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Produkte von René Walter | 15

Wissenschaftlicher Durchbruch in der Speicherung solarer Energie

Am 17. Juli hielt Al Gore eine vielbeachtete Rede, in der er Amerika dazu aufforderte, innerhalb von 10 Jahren Technologien zu entwickeln, um auf Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe verzichten zu können. Die Rede löste eine spannende Diskussion aus, ob das Vorhaben in diesem Zeitraum überhaupt möglich sei (Rede, Transkript). Jetzt haben Wissenschaftler am MIT eine Technologie zur Speicherung vorgestellt, die (wenn ich das richtig verstanden habe, ich bin auf dem Gebiet nur interessierter Beobachter) mittelfristig dafür sorgen könnte, dass Kraftwerke jeglicher Art in Zukunft schlicht überflüssig werden könnten.

„This is a major discovery with enormous implications for the future prosperity of humankind,“ said Barber, the Ernst Chain Professor of Biochemistry at Imperial College London. „The importance of their discovery cannot be overstated since it opens up the door for developing new technologies for energy production thus reducing our dependence for fossil fuels and addressing the global climate change problem.“

Jetzt muss mir nur noch einer der mitlesenden Wissenschaftler diesen Artikel so übersetzen, dass auch ein Amateur wie ich ihn verstehe. Ich meine, das Konzept der künstlichen Photosynthese verstehe ich ja noch, aber worin liegt der Vorteil zu den bislang benutzten Speichermethoden?

[via]

René Walter 01.08.2008 um 15:20

HardwareProdukte

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15 Kommentare

  1. 01

    bb:

    Die Effizienz. Herkömmliche Speichermethoden sind entweder nicht effizient genug, oder zu teuer, oder beides. Das Potential dieser Methode liegt darin, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff sehr effizient aufzuspalten. Das ist bisher energetisch nicht wirklich praktikabel und effizient.
    Folglich kann man tagsüber über Solarstrom schön fleißig Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten, und nachts beides in einer Brennstoffzelle wieder zu Strom machen. Beides mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad …

    01.08.2008 um 15:42 | Antworten
    Alle Kommentare von bb
  2. 02

    René Walter:

    Sind die heutigen Akkus wirklich so ineffizient? Wusste ich nicht, danke!

    01.08.2008 um 15:44 | Antworten
    Alle Kommentare von René Walter
  3. 03

    BORED_MALTE:

    das war doch bisher der witz an der ganzen brennstoffzell-geschichte… solang man keine energieeffiziente methode entwickelt (hohe wirkungsgrade bei spaltung und verstromung), ist das alles (hinsichtlich der wirtschaftlichkeit) total unnütz, weil es die probleme nur verlagert… oder?

    ich mein dass die dinger praktisch sind, wenn man lautlose uboote bauen will (in der strasse von hormus sind die ja angeblich gerade der dernier crie) - geschenkt…

    aber klimaretten ist damit erstmal nicht angesagt… stimmt es eigentlich dass man brennstoffzellen aufwendig kühlen muss?

    01.08.2008 um 16:02 | Antworten
    Alle Kommentare von BORED_MALTE
  4. 04

    sebi:

    @ René: heutige Akkus sind zwar schon recht effizient, aber zu teuer um damit große Mengen Energie zu speichern. Zudem sind sie schwer. Ein Auto mit Brennstoffzelle wird bei ausreichnder Verfügbarkeit von Wasserstoff sicherlich größere Akzeptanz finden als Akkubetriebene Fahrzeuge. Zumal auch das Betanken mit Wasserstoff viel schneller als das Akkuladen gehen dürfte.

    01.08.2008 um 16:17 | Antworten
    Alle Kommentare von sebi
  5. 05

    René Walter:

    Ah, okay, verstehe. Ich wusste nicht, dass die so teuer sind, dann macht das wirklich Sinn da oben. Mit dieser Speichermethode könnte (zumindest privater) Stromverbrauch völlig unabhängig von Kraftwerken werden… cool!

    01.08.2008 um 16:19 | Antworten
    Alle Kommentare von René Walter
  6. 06

    Will:

    Hier vielleicht hilft das ja irgendwie weiter.

    http://www.pcwelt.de/start/computer/greenit/173799/guenstige_speichermethode_fuer_solarstrom_entwickelt/

    01.08.2008 um 16:21 | Antworten
    Alle Kommentare von Will
  7. 07

    pboe:

    Fakt ist, dass Chemiker rund um nach solch einer Methode suchen, es aber bislang nicht so scheinbar einfach gelang oder die Ausbeuten sehr gering waren. Da die Ausbeute an Wasserstoff in keinster Weise erwähnt wird habe ich noch Zweifel daran wie gut dies tatsächlich funktioniert. Ähnliches ist unserer Arbeitsgruppe zu Unizeiten (2000) auch gelungen allerdings musste da die Sonne ewig scheinen um ein paar ml H2 in einem Becherglas zu gewinnen.

