Manhunt 2 - Recht auf Blutrausch

Im Grunde kann ich über gewalttätige Videospiele nichts Erhellendes sagen. Das brutalste Spiel, durch das ich mich je gekämpft habe, war The Legend of Zelda - Twilight Princess. Ich habe eine unfassbare Anzahl von Gegnern getötet, fleischfressende Pflanzen, Riesenspinnen, Fledermäuse, brennende Totenköpfe, aber auch menschenähnliche Wesen. Aggressiv geworden bin ich dabei durchaus. Allerdings nicht beim Töten, sondern wenn ich zum hundertsten Mal in Lavaströme gefallen bin und ich das ganze Level von vorn spielen musste. Das Töten hat dagegen Spaß gemacht. Es war nur ein wenig zu einfach. Warum ich das erzähle?

Weil die Freiheit der Kunst und der Rede auf dem Spiel steht, weil Zensur ausgeübt wurde.

Die Leidtragenden sind die Entwickler von Rockstar Games. Ihr Spiel Manhunt 2 ist faktisch nicht verwertbar. Das amerikanische ESRB hat das Spiel als „nur für Erwachsene“ (Adults Only) eingestuft, das British Board of Film Classification hat sich sogar geweigert, überhaupt über eine Altersfreigabe zu entscheiden, was einem Verbot gleichkommt.

Zudem lizensieren weder Sony noch Nintendo Spiele, die nur für Erwachsene freigegeben sind. Staatliche Kontrollinstanzen im Zusammenspiel mit übervorsichtigen Unternehmen, eine Konstellation wie bei flickr.

Manhunt 2 ist das erste Spiel, das mit „Adults Only“ gekennzeichnet wurde allein aufgrund der Gewaltdarstellungen. Alle bisher mit dieser Altersfreigabe versehenen Spiele bekamen diese wegen sexuellen Inhalts. Ein Casinospiel (Peak Entertainment Casinos) wurde als AO eingestuft, weil es zum „Gambling“ animierte, was eine durchaus putzige Fußnote ist.

Man kann also davon ausgehen, dass Manhunt 2 tatsächlich recht gewalttätig ist. Wie gewalttätig?

Consider for one moment that in Manhunt 2 you can, Wii remote and nunchuk in hands, use a pair of pliers to clamp onto an enemy’s testicles and literally tear them from his body in a bloody display; and if that weren’t enough, you’ll take one of the poor victim’s vertebrae along with his manhood. Or, if you’d prefer, you can use a saw blade and cut upward into a foe’s groin and buttocks, motioning forward and backward with the Wii remote as you go.

Das klingt ja mal wieder nach einer Bastelanleitung für Psychopathen. Herr Pfeiffer, übernehmen Sie!

User Thor meint jedoch im Golem-Forum:

Das Spiel ist eins der politischsten die seit langem gesehen habe, genau deshalb beschlagnahmt (zensiert) und IMHO überhaupt nicht überflüssig.

Und User ghetobozz braucht nicht einmal diesen intellektuellen Überbau:

diesen sommer also, gehts wieder los messer wetzen, klingen polieren und menschen zerstückeln…möglichst brutal!geil das wird sicher wieder fett wie damals schon manhunt 1, warum versuchen immer irgendwelche pussi-weichei-degenerierten-muttisöhnchen soche spiele zu verbieten, frag mich nicht ich würde kurzen prozeß mit ihnen machen wie in manhunt,(spass!) aber ich meine jeder sollte frei entscheiden wie und besonders was an einem spiel/film eschnitten wird, da es mir in letzter zeit mit dem usk fsk pennern zu bunt wird. alles zensieren die nur wegen fetten schulmassaker, keine freunde, noch mit 18 jungfrau-typen das ist doch scheisse….also freunde wenn ihr jemand debiles kennt, der keine freunde hat und ein massaker plant bringt den spast vorher um bevor er uns wieder mit seinem scheiss die videospiele versaut!!!!!!
FICK DIE Bpjm aber RICHTIG

Jause, Zensur!
Unterschreibt bitte hier bei der Online-Petition, dass die Redefreiheit wieder hergestellt werden muss! Recht auf Blutrausch!

Ähem. Moment.
Wie hieß nochmal dieses Dings, von dem man redet, wenn man eine neue, besonders exquisite Schokoladensorte im Mund hat? Ach ja. Geschmack.

Ohne gleich an Amokläufe und Massaker und Gelegenheitshappyslapping zu denken: Welcher geistig gesunde Gamer wünscht sich beim Spielen eines Titels: „Och, beim nächsten Mal würde ich aber meinem Gegner gern die Augen ausquetschen. Und das soll bitte so realistisch aussehen, dass Mutti danach mein T-Shirt waschen muss“?

Was ist an Spielfreude dadurch gewonnen? Schießen sich nicht die Firmen selbst ins Knie, wenn sie sich in eine Gewaltspirale begeben, die ihr natürliches Ende wohl erst erreicht haben wird, wenn man eigenhändig einen Genozid verüben muss? Wo ist bei einem Titel wie Manhunt eine Weiterentwicklung bezüglich Spielbarkeit, Grafik, Spielwitz, Einfallsreichtum gegeben? Und wer zum Teufel mag ernsthaft behaupten, dass so ein Titel für Kinder und Jugendliche geeignet sei?

Rockstar Games haben es übertrieben, ihnen sind Grenzen aufgezeigt worden und jetzt können sie sich damit beschäftigen, ein Spiel zu entwickeln, in dem es um etwas anderes geht als mehr Blut, mehr Hirnsaft, mehr Eingeweide. Kann ich nicht schlimm finden.

Bei Antigames könnt ihr meine Meinung fachkundig bestätigt bekommen.


152 Kommentare

  1. 01

    Martin Fickinger:

    Vielleicht ist die Frage gar nicht was man spielt, sondern ob man spielt. Warum spielt man diese games, obwohl die meisten eh schon viel zu lange vorm Rechner sitzen?

  2. 02

    nilz:

    manhunt ist ekelhaft. klarer fall. ich habs nie gespielt, aber genug drüber gelesen. die tatsache, das es das spiel gibt, ist wohl des folter-trends geschuldet, den man ja auch im kino verfolgen kann (saw, hostel etc.). hauptsache alles krass.

    ausserdem hat rockstar games auch gerne den status des enfant terrible in der spieleentwicker szene. das bringt sie manchmal dazu fantastische sachen rauszuhauen, die dann keiner spielt (the warriors, das spiel als hommage an den film, ein meisterwerk) oder eben fantastsichen schrott, den jeder spielen will, aber keiner darf (manhunt). beim ersten teil haben sich noch findige deutsche zocker das teil in österreich bestellt. hoffentlich gibts den zweiten nirgendwo mehr.

  3. 03

    Dirk:

    Ich stimme dazu. Man muss nicht alles programmieren, nur weil es geht, und eine Zensur von “künstlerischen Freiheiten” sehe ich darin auch nicht. Das hat auch ausnahmsweise mal nichts mit sogenannten Killerspielen zu tun, sondern nach der gelesenen Beschreibung ist Manhunt 2 einfach überflüssig brutal und sinnlos. Das brauche ich nicht - und Leute, die meinen, sie brauchen so ein Spiel, sollten evtl. doch mal mit einem Psychiater reden.

  4. 04

    creezy:

    Das Problem ist doch ein anderes: diese verdammte Spielsucht.

  5. 05

    Ivor Bigbotty:

    Fiktion und Realität scheint echt schon ein und das Selbe zu sein. Wer das aber konsequent trennt, der ist unempfindlich gegenüber Dingen die in Spiele, Filmen oder Bücher passieren. Es muss mir nicht alles gefallen und man muss es erst recht nicht unterstützen, aber all das fällt auch nicht unter Toleranz. Für mich fängt Toleranz da an wo Toleranz aufhört (wir reden hier von Fiktionen in Medien und nichts anderem, Nachrichten und Berichterstattungen über reale Ereignisse will ich hier sicherheitshalber ausklammern). Etwas zu akzeptieren, das ich sowieso aktzeptiere erfordert keine Toleranz von mir, alles andere schon.
    Ok, aber seit dem Buchdruck ist massenweise verbreitete Information sowas wie ein Virus, der alle bescheuerten Menschen dahinrafft (und bescheuert sind nun mal alle außer man selber).

