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Gegen die Wand

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Wahrscheinlich gibt es noch mehr Kulturbanausen wie mich da draussen, die Fatih Akins Gegen die Wand noch nie gesehen haben. Ab sofort gibt es keine Ausrede mehr: der NDR zeigt den Film. Online. Grossformatig. Kostenlos.

Da bedanke ich mich beim NDR und hege Hoffnungen, daß die Öffentlich-Rechtlichen es vielleicht doch noch mal verstehen, das Internet.

[Wortfeld]

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Geständnis

Meine Damen und Herren, ich bin schlecht. Von Grund auf verdorben. Nichts zu machen. Wirklich. (3 Minuten Pause).
Das ist kein Ausrutscher, das war schon immer so. Seit ich denken schreiben kann. Schon immer habe ich beim Schreiben getrunken. Ich gebe zu: herber Wettbewerbsvorteil. Wie viele Kalauer, die die anderen im Suff einfach nur so in den Raum hinausposaunen, ich aber sofort in mein Blog schreibe? Ich mag gar nicht daran denken. (7 Minuten Pause, unterdrücktes Schluchzen).
Ich bin kein guter Mensch, und meine ungeborenen Söhne und Töchter… tschuldigung, Töchter und Söhne soll ich sagen, sagt mein Emanzipationsberater, also meine Töchter und Söhne (schluchzen), die sollen niemals, NIEMALS nur der Kalauer wegen saufen. (Werbepause). Und wenn sie dafür ewiglich geächtet sind, die Außenseiter, und häufiger im Abseits stehen als Filippo Inzaghi. Bitte, helfen Sie mir und meinen ungeborenen Kindern, all ihr Verbände, Staaten und internationale Organisationen! Ich muss doch witzig sein, oder nicht? (Sommerpause).
[Stimme aus dem Off: We'll see.]

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Seehofer droht

Horst Seehofer bedroht seine Parteigenossen mit Enthüllungen über ihr Sexualleben. Vor mir liegt ein Butterbrot, dessen Verzehr ich nun aufschieben muss, bis ich die Vorstellung eines außerehelichen christlich-sozialen Geschlechtsverkehrs aus meinem Gehirn verbannt habe.
Read on my dear…

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Peking-Enten

Ich habe gestern nacheinander Tom Buhrow in den Tagesthemen und dann Anke Plättner in der PHOENIX-Runde fragen hören, ob man denn mit einer strengeren Doping-Gesetzgebung nicht alle Medaillenchancen in Peking verspielen werde. Das war aber nur als Teufels Advokat gefragt, oder?

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Beim Trainer klauen…

Beim Trainer klauen, heißt klauen lernen. Wenn die Gegenwart nichts hergibt, muss man halt in der Vergangenheit wühlen. Deswegen übernehm ich ganz ungeniert und frank und frei die wundervolle Rubrik „Unbekanntes aus…“ und nenne sie Opa erzählt vom Krieg „Anderntags, andernorts“. Ich steh auf solche schmalzigen Titel, die ein bißchen an Rosamunde Pilcher erinnern, oder an Christa Wolf. Oder Michael Ende. Man könnte die Rubrik auch „ranzige, schmierige Butter“ nennen. Man könnte auch diese ganze Einleitung streichen. Man könnte jetzt auch spazieren gehen, statt einen Blogeintrag zu verfassen. Man könnte aber auch endlich mal zum Thema kommen.

30. Oktober 1963, EM-Qualifikation. 42.000 Oranje-Fans warten in Rotterdam darauf, das die Niederlande den nicht weiter ernstzunehmenden Nachbarn aus Luxemburg angemessen verkloppt. Das Hinspiel ging 1:1 aus, ein Ausrutscher, nichts weiter. Nach neunzig Minuten hatte ein gewisser Herr Camille Dimmer mit seinen zwei Toren die Holländer rausgekegelt und das billigste Wortspiel der luxemburgischen Fußballgeschichte begründet.

Deutschland war damals übrigens nicht dabei, weil „EM is blöde“ (sinngemäß Herberger und Schön), man müsse sich auf die WM konzentrieren. Auch nicht dabei waren die Zyprioten, weil sie, nunja, die Anmeldefrist verpennt hatten.

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Erwachsen

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Als mein Vater geboren wurde, war die Kommunistische Partei Chinas ein halbes Jahr alt. Wenn er mich Mitte der Siebziger Jahre im Kinderwagen herumfuhr, sagten ihm Fremde: „Haben Sie aber ein goldiges Enkelkind.“ Später hörte ich von meinen Freunden, die begriffen hatten, dass er nicht mein Großvater war, immer wieder den Satz: „Der ist ja älter als mein Opa.“

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Touch me, touch me now!

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Erinnert sich noch jemand an Jeff Hans Multitouch-Demo?

Die ging durch die Blogosphäre und weckte Sehnsüchte. Jetzt, kaum mehr als ein Jahr später, präsentiert Microsoft mit Surface ein fertiges Produkt, dass den Vorstellungen Hans’ schon sehr nahe kommt.

