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Na super.

Nichts gegen Kritik, überhaupt nicht. Und auch nichts gegen das Blog von Herrn Sixtus. Aber was das soll, verstehe ich nicht.

Sind wir jetzt hier beim Ich-bin-weiter-vorne-als-ihr-Schwanzvergleich? Ist da jemand sauer, weil er nicht eingeladen war? Soll die Leipziger Buchmesse mit der CeBIT fusionieren? Glaubt jemand wirklich noch, dass die Zukunft mit Eso-Geplänkel, Chill-Out-Loops und natürlich amerikanischen Huuuuu-Flüsterstimmen unterlegt sein wird? Und sich dann auch noch nach einem SONY-Label benennen wird?

Meine Güte. Ich hätte lieber eine spannende, gut recherchierte, unterhaltsame und eigene Zukunftsversion von Herrn Sixtus gelesen, als diesen IMHO ziemlich falsch platzierten Hass.

Die Volksfront von Judea? Pah!! Wir sind die judäische Volksfront!!!

Monty Python, Das Leben des Brian

(Anmerkung: Das in diesem Text und bei Mario verlinkte Flash-File ist tatsächlich sehr sehenswert und skizziert eine durchaus denkbare Version einer nahen Medienzukunft, mit der ich nichts zu tun haben will. Sie hat recht wenig mit dem Gespräch zwischen Alphonso und Patalong auf der Buchmesse zu tun, dessen Thema und Publikum ein gänzlich anderes war.)

20 Kommentare

  1. 01
    Johannes Kramert

    Du irrst, er liegt richtig.

  2. 02

    Womit genau? Das verstehe ich nicht. Ich habe nicht erwartet, dass ein Gespräch auf der Buchmesse die Zukunft der Medien skizziert. Das hätte sicher andere Gesprächspartner gebraucht.

  3. 03
    ReDo

    Hmm?! Vor kurzen bei Don wolltest du noch Emotionen usw., um den anderen aus der Rserve zu locken und bei Sixtus verstehst du die ganzen Emotionen wieder nicht, weil sie gegend eine Meinung sind? ;-)

    Also, ehrlich gesagt, mir geht euer emotionales Gehabe insgesamt ganz schön auf den Geist.

    ReDo

  4. 04

    ReDo, naja, es liegen doch ein paar Unterschiede zwischen der Art, wie Don schreibt und der, wie Mario schreibt. Vielleicht verstehe ich ihn falsch, wenn es Mario um Provokation ging, ist es ihm ja gelungen. :)

    Aber Mario scheint es, zumindest verstehe ich den offenen Brief so, nicht um Emotionen, sondern Visionen zu gehen. Dass die gefehlt haben, stimmt. Aber sie hatten nicht wirklich Platz auf der Buchmesse und hätten mit den von Mario aufgelisteten Stichworten erstens die Protagonisten und zweitens das Publikum überfordert. Diese Überlegung halte ich für nicht unwichtig.

    Und mein Statement auf „weil sie gegen deine Meinung sind“ herunter zu reden, ist etwas sehr vereinfacht, oder? ;)

  5. 05

    Vielleicht, aber nur vielleicht macht sich die Blogosphäre in letzter Zeit einfach etwas zu viel Gedanken um sich selbst.

  6. 06

    Ich kann da nur für mich sprechen, bei mir ist das ’ne alte Krankheit. Ich hab mir schon immer Gedanken gemacht um das, was ich tue. ;)

  7. 07
    andI

    Ein hasserfüllter Sixtus ist mir genausowenig lieb, wie der ewig oberlehrerhafte Don. Der Dialog ist in seiner Gänze einfach nur überflüssig und fast schon peinlich.
    Und das nur am Rande, Johnny: diese Form von Punk, die Du an Don so magst, habe ich mindestens im Sixtus-Beitrag auch gefunden. Aber ich will jetzt hier Überflüssiges nicht bewerten. Das hast Du ja leider schon getan…

  8. 08
    dart

    Meine Güte, warum muss jeder Blogger, der etwas auf sich hält, zu dem völlig uninteressanten Gespräch oder den noch uninteressanteren Gesprächen über das Gespräch seine Meinung abgeben? Anscheinend ist es so wie Mondo B. anmerkt.
    Irgendwann verliert die Selbstreferentialität ihren Reiz und droht zu Selbstzweck zu werden, könnte man meinen.