    Manchmal hilft es einem aber etwas einzuordnen; und zwar wie gut oder wie schlecht es denn nun wirklich ist. Um das zu tun spiel ich mal das “Besser als”-Spielchen. Ich stelle die fragwürdige Beschäftigung (Manhunt spielen) anderen Beschäftigungen gegenüber und entscheide mich dann für eine. Gut,
    Runde 1:
    Manhunt spielen - Nachbars Katze strangulieren
    Hmmmm,… In Manhunt bringe ich Menschen um und die sollten ja mehr wert sein als Katzen. Oh ja, spätestens jetzt fällt auch dem letzten auf, dass es einen unterschied zwischen echten Katzen und virtuellen Menschen gibt. Ergebnis Runde 1 -> Manhunt spielen.

    Runde 2:
    Manhunt spielen - Geflügelfleisch aus dem Supermarkt essen
    Wird schon schwerer. An Geflügel essen ist ja an sich nix falsch. Aber da waren ja die Legebatterien, etliche Tiere auf wenigen qm zusammengepfercht, krankaussehend, gemästet. Die Bilder habe ich jetzt wieder im Kopf, da ich sowas nicht zum finanziellen Erfolg verhelfen will werde ich doch lieber eine Runde Manhunt spielen.

    Runde 3:
    Manhunt spielen - billigen Kaffee kaufen
    ….ok, ich glaube die generelle Idee ist nun klar, darum höre ich hier auf.

    Ich will hier nicht einfach nur etwas schlimmeres als Manhunt finden, um dies zu rechtfertigen, ich will es nur moralisch in meine Welt einsortieren, anstatt so zu tun als wär der Inhalt einer Fiktion echt oder von einem subjektiven Standpunkt aus objektiv bewertbar. Fiktion bleibt Fiktion, es ist absolut nicht real und für mich ist Information auch keine Seuche.

  6. 06

    Maltefan:

    Was mich an der Gewaltspieldiskussion extrem ankotzt ist, dass Gewalt in Spielen immer gleich der Untergang des Abendlands ist, während ganz ähnliche Gewaltexzesse in Filmen halb so schlimm sind. Die ganze Diskussion ist ein Generationenproblem. Politiker spielen halt nicht.

    Zum Artikel: Ja mei, da ist ein extremes Gewaltspiel erst ab 18, und der arme Hersteller kriegt seine Investition jetzt nicht mehr raus. Ähem — so what? Wie Du schon richtig sagst, hat das nichts mit Zensur zu tun. Das immer mal wieder diskutierte Totalverbot von so genannten Killerspielen allerdings sehr wohl. Deswegen möchte ich bitten, das deutlich auseinanderzuhalten.

  7. 07

    nilz:

    maltefan, niemand wollte hier irgendwas in einen topf werfen. die killerspielediskussion ist doppelmoralisch in perfektion und kommt leider nie zu dem punkt, wo sie hin soll. keine frage. malte nimmt nur vorweg, was kommen wird:

    manhunt 2 wird wieder perfektes kanonenfutter für politiker, schwadlappen, und leute die sich mit der materie eben nicht beschäftigen wollen. das kann einem amerikanischen entwickler herzlichst egal sein, macht aber die hiesige situation nur ungleich anstrengender.

  8. 08

    Peter H aus B:

    Schwer, über ein Spiel zu urteilen, das man nicht gesehen/gespielt hat.
    Wenn allerdings die Spielbeschreibungen stimmen, dann geht das Verbot mit mir d´accord.
    Es ist einfach unnötig, ein solches Spiel zu programmieren, Rockstar sollte daraus lernen.
    Ein Spielprinzip bis zum letzten breitwalzen (GTA) oder ausreizen (Manhunt2) bringts auf Dauer nicht.

    Ich spiele gern und leidenschaftlich seit über 10 Jahren (meine erste PS hatte ich von Johnny), allerdings mit zunehmendem Alter immer weniger.
    Meine Ansprüche sind mit der Zeit gewachsen, die Qualität der meisten Spiele leider nicht.
    Einige wenige Meisterwerke wie Shadow of the Colossus, Metal Gear Solid, We love Katamari oder Okami zeigen aber, das es noch innovative Entwickler gibt.

    Ausserdem gilt: Das (?) Sequel ist fast immer zu meiden….

  9. 09

    Micha:

    Manhunt, ja Manhunt ist so eine Sache. Ich kann von mir behaupten, dass ich den ersten Teil mal auch PC gezockt habe. Durchgespielt hab ich’s aber nie, da es eben teilweise einfach etwas zu heavy und gameplaytechnisch schlecht war — Rockstar hat’s in diesem Fall wirklich schon etwas übertrieben. Wo mein Manhunt nun jetzt ist, keine Ahnung … ich glaub das wurde mir irgendwann mal geklaut.

    Nichtsdestotrotz muss ich Manhunt 1 etwas den Rücken stärken. Der Hintergrund und die Geschichte des Spiels hat nämlich etwas — und hätte Rockstar nicht so eklatant auf ‘brutale Gewalt’ gesetzt, wäre das Spiel vielleicht sogar recht gut und erfolgreich geworden. Sowas wie Hitman … hätte man draus machen können.

    Es geht nämlich darum, dass der Spieler mehr oder minder unfreiwillig Teilnehmer einer Art GameShow wird, bei der er vor laufender Kamera Mitglieder unterschiedlicher Banden jagen und töten soll. Teilweise kann man das ganze als Parodie auf den gegenwärtigen Hang zu Shows wie BigBrother, FearFaktor usw. sehen, wenn man will.

    Manhunt 2 hab ich mal gesehen (gameplay video) aber kann leider nicht genau beurteilen, ob es wesentlich schlimmer als sein Vorgänger ist. Allerdings … ein Sequel zu einem Spiel wie Manhunter zu produzieren war nicht gerade ein toller Schachzug.

  10. 10

    Andi:

    Vielleicht ist das Spiel unbenutzbar, hat eine beschissene Grafik, keinerlei Spielwitz, nicht einen Einfall und ist eine einzige, völlig geschmacklose Mordorgie (Genozidsimulatoren wie den “KZ Manager” gibt es ja schon).

    Na und?

    Seit wann ist Geschmack eine Kategorie der Beschränkung der Kunst- und Redefreiheit? Wer bestimmt, was dieser “Geschmack” ist und was nicht? Mit welchem Recht? Und unter welcher Kontrolle?

    Auch wenn es hierzulande keine Tradition der kontroversen freien Meinung gibt und Artikel 5 GG ein bedauerlich nachgeordnetes, windelweiches Recht ist, muß man nicht sehenden Auges in eine Denkfalle gehen, die schon die alten Griechen und Römer erspäht haben: quis custodiet ipsos custodes?

  11. 11

    Frank:

    Also entweder ich habe Ivor Bigbotty’s Kommentar nicht verstanden, oder der ist totaler scheiß. Ich glaube letzteres.

  12. 12

    Peter H aus B:

    Zur “Kunst”:
    Ich hab mit 15 oder 16 zufällig “Die 120 Tage von Sodom” von Pasolini gesehen.
    Ich war tief verstört ob der BIlder. Der Film war/ist erst ab 18, keine Ahnung wie ich damals drangekommen bin.

    Der Film gilt als “Kunstwerk”. Warum eigentlich sind mit Nägeln gespickte Kacke fressende Menschen Kunst?
    Ein Werk, das niemand braucht und keiner vermissen würde, wäre es nicht gemacht worden.

    Wenn ein Künstler oder Entwickler garantieren kann, das ein solches Werk nur in die Hände von psychisch stabilen Menschen gelangt: Nur zu.
    Wenn nicht: lieber lassen.

