Ein 21-jähriger, der der Pressemeldung der Polizei zufolge „mit einer zirka zehnköpfigen Personengruppe gegen die Scheiben des Universitätsgebäudes geschlagen“ hat (während einer Immatrikulationsfeier, bei der der Bundespräsident anwesend war), was darauf hindeutet, dass er übermenschliche Kräfte und viele Hände hat, denn so leicht ist ja eine zehnköpfige Personengruppe gar nicht (und vor allem: furchtbar unhandlich), ist verhaftet worden, weil – ACHTUNG! – ein Protest-Plakat, das er hielt, kein Impressum hatte.
Der Vorwurf ist nach dem Berliner Pressegesetz zwar nicht ganz absurd (§§ 6, 7, 21). Aber trotzdem bedarf es wohl gar nicht mehr eines Gerichtsverfahrens mit wichtigen Fragen (Druckwerk? Selbstverleger?), um die Sache schon jetzt als Posse zu bezeichnen.
Oder als Beleg dafür, dass in gewissen Kreisen mittlerweile jedes Augenmaß verloren geht.
Ich habe da kein Problem mit, ich bin besten impressioniert, so gut, dass ich sogar Polizisten verhaften kann.
Das geht dann so:
„Welding mein Name, Spreeblick, Kreuzberg, wir zahlen alle möglichen Steuern und Sie haben da was im Gesicht. Oh, Entschuldigung, das IST ja Ihr Gesicht. Aber haben Sie das denn auch als Rinderhack deklariert? Ich sehe gar kein Mindesthaltbarkeitsdatum auf Ihnen. Kommen Sie mal bitte mit.“










