
In der Liste der beeindruckendsten Konzerte meines Lebens landet der Mano-Negra-Gig im Hamburger Logo Anfang der Neunziger ganz weit oben. Dieses Erlebnis ist bis heute der Grund, warum Manu Chao, der sich als damaliger SĂ€nger der Band mit Anlauf direkt und kopfĂŒber ins Publikum begab und damit die HauptaktivitĂ€t der folgenden zwei Stunden vorgab, in meinen Augen und Ohren nicht viel falsch machen kann und warum ich ihm seine Solo-Erfolge der letzten Jahre (sogar in Deutschland!) von ganzem Herzen gönne.
Nun gibt es endlich eine neue Single, aber wenn der geschĂ€tzte Kollege meint, Manu Chao sei „seinem Stil treu geblieben“, dann wage ich zu widersprechen.
Denn zwar klingt Chao stimmlich auch auf Rainin’ in Paradize wie er eben klingt (nĂ€mlich grandios), aber das Bemerkenswerte an dem Song, der durchaus ĂŒber sympathisches Ohrwurmpotential verfĂŒgt, ist doch die musikalische Abkehr vom Band-Sound. Sattdessen ein straighter, vielleicht sogar dumpfer Drumcomputer mit 8tel-Gitarren, ein Sound, mit dem Billy Idol Mitte der 80er Erfolg hatte. Geht man vom Berliner StraĂenbild aus, ist das 80er-Revival noch nicht vorbei, der Song könnte also funktionieren.
Wenn mir jetzt noch jemand das unsÀgliche Video erklÀren kann, in dem die Kapelle zwischen Dokumentarbildern aus Krisen- und Kriegsgebieten herumalbert?
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Kann mir nicht helfen… Manu Chao klingt toll, aber er spielt immer wieder das gleiche lange Lied… Das ist wohl mitunter das Schicksal von Musikern, die einen (klaren) eigenen Stil entwickeln.
Alle Kommentare von leo
02
ich versteh das video auch nicht, ich habe mano negra auch geliebt und ich hatte nie etwas gegen den erfolg von manu chao.
aber die nummer hier ist irgendwie so unhookig…verdammt, also auch nicht der sommerhit..
Alle Kommentare von nilz
03
Der Song wÀchst. Das Video schrumpft.
Alle Kommentare von Johnny
04
ohrwurmqualitÀten ja. aber nicht jeder ohrwurm ist auch ein gewollter, geschweige denn, ein guter.
Alle Kommentare von jens
05
Leider habe ich weder Mano Negra noch Manu Chao je live sehen können. Meine abgenudelte “In the Hell of Patchinko” Live-CD (wĂ€re es Vinyl, wĂ€ren die Rillen durchgerizt :-) )gibt aber immerhin eine Ahnung von der Power eines solchen Gigs.
Johnny, das mit Billy Idol hĂ€ttest Du nicht schreiben sollen. Wenn ich jetzt das Lied höre, sehe ich einen Billy mit Rastas und TĂŒte an der Oberlippe, der Englisch mit spanischem Akzent spricht :-)
PS: Das Video ist glaube ich irgendwie globalisierungskritisch gemeint …
Alle Kommentare von Marcus
06
das video erklÀrt sich durch den text des liedes und nicht durch die musik. wenn es in einem lied um bestimmte konflikte geht macht es sinn diese im video zu zeigen.
Alle Kommentare von xam
07
the king ausm kongo passt bessa
Alle Kommentare von stackevil
08
Das Video scheint eine Art Nebenprojekt der Zusammenarbeit von Manu Chao und Emir Kusturica an der Doku ĂŒber Maradona zu sein. Ich habe beschlossen, es zu mögen.
Alle Kommentare von fu
09
Mano Negra ist damals leider völlig an mir vorbei gegangen. Und nun muss ich mir immer wieder sagen lassen, wie grandios die Konzerte damals waren. Mist.
Alle Kommentare von AP
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Ich kann dabei nix finden, ist halt auch eine Art zu sagen: es stinkt.
Bob und Bono machen das hochglanzmÀssig, Manu Chao halt so.
Ausserdem, wenn das in heavy Rotation auf MTV und Viva lÀuft.. warum nicht.
Wobei das in den USA bestimmt zensiert wird.
Da man Lyrics ja nicht mehr so ohne weiteres schreiben darf:
http://soundsugar.net/pblc/ManuChao-RaininInParadise.htm
BTW: ich mag solche musikalischen Endlosschleifen
Alle Kommentare von Peter H aus B
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Der “Sommer-Hit” von Manu Chao ist fĂŒr mich auf jeden Fall “Me llaman calle”, Titelsong zum Film “Princesas”. http://youtube.com/watch?v=jqilNi-QuYs
Auch dieser wird auf dem im September erscheinenden Album La Radiolina vorhanden sein. Und da der Sommer auf sich warten lĂ€sst… wird es vielleicht ja noch was im September mit dem Hit.
AuĂerdem war Manu Chao seit “Proxima estacion esperanza” nicht untĂ€tig. Er veröffentlichte das (rein französischsprachige) Album Siberie m’etait contĂ©ee + Bilderbuch von Zeichner Wozniak, und produzierte das letzte Album von Amadou und Mariam aus Mali.