  13. 13

    Maltefan:

    @Andi:
    “Seit wann ist Geschmack eine Kategorie der Beschränkung der Kunst- und Redefreiheit? Wer bestimmt, was dieser “Geschmack” ist und was nicht? Mit welchem Recht? Und unter welcher Kontrolle?”

    Sehe ich auch so. Jugendschutz, von mir aus, seh ich ein. Erwachsenen vorzuschreiben, welche Medien sie konsumieren dürfen, geht gar nicht. Ausnahmen gehen an wo andere Gesetze verletzt werden (Kinderpornographie, Volksverhetzung). Viel mehr fällt mir da aber grade nicht ein.

  14. 14

    Maltefan:

    @Peter H aus B:
    “Ein Werk, das niemand braucht und keiner vermissen würde, wäre es nicht gemacht worden.”

    So? Da kenne ich einige Leute, die anderer Meinung sind.
    Aber wie auch immer, selbst wenn es so wäre: Die Kunst ist frei, und das ist gut so. Sonst wären wir schon mitten in einer Diktatur.

  15. 15

    Ivor Bigbotty:

    @Frank:
    Wahrscheinlich hast du den Fnord überlesen.

  16. 16

    Peter H aus B:

    @ maltefan:
    Klar gibt es leute die Sodom toll finden.
    Aber wäre die Geschichte der letzten 30 Jahre eine andere, wäre der Film nicht veröffentlicht worden?
    Eher nein, genausoweing wie jemand GTA vermissen würde, wäre es nie gemacht worden. (Ich habs gerne gespielt, aber mein Leben wäre nicht ärmer ohne…)

    BTW: das “Diktatur” Argument ist auch Godwin`s Law….(Danke Malte), ist nämlich nicht weit von da zum Kulturfaschismus

    Ein (fiktives) Spiel, in dem Kinder gefickt und gefoltert werden, ist also nicht ok, eines wo man erwachsene Menschen sinnlos abschlachtet aber schon? Manno, deine Moral möchte ich haben..

  17. 17

    bongokarl:

    @ Peter H aus B

    “Ein (fiktives) Spiel, in dem Kinder gefickt und gefoltert werden, ist also nicht ok, eines wo man erwachsene Menschen sinnlos abschlachtet aber schon?”

    Ja. So ist es. Weil der Film es anprangert, weil der Film der Menschheit einen Spiegel vors Gesicht hält und zeigt, zu was sie in der Lage ist. Dass er dabei weh tut, ekelt und kaum auszuhalten ist, ist etwas anderes. Niemand zwingt dich dazu einen Film wie die 120 Tage von Sodom zu sehen.
    Point: Was (extreme, unmenschliche, unvorstellbare, aber dennoch geschehene) Gewalt zeigt, muss nicht Gewalt verherrlichen.

    Sobald du in die Rolle des Gewalttäter schlüpfst und zu Gewalt animiert wirst, ist die Situation aber eine andere. Dabei ist es kein Unterschied ob du die Kreissäge zum Gedärmehäckseln oder die Zange zum Hodenziehen bevorzugst: Du steuerst beides realitätsnah mit der Wii-Remote. Das kann man schnell vergessen.
    Natürlich kann man es auch als Test verstehen oder als kritisch, wie den Film. Wie viel halte ich aus? Was mach ich mit? Wo ist die Grenze?

    Bei mir ist sie genau da erreicht wo ich sowas lese. Weiter will ich gar nicht.

  18. 18

    Jan:

    Was ich ja richtig schön an der Geschichte finde, dass es eine Entscheidung aus Großbritannien war und das es auch in den USA ein A0 Rating erhalten hat.

    Sonst wurden ja die deutschen USK und BPJM Entscheidungen gerne zum Anlass genommen eine generelle Rückständigkeit Deutschlands in der digitalen Wirtschaft und in Zukunftstechnologien allgemein festzustellen.

  19. 19

    Peter H aus B:

    Sicher, mich hat keiner gezwungen Sodom zu sehen, ich hab damals aber zunächst pubertierend gedacht: Geil, ein Fickfilm.

    Ich hätte den Film nicht als Test gebraucht. Weder um zu wissen, das ich keine Kacke essen will, noch das ich andere mit Kacke füttern möchte.

    Einen Spiegel kann ich mir zugenüge in den Abendnachrichten und beim Streifzug durch die jüngste Geschichte vorhalten, da sehe ich zur Genüge, wozu Menschen wirklich fähig sind. Im Kino brauch ich das nicht.

    Was ist das eigentlich für eine antiquierte Haltung, der Künstler müsse der Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht halten? Als es noch keine Abendnachrichten, Zeitungen und Radio gegeben hat, mag das ja richtig gewesen sein, heute zeugt das aber von einer gewissen Arroganz des Künstlers.
    Denn so blöd, als das es einen Pasolini (und Ähnliche) braucht, um zu wissen, das manches im Argen ist, sind die meisten nicht. Und die anderen verstehen so einen Film nicht.

  20. 20

    Sonnenscheinguru:

    Mal ganz ehrlich. Ich finde diese ganze Spiele-Diskussion ziemlich lächerlich. Manhunt ist geschmacklose, Menschen verachtende Grütze und wird zurecht in Deutschland indiziert.
    Denn, trotz der ständigen Meckerei, die Prüf- und Zensurstellen in Deutschland funktionieren sehr gut.
    Und dass nicht immer alles Kunst ist, was von den so genannten Künstlern so genannt wird ist ja schon länger bekannt.

    Jetzt Diskussion Ende bitte.

  21. 21

    Robin:

    Malte, Geheimnachricht in der edit history!!

    Robin

  22. 22

    Maltefan:

    @Peter H. aus B:
    Godwin ist ja ein tolles Totschlagargument. Da, wo irgendwelche Bürokraten oder auch ein Peter H. aus B. darüber entscheiden, was Kunst darf und was nicht, oder ob ein Buch, Film oder Spiel verboten werden muss weil es angeblich unnötig ist und von niemandem vermisst wird, genau da fängt tatsächlich die Diktatur an.

    “Ein (fiktives) Spiel, in dem Kinder gefickt und gefoltert werden, ist also nicht ok, eines wo man erwachsene Menschen sinnlos abschlachtet aber schon? Manno, deine Moral möchte ich haben.”

    Man könnte sich sogar darüber streiten ob ein Spiel in dem virtuelle Kinder gefickt und gefoltert werden noch ok wäre, aber Fakt ist dass derartige Darstellungen nun mal geltendes Recht in D verletzen und deswegen einzusehen ist, wenn es beschlagnahmt wird. Allgemeine Gewaltdarstellungen sind nicht verboten, bei extremer Gewaltverherrlichung weiss ich nicht so genau bescheid. Allerdings verherrlichen viele Filme Gewalt (und zwar ganz besonders die Filme, wo Gewalt und ihre Folgen eben gerade nicht als widerwärtig und abstoßend dargestellt werden, wie das z.B. in “Sodom” der Fall ist), ohne dass sich jemand darüber aufregt.

    “Ich hätte den Film nicht als Test gebraucht. Weder um zu wissen, das ich keine Kacke essen will, noch das ich andere mit Kacke füttern möchte.”

    Schön. Wie schon gesagt wird ja auch niemand gezwungen, ihn sich anzusehen. Man kann sogar während des Films gehen, wenn er einem nicht gefällt. Das hab ich schon oft gemacht.

  23. 23

    bongokarl:

    Also erstmal ist 1975 nicht gleich heute. Ich versuche gar nicht den Film zu verteidigen, ich finde ihn persönlich auch nicht pädagogisch wertvoll und muss mir auch nicht anschauen wie nackte Frauen gezwungen werden Kot zu essen, um etwas über Ethik zu lernen.

