten Diskussionsansatz.
Ich klinke mich jetzt nicht in diese “super Text”-Nummer ein, weil er es ist, sondern sage einfach “wichtiger Text”.
Alle Kommentare von Mathias Richel
17
hingerichtet “wie im iran”? ich hab noch nie gehört, dass in den usa zwei 15-jährige wegen dem “straftatsbestand” homosexualität hingerichtet wurden. Dein antiamerikanismus ist längst nicht mehr unterschwellig, nur noch ein billiger reflex aus alt-linkem gedankentum. reiner populismus, der einzig dazu dient den spreeblick-lesern das leckerli zwischen den zeilen zuzuwerfen, dass sie hören wollen: konsistenztheorie bestätigt.
http://medienjunkie.wordpress.com
Alle Kommentare von medienjunkie
18
@ medienjunkie
Dann lies das mal. Und zu meinem “Antiamerikanismus”: Das hier.
Alle Kommentare von Malte
19
“Seit 1992 sind im Strafgesetzbuch 42 Vorschriften verschärft worden. Das bedeutet, durchschnittlich alle vier Monate wird die Schraube zulasten der Angeklagten angezogen. [...] Niemand hat den Mut, öffentlich zu sagen, dass es totalen Schutz vor Kriminalität nicht geben kann.”
http://www.zeit.de/2006/22/Strafe_xml?page=all
Alle Kommentare von SannÃe
20
Sagen Sie jetzt nichts! Außer: ausgezeichnet!
Alle Kommentare von marcel weiss
21
auch keine sinnvolle überschrift - aber mehr inhalt
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Neues-Gesetz-Stalker-Knast/577599.html
information für betroffene
http://www.liebeswahn.de/
Alle Kommentare von sunny3d
22
Hervorragender Beitrag. So sollten Wochen beginnen. Und nicht mit Meetings in denen Kollegen so wild am Rad ihres Blackberrys drehen als wollten sie damit den Strom für das gesamte Gebäude erzeugen.
Auch sehr schöne Photos. Falls die für Hollywood nicht ausreichen, kannst Du ja auch klein Anfangen: wie wäre es mit einer Nebenrolle in der Lindenstraße? So hat der gute Til ja schließlich auch begonnen.
Alle Kommentare von bosch
23
@ malte: und? es gibt in den usa ein gesetze, die nach demokratischen prinzipien geschaffen wurden. diese gesetze erlauben die todesstrafe. das kann man kritisieren, verabscheuen, widerwärtig finden. was man nicht kann: die demokratie usa, in der zb – wie im von Dir angebrachten amnesty text geschrieben – die hinrichtung minderjähriger vom obersten gerichtshof überprüft wird, mit dem folterstaat iran zu vergleichen. damit schadest Du nur Deiner eigenen argumentation, wie so viele, die eigentlich nicht falsch liegen, aber in ihrem anti-amerika reflex immer glauben, über’s ziel hinausschießen zu müssen.
konkret: bleibst Du dabei, die usa, in denen bestimmte staaten bestimmte delikte mit der todesstrafe bestrafen und den iran, in dem ohne rechtsstaatliche verfahren auf der grundlage eines religiösen buches gemordet und gefoltert wird, gleichzusetzen?
Alle Kommentare von medienjunkie
24
Genialer Artikel! Angefangen mit der Überschrift und die Fotos und das wichtigste: der Text! *schwärm*
Alle Kommentare von Johannes
25
…zumal ich nicht verstehe, warum man heute nicht einfach auch eine Abneigung haben kann. Wenn ich meinen Nachbarn nicht leiden kann ist das doch auch keine Anti-Nachbarschafts-Denke, Diskriminierungsattitüde aus der Unterschicht, sondern der Kerl ist einfach ein nerviger Zeitgenosse. Und wenn ich es nicht leiden kann wie die Amies mit Problemen die sie selber schaffen nicht umgehen können, dann ist das kein Antiamerikanismus denn es ist nicht alles schlecht was von dort kommt. Nur manches. So wie manches in unserem Land stinkt, deswegen bin ich auch kein Anti-Deutscher…sonst würde ich ausziehen.Achja text gefällt.
