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Glaube kann Ferse versetzen

Ein langer und wahrer Erlebnisbericht. Jetzt mit weiteren Fotos/Scans.


Ich schaue meinen Bekannten mit hochgezogenen Augenbrauen an, als er den Grund für sein Dauergrinsen preisgibt.

Er war also bei der „göttlichen Aufrichtung„. Er fühlt sich wie neu geboren.

Ich will Details hören. Und bekomme die Geschichte von Christian Stippekohl erzählt, der in der Berliner Markgrafenstr. 62 unter dem bescheidenen Titel „Master Of Life“ ein „geistiges Heil- und Schulungszentrum“ betreibt, in dem er angeblich Menschen mit allen möglichen Leiden und Beschwerden wieder zum Lachen und Leben bringt. Durch Aufrichtung. Göttliche Aufrichtung. Stippekohl macht unsere schiefen Wirbelsäulen wieder gerade, sorgt beinahe berührungslos dafür, dass unsere Beine wieder gleich lang sind und will das mit vielen Fotos (ganz nach unten scrollen) und natürlich durch die Praxis auch den ungläubigen Zweiflern beweisen. Wer aufgerichtet ist, ist glücklich.

Nun gibt es Leute, die (obwohl sie mich kennen) davon ausgehen, dass ich jede Form des Spirituellen ablehne, nur weil ich nicht an Gott glaube. Das ist ein Trugschluss. Ich glaube daran, dass es auf dieser Welt und in diesem Universum viel mehr zu entdecken gibt, als wir bisher kennen (können). Ich weiß, dass es etwas wie menschliche Energien gibt (ich spüre sie bei jedem Aldi-Einkauf spätestens an der Kasse). Ich mag auch den Gedanken daran, dass ich nicht nur aus Fleisch, Knochen und Blut bestehe, sondern dass sich irgendwo dazwischen eine Seele vor sich hin existiert und ein Geist sich größte Mühe gibt, mir mit guten Ratschlägen zur Seite zu stehen. Heilig muss der dafür nicht sein.

Aber ich werde hellhörig, wenn ich das Wort „Wunderheiler“ höre, und dieses Wort hört man im Zusammenhang mit Herrn Stippekohl ziemlich häufig.

Zweifelsohne jedoch geht es meinem Bekannten glänzend, auch wenn ich mich nicht an ein Treffen mit ihm erinnern kann, bei dem es ihm für mich ersichtlich nicht glänzend ging. Er kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und empfiehlt mir dringend einen Besuch beim „Master Of Life“.

Wochen vergehen, ohne dass ich weitere Gedanken an die Geschichte verschwende. Eines Tages jedoch, als das Gespräch mal wieder auf den „Wunderheiler“ kommt, ertappe ich mich bei dem Gedanken: Warum nicht?

Ich kämpfe zu dieser Zeit schon viel zu lange mit einer Erkältung, die ich ob der vielen Arbeit nicht auskurieren kann, ich bin schlecht gelaunt und ungerecht zu den Liebsten und zu Freunden. Und so beschließe ich aus einer Mischung aus Unzufriedenheit mit mir selbst, Neugier auf Neues und Recherchedrang für eine größere Spreeblick-Story heraus, mich zur „göttlichen Aufrichtung“ anzumelden. Der Selbstversuch ist mir 120 Euro wert.

Einen Tag vor dem Termin bin ich gespannt, was mich erwartet und allein der Gedanke, mal vom Rechner weg zu kommen und etwas völlig anderes zu machen (ohne sich dabei sportlich betätigen zu müssen), löst Vorfreude aus.

Diese bekommt den ersten Dämpfer, als ich in dem im „Ich bin modern und habe genug Geld, um nicht zu Ikea gehen zu müssen“-Warteraum des göttlichen Zentrums zum ersten Mal den „Master“ in Echt sehe. Christian Stippekohl mag rein äußerlich auf viele Menschen einen seriösen und vertrauensvollen Eindruck machen, für mich sieht er aus wie ein Alien. Glatte, völlig erfahrungsfreie Haut und ein Lächeln, vor dem ich meine Kinder warnen würde. Außerdem trägt er sehr merkwürdige Schuhe und Hosen.

Heilige Schuhe?

Merkwürdige Schuhe trage ich allerdings mittlerweile auch, das Laminat muss schließlich geschont werden.

Orangene Schuhe?

Stippekohl begrüßt mich und die drei weiteren für diesen Termin angemeldeten Aufzurichtenden freundlich, duzt uns sofort (was ich bei erwachsenen Fremden, die Geld von mir bekommen, nicht abkann) und ich gebe mir alle Mühe, meinen ewigen Zweifel und meine Arroganz gemeinsam mit meiner Jacke abzulegen. Der Mann ist einfach durch und durch glücklich. Vielleicht sehen durch und durch glückliche Menschen einfach so aus, ich kenne schließlich kaum welche! Und warum soll seine Haut nicht rein sein, immerhin betreibt er einen „Kosmetik- und Wellness“-Laden und muss ja seine Produkte testen!

Der Aufrichtungsraum, wie der Empfangsraum sauber, schön und steril, wird mit esoterischer Fahrstuhlmusik beschallt, während wir noch einmal warten müssen. Ich sehe mir einen kleinen „Altar“ am Ende des Raums an, der ansonsten nur einen Tisch mit ein paar Keksen sowie sechs transportable Liegen der Marke „Clap-Tzu“ (kein Witz!) beherbergt.

Über dem Altar ein großes Foto eines Mannes, den eine der Anwesenden erkennt und den ich zumindest sehr sympathisch finde, da er mich an die Beastie Boys Crew erinnert.

Halleluhja

Es geht los. Christian, begleitet und assistiert von seiner schwangeren Frau und einer Kollegin, setzt sich auf einen Hocker vor uns, die wir in einer Reihe auf Stühlen gespannt warten und beginnt uns klar zu machen, warum jeder Mensch gerade sein muss. Er behauptet hin und her zwischen Medizin, Wissenschaft und Religion, fordert zwischendurch von seiner Frau in einem für meinen Geschmack etwas zu rüden Ton ein Glas Wasser (welches direkt hinter ihm steht) und stellt lehrerhafte Zwischenfragen: „Wisst ihr denn eigentlich, wo das Wort ‚Medikament‘ herkommt?“

Ich werde ungewohnt unsicher. Fangfrage, na klar. Ich dachte, „Medikament“ würde einfach „Heilmittel“ bedeuten, doch Christian weiß es besser.

Das Wort setze sich aus den Worten „Medika“ und „Mens“ zusammen. „Medika“ bedeute „heilen“ und „mens“ bedeute Geist. Und da könne man mal sehen, es gehe schließlich schon immer darum, den Geist zu heilen. Ich halte blöderweise die Klappe. Mein kleines Latinum liegt schon eine Weile zurück und ich befürchte, mein Einwand, dass „mens“ unter anderem auch „Monat“ bedeute (siehe auch „Menstruation“) und es somit ja auch sein könne, dass man das einfach regelmäßig nehmen müsse, würde die Stimmung versauen.

Spätere Recherche wird ergeben, dass „Medikament“ tatsächlich „Heilmittel“ bedeutet, da es von „mentum“ = „Mittel“ stammt.

Stippekohl hat noch mehr Trümpfe. Zum Beispiel eine laminierte Ansichtskarte, die ein menschliches Rückgrad zeigt. Die Karte erinnert an ähnliche Ansichtmaterialien aus der Schule, nichts besonderes, ich schätze, sowas kauft man im Wunderheilerbedarf online oder malt es sich mal eben selbst. Neben jedem Wirbel steht der körperliche Bereich, für den dieser Wirbel zuständig sein soll. Daran könne man sehen, so Stippekohl lächelnd weiter, dass ohne Wirbelsäule nichts geht. Und da hat er wohl Recht. Ohne Wirbelsäule geht niemand. Unbestritten.

