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Pop mark von Johnny Haeusler | 30

Wir sind die Wikinder

Vor genau sieben Jahren, am 15. Januar 2001, wurde eine Revolution gestartet: Die Wikipedia ging online.

Was zunächst wie ein chancenloses Projekt einiger Freaks aussah, veränderte im Lauf der folgenden Jahre nicht nur die Online-Welt, denn auch das Geschäftsmodell, die Aktualität und die Glaubwürdigkeit klassischer Enzyklopädie-Verlage mussten überdacht werden. Zudem fiel die Deutungs- und Beschreibungshoheit dieser Verlage und anderer Medien mit der Wikipedia flach, was einigen Unternehmen und Personen noch immer Kopfschmerzen bereitet.

Die Wikipedia gilt zurecht als Vorzeigeprojekt des Mitmach-Webs und sie ist in Diskussionen das sichere Gegenargument, wenn es mal wieder heißt: „Das funktioniert doch nicht!“

Keine Technik, sondern Menschen haben das Leben und Arbeiten von Millionen anderer Menschen verändert, und über die soziologischen Effekte der immer und überall bereitstehenden Wikipedia auf Handys und ähnlichen Geräten werden wir in den kommenden Jahren sicher noch viel lesen.

Denn wir sind die Wikinder.

Zum Geburtstag: Dankeschön!

Johnny Haeusler 15.01.2008 um 12:11

FeatureMedienNetzPop

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


30 Kommentare

  1. 01

    bosch:

    Wikipedia ist ein großartiges Projekt und auch mein Dankeschön gilt den vielen Usern, die uns an ihrem z. T. überwältigendem Wissen teilhaben lassen.

    Aber wie immer im Leben: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Der Missbrauch ist riesig, viele Beiträge sind fehlerhaft. Ich hoffe, dass nicht demnächst auch eine Generation von Wikikindern heranwächst, die dem ganzen unkritisch gegenüberstehen und sich Blind auf das Onlinelexikon verlassen.

    15.01.2008 um 12:36 | Antworten
    Alle Kommentare von bosch
  2. 02

    Johnny Haeusler:

    @bosch (1): Na klar ist nix perfekt, aber das mit dem Verlassen … unsere Eltern haben sich auf Zeitungen und TV verlassen, aber da konnten sie nicht einmal widersprechen.

    15.01.2008 um 12:43 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  3. 03

    Ani*ka:

    da sind dann auch alle, die früher Wickie geguckt haben, plötzlich ganz stolz und sagen mit “ich war schon gazn früh ein wiki-Kind”;-)

    15.01.2008 um 12:46 | Antworten
    Alle Kommentare von Ani*ka
  4. 04

    Johnny Haeusler:

    @Ani*ka (3): Diese Assoziation hatte ich auch mal … ;)

    15.01.2008 um 12:52 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  5. 05

    Shaka_Schulz:

    Pop?

    15.01.2008 um 13:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Shaka_Schulz
  6. 06

    Johnny Haeusler:

    @Shaka_Schulz (5): … und Netz und Medien.

    15.01.2008 um 13:28 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  7. 07

    sven hörenson:

    wie schwierig das damals gewesen sein muss, unzählige fehler unglaublich schnell in schulvorträge einzubauen…

    danke wikipedia!

    15.01.2008 um 14:51 | Antworten
    Alle Kommentare von sven hörenson
  8. 08

    Martin:

    Die Kritik an Wikipedia zeigt deutlich, dass Medienkompetenz wohl ein bisschen mehr bedeutet, als wissen, wo man die Fernbedienung hingelegt hat.

    15.01.2008 um 16:23 | Antworten
    Alle Kommentare von Martin
  9. 09

    Hendrik:

    Prinzipiell sollte man sich auf keine Nachschlagewerke blind verlassen, das trifft auf Wiki genauso zu wie auf Fachliteratur. Bei Wikipedia kann eben jeder schreiben, das ‘Jeder’ nicht immer Ahnung geschweige denn Recht hat sollte jedem intelligenten Menschen klar sein… aber mit Fehlinformationen kann man auch in Fachliteratur versorgt werden, wenn der Autor eine bestimmte (meist eigene) These, Theorie, oder Meinung ins Land bringen möchte. Nur eine Information gleichen Inhalts aus mehreren, voneinander unabhängigen Quellen ist eine sichere Information (mit Restskepsis). Aber zum “mal schnell nachgucken” ist Wikipedia für mich persönlich ungeschlagen.

    15.01.2008 um 17:27 | Antworten
    Alle Kommentare von Hendrik
  10. 10

    Sven:

    Auch mein Dankeschön an die Wikipedia-Gemeinde für ein in vielen Bereichen sehr umfangreiches, frei zugängliches Wissen. Allerdings glaube ich nicht, dass die Wikipedia die Deutungshoheit von Fachliteratur und vernünftigen Journalismus in Frage stellen kann.

