Trägt man sich als Immernochnicht-Berliner mit dem Gedanken, in die Kapitale zu ziehen, so hört man von Leuten wie Martin Riemer oder Andreja hinter nur halbvorgehaltener Hand: Such’ Dir ne Wohnung in Neukölln. Neukölln kommt. Diesmal aber wirklich!
Read on, my dear…
Archiv
Weserrakete!
Coverflow
Erykah Badu will ein analoges Mädchen in einer digitalen Welt sein. Und irgendwie gelingt ihr das mit dem Video zu Honey auch ganz gut. Darin erzählt sie nämlich, was wir verlieren werden, wenn die iTunes, Amazons und Musicloads dieser Welt gewinnen. Die Haptik, das Grossformat, die Seele, den Soul. Recht hat sie! Und ganz nebenbei lädt sie auf ein Spielchen ein: Ich gebe mal zwei vor: Illmatic von Nas und 3 Feet High and Rising von De La Soul … (Video nach dem Klick)
1, 2, 3, Moskau!
Uns anders fernsehen lassen will man bei 3sat. Mit 1-2-3 Moskau könnte das gelingen. Die Idee der Miniserie ist ganz charmant: Katrin Bauerfeind und Henning Wehland unternehmen eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. Mit dem Auto, 3000 Kilometer in sieben Tagen über Polen, Litauen, Lettland und Estland. Unterwegs lösen sie hoffentlich interessante Aufgaben und lernen so Land und Leute kennen. Ein Grund, ab dem 3.3. wieder fern zu sehen. Für eine Woche.
Google, Yahoo, Ask - und danach?
Im Grunde ist es schon erstaunlich, dass die zentralen Traffic- und Aufmerksamkeitsverteiler im Internet mit Technologien arbeiten, die im Wesentlichen deutlich älter sind als das Web. Dass die relevanten Informationen in denen im Netz umherschwirrenden Medienformen wie Text, Ton, Bild und Video in Zukunft sehr viel besser gefunden werden müssen als heute, dürfte klar sein. Wem helfen schon 1.653.733 Treffer?
Wie die Zukunft der Suchmaschinen - jenseits von Google & Co. aussehen kann, beschreibt der von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften herausgegebene Tagungsband „Wie arbeiten die Suchmaschinen von morgen? Informationstechnische, politische und ökonomische Perspektiven“. Das 140 Seiten starke und lesenswerte PDF kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
[via]
Zu Architektur tanzen: José James
Irgendwann meinte Johnny mal zu mir, es sei so viel schwieriger über Musik zu schreiben, die einem gefalle, als über solche, die man nicht möge. Da hat er wohl Recht. Tatsächlich fällt mir auch gerade nicht sehr viel mehr ein, als das sowohl Elvis Costello als auch Laurie Anderson zugeschriebene Bonmot „Writing about music is like dancing about architecture - it’s a really stupid thing to want to do. (Video nach dem Klick) Read on, my dear…
Babylon Must Fall!
Wahrlich grosses Kopfkino: Rocko Schamoni und Jacques Palminger haben für den WDR das Hörspiel Mutter Tourette und Ihre Kinder produziert. Das gute Stück gibt es (noch eine begrenzte Zeit) zum Download.
(mspro via twitter)
No! Yes! Maybe…Perhaps…Yes
Dass Ja das neue Nein sei, wussten schon vier Düsseldorfer vor zwanzig Jahren. Erfrischend neu ist schon eher, wie LAN die Elektronik endlich aus dem sterilen Studio befreien und auf die Strasse bringen. Video nach dem Klick.
Barbara Preisinger
Barbara Preisingerhübsche kleine das ziemlich bekannte Label ~scape betreibt, hat für die Kollegen drüben bei XLR8R einen Exklusiv-Mix zusammengestellt: Eine Stunde aktueller Musik, zwischen House und Elektro oszillierend. Sehr schön!
Barbara Presinger Mix für XLR8R
[via]
Es liegt was in der Luft: Yael Naim
Es läuft derzeit gut für Yael Naim. Sehr gut sogar. Während Yael Naim hierzulande noch recht unbekannt ist, so ist sie jenseits des Rheins durchaus schon ein kleiner Star.
