Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy

Wer den Versuch wagt, das Geschäftsmodell, das Verhalten und die Produkte von Google jenseits von Verschwörungstheorien zu betrachten, gilt im besten Fall als naiver Dumm-Nutzer, der noch immer nicht erkannt hat, was Google wirklich ist: Die böse Datenkrake. Diese Erkenntnis hat inzwischen jeden Stammtisch erreicht und so weiß der männliche Experte am Nebentisch seine neue Flamme nicht nur mit dem billigsten Handy- und DSL-Tarif, sondern auch mit der gekonnt vorgetragenen Warnung zu beeindrucken, dass man Google besser nicht nutzen sollte. Denn sie wissen alles über dich.

Reden ist silber, Schweigen ist Chrome, und dennoch fällt es nach dem gestrigen Tag des Rummels um den Google-Browser Chrome schwer, die Klappe zu halten. Weshalb wir es nicht tun.

„Ich kanns nicht oft genug sagen: Google ist böse.“
„Ich glaube, Google hat den Arsch offen.“
„Man könnte das auch einfach Spyware nennen.“
„(Das) ist eine neue Qualität des Ausspionierens und schlicht eine Schweinerei erster Güte.“
(Zitate aus Blog-Kommentaren und -Artikeln)

Wenn Google alles über uns weiß, dann ist das nichts gegen das, was wir über Google wissen. So schreibt Robert Basic über die Tatsache, dass Chrome in der Default-Einstellung die Eingaben in der Adressleiste, die bei Chrome gleichzeitig zur Sucheingabe dient, an die eingestellte Suchmaschine sendet:

Was wäre, wenn Microsoft und Mozilla auch sowas implementieren würden? Das Senden von URL-Eingaben nach Hause? So plemplem sind die nicht wirklich, oder? Das HQ von Microsoft würde man verbrennen und Mozilla den Löwen zum Fraß vorwerfen.

Basic lässt dabei leider unerwähnt, dass der Konjunktiv fehl am Platz ist, da andere Browser schon lange das genau gleiche System nutzen. Für ein Feature, das in Chrome abstellbar ist.

(Erklärende Ergänzung: Der „Streitpunkt“ entsteht dadurch, dass Chrome die Such- und Adresseingabe in einem einzigen Feld zusammengefasst hat. Sucheingaben werden, um dynamische Vorschläge zu ermöglichen, auch in Firefox live „gesendet“, dort jedoch nur im Sucheingabefeld, nicht in der URL-Adressleite.)

Und auch andere Aufschreie lassen sich mit etwas Gelassenheit und Recherche relativieren.

Da ist die individuelle ID im Chrome Updater, der somit jede Installation identifizieren kann. Wer wegen dieser ID lieber bei Firefox bleiben möchte, dem sei gesagt, dass Mozilla aus den gleichen Gründen ganz genauso funktioniert:

This feature (the Automated Update Service) also sends Potentially Personal Information to Mozilla in the form of a cookie named “aus” that contains a unique numeric value to distinguish individual Firefox installs. Mozilla uses this information to provide you with updated versions of Firefox and to understand the usage patterns of Firefox users.

Und wer den Chrome-Offline-Installer nutzt (Windows-.exe-Link), hat keinen Updater auf seinem Rechner und damit auch keine individuelle ID. Wer außerdem die durchaus sinnvollen Anti-Phishing-Maßnahmen abschalten möchte, die, noch einmal, in Chrome ebenso wie in Firefox arbeiten, kann dies ebenfalls tun.

(Quellen u.a.: Dennis Kempin, Matt Cutts, xsized)

Wenn also Chrome nicht „böser“ ist als andere Browser … woher dann dieser Aufschrei? Wieso werden die Verschwörungstheorien massiv verlinkt und laut kommentiert, während sachlichere Herangehensweisen beinahe unbeachtet bleiben? Wieso wird man, wenn man Chrome innovative Details bestätigt (jeder Tab im eigenen Prozess, BSD-Lizenz …), als Dummkopf beschimpft? Warum werden viele, viele Blog-Posts, die mittlerweile als Blödsinn widerlegt sind, nicht mit einem Hinweis, einem Update versehen?

Die Antwort ist leicht: Weil Sachlichkeit keine K(l)icks bringt. Weil wir alle BILD sind, auf der Suche nach der Sensation, dem Skandal, der einfachen Erklärung, dem klaren Feind- und damit Weltbild.

Offensichtlich haben aber Menschen auch sehr viel Angst vor Google. Weil Google Geld im Netz verdient, wo man doch nach Ansicht vieler ja gar kein Geld verdienen kann. Und sie tun das mit unseren Daten – denn etwas anderes geben wir ihnen schließlich nicht.

Nun ist Sorge um die eigenen Daten durchaus berechtigt, die Datenleckskandale der letzten Wochen und Tage stellen dies eindrucksvoll unter Beweis. Unsere Daten sind dauernd und überall unterwegs, entsprechende Rechner-Tools, die auch „versteckten“ Internet-Traffic aufzeigen, beweisen dies, so gut wie jede größere Software telefoniert regelmäßig nach Hause und was da genau übertragen wird, finden höchstens technisch hochversierte Nutzer heraus. Möglicher Datendiebstahl oder anderer Missbrauch, der nicht einmal technisch vonstatten gehen muss, tut sein Übriges, und so klingelt bei uns zu Hause gerne mal das Telefon und man wünscht den Hund zu sprechen, dessen Namen wir in irgendeinem Formular aus Spaß angegeben haben.

Trotz allem darf es nicht um schwarzweiße Stimmungsmache oder blinden Aktionismus gehen. Sondern um das Ziel, zu einem selbstbewussten, selbstkontrollierten Umgang mit den eigenen Daten zu gelangen, der rechtlich gesichert stattfindet, und um die Frage, wie eine höchstmögliche Datensicherheit in der digitalen Welt überhaupt erreichbar sein kann. Denn selbst wenn ich dem „gutesten“ Unternehmen der Welt meine Daten anvertraue: Was passiert, wenn diese Daten in fremde Hände gelangen? Was passiert, wenn uns fremde Regierungen oder eigene Regierungswechsel mit völlig neuen Situationen konfrontieren? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen stellt uns als Bürger und auch Regierende vor neue und komplexe Herausforderungen, die weder mit einem Gut-/Böse-Schema zu beantworten sind noch mit der völlig utopischen Hoffnung, dass Daten als Währung wieder verschwinden werden.

Sobald wir uns im Netz bewegen, geben wir Daten preis. Und erhalten dafür eine ganze Menge: Kostenlose Software und Services, freien Online-Speicherplatz, einfachste Einkaufs-, Kommunikations-, Arbeits- und Handelsmöglichkeiten. Kurz: das Netz.

Natürlich möchten wir wissen, wann welche Daten von uns preisgeben werden. Doch dabei ist Googles Chrome im Vergleich zu anderen Unternehmen recht vorbildlich: In den Nutzungsbedingungen steht klar, an welchen Stellen welche Daten übertragen werden. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Es werden nur Daten übertragen, deren Versand notwendig ist, um dem Benutzer sinnvolle Funktionen zur Verfügung zu stellen, und jede dieser Funktionen ist abschaltbar. Darüber hinaus stellt Google auch noch den Quellcode des Programms zur Verfügung, sodass jeder genau überprüfen kann, wann welche Daten wie übertragen werden. Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.

