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Politik von Malte Welding | 24

Alle Redakteure von Capital, Impulse und Börse Online werden entlassen

Das Journalistensterben geht weiter. Gruner+Jahr entlässt alle Redakteure von Capital, Impulse und Börse Online. Die Entlassenen können sich dann auf neue Stellen bei der noch zu schaffenden G+J Redaktion Wirtschaft bewerben.

Insgesamt wird die neue GmbH einen Personalbedarf von 250 vollen Stellen haben. Somit werden nach Abschluss der Umstrukturierungen bei den Wirtschaftsmedien im Hause G+J rund 60 Sellen gestrichen.

Die Qualität wird selbstverständlich erhalten bleiben, die Eigenständigkeit ebenso und wie ich soeben gehört habe, wird der Osterhase gerade umgeschult, weil Weihnachten superflauschiger Schnee liegen wird und der Weihnachtsmann die ganzen High-Quality-Geschenke (mehr als je zuvor!) gar nicht alleine bewältigen kann.

Malte Welding 19.11.2008 um 16:22

MedienPolitik

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24 Kommentare

  1. 01

    Phil:

    Es stimmt also wirklich…Nachdem eintrag über die SZ war ich noch ein wenig ungläubig aber anscheinend häufen sich ja die Fälle! Traurig

    19.11.2008 um 16:47 | Antworten
  2. 02

    Lukas:

    Und wie viele Menschen sitzen jetzt wie ich vor ihren Laptops und ärgern sich, dass sie nichts anständiges gelernt haben — zum Beispiel Schreiner oder Bestatter …

    19.11.2008 um 16:59 | Antworten
  3. 03

    Der Postillon:

    Im einen Moment über die Welt der Hochfinanz berichten und im nächsten arbeitslos sein: welch Ironie!

    19.11.2008 um 17:15 | Antworten
  4. 04

    Peter Löwenstein:

    Zur Ergänzung schadet ein Blick in eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung nicht. Hinter dem sperrigen Titel “Journalistenschueler - Rollenselbstverstaendnis, Arbeitsbedingungen und soziale Herkunft” - von Dr. Peter Ziegler - stecken einige interessante Details zum Rollenbild, wie sich die zukünftigen Elite-Journalisten selbst sehen. Link zum PDF beim FES.

    Sicher nicht neu ist die Erkenntnis, daß der selbstauferlegte Zwang zur Mainstreamberichterstattung für Journalisten wächst, solange der wirtschaftliche Betrieb den traditionellen Medien weiter wegrutscht.

    Die Umfrageergebnisse der Journalistenschüler über ihr Selbstbild sind gut aufbereitet, von einem kundigen Autor zusammengestellt.

    19.11.2008 um 17:24 | Antworten
  5. 05

    moses:

    @Lukas (2): Mein Traum: Friedhofsgärtner. Den ganzen Tag im Grünen, ein paar Wege harken, die Hecken gießen und hinter sich abschließen. Ruhige Kundschaft, volle Auftragsbücher, anregende Umgebung (keine Nekrophilie wohlgemerkt, an alle Perversen da draußen. mehr so was mit Geschichte und Sandkorn im Universum…). - Ein Traum!

    19.11.2008 um 17:28 | Antworten
  6. 06

    Jan(TM):

    Tragisch, was werden die ganzen Mietmäuler nun machen?

    19.11.2008 um 17:42 | Antworten
  7. 07

    corax:

    @moses (5): Friedhofgärtner wurden alle entlassen. Ein paar Wege harken können auch 1-Euro-Jobber, dachten sich die klammen Kommunen.

    19.11.2008 um 18:14 | Antworten
  8. 08

    moses:

    @corax (7): Neeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin! Ein Traum zerbricht.

    19.11.2008 um 18:36 | Antworten
  9. 09

    Patrick:

    Nachdem ich gerade das Wort Emotainment gelernt habe, möchte ich auch gerne was anderes werden

    19.11.2008 um 19:18 | Antworten
  10. 10

    henker:

    @moses (8): ich hab mal gehört da sind immer lehrstellen frei, weil das keiner machen will.
    http://www.grabpflege.de/

    19.11.2008 um 19:20 | Antworten
  11. 11

    Fisherman's Friends:

    In Vorpommern werden noch Arbeitslose gesucht, die dort als Arbeitslose die Statistik bereichern. Jetzt bewerben!

    19.11.2008 um 19:38 | Antworten
  12. 12

    Andreas:

    Wir halten fest:

    - Bei 60 Mitarbeitern weniger werden so ca. 3 Millionen an Gehältern gespart.
    - Bei 60 Mitarbeitern weniger werden dann vielleicht nochmal 5 Millionen an Unkosten, die diese Mitarbeiter durch Reisen, Böros, Spesen etc, verurschten. (das is recht hoch gerechnet, just in case…)
    - Gesamtersparnis, hochgeschätzt: 8 Millionen? Meinetwegen auch das Doppelte, denn…

    - Gewinn im letzten Jahr: über 116 Millionen.

