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Positionen mark von Malte Welding | 27

Energiespartiere

Da liegt sie also, die Schande unserer Wohnung. Freunde werden uns verspotten und dann nicht mehr unsere Freunde sein, Trickbetrüger werden uns als leichte Beute identifizieren, Omas, die es nicht mehr halten können, werden vor unserer Tür ihre benutzten Windeln ablegen.

Warum gibt es Energiespartiere nicht in zivil? Also ohne Kopf? Wem geht es beim Kauf eines Energiespartieres denn um Posierlichkeit? Dem Verkäufer im Bauhaus (Mathias Richel behauptet übrigens, den Bauhaus-Slogan Bau Dir einen Wenn’s gut werden muss erfunden zu haben) habe ich genau diese Fragen gestellt. Ich deutete anklagend auf die lustigen Schlangen, kunterbunten Kamele, dreiköpfigen Bären. Aber er starrte nur unglücklich ins Nichts, rollte seine Augenbrauen über die Unterlippe und verharrte so 45 Sekunden. Dann sagte ich, so wichtig sei es auch nicht und er wandte sich erleichtert wieder seinen Teppichen zu. Er sah aus wie ein Energiesparschwein, das einem saftlosen Verschwenderlöwen entkommen war. Glücklich und irritiert.
Kurz überlegte ich, ob ich nicht ihn vor unsere Tür legen sollte. Er war wenigstens nicht bunt.

Malte Welding 07.11.2007 um 17:48

AlltagPositionen

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27 Kommentare

  1. 01

    Jens:

    Lass doch die Tür auf.

    07.11.2007 um 18:05 | Antworten
    Alle Kommentare von Jens
  2. 02

    neuraum:

    Hab’ ein ähnliches Energiespartier bei mir. Der Körper hat das gleiche Fell, endet aber mit einem Igelkopf. Ohne lila Ohre.

    Man kann den Kopf des kleinen Monsters in eine Socke stopfen.

    07.11.2007 um 18:25 | Antworten
    Alle Kommentare von neuraum
  3. 03

    Nico:

    Bringen die wirklich was?

    07.11.2007 um 18:40 | Antworten
    Alle Kommentare von Nico
  4. 04

    Mathias Richel:

    Meine Zeit in der Bauhaus betreuenden Agentur ist schon lange vorbei. Aber es war eine sehr schöne. Und ein spannender Pitch. Am Ende trifft es wohl (mit)erfunden am besten. In den Credits taucht man als Azubi nämlich normalerweise nicht auf. :)

    PS: Unsere Tür schützt ein zusammengerolltes Batik-Tuch. Wer ist jetzt also schlimmer dran?!

    07.11.2007 um 18:41 | Antworten
    Alle Kommentare von Mathias Richel
  5. 05

    Joaquin:

    Es kann ja nicht immer der Springbrunnen mit den wasserspeienden Löwenköpfen sein…

    07.11.2007 um 18:44 | Antworten
    Alle Kommentare von Joaquin
  6. 06

    puppe:

    was ist schlimmer? solch ein tier vor die tür zu legen oder ein wenig energie zu verschwenden? ganz ehrlich, es muss andere lösungen für den kleinen schlitz zwischen tür und fußboden geben.
    nieder mit den energiespartieren!!!

    07.11.2007 um 18:45 | Antworten
    Alle Kommentare von puppe
  7. 07

    Stefan:

    Sich das einzige Energiespartier mit rosa leuchtenden Ohren aussuchen und dann darüber ablästern? Ja nee, is klar. Hier zeigt sich, was ein echter Blogger ist.

    Ich hätte es ganz genauso gemacht, habe allerdings schon einen sehr unauffälligen, dezent einfarbigen Löwen oder Hund oder so da rumliegen.

    07.11.2007 um 18:52 | Antworten
    Alle Kommentare von Stefan
  8. 08

    Maltefan:

    Du hättest doch auch Deine Katze da hinlegen können, oder ist die noch nicht groß genug??

    P.S.
    Er sah aus wie ein Energiesparschwein, das einem saftlosen Verschwenderlöwen entkommen war. Glücklich und irritiert.

