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Paintball

Ein Hoch auf die griechische Polizei, die darauf besteht, dass hier weiterhin wild gekalauert wird:

7500 Polizisten und etwa die gleiche Zahl weiterer Sicherheitskräfte haben heute in der griechischen Hauptstadt Stellung bezogen, wo am kommenden Mittwoch (…) das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und dem AC Mailand stattfindet.


Im Falle von Krawallen will die Polizei mit Farbpistolen auf Hooligans schießen, um diese dann besser identifizieren zu können. „Diese Farbbälle erfüllen gleich zwei Aspekte: Sie sind einerseits beim Aufprall sehr schmerzhaft, andererseits können wir Randalierer durch die Farbmarkierungen schnell identifizieren und festnehmen“, erklärte Polizeisprecher Stathis, der jedoch darauf hinwies, dass die Geschosse nicht im Stadion eingesetzt werden.

Wenn die Randalierer dann wie bunte Hunde durch Athen streunen, weil sie von den rotsehenden Polizisten angeschwärzt wurden, wird das CL-Finale bestimmt zur malerischen Angelegenheit.

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Berlin U6, Zinnowitzer Strasse

Zwei Studentinnen, Mitte zwanzig:
- Ich hab ja das UefaCup-Finale geschaut, das war toll! Total spannend!
- Ich schau ja immer gerne spanische Mannschaften. Da sind immer so süße Typen dabei.
- Ja, nicht? Und schauste am Mittwoch Championsleague?
- Nee, Du. Die Liverpooler Stürmer sind ja soo zu hässlich.

[file under: Warum der englische Fußball sich keine neuen Zielgruppen erschließen wird, Teil I.]

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Das ist ja der Gipfel

der grosse ausverkauf

Und noch ein Filmtipp, unter Vorbehalt jedoch, denn ich habe ihn noch nicht gesehen. Der große Ausverkauf ist ein Dokumentarfilm über die Folgen der weltweiten Privatisierung und alles, was man bisher über den Streifen lesen kann, klingt vielversprechend.

Wäre der Autor dick und laut und trüge träge tröge er Baseballmützen und wäre er Amerikaner, dann könnte er, der Film, nicht der Autor, vielleicht schon im Vorfeld für massig Furore und sogar politische Skandale sorgen. Florian Opitz ist aber nicht dick und laut und er trägt keine Baseballmützen (zumindest nicht auf den Pressefotos) und er stammt aus Saarbrücken. Also trommeln wir ganz ohne Furore für seinen Film.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Wir grübeln hier nach einer guten Online-Aktion zum G-8-Gipfeltreffen in Heiligendamm. Dabei kann es, das liegt in der Natur der Web-Sache, vermutlich nur um Protest gegen das eingeschränkte Demonstrationsrecht bzw. um Solidarität mit den vor Ort Demonstrierenden gehen. „Online-Demos“ sind ja immer auch etwas bescheuert, finde ich, und dennoch möchten wir diese drei Tage nicht spurlos an Spreeblick vorübergehen lassen.

Bisher fällt uns jedoch kein wirklicher Kracher ein. Dabei könnte man, wenn wir noch ein paar Blogs für eine Aktion mit ins Boot bekämen, vielleicht für ein kleines bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Sind Kreative im Raum? Dann klauen wir uns gerne tolle Ideen aus den Kommentaren zusammen.

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Cut the applause and dim the light

strummer blah

Ich nehme den heutigen Guardian-Artikel von Richard Smith einfach mal zum Anlass um darauf hinzuweisen, dass am kommenden Donnerstag der Strummer-Film (ihr wisst schon) in Deutschland startet. Am Vortag, am 23.5.2007 also, läuft eine weitere Preview in Berlin, diesmal in der Kalkscheune Kulturbrauerei, und diesmal mit Regisseur Julien Temple höchtpersönlich anwesend.

(Danke für den Hinweis, Martin!)

Nach dem Klick gibt’s die kurze Liste aller Kinos, in denen der Film hierzulande ab Donnerstag laufen wird. Read on my dear…

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Schwachsinn à la carte

Der Sportteil des Tagesspiegels wird von einer Maschine verfasst, die altehrwürdige billigste Fußballweisheiten zusammendrechselt und zu gewagten Satzkonstruktioonen verschraubt. Wenn meine Mitbewohnerin da nicht arbeiten würde (die übrigens sehr schöne Porträts von Victoria Beckham macht, aber das nur am Rande) und wir ihn dementsprechend nicht umsonst geliefert bekämen, würde ich mir die morgendliche Tortur der Lektüre des Sportteils der Tageszeitung (drei Genitive! Flaubert rotiert im Grab…) ersparen. Aber als versteckter Masochist und morgens selten entschlussfreudiger Mensch greife ich doch morgens wieder und wieder hinein ins sprachlich-semantische Verderben.

