Weihnachten bekommt meine Lieblingslektorin Jahr für Jahr von ihrem 93jährigen Nonno eine Packung Niederegger Marzipan, die nach menschlichem Ermessen völlig ungenießbar ist. Zu ihrem Geburtstag aber gibt es etwas, das man immer gebrauchen kann und das auch nicht mit Ananas-Likör gefüllt ist - Geld.
Auch in diesem Jahr kam überpünktlich wie immer ein Umschlag mit blumengeschmückter Glückwunschkarte und der Zeile: „Für den Obolus wirst du bestimmt eine gute Verwendung haben.“
Allein: Kein Schein, weder einer der beliebten kleinen, geschweige denn einer der noch ungleich beliebteren großen ließ sich zwischen den Seiten finden. Keine Münze, kein Scheck, keine Aktienoptionen, nicht einmal ein Gutschein für Infineon-Anteile.
Ich verehre und fürchte meine Lieblingslektorin wegen ihrer Hartherzigkeit, ihr absolutes Fehlen von Güte rüstet mich noch für die wahnsinnigsten Kommentarstalker - aber hier ist auch sie überfordert. Was macht man da (wenn man berücksichtig, dass die Lieblingslektorin die Geldgier erfunden hätte, gäbe es sie nicht bereits)?
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Soll sie sich halt was bei Ebay kaufen …
Alle Kommentare von erlehmann
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ich versteh nur bahnhof - aber das mit den infineon-anteilen ist gut … :)
Alle Kommentare von Blaubierhund
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Einfach ein bisschen Geld vom Konto des Nonno abbuchen, wenn er so verschusselt ist merkt er das gar nicht.
Niederegger Marzipan bitte an mich weiterleiten, ich mag das Zeug :)=)
Alle Kommentare von Maltefan
04
vll ist das nur ein test O_O
einfach nix anmerken lassen und lieb danke sagen.
wenn dann immer noch nix kommt, wars wohl doch keiner ._.
Alle Kommentare von Philipp
05
Man ist verwundert, dass die Lieblingslektorin diesen Text so passieren lies. Sonst: Nonno anrufen und nachfragen?
Alle Kommentare von Karsten
06
93jährige machen keine Tests mehr, die wollen nur Ihre liebsten unterstützen, und darum auch auf solche Fauxpas aufmerksam gemacht werden.
Auf der anderen Seite sind solche Gespräche natürlich etwas…äh…unangenehm…
Alle Kommentare von nilsn
07
Nun, das kommt m.E. auf das Vertrauensverhältnis zwischen Deiner Lieblingslektorin und ihrem Nonno an. Und auf den vermuteten Betrag. Und auf die Art der Zustellung (man kann ja u.U. auch Diebstahl nicht ausschließen).
Alle Kommentare von Iris
08
Erst Mal abwarten. Sind ja noch zwei Tage hin. Vielleicht bemerkte es der Nonno bereits un die Folgepost trifft noch ein.
Alle Kommentare von Logopäde
09
Anrufen, sich bedanken, das Fehlen des Geldes erwähnen und sich fragen, ob die Post das geklaut hat oder es vergessen wurde. Ist doch ganz leicht und überhaupt nicht schlimm, schließlich wurde doch im Brief extra auf das Geld hingewiesen.
Alle Kommentare von Johnny Haeusler
10
Der Nonno ist schlau und weiss, dass man kein Geld mit der Post verschickt.
Der im Brief erwähnte Obolus ist ein Hinweis darauf, dass du dein Konto checken sollst!
Alle Kommentare von Tanja Haeusler
11
Gebe @Johnny Haeusler (9) recht: Falls die Gefahr besteht, dass der Nonno [was für ein Wort!] sich verletzt fühlen könnte, jeglichen Schuldverdacht erstmal von ihm abwenden. Die böse böse Post ist auf jeden Fall ein guter möglicher erster Verdächtiger.
Alle Kommentare von bastian
12
Worte wie “Unterraschung” erfinden und finanziell unabhängig werden. Ja, ich würde für dieses Wort zahlen, wenn ich behaupten dürfte, daß ich es erfunden habe.
Alle Kommentare von Alberto Green
13
HarHar, das find ich gut - die Post verdächtigen und dann ein bisschen über sie meckern ;D
Alle Kommentare von Philipp
14
@Alberto Green (12): Zustimmung. Ich find’s auch geil.
Alle Kommentare von Maltefan
15
nonno - unterstellt, dass einem der weitere kontakt in anbetracht der offensichtlich fortschreitenden vergreisung wumpe ist, telefonisch beschimpfen, dass das mit dem marzipan eh schon immer die höhe gewesen, nunmehr aber der tiefpunkt der verwandtschaftlichen beziehung erreicht sei und man von weiteren kontaktaufnahmeversuchen bittet abstand zu nehmen, es sei denn, eine umfangreiche und insolvenzfeste lebensversicherung werde mit der lieblingslektorin als begünstigter abgeschlossen. dieser wird auf diesem wege natürlich im übrigen herzlichst gratuliert.
Alle Kommentare von chefkoch
16
@Alberto Green (12): Andererseits habe ich viel Geld für die Beherrschung des Konjunktivs gelatzt, ist aber beim Transport offensichtlich beschädigt worden …
Ach du meinst mich mit “Kommentarstalker”Alle Kommentare von Alberto Green
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alles gute für die cheflektorin! ;)
Alle Kommentare von heike
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vielleicht ist das wieder so eine viral-marketing-aktion.
Alle Kommentare von Martin
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@Tanja Haeusler (10): Genau so hätte ich das auch interpretiert. Wenn auf dem Konto nichts ist: Anrufen und fragen, ob was schief gegangen ist. (Sowieso anrufen, des Bedankens wegen.)
Alle Kommentare von Lukas
20
Per SMS mal nachhaken.
@ Martin: :)
Alle Kommentare von MC Winkel
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Ich würds über einen Dritten (dem Nonno nahestehenden, was ist eigentlcih ein Nonno?) versuchen. Natürlich unterschwellig a la “Ja ja, er wird so langsam auch etas vergeßlich; hat doch letztens ganz vergessen, den Obulus selbst mit in den Umschlag zu stecken; aber was solls, ist ja nicht tragisch…”. Oder so.
Alle Kommentare von Tobi
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woher weiß logopäde, dass es “ja noch zwei Tage hin” waren am 19. - wieviele leute wissen eigentlich wie gut bescheid - und nur das geburtstagskind weiß nicht, wie es mit so einem o bulus umgehen soll. o bulus!
Alle Kommentare von claudia
23
Ja und nun?
Wie ging die Geschichte weiter?
Alle Kommentare von Logopäde
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er hatte es tatsächlich überwiesen:)
Alle Kommentare von Malte Welding
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@Tanja Haeusler (10): Verbeugung vor Tanja und ihrer Nonno-Schläue
Alle Kommentare von Logopäde