• Archiv
  • Shop
  • Hilfe
  • Impressum
  • Kontakt

Spreeblick

I live by the river!
22.11.08
  • Pop
    • Fotografie
    • Musik
    • Film/TV/Radio
    • Netz
    • Literatur
    • Popgun
    • Kunst
    • Unfug
    • Klickfest
    • Sport
    • Games
    • Pigeon
  • Politik
    • Inland
    • Ausland
    • Personen
    • Netzpolitik
    • Medien
    • Unternehmen
  • Produkte
    • Spreeblick
    • Hardware
    • Software
    • Services
    • Dinge
    • Verlosung
  • Positionen
    • Podcast
    • Gates Of The West
    • Toni Mahoni
    • Essays
    • Stories
    • Alltag
    • Reflektionen
    • Ahoi Polloi

Politik von Andreas Schepers | 9

Was heißt hier öffentlich?

Wie öffentlich öffentliche Sitzungen des Kreistags Darmstadt-Dieburg sind, ergründet gerade Peter Löwenstein vom regioblog. Bei einer öffentlichen Sitzung, könnte man meinen, sollten Audio-Mitschnitte möglich sein. Löwenstein allerdings kassierte vom Kreistagsvorsitzenden eine Abfuhr mit der Begründung, dem Bedürfnis (der Bürger) nach Information werde durch Recht auf Anwesenheit in der öffentlichen Sitzung hinreichend Rechnung getragen. Die hessische Kommunalaufsicht sieht in den Tonaufnahmen gar Ordnungsstörungen und das öffentliche Funktionsinteresse in Gefahr.

Die Frankfurter Rundschau zitiert den Mainzer Medienrechtler Dörr mit einem interessanten Satz: „Ein Sitzungsablauf verändert sich ja, wenn all das, was ich sage, an eine Vielzahl von Personen weitergegeben wird.“

Natürlich verändert sich der Sitzungsablauf, wenn die Teilnehmer wissen, dass sie tatsächlich in der Öffentlichkeit stehen. Für Parlamentssitzungen kann ich darin aber keinen Nachteil erkennen. Im Gegenteil: Mehr Transparenz durch die Nutzung moderner Kommunikationstechnologien scheint mir für die Politik absolut erstrebenswert zu sein.

Problematisch wird es, wenn das Private und das Halb-Öffentliche der totalen Öffentlichkeit weichen. Ich bin nach wie vor eher skeptisch, ob der Verlust des „Off“ – also der öffentlichen Äußerung im kleinen Kreise – wirklich erstrebenswert ist.

Wir leben in interessanten Zeiten. Viele Spielregeln müssen aktualisert werden. Auch die, die das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit in Zeiten des Internet regeln.

Andreas Schepers 17.07.2008 um 15:16

InlandMedienPolitik

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


9 Kommentare

  1. 01

    sven:

    Was mich interressieren würde ob mit dieser Ablehnung Grundrechte beeinträchtigt werden, schließlich ist ja nicht unbedingt jeder Bürger in der körperlichen Verfassung an so einer Sitzung teilzunehmen.

    17.07.2008 um 15:26 | Antworten
    Alle Kommentare von sven
  2. 02

    Arne Klempert:

    @Sven: Wohl eher nicht. Siehe auch das Urteil des Bundesverfassungsgericht zu Aufnahmen in Gerichtsverhandlungen: http://lexetius.com/2001,3

    Ich kann dem Verbot von Mitschnitten in kommunalen Parlamenten zwecks späterer Veröffentlichung übrigens durchaus etwas abgewinnen. Sonst würden solche Sitzungen noch mehr zur Show verkommen als das ohnehin schon der Fall ist.

    17.07.2008 um 15:40 | Antworten
    Alle Kommentare von Arne Klempert
  3. 03

    DerLouie:

    Darüber kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Es stellt sich die Frage, ob es sich beim Plenum des Kreistages um eine Veranstaltung handelt, in der tatsächlich gearbeitet wird, oder ob hier nur die (dann wahrscheinlich gegensätzlichen) Meinungen der verschiedenen Fraktionen bzw. Abgeordneten arikuliert werden und die eigentliche Arbeit in Ausschüssen etc. stattfindet. Sollte es sich - wie ich vermute - um letztere Variante handeln, dann ist ein Verbot des Mitschnitts und damit des Öffentlich-machens sogar kontraproduktiv, denn die Profilierung vor dem Wahlvolke wird schwieriger, wenn darüber nicht oder weniger berichtet wird. Allerdings ist dann auch die Wahrscheinlichkeit geringer, sich vor dem Bürger zu blamieren.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

    17.07.2008 um 16:02 | Antworten
    Alle Kommentare von DerLouie
  4. 04

    Peter Löwenstein:

    Äußerungen aus Arbeitskreisen und Ausschüssen oder in kleinem Kreis in der Halböffentlichkeit diskutierte Themen sollten wirklich nicht einfach so in die Öffentlichkeit gestellt werden - darum geht es konkret in meiner Anfrage auch gar nicht.