@medienjunkie
ein Vergleich mit Jack Bauer ist mehr als Polemisch, denn wenn ich mich alleine in einem Raum mit dem Kerl befinde der mein ganzes Land auslöschen will und wir unter Zeitnot sind, könnte mir auch die Hand ausrutschen…das ist eine Situation in die niemand hier kommt und keiner darüber reden kann. Übrigens ist “24″ immer noch Fiktion nur so am Rande…
Alle Kommentare von alx
26
toller text, liest sich gut. wobei es mich, hätte ich kinder, schon interessieren würde, ob ein vorbestrafter sexualstraftäter in meinem viertel lebt. aber das kommt bestimmt vom zu vielen 24 gucken. ich arbeite dran, versprochen.
Alle Kommentare von Alex
27
Medienjunkie, dort oben steht, dass in den USA hingerichtet wird wie im Iran. Was richtig ist. Macht es für dich einen Unterschied, auf welcher Grundlage hingerichtet wird?
Alle Kommentare von Johnny
28
@ alx: Dein domainname scheint insofern gut zu Dir zu passen als Du offensichtlich geschrieben hast, bevor Du meinen text gelesen hast. wo gibt’s denn da einen bezug zu jack bauer?
Alle Kommentare von medienjunkie
29
@ johnny: macht für Dich die grundlage keinen unterschied? macht es für Dich keinen unterschied ob jemand in auschwitz vergast wird, weil er jude ist oder ob jemand in amerika in der gaskammer hingerichtet wird, weil ein rechtsstaatliches system ihn zur höchststrafe an einem mord verurteilt hat?
Alle Kommentare von medienjunkie
30
huch, ENTSCHULDIGUNG…ich meinte FREDERIC, deinen Text habe ich gelesen…falscher Name
Alle Kommentare von alx
31
@medienjunkie, einen Massenmord an Millionen mit einem bestimmten Fall der Todesstrafe zu vergleichen ist sicher nicht der richtige Weg und den den Strick, den du mir daraus drehen möchtest (pardon the pun) sehe ich schon vor mir baumeln.
Du vergleichst Genozid und Todesstrafe, natürlich sind das “unterschiedliche” Arten von Morden. Aber es ist beides Mord. Nur, dass du die Rechtfertigung in einem Fall akzeptierst und im anderen nicht.
Alle Kommentare von Johnny
32
@ medienjunkie
Nehmen wir nur mal diesen Amerikaner. In deiner Vorstellungswelt ist er wohl auch Antiamerikaner. Oder diese englische Zeitung (ist bloß der Guardian), die sich mit dem “Three Strikes and You´re out-Prinzip” auseinandersetzt. Die einen stecken jemanden für 25 Jahre ins Gefängnis, weil er dreimal mit Gras erwischt wurde. Die anderen richten jemanden hin, weil er Alkohol getrunken hat.
Da ist es nicht an mir zu sagen, wer jetzt der Unrechtsstaat ist von beiden. Ich lehne einfach nur beides ab.
Alle Kommentare von Malte
33
…also gewisse Strafen sollten wieder eingeführt werden: Z.B. Schandmasken und Pranger fände ich gut. Da hätte ich einige Kandidaten!
Aber generell wird insbesondere die Politik immer hysterischer.
Alle Kommentare von Foxxi
34
Krawattenmann des Jahres?
Großartig.
Wie Franklin, ix und Aristoteles zurecht sagen: Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zurecht ein Sklave.
Alle Kommentare von einbecker
35
Etwas älter aber nicht weniger aktuell: http://www.zeit.de/2005/23/Tr_Pfeiffer_neu?page=all
Alle Kommentare von Thomas
36
“Nichtsdestotrotz folgen dem Volk längst seine Vertreter. Alle sollen härter bestraft werden. [...]Stalker und Spammer [...].”
Ich stimme Dir insoweit zu, als dass das wilde Erhöhen der angedrohten Strafmaße keinen, aber auch wirklich gar keinen positiven Effekt auf die Entwicklung von Kriminalitätsstatistiken haben kann und wird.
Im Falle des Stalkings sehe ich die Sache jedoch so, dass ein komplett neuer Straftatbestand geschaffen wurde, der sich mit einem Phänomenen befasst (und es unter Strafe stellt), was so erst in den letzten Jahren unter einem Begriff zusammengefasst und somit erstmals halbwegs greifbar wurde. Das halte ich für völlig OK und sehe es als Schritt in die richtige Richtung an.
Ansonsten… der Text ist wirklich gelungen. Die Fotos dazu finde ich so passend, dass ich hoffe, dass man sowas jetzt häufiger sieht. Gerade das 2. Foto passt so haargenau zum Text, dass ich endlich mal das Gefühl habe, jemandem tatsächlich beim Reden zuzuschauen und nicht nur auf einen Bildschirm zu starren. Danke dafür!