    Was ich versucht habe klar zu machen ist, dass man bei dieser extremen Ebene der Gewalt nicht Spiele mit Filmen in einen Topf werfen kann, um die Spiele zu rechtfertigen. Ich rege mich auch auf, wenn Leute mittags Counter Strike als Killerspiel und Gewaltverursacher diffamiert und abends in den aktuellen Bond geht. Aber ob du im Film Folter siehst oder im Spiel folterst ist für mich ein Unterschied. Ob du Folter als Grauen siehst, dass im Film klar verurteilt wird oder ob du selbst zum Foltern animiert wirst und es der Inhalt und das Ziel des Spieles ist, ist ein Unterschied. Da kannst du 120 Tage in Sodom noch so beschissen finden, sorry.

  24. 24

    Maltefan:

    @bongokarl
    “Ob du Folter als Grauen siehst, dass im Film klar verurteilt wird oder ob du selbst zum Foltern animiert wirst und es der Inhalt und das Ziel des Spieles ist, ist ein Unterschied. Da kannst du 120 Tage in Sodom noch so beschissen finden, sorry.”

    Völlig d’accord. Zwischen Gewaltdarstellung und Gewaltverherrlichung ist ein Riesenunterschied. Mich regt ehrlich gesagt viel mehr auf wenn Gewalt in Filmen zu harmlos dargestellt wird anstatt einigermaßen realistisch. In diesen ganzen Hollywood-Schlägereien, wo man sich immer wundert was Menschen alles aushalten ohne zu sterben, findet mehr Gewaltverherrlichung statt als bei Pasolini.

  25. 25

    shhhh:

    Es sind doch nur Pixel, etc.

    Rockstar konnte man schon mit Veröffentlichung der GTA-Reihe schlechten Geschmack vorwerfen, und das ist jetzt gut 10 Jahre her. Würde heute kein Schwein kratzen, weil: Pixel, etc. Jetzt hinzugehen, und die logische Steigerung zu verbieten, quasi die Next-Gen-Geschmacklosigkeit komplett zu verbannen, hieße für mein Empfinden, einen überdeutlichen Startschuss Richtung Zensurwettlauf abzufeuern. Ich kann Spielen wie Manhunt auch nix abgewinnen, und ich frage mich ebenso, wer sowas gerne spielt – aber wenn man bei “Pixel, etc.” mit der Zensur anfängt, kann man eigentlich auch die Death-Metal-Regale in den Plattenläden leerfegen und die Horror-Abteilung in der Videothek ganz schliessen. Wäre meiner Meinung nach die logische Konsequenz.

  26. 26

    hooomer:

    objektiv: virtuelle snuff games gehören genauso wie pornos in die ab18 abteilung. konsolenhersteller nehmen sich nunmal aus imagegründen das recht, lizenzen zu verweigern.

    was hat DAS mit zensur zu tun?

    subjektiv: sucht mal bei youtube nach “All Manhunt Kills”. wo hört der spaß auf? wenn man dem gegner das foto eines verhassten lehrers oder kollegen aufs gesicht mappen kann? wenn frauen oder kinder ins spiel kommen? …?

    imho ist manhunt2 einer der wenigen fälle, in denen die moralische selbstregulierung des freien marktes funktioniert hat! hut ab!

    ach übrigens: ansonsten bin ich ein leidenschaftlicher spieler von sogenannten “killerspielen” - spiele wie manhunt, postal, o.ä. sind jedoch auch in meinen augen menschenverachtender dreck!!!

  27. 27

    Maltefan:

    “objektiv: virtuelle snuff games gehören genauso wie pornos in die ab18 abteilung. konsolenhersteller nehmen sich nunmal aus imagegründen das recht, lizenzen zu verweigern.

    was hat DAS mit zensur zu tun?”

    Nichts.

  28. 28

    Peter H aus B:

    @maltefan: Aber isch abe doch gar nix su entscheiden…

    Schizophren: Darstellungen von Gewalt gegen Kinder sind verboten, gegen Erwachsene aber nicht.
    Und du findst das auch noch gut..und denkst sogar drüber nach, ob es nicht der Freiheit des Künstlers überlassen sein sollte, gewalttätigen Sex mit Kindern darzustellen..Supi!
    Oder hab ich was falsch verstanden?

    Deine Sensationsgeilheit und Abgstumpftheit macht mich fertig….

  29. 29

    Maltefan:

    @Peter H. aus B.
    Sorry wenn ich das so sagen muss, aber Du hast überhaupt nichts verstanden. Ich bin wohl das am wenigsten abgestumpfte Individuum auf diesem Planeten, weine immer am Schluß von Disney’s “Kleine Meerjungfrau” und bin nicht in der Lage, mir Schlägereien in Filmen wie “Lethal Weapon” anzusehen ohne mir bei jedem 2. Schlag zu denken, dass der Typ jetzt langsam anfangen müßte zu sterben, weil das in der Realität keiner aushalten würde, ohne ebendies zu tun. Das blutrünstigste Computerspiel, das ich je gespielt habe, ist “Age of Empires”.

    Ich weiss wirklich nicht warum fast jeder meint, man müsse aus der Position der persönlichen Betroffenheit argumentieren, wenn es um Grundsätzliches geht.

    Richtig, Gewaltdarstellungen sind nicht verboten. Es sind nicht mal Darstellungen von Gewalt gegen Kinder verboten. Warum sollte das auch verboten sein? In einer freien gesellschaft bedarf es schon eines guten Grundes, etwas zu verbieten, und wenn man irgendwo anfängt zu zensieren, weil das Werk ja sowieso so “überflüssig” ist, wo hört man dann auf?

    Der nächste findet Pornos überflüssig — zack, verbieten.
    Dann kommt ein religiöser Fundamentalist und findet, Zärtlichkeiten zwischen Männern darzustellen ist ekelhaft und widerlich — zack, verbieten.
    Der nächste findet dann, ein Buch von Salman Rushdie beleidigt seine Religion, ist ekelhaft und widerlich, braucht kein Mensch — zack, verbieten.

    Wo, Deiner Meinung nach, hört die Gesellschaft auf, frei zu sein? Nach meiner und auch allgemeiner Lesart beim ersten zack-verbieten, und zwar auch wenn man persönlich das Zeug widerlich findet, wie ich es zum Beispiel mit Psaolinis Film tue.

    Es mag zwar abgedroschen sein, aber in einer freiheitlichen Gesellschaft geht es nicht darum, nur das zu tolerieren, was einen sowieso nicht sonderlich stört.

  30. 30

    Peter H aus B:

    @maltefan:
    “Was mich an der Gewaltspieldiskussion extrem ankotzt ist, dass Gewalt in Spielen immer gleich der Untergang des Abendlands ist, während ganz ähnliche Gewaltexzesse in Filmen halb so schlimm sind.”

    Es gibt wie Spiele auch Filme und Bücher die wegen Gewaltverherrlichung indiziert sind.

    Ab und an muss was verboten werden, “Mein Kampf von A.H.” ist es glücklicherweise.

    Oder sollte deiner Meinung nach auch ein solches Pamphlet erlaubt sein, der Freiheit wegen?

    In einer Gesellschaft muss es regulierende Kräfte geben, es müssen Grenzen gesetzt werden.
    Das tut auch die Demokratie.
    Wenn nicht, würde es es bald so zu gehen wie in Manhunt2.

  31. 31

    Maltefan:

    “Es gibt wie Spiele auch Filme und Bücher die wegen Gewaltverherrlichung indiziert sind.”

    Klar, aber wenn einer Amokläuft dann war es nie der letzte James-Bond-Film, sondern immer Counterstrike .. denn Gewalt bei James Bond ist halb so wild, aber CS muss man verbieten!!!!elf

  32. 32

    Peter H aus B:

    @maltefan:
    Jetzt wirds mir zu blöd….

  33. 33

  34. 34

    Maltefan:

    Peter H aus B:
    Hm? Ich hab von Dir genau genommen noch kein einziges Argument gehört ausser dass verboten gehört, was Du widerlich und überflüssig findest, aber Dir wird’s zu blöd?
    Glückwunsch.
    (BTW, falls es Dir entgangen sein sollte .. mein letzter Beitrag war leicht ironisch)

    Öhem, Deinen vorletzten Kommentar hast Du ja nochmal editiert, während ich darauf geantwortet habe.