Aber bis sich Otto Normalblogger so ein Touchcouchtisch ins Wohnzimmer stellen kann, wird wohl noch die ein oder andere Windows-Version veröffentlicht gepatcht werden. Zielgruppe sind zunächst einmal Läden, Cafés und Casinos. Klar.

Erschreckend langweiliges Video einer spannenden Technologie nach dem Klick. Read on my dear…

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Schweinefleisch, Knoblauch und andere Reizauslöser

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Foto: okokitsme

Ein verbreitetes Vorurteil der neuen Rechten lautet, in zitierfähiges Deutsch übersetzt: „Die Gutmenschen verschließen die Augen vor den durch Ausländern verübten Gewalttaten.“ Nun weiß ich immer noch nicht genau, was ein Gutmensch ist, ich weiß allerdings, dass man kein Rechter sein muss, um sich des Themas anzunehmen. Man kann zum Beispiel auch Richter sein. Schon Ende vergangenen Jahres haben sich zwei Richter an die Öffentlichkeit gewandt, um darauf hinzuweisen, dass der Rassismus unter Türken und Arabern gegen Deutsche immer weiter zunimmt.

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Von Südenfed

von sudenfed

Falls zufällig gerade jemand mit seinem Tischnachbarn über beeindruckende musikalische Karrieren in Deutschland redet, sollte dieser jemand den Namen Andi Toma bitte nicht vergessen.

In den frühen 90ern fiel Toma durch sein Projekt „Jean Park“ auf. Die Band war mir in seiner Prince-Lastigkeit damals zwar sympathisch, aber zu glatt, konnte aber ob der hochwertigen Produktionen einige Leute begeistern. Folgerichtig konzentrierte sich der Klangbauer seitdem auf Soundspiele, und heute dürfte jedem, der sich auch nur einen runtergepitchten TR-808-Handclap lang für elektronische Musik interessiert hat, Mouse On Mars ein Begriff sein, Andi Tomas (und Jan St. Werners) Hauptprojekt der letzten Jahre. Dass der MOM-Eintrag in der englischsprachigen Wikipedia um einiges ausführlicher ist als der in der deutschen, provoziert den Prophet-im-eigenen-Land-Spruch, doch der dürfte Toma und Werner nur noch müde lächeln lassen.

Denn auch ihr neuester Streich Von Südenfed, bei dem Mark E. Smith (ja, genau der) singt seine Stimme erklingen lässt, ist so einzigartig, dass der Begriff vom „eigenen Land“ eh neu definiert wird.

Video nach dem Klick. Read on my dear…

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Mama Berlin…

beton tapete

Betontapete. Betontapete. Betontapete. Betontapete. Betontapete. Betontapete.

Wenn man das Wort ganz oft hintereinander sagt und dabei etwas zu säuseln anfängt, klingt es fast wie ein Song von 2Raumwohnung.

[via, via]

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Geheimplan

Spät, aber immerhin: Ich hab’s raus. Ich hab’s verstanden. Plötzlich ergibt alles einen Sinn.
Man stelle sich vor, arena und Premiere und das DSF und überhaupt alle Sportjournalistenverbände hätten die gleichen Sorgen wie wir: Was tun während der Sommerpause? Also wurde flugs eine Geheimsitzung anberaumt, zu der Waldemar Hartmann seine Spezis Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rumenigge miteingeschleust hat. Die warteten mit dem revolutionärem Modell auf, die Bundesrepublik mit kryptischen Äußerungen hinsichtlich ihrer Transferpolitik zu überschwemmen. Die Journalisten könnten sich ja aussuchen, in welches Land sie eingeflogen werden wollten, um von diesem Wunderstürmer oder jenem Jahrhundertverteidiger zu berichten. Das läuft dann so: Waldi (exemplarisch) am Telefon:
- Du, Uli, in Marseille soll’s grad ganz schön sein, und is auch nicht so weit bis Cannes, was hälsten vom Ribéry?
- Joa, kannst Dir ja mal anschauen. Sagst mir dann, wie er so is, höhö.
- Höhö.
- Höhö.
- Und dann würd ich gern nach England, weißt, die Frau will wieder shoppen.
- Dann mach doch was über den Robben, was? Höhö.
- Höhö.
- Höhö.
- Und denn Ballck vielleicht?
- WENN ICH NOCH EINMAL WAS ZU BALLACK HÖR, GEB ICH DIR NIE WIEDER SAUERKRAUTSCHWEINSHAXENWEIZENSUPPE AUS. KLAR?
- Okay, ich muss dann, mein Flieger geht gleich.
- Höhö.
- Höhö.

Der FCB darf dafür auf die Unterstützung der Sportjournalisten in der Kausa „“gerechtere“ Verteilung der Fernsehgelder“ rechnen. Einzig Günther Koch hat sich dieser perfiden Verschwörung verweigert: Nach eigenen Angaben sei er die Sommerpause über nicht damit beschäftigt, Hans Meyer die Füße zu küssen.

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Gute Idee

lego

Aus der Serie „Da hätt’ ich selber drauf kommen können (bin ich aber nicht)!“:

Das Lego-Schlüsselbrett.

[via]

blogoscoop