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The Walking Dead Story

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(Achtung, dieser Artikel enthält ein paar kleinere Spoiler, wer also mit The Walking Dead noch anfangen möchte, sollte ihn nicht lesen.)

Erst jetzt bin ich nach vielfacher Empfehlung dazu gekommen, einige Folgen der amc-Erfolgsserie The Walking Dead zu schauen. Da ich eine Zeitlang mal in einem Büro mit Nerdcore-/Crackajack-René saß, ist mir die wahnsinnige psychologische Tiefe und philosophische Vielschichtigkeit des Genres durchaus bewusst. Anders gesagt: Ich kann so’n Zombie-Film schon auch mal klasse finden.

Bei The Walking Dead jedoch fällt mir Begeisterung schwer, denn nachdem der Respekt vor einer visuell prima ins “große Fernsehen” übertragenen Comic-Serie verflogen ist, bleibt nur ein merkwürdiges und teilweise sogar ärgerlich schlechtes Drehbuch.

Im Zusammenhang mit einer Zombie-Geschichte Sätze wie “das ist ja alles totaler Unsinn” zu tippen, mag einem albern vorkommen. Schließlich geht es um Zombies, also um Menschen, die durch landesweit verbreitete Viren (oder so) aus dem Leben gerissen wurden, die aber immer noch irgendwie vor sich hin “leben” und ganz doll Hunger haben und daher ständig auf der Suche nach dem frischem Fleisch der wenigen übrigen noch-nicht-infizierten Menschen sind, und das allein ist ja auch nicht gerade aus dem realen Leben gegriffen (wobei wir hier natürlich mittendrin sind in der Meta-Debatte ums Genre).

Aber es sind ja weniger die Zombies, die bei der Serie interessieren, sondern vielmehr die sich entwickelnden Geschichten um den Ausnahmezustand herum: Wie verhalten sich Menschen in Extremsituationen, wer ist der Gute und Mutige, der vielleicht dennoch Schaden anrichtet, wie verhalten sich die Egozentriker im Zusammenspiel mit der unfreiwillig zusammengekommenen Gruppe, welche Wandlungen machen Charaktere im Lauf der Zeit durch und so weiter und so fort. Hat man die Existenz von Zombies als Ausgangspunkt einer schließlich fiktionalen Comic-Story akzeptiert, kann man an den Geschehnissen drumherum durchaus Spaß haben, wenn …

Ja. Wenn. Wenn das Drehbuch gut ist. Wenn man sich also mit den Charakteren identifizieren kann, mit ihnen mitfiebert und sich wie in jeder gut erzählten Geschichte immer wieder fragt, wie man selbst in bestimmten Situationen handeln würde. Wenn man manche der Figuren mag und andere hasst, und wenn sich das im Verlauf der Handlung überraschenderweise auch ändern kann. Und wenn man gespannt bleibt, wie es weitergeht.

An all diesen Punkten scheitert The Walking Dead für mich schon in der Handvoll der ersten Folgen, die ich bisher gesehen habe. Im Gegensatz zu anderen Serien wie z.B. LOST, die auch nicht gerade vor komplettem Realismus strotzen, kann ich so gut wie keine wichtige Handlung einzelner Figuren nachvollziehen, kann niemanden wirklich mögen, und das Drehbuch ist derart angefüllt mit Ungereimtheiten und Unsinn, dass es mich inzwischen nicht einmal überraschen würde, wenn mittendrin Transformers vom Himmel fallen würden. Oder Vin Diesel. Oder ein Vin-Diesel-Transformer.

Mal ehrlich: Die Zombie-Apokalypse passiert. Ihr müsst euer Dorf und Heim verlassen, habt nur wenig Zeit, die wichtigsten Dinge einzupacken und mit einigen anderen Überlebenden in die Wälder zu flüchten. Was nehmt ihr mit?

Klar: Euer geräumiges Achtpersonen-Zelt nebst Camping-Ausrüstung. Einen kleinen Beistelltisch, es soll schließlich gemütlich bleiben. Fotoalben. Handtücher. Und, ganz wichtig: Mehrere nagelneue Waschbretter. Offenbar hat jeder US-amerikanische Haushalt, der etwas auf sich hält, noch immer Waschbretter im Haus, für wenn mal was ist. Mit Zombies oder so. Die Flucht vor Zombies in The Walking Dead muss man sich so vorstellen: “Los, Schatz wir haben wenig Zeit! Hast du an die Waschbretter gedacht? NEIN?? Verdammt, wir müssen noch mal zurück! Ohne unser Waschbrett sind wir aufgeschmissen!”

Zugegeben: Die latente Dämlichkeit der Redneck-Akteure in The Walking Dead ist Teil der Story. Aber man kann es auch übertreiben.

Denn wenn ihr euch allein in die entfernte Stadt aufmacht, was tut ihr dann? Genau. Ihr lasst den PKW stehen, den ihr euch zuvor unter vielen noch übrigen ausgesucht habt, wählt auch keines der ebenso verlassenen wie vorhandenen Militärfahrzeuge, sondern sattelt um auf ein: Pferd. Das bekanntermaßen sicherste und straßentauglichste Fortbewegungsmittel, das zusätzlich auch noch irre Zombie-resistent ist. Nicht.

Und wenn ihr dann in einem von Zombies (die – Überraschung! – gerade euer Pferd zerfleischen) umringten Panzer ganz knapp Unterschlupf gefunden habt, was tut ihr dann? Versucht ihr, den Panzer zu starten, um zu flüchten? Nein. Ihr schaut nicht einmal kurz nach, ob er eventuell fahrtüchtig wäre, sondern versucht die Flucht durch die Masse der Untoten zu Fuss. Dabei achtet ihr bitte darauf, dass ihr als ausgebildeter Polizist möglichst ungeschickt vom Panzer herunter springt, denn mit umgeknicktem Fuß flüchtet es sich filmreifer.

