• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
13.05.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

Positionen mark von Frédéric Valin | 17

Die zwei Brunnen

Horstoman (Name geĂ€ndert; FrĂ©dĂ©ric) ist im Iran geboren und hat dort die ersten Jahre seiner Kindheit verbracht. Sein Vater ist Iraner, seine Mutter Deutsche – sie emigrierten kurz nach der Revolution in die NĂ€he von Köln. Horstoman hat in den vergangenen Sommern im Zuge seines Studiums jeweils mehrere Wochen im Iran gearbeitet und gelebt. Ich wollte wissen, wie’s war, und sonst auch noch so einiges. Interview nach dem Klick.

Horstoman, fĂŒhlst Du Dich eher als EuropĂ€er, als Deutscher oder als Iraner?
Das ist ja ne komische Frage…

Ja, das mit den Einstiegsfragen hab ich noch nicht so ganz raus…
Eigentlich lehne ich diese Staatszugehörigkeitsgeschichten, diese nationalen Konzepte ab. Ich fĂŒhle mich weder als „Deutscher“ noch als „Iraner“, genausowenig wie als „Chilene“ oder „Kongolese“. Damit kann ich nichts anfangen.

Ich meinte das auch eher kulturell, also auf Deine Sozialisation bezogen.
Da ist der Bezug zum Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts schon stĂ€rker. Vor allem, was die Denkströmungen und dergleichen anbelangt, die „Lebensphilosophie“. Ich spreche auch besser Deutsch als Farsi, aber kulturell kann man da keinen richtigen Schnitt machen: Ich höre sowohl europĂ€ische als auch traditionelle iranische Musik, ich mag die klassische iranische Literatur und das Essen aus der Region, und so weiter.

Woher kommen Deine BezĂŒge zum Iran?
Die kommen einerseits durchs Studium, da setzt man sich viel mit der Geschichte, mit der Kultur auseinander. Und andererseits natĂŒrlich persönlich, durch die Familie. Ich bin vor zwei Jahren das erste Mal seit unserer Ausreise wieder den Sommer ĂŒber im Iran gewesen, und dieses Jahr auch. Aber es bestand ja auch davor immer Kontakt zur Familie, es gab die ErzĂ€hlungen der Eltern. Die BezĂŒge sind schon sehr wichtig, ich kann das aber nicht aufdröseln. Ich kann nicht sagen: Dieser Teil von mir ist iranisch, jener deutsch und der da eher aus der postromantischen Epoche der anglophonen Kultur oder so. Das funktioniert nicht.

Wie empfindest Du das Bild, das man hierzulande vom Iran hat?
Ich glaube, dass es verschiedene Bilder gibt. Eines davon rezipiert sehr stark die achemenidischen Reiche, die alten persischen KulturschÀtze. Da gibt es sehr hÀufig Ausstellungen und dergleichen.
Ein anderes ist von den politischen UmwĂ€lzungen von vor 28 Jahren geprĂ€gt, die insbesondere in den USA am Ursprung eines Traumas stehen. Man hat einfach nicht verstanden, was damals im Iran passiert ist, wie es zur StĂŒrmung der amerikanischen Botschaft kam und so weiter. Dieses UnverstĂ€ndnis herrscht auch heute noch vor und wurde bestimmt verstĂ€rkt durch populĂ€re BĂŒcher und Filme, wie „Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody und William Hoffer.

Oder 300

300 hat sehr viel mehr mit Fantasy zu tun. Es stimmt, dass viele Iraner diesen Film als Affront begriffen haben, als willentlich falsche Darstellung ihrer Kultur. Ich glaube das nicht. Erstens halte ich Snyder nicht fĂŒr intelligent genug, Geschichte bewusst fĂ€lschen zu wollen. Zweitens ist der Film historisch gesehen dermaßen absurd, das kann man gar nicht ernst nehmen, finde ich.

Da wird sich ja viel an alter griechischer Geschichtsschreibung abgearbeitet

Griechische Kriegsrhetorik fĂ€nde ich die richtigere Bezeichnung. Es stimmt, viele Motive kennt man aus den alten Texten: Das UnverstĂ€ndnis gegenĂŒber einem Herrscher, der sich selbst als Gott bezeichnet, oder die transvestite Darstellung des Königs, oder, besonders abwegig, die Darstellung der Unsterblichen, die unter ihren Masken DĂ€monenfratzen verbergen.
Man muss aber nicht so tun, als kĂ€men nur die Perser schlecht weg in dem Film. Die Spartaner werden schon als sehr kulturlos dargestellt. Als beispielsweise Leonidas den persischen Abgeordneten tötet, der völlig unglĂ€ubig schreit: „This is madness“, und Leonidas antwortet: „This is Sparta!“ – das ist ja keinesfalls eine positive Darstellung von Sparta.