    Wie man fundiertes und zitierfähiges Wissen von Experten mit freier Zugänglichkeit, Dynamik und kollektiver Fehlerkorrektur eines Wikis verbinden kann, lässt sich hier besichtigen:
    http://www.scholarpedia.org/

    15.01.2008 um 17:59 | Antworten
    Alle Kommentare von Sven
  11. 11

    Alexander:

    Auch von mir: DANKESCHÖN!

    15.01.2008 um 17:59 | Antworten
    Alle Kommentare von Alexander
  12. 12

    Alexander:

    Johnny, du hast den neuesten Ableger der Wikipedia vergessen! Seit dem 7. Januar hat Google Konkurrenz bekommen ;-) Die Wikia-Search (http://alpha.search.wikia.com/) ist online und kann ab sofort getestet werden.

    15.01.2008 um 18:26 | Antworten
    Alle Kommentare von Alexander
  13. 13

    johannes:

    Heute hab auch ich Geburstag :-)

    15.01.2008 um 20:46 | Antworten
    Alle Kommentare von johannes
  14. 14

    Johnny Haeusler:

    @johannes (13): Glückwunsch! :)

    15.01.2008 um 23:07 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  15. 15

    Christoph:

    Und René auch! Und ich auch bald (8Monate, 1 Tag)!

    Glückwunsch, johannes, glückwunsch Wiki, glückwunsch René.

    15.01.2008 um 23:49 | Antworten
    Alle Kommentare von Christoph
  16. 16

    Tim 'avatar' Bartel:

    Alexander: Wikia-Search ist ein Produkt von Wikia und hat - abgesehen davon, dass sowohl Wikia als auch die Wikipedia von Jimmy Wales ins Leben gerufen wurden - nichts mit der Wikipedia zu tun.

    16.01.2008 um 00:08 | Antworten
    Alle Kommentare von Tim 'avatar' Bartel
  17. 17

    Achmed Khammas:

    @ Hendrik

    Deine Beschreibung “Nur eine Information gleichen Inhalts aus mehreren, voneinander unabhängigen Quellen ist eine sichere Information (mit Restskepsis)” … trifft doch exakt auf WIKI zu, oder ?!! :-)

    Ok - vielleicht nur auf ‘einer’ Ebene. Aber eine WIKInformation steht für mich in etwa am ‘Schnittpunkt’ der unterschiedlichen Informationsstränge. Man KANN sich damit begnügen. Oder man hangelt sich weiter von Liane zu Liane…

    @ alle ‘Kritiker’:

    Es wäre nett von euch, vielleicht auch mal ein wenig über die eigene Nasenspitze hinweg zu schauen.

    “Fachliteratur und vernünftigen Journalismus” gibt es nämlich nicht ÜBERALL. Selbst in Schwellenländern existiert (vielleicht!) gerade mal in den größeren Städten eine öffentliche Bibliothek mit Zugang zu Nachschlagewerken.

    Dazu oftmals eingeschränkt durch die herrschende Ideologie, zensiert oder auf dem Stand von früheren Jahrzehnten. Und dann auch noch in Bulgarisch (als Beispiel - “weil damals eben im Rahmen irgend eines Kulturabkommens geliefert und noch immer originalverpackt, ähm…”).

    Und ohne die Sache jetzt zu hoch hängen zu wollen: JEDE kostenlos abrufbare Information im Netz hat einen Wert. Und die Angebote von WIKI, Google usw. bieten SEHR vielen Menschen überall auf dieser Welt Möglichkeiten, die für sie einen signifikanten Unterschied ausmachen.

    Allet klar? ;-)

    Von mir jedenfalls auch ein kräftiges “Wiki lebe hoch!”

    16.01.2008 um 00:50 | Antworten
    Alle Kommentare von Achmed Khammas
  18. 18

    Max Winde:

    Es ist unglaublich, wie kurz die Dinge alle überhaupt erst existieren, von denen ich heute praktisch abhängig bin.

    Sieben Jahre erst, fuck.

    Und ich habe jetzt schon keinen Schimmer mehr, wie es jemals ohne ging.

    16.01.2008 um 01:27 | Antworten
    Alle Kommentare von Max Winde
  19. 19

    InaMS:

    Seit 7 Jahren Wikipedia! Glückwunsch! Blogs, Wikis, Social Networking, Foren, Mailinglisten - für viele sind das noch immer Fremdwörter, obwohl das Internet hierzulande ja schon zum Alltag gehört. Sich mal locker in einem Übungs-Wiki umschauen, kann man z.B. unter http://www.wiki-spielwiese.de

    16.01.2008 um 09:12 | Antworten
    Alle Kommentare von InaMS
  20. 20

    Marc:

    Wikipedia ist gut, so lange man seine Informationen auch aus anderen Quelln bezieht. Hab in Details viele Fehler entdeckt, insgesamt sollte man jedoch dankbar sein.

    Ein anderer Punkt ist natürlich, wenn wie in Wikipedia (und allgemein) bereits jedes Thema vohanden ist (oftmals mehrmals behandelt) fragt man sich, warum es überhaupt Sinn machen sollte selbst noch eine Zeile zu schreiben. Alles ist schon da, bzw. mehrfach da.
    Da kann einem das eigene tägliche Abmühen (egal in welchem Bereich) ziemlich sinnlos vorkommen.