Und dann: Ihr habt einen LKW mit äußerst geräumiger, für mindestens 100 Menschen ausreichender Ladefläche gefunden und ihr schafft es zu dem Kaufhaus, in dem sich eine Handvoll Überlebender auf ihre rettende Flucht vorbereitet und auf euch wartet. Noch mal: Ihr schafft es zu dem KAUFHAUS, in dem sich die Menschen befinden. Einem Kaufhaus, aus dem genau eine Person ein Kettchen für ihre Schwester mitnimmt. Auf die Idee, Waffen, Schlafsäcke, Werkzeug, Kleidung, Camping-Ausrüstung oder noch viel mehr verdammte Waschbretter in dem Lastwagen mitzunehmen, kommt leider niemand.

Und was macht das rassistische Nazi-Arschloch in Panik, das man auf dem Dach des Kaufhauses mit einer Handschelle angekettet zurücklassen musste? Kleiner Tipp: Er hat nur eine handelsübliche Metallsäge.

Hm. Noch mal ganz genau überlegen. Inventur: Metallsäge. Handschellen. Nazi-Arschloch.

Klare Sache: Der Typ sägt sich die Hand ab! Und wir müssen froh sein, dass sich der Vollpfosten nicht das Bein amputiert oder den Blinddarm entfernt hat! (Den Stumpf seines Armes verschließt er später übrigens chirurgisch gesehen sehr kreativ mit einem heißen Bügeleisen, was mich dann irgendwie ein bisschen versöhnt, denn das ist dann so grotesk, dass man die Serie ab da als Comedy durchgehen lassen kann.)

Achso, und natürlich sollte der Zurückgelassene eigentlich von den Zurücklassern gerettet werden, die wenige Stunden nach ihrer Ankunft im vorerst sicher erscheinenden Wald-Camp vom schlechten Gewissen geplagt werden, welches die Wiedersehensfreude mit der tot geglaubten Familie (“The Walking Dad”, hahaha!) doch sehr stark trübt. Als sich der Rettungstrupp also genau dorthin auf den Weg zurück aufmacht, von wo man einen Tag zuvor mit Ach und Krach flüchten konnte, lässt sich die Hauptperson noch auf eine Diskussion mit einem im Camp residierenden Automechaniker ein. Denn man benötigt für die bevorstehende Rettung des gefesselten Idioten – nicht wissend, dass dieser sich bereits durch Hand-mit-Metallsäge-Absägen befreit hat – den großen Bolzenschneider aus der Werkzeugkiste des Kfz-Fachmanns, um die Handschellen zu durchtrennen (oder seinen Arm, man weiß nie, wie die Südstaatler in The Walking Dead ticken, vielleicht wollten sie auch in Wahrheit ins Kaufhaus zurück, um mehr Waschbretter zu besorgen).

Aber der Mann mag seinen Bolzenschneider nicht so gerne verleihen. Ja, stimmt schon, da soll ein Menschenleben gerettet werden, aber … naja, er verborgt einfach nicht so gerne sein Werkzeug, das kann man verstehen. Und so bieten ihm die Retter was an? Nein, falsch. Sie bieten ihm nicht an, im Kaufhaus, durch das sie auf dem Weg zum Dach eh durch müssen, mal nach einem zweiten Bolzenschneider, ein paar Walkie-Talkies, Batterien, mehr Waschbrettern, frischer Unterwäsche und was Süßem für die Kinder zu schauen. Sondern sie versprechen ihm, dass er den riesigen LKW, mit dem sie sich auf den Weg machen und der im Notfall (man kann durchaus davon ausgehen, dass ein solcher in naher Zukunft eintreten könnte, wenn wir mal nicht schon mittendrin stecken mit den ganzen Zombies und so!) Platz für viele Dutzend Menschen bieten würde, nach ihrer Rückkehr komplett zerlegen darf, um sein Wohnmobil wieder fit zu machen.

Im Ernst, und dieser ist bei Zombies ja absolut angebracht: Das ist alles so blöde, dass die tollen Bilder kaum über die hanebüchene Geschichte hinweg täuschen.

Ich erschrecke mich an keiner Stelle der Serie, wenn die Gefahr besteht, dass einer der Akteure von einem Zombie zerfleischt werden könnte. Sondern ich hoffe darauf.

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75 Kommentare

  1. 01
    Florian

    Warum einen so langen Beitrag schreiben und aufregen, wenn es dir nicht gefällt?

  2. 02
  3. 03
    hape

    Weil die eigene Enttäuschung mal aufschreiben hilft und Spaß macht, und ich fand den Text auch lustig und hab vieles entdeckt, was mir vorher gar nicht so richtig aufgefallen war. Aber genau das gleiche stört mich auch oft bei anderen Serien, wie etwa bei Fringe. Es ist ja ok, wenn ein irgendwie unrealistischer Anstatz als Voraussetzung gewählt wird. Aber eine Geschichte sollte schon in sich konsistent sein, sonst wird die Handlung vollkommen willkürlich.

  4. 04

    @hape: Ja, man muss das alles auch mit zwinkerndem Auge lesen. :)

    Fringe fand ich auch toll am Anfang, dann schien mir jede Folge nach dem gleichen Muster zu passieren. Jemand meinte aber, das würde später besser werden, hast du länger durchgehalten als die erste Staffel?

  5. 05

    Nunja, wenn man in Berlin wohnt ist man wohl eh schon in Zombiedingen abgestumpft. Sonntagmorgens schlurfen sie durch die Straßen.

    Jede Menge berechtigte Kritik, aber den gehärteten Chromstahl der Handschellen mit einer Handsäge anzugehen braucht viel viel Zeit.
    Als Schlosser kann ich dir sagen, Hand ab passt schon.

  6. 06
    Matt

    Mir gefällt der Artikel sehr gut, obwohl ich the Walking Dead nicht kenne. Ich vermutete zunächst, das wäre eine neue Punk Rock Band aus New York, dachte dann an eine Reunion von den Spice Girls, ehe ich zum Schluss das mit den Talking Heads vertauschte.

