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Politik von Frédéric Valin | 5

20 Jahre 8888 Uprising in Myanmar

Heute jährt sich der Volksaufstand vom 08.08.1988 in Myanmar zum 20. Mal, das sogenannte 8888 Uprising. Der friedliche Aufstand wurde durch das Militär blutig niedergeschlagen und forderte damals 3000 Tote.

Die aktuelle Situation in Myanmar ist seit Niederschlagung des Aufstandes im September 2007 und den Verheerungen des Zyklons Nargis unverändert: Noch immer beherrscht das Militär die Straße, und Hilfsorganisationen werden daran gehindert, effektiv zu helfen. Aung San Suu Kyi und 1100 andere politische Aktivisten sitzen noch immer in Haft, die Kriege des Zentralregimes mit den ethnischen Minderheiten sind weit davon entfernt, beendet zu werden.

Angesichts der Tatsache, dass die bisherige Politik des Westens gegenüber Myanmar keine Verbesserung der Lage bewirkt hat, fordert der ehemalige Studentenführer Aung Naing Oo in der New York Times ein Ende der Isolation:

“Isolation has pushed the Burmese military toward authoritarian regimes instead of democracies,” said Mr. Aung Naing Oo, who is now a political analyst in Thailand. “So it’s time for the West to think about these issues in perspective and try to engage the military.”

Frédéric Valin 08.08.2008 um 08:24

AuslandPolitik

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5 Kommentare

  1. 01

    Malte Welding:

    wer seine seite am superwirdenkenalleandiemönchetag nicht rot färbt, der soll jetzt nicht mit burmdings ankommen

    08.08.2008 um 13:39 | Antworten
  2. 02

    ChiliParmer:

    wieviel aufmerksam geben wir für sowas, wieviel ist es wichtig zu tun, oder nicht zu tun. Man Polarisiert sich und favorisiert sich aber trotzdem möchte man etwas zu sagen, und doch möchte man sich nicht zu weit aus dem fenster lehnen. Klar sitzen wir gut, und verdammt schon wieder 20 jahre herum. DAnn können wir an Tibet denken, welches ja nur 20 jahre oder waren es 40? unabhängig waren? Weiss nicht…

    08.08.2008 um 13:59 | Antworten
  3. 03

    nicnac:

    Solange wie China seinen Rohstoffhunger unter anderem dadurch stilllt, daß es den burmesischen Regenwald zum Dumpingpreis abholzen kann, hat das Zombieregime in Myanmar mächtige Verbündete, die es behüten.
    Wir können ohnmächtige Wut artikulieren, die Fäuste ballen und die Verlogenheit der internationalen Politik beklagen.
    Ändern aber können wir rein gar nichts.
    Frustrierte Grüße

    08.08.2008 um 22:36 | Antworten
  4. 04

    Janko Roettgers:

    Tja, was hat denn nun das burmesische Militaerregime am Leben gehalten: Die Isolation - oder vielleicht doch eher die 500 Millionen, die allein im letzten Jahr von auslaendischen Firmen in Oel und Gas investiert wurden? Und nein, das stammt nicht alles von moralfreien Chinesen, sondern auch von in Deutschland agierenden Firmen wie Total.

    Ist schon seltsam. Als Greenpeace glaubte, es sei gruener, eine still gelegte Oelplattform ans Land zu schleppen anstatt sie auf hoher See zu entsorgen, da boykottierte ganz Deutschland Shell - und liess damit die Umsaetze des Konzerns um 50 Prozent einbrechen.

    Im Falle von Burma begnuegt man sich dagegen damit, den eigenen Protest durch eine Web-Kampagne (komplett mit falscher Flagge) zum Ausdruck zu bringen - und bei den 1000 deutschen Total-Tankstellen herrscht Business as usual …

    08.08.2008 um 23:23 | Antworten
  5. 05

    Gene October:

    Deutschland ist der wichtigste europaeische Handelspartner Burmas, aber leider nicht der groesste Kritiker der Junta. Aber Kritik an den Zustaenden in Burma ist wohl nicht so sexy wie Kritik an der chinesischen Tibetpolitik. Daher bleibt wohl vorerst alles wie es ist. Und wenn man mal wieder authentisches Asien schauen moechte wird die Burma Rundreise gebucht. Man kann sich ja nicht um alles kuemmern.

    09.08.2008 um 12:59 | Antworten

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