Deine Frage, Südkurier, ist ja: „Sind Blogs wirklich Journalismus?“, und sie ist gut. Ich frage mich auch oft: „Ist Radio echt TopTen?“. Oder „Ist Buch jetzt mal ernsthaft Science Fiction?“. Die Antwort auf deine Frage lautet:
Nein, Blogs (als solche) sind kein Journalismus. Und ja, die Diskussion nervt. Und trotzdem kann man das Stänkern manchmal nicht lassen. Wenn ihr doch so schöne Steilvorlagen liefert wie „Stefan Niggemeier, Blogger des Massenblatts Bild“ …
Screenshot

[via]
(Auch schön: Das begleitende Foto aus dem letzten Jahr …)
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Arbeiten beim Südkurier eigentlich Journalisten?
Recherche gehört jedenfalls dazu, dann hätte man auch gewusst was eine Abmahnung ist.
“Auch Abmahnungen müsste der Blogger dann möglicherweise auf seiner Plattform zulassen.”
Abmahnungen brauch man nie zulassen, die landen von alleine im Briefkasten.
Auch zuhören gehört dazu.
“Der Rechtsanwalt Thorsten Feldmann glaubt sogar, dass durch zweifelhafte Gerichtsentscheidungen viele Blogger aus Angst vor Haftungsauflagen lieber gleich ganz aufhören.”
Jedenfalls war in Feldmanns Diskussionsrunde eher die Rede, bei dieser Rechtsunsicherheit für Blogger in die Anonymität zu flüchten.
Aufgabe wurde nie als eine Option thematisiert.
“Dort gab es vor allem ein Thema:”
Ja das Thema war wie bekomme ich die vielen thematisch verschiedenen Vorträge unter einen Hut.
Alle Kommentare von Jens
02
Das läuft jetzt bei Stefan Niggemeier aber unter dem Stichwort Verleumdung, oder? Das ist ja übel, übel, übel!
@Jens
Hör auf noch mehr solches Zeug zu zitieren. Sonst kann ich nachher nicht schlafen. ;-)
Alle Kommentare von Henning
03
sind blogs journalismus? meistens nicht.
wollen blogs journalismus sein? meistens nicht.
was blogs aber immer sind ist öffentlichkeit.
diese herzustellen mit mitteln die für jeden bedienbar, erschwinglich und zugänglich sind das ist die revolution 2.0.
ich will endlich mal eine feuilletondebatte zum thema sind bücher belletristik?
wäre gespannt wie lange es dauerte bis man zu der erkenntnis gediehe das viele einfach nur gartenratgeber sind.
Alle Kommentare von westernworld
04
sind Zeitungen wirklich Journalismus?
Alle Kommentare von oehi
05
Huar! Deswegen heißt der Südkurier hier (in Konstanz) im Volksmund auch “Südgeschmier”. Peinlich, peinlich…
Alle Kommentare von martin
06
Das mit Niggemeier als Blogger von BILD wäre ja eine Gegendarstellung wert.
Alle Kommentare von Tim
07
Der Südkurier ist ja auch keine echte Zeitung, sondern nur die aufgeblasene Version eines Lokalblättchens..
Alle Kommentare von stefanx
08
Autsch.
Alle Kommentare von Ani*ka
09
johnny, vielleicht haben wir auf der r:p als blogger und bloggende jounalisten das kriegsbeil formal begraben, aber andere seiten haben das wohl verpasst…
ich fand deine abschlussworte dazu jedenfalls gut, und ich hoffe auch, das zumindest in der blogosphäre das thema nicht mehr so stark hochgespült wird wie in den journalistischen medien.
naja, hoffen darf man wenigstens :-)
Alle Kommentare von asaaki
10
Will sich da eigentlich niemand anmelden um zu kommentieren oder werden da die Kommentare vorher gelesen und nicht zugelassen?
Alle Kommentare von SoE
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zu umständlich. und zu sinnlos.
Alle Kommentare von stefanx
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Nehmen wir nur mal an, der Artikel ist Ironisch gemeint.
Verträgt sich Klassischer Journalismus mit dem freien
Bloggerverständnis? (Es wurden keine Links gesetzt)
Unbedarfte Leser des o.a. Artikels ist es schlichtweg egal.
Alle Kommentare von PiPi
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Wow, jetzt haben sie es aber ECHT verbessert: So berichtete “Bild”-Blogger Stefan Niggemeier von seinen Erfahrungen nach einem Beitrag: Das kritisierte Unternehmen schaffte es, ihn künftig zu einer umfassenden Vorabkontrolle seiner jeweiligen Einträge zu zwingen.
Wenn man beim Südkurier schon die suedblogs.de betreibt, könnte man ja einen nach Berlin schicken, der sich damit auskennt. Ich kann ja nächstes Jahr mal fragen ;)
Disclosure: Ich habe beim Südkurier, als der Bart noch weniger sprießen wollte als heute, diverse Hospitanzen gemacht. (Der damalige Chefred des SK, Appenzeller, ist übrigens heute ‘Redaktionsdirektor’ (wassn das?) beim Tagesspiegel ;) )
Alle Kommentare von oliver gassner
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@asaaki (9): Es fällt aber auch manchmal schwer … :) Hochspülen muss man das nicht (ist ja nicht so, dass einem selbst keinen Fehler aus Halbkenntnis passieren), nö, aber lachen ist ja gesund.
Alle Kommentare von Johnny Haeusler
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@Johnny
Ach, man sollte da lachen? Na gut, erster Absatz ging ja noch. Aber danach war mir nicht mehr zum Lachen zumute.
Alle Kommentare von Henning
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Hmmm … mal ein wenig mit den Begriffen spielen:
Die Tätigkeitsform eines Journalisten ist der Journalismus. Da steckt Journal drin. Journal heißt u. a. Tagebuch. Ein Weblog ist ein Online-Tagebuch. Weblogismus, also das Bloggen, ist dann Online-Journalismus. Also sind nicht Blogs Journalismus, sondern das Bloggen ist es.
Um die Frage “Sind Blogs wirklich Journalismus?“ nun auf andere Bereich zu übertragen:
- Sind Tomaten wirklich Pflücken?
- Sind Fahrräder wirklich Klingeln?
- Sind Frauen wirklich Schminken?
*hehe*
Alle Kommentare von Matthias Zellmer