Nur falls mal wieder jemand behauptet, man würde keine Mauer bauen oder die Daten wären sicher: ein Mann in England hat auf Ebay eine Digitalkamera für 17 Pfund gekauft. Auf deren Speicher waren Dokumente vom MI6 mit Daten und Dokumenten über Terrorverdächtige. Jetzt verlieren sie die Daten nicht nur, die verkaufen sie jetzt sogar schon auf Ebay.
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Laufrad-Racer für den Hamster in Dir!
Dass Hamster gerne durchdrehen, dürfte spätestens seit diesem Web-Mem allgemein bekannt sein. Umso netter, dass sich diesem scheinbar natürlichen Bedürfnis nach Geschwindigkeit jetzt auch endlich ein Spielzeughersteller angenommen hat und die Viecher jetzt in ihren eigenen rosa Miniautos durch die Wohnung rasen können. Menschen stehen Hamstern in Sachen Durchdrehen übrigens in nix nach, Video von einem Riesenrad nach dem Klick, angetrieben von Menschen.
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Gratis-Sampler von Wichita Recordings
Wichita Recordings haut 15 Gratis-Tracks raus, darunter Songs von meinen Lieblingen Los Campesinos!, Les Savy Fav und Peter Bjorn & John. Hier die Tracklist:
One Man AC/DC-Coverband
Dieser junge Mann heisst nicht Jack White, singt aber wie er und spielt Drums wie dessen Schwester Meg. Back in Black, nach dem Dingens.
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Das Google-Phone
Heute Abend um 19 Uhr wird Jetzt grade stellt T-Online das HTC G1/Dream vor, das als erstes mit Googles Betriebssystem für Handys kommt – Android. Die Gerüchteküche brodelt (One-click Google search and easy access to all Google Applications - Quick and easy access to the Internet in one click, Gmail account required to sign in and use), das Ding kommt mit MP3-Downloads aus dem Amazon-Store und soll tatsächlich „nur“ 199 Dollar kosten, was es natürlich zum direkten iPhone-Konkurrenten macht. Für mich allerdings noch viel interessanter: Das Handy wird mit der Fähigkeit zu Augmented Reality ausgestattet sein.
Search Engine Battle Rap
Yahoo vs Google nach dem Klick, MSN vs Yahoo und MSN vs Google auf der Website. Die Macher dieser, ähm, Battlerapvideos arbeiten übrigens an einer Rockumentary namens „Spaceship Excellent“. Ich habe bei all dem keine Ahnung, worum es wirklich geht, aber es ist schick, auf so ‘ne Art.
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Colors
Johnny hatte neulich schon das Projekt „Burble“ der Haque Designwissenschaftler ausgegraben, die machen aber noch viel mehr von diesem Zeugs. Nach dem Klick ein Video von einer Farbwolke, die durch Interaktion mit Festivalbesuchern gesteuert wird.
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Hitchhikers sixth Galaxy
Die Meldung hatte ich gestern schon auf Nerdcore gebracht: Eoin Colfer, Autor von „Artemis Fowl“, wird einen offiziellen sechsten, abschließenden Teil von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ schreiben. Sowohl ich als auch die Kommentare bei mir waren zum großteil unschlüssig. Will ich das? Will ich einen sechsten Anhalter, der nicht von Adams stammt? Nachdem ich dann gestern abend in einer Diskussion um etwas anderes darüber aufgeklärt wurde, dass bei Spreeblick nicht die schnelle Weitergabe von Meldungen, sondern die etwas langsamere Weitergabe von Reflektionen im Fokus steht, habe ich den sechsten Hitchhiker mal ein wenig hin und her reflektiert.
Und so reflektierte ich einen sechsten Teil von „Hitchhikers Guide to the Galaxy“ immer wieder von hier nach da, jagte ihn für ein paar Kollissionen mit sich selbst durch den Large Hadron Collider, schaute mir die dabei entstandenen Donnergurgler mal ganz genau an, nahm einen kräftigen Schluck und kam schließlich zu einer Antwort: Will ich das? Ja, verdammt! Natürlich will ich das!
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Lehman auf Ebay
Bruchstücke der Crashbank der Woche kann man mittlerweile auf Ebay ersteigern. Zum Beispiel diese, äh, Corporate Cubes, auf denen die „Visions“ und „Principles“ der Bank zu lesen sind. Zumindest „Demonstrating commitment to excellence“ dürfte sich ja spätestens seit gestern erledigt haben. Ob die KFW mit den Ebay-Items ihre 300 Millionen wieder reinbringen wollen, wurde gegenüber Spreeblick noch nicht bestätigt.
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Fifty People, One Question
If you could wish for one thing to happen by the end of the day, what would it be? Wunderbar unaufgeregter und menschlicher Kurzfilm nach dem Dings und die Frage: wenn Ihr Euch wünschen könntet, irgendetwas wäre am Ende des Tages passiert – was wäre das?