Irgendwann, ich habe längst aufgehört, den Halbwahrheiten Aufmerksamkeit zu schenken, geht es los. Wer als Erster will? Ich natürlich!

Ich stelle mich mit dem Rücken zu den anderen Verkrümmten und Christian freut sich über meine Schieflage. Meine rechte Schulter ist viel tiefer als die linke! Ich sage ihm, dass ich das weiß. Schon seit meiner Kindheit. Obwohl es jeder sehen kann, möchte der Master es den anderen noch deutlicher machen, hält die Zeigefinger seiner beiden Hände irgendwo unter meine Schulterblätter, ruckelt ein wenig herum als würde er den Mittelpunkt derselbigen suchen und lässt dann seine Assistentin ein Lineal an seine beiden Fingerspitzen halten. Alle können bestätigen: Ich bin komplett schief. Weiß ich, sage ich ihm nochmal und frage mich, welche orthopädische Seriösität ein Lineal an zwei Fingern an meinem Rücken haben mag. Ich bin, das sollte ich dazu sagen, komplett bekleidet. Mit einem dicken Pullover, den ich auch auf Nachfrage nicht ausziehen brauche. Ist wohl auch besser so. Für den Master.

Auch die Jeans bleibt an, als Stippekohl nun noch die Schieflage meines Beckens beweist. Ebenfalls mit dem Lineal, das diesmal links und rechts neben mein Becken gehangen wird. Ohne Berührung. Der fachmännische Blick urteilt: Links zwei Zentimeter, rechts vier Zentimeter Unterschied am Knie. Oder so. Immer noch wage ich mich aus mir heute unerklärlichen Gründen nicht, den Mund aufzumachen und ihn zu fragen, was er da eigentlich wo und wie misst. Die anderen Krummen sind beeindruckt. Wahnsinn. Ich bin total schräg, jetzt hab ich’s endlich bestätigt.

Aber ich soll ja nicht schräg sein, darum setze ich mich nun auf die Klappliege, ziehe meine Socken aus und strecke die Beine gerade aus. Der Master packt meine Füße an, schiebt etwas rum („bis die Beine wirklich parallel sind“) und lächelt darüber, dass mein rechtes Bein etwa einen Zentimeter länger sei, als das linke. Zum Beweis lässt er ein Polaroid meiner Füße machen nachdem er einige Edding-Striche auf meine Fersen gezeichnet hat. Alle dürfen gerne gucken. Schräg.

Jetzt lege ich mich hin und soll mich entspannen, denn der Master richtet mich auf. Ich schließe die Augen und bemühe mich noch einmal, Zweifel fallen zu lassen. Wie ich später bei den Anderen sehen soll, steht Herr Stippekohl neben mir, hat ebenfalls die Augen geschlossen und hält seine Hände beschwörend über mich. Nach wenigen Sekunden darf ich mich wieder hinsetzen, um das Ergebnis zu begutachten. Christian packt wieder meine Füße und siehe da: Meine Beine sind nun scheinbar gleich lang! Polaroid!

Es reicht mir. Ich wage den Widerspruch. Ich setze mich etwas anders hin und zeige ihm, dass so meine Füße wieder unterscheidlich lang sind. Ja-ha-ha!!!! weiß der Master etwas säuerlich, aber ich habe ja manipuliert! Ähm… denke ich, bevor Christian weiter macht. Er müsse mir hier nichts beweisen. Er wolle mich beschenken!

Für 120 Euro schenke ich ihm auch etwas, denke ich und sage es wieder nicht. Ich bin verwirrt. Wo bin ich hier gelandet? Beim Verein der fröhlichen Selbstbetrüger? Ich sehe mir die bis ins Detail gleiche Prozedur bei den übrigen Verwirrten an, natürlich erst nachdem der Linealtest meine Aufrichtung bestätigt hat. Ich kann zu diesem Zeitpunkt nicht mal mehr darüber lachen.

Nachdem wir alle angeblich kerzengerade sind, dürfen wir uns noch einer etwa viertelstündgigen Reiki-Behandlung durch den Master bzw. eine seiner beiden Assitentinnen unterziehen. Gibt’s dazu. Wir liegen alle auf einer Liege, die sphärische Synthesizermuzak plingplangt vor sich hin und die Mastergattin legt ihre Hände auf meinen Körper. Mal hier, mal da. Das fühlt sich gut an. So wie es sich eben anfühlt, wenn man sich ausnahmsweise mal in Ruhe nachmittags hinlegen kann und jemand einen ganz sachte mit warmen Händen beruhigt. Ich bin entspannt, keine Frage.

Als wir fertig sind, geht es wieder in den Warteraum. Zahlen. Der Master hat sich aus dem Staub gemacht, ist nicht mehr zu sehen. Keine Verabschiedung, keine Fragen, keine Antworten. Nachdem ich mich zerknirscht von meinen 120 Euro getrennt habe und mir noch etwa fünfmal von Frau Master anhören musste, dass ich un-be-dingt mal zum Reiki-Treffen kommen muss, stehe ich mit den anderen wieder in der Kälte Berlins.

Es geht mir unverändert. Ich spüre keinerlei Unterschied. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von den vergangenen anderthalb Stunden halten soll, aber ich werde es herausfinden. Doch: Einer aus unserer schrägen Gruppe ist begeistert, seit Wochen leide er unter Rückenschmerzen, die seien jetzt verschwunden. Er grinst und scheint glücklich zu sein.

Ich grinse nicht. Ich grüble.

Wieder zu Hause angekommen, stelle ich durch einen Blick in den Spiegel fest, dass meine rechte Schulter noch ganz genau so tief hängt, wie schon immer und packe mein Verabschiedungspaket aus: Meine Polaroid-„Beweise“, eine Preisliste für „Strahlenentstörung“, der dringende Rat zur Nachbehandlung (obwohl an anderer Stelle steht, dass die „Aufrichtung“ für immer hält), ein unglaublich unseriöser Flyer über eine „Heilfolie“ und ein Artikel von Christian Stippekohl über seinen Weg zur „göttlichen Aufrichtung“ aus dem Reiki-Magazin.

Ich google ich mich durch die Welt der Wunderheiler und finde wenig über Christian Stippekohl. Im Handelsregister taucht er einmal als ehemaliger Geschäftsführer der „KA/ST Gesellschaft für globales Lizenzmanagement mbH“ auf, gegründet im Juni 1996, offiziell insolvent im Juli 1999 und als ebenfalls ehemaliger Geschäftsführer der „ILEU Dreizehnte Vermögensverwaltung GmbH“. Diese GmbH wurde 2002 gegründet und hatte als Gegenstand die „Verwaltung eigenen Vermögens“. 2003 wurde die ILEU umbenannt in die „Call + More Communication GmbH“. Neuer Gesellschaftsgegenstand: Der Groß- und Einzelhandel mit Telefonkarten und Ähnliches.

Am erstaunlichsten aber, denn schließlich darf man ja so viele Firmen gründen, wie man will: Ich finde keinen einzigen Erfahrungsbericht zur „göttlichen Aufrichtung“. Was sich hiermit ändern wird. Einzig in ein paar furchtbaren Esoterikforen („Du, das finde ich ganz toll, dass du hier auch mal etwas kritisches sagst, das ist ungeheuer wichtig für uns alle“) werden sogenannte „Wunderheiler“ am Rande erwähnt, doch es scheint sich niemand aus dieser Szene an echte Kritik heran zu wagen. Selbst die ZDF Reporter trauen sich in diesem Beitrag über Stippekohls Lehrer Pjotr Elkunoviz nicht wirklich an deutliche Worte, zu beeindruckend sind die einzelnen Fälle von „Geheilten“, die vor Erlösung und Glück manchmal in Tränen ausbrechen.