Bei all diesen Produktionen ist immer Manu Chao rauszuhören, sei es durch das “Pling” von King of Bongo, die immer wieder zu hörende Sirene, oder Textzeilen die sich seit Jahren (auch schon zu Mano Negras Zeiten) durch seine Songs ziehen.
Nach “Band-Sound” klingt Manu Chao spĂ€testens seit dem Album Clandestino nur noch live.
Und trotzdem muĂ ich Johnny recht geben, irgendwie hat der neue Song was Billy Idol mĂ€Ăiges :-)
Alle Kommentare von Ollie Banana
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Ollie, vielen Dank fĂŒr das Update! Ich fĂŒrchte, scheint, als habe ich den Mann etwas aus den Augen verloren…
Dass das Video generell zum Text passt ist schon klar, ich verstehe diese Beastie-Boys-artigen Einlagen im Zusammenhang einfach nicht.
Alle Kommentare von Johnny
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Obwohl ich die Musik und Manu Chao mag, muss ich doch zwei Dinge bemerken. Zum einen spricht es scheinbar kritische Geister an, die auch beim Feiern an alle Konflikte der Welt denken (mĂŒssen). Zum zweiten ist es eine geschickte Vermarktungsstrategie mit starken Bildern ein Video zu drehen. Es ist doch eine bedeutungsvoll inszenierte Ăsthetik der langlaufenden inhaftierten Soldaten im Irak. Eine Frage ist sicherlich inwieweit es legitim ist, sich einer von US-MilitĂ€r und den embaded-Journalisten erzeugten Bilderwelt zu bedienen. Sicherlich nur, wenn es gelingt diese umzudeuten. Aber ob dies im Video erreicht wird?
Alle Kommentare von weinverkostungen.de
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“Meinten Sie ‘Man Chaos Parade’?” — verdammt, im iTMS gibt’s das noch nicht zu kaufen. Wann soll die Vorab-Single denn erscheinen?
Alle Kommentare von NoCarsGo
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Hmm, gefĂ€llt mir nicht, klingt nach einer “modernen, an die Zeit angepassten” Version von Manu Chaos Stil.
Ich kann Euch auch Amadou & Mariam wĂ€rmstens empfehlen, wie bereits von Ollie Banana geschrieben, entspannte Musik im Stile von “Manu Chao Classic”.
Alle Kommentare von Jimmy Lightning
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Schade, ich mag den Kerl sehr. Aber dieser Song und das prĂ€tentiöse Video sind nicht gerade erstklassig. Oder halt sekundĂ€r, wie wir - gebildete Berliner - zu sagen pflegen. Dieses Pathos wĂ€re schick in den Achtzigern, gerade ertrĂ€glich in den Neunzigern, kommt aber heute unmöglich daher. Verbildlichung und Verbalisierung des politischen Feuilletons. Da war schon der schwedische Zahnarzt Dr. Alban vor ĂŒber 10 Jahren gewitzter und musikalisch fetziger mit seinem “Fire” (vergleiche den Text - irgendwie dasselbe).
Alle Kommentare von Neuraum
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Ich mag den Song, aber wie die meisten lieber ohne Video.
Man kann ihn gratis runterladen unter: http://radiolina.manuchao.net/RainininParadize.mp3.zip
(via sueddeutsche.de: Manu Chao oder: Heiligendamm, damm-damm)
Die Krisengebiete im Video? Marketing?
Alle Kommentare von pedda
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und selba?
Alle Kommentare von clara
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komisch. ich mag das video. bin ich wohl der einzige hier.
und dass ich damals zu jung fĂŒr manu chao war werde ich mir nie verzeihen.
Alle Kommentare von dussel
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LaberrabarbÀr!
Ich bin froh das er ma wieder was neues bringt!
Alter Stil hin oder her.
Er macht gute Musik
Alle Kommentare von JACK
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Cool, ein Bus in dem es regnet!
Alle Kommentare von Mart
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@Jack: Rischdisch!
Ich freu mich erstmal das es was Neues gibt.
Und mal ehrlich, mĂŒssen wir immer in allem einen tieferen Sinn sehen?
Das Lied ist ein netter Ohrwurm. Das freut mich. Mehr nicht.
Hoffe das der Gute bald mal wieder nach Deutschland kommt.
Alle Kommentare von Sonnenscheinguru
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das video gefĂ€llt mir ehrlich gesagt auch, wenn man genau hinsieht wurde sich da sogar ziemlich viel mĂŒhe gemacht, die bilder stimmen mit dem text ĂŒberein, was bedeutet, auch leute die den text nicht vertsehen, haben direkt eine ahnung worum es in dem lied geht. hört sich zwar nicht so an wie die alten sachen, aber hey, der war schon immer ein weltenbummler mit vielen verschiedenen musikeinflĂŒssen und -stilen.
alles in allem ein sehr eingÀngiger track
Alle Kommentare von henker
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Das Konzert in der Arena war einfach super und nicht zuletzt deshalb, weil viele Mano Negra Songs gespielt wurden. Das neue Album von Manu Chao finde ich aber auch toll. Wer mehr ĂŒber ihn wissen will, der lese das Interview auf http://www.carpeberlin.com.
Alle Kommentare von jule