    Falsch gedacht und die Serie kenne ich noch immer nicht und trotzdem Danke für diese Artikel, den ich genüsslich verschlungen habe.

  7. 07
    A

    Bin fest davon überzeugt, dass ein Pferd tatsächlich die besste Wahl ist. :)

  8. 08

    Hatte auch Schwierigkeiten mit der ersten Staffel, das wird aber deutlich besser in der zweiten Staffel. Gute Serien zeichnen sich im Moment ja gerade dadurch aus, dass die ProtagonistInnen ambivalent sind und es teilweise schwer fällt, sich mit ihnen zu identifizieren (Dexter, Breaking Bad, …), würde das eher positiv sehen.

  9. 09
    Eule

    Bei Fringe lohnen sich die zweite und dritte Staffel sehr, das ist richtig gute und innovative TV-Science-Fiction. Den Rest kann man ruhig weglassen. (Man kann auch direkt bei der zweiten Staffel einsteigen; was man von der ersten Staffel braucht, erklärt sich mit der Zeit von selbst.)

    Zu TWD: Der letzte Absatz trifft’s genau.

  10. 10
    Jörg

    Herrlich, wie du dich an den WASCHBRETTERN abarbeitest :)

    P.S. Its getting better!

  11. 11
    hendrik

    Gut getroffen, war schon ziemlich viel Unsinn dabei. “Lost” wurde erst zum Schluss hin immer konfuser… “Breaking Bad” fand ich fast durchgehend gut und in der Entwicklung der Story einigermaßen schlüssig. In der Hinsicht haben die Macher von “Lost” meines Erachtens am Ende völlig den Faden verloren. Immerhin gab´s da wenigstens Waschbrettbäuche (ganz übler Kalauer, ich weiß).

  12. 12

    @@WLANfail jens: Okay. Das hatte ich ein bisschen befürchtet. Aber wird man nicht beim Handabsägen erstmal ohnmächtig? Geht das überhaupt? (Die Frage geht jetzt nicht speziell an dich als Schlosser, sondern an alle. ;))

  13. 13

    @Johnny Haeusler:
    Durch den Schock beim Hand absägen ohnmächtig zu werden ist möglich, aber auf Grund der äusseren Umstände springt dem ohnehin schon kräftigen Typen eine Menge Adrenalin durchs Blut.
    Würde da 15-20% Wahrscheinlichkeit fürs ohnmächtig werden geben.
    Stephen King hat sich in einer Kurzgeschichte, dessen Name mir nicht mehr einfällt, mal sehr ausführlich mit Selbstamputation beschäftigt.

  14. 14
    Thomas

    Zum Thema Selbstamputation: da gab’s ja auch diesen Typen, der in einer Felsspalte feststeckte und der sich daher den kompletten Unterarm amputiert hat, um nicht zu verdursten. True Story. Also gehen würde das offenbar schon.

  15. 15

    @Thomas: Waren das nicht Finger? Oder echt der ganze Unterarm?!

    @@WLANfail jens: Adrenalin hilft wahrscheinlich, stimmt.

  16. 16
    Alberto Green

    Lieber Johnny, ich beim lesen jetzt 1000mal mehr Spaß als bei der ersten Staffel! Danke dafür.

  17. 17

    Zu TWD: Mir sind die ganzen Schwachpunkte beim Schauen ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Aber das muss ja vielen so gegangen sein, sonst wäre die Serie nicht so ein Hit. Die ist ja auch Comics basiert, ist die Frage, welche Details man hier aus dem Comic übernommen hat und ob nun die Serienautoren oder die Comicmacher die unlogischen Stellen zu verschulden haben. Letztlich ist es aber eine Geschichte in einer fiktiven Welt und wer sagt, dass es in einer solchen denn alles realistisch zugehen muss? Trotzdem ich kein Fan des Zombie Genres bin, macht mir die Serie unheimlich Spaß und ich kann bestätigen, dass sie immer besser wird. Und letztlich gibt es in der Serienlandschaft weitaus faulere Drehbuchautoren als bei TWD. Siehe komplett alle Drama-Serien auf ABC, NBC, CBS und The CW ;-)

    Zu Fringe: Es stimmt, dass die Serie in der ersten Staffel einem sehr strengen und auch etwas einfältigem Schema folgt. Das wird in der Tat danach aufgehoben und von der Erzählweise her wird es deutlich interessanter. Die Serie beginnt von da an in jeder Staffel so ein bisschen ein neues Szenario zu legen, was jedes neue Jahr deutlich vom Vorjahr unterscheidet. Ich finde das ganz spannend und das hat mir auch lange Zeit die Faszination bewahrt. Eigentlich irgendwie traurig, dass die Serie gerade in der finalen Staffel steckt.

  18. 18
    Eule

    @Frank Hearts Berlin:
    Gegenargumente zu “komplett alle Drama-Serien”: Parenthood (NBC) und The Good Wife (CBS).

  19. 19

    @Eule: Übertreiben macht anschaulich ;)

  20. 20

    @@WLANfail jens: Die Kurzgeschichte kenne ich, da landet einer bei nem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel, die nicht mehr ist, als ein Felsenhaufen im Meer. Und dann verspeist er sich, Stück für Stück ;)

    @Thomas: Yep, wurde dann von Danny Boyle verfilmt in 120 Hours und es war der ganze Unterarm…

    @Johnny: Die erste Staffel ist, von der ersten Folge mal abgesehen, wirklich ziemlicher Käse, die letzte Folge wird übrigens noch schlimmer ;) Aber die zweite Staffel ist sehr viel anders, wobei dort zuviel geredet wird. Und die dritte Staffel fängt fast schon grandios an, lässt aber grade wieder ziemlich nach. So richtig gut ist das leider alles zusammen dann nicht ;)

  21. 21

    Ich hör mir lieber Intensified! an, von der Spreeblick Haus Band.

