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02.12.08
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Pop von Malte Welding | 24

Flatulieren bis das Klo explodiert dank japanischer Erfindung

Flatulenzen waren die große Freude meiner Jugend. In unserer Klasse hatten wir gleich zwei Begabungen, die in der Lage waren, auf Kommando ihrem Darmausgang Töne zu entlocken.

Das war natürlich ein großes akustisches Vergnügen (ich habe in der Hochzeit des Acid sogar mal versucht, per Tape Beats aus den Geräuschen zu erzeugen, ist leider nicht so recht gelungen, aber mir dröhnen heute noch die Ohren).

Auf Youtube - ach was - findet sich eine unendliche Vielfalt an Flatulenz-Videos (einige überraschenderweise sexuell konnotiert*): Hier nur eines der unsexuellen als Beleg. Die Antwort auf die Frage, ob der geneigte Betrachter dieses Video als Safe for Work empfindet, sagt übrigens viel über den Arbeitsplatz aus.

Trotz aller Freude, die man also irgendwann einmal mit diesem biologischen Phänomen hatte, möchte man als Erwachsener eher ungern mit dem quäkenden Geräusch in Verbindung gebracht werden. Selbst wenn amerikanische Kinderbücher nahelegen, dass jeder pupst; es gibt unendlich viele Körperfunktionen, die jeder hat und die man trotzdem nicht mit irgendjemandem teilen möchte. (Wobei man als Auswärtiger gar nicht glaubt, wie oft man in Berlin Zeuge einer ausgiebigen Rachenreinigung wird und wenn ich Rachenreinigung sage, dann meine ich, dass sich die Betreffenden den Rachen bis zum Dickdarm runter rotzenderweise entschlacken. Vorzugsweise in den Duschen von Fitnessstudios und direkt vor einem auf dem Bürgersteig, vermutlich ist das eine Art Fehdehandschuh, die ich als Zugezogener versehentlich ignoriere.)

Auf öffentlichen Toiletten empfinde ich es als durchaus unerfreulich, andere Menschen zu Zeugen meiner Darmtätigkeit werden zu lassen. Ich huste dann meist anhaltend, eine letztlich unbefriedigende Lösung.
Wie so oft kommt die Hilfe aus Japan. Eine Toilettenapplikation, die die dröhnende Klangkulisse übertönt.
Danke, Japan.

via

In der nächsten Woche: Sage ich beim Arzt „Sack“ oder „Scrotum“?

* Muss man so etwas überhaupt noch sagen? Gibt es umgekehrt überhaupt irgendeine Tätigkeit oder körperliche Disposition, für die es kein Liebhaber-Forum gibt? Ich urteile nicht, ich frage nur: Wenn ich jetzt „ich möchte den rasierten Schädel eines einbeinigen Matrosen in meinem Rektum verschwinden lassen“ google - da finde ich doch sicher was, oder?

Malte Welding 04.06.2008 um 12:46

MusikNetzPop

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


24 Kommentare

  1. 01

    HCL:

    Meinten Sie: ich möchte den rasierten Schädel eines einbeinigen Matrosen in seinem Rektum verschwinden lassen

    04.06.2008 um 12:57 | Antworten
    Alle Kommentare von HCL
  2. 02

    Malte Welding:

    google ist von einem komiker programmiert worden

    04.06.2008 um 13:01 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte Welding
  3. 03

    ml:

    http://xkcd.com/305/
    Beweis für deine These: http://www.wetriffs.com

    04.06.2008 um 13:03 | Antworten
    Alle Kommentare von ml
  4. 04

    René (der aus Kiel):

    Das Buch “Everyone Poops” handelt aber nicht (zumindest nicht exklusiv) von Gasen - was das “Poop” ja auch nahelegt. Du meinst wohl eher “The Gas We Pass: The Story of Farts”.

    04.06.2008 um 13:03 | Antworten
    Alle Kommentare von René (der aus Kiel)
  5. 05

    Malte Welding:

    @René (der aus Kiel) (4):

    ah: ein false friend. nur zur sicherheit - poop heißt also scheißen?

    04.06.2008 um 13:09 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte Welding
  6. 06

    Philipp:

    Passend zum Thema auch heute abend der dritte und letzte Teil von “Die wunderbare Welt der Exkremente” auf arte um 19h
    Habe allerdings gestern festgestellt, daß diese Sendung keine ideale Untermalung der Nahrungsaufnahme darstellt

    04.06.2008 um 13:10 | Antworten
    Alle Kommentare von Philipp
  7. 07

    HCL:

    und noch lektüre dazu:
    U-Bahn-Pupse und PUPSPOPELPIPIKACK.

    letzteres hab ich zu weihnachten von einem engländer bekommen, dem ich nächstes jahr dies hier schenken werde!

    04.06.2008 um 13:10 | Antworten
    Alle Kommentare von HCL
  8. 08

    René (der aus Kiel):

    @Malte Welding (5): Jupp, so isses.

    04.06.2008 um 13:10 | Antworten
    Alle Kommentare von René (der aus Kiel)
  9. 09

    Malte Welding:

    @ml (3):

    danke!