    Du bist nicht ganz richtig informiert, “Mein Kampf” ist nicht verboten. Und auch sonst ist viel weniger verboten als Du zu glauben scheinst. Und im Übrigen gibt es Demokratien die die Grenzen der Meinungsfreiheit noch bedeutend weiter ziehen als das eh schon zensurfreudige Deutschland, z.B. die USA.

    Im Übrigen habe ich auch noch nirgends was dagegen gesagt, dass ab und an was verboten wird. Ich meine bloß, dass man mit verboten sehr vorsichtig sein muss, wenn man seine Freiheiten nicht verspielen will. Und in Gottes Namen nicht da anfangen, wo Peter H aus B oder Maltefan es widerlich finden.

  35. 35

    bEN:

    @ Peter H aus B
    vom indizieren hast du wohl nicht sooo viel Ahnung.
    Mein Kampf nicht verboten. Man darf das Buch (antiquarisch) Handeln und es Besitzen.
    Der Nachdruck ist allerdings verboten. Zumindest noch bis 2015. Hat was mit Urheberrecht zu tun.

  36. 36

    Maltefan:

    Ben: Weil Hitler ohne Erben gestorben ist, sind die Verwertungsrechte an den bayerischen Staat gefallen, der keine Nachdrucke innerhalb Deutschlands erlaubt. Im Ausland darf es nachgedruckt werden.

  37. 37

    Andi:

    Ach Peterchen,

    “Ab und an muss was verboten werden”.

    Warum fangen wir denn nicht mit Deinen Äußerungen an, sie sind ja offensichtlich wertlos, unbegründet, antidemokratisch und auch ein bißchen ekelhaft.

  38. 38

    dussel:

    hach, mal wieder schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

    ich seh auch nicht, warum man ein spiel verbieten muss, nur weil es einem nicht gefällt. das wäre punkt eins.

    dann das argument, pöse puben werden gewalttätiger, wenn sie killerspiele spielen. ach ja? wenn ich das richtig in erinnerung habe, hat sich niemals nachweisen lassen, inwiefern die pösen puben schon sowieso aggressiv waren. evtl lässt sich eine gewaltneigung steigern, wenn man viel spielt. aber nur eventuell. auch wenn herr pfeiffer was anderes behauptet: der nachweis dafür muss noch erbracht werden.

    warum nicht die geschwindigkeit auf autobahnen senken? das rettet mit sicherheit leben, da gibt’s kein mangel an belegen. warum auf einer so fragwürdigen argumentation rumreiten?

  39. 39

    paolo pinkel:

    Einigermaßen unglaublich, wie leichtfertig hier für Verbote von Medien für Erwachsene argumentiert wird und das dann auch noch mit wachsweichen Kategorien wie “Geschmack”.
    Ich spiele selbst gar nicht aber mich erinnert diese Diskussion an frühere zum Thema Splatterfilme & Co. Natürlich darf man sowas ekelhaft, unnötig und unmoralisch finden- das ist aber noch lange kein Grund erwachsenen Menschen Vorschriften bzgl. fiktiver Medieninhalte zu machen.

  40. 40

    corax:

    @paolo pinkel (39) Paolo Pinkas

    “Einigermaßen unglaublich, wie leichtfertig hier für Verbote von Medien für Erwachsene argumentiert wird und das dann auch noch mit wachsweichen Kategorien wie “Geschmack”.”

    Ach ja, lesen ist schon schwer nicht wahr?
    Koks soll ja nicht so ganz ohne sein.

    Es ging um eine Einstufung als AO (Adults Only).

    Also dürfen Erwachsene durchaus, wenn sie wollen.
    Das das einer wirtschaftlichen Unverwertbarkeit gleich kommt,
    dass! sollte einem doch zu denken geben. Irgendwie scheinen Erwachsene gar nicht die primäre Zielgruppe zu sein.

    Pax

  41. 41

    Maltefan:

    Pax: Es wurden hier schon weitergehende Verbote gefordert, und zwar auf der Grundlage von “widerlich” und “vermißt keiner”.

    Einer wirtschaftlichen Unverwertbarkeit kommt das deswegen gleich, weil es dann für die Plattformen, für die es geschrieben wurde, gar nicht erst freigegeben wird, und zwar aufgrund der Firmenpolitik der Konsolenhersteller. Aber wie ich schon sagte … so what? Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst heisst schliesslich nicht Recht darauf, dass auch Geld damit verdient wird.

  42. 42

    corax:

    @ Maltefan

    Ich nenn mich (noch) corax,
    (Nach deinem Kommentar 18 bei “kopfwasche-mit-nebenwirkungen”
    hatte ich ernsthaft Maltefanfan in Erwägung gezogen)
    Pax benutz ich grad bloß als Grußformel weil es sich so schön reimt. ;-)

    Ich hab den Bezug mit dem “Geschmack” dem Ursprungsartikel zugeordnet,
    wo ja auch steht: “Und wer zum Teufel mag ernsthaft behaupten, dass so ein Titel für Kinder und Jugendliche geeignet sei?”

    Deinen Diskurs mit Peterle hab ich verfolgt, (hatte vor kurzem ja einen ähnlichen mit ihm) und bin zu 99,95% deiner Meinung.

    Von mir aus nach dem Motto des
    ollen Fritz: “Jeder selig nach seiner Facon.”
    Solange kein anderer zu Schaden kommt, aber das hattest du ja schon öfters erwähnt.

    Glück auf

  43. 43

    Maltefan:

    @corax:
    Sorry für die Namensverwechslung.
    Maltefanfan ist sowieso nicht mehr frei, das ist Maltes Pseudonym .. ;-)
    (http://www.spreeblick.com/2007/05/25/klare-aussagen/#comment-435533)

  44. 44

    corax:

    @ Maltefan

    Kein Ursache.

    Zum Pseudonym: ich hatte sowas vermutet.
    Außerdem bin ich auch nicht so generös,
    was meine Erbanlagen angeht,
    von daher ziehe ich mich dann auch lieber diskret zurück. ;-)

    Pax

  45. 45

    Maltefan:

    @corax
    Moment mal, Kinder will ich nur von Leuten deren Fan ich bin, nicht umgekehrt ;-P

  46. 46

    corax:

    Dito,
    ich wollte auch bloß einer möglichen “Rekursion”
    von vornherein jeglichen Wind aus den Segeln nehmen. ;-)

    Pax

  47. 47

    winfried aus chemnitz:

    Die Freiheit der Kunst ist kein Maß wenn die Kunst darin besteht dem Menschen die Kultur ab zu gewöhnen!
    Es ist aber nicht die Aufgabe des Gesetzes oder der Justiz sondern die Aufgabe der Kunst selbst - endlich Kunst zu sein!

  48. 48

    nomzamo aus karl-marx-stadt:

    Stets hat die dipolar endokrine Orientierung der Finanzgebarung ein kybernitisches Timing der Retention und beendet hauptsächlich eine effektiv Mitarbeiter-Loyalität trotz des Widerspruchs zur Bargeldrücklage des Aktienkurses.

  49. 49

    Philipp Lenssen:

    Zensur ist nur böse, wenn verboten wird, was ich mag? Nein, im Gegenteil Malte: wenn du gegen Zensur, also für Meinungsfreiheit bist, musst du eben die Meinung der *anderen* verteidigen. Seine eigene Meinung zu verteidigen hat nichts mit der Verteidigung der Meinungsfreihet zu tun.

    Schade, das diese Gedanken der Meinungsfreiheit in Deutschland so wenig verbreitet zu sein scheinen: wir werden mittlerweile schon als Beispiel herangezogen, wenn Firmen die Zensur in China verteidigen (siehe z.B. http://www.msnbc.msn.com/id/12283735/ ).

  50. 50

    Malte:

    Es geht eben nicht um Zensur. Sondern um eine Altersfreigabe. Und zwar in Großbritannien und den USA. Findet ihr ernsthaft, dass Altersfreigaben sinnlos sind?