    ;-))

  22. 22
    Julia

    Ach Johnny, herrlich, wie Du mit beiden Händen in die Jauchegrube greifst und dann um dich schmeißt. Sprache ist doch einfach wunderbar, wenn man so damit umgehen kann, wie Du.

    Die laute Vorleserunde im Büro war toll, Danke.

  23. 23

    Ich finde TWD trotz allem noch voll Töffte.

  24. 24

    @Alberto Green: @Julia: Das freut mich sehr. Dankeschön. :)

  25. 25

    Orr, der Rick weiß doch gar nicht, was auf ihn wartet, und das allzu artige Pferd hätte auch mal früher Bescheid sagen können und nicht erst an der letzten Kreuzung vor der Crowd! :-D Und der Panzer stand da, weil er keinen Sprit hatte, sonst wär sein Fahrer sicher nicht freiwillig verdurstet.

    Viel schlimmer ist, dass einer der Zombies einen Stein benutzt, um die Kaufhaustür aufzukriegen, das ist ziemlich OOC. Wir müssen dankbar sein, dass er nicht noch auf die Uhr geguckt hat dabei, sonst wäre der nächste Schritt die Gründung der Gesellschaft für Zombie Rights. ^^

  26. 26

    Wahrlich ein interessantes Thema…

    Leider muss ich dazu schreiben, dass mir das ganze Zombiethema eigentlich abgeht…

  27. 27
    Oliver

    Die erste Staffel hatte noch eine gewisse Geschwindigkeit, die einen mitriss. Danach ging es ganz rapide bergab. Das war wieder das übliche Problem: “Die Serie war nur für ein paar Folgen geschrieben, aber jetzt ist sie so erfolgreich, dass wir noch 15 weitere Staffeln produzieren müssen. Wo sind unsere Praktikanten, die die Folgen schreiben können?” Hab das Anschauen dann ganz schnell aufgehört. (Prison Break hatte dasselbe Problem, und Fringe scheint gerade in diese Phase zu gehen.)

  28. 28
    Eric

    Glgl…sehr lustig, aber nicht aufgeben und verzagen.
    Bei der ersten Staffel hab auch ich so oft:”Ne, is klar!!!” gesagt und an Untote in Wolkenkukuksheim denken müssen, dass ein Weiterschauen undenkbar erschien.
    Allerdings wurden die schlechten Autoren offenbar hernach von den guten verspeist und die Qualität macht einen gehörigen Sprung nach Oben.
    Durchhalten lohnt sich!

  29. 29
    tyler

    @Eric: ROTL! Die Qualität soll nach der ersten Staffel einen Sprung nach oben machen? Das ist ja ein noch schlechterer Witz als TWD selber!
    Die zweite Staffel lässt sich doch größtenteils mit “Abhängen auf Hershels Farm” zusammenfassen. Das ist übrigens kein Wunder, denn bei der zweiten Staffel wurde gleichzeitig das Budget gekürzt *und* mehr Folgen geordert. Deswegen passiert da so wenig! Die Staffel ist mit den Vorgaben “50% Innenaufnahmen” (ist billiger) und “nur so viele Zombies zeigen wie notwendig” gedreht worden!
    So eine absurde Serie muss wenigstens genug Action bieten, damit man nicht anfängt nachzudenken. Der Leerlauf der zweiten Staffel hat die Serie toter gemacht als jeden Zombie.

  30. 30
    Eule

    @Frank Hearts Berlin (#19):
    Schon klar. Mehr (aktuelle) Gegenbeispiele sind mir umgekehrt auch gar nicht eingefallen. :)

  31. 31
    gnuut

    Ich kann die Kritikpunkte gar nicht nachvollziehen. Rick wacht Wochen nach dem Ausbruch im Krankenhaus auf. Was meinst du, wie man seine Wäsche waschen soll, wenn man keine Waschmaschine hat? Wieso ist ein Zelt und Camper keine gute Wahl, wenn man durch eine Zombie-Welt gelangen muss? Die Leute hatten ja schon ein paar Wochen Zeit, sich lebensnotwendige Sachen zusammen zu suchen.

    Und ja, ein Pferd macht auch Sinn. Was bringt dir ein Auto, wenn die Innenstadt durch leere Autos verstaut ist, wenn überall Barrikaden sind, wenn du flexibel sein musst? Und wenn Lautstärke die Zombies anzieht, fahre ich doch nicht mit einem Auto durch die Gegend? Laut Zombie-Survival-Guide wäre ein Fahrrad die beste Fortbewegungsart, was Benzinverbrauch, Lärm und Flexibilität betrifft. Rick wählt das Pferd ja, nachdem ihm das Benzin für seinen Streifenwagen ausging. Vielleicht hatte er auch keinen Bock mehr und fand die Idee mit dem spritlosen Pferd und seinem Cowboy-Hut gut.

    Und ob der Rick weiß, wie man einen Panzer startet und fährt, wage ich auch zu bezweifeln. Weißt du es? Und man könnte bei allen unlogischen Szenen auch immer argumentieren, dass das ja alle Menschen sind und die tun manchmal unlogische Sachen. Man ist in Panik, man hat Angst und will schnell weg, bevor die Horde kommt … und dann hat man eben keine Zeit für eine Kaufhaus-Shoppingtour, auch wenn das vernünftig wäre. Viel wichtiger ist doch die Frage, was ein britischer Panzer in einer amerikanischen Stadt macht! ;-)

    So what … Fernsehen muss nicht immer realistisch sein, sonst könnte ich mir ja gleich die Nachrichten angucken. Nur sollten die Logiklöcher nicht allzu riesig sein. Bei The Walking Dead sind mir diese Lappalien nicht wirklich aufgefallen (mal abgesehen von dem Panzer; aber das ist so offensichtlich, dass es dafür eine Erklärung geben muss).

