Ist George W. Bush ein Mörder? Und zwar nicht im Sinne eines satirisch überspitzten „Soldaten sind Mörder, also ist ihr Befehlshaber ein Mörder“. Sondern ein Mörder, der dafür strafrechtlich belangt werden kann?
Der ehemalige Staatsanwalt Vincent Bugliosi, der einen Bestseller über den OJ Simpson-Prozess geschrieben hat, legt in seinem aktuellen Buch The Prosecution of George W. Bush for Murder dar, warum George W. Bush wegen Mordes angeklagt werden sollte. (Hier ein Video dazu und hier ein Auszug aus dem Buch).
Und zwar nicht von einem internationalen Sondertribunal, sondern vor einem amerikanischen Gericht (mit den unangenehmen Folgen, die eine Verurteilung als Mörder in des USA hat). Und seine für die Anklage maßgeblichen Opfer sollen nicht die irakischen Zivilisten sein, sondern die mehr als 4000 amerikanischen Soldaten, die bis jetzt im Irak gefallen sind.
Da Ihr vermutlich keine Experten des amerikanischen Strafrechts seid (so wenig wie ich - obwohl ich hier schon seltsame Dinge erlebt habe, vielleicht findet sich ja doch jemand) - so aus dem Bauch heraus: Haltet Ihr so einen Prozess für wahrscheinlich und wünschenswert?
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So wünschenswert wie unwahrscheinlich…
Alle Kommentare von Stefan "Ramone" Sommer
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Wahrscheinlich nicht, wünschenswert – weiß nicht. Ich kenne seine Argumente zwar nicht, aber der Gedanke hat etwas faszinierend Schlüssiges, was ich als Nicht-Jurist natürlich nicht begründen kann…
Alle Kommentare von René Walter
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gleichheit vor dem gesetz ist einer der erfolgreichsten pr-gags westlicher gesellschafften überhaupt, it just won’t happen.
unser bimbeskanzler wurde um das amt nicht zu beschädigen nicht vor gericht gestellt, herr chirac, der weiß gott genug dreck am stecken hat um sich eine privatinsel in der seine aufzuschütten, grüßt aus keinem verließe und da erwartet jemand ernsthaft im mutterland der plutokratie und institutionalisierten korruption würde mr.president belangt wie ein gemeiner bürger?
köstlicher sinn für humor wirklich. gesetze sind da um die feinde der mächtigen zu strafen und ihren besitz zu erhalten und zu mehren, schließlich haben sie ja teuer für sie bezahlt.
da könnte man ja gleich fordern manager und kapitaleigner für die gesellschaftlichen folgen ihres handelns verantwortlich zu machen, soweit kommt’s noch … am ende soll sich politik gar noch am gemeinwohl orientieren …
Alle Kommentare von westernworld
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ne, ne, ne. Weder wahrscheinlich, noch wünschenswert.
Es ist nicht wahrscheinlich, da ein Mord ja als eine aktive Tat definiert ist, selbst in den USA. (Höchstens Beihilfe o.ä. wäre da wohl möglich.)
Der zweite Punkt gegen die Wahrscheinlichkeit geht Hand in Hand mit dem Wünschfaktor. Wenn George Bush belangt werden kann, wegen 4000 toten amerikanischen Soldaten, dann geht’s aber rund. International gesehen. Dann müssten ja auch alle anderen Oberbefehlshaber xbeliebiger Armeen (zB der deutschen) angeklagt werden.
Argumentieren lässt sich höchstens auf fahrlässige Tötung. Bush schickt die Soldaten in den Irak und weiß, dass wahrscheinlich der ein oder andere stirbt, unternimmt aber nicht besonders viel (zB Verstärkung milit. Macht mittels int. Bündnissen) um dies zu verhindern.
Abschließend ist doch zu überlegen, ob Herr Bush überhaupt als Privatmann zu belangen ist. Eine solche Anklage könnte sich sicherlich nur gegen Herrn Bush im Amt wenden, also gegen die Instanz des Präsidenten und keine Person.