Alle Kommentare von bono
37
@alx
klar war det polemisch.
Aber wenn die Folterdebatte von Discobesuch bis TV-Programm präsent ist, will man ja auch mal gegenpolemisieren
Alle Kommentare von Frederic
38
mh, der artikel ist sicherlich gut und lustig geschrieben, aber inhaltlich stimme ich nicht ganz zu. wieso wird immer alles mit den usa verglichen? in singapur gibts vergleichsweise härtere strafen, dafür liegt die kriminalitätsrate bei 0,0% und man kann nachts um 4 uhr ÜBERALL hingehen ohne das einem etwas passiert. finde ich besser als in deutschland von einer bande jugendlicher ohne grund zusammengeschlagen zu werden und zu wissen das die am nächsten tag das gleiche machen ohne das ihnen großer ärger blüht…
Alle Kommentare von brutus
39
Ich war noch nie in Singapur. Allerdings habe ich mal bei dem Diplomatenehepaar gewohnt, dass an den Verhandlungen wegen der kiffenden Deutschen, die zum Tode verurteil werden sollte, beteiligt war.
Die Frau meinte zu mir: “Ich dachte: ´Ach, gebt ihr halt stattdessen ein paar Stockhiebe.`Ich wusste gar nicht, dass sie die Leute dabei auch halb totschlagen.”
Wenn man näher ranrückt an die harten Strafen, sehen sie gar nicht mehr so lustig aus.
Zudem kenne ich nicht die Kriminalstatistiken anderer wohlhabender ostasiatischer Länder. Würde mich wundern, wenn die so viel höher lägen. Eine Kriminalitätsrate von 0% glaube ich aber spotan mal nicht. Wer hat die Statistik gefälscht? Genau der Staat, der die harten Strafen werhängt.
Alle Kommentare von Malte
40
brutus: wie häufig ist dir das passiert? also, nicht nem freund von nem freund, sondern dir?
Alle Kommentare von einbecker
41
Ich würde politische Verbote mit schlechten Ärzten vergleichen.
Man bekämpft nur die Symptome, aber nicht ihre Ursache. Somit bleibt das eigentliche Problem weiterhin bestehen und verschlimmert sich eventuell sogar oder ist garkeines.
LG
Alle Kommentare von drexen
42
Noch was: Warum werden harmlose Dinge wie vermeintliche “Killerspiele” für Erwachsene verboten und offensichtliche Gefahren wie die NPD geduldet?
Alle Kommentare von drexen
43
@brutus
http://www.spf.gov.sg/stats/stats2006_overview.htm
Alle Kommentare von seb
44
Lesenswerter Text, sehr stilvolle Bilder.
Daß viele Leute nach rückhaltloser Bestrafung rufen, ist noch nicht das ernsteste Zeichen dafür, daß unser soziales Klima aggressiver wird.
Das Bedürfnis vieler, verbal ein markiges Zeichen zu setzen, den Täter zu 100% für seine Tat verantwortlich zu machen u. sich selbst damit möglichst unangreifbar zu positionieren, finde ich schon auffallend. Das manche Politiker diesen Tönen nicht nachstehen wollen, kann nicht überraschen.
Entsprechende Äußerungen von scheinbar rein rationalen Gestalten finde ich aber viel bedenklicher, richtig gruselig — wie bei den genannten studierenden Juristen. Was ist da am Werk? Ein latenter Sadismus, der hinter der ‘vernünftigen’ Schale unsichtbar verkapselt ist? Oder vorauseilender Gehorsam einer autoritärer werdenden Gesellschaft gegenüber — wie beim ‘Milgram-Experiment’.
Alle Kommentare von agathos
45
Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge: Strafe (als Rache, Genugtuung, Abschreckung, was immer man sich da denken mag) und Sicherheit (z.B. durch Einsperren). Ausführlicher (im Zusammenhang mit Tucholskys-Text “Deutsche Richter”) hier:
http://timo-rieg.de/Justiz/187.html
Alle Kommentare von Tg
46
Also ich bin sprachlos und fordere:
“Todesstrafe für alle Krawattenträger.” (Nee, mußte sein. - Schicke Bilder.)
