0

Gmail Teil II

Moe fragt im Kommentar zum vorigen Artikel, was der Gmail-Hype soll. Berechtigt. Meine Antwort ist etwas länger geworden, daher ein eigenes Posting dazu.

Ich persönlich wollte Gmail aus technischen Gesichtspunkten kennenlernen, da in gewisser Hinsicht eine neue Herangehensweise an Mails verfolgt wird. Und da ich neue Entwicklungen im Netz gerne kenne, um darüber reden zu können.

Sortierungsmöglichkeiten nach aktiven Konversationen, nach Threads usw. (da unsere Mails ja inzwischen eigentlich unsere Wissensdatenbanken, Bookmarklisten, Adressbücher etc. geworden sind), angeblich sehr gute Spamfilter usw. usf. stellen solche neuen Herangehensweisen dar. Zeugen bestätigen dem System einen gewissen Innovationsgrad, u.a. natürlich durch die Integration der Google Suchmechanismen in das E-Mail Archiv. Und natürlich nicht ohne Kritik zu sehen: Die Finanzierung durch Werbung (bitte hierfür die diversen Diskussionen googlen. Oder auch yahooen. Oder webdeen.

Derzeit ist das System noch Beta und man bekommt nur einen Account, wenn man von einem anderen Nutzer eingeladen wurde. Das ist natürlich reinster Hype, aber gut und netz-like gemacht und daher okay.

Gmail bietet kostenfrei 1GB Speicherplatz, den man mit ein paar billigen Tricks prima als Dateispeicher nutzen kann, was ja nicht falsch ist und erste Clients für den eigenen Rechner für verschiedene Funktionen tauchen auf.

Weiterer spannender Gedanke: Durch den 1GB Vorstoß sahen sich einige Webmail-Anbieter gezwungen, den Speicherplatz ebenfalls zu erweitern und man darf gespannt sein, wie diese Anbieter mit dem Traffic und den Kosten zurecht kommen werden.

Kurz: Gmail ist, Interesse an Netzentwicklungen voraus gesetzt, eine spannende Entwicklung, die sich sicher zu beobachten lohnt.

Und ich mache einfach gerne jeden Scheiß mit. :)

Diesen Artikel kommentieren