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iPhone-Flame
Die iPhone-App, auf die die Welt gewartet hat, eine Flamme zum Anfassen und Rumspielen, die andere iPhones anzünden und die man auspusten kann. Als Feuerzeug-Ersatz für’s nächste Grönemeyer-Konzert, oder so. Ich habe jetzt eben nicht wirklich „Grönemeyer“ und „Konzert“ in einem Satz gebraucht, oder?
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Chemical Brothers’ User Generated Video
Die Bigbeater Chemical Brothers haben vor einer Weile einen Clip-Contest ausgerufen, in dem Fans Videos einschicken konnten, die mit Geodaten auf Google-Earth verlinkt wurden. Herausgekommen ist wohl das erste Video, das auf Google-Earth basiert. Und der Track ist auch einer der besseren ChemBros-Tracks.
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Finanzkri.. was?
Ich geb’s zu: ich habe ein Wirtschafts-Abi in der Tasche und das ist auch gar nicht so schlecht. Trotzdem habe ich von der Finanz- und Hypotheken-Krise in den USA keine wirkliche Ahnung, auch nicht, nachdem ich diesen Podcast (via) gehört habe, der die Hintergründe ganz gut erläutert. Und da Spreeblick die schlauesten und schönsten Leser weltweit hat - tut doch einmal etwas für euren Ruf als weise Masse und erklärt uns das. Bitte.
Eine Pressekonferenz mit Metallica
Eine Pressekonferenz mit Metallica funktioniert so: man schleuse eine ganze Meute wissbegieriger Pressemenschen an einem winzigen Kabuff vorbei, in dem die obligatorischen, in diesem Falle blauen, Bändchen verteilt werden, stopfe diese dann in Portionen von ungefähr 15 Leuten in zwei Aufzüge, von denen einer nach der ersten Fuhre (ich hoffe jedenfalls, nicht während der ersten Fuhre) kaputt geht, in denen sie zu einem Raum fahren, in dem zwei Podeste und zwischen diesen jede Menge Stühle aufgebaut sind. Auf diesen lässt man die Anwesenden dann 60 Minuten im eigenen Saft schmoren, bevor Markus Kavka die Bühne bertritt und mit seinem feixen Lächeln bekanntgibt, dass es nur noch eine Viertelstunde dauern würde.
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Wikia Green
Das neue Baby von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ist Wikia Green, ein Wikipedia-Klon rund um grüne Themen und Tutorials, wie man selbst ein bisschen mehr zum Umweltschutz beitragen kann. Mit grünerem Grillen zum Beispiel.
(via De:Bug)
Album Cover Maps
Endlich mal eine vernünftige Anwendung eines Google Maps-Mashups. Wer muss schon wissen, wo die nächste homöopathische Apotheke ist oder welches Kino am Wochenende thailändische Filme im Original ohne Untertitel bringt, wenn man nachschauen kann, welche Album-Cover wo auf der Welt geknippst wurden? Eben. Auf der Karte finde ich übrigens keine Cover aus Berlin.
(via MeFi)
Barack Obama rickrollt John McCain
Vor einer Weile hat Malte die Obama-Rickroll gepostet, die hat es thanks to teh Netz auf den Parteitag der Republikaner geschafft. Nach dem Dingens: John McCain is not amused.
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Freiheit statt Angst – Demo gegen Vorratsdatenspeicherung am 11. Oktober
Am 11. Oktober findet in Berlin im Rahmen eines europaweiten Aktionstages eine Demonstration gegen Überwachung und Vorratsdatenspeicherung statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Alexanderplatz. Hier eine Übersicht mit Bannern zum Insblogkleben.
(Danke Lutz!)
All your Base are belong to Chrome (UPDATE)
Johnny findet Chrome toll, andere nicht so und ich kann den Browser nicht testen, weil ich einen Mac habe. Was ich allerdings bei den Kritikern bis jetzt noch nicht gelesen habe und was grade hochschwappt, sind zwei Passagen aus den Nutzungsbestimmungen, die völlig absurd und praktisch nicht durchführbar sind, die aber nunmal da drinstehen. Diese Passagen besagen nichts anderes, als dass Google Verwertungsrechte an jedem Content erhält, der mit Chrome dargestellt wird.
UPDATE: Ein Cut’n'Paste-Fehler der Rechtsabteilung, genau wie ich vermutet hatte.
Google’s Rebecca Ward, Senior Product Counsel for Google Chrome, now tells Ars Technica that the company tries to reuse these licenses as much as possible, „in order to keep things simple for our users.“ Ward admits that sometimes „this means that the legal terms for a specific product may include terms that don’t apply well to the use of that product“ and says that Google is „working quickly to remove language from Section 11 of the current Google Chrome terms of service. This change will apply retroactively to all users who have downloaded Google Chrome.“ (Ars Technica, danke Stralau!)