Dennoch schaue ich mir den ZDF-Bericht fassungslos an, denn Elkunovizs Vorgehen bei der Aufrichtung gleicht exakt dem von Stippekohl. Bis zum letzten feinen Handgriff. Worum geht es also genau bei dem, was Elkunoviz Stippekohl beigebracht hat? Um eine tatsächlich heilende Methodik oder um die richtige psychologische und handwerkliche Vorgehensweise, um Menschen zu täuschen? Was soll der unseriöse Quatsch mit dem Lineal? Wieso die Edding-Striche an der Ferse? Um etwas zu beweisen? Oder um für den „Master“ eine Hilfslinie darzustellen beim manuellen Geraderücken der Füße?

Ich glaube nicht, dass die „göttliche Aufrichtung“ körperlichen Schaden anrichtet. Denn sie bewirkt außer eventueller Verwirrung und einer sehr viel leichteren Brieftasche rein gar nichts, davon bin ich nach meinem Besuch beim „Master Of Life“ überzeugt. Ich bezweifle auch nicht, dass es Menschen gibt, die sich nach der „göttlichen Aufrichtung“ besser fühlen als zuvor. Vielleicht, weil sie sich zum ersten Mal seit langem entspannen konnten, vielleicht, weil sie sich einfach besser fühlen wollten und einen Anschub dafür brauchten. Ich denke, dass „Wunderheiler“ die Tatsache nutzen, dass sich viele Menschen an bestimmten Punkten „selbst heilen“ können. Auch der Besuch bei einem Therapeuten kann beispielsweise bereits nach dem ersten Mal auch ohne Aktivität des Therapeuten für Menschen „Wunder“ wirken, da ihnen einfach mal jemand zugehört hat. Manchmal reichen Kleinigkeiten.

Ich glaube jedoch sehr wohl, dass „Wunderheiler“ dieser Art gefährlich sein können, nämlich für psychisch labile Personen. Wenn eine Frau im Gästebuch der Website von Pjotr Elkunoviz und seiner Frau schreibt, dass sie unglaublich glücklich über die Behandlung von Elkunoviz ist und demnächst wieder kommen und zahlen wird (da ihre Schmerzen nämlich nach wie vor bestehen), dann wird schnell klar, dass es hier nicht mehr um Tatsachen und seriöse Behandlung von Krankheiten oder Gebrechen geht, sondern um Glaubensbekenntnisse. Menschen steuern „Wunderheiler“ an wie verlorene Schiffe den Hafen.

Und doch: Trotz meiner eindeutigen Zweifel an der Seriösität und Wirkung von Christian Stippekohls Vorgehen habe ich einiges gelernt vom „Master“ und mein Besuch hat daher viel in mir bewirkt, wenn auch nicht das, was mir versprochen wurde.

  • Ich habe gelernt, dass konstantes, unberirrtes Lächeln eine Waffe ist. Politiker wissen es, Showstars wissen es, „Wunderheiler“ wissen es. Freundliches Lächeln macht fast unangreifbar, einem lächelnden Menschen glaubt man fast alles.
  • Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie Psychologie funktioniert. Sogar Skeptiker halten den Mund, obwohl ihnen gerade Unwahrheiten aufgetischt werden, wenn man es richtig anstellt. Klappt auch gut, vielleicht sogar am besten, in Gruppen.
  • Psychologie, fragwürdig gepaart mit dem Stempel „Gott“ oder „Geist“ oder „Heilig“ sichert eine Rückzugsmöglichkeit bei unangenehmen Fragen und sorgt bei gläubigen Menschen meist sogar dafür, dass solche Fragen erst gar nicht gestellt werden.
  • Und die wichtigste Erkenntnis: Mit der persönlichen Unzufriedenheit und der Hilflosigkeit von Menschen lässt sich prima Geld verdienen.

Und ich werde nie wieder vergessen: Es gibt niemanden, der die Dinge für einen gerade rückt. Das muss man selbst machen.

46 Kommentare

  1. 01
    David

    Woooaaah. Mit diesem Bericht hast du heute einmal mehr bewiesen, Johnny, was einer deiner grössten Talente ist: der gesunde Menschenverstand.

    Scheinbar leben wir heute in einer Welt, wo sich Wahrheit und Lüge immer mehr ineinander vermischen, wo sich Menschen ohne eigene Ideale und Ziele sich immer mehr beeinflußbar machen.

    Ein schönes Beispiel war gestern auch die Uri-Geller-Show auf RTL. Ich habe nur ein Teil davon gesehen: Uri Geller wollte bei dem Test ein bestimmtes von fünf Symbolen dem Fernsehzuschauer mittels Telepathie senden. Die fünf Symbole waren das Quadrat, der Kreis, der Stern, die Welle und das Kreuz. Ich empfing das Kreuz. Ob das wohlt mit der ablehnenden Haltung meinerseits gegen solche Zauberer zu tun hat?

    Am Ende der Sendung stellte sich heraus, dass Uri Geller den Stern gesendet hatte. 37% der Fernsehzuschauer und damit die Mehrheit gaben das richtige Symbol via 01379-Nummer durch. Keine Ahnung wie das funktioniert, interessiert mich auch nicht. David Copperfield kann auch nicht fliegen.

    Was mich am meisten ärgert ist jedoch, dass vermeintlich seriöse Moderatoren sich für so einen Schwachsinn hergeben. In diesem Fall war es Günter Jauch. Ich an seiner Stelle würde mir überlegen ob das dem eigenen Marktwert eher nützt oder schadet.

  2. 02

    Der Copperfield Vergleich ist schön. Von Uri Geller war ich als Kind vor ca. 25 Jahren [Edit: Lese gerade, dass das 30 Jahre her ist] schwer beeindruckt und ich war heute fassungslos, dass der Mann wieder in allen (Boulevard-) Tageszeitungen ist. Seine Website ist übrigens eine unglaubliche Ansammlung von Größenwahn.

    Ich habe aber die große Sorge, dass Leute, die sowas machen, sich selbst glauben…

  3. 03

    zu uri geller ist hier eine ganze gute menge gesagt worden. die show gestern war natürlich lächerlich, der „trick“ mit dem stern bzw. den symbolen basiert auf einem ähnlich banalen phänomen wie „rot, geige, hammer“ (bitte selbst googeln).

    jedenfalls danke für den wunderheiler-bericht. bin da immer hin- und vor allem her-gerissen zwischen „wer darauf reinfällt, dem geschieht’s recht“ und angemessener traurigkeit über menschliche dummheit bzw. die ausnutzung derselbigen. andererseits .. ach, oh well.

    danke für den bericht. das ist alles. :)

  4. 04

    Danke für den Link, Frank. Gern geschehen. Ich habe lange gegrübelt, warum es nicht mehr Erfahrungsberichte dieser Art gibt und glaube, dass ist wie beim Urlaub: Wer gibt schon gerne zu, dass das Hotel zu teuer und das Essen schlecht war. Oder hier: Dass er so blöd war, 120 Euro dafür auszugeben. Ich glaube wirklich, dass Leute, denen es wie mir ging, das Erlebnis lieber schnell vergessen.

    Aber mir ist ja fast nix peinlich. :)

  5. 05

    Hallo Johnny! Dank Deiner Ankündigung habe ich diesen Bericht sofort verschlungen. Er erinnert mich an eine Kishon-Geschichte. Kishon sitz mit Gattin in einem Cafe, die Gattin geht „mal kurz die Nase pudern“ und ein Bauchladenbesitzer steuert zielsicher Kishon als den dümmsten Anwesenden an. Er will ihm eine Kamm verkaufen und droht damit, Kishon in den Hintern zu treten, wenn er es nicht macht. Dabei trinkt er Kishons Kaffee.