  32. 32
    Don

    Kann @gnuut nur zustimmen. auch wenn mir die Herkunft des Panzers mangels Hintergrundwissens nicht aufgefallen war.
    Außer bei deen Waschbrettern vielleicht, bei denen ich den Sinn und Zweck nachvollziehen kann, mir aber bei genauen Nachdenken nicht klar ist, wo man sowas heutzutage noch rauskramen könnte.
    Aber das Pferd zu wählen, finde ich schlüssig. Den Panzer hat er auch unter anderem deswegen nicht gefahren, weil ihm doch per Funk gleich ein anderer Ausweg angeboten wurde.
    Und was die abgesägte Hand angeht: Selbst wenn es wider urbaner Legenden möglich sein sollte, mit einer einfachen kleinen Metallsäge wiederstandsfähige Handschellen durchzusägen, ist es in Film und Fernsehen durchaus gängig in solchen Situationen eher die Körperteile durchzutrennen.

  33. 33

    Super lustig auch: das Bild, das Du gewählt hast. Man merke: es ist die Apokalypse, aber alle fahren auf der richtigen Seite der Autobahn…

    Ein Tipp für ev. Genussmöglichkeit von The Walking Dead: vorher ein paar Biere kippen und währenddessen nicht aufhören. Volltrunken kommt man nicht gar so schnell drauf, wie sich die Handlung entspinnen wird.

  34. 34
    Michael

    @myko, genau.

    @ Don, oder sich, wie Shaq den falschen Fuss abzusägen

    @Ursprungsblogeintrag, ziemlich viele deiner Fragen fräggte ich mich auch. Ich mag TWD aber trotzalledem, is eh alles nur Fiction und macht im Gegensatz zu vielem anderen auch richtig Spass.

    Und es gibt Zombies! Bike Girl zB. melancholisches Zombieschiessen… Nicht zur Wehr, sondern um eine Kreatur zu befreien. Solche kurzen Momente retten die Serie…

    A propos Zombiefilme, jemand schon New Kids Nitro gesehen?

  35. 35

    @gnuut: Ooookay. Kann man alles so sehen. Wäre mir zu leicht, ehrlich gesagt. Ich würde zumindest versuchen, den Panzer irgendwie ins Rollen zu bekommen. Kann ja nicht so schwer sein. ;)

  36. 36
    fil

    also die waschbretter hab ich nichtmal gemerkt. aber wirklich; überall stehen die besten schlitten, coolsten geländewagen und sonstwie tollste fahrzeuge rum, und unsere TWD truppe wählt zielsicher die schlimmsten und hässlichsten schrottkarren. ausser daryl vielleicht, der mit dem total praktischen chopper rumgurkt.

    das nervt, aber der unlogische rest ist mir schon in den comics egal gewesen. dafür hat die serie den mut, eine hauptfigur nach der anderen schön sterben zu lassen, was doch realistischer ist als man von vielen filmen behaupten kann…

  37. 37
    Martin

    Völlig richtig beobachtet. In Drei Nüsse für Aschenbrödel wäscht Aschenbrödel übrigens ohne Waschbrett.

  38. 38
    JMK

    Realismus. Logik. Ganz wichtig bei fiktionalem. Meine Güte, was ein Käse.

  39. 39

    @JMK: Natürlich ist die Qualität auch bei einer fiktionalen Geschichte wichtig. Sonst gäbe es keine guten und schlechten Geschichten. Um Realismus geht es dabei nicht, sondern um Konsistenz und Glaubwürdigkeit. Auch Batman muss nachvollziehbar handeln.

  40. 40
    Sevil

    Wenn man die Serie gucken will findet man für fast alles eine logische und sinnvolle Erklärung. Wenn man sie nicht gucken will ist eben scheiße und unlogisch. Ich bin jedenfalls froh das Geschmäcker unterschiedlich sind.

  41. 41
    plan9

    @JMK: die innere logik einer geschichte ist sehr wichtig. je phantastischer, desto wichtiger sogar. denn daraus ergibt sich die realität einer geschichte. diese realität muss nicht konform sein mit der realität, die wir vor unserer haustür haben. aber je besser uns diese fiktionale realität erklärt wird, desto einleuchtender erscheint sie uns.
    ein beispiel: in rotkäppchen kann der wolf sprechen. det is völlig unrealistisch! aber in der geschichte ist es halt so. das ist die prämisse. der bequatscht die großmutter und das rotkäppchen mit fatalen folgen.
    käme jetzt nur eine einzige person in die geschichte, die den wolf nicht versteht, sondern nur knurren hört, müsste das erklärt werden! (und nicht etwa der umstand, dass alle anderen ihn verstehen.)
    und wie kompliziert das mit der inneren logik und der realität ist, hab ich beim walking dead-gucken mit meinem handwerklich versierten freund bemerkt, gerade bei der nazi-sägen-szene.
    er so: “die arme sau! das geht nicht!”
    ich so: “was nich?”
    er so: “das mit der säge und den handschellen. geht nich!”
    ich so: “warum nich”?
    er so: “weil das so ist. da brauchste härteres geschütz.”
    ich so: “hä?”
    als dann der nazi sich die hand absägt, war für meinen freund die welt wieder in ordnung.

  42. 42
    jochen

    scheiß egal wie die serie ist, ich musste bei diesem artikel gerade sehr lachen.
    so gesehen … ich find’ die serie supi :-))

  43. 43
    Mister T

    Ich empfehle weiterzukucken. Spätestens wenn der kleine Junge eine Knarre in die Hand gedrückt bekommt, nachdem sich vorher ein kompletter Subplot darum gedreht hat, warum eine erwachsene Frau in einer zombieüberlaufenen Welt nicht ohne weiteres eine Handfeuerwaffe besitzen darf, fragt man sich schon, ob das alberne Personal seine moralischen Prioritäten richtig setzt. (In der Hinsicht empfehle ich auch die Serie Jericho, in der nach einem nuklearen Terrorangriff und dem Zusammenbruch der USA brav weiter mit Dollars bezahlt und der Wert der bedruckten Lappen niemals in Frage gestellt wird. Nach zwei Staffeln war dann zurecht Schluss mit dem Unfug.)
    Und natürlich gibt es das X-Files/Lost/whatever Phänomen, dass die Figuren irgendwann aufhören, miteinander zu reden. Bis dahin besteht ein großer Teil der Handlung darin, dass Konflikte abgearbeitet werden, zu dem Punkt, dass diese beigelegt werden. Ist das der Fall entstehen alle Differenzen nur noch daraus, dass alle schweigend eine individuelle nicht näher definierte Agenda verfolgen, und der Konflikt irgendwie dazwischen stattfindet, ohne dass sich jemand Gedanken machen würde, worin er genau liegt. Wobei es bei TWD eher dann auftaucht, wenn die Antagonisten mal Pause machen, weil sie gerade anders beschäftigt oder tot sind.