Ich meine natürlich die AnderenInnen. Ja, wirklich beide, denn die Krawatte tragt man/frau inwändig, also als “Weltanschauung” (hier bitte in der Diktion von Harald Schmidt als Bruno-Granz-Imitator gesprochen). Ob Jurist, Buntmovie-Darsteller oder Stammtisch-Tornadopilot. - Folter, demokratisch legitimiert ist kreative Befragung. - Kreativ ist gut? - Oder. Und Frage haben wir alle. Und wenns mich vor ……………………* (hier Ihre Lieblingsbedrohung einsetzen) schützt?
“Es ist schwer, keine Satire zu schreiben.”
(Decimus Iunius Iuvenalis, ca. 60 - ca. 130 n. Chr.)
*GEZ-Mitarbeitern - Halt, Foul das war geschmacklos. Das lassen wir morgen weg.
Alle Kommentare von eselschläger
47
“Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, hat beides nicht verdient.”
frei nach Benjamin Franklin, dem alten Amerikaner.
Alle Kommentare von bEN
48
Ich ergänze mal den Artikel mit Hinweis auf eine ganz subtile Art staatlich unterstützter Selbstjustiz: wenn das demokratischen Grundrechten entspricht, dann [Selbstzensur].
Ansonsten schließe ich mich überschwänglich den Lobeshymnen an.
Alle Kommentare von apfelbaum
49
vielleicht stützen sich leute mit so einer meinung auf die tatsache, dass in manchen fällen gewisse straftäter eine relativ geringe haftstrafe kriegen, wegen guter führung früher entlassen werden (is ja allet gesetzlich geregelt) und dann nochmal straftechnisch auffällig werden!?
beispiel: ein vergewaltiger kommt nach 3 jahren gefängnis wieder frei und sucht sich ein paar wochen/monate/jahre später wieder ein opfer.
ich bin mir sicher, dass dies die ausnahme ist, aber leute, die händeringend nach todestrafe, ewiger sicherheitsverwahrung oder kastration schreien, betrachten meistens nur eine seite der medaille (und zwar die, die ihnen besser gefällt) und geben sich damit zufrieden.
den vergleich mit der amerikanischen justiz finde ich gut, passendes gegenbeispiel halt.
mit sicherheit haben o.g. “triebtäter” ein psychisches problem, ich bin für kompetente und langfristige psychologische betreuung, aufsicht und kontrolle, denn jahrelanges wegsperren/töten/wat auch immer ist mit sicherheit die falsche alternative!
regards
Alle Kommentare von maace
50
weitere meinung: bilder überflüssig, artikel super.
Alle Kommentare von Lockengelöt
51
Danke, werd mir das Folterargument merken, das ist gut.
Alle Kommentare von Drudenfusz
52
@lockengelöt: du bist ja nur neidisch, dass es von dir keine schicken fotos mit krawatte gibt ahahahahah!
ich find den text, die fotos und die hier stattfindende disskusion sehr interessant. zugegeben -beängstigent zuweilen, wat in den köpfen von einigen zeitgenossen vorgeht, aber immerhin werden verschiedene meinungen geäussert und dat is et ja, warum wir hier sind, oder?
Alle Kommentare von gero
53
Ich finde den Text auch gut, vor allem die Parabel in der Mitte.
Zur Folter in “24″ und der nicht zuletzt damit einhergehenden schleichenden Legitimierung in der Gesellschaft ist jüngst ein interessanter Artikel im New Yorker erschienen.
Alle Kommentare von maloXP
54
bestrafe einen und erziehe 100!
Alle Kommentare von dr. balkan
55
@ dr. balkan: ich hoffe das schöne zitat von dem mao drückt nicht deine idealvorstellung einer funtionierenden gesellschaft aus.. ?!
heute ironieresistent - gero
Alle Kommentare von gero
56
wollt nur mal gucken was passiert hier ;-)
Alle Kommentare von dr. balkan
57
Sehr guter Text, muss man sagen, und vor allem steckt viel wahres drin. Immer höhere Strafen könnens eben nicht bringen … auch die Sache mit der Todesstrafe - die sowieso irgendwie außerhalb des “normalen Strafrahmens” liegen sollte - ist eine Angelegenheit die weltweit ernsthaft diskutiert werden solle.
Ach ja, Malte, du trägst nicht oft Krawatten. Oder?
Alle Kommentare von micha
58
Lesenwerter Text Malte! Für meinen Geschmack hast du ein echtes Talent für politische Texte. Würde ich auch in einer tageszeitung lesen, wenn eine solche den abgedrucken würde.