    Kishon ist völlig perplex und aus einer Mischung von Scham, Übertölpelung und dem Wunsch, kein Aufsehen zu erregen, kauft Kishon einen Kamm. Als der Bauchladenbesitzer gerade geht, kommt Kishons Frau wieder, sieht den Verkäufer und erzählt ihrem Gatten, das dieser Mann mit dreisten Methoden seine Waren verkauft. Kishon tut so, als wenn nichts passiert sei und fragt, ob er denn Erfolg hätte? Nein, meint seine Frau, er wird von den anwesenden Gästen meistens krumm und lahm geprügelt.

    Johnny, ich frage mich, warum Du das Geld gegeben hast. Bitte verstehe mich richtig. Ich will Dich nicht blosstellen oder lächerlich machen. Ich frage mich das nur.

    Noch was. Dieser Mensch hat nichts mit Religion zu tun, sondern nur von den Fähigkeiten der Schlangenöl-Verkäufern aus dem Wilden Westen etwas geerbt. Aber das kommt in der versprochenen und nicht vergessenen E-Mail.

  6. 06

    120 Euro Selbstversuch? Sie sind tatsächlich schräg!

  7. 07

    Lass uns den Blödmann mal ordentlich verscheissern gehen. Mir wäre der Spass locker 120ecu wert. Wir müssen nur ein paar Leute finden, die Lust auf ein wenig Spass und etwas Kohle über haben. Andererseits – wenn eh erst hinterher gezahlt werden muss. Unterschreibt man da einen Vertrag oder irgendwas?

  8. 08
    Katharina

    Der Unterschied von Berliner city-rate zu ärmerem EU-Land-Provinz-Preis ist beträchtlich: wir haben hier im Algarve einen ebenfalls von manchen Menschen als angeblichen Wunderheiler verehrten alternativen Mediziner, der 60 Euros pro session nimmt, allerdings ohne Sai Baba Bild an der Wand, dafür aber ebenfalls mit empfindlichem Holzfussboden („Schuhe aus“) in seinem Haus „Casa Nirvana“ (!). Zumindest die Beinlängenkorrektur und der diagnostizierte Beckenschiefstand kommen mir aus den Berichten meines Liebsten, der vor einigen Monaten dort war, bekannt vor – immerhin folgten darauf einige chiropraktische Handgriffe und sogar medikamentöse Behandlung, und die durchweg körperlichen Beschwerden konnten im Laufe der Zeit gelindert werden.

    Danke jedenfalls für deinen Bericht, menschliche Manipulierbarkeit und Manipulationsmechanismen sind ein ewig wichtiges Thema und zeigen ihre grausigste Form im Faschismus und Nationalsozialismus, auch wenn Hitler und Gobbels es nicht so mit dem Lächeln hatten. Aber Menschen, die Angst haben und nicht wissen, wo’s lang geht für sie, labil und unsicher sind und keinerlei Verantwortung für ihr eigenes Leben (= Denken, Fühlen und Handeln) übernehmen wollen, sind eben leider oft genug leichte Beute.

    Deine Beschreibung von diesem ganzen „Ritus“ erinnert mich an eine Erfahrung aus den frühen 80ern, als ich eigentlich frech-forscher Punk war, aber auch labil und unsicher genug, um mich zu einer Veranstaltung mitschleppen zu lassen, wo man die Erleuchtung von Guru sowieso (die, die in weiss gekleidet waren, also nicht die orangenen Baghwan-Anhänger) weitervermittelt bekam, die letztendlich nur aus drei einfachen Meditationstechniken bestand, um die ein Heidenbrimborium veranstaltet wurde. Vorteil dieser Veranstaltung damals: kostenlos… Aber mein Skeptizismus gegenüber dieser Sorte ewiger Lächler ist geblieben !!!
    Würde mich nicht wundern, wenn das damals in der Markgrafenstr. 62 gewesen war…

  9. 09

    schöner bericht von dir.
    ich find es ja immer wieder amüsant und sogleich erschreckend, was leute so alles glauben. da wird ein bergkristall vor den TFT-monitor gestellt, damit er die strahlung, die rückenschmerzen verursacht „auffrisst“. einmal in der woche muss er gewaschen werden um neue strahlung aufnehmen zu können. für viel zu viel geld irgendein schrott in nem esoterikladen gekauft um die seele zu reinigen. eigentlich schade, die leute könnten ruhig mir ihr geld geben. ich würd’s sinnvoller zum fenster rausschmeissen.

  10. 10

    War eigentlich von euch schon mal einer bei einem Heilpraktiker? So mit Körperströme messen und so? Scheint mir das gleiche zu sein, jedoch mit mehr Akzeptanz in der Bevölkerung. Irgendwelche Erfahrungenen?

  11. 11

    Zum Thema „Warum?“: Steht alles da oben. Vergesst bitte nicht, dass mir der Mann empfohlen wurde.

    Und jetzt XXP gucken [Edit: Das war wohl nix, aber eine Menge anderer erschütternder Unfug. Auch am Sonntag lief nichts über Aufrichter].

    Und bitte diesen Artikel schön verlinken, damit Google etwas davon hat. Danke.

  12. 12

    Super Bericht!
    Habe dein Blog gerade erst (wieder-)entdeckt, und bin direkt von diesem Eintrag gefesselt.
    Dass Problem, bei nachher reflektierten und als „schlecht gehandelt“-betitelten Situationen im Moment des Geschehens nicht vernünftig aktiv geworden zu sein ist mir auch nicht fremd. Ich muss dann immer daran denken, wie langsam wir Menschen doch sind, und vor allen Dingen (und darauf läuft dein Beitrag ja auch hinaus) wie beeinflußbar von Umständen, in deinem Fall der ‚Villa Kunterbunt‘ und ‚Meister Eder auf Drogen‘ mit seinen zwei Pumuckeln. Lächeln versetzt Berge, leider als Konsequenz auch Täler. :(.
    Ich zähle mich irgendwo schon zu der Gattung der Gläubigen, wenn auch sehr eigensinnig und leider für mich immer noch irgendwie ungerechtfertigt, aber ich zähle mich dazu. Wenn ich dann aber so etwas höre, dann ist es für mich nur Abzocke, pure.
    Ach esoterische Steine, die zwar wunderschön aussehen (Salzsteine sind IMHO auch recht hübsch, besonders wenn sie zur „Ausdünstung“ beleuchtet sind) aber sonst eigentlich nur teuer sind, bilden für mich reinsten Humbug. Stein bleibt Stein. Häusle bauen. Aber keine Leben verschönern. Nicht direkt.
    Indirekt, ganz nach dem Motto „Wer glaubt wird stark“, hat natürlich ALLES seine Bedeutung. Gerade liegt eine Büroklammer vor mir. Ich glaube die hat eine verdammt starke Aura…
    Zum Thema Uri Geller, nur wen’s interessiert: Ich hab mir einen Großteil der Show reingezogen, und auch was dazu geschrieben… http://www.andisblog.de/index.php?p=158

  13. 13

    TO GOETZECLAN: bitte nicht heilpraktiker und „wunderheiler“ verwechseln. bin selber n absolut ignoranter und wütender typ und wennde dir die heilpraktikerleute anguckst denkste dir „ey alten, summer of 68 is over“ aber es basiert alles auf in echt ich sag mal so grob asiatische traditionsmedizin, tausend jahre alt oder wie. und in china gibts so richtig unprätenziös akkupunkturmassenabfertigung, nich so halbeso wie hier. also ich würd sagen, dasses sich bei den heilpraktikern tatsächlich um echte alternativen handelt, da wird ja auch viel mit ernährung gemacht und so. jetzt mal als halblaie gesprochen.

  14. 14

    mensch johnny: deine fotos sind göttlich!