    04.06.2008 um 13:13 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte Welding
  10. 10

    Alberto Green:

    @HCL (7): Und der beschissene beschissen worden seiende Maulwurf darf auch nicht vergessen werden: http://www.amazon.de/kleinen-Maulwurf-wissen-gemacht-Miniausgabe/dp/3872947796 (Man achte auf die Syntax des Links)

    @ Malte: Wieviele Male wurde “ich möchte den rasierten Schädel eines einbeinigen Matrosen in meinem Rektum verschwinden lassen“ nun schon gegoogelt?

    04.06.2008 um 13:27 | Antworten
    Alle Kommentare von Alberto Green
  11. 11

    Armin:

    Da fehlt dann ja eigentlich noch Jack Dee zum Thema ‘Fart Humour’. Niemals unter einem Mantel f…..!

    04.06.2008 um 13:53 | Antworten
    Alle Kommentare von Armin
  12. 12

    Sebastian Homer:

    ich empfehle auch den wikipediaartikel zur toilette in japan!

    04.06.2008 um 14:04 | Antworten
    Alle Kommentare von Sebastian Homer
  13. 13

    lily of the valley:

    Bei qi haben sie sich auch schon mit dem thema auseinandergesetzt. Den direkten ausschnitt gibt es leider nicht mehr auf youtube - bei dem hier muss man bis 4.13 warten. Es geht um die ähnlichkeit von teenagerjungs und heringen. Außerdem schildert julian clary seine furzprobleme in gegenwart der queen und bekommt dafür eine angemessene reaktion von quizmaster stephen fry.

    04.06.2008 um 14:25 | Antworten
    Alle Kommentare von lily of the valley
  14. 14

    jens:

    sgehtn hier wieder ab? :ouw

    04.06.2008 um 14:44 | Antworten
    Alle Kommentare von jens
  15. 15

    MakeAMillYen:

    Als Exil-Japaner moechte ich hinzufuegen, dass die Apparatur, die zu dem Artikel gefuehrt hat, ueberwiegend nur in Damen-Toiletten anzutreffen ist.

    04.06.2008 um 16:13 | Antworten
    Alle Kommentare von MakeAMillYen
  16. 16

    mx:

    och, das gabs doch auch schon mal vor längerer zeit in der sendung mit der maus oder so. mit ner menge anderer toller features..

    04.06.2008 um 20:26 | Antworten
    Alle Kommentare von mx
  17. 17

    Paul:

    Naja, so neu ist das auch nicht. Vor allem in Japan ist es auf den meisten öffentlichen Toiletten usus, dass die Klos Geräusche machen die menschliche Geräusche übertönen. Wurde entwickelt, da vor dieser Erfindung viele Klobenutzer die Wasserhähne angestellt haben um eventuelles Furzen oder Platschen zu übertönen.
    Hab ich irgendwann mal auf Wikipedia gelesen. Fragt mich nicht, wie ich drauf kam…

    04.06.2008 um 20:35 | Antworten
    Alle Kommentare von Paul
  18. 18

    creezy:

    Neulich beim Marko-Marin-Rausgecaste, da dachte ich bei mir, so kann nur einer gucken, der gerade ganz böse Flatulenzen hat.

    04.06.2008 um 23:00 | Antworten
    Alle Kommentare von creezy
  19. 19

    Malte Welding:

    @creezy (18):

    wie gemein. das war method-acting. ich bin den ganzen tag auf knien rumgelaufen, habe leute ausgedribbelt und dann habe ich mir vorgestellt, wie mein leib von würmern aufgefressen wird.

    04.06.2008 um 23:08 | Antworten
    Alle Kommentare von Malte Welding
  20. 20

    Tom:

    Kunstfurzen gibts auch: Spiegel Artikel dazu.

    05.06.2008 um 12:29 | Antworten
    Alle Kommentare von Tom
  21. 21

    Löckengelöt:

    na da bleibt mir nur noch zu sagen:
    Ach du Scheiße!

    05.06.2008 um 19:49 | Antworten
    Alle Kommentare von Löckengelöt
  22. 22

    PiPi:

    Ach was solls…

    Puuupst aus voller Freude.
    Die Mädels scheuen sich immer den ‘Druck’ abzulassen.
    Daher rühren auch so manche Unpässlichkeiten, wie
    Magen(grummen)schmerzen und Darmverschlüsse.

    Hilfe,
    habe mich verrannt. Danke Doc Med im voraus.

    06.06.2008 um 17:22 | Antworten
    Alle Kommentare von PiPi
  23. 23

    michfiel:

    Nochmehr Sinnfreies zum Thema: “Pull My Finger: The Fart CD” - Einfach googlen oder bei Amazon anhören.

    06.06.2008 um 22:21 | Antworten
    Alle Kommentare von michfiel
  24. 24

    Olli:

    Nunja, die Erfindung aus Japan ist alles andere, als neu. Unter anderem hier nachzulesen.

    28.06.2008 um 16:17 | Antworten
    Alle Kommentare von Olli

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