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Jason Kottke zieht erste Bilanz

Jason Kottke, der vor einigen Wochen beschlossen hatte, sein persönliches Weblog kottke.org und damit auch sich selbst durch Micropatrons, also spendende Leser und Leserinnen (fällt euch was auf?) zu finanzieren, zieht eine erste öffentliche Bilanz.

Nach dieser hat Kottke sein erklärtes Ziel, etwa die Hälfte seines vorigen Jahreseinkommens über das Blog zu verdienen, bereits nach drei Wochen erreicht. 50 Prozent dieser Summe sei bereits in den ersten 48 Stunden eingegangen.

30 Dollar für ein Jahr hatte Kottke als Spende seinen Lesern vorgeschlagen. Ein Leser habe sogar über 500 Dollar, einige über 200 Dollar gespendet. Die meisten jedoch hätten den 30-Dollar-Vorschlag angenommen, einige hätten wenige Cent oder Dollar geschickt, entweder als Witz („my 2 cents“) oder um ihren guten Willen zu demonstrieren.

Obwohl er die Aktion als erfolgreich ansieht (was er auch sollte, meine ich), macht sich Jason Kottke berechtigte Gedanken um seine Zukunft. Er erwartet einen Rückgang der Spenden nach Ablauf des ersten Jahres, wenn diejenigen, die bereits gespendet haben, ihre „Pflicht“ als erfüllt ansehen und nicht genug neue Leser und damit Spender hinzugekommen sind.

Etwas erschütternd finde ich die Tatsache, dass nur ein Drittel Prozent der „unique visitors“ von kottke.org überhaupt gespendet haben, genau wie Kottke selbst hätte ich hier eine etwas höhere Zahl erwartet.

Nachdem Kottke Vergleiche zu anderen Medien wie TV, Film und Printmagazine heranzieht, listet er seine Empfehlungen an Blogger, die sich ähnlich wie er selbständig machen wollen.

  1. Zieht Werbung in Erwägung.
  2. Denkt in Richtung Community (oder Personenkult)
  3. Kümmert euch darum, den Traffic zu erhöhen
  4. Haltet die Kosten unten

In gewohnt sympathischen Ton zieht Kottke dieses Resümee ohne irgendeinen Anflug von Bitterkeit oder Enttäuschung und stellt fest, dass er kottke.org absichtlich nicht als Business betrachtet.

Zwischen den Zeilen lesend bilde ich mir jedoch ein, dass sich in dieser Hinsicht noch einiges tun wird. Die Gratwanderung zwischen kommerziellem Denken und personal blog style: Jason Kottke könnte sie gelingen.

[Dank an Johannes]

23 Kommentare

  1. 01

    hmmm… ich sag mal so…

    wenn ich weis, dass ich eine „sache“ kostenlos bekommen kann, dann „nutze“ ich diese sache auch, wenn es nun die möglichkeit einer freiwilligen zahlung gibt, dann werde ich als stammnutzer dieser „sache“ früher oder später auch etwas zahlen, bzw. spenden. wenn ich lediglich ein einmaliger besucher von einer seite bin, dann interessiert es mich „herzlich wenig“ ob und wie es finanziert werden soll…

    das ist wie mit chi-… wie mit einer internetseite einer großen PC-zeitschrift. die bieten für ihre tool-downloads zwei zugänge an, einen gebürenpflichtigen, und einen langsameren, der kostenlos ist. stammnutzer dieser seite werden früher oder später bereit sein, die gebür zu errichten, alle anderen werden es in kauf nehmen, etwas länger zu warten.

    analog dazu mal kurz was: sowas kann man natürlich nur machen, wenn man der alleinige anbieter von etwas ist, was im falle von chi-… im falle von dieser seite nicht der fall ist. so stöber ich dort ganz gerne in dem archiv, und wenn ich mich für was entschieden habe, gebe ich den dateinamen bei google ein, und lads von wo anders ungebremst.

    was meint ihr, warum T-Online – Blogging so erfolglos ist? eben weil es dort ein angebot ist, das woanders kostenlos nutzbar ist.