    Verlust durch sinkende Qualitöt und Ansehen der Magazine: unbezahlbar.

    Wow. Grandiose Leistung, wertes G+J-Management.

    19.11.2008 um 19:53 | Antworten
  13. 13

    Tim:

    Sich als Münchener in Hamburg bewerben zu müssen, ist der Gipfel der Demütigung.

    19.11.2008 um 19:57 | Antworten
  14. 14

    corax:

    @Tim (13): Das mit Hamburg hat mich auch gewundert. Allerdings weil ich mir dachte, was soll ne gebündelte Wirtschaftsredaktion ausgerechnet in Hamburg statt Berlin (Politik) oder Frankfurt/Main (zentral, Börse, Banken)?
    Wahrscheinlich sind die Miete da 20 Cent und der Strom 2 Cent billiger.

    19.11.2008 um 20:06 | Antworten
  15. 15

    Tim:

    Vielleicht wird in Hamburg bei G+J in Hamburg noch mehr Büroraum bis zum Frühjahr frei,

    19.11.2008 um 20:08 | Antworten
  16. 16

    Janko:

    Andreas, du gehst doch nicht wirklich davon aus, dass die 250 “neuen “Jobs die gleichen Gehaleter bieten werden wie die alten? Die Einsparungen liegen hier nicht in den Entlassungen, sondern in billigeren Vertraegen fuer die komplette Belegschaft.

    19.11.2008 um 20:27 | Antworten
  17. 17

    Andreas:

    Janke: Ach, stimmt. Ich vergaß…

    P.S. Es heisst natürlich “Büros” und “verursachen” - ich bin mein eigener Rechtschreibnazi! ;)

    19.11.2008 um 20:52 | Antworten
  18. 18

    Andreas:

    Und es geht weiter, weil’s son Spaß macht…

    Zitat kress-report:
    “G+J stellt “Park Avenue” ein
    G+J macht ernst mit der angekündigten “Portfoliobereinigung”: Am Mittwochabend verkündete der Verlag das Aus für “Park Avenue” in Deutschland. 23 Mitarbeiter müssen gehen. Auch die niederländische “Gala”-Ausgabe und die “Gala”-Russland-Edition “Life & Style” gehen den Weg alles Irdischen. Bereits am Nachmittag hatte der Verlag die Konzentration der Wirtschaftspresse am Standort Hamburg publik gemacht, der 60 Stellen zum Opfer fallen. Jetzt soll aber Schluss sein mit weiteren Horror-Meldungen: “Mit den beschlossenen Veränderungen sind die angekündigten Portfolio-Maßnahmen bei Gruner + Jahr soweit abgeschlossen”, so Zeitschriftenvorstand Bernd Buchholz in einer Pressemitteilung. “Alle anderen Titel von Gruner + Jahr konnten zeigen, dass sie auch in schwierigem Umfeld eine gute Perspektive haben.”

    19.11.2008 um 20:56 | Antworten
  19. 19

    moses:

    @Andreas (18): Solange MEINE ZEIT bleibt, kann der bunte Mist ruhig von Bord gehen.
    Und wer brauch in Zeiten des Internetz noch Hochglanzzeitschriften, bitte?

    20.11.2008 um 00:56 | Antworten
  20. 20

    Eisenherz:

    @Fisherman’s Friends (11): Ne, schlechte Idee, da gibt es jetzt auch schon zu viele arbeitslose Arbeitslose…

    20.11.2008 um 10:05 | Antworten
  21. 21

    Irreversibel:

    @henker (10):
    Das Einstiegsgehalt für ausgebildete Gärtner liegt zwischen 1000€ (Osten) und 1700€ (Westen) brutto. Könnte daran liegen, dass den Job niemand machen will. Und von wegen lockerer Job unso: Ich habe den Beruf des Gärtners mal gelernt und auch kurz als solcher gearbeitet. Das hatte wenig mit den romantischen Vorstellungen von Strohhüten & entspannten Tagen im Grünen zu tun.

    20.11.2008 um 21:03 | Antworten
  22. 22

    moses:

    @Irreversibel (21): Was soll man als Akademiker denn dann noch machen? Ich hab nicht mal einen Führerschein - nicht mal Taxifahrer! Oh, Mann; jetzt muss ich noch anfangen Blogs zu schreiben…

    21.11.2008 um 00:14 | Antworten
  23. 23

    Nagelforum:

    Finde es schade, das es soweit kommen musste. Ich drücke allen entlassenen Kollegen die Daumen, schnellstmöglich etwas geeignetes zu finden, auch wenn es nur zur Überbrückung dient.

    09.02.2009 um 22:44 | Antworten
  24. 24

    Edge UV Gel Anleitung:

    Gibt es schon etwas Neues? Die Webseiten scheint es ja noch immer zu geben.

    16.02.2009 um 22:10 | Antworten

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