  15. 15

    dabei fällt mir noch ein:
    schönes thema auch:
    „Neurolinguistische Programmierung“
    bzw
    http://www.glitch.de/Specials/gaensebluemchen.mp3

  16. 16

    > bitte diesen Artikel schön verlinken, damit Google etwas davon hat.

    euer wunsch sei mir befehl, sprach google ..
    aka „hat geklappt“. :)

  17. 17
    Claudia

    Danke für diesen „heilsamen“ Erfahrungsbericht – Humor hilft, besonders wenn man sich über sich selbst bzw. den Verlust von 120 Euro ärgern muss! Auch meine Freundin und ich sind ziemlich verwirrt und ohne spürbare Wirkung aus dem „Master of Life“-Center entlassen worden. Ich war auf Empfehlung da und wusste vorher nichts von Titel und Ablauf der Veranstaltung. Daher war ich schon etwas irritiert, beim Einchecken zur „Göttlichen Aufrichtung“ (huch?!) zu einer Gruppenheilung mit Vorführeffekt geladen zu werden. Gerade wenn man mal nicht so gut drauf ist, wünscht man sich für so viel Geld doch eher eine Behandlung unter vier Augen. Ich zumindest. Wie Johnny schon sagt, lässt Herr Stippekohl in seinem Auftreten keinen Zweifel daran, dass es unangebracht ist, seinen zahlreichen Behauptungen zu widersprechen oder kritische Äußerungen zu machen. Als Laie mit jahrzehntelangem Wirbelsäulenschiefstand frage ich mich zum Beispiel, was ich nach der wundersamen Begradigung mache, um meine gewohnten Fehlhaltungen und die unterschiedlich entwickelte Muskulatur auszugleichen. So ganz ohne Arbeit, sprich Krankengymnastik, geht’s dann wohl doch nicht. Der „Master of Life“ gibt darauf keine Antwort. Schließlich ist man geheilt, und wenn nicht: selber schuld! Die einzige Empfehlung der charmanten Assistentin zum Thema Nachbehandlung: mindestens vier Reiki-Sitzungen in kurzen Abständen! Was die nun wieder kosten würden, will hier hoffentlich keiner mehr wissen.

  18. 18
    Elke

    Ich war im Master-of-Life, weil sich meine Freundin begradigen liess und davon schwärmte. Und ich teile die obigen Beobachtungen. Allerdings war ich da, weil ich wissen wollte, wie die Konkurrenz so arbeitet.
    Er macht mit seinem Lädchen bestimmt einen guten Umsatz, ganz auf Kommerz ausgerichtet. Ich fand es sehr interessant zu sehen, welchen Kundenkreis er anzieht. Die meisten sahen aus, als ob es ihnen schwer fällt, die hohen Preise zu bezahlen. Aber sie erhalten dafür ein bißchen Lachen, Freude und Glück. Und ist es das nicht wert? Und der große Master lässt sich auch herab und spricht mit seiner Klientel – und alles lächelte glückseelig. Man kannte sich. Man kann es sich leisten. Man ist wer. Endlich.
    Die Schwingung im Laden war ganz sauber, aber unheimlich niedrig. Das ist mir gleich aufgefallen und hat mich gewundert. Normalerweise hält sich hohe (Heil)Schwingung und löst niedrige auf. Aber es ist, wie es ist, jeder kommt zu dem Lehrer, den er braucht. Oder hier nicht braucht. Ich hätte mir von Herrn K. allerdings nicht einmal eine kostenlose Reiki-Behandlung geben lassen.

  19. 19
    Wojtek

    Wie traurig!
    Der Autor so schlecht eingestellt,so mies drauf und so sceptisch…
    Kann ich verstehen aber nicht akzeptieren!
    Ich selber hab`die Erfahrung gemacht und muss sagen das war echt gut!
    Mir geht jetzt viel besser,bin mehr offen auf neue Energie (Sai? Möglich :-) )
    Sehr Schade das alles hier so negativ (tja,das EGO lässt grüssen) vorgestellt würde.
    Ich würde empfehlen dahin zu gehen und sich selbst zu überzeugen!DAS KOSTET NÄMLICH NICHTS!!!
    Genau wie mit Sai-ist besser nach Indien zu gehen und Ihm „Life“ zu erleben,als sich sagen zu lassen … „Beastie Boys Crew“ Bild hängt an der Wand!
    EINFACH NUR TRAURIG!!!!!!!!!!!!

  20. 20
    Kathrin Douté

    Noch nie habe ich einen Bericht gelesen, der so wortwörtlich von mir stammen könnte. Ich war auch mal bei diesem Betrüger, aus fast den gleichen Gründen und vorallem war mein Endruck von dem Mann und seiner Reaktion auf Fragen exakt der gleiche. Ich suche immer noch nach Berichten drüber, wie das damals bei ihm wirklich war, seiner Aussage nach ist er ja von einer fast kompletten Bewegungsunfähigkeit (durch Verknorpelung der Wirbel o.ä.) geheilt worden. Leider ist eine Freundin von mir von dem Typen völlig infiziert und denkt so positiv, dass es schon wieder abschreckend ist.

  21. 21
    Jessika zur Lippe

    [Kommentar auf Wunsch der Autorin gelöscht]

  22. 22

    Zwischenzeitlich arbeite ich auch mit der Göttlichen Aufrichtung. Es muß halt jeder für sich selbst herausfinden, was ihm gut tut. Der eine braucht den Trubel und viel Lärm mit anderen, der andere geht lieber ganz ruhig und allein, lässt sich behandeln.
    Ich würde nie über jemanden den Stab brechen, kann nur sagen, ob es etwas für mich wäre oder nicht oder wie es auf mich wirkt. Meine Freundin ist auch Heilerin und schwört auf ihn, also bitte! Sie war nach einer Behandlung ihre Rückenschmerzen los.
    Wer zu mir kommt, weil er Heilung sucht, muß auch immer mitarbeiten. Wir Heiler sind ja eben keine kommerziellen Unternehmer, sondern nehmen sich des Einzelnen an.
    Nach meiner Methode ist die Göttliche Aufrichtung eine Behandlungsfolge von drei Sitzungen. Weil die freiwerdenden Blockaden nach und nach aus dem System gelöst werden. Es treten immer wieder Elementale hervor, die ins Licht entlassen werden müssen.
    Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden!
    Im übrigen: Du erlebst, was Du bist.
    http://www.einfach-nur-heilen.de

  23. 23

    [Kommentar auf Wunsch der Autorin gelöscht]

  24. 24

    Was’n hier los? Plötzlich den Artikel gefunden und als hübsche Werbemaßnahme für das eigene Geschäft entdeckt? Naja. Wer’s braucht.

    „Du erlebst, was du bist“. Aha. Kommt in die Flachheiten-Kiste, direkt neben „Carpe Diem“.

  25. 25

    [Kommentar auf Wunsch der Autorin gelöscht]

  26. 26

    [Kommentar auf Wunsch der Autorin gelöscht]

  27. 27

    Anonym?? Aggressiv???

    Herrje.

  28. 28
    Susi

    Jedem wie er will – ich kann Johnny nur beipflichten – es ist gekonnter Betrug – habe es selbst erlebt – bei oberguru protr. Ich weiss nicht wie gross das Wort W A R N U N G geschrieben werden muss. leider!!!

    in diesem Sinne – eine g u t gemeinte Wahrung an alle

    und danke an den Verfasser der Seite, denn man braucht auch Mut gerade gegen solche Leute – thanks a lot :-) & peace for you

    susi

  29. 29
    amalia

    TOP-BERICHT!
    …. ich glaube, dass es heilung gibt .. ich glaube aber auch, dass man kritisieren darf und sollte, … deinen bericht zu lesen, hat lust gemacht auf mehr … ich denke dass wahre heiler oder wie auch immer man menschen mit besonderer sensibilität nennen mag, kaum hilfsmittel brauchen und einfach machen & nicht missionieren
    ps:
    … & man sollte immer der eigenen intuition folgen, schief oder grade!

  30. 30
    Kanani

    Hi,

    ich kenne 3 Leute, die sich bei Ch. St. haben „aufrichten“ lassen. 2 waren ihre Schmerzen los, und bei 1 Person wurde eine starke Skoliose fast vollständig begradigt . Das hat mich schon beeindruckt, da ich die Person schon jahrelang mit der Skoliose kannte.
    Bildet euch eure eigene Meinung.