Wir könnten noch ĂŒber die faschistoiden Elemente im Film sprechen, aber kommen wir lieber zurĂŒck zum Iran-Bild hier im Westen. Im Grunde ist es ja ziemlich neu, dass der Iran auf der WeltbĂŒhne den Bösewicht gibt.
Das stimmt. Der Schah war in Deutschland ja gern gesehener Gast, und Heinrich LĂŒbke hatte ja sehr gute Beziehungen zu ihm gehabt (lacht). Der Schah galt auch als AushĂ€ngeschild fĂŒr die Entwicklung der Staaten im Nahen und Mittleren Osten. Die Ausnahme wĂ€re wohl Großbritannien, da ist die Abneigung schon etwas Ă€lter. Der Iran war ja eine informelle Kolonie damals.
Außerdem ist das Bild geprĂ€gt von Unwissenheit. Ntv beispielsweise bekommt es bis heute nicht hin, bei BeitrĂ€gen ĂŒber den Iran die richtige Flagge einzublenden. Da wird mal die alte Schah-Flagge gezeigt, ein andermal die irakische Flagge und so weiter. Das ist zwar nur ein kleines Beispiel, aber ich verstehe das als Symptom.

Wie hat man im Iran die Diskussion um Atomwaffen und Atomenergie wahrgenommen?
Mit großem UnverstĂ€ndnis. Viele haben sich gesagt, dass man ja, wie alle anderen StaatsbĂŒrger auch, ein Recht auf Atomenergie habe. Warum nicht? Was haben die gegen uns?

Wie empfindest Du das Bild, dass man hier von Ahmadinedschad zeichnet?
Das ist bis zu einem bestimmten Grad politisch gefĂ€rbt. Aber auch da fĂ€llt das ZwiespĂ€ltige auf: Einerseits ist der Iran ein sehr wichtiger Wirtschaftspartner gerade fĂŒr Deutschland, andererseits bedient er auch eine Angst, mit der man spielen kann im politischen Kabarett. Ahmadinedschad bietet sich da durch seine unbesonnene und sehr aggressive Politik an, um den Vorderen und Mittleren Orient abzuhandeln.

Aber Ahmadinedschad negiert das Existenzrecht Israels. Das geht ja wohl weit ĂŒber politisches Kabarett hinaus.
Ja, das ist richtig. Er ist natĂŒrlich ein Fanatiker und gehört nicht in die Politik. Ich nehme ihn als unbesonnenen, unintelligenten Menschen wahr; ich habe den Eindruck, er glaubt an eine gewisse religiöse SpiritualitĂ€t, die ihn stĂŒtzt.
Er hat auch einen bestimmten RĂŒckhalt im Klerus, die ihn protegieren, andere benutzen ihn, und er spielt wiederum sein eigenes Spiel. So geht das runderherum.

Hier wird er ja als Gefahr empfunden.
Er steht, glaube ich, fĂŒr die Gefahr, die von der gesamten dritten Welt ausgeht. Da geht ja alles zusammen: Die Achse des Bösen, der erstarkende Islam, oder, wie man hier sagt, der Islamismus, das ist klar die Kategorie, in der er hier wahrgenommen wird.
Ich persönlich finde ihn auch wirklich gefĂ€hrlich, wie alle Fundamentalisten, die meinen, dass sie die Wahrheit besitzen und deswegen nicht mehr diskutieren mĂŒssen, weil ja schon klar ist, wer Recht hat. Man muss allerdings auch nicht so tun, als wĂ€re das nur ein iranisches Problem.
Die Gefahr, die von Ahmadinedschad ausgeht, besteht auch in einer bestimmten Unberechenbarkeit. Ich bin mir aber nicht sehr sicher, ob er nicht gerade durch sein Verhalten sehr berechenbar ist.

Wie verhÀlt es sich mit im Iran mit Antisemitismus?
Es gibt einen starken Antisemitismus im Iran, wie es ihn auch in Europa gibt. Er wird dort offener ausgesprochen. Es gibt insgesamt sehr starke xenophobe Tendenzen.
Die dreckigsten Arbeiten zum Beispiel machen auch die Migranten, die KriegsflĂŒchtlinge aus Afghanistan. Da gibt es eine konkrete Form gesellschaftlichen Rassismus. Die Afghanen sind gezwungen, jede Art von Arbeit zu Hungerlöhnen zu machen, und werden sehr schlecht behandelt. So ein bisschen die TĂŒrken und Polen des Iran. Die Analphabetenquote ist sehr hoch, und die Menschen haben hĂ€ufig noch nie darĂŒber nachgedacht, was sie da so sehr hassen. Es gibt auch eine Tendenz, das dritte Reich zu glorifizieren. Das hat nicht nur mit dem Antisemitismus zu tun, sondern auch mit einem spezfisch persischem, arischem SelbstverstĂ€ndnis. Das Ariertum wurde auch vom Schah starkgemacht, als ideologischer Gegenpol zu den islamisch geprĂ€gten arabischen Staaten. Und je nachdem, wer fragt, versteht sich ein Iraner eben als Arier, oder als Moslem, immer anders.