  51. 51

    Philipp Lenssen:

    Deinem Artikel entnehme ich einen anderen Schwerpunkt:

    > Ihr Spiel Manhunt 2 ist faktisch nicht verwertbar.

    > das British Board of Film Classification hat sich sogar
    > geweigert, überhaupt über eine Altersfreigabe zu
    > entscheiden, was einem Verbot gleichkommt.

    > Zudem lizensieren weder Sony noch Nintendo Spiele, die
    > nur für Erwachsene freigegeben sind.

    Du teilst die Welt in “geistig gesunde Gamer” und solche, die es nicht sind — wäre das Argument deines Artikels gewesen “minderjährige Gamer” im Gegensatz zu “volljährigen Gamern”, hätte ich es anders interpretiert.

  52. 52

    Malte:

    Ich habe über den Artikel eben lange mit einer Freundin diskutiert, da er sozusagen an einem Eckpunkt meiner Geisteshaltung steht (sry wg etwaiger schwerfälliger Formulierungen, der Wein, die Uhrzeit:)), ihr sogar auf den ersten Blick entgegensteht.

    Ich kann die Argumente derer, die sagen, man dürfe seinen Geschmack nicht zum Maßstab für Verbote machen, sehr gut nachvollziehen. Allein: Es geht nicht um Killerspiele (wer hat den Begriff eigentlich erfunden?)im Allgemeinen, es geht um den konkreten Fall. Und es fällt mir schwer in die Bresche zu springen für eine Firma, die aus zynischem Kalkül ein Spiel produziert, von dem sie hofft, es möge eine Altersfreigabe für 17Jährige erreichen, um somit auf Umwegen und gerade wegen des Rufes als besonders menschenverachtend auch an Jüngere Käufer zu gelangen.

    Dass Nintendo und Sony über die staatlichen Maßgaben hinaus agieren, ist eine ausführlichere Betrachtung wert. Der nächste Artikel wird sich um diese Problematik drehen. Wie aber soll der Gesetzgeber die Konsolenhersteller zwingen, Produkte zu lizensieren, die sie ablehnen?

  53. 53

    Peter H aus B:

    @maltefan und corax:

    Obwohl es mir zu blöd ist, doch nochmal.
    Ich habe mit mit Mein Kampf vielleicht das falsche Buch erwähnt, was nichts an der Tatsache ändert, das sowohl manche Bücher und Filme als auch Spiele verboten sind.

    Glücklicherweise bin ich nicht der einzige, der eine Wichtigkeit von Sodom bezweifelt. Einige wenige durchgeknallte Filmhistoriker mögen da anderer Ansicht sein. Auch gut.

    Ich habe keinerlei Verbote gefordert, lediglich das Verbot von Manhunt begrüsst.

    Seid ihr zwei, die anderen gerne das Wort im Mund herumdrehen, einen “wunden Punkt” aka nicht ganz einwandfreie Formulierung finden und dann völlig OT auf diesem herumhauen. Lächerlich.

  54. 54

    me:

    happy tree friends finde ich teilweise schlimmer als manhunt(1).

  55. 55

    Sven:

    Wie ja Malte eben schon erwähnt hat, möchte ich nochmal betonen, dass das Spiel in den USA nicht verboten ist, sondern Sony und Nintendo sich weigern würden das Spiel für ihre Plattformen zu lizensieren. Es ist bekannt, dass sie keine Spiele lizensieren, die “nur für Erwachsene” eingestuft sind. Das ist ihr gutes, marktwirtschaftliches Recht, da Wii und Playstation ihre geschlossenen Plattformen sind, und das ist der Firma Rockstar auch bekannt. Auch würden Ladenketten wie Walmart das Spiel nicht anbieten. Es bleibt Rockstar unbenommen, eine Version für PC (offene Plattform) herauszubringen. Weiterhin kommt dazu, dass es in Amerika schon ziemlich heftige Gewalt (kein Sex) sein muss, um “nur für Erwachsene” eingestuft zu werden. Vielleicht wollte Rockstar das provozieren, und es handelt sich um eine Art Suicide-Marketing. Die beschriebene Szene aus dem Spiel klingt auch irgendwie danach. Mit Zensur hat das alles erstmal nichts zu tun.

    In Deutschland ist die Situation etwas anders. Das lässt sich aktuell an dem tollen, neuen Filmgenre “Folterporn” beobachten: In der FR werden die von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verlangten Veränderungen an Hostel 2 diskutiert. Hierbei ist wichtig, dass es dabei nicht um Jugendschutz geht, da auch die veränderte Version erst ab 18 ist. Auch wenn der Film wahrscheinlich totaler Mist ist, sehe ich das als eine Art Bevormundung in Sachen Geschmack. Wenn ich das richtig verstehe, können die Kinos auch die Original-Version zeigen, sie haben aber dann keine Rechtssicherheit, dass ein sich berufen fühlender Staatsanwalt die Aufführung untersagt und den Film beschlagnehmen lässt. Das wäre dann schon eher Zensur. Es wäre interessant zu wissen, wie oft so etwas schon mal vorgekommen ist (veilleicht bei Pasolini). Auch interessant dazu die Rezension von „This Film is not yet rated“ bei Agitpop, wo ich auch den FR-Artikel gefunden habe.

  56. 56

    Marcel:

    geez, hier wird ueber ein spiel diskutiert, dass noch niemand gesehen hat. alles basiert auf beschreibungen eines virtuellen käseblatts, dass man nicht gerade als qualitäts-gaming-presse bezeichnen kann. die meisten haben noch nicht mal den ersten teil gespielt, nur davon in der presse gelesen.

    “Rockstar Games haben es übertrieben, ihnen sind Grenzen aufgezeigt worden und jetzt können sie sich damit beschäftigen, ein Spiel zu entwickeln, in dem es um etwas anderes geht als mehr Blut, mehr Hirnsaft, mehr Eingeweide. Kann ich nicht schlimm finden.”

    So einen Satz wünsche ich mir dann auch bei Hostel 1234. oder SAW 300. Aber stattdessen wird darueber lamentiert, dass in einem Grützenfilm wie Hostel 2 zwei Minuten in der deutschen Fassung fehlen. Nicht falsch verstehen, ich halte gar nichts von Zensur bzw bevormundung von oben, aber selbst hier wird anscheinend mit zweierlei maß gemessen.

    Ob ein Spiel wie manhunt 2 sein muss? Sowas wird schon seine (erwachsene) zielgruppe haben. Genauso wie es Leute gibt, die von Filmen wie SAW nicht genug bekommen können. Es muss nicht sein, aber was viel wichtiger ist: es darf sein! Verbote sind allein deshalb schon kontraproduktiv, weil es einem erwachsenen Menschen dann nicht mehr möglich ist, sich selber ein Bild davon zu machen und dadurch auf fakten basierend zu diskutieren. so muss man sich auf den mist verlassen, denn die mainstream presse und politische hardliner verbreiten.

    Edit: Um auf die Fragen zu antworten:
    “Was ist an Spielfreude dadurch gewonnen?”

    Woher will irgendjemand was wissen. Hier wird nur die Tat, ohne den Kontext beschrieben, mit dem sie im Spiel vorkommt. Typischer Fehler.

    “Schießen sich nicht die Firmen selbst ins Knie, wenn sie sich in eine Gewaltspirale begeben, die ihr natürliches Ende wohl erst erreicht haben wird, wenn man eigenhändig einen Genozid verüben muss?”

    Welche Gewaltspirale? Nach meiner Erfahrung hält sich die Art und Häufigkeit von Gewalt eigentlich seit Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau. Ich finde nicht, dass es da eine Spirale gäbe.

    “Wo ist bei einem Titel wie Manhunt eine Weiterentwicklung bezüglich Spielbarkeit, Grafik, Spielwitz, Einfallsreichtum gegeben?”

    Müsste man den ersten Teil wohl mal spielen. Ich habe von freunden gehört, dass es eine ziemlich surreale erfahrung sein soll. aber das ist wohl bei jedem anders.