Google beschäftigt viele fähige Programmierer, die mittels Online-Werbung finanziert werden. Der „Masterplan“ von Google ist also leicht nachzuvollziehen und kein großes Geheimnis: Um den Online-Werbemarkt und damit den Markt für Google wachsen zu lassen, müssen mehr Menschen mehr Zeit im Web verbringen – und dafür brauchen sie bessere Werkzeuge, die unter anderem Google selbst entwickelt. Einen Browser in irgendeiner Form bedrohlich zu machen, Spyware oder Malware zu verstecken, wäre ein Desaster für Google und würde dem Profitinteresse des Unternehmens im Weg stehen.

Google verdient Geld mit unserer Aufmerksamkeit und es ist sehr sinnvoll, dem Unternehmen genau auf die Finger zu schauen. Sensationsheischende „We are doomed!“-Panik schadet diesem Anliegen u.U. mehr, als es zu fördern – bringt aber mehr Klicks. Mit Sicherheit.

(Hinweis: Dieser Artikel ist eine Gemeinschaftsproduktion von Max Winde und Johnny Haeusler, aber unser Multi-Autoren-Plugin tut’s derzeit nicht.)

Update: Kleines Update.


160 Kommentare

  1. 01

  2. 02

    Stefan Sommer:

    Ah, danke. Wieder mal so ein Spreeblick-Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    Zahlt Euer Hund eigentlich auch Rundfunkgebüren? ;)

  3. 03

    Simon Pfirsich:

    “Wenn also Chrome nicht „böser“ ist als andere Browser … woher dann dieser Aufschrei?”
    Na die Aufschreie kommen daher, dass das Programm grade neu ist und so ziemlich jeder sich gerade damit beschäftigt.

    Gesetzt dem Fall, dass Google tatsächlich nicht böser ist als andere, was sich ja nunmal nicht einwandfrei be- noch widerlegen lässt, dann sollten wir, genau wie ihr schreibt “[...] zu einem selbstbewussten, selbstkontrollierten Umgang mit den eigenen Daten [...] gelangen” und uns sollte bewusst werden, dass es nicht ein schwarzes Schaf unter den Browsern gibt, sondern äh… ne ganze Herde. Und das, denke ich, werden die meisten wohl erst durch die jetzige Diskussion begreifen - wenn sie denn Artikel wie diesen lesen:)

  4. 04

    Oliver:

    Merci Beaucoup!
    Das sensationsheischend immer besser aber auf jeden Fall uninformierter ist, hatte in den letzten Wochen ja auch schon die Blog- und vor allen Dingen Nachrichtenreaktion auf die Auseinandersetzung mit Google Analytics gezeigt. (http://www.wanalytics.de/2008/07/datenschutzer-halten-google-analytics-fur-rechtswidrig-sagen-aber-nicht-warum/) Hier hatten sich sogar die bundes- und landeseigenen Datenschützer als Zugpferde erwiesen, die einfach mal die geltende Rechtslage zu Personenbezogenen Daten ignoriert haben und Empfehlungen als Legalität und Zuwiderhandeln als Illegalität darstellten.

  5. 05

    Johannes:

    Puh, danke! Endlich schreibt mal jemand [der auch gelesen wird] was Sinnvolles zum Thema. Sowohl SZ (belangloser Artikel) als auch FAZ (mit blödsinnigen UFO-Vergleichen (wtf?)) als große Qualitätsjournallien haben sich da schon heftig blamiert.

    metadoooooooooooom :)

  6. 06

    marcel weiss:

    Danke für diesen Artikel!
    Jetzt muss ich ihn nicht mehr schreiben. :)

  7. 07

    Herr Schroeder:

    Browser? Mit Chrome jetzt auch? Ich verstehe nicht. Noch mehr Internet? Die anderen gehen ja schon nicht richtig. Verzeihung, für mich bitte nicht. Ich hatte meine Zeit schon. Ich hab genug davon. Ich hatte sie alle: die Netscapes, Explorers, Safaris und Mozillas. Alles heiße Feger. Am Anfang. Ich bräuchte jetzt dringend mal neuen Staubsauger.

  8. 08

    Marc:

    Vielen Dank für eine sachliche Antwort auf das ganze Skandal-Geschrei um Google-Chrome und Google allgemein! Link wird jetzt erstmal an ein paar der “Stammtische” geschickt… Dass Spiegel-Online & Co. kein Google-Horror-Szenario auslassen, weil es alles so schön schaurig ist, war ja leider zu erwarten. Dass aber auch in vielen Blogs so viel Blödsinn dazu geschrieben wird überrascht…

  9. 09

    micha:

    Wobei Chrome mitnichten Open Source ist. Chrome basiert nur zum Teil auf Chromium, welcher aber Open Source ist (steht links auf dieser Seite). Also sieht man letztendlich doch nicht, was Google in den Chrome-Browser reinbaut, man kann es nur raten.

  10. 10

    Schmierwurst:

    Hm. Die Seiten die ich zur Informationsgewinnung über Chrome herangezogen habe, bemühten sie eigentlich samt und sonders um eine sachliche Herangehensweise. 2 davon nennst Du ja auch in der Quellenangabe. Hysterische Verschwörungstheorien wurden dort nur aufgeführt, um sie zu widerlegen oder sich darüber lustig zu machen. Offensichtlich steuere ich nicht die gleichen Blogs an wie Du. Vielleicht übertreibst Du aber auch nur ein wenig. Allerdings würde ich Dir nie unterstellen, dies der Klickzahlen wegen zu tun.

    Grundsätzlich finde ich ein wenig Hysterie in Sachen Datenschutz gar nicht schlecht, denn wenn sich niemand über Schluderigkeit/Böswiligkeit im Umgang mit persönlichen Daten aufregen (und dabei auch mal übertreiben) würde, sähen entsprechende Unternehmen wohl kaum eine Notwendigkeit, bei ihren Produkten und Dienstleistungen gesteigerten Wert auf Datenschutz und -sicherheit zu legen.

  11. 11

    bitbull:

    Dank an die Autoren.
    Ich komm seit gestern auch nicht mehr aus dem Kopfschütteln raus, so ein Gegreine hört man ja sonst nur bei den obligatorischen OS-Schwanzvergleichen.

    Dass die URLs zur Bereitstellung der “Vorschlagsdienste” hin-und-hergeschickt werden, ist für mich eine viel plausiblere Begründung als das unterstellte Daten-Gekrake. Ja, die Funktion sollte deutlicher abstellbar sein. Kommt hoffentlich noch, so wie ziemlich sicher ein Adblocker-Plugin.

    Aber halten die Verschwörungstheoretiker Google denn für völlig bescheuert? Meinen sie denn, Google hätte nichts von dem wachsenden Unbehagen, was ihr Datamining angeht, mitbekommen? Und DANN sollen sie einen Browser-Trojaner genau zu dem Zweck bauen?
    Kommt mal wieder runter, die Daten kriegen sie auch woanders her.

    Chrome hat einen Zweck, den Google auch deutlichst in ihrem Intro-Comic beschreibt: Javascript zu befähigen, nicht nur das Äquvalent zu Applets und Widgets laufen zu lassen, sondern damit ganze Applikationen zu starten; und damit dann Chrome als OS-unabhängiges “Google-Betriebssystem” anzubieten.
    Wie Johnny Haeusler gestern schon richtig analysiert hat.

  12. 12

    Johannes:

    @micha (9): Das liest sich im Chromium Blog (was offizielles!) aber definitiv anders:

    At the same time, we are releasing all of the code as open source under a permissive BSD license. The open source project is called Chromium - after the metal used to make chrome.

    Hol dir doch einfach den Code und schau ihn an. (sind läppische 1.6GB Quelltext, für einen Build braucht man knapp 10GB - viel Spaß beim durchforsten und weiterentwickeln… ich glaub das überlässt man denen letztendlich doch am besten selbst ;))

  13. 13

    Kai:

    Danke, das hier ist der erste wirklich gute Artikel in der “A-Blogssphäre” den ich gesehen habe.

