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Politik von Malte Welding | 27

Don’t mention the War: Holiday Inn möchte NPD-Funktionäre nicht beherbergen

Das Holiday Inn Dresden lehnt es in einem Brief an die NPD-Landtagsfraktion ab, die Rechtsextremen zu begrüßen und zu bewirten.

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Den ganzen Brief gibt es bei Zeitspuk.
Wenn ich einen Vorschlag zur Güte machen dürfte: Hier ist bestimmt noch ein Zimmer frei.

Malte Welding 23.10.2007 um 15:05

InlandPersonenPolitik

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


27 Kommentare

  1. 01

    danielj:

    Ich ziehe den Hut vor dieser großartigen (Re-)Aktion des Holiday Inn!

    23.10.2007 um 15:25 | Antworten
  2. 02

    Julian:

    Oh, danke für Blumen und Verlinkung aber ich habe den Brief hierher: http://hpd-online.de/node/3033 :)

    23.10.2007 um 15:37 | Antworten
  3. 03

    Lockengelöt:

    Herr Lohmeyer hat Eier!
    Sehr gut!

    23.10.2007 um 15:39 | Antworten
  4. 04

    Hans:

    Wahnsinn!

    Ich hab denen gleich eine Mail geschrieben und sie gelobt.

    Ich kann nur sagen: Ja! Geht doch!!!

    Vielen Dank für die Story.

    Best
    Hans

    23.10.2007 um 15:45 | Antworten
  5. 05

    Dagger:

    Sehr gut! Mehr davon.

    23.10.2007 um 16:27 | Antworten
  6. 06

    killart:

    So wird´s gemacht. Ich finde die Aktion ganz super!!!! Schade, dass es auf der Homepage kein Gästebuch gibt. Dann könnte man sein Lob direkt überbringen.
    In diesem Sinne
    Beste Grüße

    23.10.2007 um 17:35 | Antworten
  7. 07

    Logopaede:

    Von mir haben sie auch eine Respektsbekundung bekommen. Ich denke, solch couragierte Selbstverständlichkeiten bedürfen des weiteren Lob.

    23.10.2007 um 17:53 | Antworten
  8. 08

    MakeAMillYen:

    Ich habe in einem Holiday Inn neulich zwei chinesiche Gaeste gesehen. Also:

    Achtung! Holiday Inn macht Geschaefte mit China! Genau wie Yahoo! Boykottieren! Nicht noch weiter bewerben!

    23.10.2007 um 19:10 | Antworten
  9. 09

    nixloshier:

    …und wenn das ganze jetzt noch ohne einschaltung der presse abgelaufen wäre, dann hätte ich es ein stück weiter sympathischer gefunden, aber leider wohl auch nie davon erfahren.

    23.10.2007 um 20:24 | Antworten
  10. 10

    Hufi:

    Irgenwie habe ich zuerst Herr Apple und Herr Dell gelesen…

    23.10.2007 um 20:26 | Antworten
  11. 11

    Sven:

    Sorry, aber ich kann mich dem Lob irgendwie nicht so ganz anschließen.

    Da dürfen sich die Herren Apfel und Delle ja schön als Märtyrer fühlen. Bleibt zu hoffen, dass sie das nicht selber medial ausschlachten und wir am 7.11. die Jungs mit willigem Pressegefolge dort auflaufen sehen - Headline: “Vertretern einer Landtagspartei dürfen nicht ins Hotel”, Untertitel: “Amerikanische Hotelkette verstößt gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz”.