Klingt schizophren

Ich wĂŒrde den Iran als schizophrenes Land bezeichnen, auch die Einwohner, in dem was sie tun, wie sie handeln. Das drĂŒckt sich auch im Gesellschaftsbild aus. Das sind 60 bis 70 Millionen Einwohner, und dann kommt es eben darauf an, wen man gerade fragt. Die Menschen auf dem Land sind sehr konservativ. Richtung Norden, insbesondere in Teheran, gibt es eine breite Basis von europĂ€isch orientierten Menschen, wobei beispielsweise Ahmadinedschad, der mehr Ausdruck der Konservativen ist, durchaus auch in den StĂ€dten einen starken RĂŒckhalt hat.
Im Grunde kommt es darauf an, ob die Leute durch die Revolution Vorteile hatten oder nicht, und wie ihr Stand zum Westlichen ist. Es gibt auch viele junge Menschen im Iran, die ihren Eltern VorwĂŒrfe machen, warum sie die Revolutionsbewegung unterstĂŒtzt haben. Es war ja nicht so, dass da nur ein paar Bekloppte die amerikanische Botschaft gestĂŒrmt haben, sondern die Revolution hatte ja eine sehr breite Basis, aus vielen Lagern.

Was dann aber in einer religiösen FĂŒhrerschaft mĂŒndete

Ja, das stimmt. Das eigentlich Oberhaupt ist der 12. Imam, der dann verschwunden ist in seiner Kindheit, der anscheinend noch in einem Brunnen sitzt (lacht).

Was is denn das fĂŒr ne Geschichte?
Da zeigt sich auch sehr schön die Schizophrenie der iranischen Gesellschaft: Es gibt dort angeblich nĂ€mlich zwei Brunnen, einen fĂŒr MĂ€nner und einen fĂŒr Frauen. Das ist ja eine heilige StĂ€tte, und da herrscht Geschlechtertrennung. Deswegen gibt es wohl zwei Brunnen.

Der Imam hat sich geteilt.
Das ist etwas unklar, wahrscheinlich sitzt er lieber bei den Frauen (lacht). Aber wie dem auch sei, die Regierungslegitimation geht zurĂŒck auf einen Text von Chomeini, in dem die Regierung den Geistlichen im Iran ĂŒbertragen wird, bis der 12. Imam wieder aus seinem Brunnen steigt. Das ist die Grundlage der iranischen Republik.

An der Brunnengeschichte zeigt sich auch, dass man die Frauen nicht komplett ausschließt aus der Gesellschaft. In einem Land, das ĂŒber lange Zeit sehr konservativ war, existiert natĂŒrlich ein starkes RollenverstĂ€ndnis: Der Mann geht theoretisch arbeiten und versorgt die Familie. Praktisch ist es so, dass hĂ€ufig die Frau auch arbeiten geht, weil es die ökonomische Situation erfordert. Kleidervorschriften sind fĂŒr Frauen natĂŒrlich wesentlich rigider. Frauen mĂŒssen also beim Besuch heiliger StĂ€tten mit besonderer Bedeutung den Tschador anziehen, was man aber im eigentlichen Stadtbild kaum antrifft.

Wie wird der Westen im Iran wahrgenommen?
Auch im Iran begreifen viele Leute die Welt in einem Ost-West-Schema, und der Westen ist eben Europa. Es gibt viele Menschen, die keine konkrete Vorstellung davon haben, wie Europa eigentlich aussieht, oder wie die verschiedenen Nationalstaaten in Europa aussehen, wie die Menschen dort leben. Sie kennen eigentlich nur polemische, stark ĂŒberzeichnete Ansichten, genauso wie hier auch.
Eine Frage, die sehr hĂ€ufig aufgetaucht ist, war: Glauben die Menschen dort an Gott? FĂŒr sie kommt das so vor, als wĂŒrden die Menschen hier nicht nur nicht an Gott glauben, sondern wirklich verachten, und absichtlich antitheistisch leben. Das sind so Sachen wie der Alkoholkonsum, Polygamie, sowas. Im Grunde ist es die Angst davor, dass Menschen anders sind, und gegen das stehen, was man selbst lebt.

Viele Ängste, die man dort hört, kommen einem sehr bekannt vor. Die Kategorien der Ängste sind sehr Ă€hnlich, nur die Inhalte sind verschieden.