  14. 14

    Johannes:

    Nur damit hier nicht schon wieder jemand auf den Argumentationszug aufspringt: Hier nochmal eine Auflistung aller Kommunikation und wie man sie abschalten kann.

  15. 15

    Armin:

    Ach was, alles Quatsch das. Ihr

    [ ] seid bestimmt von Google bestochen worden
    [ ] arbeitet fuer Google
    [ ] seid boese Kommerzblogger
    [ ] arbeitet fuer die Illuminaten
    [ ] gehoert einer geheimen Geheimverbindung an die die Weltherrschaft will
    [ ] oder sowas.

    Also, raus mit der Wahrheit! Ich mach’s Euch ja einfach, braucht nur ankreuzen.

  16. 16

    Jan(TM):

    Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.
    Kannst du diese steile These bitte begründen? Wegen der BSD Lizenz unter der er teilweise steht?

  17. 17

    Torsten:

    Hallo!
    Johnny, Du übersiehst aber m.E. eine gewichtige Tatsache, nämlich die, dass dieser neue Browser von einem Unternehmen kommt, dessen Marktanteil im Bereich der werbefinanzierten Internetsuche um die 70-80% beträgt. Das ist deren Geschäftsmodell. Deswegen die - meiner Meinung nach berchtigten - Bedenken. Und deswegen auch die Aufschreie.

    Von der abschaltbaren Keyloggerfunktionalität mal abgsehen - andererseits: Welcher Normaluser beschäftigt sich schon mit per default eingestellten Optionen in seinem Browser?
    Viele Grüße
    Torsten

  18. 18

    erlehmann:

    so gut wie jede größere Software telefoniert regelmäßig nach Hause und was da genau übertragen wird, finden höchstens technisch hochversierte Nutzer heraus

    Belege das mal bitte mit Beispielen, die keine Browser sind.

  19. 19

    gomez:

    Die Werbung mit der Google Geld verdient zahlt letztlich der Verbraucher, da die Unternehmen, die werben auch was verdienen wollen. Ob Google nun gut oder böse oder gar beides ist, spielt dabei keine Rolle.

    Die Geschäftspraktiken von Google sind an diversen Stellen mindestens grenzwertig. Wer das kritisiert, wird dann eben als Verschwörungstheoretiker belächelt.

    Fakt ist, Google hat in vielen Ländern in bestimmten Online-Geschäftsbereichen eine Monopolstellung, aus der sich eine große Macht ergibt. Das kann man natürlich alles ganz toll finden und alles, was Google tut, über den Klee loben, was ja nicht gerade selten stattfindet.

  20. 20

    Pipi:

    Bin für alles zu blöd,
    und nutze mittlerweile einen Mac.

    Bin noch {’lach‘} gefeit gegenüber
    der Macht der ‘freien’ Browser.

    Denke:
    Irgendwann werden wir alle, so-
    fern wir nicht dagegen angehen,
    zum Gläsernen Bürger mutieren.

    Bsp.:
    Was kann der Provider über die
    Verbindungen des Kunden alles
    ‘BESCHEID’ Wissen?

  21. 21

    ovit:

    “Warum werden viele, viele Blog-Posts, die mittlerweile als Blödsinn widerlegt sind, nicht mit einem Hinweis, einem Update versehen?”

    das macht spreeblick leider auch nicht (immer).

  22. 22

    RC:

    Die Kommentare müssen euch ja echt angebrochen haben. ;)

    Von “selbstbewussten, selbstkontrollierten Umgang mit den eigenen Daten” sprechen und dann kritisieren, dass _manche_ Leute Browser nicht mögen, die automatisch Daten senden und somit eben genau einen eigenverantwortlichen Umgang zumindest erschweren? Den biometrischen Reisepass holen sich die Leute doch auch nicht, weil sie ihn wollen, sondern weil es keinen anderen mehr gibt.
    Hat man immer mehr Software per default so eingerichtet, dass Daten gesendet werden, dann übermitteln eben immer mehr Leute ihre. Will man wirklich die informationelle Selbstbestimmung haben, ist es nur die richtige Konsequenz, Software zu kritisieren, die davon eher weiter weg führen wird.

    Firefox _ist_ übrigens genauso kritisiert worden für den Ping beim Verwenden des automatischen Updates. Das Firefox (und eventuelle Weitere) mittels seiner Updatefunktion auch Daten sendet, sollte doch nicht als Grund dafür aufgeführt werden, dass die Sammelei bei Chrome daher weniger schlimm ist. Davon abgesehen, nachdem was ich gelesen habe, sendet Chrome seine eindeutige ID immer mit, wohingegen der AUS Ping [1] des Firefox angeblich keine Rückschlüsse auf individuelle Nutzer erlaubt.

    Wie dem auch sei, ich sehe es mal so, dass die Intention für den Artikel eher eine war, die lediglich extreme Ansichten angreift (ich selbst las keine Artikel die ohne Fakten bloß meckerten).

    [1]

    http://www.heise.de/netze/Mozilla-schaetzt-Zahl-der-Firefox-Nutzer-auf-ueber-125-Millionen–/news/meldung/99921

  23. 23

    chlood:

    Walt Mossberg
    sagt, daß im IE von Microsoft ein privacy-mode eingebaut ist. klingt GUT.
    chrome wird alles speichern. das sollte nichts neues sein.

    http://ptech.allthingsd.com/20080902/first-test-of-googles-new-browser/

  24. 24

    RC:

    @bitbull (11)

    Kommt mal wieder runter, die Daten kriegen sie auch woanders her.

    Und das ist ein Trost inwiefern?
    “Schließ die Haustür nicht ab, die Einbrecher kommen doch sowieso rein.”

  25. 25

    m.fehn:

    Hm.

    Offensichtlich haben aber Menschen auch sehr viel Angst vor Google. Weil Google Geld im Netz verdient, wo man doch nach Ansicht vieler ja gar kein Geld verdienen kann.

    Also meinetwegen kann Google in Kohle und Werbung ersaufen, und ich kenne auch niemanden, der Angst vor denen hat, weil sie Geld verdienen.

    Ich habe »Angst« vor Google, weil sie die Informationen kontrollieren. Was dort nicht gefunden wird, existiert de facto nicht, und die Sortierung der Suchergebnisse usw. prägt über kurz oder lang unsere Wahrnehmung der Relevanz der gefundenen Informationen.

    Diesem Prozess ist man letztlich hilflos ausgeliefert.

    Sollte Google irgendwann einmal auch noch die Darstellung der Informationen kontrollieren, hätten sie sich von einem bloßen Teil des Mediums zum Medium selbst entwickelt.

    Das Internet wäre dann Google. Google wäre das Internet.

    Da darf man ruhig etwas genauer hingucken.

  26. 26

    Kim:

    ich finde auch, dass derzeit massive Panikmache betrieben wird. Natürlich sammelt Google Daten, und natürlich werten Sie diese aus. Aber das ist auch nichts anderes, als es auch tausende andere Unternehmen tun. Und ehrlich gesagt fühle ich mich mit meinen Daten bei Google besser und sicherer aufgehoben als bei manch anderem Unternehmen. Bisher habe ich zumindest noch von keinem wirklichen Datenleck dort gehört, das haben andere Firmen schon ganz anders verbockt. Daher sollte man einfach mal anfangen die Unternehmen mit dem selben Maß zu messen und keine Polemik über angebliche Datenkraken verbreiten.