Zum Thema (das soll ja immer nicht zu kurz kommen dürfen): Der Artikel, der mich heute beinah meinen Frühstückskaffee hat erbrechen lassen, heißt „Guter Fußball, schlechter Fußball  und ist gezeichnet mit dem Namen Mathias Klappenbach.
Herr Klappenbach versucht, in einer etwas verschwurbelten Analogie die Bundesliga als Doku-Produktion darzustellen, und zwar als international zweitklassig. Dass er dabei nicht darauf verzichten mag, darauf hinzuweisen, dass lange Zeit niemand richtig Meister werden wollte – geschenkt. Dass er die Qualität der Bundesliga am Geld misst – geschenkt. Dass er trotz seiner Rede von der Zweitklassigkeit der Bundesliga am Ende darauf kommt, für den Zuschauer sei alles okay, und sich somit auch noch und zu allem Überfluss die Pointe versaut – geschenkt.

Aber ist denn diese völlig sinnfreie Vermengung von Statistiken wirklich sein? Und was meint der gute Mann eigentlich mit solchen Absätzen?

Die großen Darsteller aus anderen Ländern spielen da, wo es mehr Geld gibt. So ist zu erklären, dass in England der Ball doppelt so schnell aus der Abwehr gespielt wird wie in der Bundesliga.

Für Erklärungen bin ich auf ewig dankbar. Ich geh jetzt essen.
[Dieser Artikel endet, als Hommage an die Sportseiten des Tagesspiegels, ohne Pointe. Sie dürfen das Lesen jetzt einstellen.]

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Wer ist das?

dylan?

Antwort nach dem Klick. Read on my dear…

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Cicatriz

cicatriz

Wie viele Flash-Online-Shops haben wir schon kommen und gehen sehen? Entweder fielen sie unter die Rubrik „Way too much, way too soon“ (boo.com, verbrannten 1999 die Summe von 120 Millionen Dollarlein in einem halben Jahr) oder man stellte innerhalb kürzester Zeit wieder auf html um, da die Bedienbarkeit von Flash-freien Vorbildern wie Amazon doch irgendwie konsumentenerprobter schien.

Der schwedische Online-Shop Cicatriz mutet nun seinen sicher nicht gerade mainstreamigen Kunden Experimentier- und Spielfreude zu, und wenn dabei ein so schicker und trotzdem gut bedienbarer Store herauskommt, dann kann man sich doppelt freuen, dass er in Berlin entstanden ist.

[via]

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Programmhinweis

Bei Radio-G gibt es ein halbstündiges Telefon-Interview mit Toni Mahoni.

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Nicht diskutieren!

merkel

Ich kann nicht glauben, dass der Clip nach dem Klick echt ist.

Doch.

Ich kann.

Das ist ja das Furchtbare.

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Nich’ auf meinen Tresen, Alter!

kloss und spinne

Das hätte ich gerne wöchentlich: Kloß und Spinne, erster Teil. Von Volker Strübing, der auch Horst macht.

[via]

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Mein Zahn

Am Mittwoch fing es an. Ein dumpfer Schmerz breitete sich von meinem unteren rechten Backenzahn her aus. Mein Problemzahn. Ich umgarnte ihn mit Zahnseide, gab ihm eine Extraportion Zahnpasta. Er dumpfte unbeeindruckt weiter vor sich hin. Neville Chamberlain der Zahnpolitik, der ich bin, wartete ich ab, in der Hoffnung, die Gemütsverstimmung meines Zahns würde sich schon legen.
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Tagesspiegel Preview

Der Niggemeier kennt ja im Gegensatz zu uns keine Entspannungsphasen. Der ist Blog-abhängig, glaube ich. Und deshalb hat er das Tagesspiegel-Relaunch-Blog auch vor uns entdeckt, der Streber.

Warum das überhaupt interessant ist? Ganz einfach: Erstens darf man gespannt sein, was Frau Bunz als neue TS-Online-Chefin plant und umsetzt, und zweitens sind Fork für die Gestaltung der Neuausgabe von tagesspiegel.de verantwortlich, man kann daher hoffen, dass das Kapitel „Online-Tagezeitungs-Design“ um ein paar Aspekte erweitert wird.

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