    Hihi ..

    07.11.2007 um 18:57 | Antworten
    Alle Kommentare von Maltefan
  9. 09

    julie paradise:

    Ihr habt eine Katze?

    Aber wenn man den dicken Höppelhasen dazu abrichten könnte, nicht mehr hinterm Blumentopf zu kauern, sondern sich geschickt vor der Tür zu plazieren, erhielte seine kleine Hasenexistenz doch gleich viel mehr Freude. Manchem fehlt schließlich nur eine Aufgabe um das Leben erfüllter zu machen. Vielleicht lernt er dann auch gleich noch bellen. Groß genug ist er ja.

    (Ach so, weil ich dem Hasen nicht zu nahe treten will: *g*)

    07.11.2007 um 19:23 | Antworten
    Alle Kommentare von julie paradise
  10. 10

    Malte:

    ich habe auch schon überlegt, den hier umzutrainieren. den passiv-aggressiven hasen.

    die katze war nur gastkatze.

    07.11.2007 um 19:28 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte
  11. 11

    y:

    Hautiere kommen mir nicht ins Haus!

    07.11.2007 um 19:29 | Antworten
    Alle Kommentare von y
  12. 12

    heidrun:

    werden die auch als “energiespartiere” verkauft? wenn räumlich möglich, kann man einen schweren, langen, dunkelroten samtvorhang vor die tür hängen. aber vielleicht wirst du dann von den gästen als “herr ober” angesprochen…

    07.11.2007 um 19:37 | Antworten
    Alle Kommentare von heidrun
  13. 13

    sn:

    rollte seine Augenbrauen über die Unterlippe

    Meine Lieblingsstelle. Gleich ein paar Mal ausprobiert.

    07.11.2007 um 19:42 | Antworten
    Alle Kommentare von sn
  14. 14

    Matthias:

    Es gibt auch borstenbewehrte Metalleisten, die man unter die Türe montieren kann.

    Funktioniert genauso, belästigt das ästhetische Empfinden gewisser Blogger aber nicht.

    07.11.2007 um 20:01 | Antworten
    Alle Kommentare von Matthias
  15. 15

    Maltefan:

    A Propos Haustiere, heute schon auf Cute Overload gewesen? Da wird gerade auch eine sehr originelle Verwendung derselben gefeaturet:
    http://mfrost.typepad.com/cute_overload/2007/11/say-yes.html

    07.11.2007 um 20:18 | Antworten
    Alle Kommentare von Maltefan
  16. 16

    blaukehlchen:

    Besser, als sich selbst davor zu legen.

    07.11.2007 um 20:45 | Antworten
    Alle Kommentare von blaukehlchen
  17. 17

    Marcel:

    Solche Viecher fand ich schon immer grässlich. Meine Oma hat die dann immer selbst gemacht. Ohne Kopf. Danke, Omi.

    07.11.2007 um 22:02 | Antworten
    Alle Kommentare von Marcel
  18. 18

    Henning:

    Noch nie gesehen, aber die Idee klingt gut. :-)

    Aber ich glaube, ich müsste da mehr als nur die Tür mit beglücken. Bei mir zieht’s vor allem von der Fensterfront.

    07.11.2007 um 22:55 | Antworten
    Alle Kommentare von Henning
  19. 19

    Martin:

    Anfänger

    http://www.tesa.de/consumer/solutions/tesamoll

    07.11.2007 um 23:30 | Antworten
    Alle Kommentare von Martin
  20. 20

    MarkS:

    Oh Mann, “Energiespartiere” - ich glaub´s ja nicht! So was Dämliches kommt mir nicht an die Tür. Wenn man Euch Weicheier dafür verspottet, dann zu Recht. Dieses Blog ist soeben um mehrere Stufen in meinem Ansehen gesunken.

    07.11.2007 um 23:49 | Antworten
    Alle Kommentare von MarkS
  21. 21

    tom:

    Ne alte Wolldecke tuts auch.