  27. 27

    steffi:

    … mich bereichert das ganze um noch einen browser, auf dem meine frisch gewebten seiten … wieder anders komisch aussehen :( aber ich mag opera, ich hasse mich-an-neue-oberflächen-gewöhnen-müssen - chrome und ich, wir sind also einstweilen sicher voreinander. ich finds schön, vorerst nur darüber lesen zu müssen - das dann aber lieber bei euch als woanders, wegen des grauwertreichtums der darstellung. danke für den differenzierten beitrag. der erste übrigens, der mir bisher untergekommen ist.

  28. 28

    Tim:

    Ist das jetzt Satire? Geht es um die Weltrettung oder doch nur einen Internet-Browser? Ich habe das Gefühl, dass bei Spreeblick zuviel Hollywood-Produktionen konsumiert werden.

  29. 29

    Armin:

    @erlehmann (18): Alle Adobe-Produkte sowie jegliche Apple-Software zum Beispiel möchte sich immer wieder nach Hause verbinden. Microsoft-Zeug auch. Corel. Äh… so gut wie jede größere Software eben.

  30. 30

    leu:

    Gut gesagt! Ich versteh auch nicht was alle immer haben. Google hat die Daten eh schon, da ja alle eh schon überall Adsense, Analytics oder sonstwas installiert haben. :-) Ich find Chrome gut! (Und diesen Blog auch, denn er nennt die Dinge beim Namen)

  31. 31

    matthias:

    Ich habe das schon in den Kommentaren von c0t0d0s0.org geschrieben:
    “Google ist der Kanibale im Internet, er friss Innovationen(StartUps), erweitert ständig seine Macht und verändert unser Weltbild indem wir nur Informationen finden, die Google für uns bereitstellt. Chrome ist [meiner unbedeutenden Meinung nach] nur der nächste logische Schritt.”

  32. 32

    Sincebyman:

    Ein sehr guter Artikel, dieses Thema ist es einfach wert, dass man darüber mit etwas Niveau diskutiert. Google als die dunkle Bedrohung darzustellen ist genauso haarsträubend, als würde man Microsoft als Retter der Erde darstellen.
    Aber man weiß ja, viele “Bilden” sich gerne ihre Meinung!

  33. 33

    chlood:

    @ leutenant
    eigentlich wollte ich nix mehr antworten:
    ZUVIEL Hollywood produktionen konsumieren? geht das ? ist das was negatives ? ich versteh dich nicht :)

  34. 34

    micha:

    @Johannes (12):
    Und was soll ich als einfacher Anwender aus dem Quellcode eines Programmes ersehen können? Und wer sagt mir, dass die Googleentwickler nicht doch hier und da noch ein paar andere Dinge eingebaut haben? Ohne den Quellcode von Chrome und den von Chromium miteinander zu vergleichen gehts halt nicht.

  35. 35

    XSized:

    @RC: Exakt das ist es ja: Nach dem was Du gelesen hast, schickt Chrome die UAN (=eindeutige ID) immer mit. Nach dem was andere gelesen haben, schickt Chrome die eMail-Adressen durchs Net.
    Beides stimmt aber nun mal faktisch nicht, es wird Hysterie aufgrund von Hörensagen verbreitet. Und genau darum geht es in diesem Artikel.

  36. 36

    Yetused:

    Schwachsinn.

    Was Google Chrome so gefährlich macht, ist der weitere Ausbau einer Oligopolstellung. Reicht ja nicht, dass Google das Monopol auf Onlinesuche und Onlinewerbung hat, sowie einen sehr weitverbreiteten Emaildienst und der Statistikservice. Nein, jetzt muss man auch noch Handy anbieten und einen Browser, der Onlinesuche und Email und Werbung und Statistik verbindet. So vernetzt auf vielen Ebenen darf kein Unternehmen sein. Ich würde ja auch nicht auf eine Siemens-Schule und zu einem Siemens-Friseur und ins Siemens-Meldeamt gehen, und meine Produkte alle bei Siemes kaufen. Irgendwann ist auch mal gut.

    Google kritisch zu sehen ist richtig und wichtig.

    Hat ja auch die Schlampigkeit bei den EULAs gezeigt, die man einfach mal so übernommen hat um es sich einfach zu machen, ohne sie an das eigene Produkt anzupassen.

  37. 37

  38. 38

    nilz:

    das comment edit funktioniert nicht, deswegen so: der punkt galt deinem artikel johnny.

  39. 39

    n3or:

    Ich kann mich auch nicht zurückhalten:
    DANKE!

  40. 40

    jo:

    Senden von URL-Eingaben nach Hause

    Sorry, Johnny, aber das stimmt so nicht.

    Der Smart Location Bar von Firefox 3 sendet eben nicht jede Tastatureingabe nach Hause: Smart Location Bar

    Abstellen kann man die Funktion selbstverständlich trotzdem: How to disable the Smart Location Bar

    Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, [...]. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.

    Auch das ist neu für mich. Firefox kann man sich natürlich sehr wohl selbst kompilieren oder kompilieren lassen.

    Wobei das natürlich ein Freak-Argument ist. Oder kennst du jemanden, der sich seinen Browser selbst kompiliert (Max evtl. mal aussen vor … ,)? Eben.

  41. 41

    Tobias:

    ich denke ebenfalls, dass es sich mehr um Panikmache als um reale Bedrohung handelt. Allerdings mag ich auch die Panikmachen, denn auch das Lesen dieser Artikel macht mir Spaß. Also macht nicht die Panikmacher runter, deren Artikel ihr ebenso genüsslich verschlingt.

    Aber sicher ist: Google ist böse und wir werden alle ausspioniert. Außerdem sind wir gläserne Menschen und die günstigsten DSL Tarife gibts bei Alice …

  42. 42

    Michael:

    Weil wir alle BILD sind, auf der Suche nach der Sensation, dem Skandal, der einfachen Erklärung, dem klaren Feind- und damit Weltbild.

    Das ist der Satz des Tages, wenn nicht sogar der Woche. Danke Max und Johnny dafür.

  43. 43

    Markus Merz:

    Die neue Qualität wurde heute anderswo sehr schön betitelt ‘Nicht nur Suchen sondern auch Besuchen’ oder so ähnlich. D.h. dass G. jetzt auch jeden in der Omnibox eingegebenen Buchstaben übertragen bekommt.

    G. gibt Mozilla weitere drei Jahre Geld. Nicht fürs FF Entwickeln, sondern für traffic. FF schickt traffic zu G. Was passiert, wenn Chrome in drei Jahren voll ausgereift ist und einen hohen Marktanteil hat, wird man sehen und bis dahin abwarten müssen.

    Das Geschäftsmodell von G. basiert auf Daten und nicht auf dem verwendeten Browser. G. wird den Teufel tun und das Werkzeug Chrome kompromittieren. Deswegen gibt es Chrome und andere G. Apps kostenlos. Die Daten gibt es aber gar nicht.

    Auf pro-linux schrieb ein Kommentator zu der Chrome/Chromium OpenSource Debatte sinngemäß: “Chromium nehmen, Chrome kompilieren, md5 hash vergleichen. Paranoia widerlegt”. Ich habe es nicht überprüft, aber s.o. Geschäftsmodell.

    G. hat eine Panne beim EULA eingeräumt und zeitnah die Lizenzen in Bezug auf die Nutzungsrechte abgeändert.

    Und Ja, ich halte die Chrome Technologie für bahnbrechend und gerade auf einigen Mozilla Blogs wird die Architektur mit den getrennten Prozessen von Programmierern als bahnbrechend beurteilt.

    Und Nein, ich setze Chrome (XP u. Vista) nicht ein, weil ich hier immer noch mit Windows 2000 arbeite und mein nächster OS Wechsel wäre zu *nix und nicht zu MS. Den walled garden MS empfinde ich persönlich als schlimm. G. verfolgt mit OpenSource und der Betonung der neuen (!) Technologie (!) und nicht der Features den richtigen Weg. Genau so hat Linux auch mal angefangen. Linus mochte Minix nicht und hat seine Kritik praktisch umgesetzt.