Gehen wir zurĂŒck zu den LebensumstĂ€nden im Iran: Inwiefern ist man in seiner individuellen Freiheit eingeschrĂ€nkt?
Das öffentliche Leben ist eben sehr anders im Vergleich zu hier. Es gibt keine Bars, keine Kneipen, es herrscht striktes Alkoholverbot. Es gibt wohl CafĂ©s, wo man sich treffen kann, aber die meisten gesellschaftlichen AktivitĂ€ten finden im Schoß der Familie statt. Es ist schwierig, mit anderen Menschen in BerĂŒhrung zu kommen. Es gibt sogenannte Pasdaran, also SittenwĂ€chter, die in den Straßen kontrollieren, ob nicht verwandte Jugendliche unterschliedlichen Geschlechts zu sehr miteinander in BerĂŒhrung kommen. Das fĂŒhrt dann zu ziemlich absurden Gegenmaßnahmen: Es gibt in Teheran auch eine Allee, wo Frauen und MĂ€nner beispielsweise an Feiertagen immer auf und runter fahren, um durch die Autoscheiben miteinander zu kommunizieren. Dann stellt sich ein Pasdar an den Strassenrand, und wenn ein Auto zu hĂ€ufig die Allee hoch und runter gefahren ist, wird es rausgewunken und muss eine andere Straße nehmen. Aber irgendwie bekommt man immer Kontakt, Menschen lassen sich nicht so einfach kontrollieren. Bei orthodoxen Familien wird allerdings immer im weiteren Familienkreis geheiratet wird, einfach deswegen, weil es ansonsten eben wenig BerĂŒhrungspunkte zwischen MĂ€dchen und Jungs gibt. Normalerweise vereinbaren die Eltern die Ehe


Also Zwangsverheiratungen

Ja, Zwangsverheiratungen. Kommt aber darauf an, in welchen Familienkreisen. In Teheran dĂŒrfte das ziemlich selten sein, und wenn, dann unter RĂŒcksprache mit den Kindern. Wie das auf den Dörfern ist, oder bei den nomadischen StĂ€mmen, weiß ich nicht.
Man muss auch sagen, dass Zwangsverheiratungen fĂŒr viele nicht als Eingriff in individuelle Freiheiten wahrgenommen wird: Da herrscht eher das GefĂŒhl vor, dass das so sein mĂŒsse. Man kennt es gar nicht anders. Das ergibt sich aus der gesellschaftlichen Struktur, und wird hĂ€ufig gar nicht als Problem wahrgenommen.

Was passiert mit Leuten, die das als Problem wahrnehmen?
Kommt darauf an, wie es geĂ€ußert wird. Auf der Straße wird eben viel geschimpft, und viel geredet. Aber wenn es ums tatsĂ€chliche Handeln geht, kann das im GefĂ€ngnis enden.

Wenn sich beispielsweise junge Frauen nicht an die Kleidungsvorschriften halten, werden sie mit zur Polizeiwache genommen, fĂŒr Stunden festgehalten, bekommen hohe Geldstrafen und so weiter. Es kommt auch zu polizeilichen Übergriffen gegenĂŒber den MĂ€dchen und jungen Frauen.

Es gibt deutlich mehr Menschenrechtsverletzungen als hier. Im Iran gibt es sehr sehr viele politische Gefangene, die tatsĂ€chlich sehr schlecht behandelt werden. Es wird wohl darauf angelegt, dass sie wĂ€hrend der Inhaftierung sterben. Es gibt auch sehr viele Menschen, die ohne Angabe nĂ€herer GrĂŒnde im GefĂ€ngnis sitzen. Und Hinrichtungen, auch Steinigungen. Das wird auch im Iran medial verarbeitet: Die beiden jungen MĂ€nner, die auf frischer Tat bei homosexuellen Handlungen ertappt wurden, sind an einem riesigen Kran gehĂ€ngt worden, damit viele Menschen das sehen.

Das hat ja schon, so traurig es ist, Tradition, und nicht erst seit 27 oder 28 Jahren. Die Leute, die unter dem Schah in den GefĂ€ngnissen gefoltert haben, sind nach der Revolution nicht arbeitslos geworden. Das Folter Know-How kommt schon aus der Zeit davor. Nach der Revolution kam es zu einer Art Scheinfreiheit, fĂŒr kurze Zeit.
Da wurde gesagt: Jeder kann sagen oder tun was er möchte. DarĂŒber wurde dann Buch gefĂŒhrt, und anschließend wurden die entsprechenden Leute dann inhaftiert. Zu der Zeit waren die GefĂ€ngnisse unglaublich ĂŒberfĂŒllt, was sich noch nicht einmal mehr vor der Menschenrechtskommission der UNO hat richtig verbergen lassen. Einer der Sonderbotschafter hat dann die GefĂ€ngnisse besucht und fand die ZustĂ€nde ganz furchtbar. Einige Zeit spĂ€ter kam er dann wieder und war ĂŒberrascht, dass in den GefĂ€ngnissen wieder so viel Platz war. Da sind wohl viele Gefangene hingerichtet worden.