    Krönung sind auch die albernen Aktionsequenzen und Feuergefechte, die in A-Team-Manier gerne ohne Deckung, in stetiger Bewegung und auch gerne mal ohne klare Definition des Settings stattfinden (das passiert gerne auch bei Zombieattacken, in denen die Zombies zwischen zwei Einstellungen gerne mal ein paar Meter durch den Raum gebeamt werden, um wahlweise den Helden auf die Pelle zu rücken oder auch Zeit für einen kleinen aufklärenden Plausch zu bieten). Die Situation löst sich in der Regel im Sinne des Autorenteams dadurch auf, dass irgendjemand halt besser schießt. Wahlweise Held oder Schuft, je nachdem wie es gerade weitergeht, aber selten durch einen Sachverhalt der mehr umfasst als die Einstellung in der er auftritt.

    Auf der anderen Seite ist da Production Value und sehr einfallsreicher Einsatz von Effekten. Und neben den genannten Fehlern im großen und ganzen ein interessanter Flow, in dem Konflikte ethischer Art nicht uninteressant durchdekliniert werden, auch wenn natürlich klar ist, dass wenn Rednecks auf noch konservativere Rednecks treffen, keine Star-Trek-artige Abhandlung humanistischer Ideale dabei herauskommen kann. Ein weiterer Pluspunkt: die Serie geht gerne auch dahin, wo es wehtut. Die Scheune in der zweiten Staffel ist da schon Grund genug, die zweite Staffel anzusehen.

  44. 44
    0rkrist

    Ich finde die Serie okay, auch wenn ich die meisten Kritikpunkte, auch aus den Kommentaren, nachvollziehen kann.

    Staffel 3 ist mMn bisher die beste, die zweite war mir zu Beginn etwas zu langsam (auch wenn die von Mister T erwähnte Story um die Scheune das wiedergutmacht).

    Interessant ist auch die Entwicklung von Staffel 1-3 in dem Sinne, dass die Zombie-Bedrohung nun nur noch so nebenher läuft, die Hauptbedrohung für die Gruppe um Rick kommt von anderen Überlebenden. Der größte Feind des Menschen bleibt eben doch der Mensch selbst – Apokalypse hin oder her…

  45. 45

    Eingefallen ist mir noch, am Ende der 1. Staffel wir das CDC mit einer FUELbomb gesprengt.
    Warum? Weil der Sprit alle war.

  46. 46

    Neue Waschbrettthese: Unsere Recken stolpern ja durch Georgia, wo Dixieland-Jazz ein anerkannter Zeitvertreib ist. Vielleicht haben sie die Waschbretter nicht aus den Küchen bedauernswerter Hausfrauen geplündert, sondern aus den Hobbykellern frisch verunstorbener Freizeitmusiker? :-D

  47. 47
    Rolf

    Zur Pferd-vs.-Auto-Thematik: In den Comics wird regelmäßig angesprochen, dass die Tankstellen alle trocken sind und die Gruppe in beinahe jedes Auto schaut, ob man dort noch ein bisschen Sprit besorgen kann. Pferd hat demgegenüber den Vorteil, dass es Gras im Überfluss gibt, man sich auch durch einen rostenden Stau winden kann – und wenn die Zombies es nicht vorher erwischen, hat man im Winter was zu kauen. :-D
    Klar, wenn man mit mehreren Leuten und großem Gepäck reist, ist ein Pferd ziemlich unpraktisch – für den Kundschafter aber ein gutes Fortbewegungsmittel (Alternative wäre eine Cross-Maschine, aber die machen nunmal ziemlichen Lärm und locken damit die Zeds an, was man ja vermeiden möchte).

  48. 48
    Gabili

    @@WLANfail jens:
    das war “Der Überlebenstyp” . Ein schiffbrüchiger Drogendealer, der sich nach und nach selber futtert. Kann mich nur noch daran erinnern, dass Ohrläppchen süß schmecken.

  49. 49

    Entgegen der ganzen Kritik ist die Serie ja wirklich ganz gut in Deutschland angelaufen und wird wohl noch weiter laufen. Am Ende des Jahres hat die Serie an der Rückkehr von RTL2 beigetragen. Das lässt sich nicht bestreiten.

  50. 50
    Eloy

    “Ich erschrecke mich an keiner Stelle der Serie, wenn die Gefahr besteht, dass einer der Akteure von einem Zombie zerfleischt werden könnte. Sondern ich hoffe darauf.”

    Herrlich zusammengefasst. :-D
    Genauso geht es mir auch und scheinbar scheint das auch so einen kleinen Reiz der Serie auszumachen: dass man mit ihr seine Schadenfreude füttern kann.
    Wobei ich sagen muss, dass es genug Ansätze gab, um die Serie interessanter zu machen…aber wenn der paranoide Hauptcharakter jeden ihm oder der Gruppe gefährlich werdenden Gegner umbringt, dann kann keine Spannung entstehen. Es fehlt an Figuren, über die man sich richtig “aufregen” kann. Die Zombies können diese Rolle nicht übernehmen, denn die kämpfen selbst nur um ihr Überleben…weder können sie Intrigen spinnen, noch finstere Pläne schmieden. Zum Glück hat sich nach der sehr schwachen zweiten Staffel endlich wieder ein Charakter gefunden, der diese Rolle ausfüllen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass er möglichst lange erhalten bleibt.