  44. 44

    gissi:

    Basic lässt dabei leider unerwähnt, dass der Konjunktiv fehl am Platz ist, da andere Browser schon lange das genau gleiche System nutzen. Für ein Feature, das in Chrome abstellbar ist.

    Stopp! Ich weiß nicht, wie Microsoft das handhabt, aber bei Firefox wird nicht per Default jede eingegebene URL an irgend wen geschickt. Hier sollte deutlich getrennt werden zwischen Auto-Completion bei Suchanfragen (deren Inhalt der benutzte Suchdienst in der Regel sowieso erhält) und bei URL-Eingaben (von denen Google mit Firefox _nichts_ mitbekommt).

  45. 45

    XSized:

    @jo: Chrome sendet ebenfalls nicht alle Tastatureingaben nach Hause. Chrome sendet diese Eingaben für die Autosuggest-Funktion an die eingestellte Suchmaschine. Das kann Google, aber auch Yahoo oder MSN sein.
    Firefox macht exakt das gleiche, wenn man die Suchmaske mit Autosuggest verwendet. Ist übrigens auch da default…

  46. 46

    Tim:

    Darf man denn kein seltsames Gefühl haben, dass ein Unternehmen, das mein eigenes Haus (und alle anderen) fotografiert und ins Internet stellt, meine E-Mails liest und Kontext-Werbung einblendet, meine Suchstrings in Werbung, Trends und Statistiken verrührt, meine angesurften Internetseiten mit google-analytics speichert, mir anbietet Dokumente auf ihren Servern zu bearbeiten und zu speichern, meinen Desktop mit google desktop search durchsucht, meine Gesundheistdaten verwalten will, und vieles mehr (mal abgesehen von dem Satelliten der mit googles finanzieller Hilfe gestartet worden ist) nun einen Browser anbietet, der alles noch einfacher machen soll? Und dies von einer Firma, die nicht sehr transparent ist, über die eigenartige Dinge an die Öffentlichkeit geraten (die nicht wahr sein müssen)?

    Da muss man kein Verschwörungsfanatiker sein, da langt der gesunde Menschenverstand, um bei sowas zum Nachdenken zu kommen.

  47. 47

    bitbull:

    @RC (24):
    RC:Das ist kein TROST, sondern ein Gegenargument wider die These, Chrome wäre als URL-Spürhund konzipiert worden.
    Paranoia ist ne tolle Sache, aber um einen Baum anzubellen, muss erstmal einer da sein.

  48. 48

    leu:

    Eigentlich merk ich grad dass Google mich schon bald besser kennt wie ich mich selber. Muss das demnächst mit meinem Therapeuten mal besprechen.

  49. 49

    Christian S.:

    Ein mehr als schwacher Artikel. Ich als Google-Fanboy (Google Analytics, Reader, Docs, Search, Picasa, YouTube) war entsetzt von der miserablen Informationspolitik, die Google bei einem ihrer größten Projekte an den Tag gelegt hat. Die Google-EULA war mit Punkt 11 schlichtweg eine Zumutung und zeugt von Unvermögen der beteiligten Anwälte. Irgendwann wurde es aufgeklärt, aber nicht in einem offiziellen Google-Blog, sondern in einem Privatblog eines Google-Mitarbeiters. Ich bin von Google mehr Transparenz gewohnt.

    Und bezüglich Sensationsgier wäre ich an Eurer Stelle auch mal ruhig. Wer als quasi einziges Online-Medium einen Verriss von „The Dark Knight“ veröffentlicht, der sollte sich mal schön in Demut üben und anderen nicht vorwerfen, auf Klicks aus zu sein.

  50. 50

    JuH:

    Wen dieser Artikel nicht zu Tränen gerührt haben sollte:
    In der Chrome-Signatur steht explizit “Chrome” drin - ein leichtes also, diesen Browser vor dem eigenen Telemedienangebot zu verschonen.
    Juhu, *benzininsfeuerwerf*… duckundweg

  51. 51

    tschill:

    Ich verstehe den Ansatz von Johnny und Max immer noch nicht. Es geht doch gar nicht darum, daß Chrome Spyware verstecken könnte, sondern daß es Daten mit meinem Nutzungsverhalten an Google versendet (etwas, dessen technische Notwendigkeit sich mir nicht erschließt). Das machen auch andere Programme wie meinethalben Corel. Allerdings können die dann bloß Auskunft darüber geben, ob ich eher Fotos bearbeite oder Comic zeichne. Nichts wissen diese Programme, welche Vorlieben ich im Internet habe.
    Schon gar nicht können sie dieses Wissen kombinieren mit anderen Daten - welche Wohnadressen ich gesucht habe, welche Bücher ich online gelesen habe und welches Emailverhalten ich an den Tag gelegt habe. In der Kombination der akkumulierten Daten liegt doch die Gefahr des Mißbrauchs. Deshalb auch das Mißtrauen gegenüber Google, weil hier eine überkritische Masse an zuordenbaren Informationen entsteht, die über kurz oder lang Begehrlichkeiten wecken wird.

    Die Abschaltbarkeit der Features ist nett, aber ich sehe in meiner Umgebung immer wieder: was präkonfiguriert ist, wird einfach so verwendet. Oder denkt irgendjemand, daß der Internet Explorer deshalb so häufig benutzt wird, weil er so ein dufter Browser ist?

  52. 52

    gissi:

    Ach ja, weiß jemand, ob die Auto-Complete-Vorschläge von Google, oder von der eingestellten Suchmaschine kommen (falls letzters zutrifft: gibt’s da ne Standard-API?). In der Privacy Policy von Chrome klingt es so, als kämen die immer von Google:

    When you type URLs or queries in the address bar, the letters you type are sent to Google so the Suggest feature can automatically recommend terms or URLs you may be looking for.

  53. 53

    kidffm:

    fast jeder der sich ein wenig mit dem Web und somit auch mit Google beschäftigt, weiß, wie Google funktioniert.
    Dass ein Google Browser eben auch wie Google funktioniert sollte also eigentlich keine große Überraschung sein.

    Wer Google möchte, bekommt auch Google. Mit allem was Google zu bieten hat und mit allem was sich Google dafür nimmt. Das war und ist völlig transparent und jeder darf für sich selber entscheiden ob er/sie diese Dienste und Produkte unter diesen Bedingungen nutzen möchte.

    Insbesondere bei Google Chrome wundert mich die teilweise heftige Kritik insofern, weil es doch nun mal eine Menge anderer Browser gibt, die auch alle kostenfrei genutzt werden können.
    Im Gegensatz zu anderen Vormachtsstellungen, die Google im Netz hat, ist Google Chrome ein Produkt mit eher niedriger Verbreitung und vor allem mit genügend hervorragender Alternativen.
    Auch vor Google Chrome, war es schon möglich, mit einem Browser das Internet bequem zu ersurfen.

  54. 54

    Flo:

    “Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.”
    Die Aussage macht keinen Sinn. Was soll denn damit bitte gemeint sein?

  55. 55

    Christian S.:

    @Flo (54): Die Autoren wollen damit zeigen, dass sie keine Ahnung von Freier Software haben - vermute ich. Denn selbstverständlich kann man sich eigene Firefox-Versionen basteln. Schon einmal etwas von Icedove gehört?

  56. 56

    kidffm:

    aber eine Anmerkung habe ich noch zu diesem Artikel, und zwar zu der angesprochenen Sachlichkeit, die vom Autor offensichtlich vermisst wird. Ich kann mich an so einige Windows Bashing Artikel hier auf Spreeblick erinnern, die allesamt sehr weit von Sachlichkeit entfernt waren.