Welche Rolle spielt der Iran im WeltgefĂŒge?
Ahmadinedschad hat viele diplomatische Reisen gemacht, um an die panarabisch orientierten Staaten heranzurĂŒcken. Das ist der Versuch, sich aus der politischen Isolation zu befreien, ohne an Europa heranzurĂŒcken, sondern sich ĂŒber die islamischen Staaten wieder ins Spiel zu bringen. Es gibt auch die BemĂŒhung, sich an Russland anzunĂ€hern. Die letzten beiden Jahre sind geprĂ€gt vom Versuch, sich aus der wirtschaftlichen Isolation zu manövrieren.

Hierzulande wird gerne gefordert, dass die islamistisch geprÀgten LÀnder die AufklÀrung nachzuholen hÀtten. Was sagst Du zu solchen Statements?
Ja, dann kommt aus dem Iran der Vorwurf, dass Europa die menschliche NĂ€he vergessen hĂ€tte. Traditionen und so was, Familie, die NĂ€he zu den Menschen, die einem viel bedeuten, sie sehen im Individualismus den Vorboten zum uneingeschrĂ€nkten Egoismus gegenĂŒber allen anderen Menschen.
Aber mir stellt sich dabei auch immer die Frage, was das sein soll, diese AufklÀrung.

Damit wird wohl so verstanden, dass sie Garant ist fĂŒr Vernunft, Freiheit, Laizismus, SĂ€kularimus und so weiter…
Ja, ich denke, dass das politisch motiviert mythologisiert wird. Allein schon dieser Kult um Galilei, der ist ja ein SĂ€ulenheiliger. Was den SĂ€kularismus anbelangt, da sind ja viele Diktaturen im Orient sĂ€kularer als beispielsweise die Bundesrepublik. Also, man weiß eben nicht so richtig, was das heißen soll, „die AufklĂ€rung nachholen“. Gar nichts wahrscheinlich.

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich zum Islam bekennen, regelmĂ€ĂŸig beten und so weiter; die aber gleichzeitig akzeptieren, dass ich nicht praktiziere. Auch fĂŒr diese Menschen ist Glaube Privatsache. Als ich allerdings in Qom war, da musste man sich stĂ€rker religiös verhalten. Qom ist die Stadt, in der der Klerus unterrichtet wird. In Teheran ist das wieder ganz anders.

Was im Iran eben unverstĂ€ndlich bleibt, ist, wenn man sich keiner Gruppe zugehörig fĂŒhlt. Der Islam ist im Iran ein wichtiger Sozialisierungsfaktor. Man trifft sich in der Moschee, man spricht dort, feiert dort: sie ist das Zentrum der gesellschaftlichen Interaktion. So wie auf den Dörfern nach wie vor die Kirche. Man muss also irgendwie Christ sein, oder Zoroastrier oder Moslem, oder Jude: jedenfalls einer Gruppe zugehören.

Hattest Du den Eindruck, dass Deinen Cousinen oder Cousins im Iran etwas fehlt?
Die wirtschaftliche Perspektive. Sie haben Angst, nicht vorwÀrts zu kommen und die Familie nicht ernÀhren zu können. Das ist auch der Grund, warum viele im Iran nicht leben möchten.

Da nĂ€hern wir uns hier ja an…
Ja, das kann man so sagen. Aber bei vielen hatte ich auch den Eindruck, dass sie meinen, in Europa sei alles sehr viel besser, also auch wieder eine völlig ĂŒberzeichnete Sicht der Dinge. Was in jeder Hinsicht wĂŒnschenswert wĂ€re, ist eine grĂ¶ĂŸere Bereitschaft zum Dialog, und zwar von Seiten der Staaten. Ich bin hĂ€ufig, auch bei religiösen Jugendlichen, auf eine Art Neugier gestoßen. Viele wĂŒrden gerne mal in den Westen, auch um zu schauen, ob sich die Stereotype bestĂ€tigen oder eben nicht bestĂ€tigen. Aber da gibt es kaum Möglichkeiten. Der iranische Staat versucht das zu verhindern, und von Seiten der europĂ€ischen Staaten wird die Einreise ja verunmöglicht. Allein ein Visum zu bekommen ist fĂŒr viele schon ausgeschlossen. Das sollte sich Ă€ndern, im direkten Kontakt lösen sich eh die meisten Vorurteile in Luft auf. Man fragt sich hinterher, woher die eigentlich gekommen sind.

Frédéric Valin 26.07.2007 um 16:02

FeatureGates Of The WestPositionen

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


17 Kommentare

  1. 01

    winfried aus chemnitz:

    Da stand der Esel zwischen zwei Haufen Futter und konnte sich nicht entscheiden und er … !

    Nicht Ahmadinedschad wird im Westen geliebt sondern der Friede, also die Abwesenheit von Krieg, im Iran!

    “Osho” ist zum Beispiel die LektĂŒre der Studenten vom Iran bis Indien.

    Der SĂ€kularismus ist ebenso kein Weg wie der Monotheismus!