  51. 51
    Dr. No

    Hrhrhr. Habe diese Kritik mit großer Freude gelesen, mich köstlich amüsiert und stimme zu, dass es eine ganze Reihe hanebüchener Dialoge und Handlungen gibt. Danke für diesen höchst unterhaltsamen Post!

    Aber wisst ihr was? Walking Dead zu gucken macht trotzdem Spaß!

  52. 52
    Nico

    Ich hatte Spaß beim Gucken der 1.Staffel (und sie war immerhin spannend genug dass die meisten es hier zur 2. geschafft haben) und ich hatte Spaß beim Lesen des Textes :)
    Einige der unlogischen Handlungen sind mir nicht aufgefallen (das mit dem Kaufhaus ist schon ziemlich dämlich), andere finde ich nicht so schlimm, solange die Serie ansonsten spannend ist. Im Moment lässt das leider ein bisschen nach.

  53. 53
    Seba

    Zu Deinem Vergleich mit der Comedy: “The Walking Dead as a 1980s Sitcom”:

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=a8z_dJoWjP4

    So?

  54. 54

    @ÄNDY:
    Irgendwer wird mal anfangen mit den Worten zu spielen,
    oder einfach nur die vermeintlich kostenfreien Online-
    Games (Browsergeneriert) und deren Betreiber ordentlich
    zur Verantwortung, gemäss dem JuSchG, zu ziehen.

  55. 55

    Danke, Johnny, für die ausgezeichnete Rezension einer leicht überschätzten Serie. Zwar waren mir die ganzen Bügelbretter nicht aufgefallen, aber die Kaufhausdummheit fand ich auch unsäglich. Gegen die Serie ist sogar George A. Romeros letzter Zombietrash noch großes Kino.
    Die Szene mit dem Pferd fand ich allerdings großartig, weil sie wunderbar zeigte, daß die Drehbuchautoren eigentlich für Saturday Night Life schreiben wollen. :)
    Gruß, Max

  56. 56

    INteressante Gesprächsrunde hier :)

  57. 57

    Ich bin nur einen sehr langen Abend lang beim RTL2-TWD-Marathon mitgelaufen und habe meinen wesentlichen Gedanken danach sehr schön in diesem Bild zusammengefasst gefunden.
    Der Rest war mir ein bisschen egal. Voll okaye Langer-Abend-Unterhaltung, eine Mischung aus GZSZ und Resident Evil. Dieser Artikel hier: Kurzweiliger und erheiternder. Gibt’s den auch als Marathon?

  58. 58

    Also ich muss sagen, dass die zweite Staffel nicht gerade das Highlight waren, da die dialoge nicht gerade sehr interessant waren und man irgendwie zu keinem der protagonisten sympathie aufbauen konnte. Zu dem hat sich das alles auf dem bauernhof zu lange hingezogen. Die dritte Staffel war allerdings bisher ziemlich gut. Nächsten Monat gehts weiter, wenn ich mich nicht täusche, dennoch nerven dieses MidSeason-Breaks ziemlich. Kein gutes Verkaufskonzept!

  59. 59
    Jan L.

    Amüsant geschrieben, schlecht recherchiert und die Serie nicht richtig geschaut. Es kommt nicht mal raus, dass es eine sehr enge Umsetzung des erfolgreichen Comicstrips ist und die sogenannten “Logikfehler” einfach und mit voller Absicht übernommen wurden. Es ging darum, die Bildsprache der Comics zu erhalten, da gehörte der Lonesome Rider auf seinem Pferd, der über eine Autobahn in die Stadt voller Zombies reitet, einfach dazu: Ein zu geiles Bild!
    Was diese Fehler angeht: Die Charaktere des Überlebenscamps machen immer wieder Beutezüge nach Atlanta herein. Warum sollten sie die verdammten Bügelbretter nicht bei einer Gelegenheit dort mitgenommen haben? Rick nimmt das Pferd, weil man dadurch quer übers Land und durch von Autos verstopfte Straßen gelangen kann (siehe Titelbild der Serie). Der LKW wird in halsbrecherischer Fahrt vor das Kaufhaus gefahren, damit die Überlebenden sich hineinflüchten können (verfolgt von den Zombies!) Wann hätten sie beschließen sollen oder die Zeit dafür nehmen sollen, einen geordneten Beutezug draus zu machen? Der Typ auf dem Dach sägt sich die Hand mit der Metallsäge durch, nachdem er erkannt hat, dass es mit dem Metallsägen nichts mehr wird, bis die Zombies ihn erwischen. Schon mal mit der Metallsäge ‘ne Handschelle durchgesägt?
    Alle sogenannten Logikfehler sind also an den Haaren herbeigezogene Schenkelklopfer, die jemand nur so ausschlachten konnte, weil er mit Vorurteilen an die Serie ranging, nicht mal versucht hat, den Sinn zu sehen und einfach mal richtig lustig sein wollte. Gähn, wie öde!

  60. 60
    Mathi W.

    @Jan L.: Hey Jan! Ich wollte mich gerade aufmachen und ein Kommentar schreiben. Das hast Du mir abgenommen! Danke!

  61. 61
  62. 62
    Ernie

    Ich kann mich dem Kommentar 59 von Jan nur anschließen. Mich würde mal interessieren was du für Serien guckst? Du verbringst deine Zeit wahrscheinlich mit dem Dschungelcamp?! :D

    Auf jeden Fall wäre mit die Zeit zu schade mich mit Dingen außereinanderzusetzen oder ganze Staffeln über mehrere Stunden anzusehen, wenn es mir nicht gefällt. Ganz normal ist das jedenfalls nicht…

    P.S. Schade bin nur wegen dem Bild auf den Artikel gestoßen, sieht Klasse aus und werd ich als Desktophintergrund verwenden. Brauch es allerdings in einer anderen Bildgröße, also hast du mir nicht geholfen ;-)

    An alle anderen: Zieht euch die Serie rein, ist 1a!

