Wem die ganzen Kochschen Ergüsse und die CSUschen Hetzplakate ebenfalls auf den Senkel gehen, weil man der Meinung ist, dass man für „belastete“ Jugendliche mehr tun müsste, als über Bootcamps und die Einführung der Todesstrafe nachzudenken, hier ein kleiner Tipp. Der kam per Mail von Bernd:
Weil Ihr ein schönes Zitat von Prof. Pfeiffer aufgeführt habt - Kriminalität als Frage der (Bildungs-)Integration -, erlaube ich mir, einen Hinweis zu geben, wie man noch etwas für Kids tun kann - und zwar selbst! Mit der eigenen Zeit und Aufmerksamkeit, z.B. in unserem Verein biffy Berlin - Big Friends for Youngsters e.V.:
Paten engagieren sich freiwillig für ein Kind aus einer belasteten (Ein-Eltern-/ Migranten-)Familie - als Zuhörer, Mitspieler, Weggefährte. Als einer, der mal etwas zeigt und mit dem sich was besprechen lässt, was sonst keiner hören soll. Etwa einmal wöchentlich trifft man sich, für mindestens ein Jahr, oft dauern die Patenschaften über Jahre an.
In US-amerikanischen Studien wird behauptet, Heranwachsende mit einem Mentor zeigten weniger häufig ‘abweichendes’ Verhalten. Sinn ergibt in jedem Fall: Zuwendung verhindert ungute Zustände.
Wenn ich in Berlin wohnen würde und mehr Zeit hätte, das wär’ was für mich. Aber ich heiß’ ja auch nicht Koch. Das Video dazu ist ein bißchen arg gefühlsdusselig, aber hey: was macht man nicht alles für ‘ne gute Sache. Da müsst ihr jetzt eben durch.
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Aktionen wie biffy Berlin gibt’s auch anderswo. Etwa in Frankfurt, Dortmund, Münschen, Trier usw. Die Ziele sind die gleichen, nur die Möglichkeiten und Handlungen sind andere. Da gibt’s etwa Patenprogramme oder Aktionen, bei denen Sportlehrer und andere in ihrer Freizeit mit Jugendlichen (auch Migranten) Sport machen, Boxen trainieren usw. usf.
Alle Kommentare von Michael
02
das kannst du sicherlich auch in frankfurt und ohne verein machen, rené. irgendwie.
Alle Kommentare von marcus
03
Ich überlege grade (ohne Scheiß), ein Blogprojekt für Hauptschüler zu machen. Hmmm…
Alle Kommentare von René Walter
04
wer zu seiner lokalen freiwilligenagentur geht, kann endlos viele projekte, vor allem in diesem bereich unterstützen. und sei es nur durch vorlesenachmittage oder als lernpate.
Alle Kommentare von martha dear
05
ich freu mich über diesen liebevollen beitrag, und wünsche dir viel freude mit deinem geplanten hauptschulblog.
auch ohne scheiß: das arbeiten mit grundschulkindern hat mein leben verändert.
:)
Alle Kommentare von Riemer
06
Zunächst sollte man die bereits bestehenden Projekte benennen.
Das Engagement derjenigen die sich als Pate zur Verfügung stellen
mag ein Ansatz sein die Heranwachsenden zur sozialen Kompetenz
hin zu (fördern) erziehen. Ein Gut gemeinter Ansatz. Oder ist das
den aktuellen Medienberichten zufolge nur ein
‘Tropfen auf dem heißen Stein’?
Alle Kommentare von PiPi
07
Wie gut, dass es Gutmenschen gibt.
Ohne Mist jetzt.
Alle Kommentare von Christoph
08
Lass mich raten: 40+ allein erziehend, mit 26 Schwanger (Der Typ war sicherlich ein Arschloch), Beziehungsunfähig aber Dank BIFI auf dem richtigen Weg.
@Michael (1):
Ja vor allen Dingen finde ich es gut das ProblemKids, die eh schon Jenseits von Gut und Böse sind, Boxen beigebracht wird. Das beim nächsten aufeinander treffen Sie dich noch effizienter zusammenfalten können.
drago
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