    26.07.2007 um 16:52 | Antworten
    Alle Kommentare von winfried aus chemnitz
  2. 02

    clara:

    interessant!

    ich weiß, das ist jetzt das offensichtliche, aber das pseudonym ist echt doof gewĂ€hlt - horstoman klingt in meinen europĂ€ischen ohren wie kneipensprech - kick an, da issa wieder der horstoman. hast du vielleicht aber auch beabsichtigt. :)

    26.07.2007 um 17:07 | Antworten
    Alle Kommentare von clara
  3. 03

    Simon Columbus:

    interessantes Interview. Aber das Pseudonym ist wirklich schlecht gewĂ€hlt… Ansonsten angenehm zu lesen, auch wenn ich nachher das GefĂŒhl habe, nicht neues, sondern nur BestĂ€tigungen gelesen zu haben.

    26.07.2007 um 18:25 | Antworten
    Alle Kommentare von Simon Columbus
  4. 04

    clara:

    doch, fĂŒr mich war vieles neu - weil ich nĂ€mlich nicht die geringste ahnung habe, wie der alltag im iran aussieht, außer den oberflĂ€chlichen bildern, weiß ich zu wenig. pasradan - weiß ich jetzt.

    26.07.2007 um 20:00 | Antworten
    Alle Kommentare von clara
  5. 05

    clara:

    pasdaran. pardon!

    26.07.2007 um 20:03 | Antworten
    Alle Kommentare von clara
  6. 06

    jj[istdicht]:

    Danke sehr!
    Wir brauchen mehr von Leuten wie (ich spar mir das Pseudonym ;o) ), die zwischen Kulturen vermitteln können. Die nicht in schwarz und weiß denken, sondern auch das positive einer anderen Denkrichtung erklĂ€ren.
    Haß entsteht m.E. aus Unwissen und der folgenden Angst.

    26.07.2007 um 20:09 | Antworten
    Alle Kommentare von jj[istdicht]
  7. 07

    Frédéric:

    Wenn ihr weitere Fragen habt an (hihi) Horstoman (hihi), könnt ihr die ĂŒbrigens gerne stellen. Entweder ich leite die weiter, oder (hihi) Horstoman (hihi) antwortet innen Kommentaren.
    Ich geh dann mal zum Humor-TĂŒv (hihihi).

    26.07.2007 um 20:27 | Antworten
    Alle Kommentare von Frédéric
  8. 08

    winfried aus chemnitz:

    Lieber Horstoman aus dem Land der Arier - Iran - fahren die jungen Leute aus Teheran wirklich so gerne Ski und trinken heimlich Alkohol?

    Lesen die Studenten wirklich den OSHO?

    Wie wÀhre es denn mit einigen Links wo sich Deutsche und Iraner direkt unterhalten könnten?

    26.07.2007 um 21:08 | Antworten
    Alle Kommentare von winfried aus chemnitz
  9. 09

    Horst:

    Hi ihr alle,
    erstmal finde ich es schön, dass es Interesse an einem Austausch gibt,
    ich stimme jj zu, das einander Kennenlernen ist die beste Voraussetzung bestehende Ressentiments ab zu bauen.
    Soweit ich gehört habe, bekommt man in Iran jegliche Form von Alkohol, man muß dann jedoch die entsprechenden Schwarzmarktpreise bezahlen können und die sind höher als hier, bei wesentlich niedrigeren Löhnen.
    Ja, Skifahren ist durchaus ein populÀrer Sport. Bin leider noch nicht in den entsprechenden Saisons dort gewesen. :-)
    Hmm, keine Ahnung ob dort viele Osho lesen. Ich weiß, dass es ein großes Interesse an esoterischen Themen gibt.
    Der Austausch ĂŒber das WWW ist nicht so einfach, der iranische Inlandsgeheimdienst beschĂ€ftigt eine Armee von Menschen, die auslĂ€dische Seiten auf KonformitĂ€t ĂŒberprĂŒfen (nackte Frauen/MĂ€nner, usw.) mein Account bei T-Online war beispielsweise aus Iran nicht zugĂ€nglich. Versuchen könnte man es aber sicherlich einmal!

    26.07.2007 um 22:14 | Antworten
    Alle Kommentare von Horst
  10. 10

    clara:

    @horst, wĂŒrdest du in den iran auswandern und wenn ja warum und wenn nein warum nicht?

    @frederic - wie bist du denn auf “horstoman” gekommen? (ich frag auch nicht mehr:(

    26.07.2007 um 23:27 | Antworten
    Alle Kommentare von clara
  11. 11

    Frédéric:

    Eigentlich ist Horstoman selbst auf Horstoman gekommen. Und ich fands urkomisch. Zaza meinte mal, mein verschobener Humor sei ein Geburtsfehler.