    In der Vor-Internet-Zeit war einem das zumindest noch nicht so bewusst.

    16.01.2008 um 09:47 | Antworten
    Alle Kommentare von Marc
  21. 21

    Alexander:

    @ Tim ‘avatar’ Bartel: Danke für die Richtigstellung, das hatte ich nicht gewusst.

    16.01.2008 um 10:42 | Antworten
    Alle Kommentare von Alexander
  22. 22

    Marcel:

    Dann hoffe ich mal dass Wikia Search genauso erfolgreich wird. Oder noch mehr ;)

    16.01.2008 um 11:14 | Antworten
    Alle Kommentare von Marcel
  23. 23

    Will Sagen:

    Ja, Wikipedia ist toll. Danke allen, die mitgeholfen haben, es dazu zu machen, was es heute ist.
    Eines muss ich aber auch loswerden:
    Es ist dort unheimlich schwierig, als NoName eindeutige Fehler zu korrigieren, weil man sich gegen Platzhirsche nicht durchsetzen kann. Das ist schade.

    16.01.2008 um 15:20 | Antworten
    Alle Kommentare von Will Sagen
  24. 24

    LadyMarguerite:

    “Alles ist schon da, bzw. mehrfach da.” (zitiert wurde Marc)

    Manches mag vielleicht schon mehrfach da sein, aber “alles” ist mit Sicherheit noch nicht eingefangen worden (und wird es auch nie sein.)
    “Alles”, was eine Erklärung erfordert, in sich zu bergen, das kann kein Lexikon wirklich von sich behaupten.
    (Ich bin selbst schon über Themen gestolpert, die noch auf einen Autor gewartet haben.)

    Ansonsten, ich stimme WillSagen hundertprozentig zu. Wikipedia ist toll … zumindest, um sich erst einmal einen Überblick über ein Thema zu schaffen.
    Merci.

    17.01.2008 um 12:31 | Antworten
    Alle Kommentare von LadyMarguerite
  25. 25

    Christian:

    In all die Lobhudelei möchte ich ja nur ungern einbrechen, aber: In der Wikipedia einen guten, fundierten Artikel zu finden, gleicht der Suche einer Nadel in einer Scheune voller Heuhaufen. Das meist ist sprachlich unverschämt schlecht, voller Fehler und voller Parteinahme. Wichtigst Aufgabe des 21. Jahrhunderts ist längt nicht mehr, alles “Wissen” zu sammeln, sondern Wissen vernünftig zu selektieren. Und dazu taugt die Wikipedia nicht.

    17.01.2008 um 14:39 | Antworten
    Alle Kommentare von Christian
  26. 26

    Marc:

    @Christian (25)

    Da hilft nur die “Ignorantik”

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2125/1.html

    17.01.2008 um 15:15 | Antworten
    Alle Kommentare von Marc
  27. 27

    lana:

    er hat uns alles gegeben
    worte und edits, den großen plan!
    schreibt, als sei’s euer leben
    vorwärts, autoren, packt an!

    der admin, der admin, der hat immer recht
    und ihr schreiber, es bleibe dabei:
    denn wer löscht für das recht
    der hat immer recht
    gegen lüge und wortklauberei.

    wer den service beleidigt
    ist dumm oder schlecht
    wer die user verteidigt
    hat immer recht

    so im wales’schen sinn
    löscht heut abend bestimmt
    der admin, der admin, der admin!

    17.01.2008 um 16:14 | Antworten
    Alle Kommentare von lana
  28. 28

    Joaquin:

    Habe früher sehr intensiv dort mitgemacht. Aber dann wurde es mir einfach zu dumm, korrekt eingebrachtes Wissen gegen jeden noch so dummen Idioten zu rechtfertigen und hinterher zu korrigieren.

    18.01.2008 um 16:30 | Antworten
    Alle Kommentare von Joaquin
  29. 29

    Pavel:

    Ein Hoch auf sieben Jahre Admin-Willkür! Nicht zu vergessen sind endlose (NPOV)-Diskussionen mit allen erdenklichen mehr oder weniger intelligenten Lebensformen…

    Hier ist übrigens ein teils sehr erhellendes Wiki - http://wikitruth.info/index.php?title=Main_Page

    20.01.2008 um 01:22 | Antworten
    Alle Kommentare von Pavel
  30. 30

    PiPi:

    Grundsatzfrage:

    Inwieweit lässt man sich als Individuum durch gelesene - von Fremden verfassten -Texten beeinflussen?
    (Wissenschaftliche Abhandlungen sind nur Primär aktuell)

    Lese: Bild, FAZ, Spiegel, Welt, Kleinkleckersdorfer Tagblatt…

    Wer sich an seine alten Schulbücher erinnern kann,
    wird -sofern habhaft -anhand der aktuellen Ausgaben vielfach eines ‘neuen Belehrt’.

    Bin über meine Fibel hinaus nicht mehr zum lesen gekommen. ;-)

    22.01.2008 um 21:28 | Antworten
    Alle Kommentare von PiPi

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