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Positionen von Malte Welding | 8

Peking-Enten

Ich habe gestern nacheinander Tom Buhrow in den Tagesthemen und dann Anke Plättner in der PHOENIX-Runde fragen hören, ob man denn mit einer strengeren Doping-Gesetzgebung nicht alle Medaillenchancen in Peking verspielen werde. Das war aber nur als Teufels Advokat gefragt, oder?

Malte Welding 31.05.2007 um 16:12

Positionen

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8 Kommentare

  1. 01

    nolookpass:

    Reines Berufsinteresse. Sind es doch dieselben Moderatoren, die dann in einem Jahr nach einer miserablen Medaillenausbeute die obligatorischen Gesprächsrunden zum Thema “Deutscher Sport - Quo Vadis?” leiten müssen.

    31.05.2007 um 16:21 | Antworten
    Alle Kommentare von nolookpass
  2. 02

    Simon Columbus:

    Irgendwie schon seltsam… ich dachte eigentlich, diese “Doping? Egal, Hauptsache, wir gewinnen - und keiner merkt es.”-Mentalität sei noch nicht zu den deutschen Medien durchgedrungen. Zumindest nicht zu den öffentlich-rechtlichen…

    31.05.2007 um 16:36 | Antworten
    Alle Kommentare von Simon Columbus
  3. 03

    Jack:

    Eine berechtigte Frage. Nur will man so gewinnen?
    Leider zählt heute eigentlich nur das Gewinnen.
    Wer zweiter wurde interessiert doch niemanden.
    Abgesehen von spektakulären Fällen, wie damals Bayer 04 Leverkusen
    (2. in der Bundesliga, 2. im DFB-Pokal und 2. in der Champions League),
    aber ich wette das haben viele auch schon wieder vergessen…
    Der Erfolgsdruck der durch die Gesellschaft in allen Schichten erzeugt wird…

    31.05.2007 um 16:44 | Antworten
    Alle Kommentare von Jack
  4. 04

    Björn Grau:

    Da alle Sportpatrioten heilfroh waren, dass “wir” international ganz weit vorn radeln und die ARD auch noch die Dopingklitsche mitbezahlt hat (mit Steuergeldern), wäre ernsthaftes Interesse an der Aufklärung der ganzen EPO-Nummer doch mit gaaaaanz viel Selbstkritik verbunden. Vielleicht müsste man sich dann ja auch damit beschäftigen, wer noch so alles bei den Fuentes und Co. auf der Patientenliste stand. Möglicherweise deutsche Leichtathleten oder Fußballer?
    Dann müsste man einsehen, dass unsere Sportidole vielleicht nichts anderes sind als Gladiatoren: extrem gut bezahlte Sklaven im Dienste fremder Interessen.
    Vielleicht würde man dann auch noch entdecken, dass es dabei nicht nur um sportliche Leistungen geht, sondern immer auch um ein Riesengeschäft.
    Und dass bei Riesengeschäften gerne mal getrickst wird, dass zeigt uns gerade Siemens (Deren Schmiergeldaffäre heute endgültig bei - traraa - der Telekom ankam…!).
    Sollte diese Parallele nicht zu weit hergeholt sein, dann müsste man sich vielleicht mal Gedanken über Profitgier bei einzelnen Sportlern, mehreren Managern, vielen Aktionären und so weiter machen.
    Ganz vielleicht könnte man dann Gefahr laufen, dass ganze nur als eine spezielle Ausformung unserers Gesellschaftssystems zu betrachten…

    Aber wer will schon die Büchse der Pandora öffnen? Für Revolution sind wir doch alle viel zu erwachsen.
    Da geben wir doch lieber quasi im Nebensatz zu, dass wir “unsere” Sportler besser systematisch dopen sollten, um im internationalen Wettbewerb weiter vorne mitzumachen. Wieso sind eigentlich Schmiergelder noch verboten?

    31.05.2007 um 17:02 | Antworten
    Alle Kommentare von Björn Grau
  5. 05

    Neuraum:

    Ich persönlich bin für die Legalisierung der leichten Dopingsubstanzen. Damit gehen Beschaffungskriminalität und sensationsgeiler Journalismus zurück. Wichtig ist nur, dass unsere Krankenkassen nicht zusätzlich belastet werden, hier ist die Politik gefragt.

    31.05.2007 um 17:16 | Antworten
    Alle Kommentare von Neuraum
  6. 06

    westernworld:

    “Nach dem Fall Johnson in Seoul sei dann 1989 ein Pilotprojekt Dopingkontrollen in Gang gesetzt worden, das recht umfänglich als Leistung beschrieben wird. Kein Wort fällt hier über die ausgiebige Diskussion zu Dopingfragen und Anabolikanutzung im Sportausschuss des Deutschen Bundestages im September 1977 und der Zustimmung des Bundestagsabgeordneten Dr.Schäuble über die erforderliche Nutzung, wenn es denn im Interesse des politischen Ansehens der Bundesrepublik nötig sei.”

    Und schon 1977 hatte sich im Sportausschuss ein junger CDU-Abgeordneter bei der ersten großen Dopingdebatte sehr um die westdeutsche Wettbewerbsfähigkeit gesorgt und sogar gefragt, ob es nicht unklug sei, sich harte Antidopingnormen zu verordnen, die alle Türen zuwerfen: Wolfgang Schäuble. ”

    zur rolle schäubles gab es mal einen spiegel oder zeit artikel der wahrscheinlich im archiv steckt. merke doping ist’s nur wenn es a) rauskommt und b) dem vaterland nicht dient.

    räder müssen rollen für den sieg.

    31.05.2007 um 17:37 | Antworten
    Alle Kommentare von westernworld
  7. 07

    winfried aus chemnitz:

    Dopingverbot? Seit ihr Jecken?

    Erst der Sport und dann die Wirtschaft?

    Dann die Politik!

    Der Schäuble braucht Opium und hat keines und auf den Bundestagstoiletten
    finden sich genug Kokainspuren.

    Wollt ihr auch noch das Heroin verbieten?

    Für was lassen sich denn unsere Jungs im Hindukusch nieder?

    31.05.2007 um 20:35 | Antworten
    Alle Kommentare von winfried aus chemnitz
  8. 08

    Michael:

    ist das nicht alles total egal?
    es ist doch eh klar, dass die sportler allesamt gedopt sind, wenn man ehrlichen sport sehen will darf man doch höchstens noch in regionale/kommunale sportvereine blicken, die keinerlei chance auf etwas besseres als die Kreisliga haben.

    meiner meinung nach sollte doping mit freiheitsentzug nicht unter 2 jahren und einem lebenslangen Berufsverbote (für sämtliche Sportarten und auch als Trainer/arzt/whatever) bestraft werden.
    dammit dies was ringt müssten jedoch mindestens monatlich (besser wöchentlich) dopingproben durchgeführt werden, zu finanzieren aber bitte von den teams/mannschaften/sportlern selbst.

    01.06.2007 um 12:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Michael

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