    Von daher verstehe ich das “Gutmenschgeheule” nicht wirklich und finde es gerade hier etwas fehl am Platz. Meine Meinung.

  57. 57

    jo:

    Chrome sendet ebenfalls nicht alle Tastatureingaben nach Hause.

    Aber sicher doch: Bitte hier weiter.

    Chrome sendet diese Eingaben für die Autosuggest-Funktion an die eingestellte Suchmaschine. Das kann Google, aber auch Yahoo oder MSN sein.

    In der Default-Einstellung - die, sehen wir es realistisch, kaum jemand ändern wird - ist es nunmal Google. Da kommt dann zusammen, was zusammen gehören soll. Darf man Google als Datenkrake bezeichnen? Ich finde: man muss!

    Firefox macht exakt das gleiche, wenn man die Suchmaske mit Autosuggest verwendet

    Ja, wenn. Da es bei Chrome allerdings kein dediziertes Suchfeld gibt, landen erstmal _alle_ Eingaben bei Google. Taste für Taste.

    PS: Von den hardcodierten Grafiken (auf denen und anderen Taschenspielertricks - neben der Javascript-Engine - ein Teil der vermeintlich tollen Performce basiert), der verhunzten Codebasis (die eine 64bit-Version derzeit ebenso verhindert *hahaha*, wie baldige Mac- oder Linux-Versionen …) reden wir besser erst gar. Ist ja alles supi, in der Comicwunderwelt.

  58. 58

    knuellz:

    danke. guter artikel. aus der seele gesprochen. was die daten angeht: natürlich könnte der einzelne ausspioniert werden. aber google hat auch “nur” das interesse besser zugeschnittene werbung an den mann zu bringen. warum nicht? ich habe schon des öfteren durch google-werbung interessante links gefunden, auch wenn ich mir bewusst bin, dass es nicht unbedingt die objektiv besten sind…

  59. 59

    meistermochi:

    google steckt doch hinter firefox! machen wir uns bitte nichts vor!

  60. 60

  61. 61

    XSized:

    @jo: Ja, ich kenne diese These, der Artikel ist mir bekannt. Ich habe im Gegensatz zu diesem Autor aber tatsächlich den Netzwerkverkehr beobachtet und wesentlich mehr getestet als er.

    “Mal eben etwas beobachten” ist etwas anderes als eine gezielte Untersuchung des Netzwerk-Verkehrs. Und daraus ist klar ersichtlich, dass die Eingaben für die Autosuggest-Funktion an die eingestellte Suchmaschine gesendet werden. Glaub mir, ich habe eben nicht von Anfang an die eine Brille getragen, sondern wollte es schon genauer wissen. Auch, wann z.B. die UAN übermittelt wird, welche Cookies wann gesetzt und ausgelesen werden etc.

    Es ist auch nicht richtig, dass die default-Einstellung Google ist. Es wird die default-Einstellung des Browsers verwendet, der vor Chrome auf dem PC installiert war. Nicht auf die Abfrage bei der Installation geachtet?

    Pauschale Verteufelung aufgrund falscher Behauptungen bringt keinem etwas. Aber es klingt natürlich so alles viel sensationeller, schon klar ;)

  62. 62

    xida:

    In diesem Blog-Artikel werden vornehmlich kritische Stimmen herausgepickt und sich in einem ewig langen Pamphlet an Dingen gerieben, wie beispielsweise an einer nicht ganz perfekten Ausformulierung. Gewürzt ist diese Zusammenstellung dann noch mit Kommentarzitaten der deftigeren Art.
    Wenn man den Blog-Artikel liest, könnte man meinen, alle wären verbal über Google hergefallen und die Leute wollten Selbstbewusstsein oder Klicks oder was auch immer aufbessern, indem sie schimpfen.
    Warum wird in diesem Beitrag nicht eine einzige Stelle erwähnt, die Google lobt oder gar Pros und Cons differenziert betrachtet?
    Mein Eindruck war, dass Google im Zuge der Chrome-Veröffentlichung in der Medienlandschaft wesentlich mehr gelobt als gescholten wurde.
    Wenn ich mir die Wort-, Zitat- und Szenieriewahl des Blog-Artikels anschaue, frage ich mich nach dessen Sinn und Intention. Ob man sich damit gegen schwarzweiße Stimmungsmache wenden will? Ob man damit zur Versachlichung beitragen will?
    Ich weiß es nicht.
    Aber eins weiß ich: Ich habe keine Lust auf taz versus bild Szenerien.

  63. 63

    phil:

    @XSized (35):
    streichen wir das “chrome” nach dem ersten google, den siemensvergleich und fügen hinzu das sich ein unternehmen soetwas natürlich durch beste leistungen erarbeiten muss, muss ich sagen:

    word. du sprichst mir aus der seele.

  64. 64

    Dennis Kempin:

    Vielen, vielen Dank für diesen Beitrag! :)
    Ich kann diese ewigen Google-ist-böse Diskussionen einfach nicht mehr sehen. Man kann den Leuten eine ausführliche und gut recherchierte Abhandlung darüber vorlegen warum Chrome nicht mehr Daten sendet als andere Browser auch und der nächste Satz ist “Goolge ist böse, ich wusste es schon immer”.

    Ich muss sagen, google hat echt die Arschkarte gezogen ;) Ich denke Google hat durch ihre Produkte eine Menge zur entwicklung des Internets beigetragen, und nun wird ihnen bei jedem Augenzucken Böswilligkeit unterstellt. Und wehe man kommt mit Argumenten.. wer braucht schon Argumente wenn er eine geBILDete Meinung hat! ;)

    PS: Chrome fragt beim ersten Start sogar nach ob Google oder eine andere Suchmaschine für die Adressleiste verwendet werden soll. Ein klick auf den dazugehörigen Button bringt einem direkt in das Menü in dem sich die Autosuggestion auch deaktivieren lässt.

  65. 65

    westernworld:

    ein paar unverbundene gedankensplitter zum weiterdenken

    plakative positionen sind die grundlage von massenbewegungen, , insofern sind demonstationsaufrufe immer schwarz/weiß … und wir bräuchten so langsam mal dringend eine, unbeschadet johnnys grundsätzlicher abneigung gegen radikalismen …

    … gescbhloßene, entäuschungsfeste weltbilder sowie eine verzahnung/strukturierung der sozialensphäre geben anliegen beharrungsvermögen und tragen maßgeblich zu jener milieubildung bei den langen atem liefert den gesellschaftliche veränderung braucht wenn sie nicht von oben verordnet wird … sozialdemokratie, neue soziale bewegungen der 70/8oer etc.

    mit einem wort es sind nützliche idioten …

    … datenschutz ist in der tiefe des raums noch gar nicht angekommen, das ist immer noch ein minderheiten programm, erlebe ich tagtäglich bei den sprichwörtlichen gebildeten mitteleuropäern mit abitur und oft genug studium … und der ganze rummel darum kann so schnell vorbei sein wie die papamania …

    … solange 95% der leute zu blöd sind cookies by default abzustellen braucht man sich über den rest nicht unterhalten … “versteh ich nicht , interessiert mich nicht , na und” … auszüge aus dem lexikon des datenschutzalltags.

    chrome ist vielleicht der falsche kristallisationspunkt für das wachsende mißtrauen, aber das es wächst und zu einer grundeistellung werden könnte ist eine gute sache.