  2. 02

    Ist es überhaupt gut Fulltime-Blogger zu sein? Für mich liegt der Reiß beim Lesen von Blogs zum Teil sicher darin dass die Person die schreibt dies aus Spaß macht. Sicher kann es einem Blogger auch Spaß machen für Geld zu bloggen – aber es besteht die Gefahr dass das bloggen dann zum möglicherweise langweiligen Job wird. Kochen mit Freunden macht Spass – Kochen für Geld garantiert nicht. (Okay, das war für dich jetzt vielleicht das falsche Beispiel.) Und sowohl beim Kochen als auch beim Schreiben besteht dann die Gefahr dass es pfade werden könnte. Mir ist klar dass diese Frage sicherlich bei einigen Bloggern im Raum schwebt, aber ich bin mir nicht sicher ob dieser Ansatz wirklich gut funktioniert. Warum weiss ich nicht, aber ich glaube dass es für dieses Problem bessere Lösungen gibt. Viel bessere.

  3. 03

    Mich wundert die geringe Zahl der Spender ehrlich gesagt nicht besonders. Das Internet als niemals versiegender Quell an kostenlosen Informationen ist nun mal in den Köpfen der Surfer verankert. Wer zahlt, verliert. Fragt sich nur, wie lange das noch so bleibt…

    Da gab’s unlängst einen interessanten Artikel in der SpOn-Netzwelt zu dem Thema, der hieß „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig?“ – sehr lesenswerte Lektüre!

  4. 04
    M Z Fortuna

    Lieber Jonny,
    vielen Dank für deine Arbeit, um ehrlich zu sein, spülte auch mich der Jamba Skandal auf deine Seite. Nun schaue ich schon länger täglich vorbei und freue mich über so manche kleine Nachricht. Mir scheint auch DU bindest dich an dieser Schnittstelle zwischen Liebhaberei und dem Wunsch von dem was man gut tut auch Leben zu können. Wie ich finde ein wirklich berichtigter Wunsch.
    Wenn man das Problem aber genauer analysiert, entdeckt man schnell das immanente Dilemma. Das ein Blog ja eben per Definition kein kommerzielles Angebot ist.

    Vielleicht hilft hier eine Analogie zur Welt der Kunst. Der Künstler produziert ein Werk, ja auch nicht in erster Linie damit es verkauft oder ausgestellt wird, er produziert es aus einem inneren Zwang. Erst in zweiter Linie muss er dann eine Verwertungskette bedienen die es ihm ermöglicht sich die Ressourcen zu erschaffen, die er benötigt um seinem innern Zwang folgend Werke produzieren zu können. Dazu gehören neben dem Verkauf von Werken, eben auch das Ausstellen und Publizieren.

    Wenn also dein innere Zwang ist ein Blog zu betreiben, welches ich mag, ist es wichtig eine Verwertungskette zu schaffen die Dir dies ermöglicht ohne damit substantiell die Arbeit am Blog zu verwässern. Was bedeutet das?

    1. Werbung und Blog funktioniert nicht.
    2. Mitgliedsbeiträge funktioniert nicht.
    3. Spenden funktioniert nicht.

    Denn Sie ändern grundsätzlich deinen Umgang mit dem was Du tust.

    Das bedeutet Du musst um deine Arbeit herum dir Möglichkeiten schaffen:

    Honorare für Fremdauswertungen einfordern.
    Onlinetantiemen
    Verifizierung (Modell: Brand eins)
    Branding

    Ich hoffe das dies Äußerungen nicht zu redundant sind und würde bei
    Interesse dieses Thema gerne weiter diskutieren.

    Best Martin

  5. 05

    Das hat dem mp3blog Tofu Hut Ideen gegeben: für 10 dollars bekommt man
    ein 10 Stück-Mix…

    http://tofuhut.blogspot.com/

  6. 06
    lowpass

    „Die Zeit der Kostenlos-Kultur geht zu Ende, gleichzeitig steigt die Qualität der Angebote.“

    (BITKOM: http://www.bitkom.org/Default_30744.aspx)

    „Es geht dabei um Pay-Content – was ich, wie manche vielleicht wissen, für einen Totgeburt halte.“

    (Don Alphonso, http://rebellmarkt.blogger.de/stories/252944/)

  7. 07

    mhhh, geld für blogger spenden…. ich sehe da auch ein problem der abhängigkeit. man ist vielleicht eventuell versucht, dem der viel spendet auch eine passende meinung zu liefern…
    und dann mal ganz davon abgesehen, hat gerade diese ostenlos mentalität auch einen gewissen charme der anarchie.

    das einzige was ich verstehen önnte, wäre ein paypal button um vielleicht die server und traffic kosten zu finanzieren.

  8. 08

    Martin (und alle), danke für die ausführlichen Gedanken!