  31. 31
    alba63

    Hallo Johnny,
    nachdem ich kürzlich von einem Physiotherapeut wegen meiner Wirbelsäulenprobleme den „master of life“ empfohlen bekam, habe ich zuerst dessen Website(s), dann Deinen schon etwas älteren Beitrag ergoogelt.

    Bereits beim Betrachten der Website „master of life“ schrillten jedoch bei mir alle Alarmglocken, da wird mir etwas sehr (!) viel Marketing und Eigenwerbung betrieben, es geht dabei ja auch um beträchtliche Geldsummen.

    Dein sehr gut geschriebener Bericht bestätigt daher meinen Eindruck bestens.

    Und so habe ich meinen ursprünglich gefassten Plan, den „Master of life“ zu fragen, ob er bereit und vertrauensvoll genug (in seine Arbeit) wäre, bei Nicht- Erfolg auf die Hälfte seines Honorars zu verzichten (Krankenkasse zahlt ja nicht), gleich wieder fallengelassen, ich fürchte, auf so banal materielle/ ökonomische Erwägungen wird sich Herr Stippenroth eher nicht einlassen wollen.
    Erstaunt bin ich auch immer wieder, wie selbstverständlich gewisse Leute in Ihren Angeboten „Vertrauen“, göttliche Energien auf der einen Seite, und großzügige Honorare auf der andern Seite harmonisch in einen Topf stecken.
    Aber offenbar haben genügend Hilfesuchende keine Probleme mit dieser Gleichung. Nachdem ich schon einige erfolglose alternative Behandlungen erfahren durfte, bin ich da inzwischen etwas pragmatischer und zurückhaltender, man muss nicht alles selbst ausprobiert haben.

    Gruß, Bernhard

  32. 32
    doc olliday

    Hallo Johnny, hallo Leute!

    Zunächst erstmal herzlichen Dank an Johnny, dass er hier öffentlich einen Diskurs über ein Thema anstimmt, dass man im öffentlichen Rahmen kaum ansprechen kann. Denn nur durch die Darstellung gegensätzlicher Positionen kann man Dinge kritisch hinterfragen. Für einen Skeptiker/ Empiriker wie mich das A und O, um sich überhaupt eine qualifizierte Meinung bilden zu können. Wichtig finde ich allerdings, dass dabei auf Polemik oder Anklagen verzichtet wird – schließlich hat auch in einem Blog jeder das Recht auf seine Meinung.

    Genug der Vorrede…

    Montag war ich selber zur „Göttlichen Aufrichtung“ bei Christian Stippekohl und habe meine ganz eigenen Erfahrungen dabei gesammelt, die sich teilweise mit denen von Johnny decken und teilweise so ganz anders waren. Ich möchte vorher nur kurz ausführen wie ich überhaupt an ihn heran kam:

    Einer meiner Kollegen hat eine Lebensgefährtin (Mitte 30), die vor ein paar Wochen von Ihrem Orthopäden an einen Chirurgen überwiesen wurde, weil die Schrägstellung/ Verdrehung ihrer Hüfte zunehmend ernsthafte körperliche Beschwerden verursachte. Geplant war nun eine OP bei der ihr Becken mehrfach künstlich gebrochen werden sollte, um es so in eine andere Form zu zwingen. Danach würden dann 6 MONATE Gipsbett, Schmerzmittel und viele Jahre Krankengymnastik/ Reha folgen. Aussicht auf vollständigen Erfolg und dauerhafte Schmerzfreiheit nicht ganz so toll -> Stimmung der Dame ziemlich schlecht. Nun habe ich weiterhin eine Kollegin, die wöchentlich mit neuen Wehwehchen und dazu passenden PHÄNOMENALEN UNGLAUBLICH (UN)WIRKSAMEN Heilmethoden aufwartet. Eine echte Plage für rationale Menschen;-)
    So blieb es natürlich nicht aus, dass sie auch Wind von dem Leiden der besagten Lebensgefährtin bekam und da hatte Sie sofort die passende Heilmethode parat: die Göttliche Aufrichtung. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass jemand, der kurz vor dem künstlichen Hüftbruch steht, gerne bereit ist nach jedem Strohhalm zu greifen, auch wenn dieser 130 € kostet. Insbesondere da ja der Vorgang gänzlich ohne körperliche Manipulation von statten geht. Kurzum: Die Aufrichtung wurde ähnlich wie von Johnny beschrieben durch Christian S. vorgenommen, die Hüfte und auch Wirbelsäule sind jetzt gerade, die OP ist abgeblasen und die Ärzte streiten sich wer hier zu blöd ist seine Arbeit richtig zu machen! So spielt das Leben:-)

    Zurück zu meiner eigenen Erfahrung…

    Ich war also am Montag dort in der Markgrafenstr. und habe mich aufrichten lassen. Gezahlt habe ich dafür nichts, weil Kollege mit besagter Lebensgefährtin den ollen Skeptiker (also mich) bekehren wollte, der ja noch immer nicht an diese astrale Kraft glaubte. Somit habe ich nur fremdes Geld über den Tresen gereicht! Abgeneigt war ich der ganze Geschichte gegenüber nicht, schließlich habe ich seit meiner Kindheit ein kürzeres rechtes Bein und die logisch folgende schiefe Hüfte mit abschließendem Fragezeichen in der Lendenwirbelsäule (alles 2001 amtlich festgestellt und per Röntgenbild dokumentiert, weil ich mich damals für eine Ausbildung im ÖD beworben hatte und deswegen abgelehnt wurde). Als Junior musste ich oft zur Krankengymnastik, um meine Rumpfmuskulatur zu stärken, damit die Wirbelsäule nicht so belastet wird und ich endlich mit geraden Schultern durchs Leben schreite. Das Fersenkissen im rechten Schuh wurde seit damals zum festen Bestandteil des Schuhneuerwerbs. Aber alles nicht zielführend: Letzen Freitag hat mein (neuer) Orthopäde (gleiche Praxisgemeinschaft) meinen Rücken begutachtet und eine Verschlechterung festgestellt. Beim Beinlängentest im Sitzen und im Liegen ergaben sich Unterschiede von jeweils 1 bzw. 2 cm. Also auch noch eine Blockade in der Hüfte. Lösung: Schuheinlagen nach Maß. Kosten fürs Ausmessen mit Wärmebildtechnik 100 € (zahlt die Kasse nicht) und vorherige Einrenkung (AUA!?!), sowie 20% Selbstbeteiligung für die Einlagen. Alles geplant für den 26.06.2008.
    Somit betrat ich den Therapieraum des Master-of-Life-Zentrums voll skeptischer Hoffnung. Neben mir waren dort vier weitere Menschen versammelt – 2 Kandidaten fürs Aufrichten und jeweils eine bereits aufgerichtete Begleitperson. Die Atmosphäre im Raum war ruhig (keine Musik) und friedlich. Bald erschien Christian, der sich kurz vorstellte und die Du-Sie-Frage mit den Neulingen klärte. Dann durften wir uns selber und unser Anliegen darstellen. Ich war als letzter dran (meinen Sitzplatz links außen hatte ich selber gewählt) und habe sofort klargestellt, dass ich SEHR skeptisch sei. Christian hat sich davon nicht verunsichern lassen – im Gegenteil. Er hat fröhlich von seinen Erfahrungen und seiner Vorstellung von der ganzen Thematik geplaudert und alle meine Zwischenfragen ausführlich beantwortet, bis mir keine mehr eingefallen sind.

