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Politik von Johnny Haeusler | 8

Sichere E-Mail von der Bundesregierung

ccLarsz

Keine grundsätzlich schlechte Idee, eine seit Jahren bestehende technische Möglichkeit der „sicheren und verbindlichen elektronischen Kommunikation“ schon Mitte 2009 in Deutschland „einzuführen“. Auch den „Datentresor zum Ablegen privater, sensibler Daten“ finde ich super.

Ob ich diese meine privaten, sensiblen Daten jedoch den von genau jener Bundesregierung verifizierten „privatwirtschaftlichen Dienstleistern“ anvertrauen werde, die alles daran setzt, einen möglichst kompletten Einblick in mein elektronisches Leben haben zu können: I fucking doubt it.

Nicht vergessen: „E-Porto“ draufkleben!

[Dank an westernworld]

Johnny Haeusler 19.09.2008 um 11:58

InlandNetzPolitik

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


8 Kommentare

  1. 01

    ups der erste heut:

    komm-komm-komm… wer chrome hypt, der frisst auch kleine kinder ;-)

    19.09.2008 um 12:30 | Antworten
  2. 02

    Matthias (the one and only):

    Klassischer Fall von “gute Idee besch*** umgesetzt”.

    Wieso übernehmen die Einwohnermeldeämter nicht endlich mal die Ausstellung/Zertifizierung von PGP Signaturen? Einfach, bewährt und schnell. Da hat man dann auch ein paar Beamte sinnvoll beschäftigt.

    19.09.2008 um 12:54 | Antworten
  3. 03

    erlehmann:

    Sehr geehrter Herr Haeusler,

    die Ihnen zugeteilte DE-Mail-Adresse lautet “johnny.haeusler@berlin.bka.de”, alternativ können Sie auch “$STEUERNUMMER@bka.de” verwenden.

    Bitte achten Sie darauf, nur zugelassene Verschlüsselungssoftware nach § 23 BTrojanG zu verwenden. Eine Liste derartiger Programme wird für Sie bereitgestellt unter “http://trojan.bka.de/plugins”.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihre Bundesregierung

    [dieser Kommentar wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig]

    19.09.2008 um 14:11 | Antworten
  4. 04

    Armin:

    @erlehmann (3):

    ioyott iyituy ioyiut kkgfdr ikjiuty yutyut kiuhjgdf iouutyt khiyt oyuiuk igygugf uojkl klkjiok tfyf;uu iohjdserse dsestds jkjnni tdsaew.

    [diese Antwort wurde automatisch verschluesselt. Der Schluessel hat sich nach Absenden selbst zerstoert]

    19.09.2008 um 15:05 | Antworten
  5. 05

    Dagger:

    Eben!

    Ich gehe mal das Internet ausdrucken. Mal schauen was dass schon über mich weiß.

    19.09.2008 um 21:08 | Antworten
  6. 06

    Jan(TM - My Country right or wrong!):

    @Johnny Wem vertraust du deine Daten den im Augenblick an? Ist das kein „privatwirtschaftlicher Dienstleister“ ? Hast du irgendwelche weitergehenden Informationen das die “verifizierten” mehr als nur verifiziert werden?

    Im Augenblick halte ich Deutschland noch für ein demokratisches Land mit starken Selbstheilungskräften. Siehe informelle Selbstbestimmung. Selbst mit Jugendfreundin Merkel und ihrem Colonel Flagg Verschnitt als Innenminister, trau ich meinem Land doch noch zu jemanden verifzieren zu können.

    20.09.2008 um 11:53 | Antworten
  7. 07

    Johnny Haeusler:

    @Jan(TM - My Country right or wrong!) (6): Korrekte Frage, darüber muss ich mal einen längeren Artikel schreiben. Zur Zeit handhabe ich das so, dass ich über Dienstleister (Google etc.) nichts “relevantes” versende. Ehrlich gesagt: Da geht absichtlich eh nix wirklich spannendes rüber und auch unser eigener Mailserver kann gehackt werden … Wenn verschlüsselt werden muss, geht das ja mit entsprechender Software.

    Trotzdem: Grundsätzlich möchte ich unserem Staat mehr vertrauen als einem Unternehmen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich bei Unternehmen zur Zeit (!) weiß, wozu sie meine Daten nutzen: Für gezielte Werbung, Behavioural Targeting halt. Wozu der Staat meine Daten haben will, wird immer unklarer, finde ich.

    Bei beiden besteht natürlich sowieso die Gefahr des Diebstahls, des Missbrauchs, des Regime-Wechsels … davor kann uns vermutlich niemand richtig schützen, aber wem vertraue ich technisch mehr? Einer Bundesregierung, die bisher selten Netz-Knowhow bewiesen hat und die vermutlich mal wieder mit merkwürdigen Ausschreibungen technische Dienstleister beauftragt, die weiß ich woher kommen? Oder dann doch eher – bei allen Bedenken – einem Unternehmen, dass die weltweit größte Suchmaschine betreibt? Wie gesagt: Ich meine das erstmal nur nach technischer Kompetenz gesehen.

    Gefallen tut mir das alles nicht. Grundsätzlich gehen meine Mails, egal wie banal sie seien mögen, niemanden etwas an. Wenn ich aber schon weiß, dass die Daten in irgendeiner Form ausgewertet werden und das der Preis für kostenfreie Dienste ist (und dieser Preis detailliert kommuniziert wird), dann kann ich entscheiden und mich danach verhalten. Ich kann andere Dienste nutzen, kann verschlüsseln usw. – was die Bundesregierung in drei Jahren beschließt, finde ich derzeit unvorhersehbarer als das, was die Googles dieser Welt wollen.

    Langes Thema, und bitte nicht wieder falsch verstehen als Plädoyer für Google oder so, das soll es nicht sein. Es ist eine Relativierung, die kann falsch sein. Ich würde nach wie vor einem staatlichen System mehr Vertrauen schenken wollen. Ob ich es kann, weiß ich derzeit nicht.

    20.09.2008 um 22:12 | Antworten
  8. 08

    erlehmann:

    Grundsätzlich gehen meine Mails, egal wie banal sie seien mögen, niemanden etwas an.

    @Johnny Haeusler (7): Dann verschlüssele doch !

    22.09.2008 um 12:01 | Antworten

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