    08.11.2007 um 09:22 | Antworten
    Alle Kommentare von tom
  22. 22

    herr_m:

    in den omnipräsenten filialen eines deutschen kaffeerösters gab es dergleichen kürzlich zu kaufen: zweckdienliche länge und form, frei von jeglichen tierattributen. und ja ich bekenne: ich habe dero drei erstanden.

    08.11.2007 um 10:28 | Antworten
    Alle Kommentare von herr_m
  23. 23

    rrho:

    @Martin (19): Tesamoll? An einer Tür? Das geht schneller wieder ab als der Schnee fällt. Zudem lassen viele Altbautüren wirklich reichlich Platz, und da helfen diese Tiere (unsere sind noch viel häßlicher) einigermaßen zuverlässig gegen den Durchzug.

    Es geht ja gar nicht nur ums Energiesparen, sondern auch um’s Wohlgefühl. Und gelegentlich um krabbelnde Kinder.

    08.11.2007 um 10:30 | Antworten
    Alle Kommentare von rrho
  24. 24

    Marc:

    Bei mir liegt eine Art Elch vor der Tür, bzw. ein Schlelch, wenn man es genau nimmt. Ich diskutiere regelmässig mit ihm, denn er braucht viel Beistand um sein Persönlichkeitsbild zu formen, da er weder eine richtige Schlange, noch ein richtiger Elch ist.

    Werde vielleicht mal mit dem guten Tier einen Psychiater aufsuchen, der versteht uns sicherlich gut.

    08.11.2007 um 11:17 | Antworten
    Alle Kommentare von Marc
  25. 25

    Helga:

    Bei uns liegt eine riesige ausgediehnte türkisene Decke innen vor dem Türschlitz. Und ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es hierfür solch professionelle Lösungen gibt!
    Zum Thema Energiesparen fällt mir ein, dass nun wohl auch Goggle etwas dazu zu sagen hat. Wie ich auf http://ecoiron.blogspot.com/2007/01/black-google-would-save-3000-megawatts.html gelesen habe (allerdings schon ein bisschen älter), könnte man mit einer schwarzen Google-Oberfläche um die 750 Megawatt/Stunde im Jahr sparen.
    Also gibt es nun http://www.blackle.com
    Ob das nun die Erde retten wird und ob man sich da nicht ein bisschen mehr um das Design bemühen hätte können sei dahin gestellt. Die Idee an sich finde ich auf jeden Fall nicht schlecht.

    09.11.2007 um 15:51 | Antworten
    Alle Kommentare von Helga
  26. 26

    heidrun:

    auja! und dann machen wir ein gothblick? blackblick?

    11.11.2007 um 09:34 | Antworten
    Alle Kommentare von heidrun
  27. 27

    Fuchs:

    @Helga: Die Idee ist nur auf den ersten Blick nicht schlecht. Da ein Großteil der heutigen LCD-Displays aber im “Normally White Mode” arbeiten, ist die These eher falsch. Man muss bei diesen Displays nämlich eine Spannung an die Elektroden zur Steuerung der Transparenz (durch “Verdrehen” der Polarisation) anlegen, damit sie kein Licht durchlassen, ein Pixel also schwarz wird. Ohne Spannung wird das komplette Licht der Hintergrundbeleuchtung, die immer gleich stark ist, durchgelassen und man sieht ein weißes Pixel. Das hat dann zur Folge, dass diese Displays beim Anzeigen einer komplett weißen Seite am wenigsten und bei einer schwarzen am meisten Energie verbrauchen (wengleich der Unterschied minimal sein dürfte).

    Irgend jemand hatte das auch mal getestet und praktisch belegt. Googles eigene Stellung dazu findest du hier.

    Zum Thema: Wäre so ein Häschen/Kätzchen überhaupt lang genug für eine Tür? Zur Not könnte man es vielleicht in zwei Hälften teilen. Damit könnte man nicht nur Energie-, sondern auch Futterkosten sparen und nebenbei auch nicht mehr regelmäßig angefressene Grünpflanzen ersetzen müsste.

    19.11.2007 um 03:37 | Antworten
    Alle Kommentare von Fuchs

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