    Im Grunde ziehe ich wie Martin auch den Vergleich mit der Kunst, durch meine Vergangenheit immer wieder den mit der Musik. Als Band spielt man sich den Hintern ab, ohne dafür Geld zu bekommen. Zunächst. Ist man jedoch gut, wird sich das herumsprechen, mehr Leute werden zu den Konzerten kommen und die Gagen steigen an. Bis vor einiger Zeit konnte man dann noch auf ein Label hoffen, mit dessen Vorschüssen man evtl. seine Schulden abtragen konnte (heute kann man dafür den Vertrieb der eigenen Musik in beschränktem Maße selbst in die Hand nehmen).

    Zu einem Autor oder Betreiber eines Blogs kommen bei konstanter Qualität auch immer mehr Menschen. Die Gigs sind jedoch kostenfrei für alle Besucher, dafür erhöhen sich die Kosten für den Betreiber unter Umständen (Traffic etc., lässt sich aber in Grenzen halten). Auf Vorschüsse eines Labels kann ein Blogger nicht mal hoffen. :)

    Aber gehen wir ins Detail deiner Punkte.

    „Ein Blog ist per Definition kein komerzielles Produkt“ mag stimmen. Aber eine Zeitung ist per Definition auch keines und Musik schon gar nicht. Und meiner Meinung nach geht es auch nicht darum, sondern um die Frage der Konsum-Sozialisierung.

    Es ist völlig klar, dass mich Turnschuhe einer bestimmten Marke (Herstellungskosten schätzungsweise 5 Euro) bis zu 200 Euro kosten. Es ist klar, dass die Zeitung Geld kostet, obwohl sie voller Werbung ist. Es geht zum einen um die fehlende Haptik im Onlinebereich (wir sind gewohnt, für eine Ware, die man anfassen kann, bezahlen zu müssen) und um die schlichte Tatsache, dass Informationen im Netz historisch kostenfrei sind (wobei wir hier gerne oft die Online-Gebühren vergessen, aber die fallen ja immer weiter). Was ich übrigens auch gut finde. Eine Website, für die ich bezahlen muss, wäre absurd. Es sei denn, es handelt sich um einen elitären Kreis, eine geschlossene Gesellschaft, dann ist das von mir aus okay.

    Wie man als aufmerksamer Spreeblick-Leser merkt, geben wir uns hier Mühe, dem Online-Medium eine Haptik zu verschaffen, die von dir angedachte Verwertungskette ist also schon ins Leben gerufen. Wir verkaufen T-Shirts und wir machen Veranstaltungen. Das läuft ganz gut und macht neben viel Arbeit auch sehr viel Spaß. Leben kann man davon (noch?) nicht, aber das liegt vielleicht daran, dass wir zu vorsichtig sind. Freier Eintritt und billige Drinks helfen dem Umsatz nicht wirklich. :)

    Wir sind hier sehr Open-Source-geprägt, aber auch da sieht man ja Probleme. Wer mal tagelang auf die Beantwortung einer Frage zu einer OS-Software ohne große Community gewartet hat, weiß, was ich meine (und hat dann sicher auch festgestellt, dass es bei kommerzieller Software meist noch länger dauert… :)).

    Deinen Listen muss ich jedoch widersprechen bzw. nachfragen.

    Werbung und Blogs funktionieren in einigen speziellen Bereichen sehr gut (gizmodo.com und andere gawker.com-Sites), Beiträge und Spenden zumindest ansatzweise (kottke.org, Self-HTML, WordPress (ohne auf den kürzlichen „Skandal“ einzugehen)).

    Was die anderen Auswertungsformen angeht: Sobald ich anfange, mich um Fremdauswertungen kümmern zu müssen, habe ich ein viel größeres Problem als ich es mit Werbung hätte. Nicht ohne Grund gibt es massig arbeitslose Journalisten. Was du mit Onlinetantiemen meinst, verstehe ich nicht, denn Tantiemen sind eine Beteiligung an einem Umsatz. An welchem Umsatz sollte Spreeblick beteiligt werden? An dem von Stern-TV? ;) Ebenso wenig verstehe ich den BrandEins-Hinweis (Finanzierung ganz klassisch über Werbung und Verkauf, ein paar Koops hier und da, über das damals angedachte Shareholder-Konzept weiß ich nichts Neues).

    „Branding“ ist ein Buzzword, das alles bedeuten kann. Spreeblick-Cafés wären eine hübsche Idee, aber dann komme ich nicht mehr zum Bloggen. :)

    Und: Ja bitte, weiter reden, laut denken, diskutieren.