  9. 09

    Ich verstehe, dass das manchmal nervt. Aber Selbstreflektion war, ist und wird immer Teil einer wie auch immer gearteten Vernetzung sein. Das ist gut und wichtig. Und war im Übrigen immer ein Teil der „Blogosphäre“.

    Jemand, der bloggt, denkt laut. Das ist nicht immer super unterhaltsam. :)

  10. 10

    Ich bin nicht der Messias! ;-)

  11. 11
    dart

    „laut denken“ ist ja fein aber die Blogosphäre scheint immer mehr hauptsächlich über die Gedanken der anderen Blogger zu reflektieren. Es wird verortet, angehimmelt, angebiedert, Ego-verlinkt und sich selbst auf die Schultern geklopft. Immer öfter liest man immer weniger gehaltvolle Einträge, die nichtsdestotrotz immer mehr künstlich Aufmerksamkeit generieren, natürlich getrieben von einer immer grösser werdenden Gesamtleserschaft, welche immer mehr ein Gefühl von Blogs, die die Welt bedeuten produziert. Wer möchte da nicht lieber zuviel als zuwenig sagen bzw. schreiben. Vielleicht sieht man das auch nur, wenn man schon etwas länger die verschiedenen Blogs verfolgt. Manchmal wirkt die Blogosphäre von aussen betrachtet schon etwas wie der Big Brother Container.

    Weniger ist manchmal mehr, gerade beim Bloggen scheint es.

    Bevor jedoch Missverständnisse entstehen: Auch wenn ich gerade hier laut denke, beziehe ich mich nicht explizit auf Spreeblick. Nur falls das so rüberkommt.

  12. 12

    Soweit ich den ganzen Sinn der Diskussion auf dem Spiegel-Stand verstanden hat, ging es ein Stück weit darum eine Zukunftsvision zu präsentieren. Leider durfte ich nur zwei Journalisten dabei zuhören wie sie sich gegenseitig gegens Schienbein traten. Mario Sixtus schreibt nicht auf was in dieser Diskussion hätte auftauchen müssen sondern was hätte auftauchen können. Und da empfinde ich persönlich die paar rausgerotzten Buzzwords und eine solala Flash Animation wesentlich inspirierender als die 30 Minuten lange Diskussion. Treffer, versenkt.

  13. 13

    Johnny, ich finde den bösen Beitrag vom Herrn Sixtus jetzt ungefähr genauso polemisch wie so mancher vom Don (den ich trotzdem, oder gerade deswegen, durchaus manchmal gerne lese). Ich seh den großen Unterschied ehrlich nicht. Auch nicht in der Qualität. Bashing bleibt Bashing.

    Ansonsten würde ich mal sagen, dass dart, andi. u.ä. den Nagel ziemlich auf den Kopf treffen.

    Und ist nunmal so: what goes around, comes around.

  14. 14

    „Wichtig“ ist das alles nicht. Ich habe mich ein wenig geärgert und ich habe darüber ein wenig geschrieben. Das ist alles. Hey! That’s what Blogs are for.

  15. 15

    Was nun? Zurückrudern und daheim weiter dissen, so geht´s nicht, entweder oder. Alles andere ist feige, mein Bester.

  16. 16

    Wieso zurückrudern? Ich hab hier nur die Lautstärke auf ein realistisches Maß heruntergeregelt. Langsam glaube ich, du hast ein Problem. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass du bei Diskussionen fluchtartig das sachliche Niveau verlässt und persönlich wirst (hab ich jetzt mal ganz sachlich festgestellt). Mein Bester.

  17. 17

    Solche substanzlosen „Diskussionen“ sind der Hauptgrund für meine derzeitige Unlust, überhaupt noch zu bloggen.

  18. 18

    ntropie, verstehe ich nicht. weil andere deiner meinung nach nichts interessantes sagen, sagst du auch nichts?

    unzufriedenheit ist ein motor, keine bremse.

  19. 19

    Nö, keine Unzufriedenheit (und die ist ganz sicher auch kein Motor). Bloß das übliche „keinem Club angehören wollen, der einen selbst als Mitglied aufnimmt“. (klingt naiv und pathetisch. Is auch so.)

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