Spät, aber immerhin: Ich hab’s raus. Ich hab’s verstanden. Plötzlich ergibt alles einen Sinn.
Man stelle sich vor, arena und Premiere und das DSF und überhaupt alle Sportjournalistenverbände hätten die gleichen Sorgen wie wir: Was tun während der Sommerpause? Also wurde flugs eine Geheimsitzung anberaumt, zu der Waldemar Hartmann seine Spezis Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rumenigge miteingeschleust hat. Die warteten mit dem revolutionärem Modell auf, die Bundesrepublik mit kryptischen Äußerungen hinsichtlich ihrer Transferpolitik zu überschwemmen. Die Journalisten könnten sich ja aussuchen, in welches Land sie eingeflogen werden wollten, um von diesem Wunderstürmer oder jenem Jahrhundertverteidiger zu berichten. Das läuft dann so: Waldi (exemplarisch) am Telefon:
- Du, Uli, in Marseille soll’s grad ganz schön sein, und is auch nicht so weit bis Cannes, was hälsten vom Ribéry?
- Joa, kannst Dir ja mal anschauen. Sagst mir dann, wie er so is, höhö.
- Höhö.
- Höhö.
- Und dann würd ich gern nach England, weißt, die Frau will wieder shoppen.
- Dann mach doch was über den Robben, was? Höhö.
- Höhö.
- Höhö.
- Und denn Ballck vielleicht?
- WENN ICH NOCH EINMAL WAS ZU BALLACK HÖR, GEB ICH DIR NIE WIEDER SAUERKRAUTSCHWEINSHAXENWEIZENSUPPE AUS. KLAR?
- Okay, ich muss dann, mein Flieger geht gleich.
- Höhö.
- Höhö.
Der FCB darf dafür auf die Unterstützung der Sportjournalisten in der Kausa „“gerechtere“ Verteilung der Fernsehgelder“ rechnen. Einzig Günther Koch hat sich dieser perfiden Verschwörung verweigert: Nach eigenen Angaben sei er die Sommerpause über nicht damit beschäftigt, Hans Meyer die Füße zu küssen.