Alle Kommentare von Karla
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“Tod den Rebellen”
Alle Kommentare von medienjunkie
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@medienjunkie: wie hier schon angedeutet wurde: die schlimmsten Anitamerikaner (nach deiner einseitigen Interpretation) wohnen in den USA. Vorzugsweise an Ost- und Westküste. Die Schweine müßte man alle, naja, such dir was aus. Zum Glück läßt der Rechtsstaat ja in den USA genügend kreativen Spielraum für die Anklage.
Wobei: muss ja nicht immer gleich Abmurxen sein. Für ein nicht verhindertes Porno-Popup auf dem Schulrechner tuns ja auch ein paar Jahre Knast für die Lehrerin. Yippie!
Ich mag Amerika trotzdem. Ist ein tolles Land mit vielen großartigen Leuten. Fast 50% von denen wollten laut Wahlstatistik den kollektiven Blutrausch ja auch nicht unbedingt mitmachen.
Alle Kommentare von Karla
61
@ Karla: ich hab nichts gegen liberale, gegen kommunistische, gegen urbane, gegen was auch immer amerikaneer-deutsche-woher auch immer. ich hab nur was dagegen, dass johnny allen ernstes in den raum stellt, es sei egal, auf welcher grundlage menschen getötet werden. und eine staatliche hinrichtung zum “mord” macht, also zu einer strafbaren handlung.
auch wenn es der mehrheit (mir übrigens auch nicht) unter den spreeblicklesern nicht passt: die todesstrafe stellt in amerika ein gesetzliches instrument dar, das auf demokratischem weg etabliert wurde. das ist etwas völlig anderes als mehr oder weniger wahlloses ermorden von regimegegnern, homosexuellen, intellektuellen (siehe), wie es im iran passiert.
wer in dieser debatte allen ernstes vermeintlich oder tatsächlich obskure urteile aus den usa einbringt (porno-lehrerin, verurteilung von kind wegen “unsittlichem verhalten”), hat nicht geblickt, dass es bei der debatte um tote geht und nicht um das belächeln eines teilweise mit obskuren gesetzen gesegneten justizsystems.
Alle Kommentare von medienjunkie
62
Die Daten der Sexualstraftäter abrufen zu können ist doch eine gute Idee. Ich möchte schon Bescheid wissen, wenn, und ob, so eine kranke Seele in meiner Gegend wohnt.
Alle Kommentare von Markus
63
Das Hauptproblem ist wohl, dass immer mehr Medien bei ihrer Jagd auf die verlorene Auflage mit den geifernden Tresenbesetzern argumentativ “kumpeln”. Zwar bringt das Nachplärren von “Volkes Stimme” nicht ein mehr verkauftes Exemplar, im Gegenteil, die Auflage erodiert weiter, aber es entsteht ein sich selbst verstärkender Zirkel: Immer mehr Journalisten lernen, die eigene “innere Sau” rauszulassen, sie werden dem Pöbel immer ähnlicher, und was sie früher aus Gründen der intellektuellen Satisfaktionsfähigkeit nicht gewagt hätten, das geht jetzt ohne Stocken über die Tastatur und in die Rotation.
Alle Kommentare von Chat Atkins
64
@markus:
wozu??
Alle Kommentare von mo
65
Ich wäre für einen im Internet abrufbaren Arschloch-Index. Damit ich genau sehe wieviele davon bei mir in der Gegend wohnen. Schon den Kindern zuliebe. Sonst werden das vielleicht auch noch Arschlöcher.
Alle Kommentare von Batz
66
@medienjunkie:
Nur weil ein “rechtstaatliches system” etwas beschliesst bedeutet es nicht, das es auch eine ethische Handlung resp. im Einklang mit den Menschenrechten ist. Aus diesem Blickwinkel ist die kreative Justiz der USA durchaus von Belang, denn sie ist ein Symptom genau dafür. Ich denke, der Blickwinkel von Johnny und Dir unterscheidet sich grundlegend.
Alle Kommentare von Haarbueschel
67
todesstrafe ist doch auch nichts weiter als institutionialisierte rache. da gibt es kein herumlavieren. ein stast ist doch nicht besser als ein anderer, weil er die todesstrafe irgendwie rechtfertigt.