    Gute Sitten und Gesetze sind nun mal auch für Idioten, Dumpfbirnen oder NPD-Mitglieder gültig - auch wenn es manchmal schwer fällt. Aber gerade das unterscheidet uns von solchen Leuten! Ich hätte denen einfach das Zimmer im Keller mit tropfendem Wasserhahn, defekter Klimaanlage (auf 43°C) und 20 Waschmaschinen nebenan gegeben …

    23.10.2007 um 20:38 | Antworten
  12. 12

    Michael_DF:

    @12:
    Du widersprichst dir in deinem Beitrag doch selber oO
    Im einen Satz sagst du, dass gute Sitten und Gesetze auch für Idioten etc. gelten - und ein paar Wörter später sagst du, wie du die einfach irgendwo in den Keller gesteckt hättest.
    Sinn ??
    Mal ganz davon abgesehen, dass die Hotelinnhaber immer noch selber entscheiden können, wem Sie ein Zimmer anbieten.

    23.10.2007 um 21:24 | Antworten
  13. 13

    Johnny:

    Sven, niemand hat ein Recht auf ein Hotelzimmer. Jedes Hotel hingegen hat das (Haus-) Recht, Gäste abzulehnen. Ist quasi wie in Blogs. ;)

    Ich verstehe deinen Einwand und würde ihm in anderen Fällen leider zustimmen müssen, aber hier gilt er nicht.

    23.10.2007 um 21:25 | Antworten
  14. 14

    Iris:

    @Sven (#12):
    Apropos “Gute Sitten und Gesetze”

    Das Hausrecht ist auch so eine gute Sitte. Und davon wurde hier m.E. in vorbildlicher Weise Gebrauch gemacht.
    Davon abgesehen hat der Geschäftsführer Johannes Lohmeyer in seinem Brief ja auch klar gesagt, dass er seinen vertraglichen Verpflichtungen (wenn auch widerwillig) nachkommen wird, falls eine Stornierung der Buchung nicht mehr möglich wäre - allerdings kündigte er für den Fall die Spende der aus dieser Geschäftsbeziehung erwachsenden Einnahmen an die Desdner Synagoge an.

    Auch wenn das NPD-Verbotsverfahren an die Wand gefahren wurde - was ich persönlich übrigens für ein skandalöses und unverzeihliches Versagen unserer Verfassungsschutzorgane halte - muss im Umkehrschluss noch längst nicht jeder grundgesetzestreue Bürger die NPD als rechtmäßige, demokratische Partei anerkennen und/oder Geschäfte mit ihr machen. Sie wurde zwar (noch!) nicht verboten, aber das (für unser Rechtssystem blamable) Verfahren bewies ja nicht, dass sie nicht verfassungswidrig ist. Es wurde aus Verfahrensgründen eingestellt.

    23.10.2007 um 21:40 | Antworten
  15. 15

    Matthias:

    Find ich Spitze. Unser Pfarrer hat mal ne NPD Versammlung geprengt, indem er in der direkt neben dem Versammlungsort gelegene Kirche gegangen ist und 10 Tonnen Glocken in Bewegung gesetzt hat, bis die NPD weinend abgezogen ist. Zivilcourage gibt es taatsächlich immernoch, und öfter als man denkt.

    24.10.2007 um 08:19 | Antworten
  16. 16

    Maltefan:

    @Michael_DF (12)
    Hä? Die NPD-Typen haben verzichtet weil sie keine Synagoge sponsern wollten. Besser kann man solche Gestalten gar nicht mehr vorführen. Nix Märtyrer.

    24.10.2007 um 09:00 | Antworten
  17. 17

    Sven:

    @Johnny: “Sven, niemand hat ein Recht auf ein Hotelzimmer. Jedes Hotel hingegen hat das (Haus-) Recht”

    Das ist nicht richtig: Laut AGG muss ein Massengeschäft (dazu zählt auch ein Hotel) alle Kunden gleich behandeln. Lehnen sie z.B. Moslems als Gäste ab, können diese ein anderen Hotel nehmen und die Mehrkosten als Schadenersatz fordern.

    Dazu gibt es reichlich Artikel, Google ist dein Freund :-)

    Das ist doch gerade mein Kritikpunkt: Diese Aktion liefert den NPD-Jungs die Möglichkeiten, es für sich auszuschlachten.

