• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
08.09.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
    • Games
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
    • Verlosung
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

Politik von Johnny Haeusler | 15

moli: (We) Control Your Privacy?

Schön und gut, wenn ein irisches Social Network mit dem Claim „Control Your Privacy“ 20 Millionen Euro Zusatzkapital auftreiben kann, aber irgendwie blöd, wenn neue Nutzer mit PR-Spam begrüßt werden.

Die Basis-Geschäftsidee von moli ist dabei nicht die schlechteste. Die Site, die bald auch in Deutschland starten will (“Freuen Sie sich darauf – da wird es wirklich spannend!“) will u.a. mehrstufige Kontaktfreigaben ermöglichen.

Soll heißen: Ich kann bei moli verschiedenste Social Networks (Facebook, LinkedIn, MySpace usw.) integrieren oder „mergen“, mit einem Login erreichen und die von mir hinterlegten Inhalte (Fotos, Videos …) einzeln für von mir festgelegte Kontaktgruppen freigeben. Meine Bikini-Fotos könnten somit nicht alle meiner „Kontakte“ sehen, sondern nur diejenigen, die ich persönlich bei den ABCs (den Anonymen Bikini Crossdressern) kennengelernt habe.

Netzweite Kontrolle über die eigenen Daten ist ein immer lauter werdender Wunsch von Internet-Nutzern und garantiert eine gute Business-Chance für entsprechend vertrauenswürdige Anbieter. Ob moli ein solcher ist, darf zur Zeit jedoch noch bezweifelt werden.

Denn kurz nachdem sich die irische Designerin und Bloggerin Sabrina Dent bei moli angemeldet hatte, wurde sie von ihrer moli-Mailbox bereits mit Spam-Freundesanfragen begrüßt, die nach ihrer durch Kommentare in ihrem Blog ausgelösten Recherche auch noch direkt von moli-Mitarbeitern stammten.

Kein wirklich guter Start in die angebliche Kontrolle der Privatheit, sondern eine weitere Warnung vor zu viel Vertrauen bei der Weitergabe von persönlichen Daten an kommerzielle Anbieter. In diesem recht harmlosen Fall ging es vielleicht um übereifrige StartUp-Teams, in anderen Fällen könnten es auch mal Praktikanten sein, denen u.U. der Zugriff auf unsere als „privat“ gekennzeichneten Daten nicht verschlossen ist und die in ihrer Weitergabe entweder einen lustigen Witz oder ein gutes Geschäft vermuten könnten.

Ein System, dass die Kontrolle über persönliche Daten im Netz erlaubt, kann daher nur ein offenes und dezentrales sein. Ein weiter ausgebautes OpenID etwa (Update: siehe hierzu jedoch auch die vorhandenen Bedenken, via).

Johnny Haeusler 30.01.2008 um 11:50

NetzPolitikUnternehmen

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


15 Kommentare

  1. 01

    Philipp:

    Ich will auch deine Bikini-Fotos sehen, Johnny. :)

    30.01.2008 um 12:04 | Antworten
    Alle Kommentare von Philipp
  2. 02

    Johnny Haeusler:

    @Philipp (1): Da musst du erstmal eine Freundesanfrage schicken und mich in dein Profil ploppen oder wie das heutzutage heißt …

    30.01.2008 um 12:11 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  3. 03

    einbecker:

    Sehr wahr — nur der letzte Satz mit Verweis auf OpenID ist eher nicht so ganz das gelbe. siehe Identity Corner oder auch Ralf Bendrath. So ganz gelöst sind die Probleme, die alle möglichen Anbieter vereint, noch nicht.

    30.01.2008 um 12:33 | Antworten
    Alle Kommentare von einbecker
  4. 04

    Florian:

    @Johnny Haeusler (2): gruscheln, heißt das ;)

    Aber zum Artikel: Im Prinzip “vergrößert” man seine Privatsphäre dadurch nicht, man verschiebt sie nur. Jetzt ist eben die Frage traue ich Facebook oder Moli mehr? Und besonders wenn es um die netzweite Identität geht, sollte man sich ziemlich genau überlegen, ob und wem man vertraut. Schließlich (reine Annahme von mir jetzt) hinterlegt man seine Benutzerdaten für zahlreiche andere Netzwerke.

    Mir wäre es viel lieber wenn tatsächlich ICH die Kontrolle über meine Daten hätte. Sprich: die zentrale Netzindentität läuft nicht auf den Servern eines übereifrigen Start-ups sondern auf meinem eigenen. Denn nur dann habe tatsächlich ich die Kontrolle über die Daten. Und, zumindest vor einigen Monaten, noch keiner daran gedacht hat, habe ich ein entsprechendes Projekt gestartet > http://cocur.org.