  63. 63

    Ich fand die Serie auch viel zu banal. Nach Breaking Bad habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, einen Bezug zu den Personen zu finden, aber da kam beim besten Willen einfach nichts rüber.

  64. 64
    Scott

    Ich finde, das wichtigste an einer Serie sind Figuren, zu denen man (ob positiv oder negativ) eine Beziehung aufbauen kann. Das ist hier durch die extrem schlechten Dialoge und völlig hanebüchenen Handlungsweisen unmöglich.

    Schade, denn die Bilder sind wirklich gut.

    Keine Ahnung, warum die Serie scheinbar so erfolgreich ist.

  65. 65
    still alive :-)

    Hahaha!! Ich mag The walking dead, hauptsächlich wegen der schönen Bilder. Die Charaktere gehen mir mittlerweile mehr oder weniger auf den Zeiger.

    Der Artikel ist super geschrieben, hab mich köstlich amüsiert und selten so gelacht!! Danke, hast mir an diesem trüben Morgen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

    LG

  66. 66
    Dead Girl

    @Jan L.:
    Danke, genau so siehts aus…wenn man die serie nicht mal vernünftig weiter geschaut hat sollte man besser die Finger still halten ;-)

    PS: Selbst im Zombie Survival Guide wird das Pferd neben Fahrrad als “bestes” Transportmittel angepriesen- und macht auch Sinn bei allen verstopften strassen.

  67. 67
    Alena

    Ich kann Jan L. nur zustimmen, ich bin auch eine die sich über Logikfehler in Filmen/Serien aufregt, aber habe diesmal das Gefühl dass eher der Beitragsverfasser Denkfehler hat:
    -warum regt er sich so über die Waschbretter auf, es gibt kein Strom,also auch keine funktionierenden Waschmaschinen.
    selbst ich könnte eine aus dem Haushalt meiner Oma besorgen
    -sich Extremitäten zu amputieren ist sehr wohl ohne Bewusstseinsverlust möglich wenn man es gut abbindet, wird auch so ähnlich bei Ops gemacht damit der Blutverlust sich in Grenzen hält.
    -wie sollen die bitteschön nen schnieken Sportflitzer aufgabeln, selbst wenn sie einen finden ist die Wahrscheinlichkeit gering dass der noch läuft (Benzin ist knapp)

    DU der da in Ruhe vor dem Bildschirm sitzt hat leicht reden wie man in einem Endzeitszenario locker-flockig logische Endscheidungen trifft.
    Hätte mal gerne gesehen wie er in Ruhe Bedarfsmateriel einpackt während es in der Mall nur so von Biestern wimmelt.

    Eine Serie nicht zu mögen ist eine Sache, sich aber über angebliche Logikfehler aufzuregen die keine sind ne andere.

  68. 68

    Why talk about things or themes we don’t like?
    Der Artikel ist gut, nein, sehr gut sogar.
    Aber ist es wirklich wichtig über all’ die Dinge zu schreiben, die uns nichts bedeuten?

  69. 69
    ole

    Das aller aller aller unsinnigste ist dass die Gruppe den trick mit dem zombie Fleisch umhängen nicht ständig macht denn es klappt ja ganz gut. Somit ist jede Szene in der sie Zombies entkommen müssen oder an ihnen vorbeischleichen müssen unsinnig.
    Trotzdem mag ich die Serie

  70. 70
    ole

    @Alena: weil die Leute die waschbretter mitgenommen haben bzw dran gedacht haben. Aber sie könnten sie bei einem späteren plünderzug gefunden oder gesucht haben.von daher finde ich die bretter nicht als Logik Fehler.

  71. 71
    Charly

    Der mit Abstand ALLERBESTE Beitrag zu dieser Schwachsinnsserie.
    Der Schlußsatz hätte von mir sein können.
    Ich hoff auch immer, daß es einen dieser Volltrottel erwischt.
    Es ist so unfaßbar wie dämlich Drehbuchschreiber sein können.
    Ich hab mich so dermaßen aufgeregt, die Serie hatte so wahnsinnig viel Potential und dann kommt so ein Bockmist dabei raus.
    Mit hanebüchen sind die Drehbücher und “Entwicklungen” noch sehr wohlwollend umschrieben.
    Ich bin ein Zombiefilmfan und hab mich sowas von auf die Serie gefreut, die Vorschauen waren so hammerhart (Respekt an die Maskenbildner) aber die Schwachmatencombo der sowohl Drehbuchkritzler als auch der so unfaßbar langweiligen “Schauspieler” versauen einem ALLES.
    Letze Woche in einer Folge: ein asiatisch aussehender Typ wandert frohgemut durch die Walachei, ein Army-Truck überholt ihn, stoppt, will ihn mitnehmen, Endlosdiskussion weil er doch lieber zu Fuß ins gefühlte 10.000KM entfernte Philadelphia(?) wackeln will, alles entfernt sich WEEEEEEEIIIIIIIITTTT weg vom Truck, nur der typische hochintelligente aber irgendwie doch strunzdumme Wissenschaftler der ein Serum gg. die Plage entwickeln könnte bleibt zurück und währned sich Asian-Guy und Truckfahrer gegenseitig einer Gesichtsoperation unterziehen humpeln ganz plötzloch und natürlich unbemerkt von allen mehrere Zombies aus dem Maisfeld, Prof. Dummbratz brüllt nach Hilfe, schnappt sich dann ne Wumme, ballert sinnbefreit in der Gegend rum, Gruppe kehrt zurück bekämpft die Horde Zombies, Prof. Dummbratz hat -natürlich- den Tank erwischt und schlußendlich wandert Asian-Guy gen Osten und die anderen zum Insitut um das Serum zu entwickeln. GEIL, was hab ich gelacht. Leider wurde niemand der Trotteltruppe gebissen/gefressen.

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