    24.10.2007 um 11:05 | Antworten
  18. 18

    Manuel:

    Ich hätte sie wohnen lassen. Und zwar im besten Zimmer des Hauses:

    - 1408 -

    ;-)

    24.10.2007 um 11:06 | Antworten
  19. 19

    Maltefan:

    Sven (#18)
    Siehe mein Kommentar #17. Das Hotel hätte den Vertrag erfüllt, wenn die beiden darauf bestanden hätten, hätte das Geld aber der Synagoge gespendet. Da die NPD-Gestalten keine Synagoge sponsern wollten, habe sie verzichtet. Wo siehst Du da jetzt genau Märtyrer-Potential und die Möglichkeit, das auszuschlachten?

    24.10.2007 um 11:17 | Antworten
  20. 20

    Malte:

    @ maltefan
    habe das noch gar nicht mitbekommen, dass sie verzichtet haben.

    @ sven
    soweit ich weiß, gibt es für hotels nur dann einen kontrahierungszwang, wenn es eine monopolstellung hat, also das einzige vor ort ist.

    24.10.2007 um 14:03 | Antworten
  21. 21

    Maltefan:

    @Malte
    Siehe
    http://lizaswelt.blogspot.com/2007/10/keine-geschfte-mit-antisemiten.html

    Kontrahierungszwang gibt es vielleicht nicht, aber es gab ja schon einen gültigen Vertrag:
    Das Vorhaben, die Reservierung einfach zu stornieren, war dabei schwierig umzusetzen. Denn über die Buchung sei ein gültiger Vertrag zustande gekommen sei, bedauerte er. Darüber hinaus gelte: „Wir dürfen keinen abweisen, weil uns seine Nase nicht passt, also sind wir denen gesetzlich ausgeliefert.“

    Deswegen der Trick mit der Spende an die Synagoge:
    Spenden an die Dresdner Synagoge? Wiedergutmachung? Dieser Preis war den beiden Neonazis dann doch zu hoch: Sie traten von sich aus von der Buchung zurück.

    24.10.2007 um 14:17 | Antworten
  22. 22

    MakeAMillYen:

    AGG ist hier nicht einschlaegig. 19I nennt nicht Weltanschauung.

    24.10.2007 um 14:56 | Antworten
  23. 23

    MakeAMillYen:

    Und ueberhaupt:

    Mitgliedschaft in einer politischen Partei ist nicht diskriminierungsfaehig. So etwas ist nicht Weltanschauung - das ist nur ein Ersatzbegriff fuer Religion.

    “Kein Zutritt fuer FDPler!” ist nie ein Verstoss gegen AGG.

    Word.

    24.10.2007 um 15:02 | Antworten
  24. 24

    MakeAMillYen:

    Ach so, und damit es keine Missverstaendisse gibt: Coole Aktion von dem Hotel-dingens!

    24.10.2007 um 15:14 | Antworten
  25. 25

    Daniel Smolcic:

    Super Reaktion von Herr Lohmeyer. Meinen nächsten Urlaub mache ich im Holiday Inn, gefällt mir diese Einstellung. :)

    29.10.2007 um 00:18 | Antworten
  26. 26

    ülpentülp:

    also was ich da ebend im `öffentlich-rechtlichen’ sehen musste…mir hats ja die sprache verschlagen….
    WAS bitte hat denn DAS mit Zivilcourage zu tun..???
    Vertretern einer vom Volk gewählten Partei SO eine absage zu erteilen ?
    und so was sollen menschen 2007 sein ?!-lachhaft
    dieser kerner ist leider einfach nur peinlich und dieser noch-manager ebendso.
    Jetzt weiss ich wo NIE einkehren werde und JEDER den ICH kenne.

    Traurig das es sowas gibt .

    03.12.2007 um 00:11 | Antworten
  27. 27

    Michael_DF:

    Na dann hoffe ich mal, dass du nicht so viele Leute kennst…

    03.12.2007 um 00:19 | Antworten

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