Read on, my dear…
ByteFm
Vor ein paar Tagen nölte ich noch an dieser Stelle, klassisches Radio sei tot. Nun, vielleicht atmet es ja doch noch. Zwar nicht im Äther aber im Internet.
Überklang
Fernsehen ist tot. Radio auch. Letzteres hat sich schlicht ins Abseits gedudelt. Sieht man von reinen Wortsendern wie dem Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur und denen im dortigen Programm gut versteckten Musiksendungen von Radiomachern wie Thomas Elbern einmal ab, gibt es kaum noch erträgliche Radiosendungen. Jedenfalls keine in meinem Empfangsbereich.
Das nennt man zukunftsorientiert!
Meine nicht ganz heimliche Leidenschaft gilt der akustischen Markenführung unter besonderer Berücksichtigung des Werbesongs.
Read on, my dear…
Gabentisch: Andreas
Auf den letzten Drücker haben Spreeblick-Autoren überlegt, welche Geschenke sie unseren Leserinnen und Lesern wirklich ans Herz legen können. Hier sind die Tipps von Andreas, die von Tanja, Johnny, Malte, René und Frédéric findet ihr durch Klick auf die Namen.
Lucky Goddamn Jew
Spreeblick, Deutschlands bestgeschmacklichstes Blog, empfiehlt: Geoff Berner, Kanadier, Ex-Punk und Jude ist auf Tour. Begleitet von Akkordeon, Whiskey und Bier schlägt er den ganz großen Bogen von Folk und Punk über Comedy zu Klezmer. Mit seiner Musik modernisiert Berner den Klezmer und trägt ihn in die Bars und Kneipen dieser Welt. Lieder über den Suff und den Sex - das Leben eben. Das ist intelligent, subtil, mal todtraurig aber meist unfassbar komisch. Read on, my dear…
Trigger Happy
Nach dem E-Book von Cory Doctorow letztens, hier noch ein Buchtipp: Steven Poole, Autor des Klassikers der Computerspieleliteratur „Trigger Happy - Videogames and the Entertainment Revolution“, veröffentlicht sein Buch nun cc-lizensiert im Web.
Tilman Baumgärtel schrieb damals™ über das Buch in der Rohrpostmailingliste:
Wer eine fundierte Auseinandersetzung mit der Kultur von Computerspielen haben will, ist hier richtig. Poole versucht in „Trigger Happy“ nicht weniger als eine erste Ästhetik des Videospiels zu schreiben.
Happy Reading!
[wmmna]
Barbnerdy
![]()
Foto: © barbnerdy
Barbara Hallama, irgendwann zu Barbnerdy mutiert, ist glücklicherweise aber weiterhin Fachfrau für Harthölzer:
(File under: Wenn Spreeblick, das musikalischste Weblog Deutschlands, das Tanzbein schwingt)
[via Netaudio-Mailingliste]
Backup

Symbolbild © Ronnie Garcia
Cory Doctorow ist einer der ersten volldigitalen Autoren. Zum einen schreibt er bei Boing Boing, dem nach westlichen Maßstäben bekanntesten Weblog der Welt, zum anderen schreibt er Bücher. Diese erscheinen dann auf totem Holz oder eben digital im Netz. Wo sie, cc-lizensiert wie sein neuer Sci-Fi Roman Backup, kostenlos heruntergeladen werden können.
Uh-Young Kim hat sich für die taz mit Doctorow darüber unterhalten.
Update: Mario Sixtus hat Doctorow letztens auch schon vor der Kamera gehabt. Danke, Johannes!
[via]
Geek TV
WIRED, das US-Pflichtblatt für den echten Geek, macht neuerdings auch in Fernsehen. In Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Public Broadcasting Service, ging am 3. Oktober die erste Folge von WIRED Science über den Äther.