Aber um jetzt mal so richtig zu polemisieren: diese Überlegung einer Anklage ist doch gutmenschliches Wunschdenken!
Alle Kommentare von BootieBadAzz
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Nein, weil ein amerikanische Präsident keine Macht hat, einen Krieg zu führen. Noch nie, so viel Macht hat ein Präsident in den USA nicht. Dies kann immer nur mit der Autorität und Billigung des Senats geschehen. Die meisten (wie auch die meisten amerikanischen Bürger wie ich) waren für den Irak-Krieg. Wenn Bush Mörder ist, dann Hillary Clinton auch (die für den Irak-Krieg gestimmt hat).
Das zeigt wieder eine mangelhafte Kenntnis über das amerikanische politische System - dieser idiotische Autor versucht, wie viele andere jetzt auch, schnell Geld zu verdienen.
Alle Kommentare von Danny
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@Danny (5):
@BootieBadAzz (4);
begründet wird es ja durch die aktive täuschung der öffentlichkeit. danny, warum warst du denn für den krieg? vermutlich doch aufgrund eben dieser täuschung? oder einfach so?
und was den mord mit eigener hand angeht: ganz so ist das nicht.
wenn ich beispielsweise ein mörderischer arzt bin, der einen patienten ermorden will und ich reiche einer krankenschwester eine spritze mit zyankali und sage ihr: “geben sie diese vitaminspritze bitte dem patienten”, dann ist die schwester werkezeug des arztes und der arzt mittelbarer täter.
Alle Kommentare von Malte Welding
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Ein solcher Prozess wird nicht stattfinden. Was erwarten wir denn von einer Nation, die den Untermenschen eingeführt hat und ihn in Konzentrationslager sperrt? (Terroristen und die Menschenrechte, Guantanamo und andere.) Mir tun bei alle dem vor allem die vernünftigen normalen Amerikaner leid, die diesen moralischen Verfall ihres Landes erleben müssen.
Wie es in Amerika wirklich aussieht, wer weiß das hier schon? Mein Kommentar zeigt jedenfalls, dass der Image-Schaden der USA enorm ist! Der zweite Irak-Krieg ist eine der größten Negativ-PR-Kampagnen dieser Nation.
Alle Kommentare von DrNI
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Selbstverständlich nicht, der Mann wurde ja gewählt, solche Dinge zu tun. http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Immunit%C3%A4t#Staatsoberh.C3.A4upter
Alle Kommentare von Ben
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Der Gedanke G.W. Bush vor Gericht zu stellen ist ja nicht neu. Diesen haben schon ettliche andere gehabt.
Der Grundgedanke ist doch eigentlich, dass die Mächtigen für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden sollten.
Bush ist nun ein extremes Beispiel, aber wir brauchen dafür eigentlich gar nicht über den großen Teich blicken.
Was ist denn mit dem Politiker, der im Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler auftaucht?
Der Staatanwalt, der schlampig ermittelt und Unschuldige (z.B. Donald Stellwag) in den Knast werfen lässt?
Alle Kommentare von Hein
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ähm.. mal davon abgesehen dass niemals jemand diese anklage stellen würde und SOLLTE das doch jemand tun die Klage eh abgewiesen wird…
Darf Bush denn nicht Verurtelite begnadigen? *g*
Alle Kommentare von Dr. Azrael Tod
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blablabla, watt ein Bullshit. Ebensowenig wuenschenswert wie wahrscheinlich. Kommt als naechstes die komplette EU Fuehrungsriege in den Knast, weil sie auf dem Balkan versagt hat?
Alle Kommentare von christoph kratistos
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Wenn das 4000 Soldaten wieder lebendig macht und die Trauer der Angehörigen lindert - Ich glaube wohl kaum. Aber die Amis sind ja shcon ein komisches Völkchen.