    “Und wer zum Teufel mag ernsthaft behaupten, dass so ein Titel für Kinder und Jugendliche geeignet sei?”

    Hat wohl auch niemand getan.

  57. 57

    MILLUS:

    Ich selbst bin Künstler und Produzent von Medienprodukte (Comics/Games/Netainment etc.)
    Mit der Freiheit darf man es nicht übertreiben, es sollte schon Regeln geben und Richtlinien, sonst haben wir noch eines Tages ZELDA mit Kinderpornografie und endless Gewaltorgien.
    Was in machen Köpfen von Künstlern (und nicht nur Künstlern) steckt ist oft sehr erschreckend. Und gefährlich,wenn sie selbst nicht einsehen, dass was sie zeigen wollen etwas ZU extrem ist und gegen jede Moral/Würde/Menschlichkeit ist.

    Die Ausrede das solche “Spiele” etc. nur für Erwachsene sein sollen und gekauft werden dürfen ist auch nicht die wahre Lösung, denn so werden die Kids neugieriger und denken das man als Erwachsener alles darf und es dann normal ist sich als Erwachsener sich so Gewaltorgien reinzuziehen und sich dabei gut zu fühlen andere abzuschlachten.
    Es sollte andere Arten von Frustabbau geben und nicht welche, die das Adrenalin in die Höhe treiben und Gewaltlösungen verherrlichen.

    Ich finde es gut, dass sich einige Spielefirmen weigern bestimmte Spiele zu realisieren oder zu vertreiben. Da steckt noch etwas Verantwortung in den Köpfen einiger Mitarbeiter.

  58. 58

    Marcel:

    “Die Ausrede das solche “Spiele” etc. nur für Erwachsene sein sollen und gekauft werden dürfen ist auch nicht die wahre Lösung, denn so werden die Kids neugieriger und denken das man als Erwachsener alles darf und es dann normal ist sich als Erwachsener sich so Gewaltorgien reinzuziehen und sich dabei gut zu fühlen andere abzuschlachten.”

    Ausrede?!

    Und für den Rest gibt es etwas, das nennt sich Erziehung.

    PS.: mit der freiheit kann man es gar nicht oft genug übertreiben. (edit: im sinne von ausleben. darstellung von kinderpornografie hat natürlich nichts damit zu tun)

  59. 59

    Maltefan:

    @Malte (#52):
    Mir scheint Du bringst da etwas durcheinander. In Deutschland geht es nicht nur um eine Altersfreigabe, denn das Spiel ist beschlagnahmt worden. Das heißt, es ist komplett verboten. Auch für Erwachsene. In USA ist es praktisch unmöglich etwas zu verbieten, denn die nehmen die Redefreiheit da noch ernst. Deswegen hat es DORT ein AO-Rating bekommen, was es praktisch unverkäuflich macht, aber das ist einfach das persönliche Pech des Herstellers und die Selbstregulation des Marktes.

    @Marcel (#55)
    “Verbote sind allein deshalb schon kontraproduktiv, weil es einem erwachsenen Menschen dann nicht mehr möglich ist, sich selber ein Bild davon zu machen und dadurch auf fakten basierend zu diskutieren. so muss man sich auf den mist verlassen, denn die mainstream presse und politische hardliner verbreiten.”

    Wichtiges Statement.

  60. 60

    Philipp Lenssen:

    Malte, ich würde mich freuen wenn ihr in einem kommenden Artikel mal ein bißchen über deutsche Zensur/ Zensurgesetze usw. berichtet, und auch über das Zusammenspiel zwischen Jugendschutz und evtl. Auswirkungen auf sagen wir “Erwachsenenschutz”.

    Ich war entsetzt, als ich mir in einem Vortrag einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin anhören musste, warum deutsche Zensur moralisch ist, ja vielmehr die Zensur keine Zensur sei (Vorzensur/ Nachzensur-Thematik), die chinesische Zensur aber klar böse ist. Mit jeder lokalen Zensur liefert man gleichzeitig auch ein Beispiel, dass eben immer lokale Gepflogenheiten Zensur rechtfertigen dürfen, was dann zum moralischen Prinzip erhoben jede Regierung für ihre Sache nutzen kann. Nochmal: die Hemmschwelle für internationale Zensur bei IT-Firmen ist auch durch deutsches (und französisches) Recht gesunken, und das hat Folgen für Länder, die jetzt auch “Filterrechte” bei IT-Firmen einfordern.

  61. 61

    paolo pinkel:

    >Ach ja, lesen ist schon schwer nicht wahr?
    >Es ging um eine Einstufung als AO (Adults Only).

    Ja, anscheinend ist das mit dem Lesen wirklich so ne Sache aber zum Glück wurde Dir ja mittlerweile schon in ein paar Post erklärt, dass es eben nicht nur um eine Alterseinstufung geht.

  62. 62

    winfried aus chemnitz:

    @nomzamo aus karl-marx-stadt (48)

    Die Funktion (alle Spreeblick - Kommentare) offenbart die Herkunft deiner unsinnigen Antwort!

  63. 63

    winfried aus chemnitz:

    Das kommende Spiel “Spore” kann man als eine Antwort auf den künstlerisch verbrämten Gewalperversionismus sehen!

  64. 64

    bitter_twisted:

    1967 gab es schon mal einen Amokläufer, damals wurde Amoklaufen noch durch Rockmusik und Paperback Romane verursacht.

  65. 65

    Acid:

    Obacht: das ist jetzt völlig Off Topic, aber wichtig und möglicherweise einen eigenen Artikel wert:

    Google will GMail in Deutschland möglicherweise schließen, sollte die Bundesregierung nicht ihre umstrittene Gesetzesinitiative zur Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs stoppen
    heise.de/newsticker/meldung/91627
    ______
    Und zu Manhunt: es sind nur Pixel, Herr J. nochmal. Von Hostel 1+2 hat man auch behauptet, es seien die geschmacklosesten, “heftigsten” Filme aller Zeiten, dennoch sind die Leute im Kino reihenweise eingeschlafen. Unbequem sind diese Streifen nur, weil man davon ausgehen muss, dass sowas tatsächlich im Real Life passiert. Sieht bei Manhunt sicher ähnlich aus.

  66. 66

    Robatt:

    “happy tree friends finde ich teilweise schlimmer als manhunt(1).”

    Es gibt Wartezimmertapeten, die mehr Schaden anrichten als alle hier genannten Machwerke zusammen.

  67. 67

    Arik:

    Der Pfeiffer hat mal bei uns in der Schule nen Vortrag gehalten. Aber was der gelabert hat is mir eigentlich egal gewesen, ich spiel trotzdem genauso lang und mit gleichen Alterbeschränkungen.

  68. 68

    nomzamo aus karl-marx-stadt:

    @winfried aus chemnitz (63) winfried

    Das ist falsch, die Webseite unter dem Namen offenbart die Herkunft der unsinnigen Antwort.

  69. 69

    corax:

    @winfried aus chemnitz (62) paolo pinkas

    “Ja, anscheinend ist das mit dem Lesen wirklich so ne Sache aber zum Glück wurde Dir ja mittlerweile schon in ein paar Post erklärt, dass es eben nicht nur um eine Alterseinstufung geht.”

    In welchen posts, ich konnte keine entdecken?

    Dass mit der Einstufung “AO” der Vertriebsweg für Erwachsene ebenfalls zusammenbricht, ist nicht mein Problem, da muss sich die Firma halt selber Gedanken drüber machen.

    Die Einstufung finde ich aus Jugendschutzgründen OK, aber ich bin gegen ein Verbot für Erwachsene, da es Zensur wäre und halte mich da an Rosa Luxemburg: “Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden”. Das es hier de facto zu Überschneidungen von Jugendschutz und Verkaufsverbot kommt, ist ein Problem da sollen sich andere Gedanken drüber machen.

  70. 70

    Limited:

    Mittlerweile gibt es die ersten Untersuchungen über die längerfristigen Auswirkungen von Gewalt- und Pornodarstellungen.