    26.07.2007 um 23:33 | Antworten
    Alle Kommentare von Frédéric
  12. 12

    jochen:

    ich komme einfach nicht mit solchen gegensaetzen klar:

    Ja, dann kommt aus dem Iran der Vorwurf, dass Europa die menschliche NĂ€he vergessen hĂ€tte. …

    und

    … Die beiden jungen MĂ€nner, die auf frischer Tat bei homosexuellen Handlungen ertappt wurden, sind an einem riesigen Kran gehĂ€ngt worden, damit viele Menschen das sehen.

    da ist das ja noch richtig harmlos gegen:

    Es gibt sogenannte Pasdaran, also SittenwĂ€chter, die in den Straßen kontrollieren, ob nicht verwandte Jugendliche unterschliedlichen Geschlechts zu sehr miteinander in BerĂŒhrung kommen.

    natuerlich haben die homosexuellen in einigen teilen europas einen schweren stand, aber offiziell gehaengt wird eher selten.

    btw., vielen dank fuer das interview.

    27.07.2007 um 10:56 | Antworten
    Alle Kommentare von jochen
  13. 13

    Horst:

    Naja, Horst war meine Idee,
    Herr Reporter, Horstoman war, soweit ich mich erinnern kann, Ihr Vorschlag.
    Ich glaube nicht, dass ich nach Iran auswandern wĂŒrde, dauerhaft meine ich. Meine Freunde und Bekannten leben alle hier, warum sollte ich das alles aufgeben? Ich kann mir aber durchaus vorstellen saisonal dort zu leben, also jeweils ein paar Monate dort zu verbringen.

    Es ist keine Entschuldigung der VorfĂ€lle dort, dass HomosexualitĂ€t auch in vielen Teilen Europas nicht toleriert wird, es ist jedoch kein PhĂ€nomen eines Unrechtsstaates sondern ein gesellschaftliches Problem. Das Umdenken mĂŒĂŸte dem entsprechend in der Gesellschaft stattfinden, so wie das hier in den letzen Jahrzehnten stattfand. Es sind noch keine 100 Jahre vergangen, dass HomosexualitĂ€t auch in Europa von staatlicher Seite unter Strafe stand (auch im 19. Jh.!). Der einzige Weg ist da meiner Meinung nach, der inter/ und intrakulturelle Austausch. Es wird leider noch ein langer und harter Weg fĂŒr die iranischen Schwulen und Lesben sein, bis sie ein Ă€hnlich ruhiges Leben in Iran fĂŒhren können, wie es in den GroßstĂ€dten Deutschlands möglich ist.
    Bei vielem sind es die konservativen Vorstellungen mancher EinwohnerInnen Irans, die Grundlage und Legitimation fĂŒr solche Gesetze bilden.

    27.07.2007 um 12:35 | Antworten
    Alle Kommentare von Horst
  14. 14

    Frédéric:

    @ Horstoman (hihi): Eine Frage hĂ€tt ich noch: Wie siehts denn mit oppositionellen Bewegungen aus? Also innerhalb und außerhalb des Irans?

    27.07.2007 um 16:18 | Antworten
    Alle Kommentare von Frédéric
  15. 15

    Achmed Khammas:

    Hi, Mr. X (hehe)

    ich bin irakisch-deutsch gemischt, und primĂ€r sunnitisch in Damaskus aufgewachsen. Daher war mir die schiitische Brunnen-Geschichte des Mahdi völlig unbekannt. Um so mehr danke ich dafĂŒr, denn sie paßt wunderbar in mein Interessenspektrum (siehe http://www.buch-der-synergie.de)

    Bei Goethe hieß es Cider’s Quell - im Arabischen nannte man ihn Khidr, den Propheten der Fruchtbarkeit, der Quellen und Brunnen. Ob da wohl eine ‘Personalunion’ mit dem aus seinem Brunnen steigenden Mahdi vorliegt?!
    Salam!

    30.07.2007 um 01:58 | Antworten
    Alle Kommentare von Achmed Khammas
  16. 16

    Horst:

    @ Frédéric:
    Hmm, ich denke es ist in Iran ein schmaler Grat, auf dem man als OppositionspolitikerIn bewegt. Die Mojahedin-e Khalq sind meiner Meinung nach keine Alternative, sie haben (soweit ich das beurteilen kann) keinen RĂŒckhalt in der breiten Bevölkerung. Sie sammeln in den StĂ€dten europas Geld fĂŒr ihren “Widerstand”, bei dem sie in der Vergangenheit auch BombenanschlĂ€ge verĂŒbten. Das kann aber nicht der Weg sein.
    @ Herr Khammas:
    Kann schon sein; wobei mich das durchaus auch an den Ab-/Aufstieg des Tammuz in/aus der Unterwelt erinnert. Hat schon was chthonisches.
    Es gibt ja verschiedene solche Verquickungen, ich habe in Iran auch die Sage von Khosrow Anushirwan gehört, der in einer Höhle ausharrt, bis der Mahdi zurĂŒck kehrt, um mit ihm gemeinsam die Erde von allem Übel zu befreien.