Alle Kommentare von Thommy
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@BootieBadAzz (4) - “Es ist nicht wahrscheinlich, da ein Mord ja als eine aktive Tat definiert ist, selbst in den USA. (Höchstens Beihilfe o.ä. wäre da wohl möglich.)”
Das ist natürlich Quatsch! Es ist nicht erforderlich, dass ein Mörder als sog. unmittelbarer Täter höchstpersönlich Hand anlegt. Ebenfalls gibt es die Figur der in Deutschland sog. “mittelbaren Täterschaft”. Hier benutzt der (mittelbare) Täter ein (menschliches) Werkzeug zur Tötung eines anderen Menschen; unter den entsprechenden Voraussetzungen wird dem mittelbaren Täter das Verhalten des Werkzeuges strafrechtlich voll zugerechnet.
Wenn die Tötung zudem noch mit Mordmerkmalen herbeigeführt wurde, voilà, haben wir einen Mörder in mittelbarer Täterschaft! Das System der Zurechnung fremden Verhaltens gibt es natürlich im US Strafrecht ebenso, s.u..
Tatsächlich sind die Regeln zur Immunität erst einmal auszuhebeln. Darüber hinaus kann ich mir schon nicht vorstellen, dass man nach allgemeinen Zurechnungsregeln Bush heranziehen könnte….
Zum US Strafrecht:
http://wings.buffalo.edu/law/bclc/web/cover.htm
http://wings.buffalo.edu/law/bclc/web/structure.htm
Zur Zurechnung im US Strafrecht:
- Dan-Cohen, Meir, Decision Rules and Conduct Rules: On Acoustic Separation in Criminal Law, 97 Harv. L. Rev. 625 (1984)
- Robinson, Paul H., Rules of Conduct and Principles of Adjudication, 57 U. Chi. L Rev. 729 (1990)
Alle Kommentare von Chr
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Ich kenne da eine Möglichkeit die Wahrheit rauszufinden:
WATERBOARDING
:D
Alle Kommentare von Bronco
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@DrNI (7): Wurde er wirklich gewählt? Ich glaube darüber kann man lange streiten.
Alle Kommentare von Michael
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Korrektur, da Comment-Edit nicht funzt …
Vorherige Antwort richtet sich natürlich an Ben.
Alle Kommentare von Michael
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Gewählt wurde er, klar. Ob er die Wahl gewonnen hat, weiß ich nicht ;)
Alle Kommentare von Ben
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Ich finde man sollte vor den von der Kairoer Menschenrechtserklärung legitimierten Schariagerichten Anklage wegen ihm erheben und ihn steinigen lassen !
Den ersten Stein sollte der Präsident der islamischen Republik Iran, Mahmud
Ahmadinedschad werfen !
In Zukunft sollte so im allgemeinen mit kreuzfahrerischen Kriegsverbrechern verfahren werden, schließlich fordern neuerliche Umstände neue Maßnahmen.
Die Genfer Kriegskonvention wird demnach außer Kraft gesetzt und Regelungslücken durch die Scharia als allgemeingültige Rechtsquelle ersetzt.
Alle Kommentare von Viva Hammonia
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auch wenns unwahrscheinlich ist, und eigtl schon alles gesagt wurde - “wie der vater, so der sohn”: schreibt der autor auch, ob man den bush sr gleich mit verknacken kann, weil er das blag so erzogen hat und ganz nebenbei den ersten golfkrieg anzettelte?
Alle Kommentare von imani
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Erstmal danke für die Erinnerung an Bugliosi. Ich hab damals Helter Skelter und das OJ Simpson gelesen und mich sehr auf Kennedy gefreut, welches dann aber immer wieder nach hinten verschoben wurde. Bugliosi schafft es, Argumente stringend aneinander zu reihen. Argumente für seine These wohlgemerkt. So wie das Michael Moore auch kann. Ob das ein Gesamtbild ergibt ist eine andere Frage. Wahrscheinlich ist eine Verurteilung nicht, wünschenswert ist so eine Sache. Interessanter wäre die Vorstufe: Sollte GWB angeklagt werden!