    Dann ging es los und der erste Krumme wurde vor einen großen Spiegel gestellt. Der Rest stand 2 Meter hinter ihm, dazwischen Christian, der mit seiner Assistentin die Fehlstellungen von Schulterblättern, Wirbelsäule und Hüfte mittels seiner 50-cm-Holzlineale veranschaulicht hat. Dabei hat er immer wieder auf das Feedback des Kandidaten zurückgegriffen, ob er auch direkt unterhalb der Schulterblätter ansetze, seine Finger wirklich dem Verlauf der Wirbelsäule folgten und ob der die mit der Schmalseite angesetzten Lineale (verbiegen ausgeschlossen) wirklich maximal auf die Hüftkämme drücke. Die teilweise auch ohne Lineal offensichtlichen Schiefstände wurden durch vorhandene Kleidung — wenn überhaupt — minimal verfälscht. Der Gesamteindruck war allemal sehr anschaulich. Nun ging es für den Aufzurichtenden auf die ClapTzu-Liege: Socken ausziehen. Mit ausgestreckten Beinen sitzen — Winkel zum Oberkörper möglichst 90° – abstützen erlaubt. Beide Knöchel auf gleiche Höhe ziehen und gegenüberliegende Striche mit schwarzem Filzstift. Bitte Becken anheben und locker absetzen. Kurz unter die Ferse fassen durch Christian und Beine leicht schütteln — keine verfälschende Muskelspannung. Knöchel rechts ca. 1 cm oberhalb Knöchel links — schwarzer Filzerstrich. Jetzt hinlegen — Knöchel rechts 1,5 cm UNTERHALB Knöchel links — tolle Asymmetrie! — neuer Filzerstrich. Wieder hinsetzen.
    Nun wurde es spannend: Christian guckt dem Kandidaten ins (durchs) Gesicht, der guckt verlegen, etwas hilflos zurück. Christian bewegt die Hände als wenn er etwas aus der Luft greift. Ich glotze auf das rechte Bein (Kniehöhe) des Kandidaten, welches sich bewegt — eine langsame gleichmäßige Bewegung. Schon fertig. Alle gucken auf die ersten Filzerstriche: Sie sind von alleine auf gleicher Höhe. Hinlegen, Hinsetzen, Beckenanheben, keine Veränderung.
    Wieder vorm Spiegel. Sieht viel besser aus. Nachmessen bestätigt das. Holla!

    Nun folgt Kandidatin Nummer 2 auf gleiche Weise — alles Prima, jetzt ich“¦

    Nun ja. Ich habe Neurodermitis und bin froh, dass ich angezogen bleiben darf. Habe keine Lust meine Kratzstellen zur Schau zu stellen. Dünne kurze Hose und T-Shirt sind ja auch nicht all zu viel Stoff, der dem Nachfühlen der Vermessung im Wege stehen würde. Christian misst ordentlich und an den Punkten, die angibt. Nun auf die Liege, aber bitte mit Socken, wegen der Kratzstellen zwischen den Zehen. Überhaupt kein Problem. Ich soll mich möglichst entspannen und nicht schämen. Puh! Das folgende kenne ich vom Orthopäden, wobei dieser ordentlich an meinen Beinen gezerrt hatte, während ich hier nur eine lockere Beinhaltung nachweisen muss. Die Ergebnisse fallen wie bereits oben beschrieben aus. Weil ich keine schwarzen Striche bekomme, darf ich die Position meiner Knöchel im Handspiegel nachvollziehen. Ich werde allerdings im Liegen aufgerichtet ;-) Auch schön: dann brauche ich Christian nicht direkt anzugucken, sondern nur die Zimmerdecke, weil dieser gerade hinter mir steht und sich nicht über mich beugt. Aus den Augenwinkeln nehme ich seine Handbewegungen wahr und frage mich was von mir erwartet wird. Plötzlich spüre ich einen leichten Druck der sich meiner rechten Körperhälfte bemächtigt und diese nach unten (zu den Füßen) schiebt. Habe schlagartig das Gefühl völlig schief zu liegen, bin aber nach optischer Begutachtung im Spiegel seit 28 Jahren das erste mal gerade. Hä? Was war das denn jetzt?
    Ab vor den Spiegel, aber angezogen erkenne ich nichts. Christians Nachmessungen sprechen eine deutliche Sprache — vor allem in Bezug auf die Wirbelsäulenkrümmung (rechts-links). Anscheinend weg! Oder nur scheinbar?? In den letzten Tagen habe ich mich jeden Tag auf dem Boden gesetzt und die Knöchelposition bei ausgestreckten Beinen kontrolliert. Heute habe ich sogar meine Lieblingskollegin gebeten wie der Orthopäde an meinen Füßen zu zerren — keine Veränderung, beide Knöchel auf gleicher Höhe. Nur das Becken ist noch immer schief. Das sehe ich nackt im Spiegel mehr als deutlich. Oder ist es nur der Rest vom Körper, insbesondere die Muskeln, welche noch nicht kapiert haben, dass nach 28 Jahren von jetzt auf gleich alles anders geworden ist. Montag bin ich wieder beim Orthopäden und dann weiß ich mehr. Nötigenfalls muss er mich röntgen.

    Nun frage ich mich die ganze Zeit was mir lieber ist: 1.) Alles nur Einbildung. Am 26. werden meine Schuheinlagen ausgemessen. Meine westeuropäische, aufgeklärte, logische, naturwissenschaftliche, empirische Sichtweise ist weiterhin gültig. Oder 2.) durch die Einwirkung einer unsichtbaren Kraft, die durch die Luft auf mich oder in mir gewirkt hat, ist meine bisher lebenslange Fehlbildung verschwunden. Ich muss meinen Blickwinkel neu justieren.
    Ich würde es nicht lieben in meinen atheistischen Glaubensgrundsätzen erschüttert zu werden, aber ich stehe auch nicht auf die Aussicht, durch erhöhten Gelenkverschleiß irgendwann einmal unter Dauerschmerzen leiden zu müssen“¦

    Ich möchte eigentlich noch ein paar Sätze zum Thema Abzocke und Esoterik im fortschreitenden Stadium loswerden, aber ich will ja auch noch etwas zu erzählen haben, wenn ich Euch vom Orthopädentermin berichtet habe.

    So long!

    Olli

  33. 33
    Peggy

    Meine Tochter und ich waren auch bei Christian!! (Gott sei Dank) denn sonst könnte meine Tochter heut noch NICHT laufen!! Sie wurde krumm wie eine Banane geboren und sollte 1 Jahr liegend in ein Gestell und zwar dringend!! Das tat mir im Herzen weh!! Ich hörte aber von Christian und fuhr zu ihm (denn jeder Versuch DIES meiner Tochter zu ersparen, war es mir wert) und wie sollte er mit einem Dauergrinsen ein Baby beeinflussen!!????????!! ALLE konnten sehen, wie meine kleine sich innerhalb von 2 Minuten begradigte und das war wie ein Wunder!!! Warum brauchen die Menschen denn immer für alles eine Erklärung??? Ich habe nicht alles verstanden was er erzählt hat und vielleicht auch gar nicht richtig zugehört, da ich es auch für quatsch hielt aber ich bin ihm unendlich dankbar, dass meine Mausi laufen lernen konnte (mit gleichaltrigen) und sie SOOOO Lebenslustig ist, das sie jeden noch sooo griesgrämigen Menschen auf der Strasse damit ansteckt wenn wir unterwegs sind!!! Ich war 3 Tage darauf wieder beim Arzt (aber behielt diese Aufrichtung für mich, da Ärzte auch für alles eine Erklärung brauchen) und sagte der Ärztin, dass ich glaube, dass es dem Kind besser ginge… Nach 2 maligem Röntgen und mehrmaligen Aktenwälzen meiner Tochter, meinte sie, dass die kleene kerngesund sei und sie kein Gestell mehr benötige!! Ich tat verwundert und fragte wie das möglich sei da es doch sooo eilig war mit dem Gestell und darauf wurde sie unfreundlich und sagte, „SOWAS KANN SICH AUCH VERWACHSEN“… ich meinte zu ihr, dass das aber ein tolles Kind ist was ich da habe, wenn sich sowas in 3 Tagen verwächst.. hihi…
    und er hat sie nicht einmal angefasst!!! DANKE CHRISTIAN!!!!!!!!!!