Alle Kommentare von heidrun
68
Hi Johnny, wunderbarer Artikel, aber du kannst doch die Leute nicht im Dunkeln lassen was es mit den Fotos auf sich hat ;)
Schweiger-Fotsos im SZ-Magazin
mfg Luke
Alle Kommentare von Luke
69
ich weiss nicht, ob ich einfach zum emotional reagiere wenn es um die todesstrafe angeht. ich weiss auch nicht was das ganze gelaber von antiamerikanismus soll, wenn man die todesstrafe kritisiert.
mir ist es egal, ob in demokratische staaten wie singapur (und das übrigens nicht zu knapp), japan die USA oder südkorea die justiz meint, über das leben und sterben eines anderen menschen bestimmen zu dürfen oder ob es in dikaturen (übrigens mit sehr grossem rückhalt in der bevölkerung - also ja schon fast wieder basisdemokratisch gestützt - kleiner scherz) das gleiche passiert.
niemand hat hier den iran verteidigt oder ernsthaft mit der USA verglichen - gäbe ja auch keinen grund dafür…(für mich macht es übrigens kein unterschied, ob “kinderficker” oder “politische attentäter” exekutiert werden… beides wird von menschen entschieden, und menschen sind fehlbar) aber wenn jemand anmerkt, das eine demokratie wie die USA eigentlich reifer sein müsste besonders wenn es um grundlegende menschenrechte und die todestrafe angeht, ist man antiamerikaner? was soll der quatsch?
ps. ich glaube, wenn man in demokratischen staaten umfragen pro/contra capital punishment durchführen würde, würde gegner der todesstrafe blass werden. ist das ein grund sie wieder einzuführen - weil demokratisch gestützt? ich glaube doch wohl eher nicht.
Alle Kommentare von gero
70
@ Luke:
Direkt der erste Link, da wo “Til Schweiger” draufsteht :)
@ Markus
Und dann?
@ Batz
Das möchte ich bitte auch haben. Dann scheiße ich denen vor die Tür. Das hamse dann davon.
Zu der Krawattenfrage:
Ich kann keinen Knoten. Aber Till Schweiger auch nicht, deshalb haben wir (ich brauchte selbst dafür Hilfe) es so gelassen.
@ Chat
Und diese innere Sau: Warum ist die nie ein friedliches Hausschwein?
@ Medienjunkie
Ich setze nicht das amerikanische Gemeinwesen mit dem des Iran gleich.
Du bist gegen die Todesstrafe, ich bin dagegen. Unsere Diskussion geht also einzig um den Punkt, ob demokratisch legitmierte Hinrichtung mehr Wohlfühlfaktor hat als eine willkürliche. Ok. Ich gehe jetzt einen Staubsauger kaufen, denke währenddessen darüber nach, lasse mich über den Tisch ziehen und habe dann hoffentlich eine intelligente Antwort.
Alle Kommentare von Malte
71
wer ist eigentlich dieser herr pöbeL?
Alle Kommentare von sunny3d
72
ich kenn den nur unter seinem nick “souverän”…
Alle Kommentare von Alex
73
souverän alias pöbel befürwortet das “Innere Sau raus lassen”
Alle Kommentare von sunny3d
74
@medienjunkie
“die todesstrafe stellt in amerika ein gesetzliches instrument dar, das auf demokratischem weg etabliert wurde.”
die frage ist doch: rechtfertigt die demokratisch-etabliert-bla komponente automatisch die todesstrafe?
erfinden wir mal ein überzeichnetes beispiel.
erfinden wir eine kanibalenpopulation in irgendeinem urwald mit demokratischen strukturen. ein demokratisch legitimiertes gesetz laute in etwa “in sommermonaten dürfen alle weiblichen neugeborenen getötet und verzehrt werden, in wintermonaten alle männlichen”. um das fortwähren der population irgendwie zu gewährleisten, gehen wir außerdem von äußerst gebärfreudigen frauen aus. frage #eins: handelt es sich hierbei um demokratie oder um ein verstoß gegen die menschenrechte?
projezieren wir dies nun auf amerika und stellen die frage noch einmal: sollten so etwas wie die menschenrechte nicht immer ÜBER jeder form der demokratie stehen, oder sind alle gestezte eines demokratischen systems bereits automatisch durch dieses selbst legitmiert?
Alle Kommentare von Euter
75
Toller Artikel. Alle sollten härter bestraft werden. …Gotteslästerer…
Das ist so doof, das es schon wieder lustig ist.
In Punkto Todesstrafe stimme ich gero (74) zu.