    Und das sieht nicht gerade ermutigend aus.

    Hier ein m.E. sehr interessanter Artikel - Das Gehinr verlernt das Mitleid

    http://www.20min.ch/digital/youtube/story/13172916

  71. 71

    Maltefan:

    @corax:
    Er meint wahrscheinlich meinen Kommentar, in dem ich behauptet habe, manhunt2 sei bei uns beschlagnahmt worden. Tatsächlich habe ich das verwechselt, es war schon der erste Teil, der beschlagnhamt (und damit komplet verboten, auch für Erwachsene) wurde.
    Man kann allerdings wohl davon ausgehen, dass auch manhunt2 dieses Schicksal ereilen würde, käme es überhaupt bei uns auf den Markt.

  72. 72

    winfried aus chemnitz:

    @Limited (70) Jemanden herunter zu machen Offenbart nur die eigene Schwäche zum Thema oder zum Inhalt!

    Wenn du meinen Internetnamen Winfried aus Chemnitz zu Karl Marx Stadt um erklären willst ist das Ziel die Schwächung meiner Person.

    Das sagt viel über deine Person aus. Ich kann natürlich unter Tausend Namen schreiben aber ich habe das nicht nötig. Wo du deine Texte herholst ist Irrelevant für mich - zeigt ja nur das du selbst nichts gescheites auf die Reihe bekommst!

    Dein Hass hat wohl mehr mit den Inhalten meines Blogs zu tun und mit deinen konditionierten Glaubensbildern - die schon Bruchlinien aufweisen und dies macht Angst - Angst ist aber das Primärgefühl von Hass!

    In diesem Stil wirst Du mir nie gewachsen sein aber ich werde auch nie den Fehler begehen mich in diesen Stil zu verbrennen!

  73. 73

    Philipp Lenssen:

    > Mittlerweile gibt es die ersten Untersuchungen über
    > die längerfristigen Auswirkungen von Gewalt- und Pornodarstellungen.
    >
    > Hier ein m.E. sehr interessanter Artikel - Das Gehinr verlernt
    > das Mitleid

    Halte ich nicht für glaubwürdig, diese Studie — sie geht einfach in Richtung “die Jugend von heute” ohne konkrete Beweise aufzuführen.
    Beispielsweise “fehlenden sozialen Kompetenz … durch den Bildkonsum”.
    Oder der Satz “Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen”. Ja klar, und die Unterhaltungsfilme im 3. Reich haben den Leuten das Mitleid beigebracht? Ich kann ganz konkrete Gegenbeispiel aufweisen: es gibt Leute, die werden nach dem Besuch in einem Schlachthaus Vegetarier. Und es gibt Leute, die schauen sich sehr oft und gerne Horror- und Splatterfilme an, und können keiner Fliege was zu leid tun.

    Das einzige, was aus meiner eigenen Erfahrung bei dem ansehen von extrem visuellen Horrorfilmen abstumpft, ist die visuelle Schockwirkung die bei *Horrorfilmen* auftritt. Es ist absolut wichtig hier zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden — das kann das menschliche Gehirn nämlich ganz gut, und mit der Zeit durch mehr Medienkonsum auch immer besser –, was leider oft bei solchen Artikeln vernachlässigt wird, um eine vorgefertigte Meinung zu verbreiten (”Generation YouTube” und so ein Quatsch wie in dem Artikel).

  74. 74

    dingens aus bummens:

    @ winfried

    Ich wollte dich nicht “herunter machen”. Und mit dem Thema oder Inhalt hat das gar nichts zu tun. Im Thread: “Symbol der Sinnlosigkeit” kannst du nachlesen, dass ich dir da voll zugestimmt habe. Ich wollte dir bloß ironisch aufzeigen, dass deine Sätze oft vollkommen verschwurbelt und kryptisch sind und deren Inhalt für so manchen Leser (ich bin nicht der einzige) gar nicht bis sehr mühsam zu erkennen sind.
    Das Pseudonym “nomzamo aus karl-marx-stadt” ist wie du erkannt hast, eine Tautologie auf deinen verwendeten Namen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Winnie_Madikizela-Mandela

    So schlimm wie du das hier beschreibst war das nicht gemeint, ich wollte dir lediglich einmal einen Spiegel vorhalten, damit du dir mal Gedanken über deine Ausdrucksweise machst, und dich lediglich dazu bewegen weniger kryptisch zu formulieren.
    Von “Hass” auf dich kann gar keine Rede sein, ich hasse niemanden. Dein blog hab ich noch nie besucht und seh auch gar keine Veranlassung dazu und mit “Angst” und “konditionierten Glaubensbildern” und “Bruchlinien” betreibst du schon wieder Pseudopsychologie. Und ob dir einer “gewachsen” ist, oder nicht, ist wohl eine Frage der Perspektive.

    Denk einfach mal in Ruhe darüber nach, wenn du zu irgendeinem Thema eine ernstgemeinte Meinung kundtun willst, wäre es hilfreich du würdest so formulieren, dass man es auch versteht, ansonsten musst du halt mit dem Echo leben.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag.

  75. 75

    Limited:

    Halte ich nicht für glaubwürdig, diese Studie — sie geht einfach in Richtung “die Jugend von heute” ohne konkrete Beweise aufzuführen.

    In dem Artikel wird ja nicht direkt auf empirische Studien verwiesen. Dort sind Stellungnahmen von drei Personen aufgeführt, die sich professionell mit Angststörungen, Verhaltensauffälligkeiten und Medienkonsum beschäftigen.

    Die dort vorgebrachten Statements sollte man nicht pauschal als unglaubwürdig von der Hand weisen. Insbesondere der Zusammenhang von Computerspielen, Filmen im Kontext einer allgemeinen Reizüberflutung, die zur Abstumpfung geführt haben, erscheint mir schlüssig.

    Ja klar, und die Unterhaltungsfilme im 3. Reich haben den Leuten das Mitleid beigebracht?

    Eben nicht, die Konsequenzen sind ja bekannt. Und die Nazis waren sich der Wirkung von Medien durchaus bewußt. Filme wie der ewige Jude oder Jud Süß, haben m.E. mit dazu beigetragen, dass die “Deutschen” den Verbrechen gegen die Juden in der Mehrheit nichts entgegengesetzt haben.

    Zu Wirkung von “Der Ewige Jude” siehe z.B. http://www.peppermint.ag/dej/

  76. 76

    Philipp Lenssen:

    > Filme wie der ewige Jude oder Jud Süß, haben m.E.
    > mit dazu beigetragen, dass die “Deutschen” den
    > Verbrechen gegen die Juden in der Mehrheit nichts
    > entgegengesetzt haben.

    Dem stimme ich voll und ganz zu: Propaganda (ob als echte Fiktion, oder bei Fiktion getarnt als Nachricht) kann einen starken (und negativen) Einfluß haben. Nur, um nochmal zum Thema ganz oben zurückzukommen, gibt es auch da für mich keinen Zusammenhang zwischen expliziter visueller Brutalität + einer etwaigen negativen Auswirkung; diese fiktiven Propandafilme sind in den seltensten Fällen explizit visuell Brutal (jenes, was Malte mit “Blutrausch” bezeichnet, was aber auch Medien den sog. “Killerspielen” gern vorwerfen).

    *Würde* man allerdings von einer automatischen negativen Auswirkung expliziter Gewaltdarstellung überzeugt sein — diese Meinung, auch wenn ich sie nicht teile, steht jedem frei –, wäre das für mich immer noch kein Grund, ein Machwerk zu zensieren. Eine Gesellschaft wird nicht durch die Existenz von brutalen Spielen, oder wie bei deinem Beispiel, “Jud Süß”, in den Abgrund getrieben, und trotzdem ist heute einiges an Nazi-Meinung in Deutschland zensiert (siehe Suche nach stormfront.org in Google.de vs Google.com, welches nur eines von vielen Beispielen ist). In Deutschland gibt es eben keine echte “Meinungsfreihet der Andersdenkenden”.

    Die Ironie des Schicksals. Durch historische