    30.07.2007 um 13:29 | Antworten
    Alle Kommentare von Horst
  17. 17

    jochen:

    @Horst (13): das sehe ich genauso. hier muss ein umdenken in der bevoelkerung stattfinden und dann wird auch die gesetzgebung einen wandel erfahren. erschreckend aber dass anscheinend die bevoelkerung hinter solchen bestrafungen steht (ansonst haetten oeffentliche hinrichtungen bestimmt keinen so hohen zulauf) und traurig dass das wohl bedeutet dass es nicht die letzte hinrichtung von menschen gewesen sein wird mit der begruendung dass sie von den traditionellen (bzw. konservativen) vorstellungen abweichen.
    mein unrechtsbewusstsein laesst mich solch ein verhalten verabscheuen und daran wuerde sich auch nichts aendern wenn mir jemand erklaeren wollte dass es sich um die verteidigung von traditionellen werten und lebensweisen handelt (oder salopp formuliert: andere laender andere sitten). da mache ich beim iran keine ausnahme.

    und darum wuerde ich unter diesen satz

    Aber mir stellt sich dabei auch immer die Frage, was das sein soll, diese AufklÀrung.

    zum beispiel schreiben:
    - niemand darf hingerichtet werden, auch nicht auf grund seiner sexuellen ausrichtung.
    oder
    - es ist egal ob man in qom oder teheran lebt, man hat ein recht auf die gleiche (faire) behandlung.

    ich gebe zu dass ich mir das natuerlich viel zu einfach vorstelle und sicherlich muss einiges differenzierter betrachtet werden. aber da kommt man ja vom 100sten ins 1000ste ;-)

    30.07.2007 um 16:02 | Antworten
    Alle Kommentare von jochen

Diesen Artikel kommentieren

Vorschau

Frischer Spreeblick

  • Wenn Zellen leise weinen
  • Abfahrt
  • Sexually Incorrect
  • Parken
  • Jede Zelle meines Körpers ist glĂŒcklich
  • Erdbeben in China: Video aus Peking
  • Hillary’s Downfall
  • Podcast vom 9.5.08
  • Wozu KameraĂŒberwachung gut sein kann
  • Picassos „Guernica“ in 3D
  • SUCHE

Eselsohren

    • Reklame Anfang
    • Toni bei iTunes kaufen
    • Reklame Ende

    [Archive]

    Neueste Artikel

    Pop

    • Abfahrt
    • Sexually Incorrect
    • Jede Zelle meines Körpers ist glĂŒcklich
    • Wozu KameraĂŒberwachung gut sein kann

    Politik

    • Erdbeben in China: Video aus Peking
    • Der Zug ist abgefahren
    • Nargis
    • Der ganze 11. September

    Produkte

    • Spreeblick-Gezwitscher
    • 1.Mai - geschenkt!
    • Der T-1000 wurde gebaut
    • Timecode bei Handy-Kameras

    Positionen

    • Parken
    • Podcast vom 9.5.08
    • Nachbarn
    • Diskussion: Internet total - Wie prĂ€gt das Netz die Jugend?

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der BlogosphĂ€re oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger UnterstĂŒtzer der RAF
    • Grimme fĂŒr Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Du Opfer!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • China und das Internet
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • adical: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Amen
    • Bandnamen finden

    Frisch Kommentiert

    • Wenn Zellen leise weinen
    • Abfahrt
    • Parken
    • Sexually Incorrect
    • Jede Zelle meines Körpers ist glĂŒcklich
    • Tubuk
    • Erdbeben in China: Video aus Peking
    • Podcast vom 9.5.08
    • Hillary’s Downfall
    • Picassos „Guernica“ in 3D
    • Der Zug ist abgefahren
    • Wozu KameraĂŒberwachung gut sein kann
    • Berverly Hills Chihuahua
    • Popgun! 20 findet einen Diamanten
    • Nargis
    • Hosensprung
    • Der ganze 11. September
    • Tetris-Melodien auf halbvollen, halbleeren Flaschen gepustet
    • Staatsgewalt
    • Nachbarn

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    Blogroll

    • Stralau-Blog
    • BigStereo
    • Malorama
    • DSDFW
    • 5 Filmfreunde
    • achnaja
    • HaarbĂŒschel
    • Coffee and TV
    • 500 Beine
    • Retromedia
    • Off the record
    • Hotel Mama
    • fscklog
    • Riemer-O-Rama
    • Meow!
    • Fooligan
    • Frauvonwelt
    • Elektrosmog
    • MĂ€dchenblog
    • Iguana/Roadkill
    • Jaaa, Blog
    • Popnutten
    • Spreepiratin
    • Ntropie
    • Indiskretion Ehrensache
    • Textspeier
    • #/HagK/#
    • Neunetz
    • Webseeings
    • itstoolong