Und zu den Abbrufbaren “Arschloch- Adressen”: Wäre das nicht ein bischen zu sehr Selbstjustiz? Jeder könnte zu dem betreffenden Arschloch hinrennen und ihn umlegen. Und wenn es bei “Kinderfickern” anfängt- welche Adressen (auch von “Unschuldigen”) würden dann noch so im Netz unter “Arschlöchern” landen.
Alle Kommentare von Fuzzle
76
Mist hab ich wieder den Ironie-Tag vergessen….
Alle Kommentare von Batz
77
@fuzzle - vermutlich liegt darin genau das problem. ich kenne mich selbst. ich habe am wochenende kurz davor gestanden die namen von “gewissenlosen fickenden blöden Arschlochsauen” (geklaut bei nerdcore) zu veröffentlichen.
vielleicht standen sie sogar eine oder ein paar mehr minuten im netz. dann habe ich mich dagegen entschieden. alles gelöscht. und ich würde mich jetzt weigern, etwas zu verifizieren. nicht aus güte, sondern aus vernunft.
die artikel sind cache - unauffindbar - weil ich die option ausgeschaltet habe. ich bin nicht die instanz zu entscheiden (im netz). aber ich kann trotzdem gut und gerne über diese arschlöcher in einer kneipe lästern - wenn mir danach ist - daran sollte mich bitte auch keiner hindern - wäre auch fatal.
Alle Kommentare von sunny3d
78
auch wenn es in der debatte keine grosse rolle spielt und auch nur wenig bezug zur krawatte hat :
die todesstrafe wurde in den us keineswegs “auf demokratischem weg etabliert” - sie war bereits zu kolonialzeiten fest in der angelsäschsichen rechtstradition verankert, wurde später jedoch in etlichen bundestaaten als verwassungswiedrig eingestuft bzw abgeschafft, in anderen dagegen teilweise durch die todesfolter per elektrokution ersetzt.
Alle Kommentare von mego
79
wurde sie tatsächlich nicht @mego.
die todesstrafe wurde bis mitte der der 70er in den USA praktiziert, bis sie der Oberste Gerichtshof verbot. Übrigens just zwei Jahre, nach dem der erste Schwarze zum Bundesrichter ernannt wurde. Ende der 70er (76/77 glaub ich), wurde sie dann wieder eingeführt, vom selben Gerichtshof. Die Todesstrafe war zumindest in den USA (in den meisten anderen Staaten aber auch) ein “Rechtsmittel”, dass topdown (ekliges wort) eingeführt wurde. ;x
Alle Kommentare von Marcel
80
Enttäuschend. Ich hatte eigentlich Bilder mit nacktem Oberkörper und einem Kälbchen auf dem Arm erwartet, Herr Welding.
Alle Kommentare von Paul Cermon
81
@Marcel: werden nicht fast alle Regeln / Gesetze / AnschauungenDieManZuHabenHat topdown eingeführt? Ich finde den Begriff “Rechtsmittel” in dem Zusammenhang ekliger als “topdown”, da letzteres wenigstens ehrlich ist. :)
Alle Kommentare von leo
82
TÖTEN! ALLE! Und die Antiamerikanisten zuerst. Ach nee, doch lieber die Kinderzuhälter. Oder lieber die Verkehrshinterzieher? Oder die Steuerschänder? Ökoterroristen? Kramwarenhändler?
Alle Kommentare von Dussel Knallkopp
83
da hilft nur noch hubschraubereinsatz…
Alle Kommentare von sunny3d
84
Warum unsere Gesellschaft immer Perverser wird und eine zunehmende Bedrohung für die Kinder darstellt ist die eine Sache - Die NPD ist dabei nur die Spitze der Reaktion - die anderes Sache ist, wie man mit solchen Straftätern umgeht!
Als Erzpazifist kann ich natürlich die Todesstrafe nicht Gutheißen und sie löst auch das Problem nicht wirklich.
Das man solchen Leuten die bürgerlichen Rechte aberkennen kann ist für mich aber kein Problem.
Natürlich brauchen die Straftäter eine Therapie aber keine die aus den primitiven Schulen unserer Universitäten kommen!
Da sollte der Weg der unfreiwilligen Zwangstherapien beschritten werden. Da die Meisten sich sowieso nichts darunter vorstellen können oder nur als das Zeug, was sie aus den Filmen ihrer Kindheit kennen - werde ich in der nächsten Zeit darüber etwas Ausführliches auf meinem Blog schreiben.