    Ich fragte um die öffentlichen Sitzungen des Kreistags Darmstadt-Dieburg nach, der so ungefähr viermal im Jahr tagt.

    Aktuell wurde bei der letzten Sitzung dort über das Thema Senio Zweckverband (einer Seniorenpflegeeinrichtung) diskutiert. Redner aller Fraktionen diskutierten die offensichtliche Missachtung dieses kommunalen Parlaments und seiner Ausschüsse durch die Verschleierung einer Pleite des im kommunalen Besitz agierenden Senio Zweckverbandes und seiner Tochter Gersprenz gGmbH, die beide letzlich auch dem Kreisparlament rechenschaftspflichtig sind und seit 2000 keinen testierten Rechenschaftsbericht mehr vorgelegt haben. Soviel zum konkreten kommunalen Kontext eines der Themen, die mich hier interessieren.

    Und sicher ist bei solchen Kreistagssitzungen viel Show dabei. Aber werden die Themen automatisch deshalb besser behandelt, weil die Bühne ausgerechnet im Internet nicht gut ausgeleuchtet werden darf? Ich denke nicht; das ist nicht mehr zeitgemäß.

    Der kommunale Kontext von politischen Entscheidungen kann gerade durchs Internet besser dokumentiert, pointiert, zugespitzt werden.

    Übrigens: Warum sollte der kommunale Kontext politischer Entscheidungen ausschliesslich den regionalen Printmedien wie z.B. dem Darmstädter Echo mit seinen eingespielten/eingeschliffenen und monopolartigen Beziehungen zur politischen Kreisführung vorbehalten bleiben? Schaut euch deren Auftritt doch mal an - alles was ins Detail geht ist nur in der Printausgabe zu lesen.
    Deren Redakteure bekommen vom kommunalen Presseamt des Kreises vollständige Sitzungsunterlagen frühzeitig zugestellt, und werden mit exklusiven Infos ausgestattet. Blogger können betteln. Oh Menno.

    17.07.2008 um 16:59 | Antworten
    Alle Kommentare von Peter Löwenstein
  5. 05

    DerLouie:

    @Peter Löwenstein (4): Okay, dann ist die Verärgerung nachzuvollziehen. Es ist natürlich sehr zu begrüßen, wenn solche eingeschliffenen “Allianzen” von Lokalredaktionen und Kommunalpolitik öffentlich thematisiert werden, die auch in anderen Kommunen zu existieren scheinen. Was gerne als “Service” für Pressevertreter verkauft wird, kann offensichtlich schnell zur wirksamen und missbräuchlichen Kontrolle des eigenen Bildes in der Öffentlichkeit verkommen.
    Ich wünsche viel Erfolg bei der Aushebelung eingefahrener Regelungen!

    17.07.2008 um 17:09 | Antworten
    Alle Kommentare von DerLouie
  6. 06

    Arne Klempert:

    @Peter Löwenstein (4): Dass Du anders behandelt wirst als die Vertreter der Printmedien ist natürlich nicht in Ordnung. Aber mit den Mitschnitten hat das ja erstmal nichts zu tun. Welchen Zweck sollen denn die Mitschnitte erfüllen? Reicht es nicht, Ablauf und Zitate wiederzugeben? Ist das nicht sogar viel besser, um dem Interessierten das vor Ort geschehene verständlich zu machen? Bringt Audio wirklich eine bessere “Ausleuchtung”? Gibt es für Mitschnitte überhaupt eine Nachfrage? Selbst in Zeiten als ich noch hochgradig an Kommunalpolitik interessiert war, hätte ich mir niemals den Mitschnitt einer Stadtparlamentssitzung anhören wollen.

    17.07.2008 um 17:28 | Antworten
    Alle Kommentare von Arne Klempert
  7. 07

    Carsten Labudda:

    @Arne (6): Ich selbst kann kein Steno. Mit einem Mitschnitt kann ich mir interessante Passagen beim Schreiben eines Artikels nochmal anhören.

    17.07.2008 um 18:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Carsten Labudda
  8. 08

    Peter Löwenstein:

    @Arne Klempert (6): Stimmt: Ein Mitschnitt einer Kreistagssitzung ohne eigene Schnittarbeiten wird kaum Publikum finden.

    Der gelungene Audioschnitt, die Zusammenstellung mit eigener Meinung und Wahrnehmung und benachbarten, im Kontext stehenden Texten bilden im Idealfall eine neue Textur, die eine gedruckte Zeitung so nicht liefern kann, und die über die Möglichkeiten eines Online-Artikels der allermeisten regionalen Zeitungen hinausreicht. Das kann reizvoll wirken und informativ werden, denke ich.