Alle Kommentare von Sebastian
21
@René Walter (2):
“Wegen Unzurechnungsfähigkeit,
wird der Angeklagte unter die ständige Obhut der National Security gestellt”
Bis zum Lebensende.
Alle Kommentare von PiPi
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So aus dem Bauch heraus:
Ein solcher Prozeß ist völlig ausgeschlossen., weil die Klage unsubstantiert ist. Jemanden dahin zu schicken, wo es lebensgefährlich ist, ist keine vorsätzliche Tötung. Staatsinteresse kann darüber hinaus nie ein niederer Beweggrund sein.
Wäre ein solcher Prozeß möglich, fände ich es gut, wenn er in einem Bundesstaat stattfindet, in dem es keine Todesstrafe gibt. Immerhin sollte selbst Bush ein Recht auf Leben haben.
Davon abgesehen, würde es wenig bringen. Busch steht für ist ein System, dem auf solche Weise nicht beizukommen ist. Es wird unter McCain nahtlos weitergehen.
Alle Kommentare von fellow passenger
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Schauen wir doch mal was im Rahmen der neuen Untersuchung des 11.Septembers nächstes Jahr alles so aufgedeckt wird.
Von unterlassener Hilfe, über Billigung von Straftaten bis hin zur mörderischer Verschwörung gegen den eigenen Staat halte ich alles für möglich.
Auch wenn es eine verdammt traurige Geschichte ist, manchmal ist sogar eine solche tanzbar:
http://www.youtube.com/watch?v=6PqXw6mS2KA&eurl
Alle Kommentare von die 3 ???
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war hitler ein mörder? hat er persönlich einen menschen getötet? oder war es das deutsche volk, das diesem wahnsinnigen folgte? ist george bush ein mörder, oder das amerikanische volk, das den senat wählte, der george bush beauftragte, den irak anzugreifen? oder ist es der soldat, der sich zum töten verleiten lässt? letztendlich ist doch jeder verantwortlich, der sich vor den karren dieser wahnsinnigen spannen lässt. jeder mensch,der tötet, ohne angegriffen zu werden, ist ein mörder. das amerikanische volk wurde vom irak nie bedroht, geschweige denn angegriffen. also ist jeder, der dem befehl george bush`s zum töten folgte ein mörder. george bush selbst aber nicht. der mann ist für mich ein wahnsinniger, ein psychopath, ebenso wie hitler. solche menschen gehören aber nicht in den knast, sondern in die geschlossene anstalt.
Alle Kommentare von lutz kubatz
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Nicht wünschenswert, da er sonst mit einem Freispruch hausieren gehen kann wie einst Homer Simpson’s “Not insane!”
Alle Kommentare von Torsten
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@Torsten (25):
hihi:)
Alle Kommentare von Malte Welding
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Der Deutsche Taschenbuch Verlag hat die deutschsprachigen Rechte an Vincents Bugliosis Buch ›The Prosecution of George W. Bush for Murder‹ erworben.
Ab dem 22. September 2008 ist die deutsche Erstausgabe ›Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush‹ (dtv premium) im Buchhandel erhältlich.
Das Buch des früheren Staatsanwalts und mehrfachen Bestsellerautors ist eine minutiös recherchierte und durch Fakten untermauerte Anklageschrift gegen George W. Bush. Damit will Vincent Bugliosi die juristischen Grundlagen legen für eine Anklage gegen den US-Präsidenten und legt Beweismaterial vor, das ihn nach Bugliosis Auffassung des Mordes an über 4000 amerikanischen Soldaten während des Irakkriegs überführt.
Bugliosi setzt sich zudem kritisch mit der Rolle der Medien und der Öffentlichkeit auseinander, die das Verhalten der US-Regierung in den letzten Jahren hinnahmen und unterstützten.
Alle Kommentare von Michael Petrikowski