Loveblog
Doppelklick zeigt Liebespaare, getroffen auf den Strassen Berlins, und befragt sie nach dem Ursprung ihrer Liebe.
Und viel mehr muss man dazu auch nicht sagen. Naja, doch, vielleicht das: Hach.
Doppelklick (via Stylespion)
Google-Browser: Chrome (UPDATE: der Browser kommt morgen!)
Google entwickelt derzeit einen Open Source Broswer namens Chrome. Wie das mit der Meldung zusammengeht, dass Google die Unterstützung für Mozilla grade um drei Jahre verlängert hat, müssen andere einschätzen. Bekannt gegeben haben sie die Nachricht heute in Form eines… Comics, und man kann von Google halten, was man will, eins hatten sie immer: Stil.
(via Waxy)
[UPDATE] Grade aus dem offiziellen Google-Blog:
We will be launching the beta version of Google Chrome tomorrow in more than 100 countries.
Außerdem hat sich Techcrunch die Features des neuen Browser mal näher angesehen.
Handy, Computer, Kamera – der Terroristencheck (oder: if you know anyone, report him/her)
Der „Krieg gegen den Terror“ hat einen vorläufigen paranoiden Höhepunkt: dieses völlig unglaubliche Plakat nämlich. Und ich bin sowas von verdächtig, weil ich alle Gegenstände auf diesem Poster schon mehrmals, teilweise sogar unglaublicherweise gleichzeitig benutzt habe. Ich bin zum Beispiel mal in einem Transporter mit Gepäck, einem Handy und einem Rechner durch Berlin gefahren. Ab nach Guantanamo mit mir, würde ich vorschlagen. Aber zum Glück gibt es auch noch vernünftige Menschen auf dem Planeten.
ARD zensiert Putin-Interview
Die ARD hat ein zehnminütiges Interview mit Wladimir Putin ausgestrahlt, das im Original 27 Minuten lang war. Die Kürzung des Interviews ist also nicht weiter erstaunlich, dass die gekürzten Stellen fast ausnahmslos Kritik an der westlichen Haltung zum Kaukasus-Konflikt enthielten allerdings schon.
Mit der vorgenommenen Kürzung erhält das Interview einen vollkommen anderen Informationsgehalt. Die ARD hat in diesem Falle die Grenze zwischen journalistischer Verantwortung und Meinungsmanipulation überschritten.
Und ich verkneife mir den Hinweis auf die vom „Qualitätsjournalismus“ immer wieder herbeigeschriebene, scheinbare Irrelevanz von Blogs explizit nicht. Das ganze Interview in drei Videos mit deutschen Untertiteln (die ich nicht verifizieren kann) nach dem Klick, das Transkript mit den markierten Kürzungen gibt’s beim Spiegelfechter.
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Astrobiology Rap
Das hier ist sowas wie der Nachfolger zum Large Hadron Rap: ein junger Mann rappt über die Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens. Ich denke, diese Wahrscheinlichkeit liegt irgendwo zwischen 99,9 und 100 Prozent, jedenfall bin ich der Meinung, wenn Forscher es heute schon für relativ wahrscheinlich halten, dass der Saturnmond Titan rudimentäre Lebensformen enthält, dann dürfte das Konzept Leben im Universum allgemeingültiger sein, als wir bisher annahmen. Und ich gehe sehr fest davon aus, dass ich noch zu Lebzeiten die Meldung „Außerirdisches Leben daundda gefunden. Seriously!“ lesen werde. Deshalb fange ich aber noch lange nicht an zu rappen. Gottseidank!
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Large Hadron Collider zum Selberbasteln
Johnny liest laut eigenen Angaben immer „Large Hardon Collider“, wenn der LHC gemeint ist. Nun will ich mir nicht wirklich vorstellen, warum, vielleicht sollte ich aber einfach meine 6 Millarden Euro vom Konto holen und mir in meinem 200 Quadratkilometergarten einen eigenen Large Hadron Collider basteln, damit unser Universum auf eine andere Zeitlinie setzen und uns alle in kleine lila Pelzwesen verwandeln. Vielleicht verkraftet unser Johnny solche Urlaube dann besser. Die Anleitung zum Selberbasteln gibt’s hier, Gizmodo hat ein paar nette…. uhm…. wie sagt man dazu? Bei Perry Rhodan stand immer „Risszeichnung“. Okay, also: Gizmodo hat ein paar nette LHC-Risszeichnungen.
Geburt via Twitter
Es mag auf den ersten Blick etwas befremdlich anmuten und das hier interpretiert den Twitter-Claim „What are you doing?“ quasi to the max, aber Ginny Case dürfte wohl die erste Mami sein, die die Geburt ihrer Tochter getwittert hat. Also: während der Geburt, meine ich. Könnte jetzt mal bitte einer ein amtliches Brain-Web-Interface erfinden? Kann ja wohl nicht sein, dass Mamis während der Kontraktionen auch noch tippen müssen.