    Spacebear: Den Patalong-Artikel finde ich sehr schwach und ich habe eigentlich bis zum zweiten Teil mit meinen Kommentaren warten wollen. Der sollte gestern folgen. Und bis jetzt nicht online, soweit ich weiß.

  9. 09

    Macht euch doch mal alle von der Abhängigkeits-Paranoia frei. Wir sind doch alle (Autoren wie Leser) nicht bekloppt. Wenn ein Blogger Spenden annimmt, wieso sollte er plötzlich seine Artikel nach den Lesern richten?

    Spreeblick wird, das vermute ich jetzt nur, genau wegen des Themen-Chaos, der inhaltlichen Anarchie und vor allem der Unvorhersehbarkeit gelesen. Und ich hoffe, wegen einer sicher nicht immer haltbaren, aber irgendwie vorhandenen Qualität und Geschmacksausrichtung. Würde ich das einstellen oder mich bewusst nach Lesern oder Google-Ads richten, würde das den Tod dieser Site bedeuten, das würde doch jeder sofort spüren.

    Mal von einer anderen Seite aus betrachtet: Denkt mal zurück an den „P.o.k.e.r.n. live im TV“-Artikel vor einigen Wochen. „P.o.k.e.r.“ (ich muss die Punkte setzen, denn ohne wird mein Comment als Spam gefiltert :)) ist eines der höchst bezahlten Google-Ad-Words. Hätte ich den Artikel geschrieben, wenn ich Google-Ads bei Spreeblick hätte, hätte jeder eine Verschwörung vermutet. :)

  10. 10

    Update: Der zweite Teil der Spiegel-Story ist online.

  11. 11

    Ist diese Angst vor dem Geld und was es „mit einem machen“ könnte eigentlich was preußisches? „Geld verdirbt den Charakter“ ist ein Glaubenssatz, den ich in letzter Zeit an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Gelegenheiten zu hören bekam – ich würd’s ja gerne mal ausprobieren, ob das stimmt.
    Ob man „Leuten nach dem Mund schreibt“ oder gar zum sozial-Arsch mutiert usw. ist IMO eine Entscheidung einer Person. Und nicht einer Zahl auf einem Konto oder ein paar Stücker Papier. Die entscheiden garnichts, was meinen CHarakter und meine Art zu reden oder schreiben ausmacht.

  12. 12

    Danke, Sven. Ich fürchte, das „Geld verändert den Inhalt“-Denken liegt an den derzeitigen Beispielen: Die Printmedien tun es scheinbar, die privaten TV-Sender sowieso.

    Es gibt eigentlich Mediengesetze, um die Vermischung von redaktionellem Inhalt und kommerziellen Inhalten zu unterbinden. Wenn man allerdings die letzten HORIZONT-Ausgaben liest, könnte man glauben, dieses Gesetz wäre aufgehoben.

  13. 13

    Naja, der „Denkfehler“ ist bei diesen Beispielen denke ich der, dass es die „tun“, die es auch schon immer „so wollten“, die Grundmotivation ist eine kommerzielle, also kommt auch nur was kommerzielles raus. Wenn die Grundmotivation eine andere ist, etwas aber daneben auch kommerziell „erfolgreich“ wird, stehe ich vor der Entscheidung: Motivation beibehalten oder verändern. Und auch hier entscheide ich und nicht das Geld.
    Die meisten Leute, die zum Arsch mutieren, sobald sie Geld haben, hatten einfach vorher nicht die Kohle dazu, Arschloch zu sein. Und: ich akzeptiere deren Entscheidung, Arschloch zu werden/sein sogar. So wie ich erwarte, dass sie akzeptieren, dass ich sie für ein solches halte.
    Das Problem an Mediengesetzen (und nicht nur an denen, ich glaube, an Gesetzen allgemein) ist wohl, dass sie dafür gedacht sind, das Schlimmste zu verhindern von dem, was passieren kann, wenn jemandes Motivation ausschließlich auf das eigene Bankkonto/den eigenen Vorteil ausgerichtet ist. Wenn die Motivation stark genug ist, finde ich auch Wege, die Gesetze zu umgehen. Oder ich breche sie halt.
    Ich bin ein großer Freund der Frage danach, aus welcher Motivation jemand etwas tut oder nicht tut. Die Motivation bestimmt das Ergebnis im Kern. Und sie erklärt, warum jemand welche Mittel einsetzt.
    Oder andersrum: oft genug verraten die Mittel dann auch den Zweck. Und zwar in beiderlei Wortbedeutung von „verraten“.