Die Erfolgsanalyse sollte dabei einer rein technischen Auswertung unterliegen.
Wenn das Bewußtsein krank ist muss es gebrochen und neu aufgebaut werden - Dazu gibt es auch breite Palette an Chemie - OP Möglichkeiten - etc.
Die Freiheit unerkannt Leben zu dürfen ist mit dem Recht der Kinder unversehrt Leben zu dürfen - aufzuwiegen!
Es ist bezeichnend wie Einfallslos oft die Diskussion ist aber wie Heftig die Reaktion - vor allem wenn die Inhalte nicht verstanden werden!
Also Nochmal: Todesstrafe ist keine Strafe sondern Mord - ! -
Alle Kommentare von winfried aus chemnitz
85
Malte, es kann ziemlich frustrierend sein, Deine Artikel bei Spreeblick zu lesen. Wenn man sie zuende gelesen hat, wünscht man sich immer, sie würden noch weitergehen. Wie bei einem guten Lied oder einem guten Buch …
Wer war das nochmal, der die Todesstrafe für Selbstmordattentäter gefordert hat? Das sollte man nochmal überdenken :)
Alle Kommentare von Manniac
86
@leo einigen wir uns darauf, dass beide begriffe eklig sind ;)
na aber ich meinte eigentlich etwas anderes. über die legalität der todesstrafe wird in den usa mehr oder weniger indirekt entschieden. die zusammensetzung des obersten gerichtes entscheidet am ende darüber, ob sie legal ist oder nicht.
wenn sich volksvertreter zu wahl stellen, sollten sie sich ja eigentlich für ihre vorhaben wählen lassen *hust*eigentlich*hust*. wäre interessant zu wissen, ob zumindest in den usa in den letzten 50 jahren wirklich jemand aufgetreten ist “ja zur todesstrafe!” “nein zur todesstrafe!”. dann wäre es tatsächich auf eine stufe mit anderen vorhaben zu stellen.
Alle Kommentare von Marcel
87
Schöner Artikel!
Trotzdem halte ich hier ein “Ja, aber…” für angebracht.
Ja, es ist Blödsinn, einfach nach immer härteren Strafen zu rufen. Davon werden auch nicht weniger Straftaten begangen.
Ich bin dennoch froh, dass es staatliche Strafen gib. Ich glaube, dass sich die Leute sonst ganz von alleine noch viel fiesere Sachen ausdenken würden. Es gibt genügend Gründe, unsere Justiz zu kritisieren, aber sie folgt größtenteils fest definierten Regeln. Das Bedürfnis, sich an einem Übeltäter zu rächen, wird so institutionalisiert und damit gezähmt. Ich will gar nicht wissen, was die Leute sonst mit vermeintlichen Straftätern machen würden.
Ich denke, mit der Frage nach dem Strafmaß alleine ist es hier nicht getan. Die Hauptfrage muss lauten, wie man die Leute wieder so in die Gesellschaft eingliedert, dass sie das nicht nochmal machen. Da gibt es meiner Meinung nach noch große Lücken.
Alle Kommentare von marvis
88
Großartiger Text. Malte, ich will ein Kind von Dir.
Und wenn das nicht gehen sollte: Schreibst Du wenigstens mal ein Buch?
Alle Kommentare von Maltefan
89
oh winfried. geh raus mit den anderen kindern spielen und ärgere dich bitte nicht, wenn sie dich an einen baum binden und indianerschlachtrufe rufen. das ist nur eine unfreiwillige zwangsthearapie.
warum sollte man alles versexen?
manchmal sind die dinge so banal - es ist einfach nicht zum aushalten.
selbst der kleinste npd abgeordnete geht kacken und hat verstopfung.
Alle Kommentare von sunny3d
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@ Medienjunkie Ist das nicht auf Dauer öde nur in Schwarz/Weiss zu denken?
Alle Kommentare von Jan(TM)
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Nunja.. es gibt auch demokratische Verstösse gegen die Menschenrechte.
Wobei ein Staat, der seine Bürger tötet immer noch wie ein Vater ist, der sich vor den Augen seiner Kinder die Spritze gibt und dabei mahnt: “Aber DU nimmst mit keine Drogen!!!”
Alle Kommentare von bongokarl
92
Antiamerikanismus is the new Kinderporno? So als Totschlagargument?
Alle Kommentare von nrq
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du kannst niemals ohne mich existieren - usa
Alle Kommentare von sunny3d
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100!
Alle Kommentare von Johnny
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