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Blogsport for all

Ich verfolge halbherzig die aktuellen Diskussionen zwischen ein paar Menschen, die Blogs schreiben (manche davon sehr gut, wie ich finde) und von denen einige in diesem wirklich netten Buch auftauchen. Zu diesem Buch gab es auch Lesungen, die natürlich online kommentiert werden.

Ich verlinke von diesen Diskussionen keine (wer finden will, der findet schon), weil sie insgesamt doch eher dörflichen Charakter haben und Kommunikationsbereitschaft vorgaukeln, wo es doch um Eitelkeiten geht. Nicht weiter schlimm, aber auch nicht so wichtig.


Blogs sind nicht mehr und nicht weniger als die kleinste Einheit im Web, da sie in ihrer Funktion einen der Kernmotoren der vernetzten Kommunikation darstellen: Sie sind eine einfache, beinahe weltweite Publizierungsmöglichkeit für fast jedes menschliche Individuum. Und das ist toll genug. Mir zumindest macht es Spaß.

Was Blogs garantiert nicht sind: Eine Bewegung, ein Trend (wenn, dann ist der inzwischen über 10 Jahre alt und verdient damit den Namen nicht mehr) oder gar eine Revolution. Ein Blog ist vielleicht einfach die „private Homepage“, wie sie ursprünglich gemeint war (wird aber inzwischen auch in Unternehmen und von Profis eingesetzt, blah fasel, ich weiß, ich weiß, aber Unternehmen setzen alles ein, was ihnen irgendein Beraterdepp als umsatzsteigernd verkaufen kann).

Ein Gedanke aber geht mir beim Lesen der ganzen Kleinkriege nicht aus dem Kopf, und daher gehört er veröffentlicht:

Don Alphonso“ ist der Jürgen Laarman der deutschen „Blogszene“.

4 Kommentare

  1. 01

    ….no comment…

    Besser hätte ich es auch nicht sagen können!

    :-) )

  2. 02

    Treffer.
    „So haben wir Bloggen damals nicht gemeint“

  3. 03

    Als einer dieser Berater kann ich Dir sagen, dass die lieben Kollegen sich noch zurückhalten hierzulande. Aber das Konzept „Bloggen als Guerillakommunikation auf dem Weg zum Konsumenten“ oder wie immer die Geheimrezepte heißen, wird sicher rüberschwappen.

    Ich finde, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Blog ist nichts weiter als ein simpel zu bedienendes Content Management System für jedermann, das nichts anderes tut, als Einträge zeitlich zu sortieren. Macht Spaß, ist nett, kann aber auch, wie in meinem Fall, ohne Weltverbesserungsanspruch betrieben werden.

  4. 04
    johnny

    Das ist nämlich die Gefahr am Bloggen: Mit „in Ruhe über Berater lästern“ is‘ nix, wenn diese mitlesen. Und auch noch selbst gekonnt bloggen. :)

    Ich bin ja immer beeindruckt, wenn jemand die Größe hat, sich nicht provozieren zu lassen. Aber ganz sicher wissen sie viel besser als ich, wie ich das meine. Ihr Berufsstand hat’s nicht leicht.

    Dennoch überrascht mich die Nachricht von der Zurückhaltung beim Thema Bloggen. Man könnte so vieles…. Naja. Dann machen wir’s eben selbst. :)

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