17.01.
Habe das Gefühl, die Anderen planen etwas hinter meinem Rücken. Muss Details erfahren. Leite umfangreiche Überwachungsmaßnahmen ein.
18.01.
RSS-Feeds sämtlicher Artikel plus Kommentare der 500 meistgelesenen Blogs in Deutschland abonniert. 2.317.483 ungelesene Posts warten auf mich. Suche nach „Spreeblick“ und „Johnny“, sicherheitshalber auch nach „Johni“, „Jonnie“, „Jennie“, „Jimmy“, „Connie“, „Ronny“ und „und“.
13.02.
Bin fast durch mit dem Sichten des ersten Tages. Habe einen verdächtigen Kommentar in einem Blog entdeckt, in dem jemand behauptet, Spreeblick habe mal einen Fehler gemacht. Vorsichtshalber Screenshot gemacht und mit der Bitte um Löschung des Kommentars aus dem Internet 50 Euro an Google gespendet. Autor der Diffamierung nennt sich „Johnny“. Versuche, die Google-Löschung meines Kommentars zu stoppen.
15.02.
RSS-Scanning erscheint mir nach diesem Rückschlag zu aufwändig, beschließe Überwachung unserer Telefonleitung. Liege stundenlang auf der Lauer, doch sie rührt sich nicht vom Fleck.
20.02.
Plane E-Mail-Überwachung. Beginne damit, meine eigenen Mails zu lesen.
23.02.
Habe in den letzten Tagen meinen Schreibtisch unauffällig immer dichter an den von Max gerückt, täglich einen halben Zentimeter weit. Habe ausgerechnet, dass ich 2017 direkt neben ihm sitzen werde. M. ahnt nichts.
02.03.
Folge jetzt allen Spreeblick-Autoren bei Twitter, allen Followern der Spreeblick-Autoren und allen Followern der Follower der Spreeblick-Autoren sowie allen Twitter-Nutzern, die ein „J“ im Namen haben.
03.03.
Twitter is down.
06.03.
Stecke den Autoren kleinere Geldsummen zu und äußere Erwartung von Gegenleistung in Form von Spreeblick-Artikeln. Ausnahmslos lassen sich alle darauf ein. Jetzt stecken sie alle mit drin.
07.03.
Twitter is down.
20.03.
Sascha Lobo plant schon wieder, Geld zu verdienen. Macht sich damit verdächtiger als alle anderen.
21.03.
Verstecke mich eine Stunde vor einem für heute geplanten, als „Redaktionsmeeting“ getarnten Gespräch zwischen Malte und Frédéric unter dem Besprechungstisch.
22.03.
Hunger.
23.03.
Malte und Frédéric treffen ein. Malte muss nochmal nach Hause, um sich eine Zigarette drehen zu lassen. Frédéric fängt schonmal alleine an.
24.03.
Malte ist zurück, ich zeichne das fünfstündige Gespräch zwischen den beiden für spätere Auswertung auf. Im Verlauf werden mehrere mir völlig unbekannte Namen erwähnt und Zahlen genannt, die ich als Aktienkurse interpretiere. Auch ein „IM“ wird erwähnt. Die Sache scheint heiß zu sein.
25.03.
Spiele die Aufzeichnung Tanja vor, die studiert hat. Sie versteht „EM“ und meint, es sei um Fußball gegangen. Könnte sein, könnte aber auch nicht sein … ich bleibe misstrauisch.
26.03.
Twitter is down.
04.04.
Erste Erfolge werden spürbar, die Auswertungen der E-Mail-Überwachung haben ergeben, dass René Spreeblick „früher irgendwie besser“ fand und Andreas einen Artikel plant. So nicht, meine Herren!
16.04.
Nico schaut „zufällig“ im Büro vorbei. Müsste er nicht in London sein? Um ihn zu verunsichern, frage ich ihn, ob er nicht in London sein müsse. Er verneint und meint, er wäre in Berlin. Mist.
21.04.
Sascha Lobo hat schon wieder Geld verdient! Ich wusste es!
10.05.
Plane, Max mit Geld zu bestechen, um Milch vom Kiosk mitzubringen, aber Twitter is down. Tarne mich mit einer halbdurchsichtigen Brille und hole die Milch selber.
23.05.
Habe den Hund mit einer versteckten Webcam ausgerüstet.
30.05.
Sichte das Webcam-Material der vergangenen Woche. Diese gerissene Bande! Ich bin erschüttert. Tanja weint. Beschließe, das Material Spiegel Online zuzuspielen:
01
Ähm.. ähh… OK…
ich sollte auch mal eine Internetüberwachung starten.. ich weiß nur nicht wohin ich mein Internet jetzt schon wieder gelegt hab :-/
Alle Kommentare von Dr. Azrael Tod
02
Oh, jetzt sehe ich es erst.
