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I live by the river!
17.05.08
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Pop mark von Malte Welding | 36

Raus aus dem Retro-Loop

Raus aus dem Retro-Loop, das ist mein Vorsatz für 2008.

Das Internet ist eine Erinnerungsmaschine, die es jedem ermöglicht, ganze Wochenenden mit dem medialen Input seines elften Lebensjahres zu verbringen. Das ist wunderschön, macht aber auf Dauer infantil, träge und blass um die Nase - wie jede gute Droge.

Wo aber ist die Gegenwart? Das Feuilleton der letzten Ausgabe der FAS ist dieser Frage nachgegangen und hat sie in der Architektur gefunden (man war aber leider nicht gegenwärtig genug, die Artikel auch frei zur Verfügung zu stellen). Ich habe sie ebenfalls gesucht, die Gegenwart und sie in einer japanischen Toilette entdeckt.

Nun ist es für einen professionellen Sprücheklopfer wie mich natürlich ein Leichtes, auszurufen:

Kein Bedauern, keine Sorge, 2008 ist die totale Gegenwart!

Aber gewonnen wäre damit noch nichts.
Da ich aber im vergangenen, jetzt toten Jahr die besten Tipps für Bücher, Serien, Filme und Musik von den findigen Spreeblicklesern bekommen habe, mache ich es mir noch ein wenig leichter: Was ist das Gegenwärtigste, das Ihr konsumiert?

Zu den Teilnahmebedingungen: Verboten sind Bands mit Schlagzeug, Bass und Gitarre, Hip Hop mit Jazz-, Funk- und Soul-Samples, Elektro aus dem Jahr, in dem wir Kontakt aufnahmen, Rezepte von Mutti, Literaturverfilmungen, Videospiele, Blockbuster und Bücher, die in Serie gegangen sind, es geht auch nicht darum, Bizarrheiten zu finden, die schwedische Buddhisten in Endzeitstimmung benutzen, um ihren Klosterbrüdern den Abend zu versauen. Ich will den 2008er Mainstream, ich will massentaugliches Entertainment für das Jetzt, ich will haben.

Ach Quatsch, Teilnahmebedingungen sind so Zweites Deutsches Fernsehen, macht einfach mal.

Übrigens: Silvester war ein Spaß. Wirkt noch nach.

Malte Welding 01.01.2008 um 18:59

FeatureFilm/TV/RadioFotografieKunstLiteraturMusikNetzPop

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


36 Kommentare

  1. 01

    Armin:

    Glasvegas. Zur Zeit noch unsigned. Aber Alan McGee sagt die sind gut. Daddy’s Gone. Ein bisschen retro, aber was soll’s. Der Akzent ist schon mal super.

    01.01.2008 um 19:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Armin
  2. 02

    Mathias Richel:

    Die Gegenwart ist flüchtig, daher bin ich froh über jeden nachhaltigen Konsum. Der Rest ist schon von gestern, bzw. “so Dezember”. Das einzig gegenwärtig zu konsumierende, ist die Zeit und die hat heute frei.

    Happy Last Year.

    01.01.2008 um 19:21 | Antworten
    Alle Kommentare von Mathias Richel
  3. 03

    rio:

    das gegenwärtigste? der globalisierte sound von “kala”, der neue platte von m.i.a. - oder noch besser, die nicht-mainstream-variante: (von überall aufgenommener musik inkl. globaler einflüsse) die neue platte von manu chao: la radiolina

    01.01.2008 um 19:23 | Antworten
    Alle Kommentare von rio
  4. 04

    xy:

    Nach der Zeitvorstellung der alten Griechen kommt die Zukunft über einen. Als ob man rückwärts läuft und die schon zurückgelegte Strecke sieht. Da kann man nicht nach vorne schauen, höchstens zur Seite schielen.

    Außerdem ist mir schnurzpiepegal was irgendwelche Erstsemester für Hype halten. Da suche ich lieber nach Sachen, die für mich neu und spannend sind – freilich mit der Gefahr bzw. dem Luxus damit alleine zu sein.

    01.01.2008 um 19:53 | Antworten
    Alle Kommentare von xy
  5. 05

    xy:

    Ach so:

    Musikalisch ist das im Moment Louise Attaque (am besten “Comme On A Dit” und Tarmac (perfekt ist die “l’atelier”)

    01.01.2008 um 19:58 | Antworten
    Alle Kommentare von xy
  6. 06

    Max:

    Den Artikel gibt’s übrigens bei SpOn auf der Website zu finden: Hier!

    Das Gegenwärtigste, das ich konsumiere, sind Tageszeitungen im Internet.

    01.01.2008 um 19:58 | Antworten
    Alle Kommentare von Max
  7. 07

    Martin:

    Das Gegenwärtigste, das ich kann, ist Spielen.