  66. 66

    JuH:

    Ja, Autosuggestion (”[...] der Prozess, durch den eine Person ihr Unterbewusstsein trainiert, an etwas zu glauben. Dies wird erreicht durch Selbsthypnose oder wiederholte Selbst-Affirmationen, und kann als eine Form von selbst-induzierter ‘Gehirnwäsche’ angesehen werden” - Wikipedia) bitte abschalten. Danke.

  67. 67

  68. 68

    RC:

    @micha (34)

    Nicht immer, aber bei mehr Gelegenheiten als AUS es macht.

    @XSized (45)

    Ah, und ich dachte der Punkt auf den es sich bezieht, ist das Daten gesammelt werden. Dir ging es nicht darum ob die Firma dies tut, sondern nur ob dieses eine Produkt dieser Firma dies im von dir genannten Umfang macht… Mich stört ja wenn das Datensammeln an sich, nicht welches Produkt dies gerade wie macht, insofern meine andere Perspektive…

    Im großen und ganzen stellt es sich für mich ohnehin so dar, dass hier so einige aneinander vorbei reden. Irgendwie scheint “jeder” Verteidiger/Befürworter sich die schlimmste Kritik an Chrome auszumalen und einfach anzunehmen das sei es wovon die “Kritiker” sprechen. Überhaupt habe ich keinen einzigen dieser so schlimmen Artikel gelesen, insofern bleibt es für mich zu abstrakt was genau der ursprüngliche Eintrag zu kontern beabsichtigte. Es wäre daher wohl am besten gewesen, nicht anzunehmen jeder wisse genau, um welche Aussagen es geht, sondern die Punkte konkret zu benennen und es somit eben nicht der Fantasie der Leser zu überlassen. Die paar zitierten Stellen dienen ja eher als Beispiele, denn als die konkreten Punkte die dann zu den gemachten Aussagen führen. Dann kann man die Details auch besser diskutieren, weil eingegrenzter.
    Ich mag es jedenfalls nicht wenn jemand anfängt von Paranoia und dergleichen zu sprechen, nur weil jemand über die “Features” der Address Bar sprach. Sieht man es gelassen ist das einfach nur albern und wenn man böswilligerer Natur ist kann man es schon als Diffamierung betrachten.
    Man möge mir bitte auch die gern genannten typischen Klischee-Bildleser zeigen, die sich Gedanken darum machen welche Daten ihr Browser jetzt an Firma X übermittelt. Mir fällt es schwer das nicht als Dampfhammer gegen jeden zu verstehen der Chrome nicht lobte. “Wer Chrome nicht mag liest Bild!”
    Schon klar. :P
    Sorgen machen muss sich Google sowieso keine, denn ich kann mir nicht vorstellen das ein relevanter Anteil der potentiellen Userbasis von Chrome diese bösen Artikel liest, geschweige denn sich von diesen beeinflussen ließe. Peace out.

  69. 69

    Harm:

    Ich unterstelle allen Kommentatoren, allein durch ihre Fähigkeit den Artikel zu lesen und zu kommentieren, eine gewisse Medienkompetenz.
    Alle anderen werden bald von ihrem Arbeitgeber oder der ISP-Installations-CD von IE7 zu Chrome migriert werden.

    Was bitteschön ist der Punkt?
    Dass alles was ich ins Internetz eingebe, irgendwo gespeichert wird?
    Hey, die einen wissen das, andere ahnen es, andere machen eine StudiVZ-Gruppe auf.
    Ob es eine Alternative im Bereich “search” gibt, hängt u.a. von Euch ab. Für den Einsatz eines gewissen Browsers oder Office-Anwendungen besteht null Zwang. Momentan ist unter Windows XP/Vista ein Sack Reis Browser umgefallen.

    (Ich bin von den Google-Apps recht begeistert, aber noch nicht entmündigt, welche Daten ich dort hinterlege. )

  70. 70

    Mattias:

    In Deinen Beitrag haben sich leider einige Unschärfen eingeschlichen — nicht schön, wenn man Unschärfen in anderen Blogeinträgen kritisiert:

    * FF sendet nur Eingaben im Suchfeld zu Google. Chrome hat kein separates Suchfeld, und sendet deshalb alles an Google. Eine einfache technische Lösung wäre gewesen, erst nach einem Leerzeichen zu senden — so landet nicht jede komplett eingegebene URL bei Google, Vorschläge aus der lokalen Datenbank können dennoch gemacht werden und der Komfort bleibt weitgehend erhalten.

    * Was Google mit den für die Vorschläge eingegebenen Begriffen macht, weiss nur Google. Google kommt auf diese Weise auch an bislang unbekannte URL-Pfade und kann so besser abschätzen, was tatsächlich angesurft wird (bislang wird Seitenbeliebtheit vor allem am Linkcount gemessen). Ein lokaler, indexierender Proxy, der ganz unverblümt diesen Zweck verfolgte wurde bis vor kurzem von Google angeboten.

    * Die Unique ID wird nach meiner Kenntnis bei der Installation erzeugt. Sie sollte unabhängig von der Art des Installationspaketes sein. (zu verfifizieren)

    * FF sendet keine UUID bei der Suche nach Updates, aber viel zum Betrriebnssystem, Version, ggf. installierten Addons. Dennoch ist diese Kennung nicht eindeutig.

    * IE wird via Windows Update aktualisiert und sendet dafür tatsächlich einen eindeutigen Hash, der die Windows-Installation identifiziert. Dies entspricht der UUID-Übertragung bei Chrome.

  71. 71

    matthias:

    Warum wurde mein Kommentar gelöscht? Nur weil ich das zitiert habe, was ich schon bei einem anderen Blog in den Kommentaren geschrieben habe?

    Also gut. Ein neuer Versuch, ohne eine Url zu nennen
    “Google ist der Kanibale im Internet, er friss Innovationen(StartUps), erweitert ständig seine Macht und verändert unser Weltbild indem wir nur Informationen finden, die Google für uns bereitstellt. Chrome ist [meiner Meinung nach] nur der nächste logische Schritt.”

  72. 72

    Torsten:

    Mit der Analyse zum Schluss greift ihr zu kurz und daneben.

    Die gute-Browser-Theorie lässt sich prima auf den Firefox anwenden, in den Google einen dreistelligen Millionenbetrag investiert hat.

    Chrome geht weiter: Mit diesem Browser will Google bei der konkreten Ausgestaltung der Webstandards mitspielen und einen eigenen Client für seine Online-Services anbieten.

  73. 73

    Philipp A.:

    Ohne die gesamte EULA gelesen zu haben, würde ich diese Passage mal dezent anzweifeln:

    “In den Nutzungsbedingungen steht klar, an welchen Stellen welche Daten übertragen werden. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Es werden nur Daten übertragen, deren Versand notwendig ist, um dem Benutzer sinnvolle Funktionen zur Verfügung zu stellen, und jede dieser Funktionen ist abschaltbar.”

    Und selbst wenn das da steht ist das schlichtweg Unsinn. Natürlich kann ich nicht alles abstellen, und was “notwendig ist, um neue Funktionen bereitzustellen” entscheidet doch auch nur Google selbst. Und da das Unternehmen prinzipiell an allen Entwicklungen im Web interessiert ist, wird Google im Zweifelsfall lieber mehr als weniger Daten übertragen.

    “Darüber hinaus stellt Google auch noch den Quellcode des Programms zur Verfügung, sodass jeder genau überprüfen kann, wann welche Daten wie übertragen werden. Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.”

    Auch das stell ich mal in Frage. Nun mag Google zwar den Quelltext von Chrome offenlegen, bei anderen Programmen tut es dies nicht. Und das Chrome damit mehr Freiheiten bieten würde als Firefox ist schlichtweg falsch.

    Trotzdem ein gelungener Artikel.