    Sorry für die Werbung, aber es musste sein. Es passt einfach zu gut. Außerdem ist bei Cocur ja alles CC, ohne Werbung und so. Ich hoffe das ist ok.

    30.01.2008 um 12:37 | Antworten
    Alle Kommentare von Florian
  5. 05

    Johnny Haeusler:

    @einbecker (3): Danke, habe ich ergänzt!

    @Florian (4): Kein Problem mit dem Hinweis, gerne doch. Den Mainstream wird man mit einer eigenen Server-Lösung jedoch kaum erreichen, eine Lösung muss ohne jeden Aufwand einfach selbstverständlich integriert sein – für jeden Nutzer. Glaube ich.

    30.01.2008 um 12:44 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  6. 06

    Florian:

    @Johnny Haeusler (5): Ja. Aber ich glaube auch ein Großteil der Menschen die sich das nicht auf dem eigenen Server installieren, würden sich auch nicht bei Netzwerken wie Moli anmelden, nur um mehr Privacy zu erlangen.

    30.01.2008 um 12:52 | Antworten
    Alle Kommentare von Florian
  7. 07

    Arno:

    Der einzige Weg seine Privatsphäre zu kontrollieren ist immer noch Enthaltsamkeit beim Hochladen.

    30.01.2008 um 14:59 | Antworten
    Alle Kommentare von Arno
  8. 08

    erlehmann:

    @Florian (4): Wie wäre es mit Jabber / XMPP als Basis für das dezentralisierte Social Networking ? Schau dir XEP-0154 [1] an und denk darüber nach.

    Der ganzen OpenID-Kritik können zwei Dinge entgegen gehalten werden.
    1. SSL - Das beugt Phishing wirksam vor.
    2. Wer will, kann sein eigener Provider sein.

    Es gilt - wie sonst auch: Sicherheit kommt nur mit einem Preis - hier ist dieser in eingeschränkter Benutzbarkeit spürbar. Wichtig ist allerdings: Wessen Email-Postfach heutzutage geknackt wird, der hat bereits ein Problem, dorthin werden die Passwörter gesendet.

    [1] http://www.xmpp.org/extensions/xep-0154.html

    30.01.2008 um 18:12 | Antworten
    Alle Kommentare von erlehmann
  9. 09

    Florian:

    @erlehmann (8): XMPP ist zwar für den Austausch von Profilinformationen nützlich, aber um dezentrales soziales netzwerken zu ermöglichen, müssen zusätzlich auch Aktionen wie “Freund hinzufügen”, etc abgewickelt werden können.

    30.01.2008 um 18:57 | Antworten
    Alle Kommentare von Florian
  10. 10

    erlehmann:

    @Florian (9): wieso, das geht doch bei jabber wunderbar - “freund” ist, wer in meiner liste steht ‽

    30.01.2008 um 19:02 | Antworten
    Alle Kommentare von erlehmann
  11. 11

    Igor:

    Was sind die Anonymen Bikini Crossdresser?
    Ein Verein?
    Kann ich da Mitglied werden?

    Wann werden die Bikini´s gezeigt?

    Igor

    01.02.2008 um 10:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Igor
  12. 12

    Johnny Haeusler:

    @Igor (11): Mitglied wirst du erst, wenn du dein neues Blog mindestens ein Jahr lang täglich gefüttert hast … und gelernt hast, dass man Bikinis ohne Apostroph schreibt … ;)

    01.02.2008 um 10:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Johnny Haeusler
  13. 13

    Igor:

    @Johnny

    Bei der Schreibweise von Bikinis gebe ich dir Recht.

    Igor

    09.02.2008 um 15:15 | Antworten
    Alle Kommentare von Igor
  14. 14

    Matt:

    Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis der Redaktion vor. Ich habe mich im Rahmenm einer Studie eingehend mit MOLI aueinandergesetzt - und leider auch angelegt. Das Werbeversprechen ist zwar ein scheinbarer Schutz der Privatsphäre. Zum damaligen Zeitpunkt - Start der BETA-Phase - war vom “merger”/ intergrieren anderer Profile unter MOLI aber nicht die Rede. Selbst wenn dies vorgesehen wäre, kann ich ja nicht die ursprünglichen Daten/ Infos unter den integrierten Anwendungen auf deren Serven “abstellen” oder unsichtbar machen. Vorgesehen ist wohl die Möglichkeit verschiedene Profile unter Moli anzulegen, na und? Es wird dem Unternehmen kaum gelingen, alle jetzigen User von XING und myspace abzuziehen…
    Ich sehe insofern aus den verschiedensten Gründen keinen Sinn und keinen Nutzen in der Plattform. Das Angebot der geschützten Privatheit ist kein USP, sondern ein UAP - ein reines Werbeversprechen. Der beste Schutz der Privatsphäre ist immer noch der, sich genau zu überlegen, WAS man von sich preisgibt, also veröffentlicht und das Bewusstsein darüber, dass das Web 2.0 eben einen Veröffentlichungsmechanismus darstellt und in Gangsetzt. Und was am schwersten wiegt: WAS IST NEU? NIX!
    Mit besten Grüßen aus Berlin xxx

    07.09.2008 um 22:17 | Antworten
    Alle Kommentare von Matt
  15. 15

    Matt:

    ps. Hier ein Auszug aus der original Pressemitteilung, der meinen Ansatz bestätigt - na und!?

    Unter MOLI.com können die Mitglieder zahlreiche Profile innerhalb eines Kontos erstellen und sie ihren beruflichen oder privaten Bedürfnissen anpassen. Dabei hat jedes Mitglied die Möglichkeit, den Zugang zu seinen Profilen zu organisieren: entweder öffentlich für alle, privat nur für einen bestimmten Nutzerkreis oder versteckt, was nur ein ausgewählter Kreis sehen kann. Darüber hinaus können die Mitglieder auf MOLI.com Produkte und Dienstleistungen in ihren eigenen Onlinegeschäften verkaufen und dabei auf das sichere Zahlungssystem PayPal zurückgreifen.

    07.09.2008 um 22:20 | Antworten
    Alle Kommentare von Matt

Diesen Artikel kommentieren

Vorschau

Frischer Spreeblick

  • Führungswechsel
  • Barack Obama rickrollt John McCain
  • Wir basteln uns den perfekten blip.fm Player - für den Mac
  • Popgun! 36 Songs from the crypt
  • Kind dieser Stadt
  • iSwine
  • Leben wie ein Tier mit Hartz IV
  • Toni Mahoni: Karlsruhe
  • Berlin am Meer: DVD-Verlosung
  • Die Selbstportraitlandschaften des Levi van Veluw
  • SUCHE

Eselsohren

    • Wir empfehlen:

      forward international video award

    Archiv

    Neueste Artikel

    Pop

    • Führungswechsel
    • Barack Obama rickrollt John McCain
    • Popgun! 36 Songs from the crypt
    • Die Selbstportraitlandschaften des Levi van Veluw

    Politik

    • Führungswechsel
    • Barack Obama rickrollt John McCain
    • Leben wie ein Tier mit Hartz IV
    • Freiheit statt Angst – Demo gegen Vorratsdatenspeicherung am 11. Oktober

    Produkte

    • Wir basteln uns den perfekten blip.fm Player - für den Mac
    • iSwine
    • Berlin am Meer: DVD-Verlosung
    • Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy

    Positionen

    • Kind dieser Stadt
    • Toni Mahoni: Karlsruhe
    • Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy
    • Eine kurze Geschichte meiner Mutter/Zum Geburtstag

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der Blogosphäre oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger Unterstützer der RAF
    • Grimme für Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Du Opfer!
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • China und das Internet
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Bandnamen finden

    Frisch Kommentiert

    • Führungswechsel
    • Barack Obama rickrollt John McCain
    • Wir basteln uns den perfekten blip.fm Player - für den Mac
    • Popgun! 36 Songs from the crypt
    • Kind dieser Stadt
    • iSwine
    • Leben wie ein Tier mit Hartz IV
    • Toni Mahoni: Karlsruhe
    • Die Selbstportraitlandschaften des Levi van Veluw
    • Berlin am Meer: DVD-Verlosung
    • Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy
    • Freiheit statt Angst – Demo gegen Vorratsdatenspeicherung am 11. Oktober
    • Blinkenlights reloaded: Stereoscope in Toronto
    • All your Base are belong to Chrome (UPDATE)
    • Google-Browser Chrome: Der Browser-Krieg ist vorbei
    • Eine kurze Geschichte meiner Mutter/Zum Geburtstag
    • Zapp zappt an der Wahrheit knapp vorbei
    • Wer hat Angst vor der ARD?
    • Loveblog
    • Google-Browser: Chrome (UPDATE: der Browser kommt morgen!)

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    blogoscoop