    01.01.2008 um 20:10 | Antworten
    Alle Kommentare von Martin
  8. 08

    rio:

    bzgl. gegenwärtiger architektur (im spiegel artikel erwähnt), schaut mal hier:
    http://www.gravestmor.com/wp/archives/2006/04/21/moriyama-house-ryue-nishizawa/

    01.01.2008 um 20:19 | Antworten
    Alle Kommentare von rio
  9. 09

    BjörnL:

    Der Artikel ist live unter http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,525854,00.html

    Grüsse!

    01.01.2008 um 20:22 | Antworten
    Alle Kommentare von BjörnL
  10. 10

    Michael:

    Gestern Heute morgen hat man mir gesagt das gegenwärtig Leggins getragen werden würden, jedoch weder von mir noch meiner Begleitung. 2008 fängt an wie 2007 aufgehört hat: mit Gerüchten und die sind zeitlos.

    01.01.2008 um 20:31 | Antworten
    Alle Kommentare von Michael
  11. 11

    Bjørn:

    Im Moment “Gefühltes Wissen” von Horst Evers.

    01.01.2008 um 20:47 | Antworten
    Alle Kommentare von Bjørn
  12. 12

    nico:

    finger- und kopftracking ist gegenwart

    01.01.2008 um 20:54 | Antworten
    Alle Kommentare von nico
  13. 13

    niels | zeineku.de:

    Ich bin generell gegen wärtig.

    01.01.2008 um 21:43 | Antworten
    Alle Kommentare von niels | zeineku.de
  14. 14

    Pavel:

    Na, na, nicht so zeigeisty, die Herrschaften.

    01.01.2008 um 22:04 | Antworten
    Alle Kommentare von Pavel
  15. 15

    mc bastard:

    mein leben…
    und die gabe anderen zu verzeihen…

    hatte letzte woche nen autounfall ohne schuld, bei dem meine vier insassen und ich, trotz 2 fachem überschlag alle unverletzt geblieben sind…

    01.01.2008 um 22:29 | Antworten
    Alle Kommentare von mc bastard
  16. 16

    till we *):

    BoingBoing

    01.01.2008 um 23:03 | Antworten
    Alle Kommentare von till we *)
  17. 17

    jensjetzt:

    Ich gehe jetzt schlafen. Das ist simple, fast täglich reproduzierbare Gegenwart. Gute Nacht Internet.

    02.01.2008 um 00:29 | Antworten
    Alle Kommentare von jensjetzt
  18. 18

    schläfer:

    Antibiotikum, gegen(wider)wärtige NNH-Entzündung.

    02.01.2008 um 03:49 | Antworten
    Alle Kommentare von schläfer
  19. 19

    weltherrscher:

    gegenwart = spreeblick, lawblog, bildblog…
    vergangenheit = spiegel, faz, sz…usw.

    2008 wird das jahr der blogs.
    hab das gerade so im gefühl. ich glaube dieses jahr kommen die blogs in D richtig in fahrt.

    zukunft = 2009.

    02.01.2008 um 08:40 | Antworten
    Alle Kommentare von weltherrscher
  20. 20

    Tom:

    Essen find ich recht gegenwärtig. Stinknormales Vollkornbrot mit Butter - nennt das bitte nicht retro, es war nie out :)

    02.01.2008 um 09:27 | Antworten
    Alle Kommentare von Tom
  21. 21

    LeGunn:

    Aus der aktuellen Popliteratur: Thomas Mann, Der Zauberberg.
    Aber, wie sagte der Marketingmann aus der Modefirma: »Das ist nicht ahead genug.«
    Deshalb konsumier: Adrian Tomine, Shortcomings, Drawn & Quarterly
    Warum? Comic! Hip(p)! Sieht klasse aus! Aus Montreal, der gegenwärtigsten Stadt des Planeten! Und immer noch melancholisch bis depressiv! Wunderbar!

    Disclaimer: Ich bin kein Ausrufezeichen und habe keine Aktien, Aktienoptionen oder Verträge mit Ausrufezeichenproduzenten und -lizenzinhabern.

    02.01.2008 um 11:38 | Antworten
    Alle Kommentare von LeGunn
  22. 22

    MakeAMillYen:

    Kinder haben.

    02.01.2008 um 11:42 | Antworten
    Alle Kommentare von MakeAMillYen
  23. 23

    Peter H aus B:

    iphone, blogs, wiki, canon ixus 860 is, heli picooz, die dns meiner frau als halskette (http://www.dna4u.de/), sigur ros , der dritte raum und trentemoller, microfaser - und goretex kleidung.. ich lebe schon sehr gegenwärtig….

    02.01.2008 um 13:28 | Antworten
    Alle Kommentare von Peter H aus B
  24. 24

    w:

    Die Gegenwart ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war. Ausserdem ist Gegenwart auch völlig überbewertet.

    02.01.2008 um 18:14 | Antworten
    Alle Kommentare von w
  25. 25

    sn:

    “Let’s Stay Friends” von Les Savy Fav. Spät dann doch entdeckt und nun schwer begeistert.