    Cheers, Philipp

  74. 74

    Michi:

    Ich mag mich ja irren, aber ist es nicht so, dass diese Daten im grunde dafür verwendet werden die eigenen Werbeanzeigen an die Interessen des Nutzer anzupassen. Geht man beispielsweise von Google Mail aus, so ist sicher jedem bekannt, dass anhand bestimmter Keywords in euren Mails eine Anzeige für die obere Leiste des Layouts gewählt wird, welche zum Kontext passt. Und letzendlich ist es mir doch lieber, die (für mich) relavanten News vom Kicker zu sehen als einfach auf Gut Glück angezeigte Werbung für “billige Kredite!!!” oder ähnliches, das mich nicht mal ansatzweise tangiert. Das ist Googles Geschäftsmodell und wenn dies bedeutet, dass mir zahlreiche (und man muss zugeben: nützliche und gute) Google Produkte kostenfrei zur Verfügung gestellt, dann seh ich kein problem darin diesen “Preis” zu zahlen. Um ehrlich zu sein, sind mir meine Daten dort bei einem Unternehmen, dem jeder auf die Finger schaut bedeutend lieber als bei einer x-beliebigen Gewinnspiel- oder Lottogesellschaft; ja sogar lieber als bei staatlichen Institutionen wie dem Einwohnermeldeamt, bedenkt man wie schnell der wehrte GEZ-Eintreiber vor der eigenen Haustür steht sobald man sich um-/angemeldet hat. Sowas wird von den Jungs am Stammtisch sicher oft vergessen wenn mal wieder einer bei Zapp gesehen hat wie gefährlich Google ist.

  75. 75

    Smikey:

    Grosses Lob für den Artikel… Ein Grund warum ich diesen Blog so liebe.. Keine sinnlose Meinungsmache sondern ehrliche Artikel.
    Ich hatte leider noch keine Zeit Chrome zu testen, werde es aber definitiv noch tun und ich hoffe dass er so toll ist, wie ich ihn mir vorstelle..

    btw: das mit dem offline-Installer wusste ich noch garnicht, den Rest schon..

  76. 76

  77. 77

    fredge:

    @Papa Schlumpf (76): nee, fabel is’ mit tieren und pflanzen. google is’ aber ‘n roboter. eher so wie hal. das symbol sieht auch wie ein auge aus. also science-fiction. aber is’ ja schon realität. oh je, so verwirrrrrrend.

  78. 78

    Gilly:

    Großartiger Artikel.

    Ohne die Kommentare gelesen zu haben hier meine Meinung.

    Das ganze geschrei um die Datenkrake Google ist typisch deutsch und resultiert aus der typisch deutschen gepflogenheit nie irgendwas durchzulesen.

    Wusstet Ihr eigentlich, dass Mobilfunkunternehmen Eure Standorte speichern um diese für LBS (LocationBasedServices) zu nutzen? Nein? Skandal? Nicht die Bohne! Steht alles in den AGB drin.

    Das gleiche gilt für Google. Es steht alles niedergeschrieben.

    Wer übrigens noch immer denkt, im Internet gäbe es etwas umsonst, der hat sich geschnitten. Alles hat seinen Preis und sei es nur eure E-Mail Adresse oder Eure Anschrift.

    Schonmal überlegt wie sich z.B. Facebook oder StudiVZ finanzieren? Ganz sicher nicht über Werbung!

    Also, einfach mal lesen was in den Datenschutzbestimmungen steht und gut ist.

  79. 79

    Tino:

    Danke für den Hinweis über Twitter, für den super geschriebenen Artikel. Zum ersten mal fühle ich meine Meinung zu Chrome vertreten.

  80. 80

    Dentaku:

    Klick von mir “trotz” Sachlichkeit.

  81. 81

  82. 82

    Marcel:

    Ich finde es beschämend und fast schon peinlich, wie ihr euch mit soviel Grinsen dieser Firma hingebt, die wie keine andere schlundartig und skrupellos eure Daten einnimmt, wie ihr sie verteidigt und Menschen schlecht macht, die irgendwie noch bei Verstand sind und sehen, was Google eigentlich wirklich will. Und irgendwann, wenn Google sein wahres Gesicht zeigt und das Gejammer dann groß ist, dann möchte ich, dass ihr bitte auf genau diesen schwachsinnigen Artikel verweist. Danke.

  83. 83

    Mattias:

    @Gilly: Es ist etwas blauäugig, alleine auf den guten Willen von Suchmaschinenbetreibern, Softwarekonzernen und zu vertrauen. Wer immer mit aktivem 3G herumläuft (fürs coole Pushmail und die LSB) wird tatsächlich eine breite Datenspur mit seinen Standorten hinterlassen (bei normalen Gesprächen per GSM wird nur die Funkzelle zum Zeitpunkt des Gesprächs festgehalten). Wenn man sich dann ein paar Kilometer entfernt von einer Autobahnbrücke aufgehalten hat, von der jemand einen Stein geschmissen hat, wird man erst einmal von der Polizei durchleuchtet.

    Der Komfort von LSB ist das eine. Aber muss ich dafür wirklich eine komplette Datenspur all meiner Standorte hinterlassen? Ich meine nicht.

    Im Web schaffen Cookies viel zusätzlichen Komfort. Aber müssen Cookies von Werbeanbietern, die dabei helfen, eine sehr detaillierte Surfspur nachzuvollziehen, wirklich ewig gültig sein? Muss ich mir einen Browser gefallen lassen, der das Aussortieren von Cookies so massiv erschwert, dass ich die für Werbeanbieter sichtbare Surfspur nicht alle paar Wochen abreissen lassen kann?

    Ich unterstelle Google nicht einmal bösen Willen. Das Problem ist einfach, dass Datenberge zum Mißbrauch einladen. Sei es durch Geheimdienste, die Data-Mining betreiben (gerade in den USA ist da die Lage relativ schwammig geregelt und Geheimdienste sind mit großen Rechten ausgestattet). Sei es durch korrupte Mitarbeiter, die sich das schnelle Geld versprechen.

    Deshalb möchte ich auf der einen Seite den Komfort neuer Dienste genießen — gerade die Ideen im Android-Contest klingen wirklich interessant — ich möchte aber eine gewisse Kontrolle über die von mir verursachten Datenberge haben (aGPS und 3G nur auf meinen Wunsch einschalten, Cookies sortieren können und eben keinen Browser haben, der jede Eingabe in der Adresszeile nach Hause schickt). Bei einigen Diensten heisst das schlicht, dass ich sie nicht nutze — meine Mails und Tabellen gehen niemanden etwas an, das heisst dann einfach den Verzicht auf Google Docs und Google Mail.

    Google ist recht smart und wird beim Datenschutz den Nutzern entgegenkommen, wenn dafür die Nutzerzahl steigt. Es wäre daher falsch, Chrome widerstandslos anzunehmen. Google möchte etwas vom Nutzer (seine Daten), dann sollen sie dem Nutzer bitte auch etwas entgegenkommen.

  84. 84

    Gilly:

    @Marcel (82): Welchen Browser und welche Suchmaschine benutzt Du denn? ;)

  85. 85

    schaumalda:

    Mit zig offenen Tabs wird mein Browser nach Tagen zum Bremser. Das Web hat sich verändert und mein Nutzungsverhalten auch.
    Chroma schickt ein paar gute Ideen ins Rennen, die wir hoffentlich bald auch in den andern Browsern finden.

  86. 86

    Saint-Germain-en-Laye:

    Google-Chrome ist sehr schnell, aber es gibt keine addons…. Firefox ist “the best”.

  87. 87

    Jörg:

    Vielen Dank für diesen sehr gut und sachlich geschriebenen Artikel!
    Sowas findet man leider immer seltener im Netz…