Johnny, kannst du bitte wieder unter meinem Schreibtisch vorkommen?
Alle Kommentare von Max Winde
03
Wenn ein Follower einem Follower followed, wer followed dann eigentlich wem?
Hat der arme Hund Asthma?
Und wieso bekommen die Geld für das schreiben von Artikel, Weißbrot und Orangen würden doch auch reichen. Am besten bei einer “Tafel(c)(R) powerd bei McKinsey” besorgen.
Komisch in der Vorschau wird aus (c) ein Copyright Zeichen und sup geht da auch.
Alle Kommentare von Jan(TM)
04
Ich habe schon vor 2 Wochen eine Überwachung meines Kühlschrankes eingeleitet. Musste heute mit erschrecken feststellen : es fehlt eine Wurst.
Werde die Überwachung sofort auf den dämlichen Köter unseres Nachbarn ausdehnen.
Alle Kommentare von Miriam
05
Ich habe nie was gesagt und werde auch nie irgendwas sagen, was auch nur im entferntesten irgendwas mit „früher“ oder „spreeblick“ oder „besser“ zu tun hat. Niemals. Ganz, ganz ehrlich! Echt jetz! Ich doch nicht… pah! Immer diese Schäubles. ;)
Alle Kommentare von René Walter
06
Haha :-)
Meine Beobachtung hat ergeben, dass der Kameramann mal zum HNO-Arzt müsste.
Alle Kommentare von Anonym
07
Der Kameramann ist Lukes Vater.
Alle Kommentare von Jens
08
ich werde wohl mal einen termin mit datenschützer wolfgang schäuble arrangieren
Alle Kommentare von Malte Welding
09
Ich such jetzt mal die Spreeblick Saar-Dépendance nach Wanzen, Kameras und Trojanern ab. #Mann weiss ja nie.
Alle Kommentare von Andreas Schepers
10
Einfach nur genial!!
So kann ich meine Mittagspause mit einem breiten Grinsen beenden!!
Danke!!
Alle Kommentare von Ole
11
Geheimdienstspitzelexperten raten ja heutzutage zur Tastaturtippfrequenzanalyse. So laut wie die da tippen sollte das auch problemlos zu implementieren sein.
Frage mich wie der Hund bei dem Krach schlafen kann?
Alle Kommentare von Armin
12
ich hab im londoner büro angefangen die kameras zu zählen. ich sag bescheid wenn ich fertig bin.
Alle Kommentare von Nico [Jackpot Baby!]
13
ahäseneno …
Alle Kommentare von frt
14
life is fucking hard… ;)
ich will das alles gar nicht wissen.
hilfe.
Alle Kommentare von frt
15
@frt (14): fucking life is hard.
Das macht es jetzt aber auch nicht besser.
Alle Kommentare von Julie Paradise
16
nö, nur immer verständlicher.
Alle Kommentare von frt
17
hmm man darf also echt bei youtube jeden scheiß hochladen… ;)
änder mal jmd was in den agbs, aber wenn mist und von der contentmafia geschützte inhalte auf youtube verboten währen wärs wahrscheinlich leer :)
Alle Kommentare von Elco
18
Der Videobeitrag könnte auch meinen Arbeitsalltag wiedergeben.
Alle Kommentare von PiPi
19
Köstlich. Ich mag diese Form von Humor.
Darauf sollte man ein Auge haben.
Alle Kommentare von Michael
20
Ist der schwarze Fleck oben am Tischbein eine Wanze?
Der Hund hat jedenfalls einen gesunden Schlaf. :)
Alle Kommentare von Georges
21
Sehr schöner Beitrag. Vielleicht sollte Ich auch anfangen meine Zweizimmerwohnung zu überwachen um sicher zu gehen, dass die Tauben vor dem Haus nicht in Wirklichkeit militärische Überwachungsroboter der Bundeswehr sind. Sondern nur äh Tauben. Oder etwas schlimmeres.
Alle Kommentare von Sono
22
Erschreckend, dass dies von A-list Bloggern so locker und spassig hingenommen wird - basicthinking sieht das ja auch nicht als grosse Sache.
Alle Kommentare von Tim
23
So liebe ich Spreeblick.
Alle Kommentare von Marc Bastian
24
Bin gespannt, wer dafür bluten muss. Wie ist eigentlich die Rechtslage in solchen Fällen? Wird das Unternehmen angeklagt oder können auch Einzelpersonen zur Rechenschaft gezogen werden ?
Gäbe es wenn, dann dafür nur Geldstrafe, Bewährung oder sogar Knast (man wird ja noch träumen dürfen…)?
Alle Kommentare von Marc
25
Köstlich!
Andreas plant ja nicht nur erfolgreich Artikel, sondern auch, den Müll runter zu bringen. Alles klar soweit.
Alle Kommentare von schuehsch