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Positionen mark von Frédéric Valin | 15

Lebensweisheiten

ccterren in Virginia

„An apple a day keeps the doctor away“, sagt der Volksmund. Nun weiß man spätestens seit der letzten Gesundheitsreform, dass der Volksmund Mundstuhl hat wie zu Max Frisch’ Zeiten griechische Hochseefischer, aber dass er ebenso daneben liegen kann wie die Zähne in den Mündern besagter grieschischer Hochseefischer (zu Max Frisch’ Zeiten, wohlgemerkt), wer hätte das geahnt.

Ich ahne es seit letztens erst, als meine Großmutter so, am Telefon auf ihren Zahnersatz angesprochen: „Jeden Abend hab ich nen Apfel gegessen vor dem Schlafen gehen, bis mir die Fruchtsäure den kompletten Zahnschmelz weggeschmolzen hat.“ Und dann: fünfundvierzig. Und dann: Zahnersatz.

Tja. Und weil das ganze jetzt ziemlich ohne Pointe dasteht (ich bin ein erbärmlicher Witzeerzähler, by the way, aber gut), mein Lieblings-Frisch-Satz, zur Abrundung, ich glaube aus den Tagebüchern:

Einmal möchte er es wissen. Er schwimmt hinaus, solange die Kräfte reichen, und sie reichen so weit, bis man kein Land mehr sieht.

Das hat nun wieder gar nichts mit Äpfeln zu tun. Aber Äpfel sind sowieso völlig überbewertet.

Frédéric Valin 22.01.2008 um 09:01

AlltagPositionen

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15 Kommentare

  1. 01

    Ani*ka:

    was lernen wir daraus? Vor dem Schlafengehen lieber noch schnell ein Kinder-schoko-bon in den Mund stopfen. Die haben wenigstens keine Säure.

    22.01.2008 um 09:09 | Antworten
    Alle Kommentare von Ani*ka
  2. 02

    martin:

    >Aber Äpfel sind sowieso völlig überbewertet.

    Absolut! Wenn ich Zeit hätte würde ich ein Buch schreiben mit dem Titel “Die Apfel-Lüge” und wissenschaftlich belegen, dass die Dinger bloß sauer sind und nur in Form von Apfelwein bekömmlich und genießbar.

    22.01.2008 um 09:41 | Antworten
    Alle Kommentare von martin
  3. 03

    Andreas Schepers:

    Letztens sagte ein Wissenschaftler zu mir: An Apple A Day Keeps The Doctor Away - Ui, das stimmt - seit dem ich morgens immer einen Apfel esse, wird das irgendwie nichts mehr mit der Dissertation. - Naja, Wissenschftlerhumor. Und auch ohne Pointe.

    22.01.2008 um 10:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas Schepers
  4. 04

    Onkel Toby:

    Die wichtigere Lebenweisheit wäre allerdings: An onion a day keeps everyone away…

    22.01.2008 um 10:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Onkel Toby
  5. 05

    dooorie:

    Einspruch! Äpfel sind nicht überbewertet, sondern die unverzichtbare Grundlage für Calvados. Deine Oma hat den Apfel in der falschen Form zu sich genommen. En Schnäpsken a day keeps the doctor away!

    22.01.2008 um 10:50 | Antworten
    Alle Kommentare von dooorie
  6. 06

    Der Bo:

    Man muss aber auch mal sagen, es gibt ja wohl wenig tolleres als n Apfel. Außerdem finde ich nicht, dass Äpfel so arg überbewertet sind. Im Gegenteil, die meisten Äpfel fristen ihr Dasein als Zurschaustellung angeblich gesunder Lebensweise in einer zum bloßen Einrichtungsgegenstand verkommenen Obstschale, ohne jemals gegessen zu werden. Und das ist einem Apfel ja nun wikrlich undwürdig. Insofern geb ich dir mit den angeblich medizinischen Eigenschaften Recht. Man sollte den Apfel von allen unbewiesenen Fähigkeiten freisprechen, und ihn einfach als Apfel sehen, der gut schmeckt und gegessen werden soll.

    22.01.2008 um 10:53 | Antworten
    Alle Kommentare von Der Bo
  7. 07

    martha dear:

    das deutsche pendant von max goldt zitiere ich ja gerne hin und wieder:

    “ein apfel am tag und der arzt fährt nach prag.”

    22.01.2008 um 11:14 | Antworten
    Alle Kommentare von martha dear
  8. 08

    ber:

    Ich zitiere hin und wieder die Berliner Variante:
    “‘n Appel pro Tach haelt den Doktor in Schach”

    22.01.2008 um 11:30 | Antworten
    Alle Kommentare von ber
  9. 09

    Frédéric Valin:

    @dooorie (5): Da sagst Du was. Viel Wahrheit. Annähernd 80 %, würd ich behaupten.

    22.01.2008 um 11:36 | Antworten
    Alle Kommentare von Frédéric Valin
  10. 10

    Soundmonster:

    Ich habe bis zum Ende versteckte Hinweise auf Apple (die Truppe von Steve Jobs ist hier gemeint) gesucht und nicht gefunden… Bin ich noch ganz dicht?.. :-(

    22.01.2008 um 12:07 | Antworten
    Alle Kommentare von Soundmonster
  11. 11

    Frédéric Valin:

    Ich finde auch keine. Was daran liegen könnte, dass ich einen Apple nicht von einem Frühstückstablett unterscheiden kann. Wenn es sowas wie ein Gegenstück zum 21st century digital boy gibt, dann sitzt der gerade vor meiner Tastatur und tippt diesen Kommentar.

    22.01.2008 um 12:26 | Antworten
    Alle Kommentare von Frédéric Valin
  12. 12

    Tanja Kreitschmann:

    Wie Recht hatte doch Max mit der Papayameinung!

    http://www.spreeblick.com/2007/08/12/so-kommentiert-man-richtig/

    22.01.2008 um 12:53 | Antworten
    Alle Kommentare von Tanja Kreitschmann
  13. 13

    Philippe:

    Also bei uns in der WG hängt auch auf grünem Hintergrund über dem “Früchtkorb” der Spruch: “An apple a day keeps the doctor away.”
    Aber so wirklich hilfts nicht, da ist eher Brot, Marmelade und etwas zum Naschen versteckt. Liegt wohl daran, dass wir nicht so oft in den Genuss kommen, Obst zu verspeißen…
    Irgendwie klappts trotzdem, der Doktore ist in weiter Ferne!

    22.01.2008 um 18:33 | Antworten
    Alle Kommentare von Philippe
  14. 14

    PiPi:

    Ihr Voreingenommenen Ignoranten!

    Ein gedeckter Birnenkuchen schlägt alles.
    (Die Frucht sollte entspr.. Reif sein = Süss)

    Aber bitte mit Sahne

    22.01.2008 um 21:51 | Antworten
    Alle Kommentare von PiPi
  15. 15

    Thomas:

    Danke für den Tipp!
    Hab mich dann mal für Schokokuchen zum Frühstück entschieden.

    Zähneputzen ist auch sone Sache. Mein Zahnarzt meint meine Zahnsorium geht vor Putzen kaputt, dabei hab ich seinen Lebensabend mit Kronen und Inlays finanziert.

    23.01.2008 um 00:44 | Antworten
    Alle Kommentare von Thomas

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