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Gekommen, um zu gehen

Gestern Nacht war ich mit Wir Sind Helden unterwegs, also mit zweien von ihnen.

Im Traum.

Mit der Sängerin und ihrem Freund, dem Schlagzeuger nämlich. Beide waren überaus nette Menschen (sind sie ganz bestimmt auch tagsüber und in echt) und es wurde erst etwas beklemmend als ich, mittlerweile leicht angetrunken, dem Schlagzeuger sagte, dass er mich an einen alten Bekannten erinnert, der auch immer unrasiert ist und daher etwas ungepflegt rüberkommt. Das war nicht so nett von mir und hat dann auch dazu geführt, dass sich der Schlagzeuger für längere Zeit ein neues Bier geholt hat. Es tat mir sehr leid hinterher, dabei war es nicht böse gemeint. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, obwohl’s ja nur im Traum war.

Die Sängerin blieb etwas länger bei mir stehen, gemeinsam mit einer Freundin. Da ich inzwischen noch etwas mehr betrunken war, brachte ich das Gespräch auf eine „großartige Idee“, die ich für die Helden-Website habe und die ich schonmal den Toten Hosen anbieten wollte und beendete es damit auch, denn die beiden Frauen verabschiedeten sich ebenfalls rasch von mir.

Ich trank dann noch mehr und stellte fest, dass ich ein langweiliger, ungehobelter alter Nerd geworden bin, dessen Gequatsche eine junge Popgruppe nicht interessiert.

Trotzdem nahm ich mir vor, nochmal zu den beiden rüber zu gehen, um ihnen zu versichern, dass ich sehr froh über die Existenz von Wir Sind Helden bin und nur den Auftritt mit Max Raabe beim ECHO doof fand, weil der eklig ist.

Aber ich hab dann doch lieber was anderes geträumt, das habe ich aber leider vergessen.

7 Kommentare

  1. 01

    Hehe, ich hätte vermutlich die selben Sachen gesagt. Zusätzlich noch: „Hey, Judith, das Bild auf der Galore sieht total beknackt aus. Und dass man es auch noch überall sehen muss!“. Wenn ich überhaupt etwas gesagt hätte.

  2. 02
    Wolfgang

    Midlife Crisis? Bischen früh, finde ich.

    Du erinnerst mich aber daran, dass ich mich darum kümmern wollte, dass mir jemand mal „Die Reklamation“ brennt. Ich hab hier das Original-Jewelcase mit Original-Booklet, aber ohne Original-Inhalt stehen. Den Original-Inhalt hab ich nämlich im Sommer 2003 einer Freundin ausgeliehen, die daraufhin beschloss, erst nach Trinidad, dann nach Washington D.C. auszuwandern, zu heiraten und Nachwuchs zu kriegen. Ich rechne nicht damit, die CD zurück zu bekommen …

  3. 03

    hm Wolfgang… das CDs so eine wirkung auf frauen haben können… ist ja fast so phenomenal wie min den Spreeblick – t-shirts, auch wenn man CDs nicht anziehen kann, aber die wär mir eh zu klein :)

  4. 04
    david

    wer oder was ist „wir sind helden“? müsste man das wissen?

  5. 05

    Nein, die muss man nicht kennen. Sie waren einer der ersten Gruppen, die ein „Neue Deutsche Welle“-Revival praktizierten und verstehen sich deshalb als Original gegenüber den angeblichen Clonen wie Juli, Klee, Silbermond usw. Wenn man Spiegel, Berliner Zeitungen und/oder Stadtmagazine liest, kommt man aber kaum um die herum …

  6. 06

    Der Mann heißt „Max Raabe“, hat also nicht den gleichen Nachnamen wie Stefan Raab. Die CD mit Coverversionen von Chartliedern 2000/01, welche vom Palastorchester im 1920er/30er-Jahre-Stil nachgespielt wurden, halte ich übrigens für große Klasse.

  7. 07

    Danke! Falscher Fehler!

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