    P.S.: Wer nicht zu Christian geht wenn er ein Leiden hat, dem gehts nicht schlecht genug!! Ich verstehe auch nicht was er da tut und icht glaube auch nicht an Gott oder so’n kram und ich bin kein Mensch der leicht zu beeinflussen ist!!! Eigentlich interressiert mich auch nicht wie es funktioniert was er da tut.. Das Ergebnis zählt…und das erstklassig!!!!

  34. 34
    Sergio

    Also ich war bei der Jessi Haefner http://www.helfen-durch-heilen.de und bin positivst überrascht.
    Mir tat mein Knie tierisch weh und die Ärzte haben geröntgt und gesalbt.
    Toll. Als privat versicherter sehr teuer und hat NICHTS gebracht.
    Da höre ich von der Tierärztin meiner Arbeitskollegin von der Jessika Haefner. Sat1 hat mal ne Reportage gedreht über die Jessika. Das Video hab ich mir angeschaut und hab gedacht… Machen…
    Ich rief sie also an und erzählte von meinem Knie. Sie schaute sich am nächsten Tag mein Knie an und fing auch gleich an…
    Sie tastete am Knie, am Magen (?!) schaute mir in die Augen , hob das Augenlid an und sagt: „Du hast ein Problem mit dem Maggen!“
    Woher wusste die das . Stimmt.
    „Und Deine Leber ist nicht in Ordnung…. “
    Ich bin wegen meinem Knie bei ihr und Sie erzählt mir was von Magen und Leber… Und hat sogar recht !!! WOW…
    Sie fummelt mir an den Zehen herum und ich heule auf.
    Aua… „Ok. Du hast ne blockade im Knie! Die Nervenbahnen gehen durchs Knie und betroffen ist auch Leber und Magen.“
    Ach so ist das….
    Na gut.
    Sie schlug mir das nächste vorgehen vor und fragte ob Akupunktur ok sei. Klaro… Mach ma :-)

    Sie nimmt ihr Köfferchen und zieht silberne dünne Nadeln hervor.
    Sie bittet mich tief ein und auszuatmen. Beim ausatmen drückt sie vorsichtig die Nadeln durch die Haut.

    Wow… Bei einigen Nadeln merke ich dass es dort richtig zwirbelt.
    „Das ist auch gut so, denn genau da wo es zwirbelt ist auch eine extreme blockade. Damit lösen wir sie“

    Naja… Ende vom lied:
    Sie bereitete mich darauf vor, dass morgen wohl eine erstverschlimmerung kommen könne. Aber keine Angst, am Tag darauf sei es bestimmt alles weg.

    Und so war es auch. Abends schon wurde es schlimmer mit den Schmerzen, aber am nächsten Morgen schon war alles weg! Keine Schmerzen mehr im Knie!!!

    Nun machen wir uns gemeinsam an den Magen und die Leber…
    Nicht mit saufen, sondern mit der Behandlung!

    Ich kann sie nur empfehlen!!!

    Diese Heilpraktikerin weiß genau wovon sie spricht!!!

  35. 35
  36. 36
    Gargamel

    Der Artikel gefällt mir gagnz gut.
    Das dürfte auch der Grund sein, warum ich meine Frau auf diese Veranstaltung erst garnicht begleiten will.
    Man kommt da mit vernünftigen Argumenten nicht weiter.
    Eine Inszenierung für gutgläubige Menschen.

    Eigentlich hab ichs ja wie jemand bereits oben geschrieben hat. Wer sein Geld dafür ausgiebt hats nicht besser verdient.

    Nunja, leider gehts dabei um mein Geld.
    Deshalb ärgerts mich auch so sehr.
    Als nächstes müssen unsere Kinder hin.
    Und dann die Haustiere per Fernwartung, oder wie auch immer.
    Traurig.

    Ein toller Bericht – Danke.

  37. 37
    Tibo

    Wenn man sich durch die Kommentare liest, scheint es ja hier zwei Lager zu geben – das der Verfechter der Scharlatanerie und das der Geheilten. Die einen lassen sich nicht davon beeindrucken, dass es anscheinend doch positive und medizinisch unerklärliche Heilergebnisse gibt, die anderen können nur auf ihren subjektiven Erfahrungen beharren.
    Aber kann es nicht sein, dass es einfach beides gibt? Menschen, die von Christian tatsächlich geheilt werden und andere, bei denen es nicht funktioniert hat? Ist er deswegen ein Lügner oder Betrüger? Dann müsste man über die Hälfte oder mehr der Ärzte auch als Lügner oder Scharlatane bezeichnen, denn auch sie können nicht jeden Patienten heilen, auch wenn sie es mit ihren Maßnahmen vorgeben.

  38. 38
    Tibo

    @doc olliday: Du hast vergessen, das Ergebnis zu posten! Was hatte Dein Orthopäde dann 2 Tage später gesagt???

  39. 39
    doc olliday

    @Tibo: Wow, stimmt. Na, das ganze ist ja ne Weile her, aber ich erinnere mich noch ganz gut (und das Nachlesen im eigenen Eintrag hat die letzten Lücken gefüllt): Also, meine Beine sind immer noch von unterschiedlicher Länge. Zwar bin ich nach wie vor sicher, dass Christian Harb (so heißt er heute), damals etwas ausgelöst hat, denn ich konnte es sehen und fühlen. Aber mein Problem hat es nicht behoben. Was der Grund dafür ist, habe ich nicht zu ergründen versucht (vermutlich müsste ich per MRT oder Röntgen meine Knochen nachmessen lassen, um Gewissheit zu erlangen). Ich denke, jeder sollte hier selber entscheiden, ob er das ausprobieren möchte – die Kosten sind ja überschaubar. Der größtmögliche Schaden sind enttäuschte Hoffnungen und wenn es funktioniert, ist es definitiv besser als die Knochensäge o.ä.

    Beste Grüße

    Olli

  40. 40
    ponyhof

    ich bin froh dass sich mein weg mit dem von christian gekreuzt hat
    ich glaube dass er eine fähigkeit besitzt von der er selbst nicht weiss was es genau ist.
    ich stell es mir immer vor wie strom, wer wusste vor 300 jahren was das genau ist und was er bewirken kann, trotzdem gibt es ihn schon immer
    heute zu glauben dass man alles weiss ist genauso unmöglich
    es gibt noch sooo viele ungelöste rätsel…
    jemanden zu treffen der meine eigene energie ins gleichgewicht gebracht hat ist für mich ein wunder dass mir in meinem leben passiert hat welches ich mir nicht erklären kann. ich sag einfach Danke! ;)

  41. 41
    Annette

    Hallo,
    dein Bericht ist Klasse (y) . Mein Mann leidet unter MS und er hat auf „Anraten“ vieler Bekannter ebenfalls so eine „göttliche Aufrichtung“ über sich ergehen lassen. Haargenau die gleich Vorgehensweise, incl. Linealvermessung :D Im Anschluss der „Behandlung“ wurde der Beweis für die Aufrichtung per Foto gemacht, und siehe da….die 5cm Unterschied in Schultern und Becken waren verschwunden. Komisch nur, das mein Mann durch seine MS eine permanente Muskel- und Wirbelsäulenverkürzung hat (die auch bei seinem Termin eine Woche später beim Orthopäden immer noch vorhanden war ). Zudem sollten wir noch für ca. 100 Euro bei der Heilerin diverse Heilsteine zur „Aurareinigung“ käuflich erwerben. Das einzig Positive war, das die Reiki Behandung für meinen Mann sehr entspannend war ;)
    Unser Fazit: Wer dran glaubt, bitte schön!

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