Eine illustrierte Diskographie der Schmidts und Morrissey
Alle Singles, alle Alben, alle Cover, alle Maxis, alle Schmidts und alle Morrisseys auf einer übersichtlichen Seite. Irgendjemand muss jetzt das Internet abschließen, denn nun isses komplett.
(via Seehere)
Das ultimative Kinderzimmer
Wow. Unsereins musste ja noch mit einer Kiste Lego und einem Dschungelbuch-Poster an der Wand auskommen, mein Baumhaus damals bestand aus einem Brett und um da raufzuklettern musste ich auch noch an die frische Luft. Wenn ich mir dann solche Kinderzimmer ansehe, dann werde ich sogar heute mit 34 Jahren noch ein bisschen neidisch. Aber nur ein bisschen.
Schreiben im WWWeb
Ich beschäftige mich jetzt schon eine Weile mit den Eigenarten des Schreibens im Netz und habe mir mittlerweile selbst ein paar grundlegende Regeln auferlegt, denen ich mal mehr, mal weniger folge. Jakob Nielsen, der olle Usability-Guru, schrieb schon 1997 darüber, wie Menschen im Netz lesen: „They don’t“. Darüber kann man vortrefflich streiten, denn tatsächlich lese ich im Netz ziemlich viel. Das folgt allerdings anderen Grundlagen, als offline, wo ich mich auch mal durch ein Buch kämpfe, dessen Thema mich nur periphär interessiert.
Der Unterschied zwischen Online- und Offline-Rezeption: offline bin ich grundsätzlich auf ein Medium fokussiert, während ich im Netz einem diffusen Info-Strom ausgesetzt bin. Den scanne ich, streckenweise (wie bei Seiten wie Reddit oder Digg) in einer abartigen Geschwindigkeit und ich halte in diesem Fall nur dann an, wenn ich von der Idee, die hinter einer Headline liegen könnte, wirklich überzeugt bin. In meinem Feedreader habe ich die amerikanischen Massenposter von Gawker über Digg bis Reddit in drei Ordner sortiert: The Good, The Bad und The Ugly. Und bei allen lese ich maximal die Headline. Denn was online maximal zählt, ist die Idee hinter einem Posting, und die sollte in der Headline (nicht zu sehr, aber dann eben doch:) detailliert enthalten sein.
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Sat1, die Sozialschmarotzer
Sat1 bringt derzeit eine neue Docutainment-Reihe namens „Gnadenlos gerecht“. Auf der Homepage des Senders prangt nebenstehender Teaser, der mit seiner (übrigens falschen) Zeichensetzung („“Fleißige“ HartzIV-Empfänger“) schonmal zeigt, wo die Reise hingeht: HartzIV-Empfänger werden in dieser Serie als Sozial-Schmarotzer und Parasiten dargestellt, abgefedert von gönnerhaften Einspielungen, in denen redliche und ehrliche Bedürftige dargestellt werden. Die Botschaft ist klar und Stefan bring sie wunderbar auf den Punkt:
Das ist eine ebenso subtile wie wirkungsvolle Variation des alten Prinzips, dass es in jeder Gruppe einzelne Schwarze Schafe gibt. Bei Hartz-IV-Empfängern gilt offenbar das Umgekehrte: Es gibt auch einzelne Weiße Schafe.
Und Sat.1 feiert diese Aussage, die man wahlweise für eine Banalität oder eine Ungeheuerlichkeit halten kann (man teste sie in Variationen wie “Schließlich ist nicht jeder Schwule auch ein Pädophiler” oder “Schließlich ist nicht jeder Ausländer auch ein Krimineller”) noch als Ausdruck von Fairness und Gerechtigkeit. (Stefan Niggemeier)
Dazu sollte man sich folgendes klarmachen (das folgende Zitat bezieht sich auf die thematisch ähnliche und mehr als unglückliche ZDF-„Dokumentation“ von 2005):
Hinterher gab die Bundesanstalt für Arbeit bekannt, dass sich der Missbrauch auf etwa 0,6 Prozent aller Hartz IV-Bezieher bezogen hat Darin sind die Fälle mitgerechnet, wo falsche Berechnungen der Behörden und nicht die Hartz IV-Bezieher für falsche Leistungen verantwortlich sind. (Telepolis)
Sat1 zeichnet also ein falsches Bild von HartzIV-Empfängern, streut Vorurteile und Desinformation mit dem Ziel, möglichst viele Klicks zu generieren möglichst viele Zuschauer anzulocken, das ganze auf dem Rücken der Bedürftigen und Benachteiligten. Sozial ist was anderes.


