Read on, my dear…
Beirut
Ich muss noch einmal auf Beirut zu sprechen kommen. Wegen der wunderbaren Musik aber auch wegen der Art, wie sie vermarktet wird. Read on, my dear…
Bei uns heißt das immer noch: Platten
Ex-Radiomoderatoren haben es nicht leicht: Auf Johnnys Schreibtisch stapeln sich mitunter CDs derart in die Höhe, dass man ihn für die Erhöhung der Ölpreise verantwortlich machen könnte. Ein Teil dieser Musik bleibt ungehört, das meiste unbesprochen.
Das soll sich ändern: Ab sofort klauen die Spreeblick-Autoren Johnnys Tisch leer und stellen regelmäßig(er) Musik vor, die ihnen besonders gefällt. Oder von der man dringend abraten muss (was aber diesmal nicht vorkommt). Read on, my dear…
Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien
Etwas abseits der touristischen Goethepfade („An dieser Mauer hob 1777 Goethes Hund sein Beinchen“) findet sich in Weimar ein echtes kulturelles Kleinod. Das Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien von Anke Heelemann.
Read on, my dear…
Ein Sonntagslächeln
A Sunday Smile heisst der Song des neuen Beirut Albums The Flying Club Cup, das im Oktober erscheinen wird. Und genau das zaubert Beirut mir ins Gesicht. Gerade jetzt und immer wieder.
Vielleicht weil Beiruts Musik wie klanggewordener Reisebericht ist. Vielleicht weil sich hier jemand dem Fremden mit grosser Neugier, Offenheit und Respekt nähert. Oder weil es schlicht grossartige Musik ist.
Mp3: A Sunday Smile
Bonustracks vom Debutalbum Gulag Orkestar:
Mp3: Beirut - Mount Wroclai (Idle Days)
Mp3: Beirut - Postcards from Italy
Schlagsaite
Hier wächst zusammen, was nur scheinbar nicht zusammengehört. Paul Dateh und Inka One spielen die sowieso längst überkommenen Konventionen lässig in die Bedeutungslosigkeit.
Plattenspieler und Geige nach dem Klick!
Read on, my dear…
Exotismus
Der deutsche Anbieter von sozialen Lesezeichen Mister Wong hat kürzlich sein Logo modifiziert. Die Kombination von bildlicher Darstellung eines Asiaten und Text, ist einer reinen Wortbildmarke gewichen. Laut Spiegel Online hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, nachdem amerikanische Nutzer am urprünglichen Logo Anstoss genommen und dem Unternehmen Rassismus vorgeworfen hatten. Die deutsche Blogophäre reagiert mit Unverständnis.
Live Akustik
Ich habe keinen Schimmer, wie es die Kollegen von Radio Libre aus Belgien es geschafft haben, Emily Haines für ihre Podcastserie Live Acoustique exklusiv vor Mikrofon und Kamera zu bekommen. Das Ergebnis ist grandios und hinterlässt bei mir Gänsehaut und ein kleinbisschen Neid darüber, dass wir das nicht gemacht haben.
Dreimal Emily Haines Solopiano nach dem Klick.
This Programme Contains Strobing And Swearing!
Vor ein paar Tagen ging das Glastonbury Festival zu Ende. Die gute alte Tante BBC zeigt uns, die wir nicht live dabei sein konnten, 39 Höhepunkte. Und dazu gehören die Auftritte von Maximo Park, Beirut und Dame Edna Shirely Bassy - oder vielleicht doch die von Björk, Iggy and the Stooges oder The Who?
Den kompletten Auftritt der Arctic Monkeys gibt es auch bei Mardy Bum als Download. Sagt René - und der kennt sich bekanntlich aus.
[via]
Zuschauerpartizipation
Johnny macht sich weiter unten ja Gedanken darüber, wie wir noch mehr Beteiligung ermöglichen können. Er spricht jedoch nur von Artikeln. Dabei könntet Ihr in Zukunft ja auch, dank einiger chinesischer Vodoo-Flash-Magic vielleicht auch Toni Mahoni direkt kommentieren.
Aber nur, solange das Ergebnis dann nicht doch, äh…, Zuviel 2.0 ist: Read on, my dear…





