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Demnächst: Gitarrenviren

Seit Jahren brüten die alten Herren von Gibson (zwecklos mit Safari…) vermutlich darüber, wie eine „moderne“ E-Gitarre auszusehen hat. Und präsentieren uns jetzt eine Les Paul mit Ethernet-Anschluss. Kein Witz.

Mit einem Ethernet-Kabel kann die Gitarre eine spezielle, mitgelieferte Hardware ansteuern, die letztendlich sicher nichts anderes als ein Synthesizer sein wird, der von der Gitarre getriggert werden kann.

Der CEO von Gibson USA, Henry Juszkiewicz, sagt voller Begeisterung über das für dieses Jahr angekündigte Gerät:

Das ist nicht einfach eine Gitarre, das ist eine Plattform!

Vorbei also die Zeiten, in denen Rocker beim Wort „Plattform“ an Schuhe dachten.

Mal ehrlich, Gibson: Um bei Bands zu landen, die sowas wirklich benutzen, müsst ihr euch schon etwas mehr Mühe mit dem Design geben…

10 Kommentare

  1. 01
    Loralitilli

    Wenn eine Gibson dann bitte schön die LP Costum in Schwarz mit goldener Mechanik… das Teil is der Hammer und ansonsten nehm ich dann lieber vom Design her die: http://www.espguitars.co.jp/artist/2005/dir_en_grey/kga580.jpg

  2. 02

    Wenn dann der W-Lan-Adapter rauskommt, darf man aber bei Live-Auftritten nie vergessen die Firewall zu aktivieren, sonst läuft man noch Gefahr, dass sich jemand einklingt und andere samples uploaded. Das könnte peinlich werden.

  3. 03

    Endlich: Mails checken auf der Bühne!

  4. 04

    Soweit ich das von unserem Gitarristen gehört hab, ist es weniger ein Synthie, der da hinten dran hängt, sondern vielmehr eine vollwertige Ampsimulation. Line6 hat sowas auch in Petto, nur daß da die Amp-Sim direkt in die Gitarre gebaut wurde. Sowas ist natürlich nichts für Klangpuristen, aber für Gitarreros mit kleinen Budgets und so halbe Elektro-Proleten wie uns ist das natürlich eine feine Sache. Unser letzter Gig lief testweise tatsächlich nur via Ampmodeling, Herr Gitarre und Herr Bass hatten keine Verstärker bei und sind über zwei billoge Amp-Sims im Hosentaschenformat nur via DI-Box raus. Ich als Elektroniker war der einzige, der Skepsis hatte, weil ich mir das nicht vorstllen konnte. Aber unter’m Strick klang’s sogar besser als sonst, da bei Benuttzung der richtigen Parameter der Klang irgendwie „kontrollierter“ ist, und weil die Idioten am FOH-Mixer tatsächlich nix falsch machen können, wenn Sie nur den DI-Kram kriegen. Zumal sich das auf dem Rider auch immer geil liest: Elektro-Punk-Band mit 10 DI-Boxen und 3 Mikros, sonst nix…

  5. 05

    Verstehe. Geht sowas nicht auch mit sowas?

  6. 06
    jhns

    guitar rig funzt tatsächlich ziemlich gut. um mal eben schnell was aufzunehmen ist das perfekt… aber auf meinen fender twin möchte ich auf der bühne dann doch nicht verzichten.

  7. 07

    @ Johnny, geht auch mit sowas. Wie gesagt, die Klangpuristen kommen da nicht so mit klar, und ich hab das live auch noch nicht so ganz überwunden, plötzlich keinen Schall-Druck mehr vom Kollegen mit dem Ast im Nacken zu spüren – aber mir kann’s ja auch egal sein. Bei uns passt das klanglich, da wir Gitarren meistens eh pur aufnehmen, und dann mittels Plugins verzerren. Da ist das Guitar-Rig natürlich erste Sahne…

  8. 08
    sven

    Der Witz daran ist das jede Gitarrenseite (also 6) einen eigenen Output hat. Man kann also an jede Seite einen Amp (also 6) mit jeweils eigenen Effekten etc. anschließen. Oder im Studio beim Aufnehmen immer 6 Spuren verbraten…
    http://www.gibsondigital.com/separation.html (link geht auch mit Safari)

  9. 09

    Mal ne Frage: Kann man damit auch Musik machen?

  10. 10

    Ich glaube, wenn man einen Gitarristen hinter dieser Gitarre hat, soll man damit auch noch Musik machen können. Der würde dann aber den analogen Output benutzen. Wozu denn digital, wenn man spielen kann. X-D

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