    17.07.2008 um 18:56 | Antworten
    Alle Kommentare von Peter Löwenstein
  9. 09

    wurzel9nichtsie:

    Also wenn ich eine Sitzung mitschneide um danach einen Gebauten Beitrag für den Hörfunk zu machen, dann hat da auch niemand was gegen. Da Blogs genauso (meist zumindest) kritische Öffentlichkeit ist, sollte ihnen das gleiche Recht zugesprochen werden.
    Wenn Journalist immer noch eine freie Berufsbezeichnung ist, dann dürften sich die Lokalpolitiker auch nicht aussuchen wen sie als Presse anerkennen! Sie müssen allen zwangsläufig die gleichen Rechte gestatten. Wenn also jemals so eine Sitzung vom Hörfunk aufgezeichnet wurde, dann sollte das Peter Löwenstein auch dürfen.

    Man könnte noch mehr schreiben, aber ich bin müde vom umziehen!

    17.07.2008 um 21:03 | Antworten
    Alle Kommentare von wurzel9nichtsie

Diesen Artikel kommentieren

Vorschau

Trackbacks

  • Update: Was heisst für einen Politiker öffentlich ? : Regioblog
  • links for 2008-07-18 | Endl.de | Zielpublikum Weblog

Frischer Spreeblick

  • Manuel Wolff erklärt uns den 9/8-Takt und mehr
  • Sarah Palin spielt in der Fortsetzung von Fargo mit
  • Chamäleon tanzt über die Straße
  • Hoffenheim
  • Toni Mahoni! Im Fernsehen!
  • Deutsche Prominente mit Wurst
  • General Motors: The voice of a virtual generation
  • Google Flu Trends
  • Die Mutter aller Listen
  • WatchBerlin wird eingefroren
  • SUCHE

Eselsohren


    Archiv

    Neueste Artikel

    Pop

    • Manuel Wolff erklärt uns den 9/8-Takt und mehr
    • Sarah Palin spielt in der Fortsetzung von Fargo mit
    • Chamäleon tanzt über die Straße
    • Hoffenheim

    Politik

    • WatchBerlin wird eingefroren
    • Finanzkrise my ass
    • Alle Redakteure von Capital, Impulse und Börse Online werden entlassen
    • Der hessische Landtag löst sich auf

    Produkte

    • General Motors: The voice of a virtual generation
    • Google Flu Trends
    • Das ist doch der Gipfel
    • Are we not men? We are Tivo!

    Positionen

    • Diese Spreeblicks - Comic zum Blog
    • XING-Profile zum Verlieben
    • Basic bombing
    • Bauer sucht Frau

    Meistkommentiert

    • Gefangen in der Blogosphäre oder: Benutze Faust mit Gesicht
    • One more time: Du bist Deutschland
    • Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
    • Jamba Kurs
    • Peter Alexa - Ein ehemaliger Unterstützer der RAF
    • Grimme für Spreeblick!
    • Ihr, nicht ich!
    • Du Opfer!
    • Politically Incorrect - Die etwas andere Sicht der Dinge
    • Erfolgreich bloggen - so geht’s!
    • Read on, my dear: Spreeblick 2008!
    • China und das Internet
    • Per Anhalter durchs Web 2.0
    • Offener Brief an Musikschaffende
    • Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy
    • Ich glaube gar nichts mehr
    • [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]: Werbung in Blogs
    • StudiVZ-Spendenaktion
    • TRACKBACK - Die Show mit Spreeblick
    • Bandnamen finden

    Frisch Kommentiert

    • Manuel Wolff erklärt uns den 9/8-Takt und mehr
    • Metal auf dem Los Angeles County Museum of Art
    • Toni Mahoni! Im Fernsehen!
    • Chamäleon tanzt über die Straße
    • Google Flu Trends
    • Deutsche Prominente mit Wurst
    • Die Mutter aller Listen
    • General Motors: The voice of a virtual generation
    • Hoffenheim
    • Sarah Palin spielt in der Fortsetzung von Fargo mit
    • Tiny Masters of Tomorrow: Musikvideos von Grundschülern
    • Cliff & Rexonah - Das ganz große Glück (im Zug nach Osnabrück)
    • Der BGH hat entschieden im Fall Kraftwerk gegen Moses Pelham
    • Das ist doch der Gipfel
    • WatchBerlin wird eingefroren
    • Diese Spreeblicks - Comic zum Blog
    • Punkr
    • Finanzkrise my ass
    • Batman Tumblelog
    • Das Beste vom Techno der frühen 90er - ausgewählt von Tanith

    Feeds

    • Alle Beiträge
    • Alle Kommentare
    • Podcast
    • Podcast in iTunes

    Ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award Powered By Strato

    Spreeblick is proudly powered by WordPress

    blogoscoop