    Zu retro? Na dann: Die Demos zum zweiten Bodi-Bill-Album. Das wird, na klar, der Hammer.

    Außerdem: xkcd und Süßkartoffelsuppe. Beides toll. Lohnarbeitstristesse dagegen nicht so toll, dafür aber gegenwärtig wie Broioioing.

    03.01.2008 um 10:57 | Antworten
    Alle Kommentare von sn
  26. 26

    mclunar:

    Berlin ist doch das ewige Retro-vivarium. Nichts ist wirklich neu, nichts wirklich alt. Die Gegenwart als Dauerzustand.
    (Was gar nicht so schlecht ist) Alles andere ist Import.
    Frohes Neues!

    03.01.2008 um 11:56 | Antworten
    Alle Kommentare von mclunar
  27. 27

    Acid:

    Ich bin nicht nur gegen wärtig, ich bin gegen alles!
    Derzeit hab ich Konsum mit einem Software-Sequencer aus Berlin. Kam aber schon im November, die 7.0.

    03.01.2008 um 13:14 | Antworten
    Alle Kommentare von Acid
  28. 28

    marvis:

    Ich glaube, hier sehen manche den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Wir lesen ein Internet-Tagebuch von Leuten, die davon sogar leben können.

    Wir können uns jederzeit auf Youtube Home-Videos von irgendwelchen Leuten von woauchimmer ansehen.

    Wir überlegen, was an Musik der neue Mainstream sein könnte und übersehen, dass der Mainstream früher einfach mit “Media Control-Charts” gleichzusetzen war. (-> Long Tail)

    Kultureller Mainstream 2008 ist vor allem eins: Vielfalt.

    03.01.2008 um 22:25 | Antworten
    Alle Kommentare von marvis
  29. 29

    mclunar:

    Marvis hats auf den Punkt gebracht.
    Wir sind mittendrin.
    Retro ist Oberfläche.
    Mc Luhan hatte recht.

    03.01.2008 um 22:44 | Antworten
    Alle Kommentare von mclunar
  30. 30

    yetused:

    Im Bereich der Mode war schon alles da. Alle Hosenformen wurden bereits durchgekaut. Es kann nicht Neues kommen, alles würde als Reminiszenz an vergangene Zeiten angesehen werden. Was aber neu ist, ist der komplette Stilmix und nicht mehr das Aufleben einer einizigen Dekade (70er für 3 Jahre in). Rührt wahrscheinlich vom Unwissen der Menschen über die jeweiligen Jahrzehnte her. Außerdem: Immer schnelleres Ableben eines Trends. Innerhalb eines Jahres können 70er, 80er und 50er wieder ausgelutscht werden.

    Und: inzwischen ist bei den Menschen die Erkenntnis angekommen, dass jeglicher Futurismus schon nach einigen Jahren widerlegt ist und altbacken daher kommt. Man schaue sich nur mein Videos der 90er über die Zukunft an. Zukunfts-Fanatismus, wie er in den 60ern ausgebrochen ist, ist nun einmal überkommen. Es herrscht berechtigte Angst vor Polizeistaat, Terrorismus und Umwelt strikes back. Da liegt meiner Meinung nach auch die Zukunft der Kunst.

    04.01.2008 um 03:22 | Antworten
    Alle Kommentare von yetused
  31. 31

    yetused:

    “mein Videos”?
    Natürlich sind das nicht meine Videos. Und die Edit-Funktion gibt’s wohl nicht mehr?

    04.01.2008 um 03:25 | Antworten
    Alle Kommentare von yetused
  32. 32

    PiPi:

    @ marvis:

    Kurz und Gut! Danke

    05.01.2008 um 17:53 | Antworten
    Alle Kommentare von PiPi
  33. 33

    Rufus:

    Ich empfehle mal Deerhoof. Die sind zwar schon 15 Jahre alt klingen aber wie neu.

    06.01.2008 um 20:15 | Antworten
    Alle Kommentare von Rufus
  34. 34

    TCR:

    Dr. Slump. Das einzige was ich aus den 80ern mag, ansonsten bin ich irgendwie in den 70ern hängengeblieben. Bzw. drauf gekommen, die 70er hab ich persönlich ja fast gar nicht mitbekommen.

    08.01.2008 um 08:44 | Antworten
    Alle Kommentare von TCR
  35. 35

    Jan(TM):

    Was ist das Gegenwärtigste, das ich konsumiere? Don Alphonso - weil der nicht so einen pimpfigen Gegenwartsbegriff hat, sondern weiss das gute Dinge zeitlos sind.

    12.01.2008 um 18:05 | Antworten
    Alle Kommentare von Jan(TM)
  36. 36

    Malte Welding:

    @Jan(TM) (35):

    gute dinge wie zb: dicker werden?

    14.01.2008 um 11:53 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte Welding

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