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Freispruch für Yunus und Rigo

Yunus und Rigo, die beiden Jugendlichen, die im Rahmen der Randalen am 1. Mai 2009 angeklagt waren (wir berichteten hier, hier und hier), sind nach fast neun rund siebeneinhalb Monaten Untersuchungshaft freigesprochen worden.

Ob des Prozessverlaufs fordern die Prozessbeobachter und Angehörigen nun einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

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Yunus und Rigo sind frei: Haftverschonung nach siebeneinhalb Monaten

Yunus K. und Rigo B., die beiden Jugendlichen, die siebeneinhalb Monate in Untersuchungshaft saßen, sind heute freigelassen worden. Die Richter sehen vorerst keinen dringenden Tatverdacht mehr.

Wir gratulieren den Familien und Freunden zu diesem so erhofften Erfolg. Der Prozess wird ab Montag fortgesetzt, aktuelle Infos findet man weiterhin im Blog der Prozess-Beobachter.

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Yunus und Rigo: Kein Ende der Untersuchungshaft in Sicht

Als Update zu diesem zwei Monate alten Artikel: Die beiden jugendlichen Verdächtigen sitzen weiterhin seit inzwischen sieben Monaten in Untersuchungshaft. Der Prozess, in dem es festzustellen gilt, ob die beiden Angeklagten schuldig der versuchten und vorsätzlichen Tötung und der schweren Körperverletzung sind, findet dabei endlich mehr mediale Aufmerksamkeit, denn die Beweislage wird immer dünner.
Read on my dear…

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Yunus und Rigo: Eine Prozess-Farce?

Den Berliner Schülern Yunus K. und Rigo B. wird schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte, gefährliche Körperverletzung und versuchter Mord vorgeworfen, denn sie sollen während der 1.-Mai-Demo in Berlin einen Molotowcocktail geworfen haben. Die beiden Angeklagten beteuern ihre Unschuld, einige entlastende Zeugenaussagen und Beweise deuten darauf hin, dass die Jugendlichen die Wahrheit sagen.

Dennoch sitzen die zwei Berliner Schüler seit dem 1. Mai ununterbrochen in Untersuchungshaft, sämtliche bisherigen Anträge auf Entlassung wurden abgelehnt. Und das von Freunden und der Verwandtschaft der Jungs in einem Blog geführte Prozess-Protokoll liest sich wie ein sehr, sehr schlechtes Drehbuch.

Polizei-Zeugenaussagen, die sich widersprechen und im Verlauf der Verhandlung erheblich ändern; Augenzeugen, die dann doch nichts gesehen haben; den angeblichen Tätern untergeschobene Tathandschuhe ohne belastende Spuren; entlastende Fotos, die als Beweis nichts bewirken; verdeckte Ermittler, die den Eindruck vermitteln, ihre Zeugenaussagen untereinander abgesprochen zu haben …

Die Liste der Merkwürdigkeiten in diesem Fall scheint endlos. Und die Willkür mancher Prozessbeteiligten vielleicht auch.