    01.08.2008 um 17:24 | Antworten
    Alle Kommentare von pboe
  8. 08

    Jens:

    Die benutzen eine Art Katalysator direkt an Anode, Katode oder beidem, womit unter günstigeren Bedingungen aus Wasser und Strom Wasserstoff mittels Elektrolyse gewonnen wird. Die haben Wasser einfach reaktionsfreudiger gemacht.
    Aber ich dachte, das Problem ist nicht die Gewinnung von Wasserstoff sondern dessen transport und, wie in diesem Fall, die Lagerung.
    Es liest sich auch ehr wie ein kleiner Zwischenspeicher für 12 Stunden oder sowas. Im Sommer für den Winter Heizöl ernten wird damit nicht klappen.

    01.08.2008 um 21:40 | Antworten
    Alle Kommentare von Jens
  9. 09

    jörg:

    gab es nicht für Transport und Lagerung bereits die Lösung in einem weiteren Reaktionsschritt Ethanol zu erzeugen (mit dem Erezeugten H und CO2 aus der Luft!? Kann das wer erklären, oder habe ich das geträumt?)
    Und bei der Erzeugung reitet der Artikel auf der “Hostile Environment” rum unter der Elektrolyse normalerweise abläuft… das bezieht sich wohl auf die hohen Spannungen und Ströme die bei dem neuen Verfahren nicht mehr gebraucht werden, aber ist das auch wirklich effektiver? Gibt’s da noch nen “richtigen” Artikel zu, irgendwo???

    02.08.2008 um 02:41 | Antworten
    Alle Kommentare von jörg
  10. 10

    Erik:

    Damit wäre endlich die ewige Diskussion um Erneuerbare Energien und -ganz wichtig- den Atomausstieg endgültig vom Tisch.

    Das Energieproblem wäre gelöst.

    02.08.2008 um 13:01 | Antworten
    Alle Kommentare von Erik
  11. 11

    Andreas:

    Dann kann man ja davon ausgehen, dass die Energiemultis alles daransetzen ihre exorbitanten Gewinne zu nutzen um eben dies zu verhindern.

    Mir muss wirklich mal jemand erläutern wie es kommt, dass Energiepreise steigen und Shell, Exxon und Konsorten zwar immer wieder beteuern nur die Beschaffungskosten weiterzugeben aber einen Rekordgewinn nach dem anderen vermelden…

    02.08.2008 um 14:25 | Antworten
    Alle Kommentare von Andreas
  12. 12

    sven:

    eine weitere Möglichkeit wären sogenannte Redox-Flow-Batterien.
    Vorteil heute schon verfügbar und weniger aufwendig.
    http://www.neueenergie.net/index.php?id=1357

    http://de.wikipedia.org/wiki/Redox-Flow-Zelle

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/559263/

    02.08.2008 um 16:44 | Antworten
    Alle Kommentare von sven
  13. 13

    stephan:

    @Andreas (11): Das mit den Preisen kommt wegen der Undurchsichtigkeit, weil da keiner durchsieht. Im Prinzip ganz einfach. Ist eine Art Weltformel, wird auch von Vermietern ganz gerne verwendet.

    02.08.2008 um 19:37 | Antworten
    Alle Kommentare von stephan
  14. 14

    bb:

    http://www.heise.de/newsticker/MIT-Forscher-entwickeln-Ansatz-zur-einfachen-Sonnenlichtspeicherung–/meldung/113793/from/atom10

    05.08.2008 um 16:01 | Antworten
    Alle Kommentare von bb
  15. 15

    Achmed Khammas:

    Ich sammle solche Meldungen nun schon seit 35 Jahren. Damit auch andere etwas davon haben, wurde das gesamte Material letztes Jahr im Rahmen der Online-Publikation ‘Buch der Synergie’ freigeschaltet.

    Unterm Strich: Solcherart ‘revolutionäre’ Lösungen gibt es seit Jahrzehnten immer wieder, und zwar in ALLEN verschiedenen Bereichen der Erneuerbaren Energie - also auch bei der Speicherung, die immer als ‘Achillesverse’ eines Komplettumstiegs betrachtet wurde.

    Was aber leider noch immer fehlt, ist diese vielen verschiedenen Ansätze zusammenzuführen, um lokale wie regionale Versorgungsnetze möglichst hoher Autonomie zu bilden.

    Den schnellsten Überblick gibt es hier:
    > http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/inhalt_c.htm

    05.08.2008 um 23:16 | Antworten
    Alle Kommentare von Achmed Khammas

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