  14. 14

    ich verstehe auch nicht was sich an einem blog inhaltlich verändern soll wenn dort adsense geschaltet ist. oder was sich ändern soll wenn man sponsoren oder gar mäzene hätte (obwohl, ich habe ja einen sponsor! danke papa!).

    so oder so, ix schreibe eh zuallererst für mich. überdruck, senfstau abbauen. die meisten leser kenne ich nicht, ich kann also auch nicht wirklich für sie schreiben. gleichwohl sind leserzahlen, links und kommentare doch (die einzigen?) faktoren die meine schreibe beeinflussen. wenn ein artikel 30 links in anderen blogs oder sites generiert denke ich: nochmal, nochmal und versuche einen ähnlichen artikel zu schreiben. wenn ein artikel >30 kommentare schafft, versuche ich bald nocheinmal so einen artikel zu verfassen. was natürlich meist nicht geht. ein ewiges hin und her.

    die oft lächerlichen, manchmal unpassenden google-ads beeinflussen mich da weitaus weniger „” wenn ich sie überhaupt wahrnehme. selbst wenn ich versuchen wollte adsense zu manipulieren, es wäre mir viel zu kompliziert. denn über solche worte kann ich eh nix schreiben. denke ich kommerzieller wenn ich adsense bei mir schalte? nicht dass ich wüsste. das ich worte wie „žfotze“ udn „žwixen“ nicht mehr so oft benutze hat eher mit einem reifungsprozess als der werbung/kommerzialisierung zu tun.

    ausserdem, der grösste zensor sitzt eh im eigenen kopf. der ist viel grösser als irgendein vorstellbarer externer zensor oder beeinflusser.

  15. 15

    Und schließlich muss man sich ja auch mal fragen, wie sehr es einen beeinflusst, wenn die Zeit für andere Arbeiten darufgeht, statt fürs Schreiben. Kann man bei Spreeblick periodisch gut erkennen. Dann wird Abends in die Tastatur gehauen, geschludert und im müden Zustand schlechtere Qualität abgeliefert. Gar nicht auszudenken, wie gut man sein könnte, wenn man Zeit hätte. Podcasts, Vlog, Interviews…

    Ich knall das Ding jetzt mit Werbung zu, super. :)

  16. 16
    jhns

    johnny, schick mir mal die bannerpreise.

  17. 17

    ix, wie ist das denn – kommt bei AdSense überhaupt eine brauchbare Summe bei rum? Wenn es was hilft gibt es ja nicht viel gegen Werbung oder Spenden einzuwenden. Ich frag mich bloss, ob das auch nur ansatzweise genug bringt. Wie viel müsste jeder Leser denn pro Jahr springen lassen, damit es reicht?

  18. 18

    Kommt auf die Zahl der Leser an. :)

  19. 19

    jhns, banner gibt’s nicht. ich denke eher an schleichwerbung: ich schreibe etwas positives über dich: kost’n tausi. ich zerreiße dich in der luft: kost‘ doppelt.

    ;)

  20. 20

    Ix, es kann doch nicht so schwer sein, ein paar Sätze über einen „personal injury solicitor“ zu schreiben!

  21. 21
    ReDo

    Das Thema Spenden ist fast genauso alt wie das Interent. Blogger werfen hier ein Thema neu auf, was so zur Jahrtausendwende bei vielen „privaten“ Homepages aktuell war. Damals wollten auch einige Spenden von ihren Lesern. Nach längerer (erfolgloser) Spenden-Geschichte wurden dann die einen „professionell“ und nahmen Geld fuer verschiedene Dinge und die anderen blieben privat und bekamen auch weiterhin kein Geld.

    Ich schaetze, die Blogs machen eine aehnliche Entwicklung durch.

    ReDo

  22. 22

    jo, adsense bringt was, mittlerweile darf man ja drüber reden: bei mir warens in den letzten 7 monaten 40-80 dollar pro monat (bei durchschnittlich 1500PI/tag in den letzten 7monaten, laut google). das ist mehr als ich an spenden oder amazon-, spreadshirt provisionen zusammen einnehme. und relativ zuverlässig/konstant. aber eben nur ein taschengeld. aber ein symbolträchtiges.

  23. 23

    ReDo, klar ist das Thema schon so lange auf dem Tisch, wie es gehaltvolle private Sites gibt. Nur: Es hat sich viel getan.

    Schulen gibt es auch schon sehr lange. Werden trotzdem immer wieder diskutiert. :)

    Aber: Ich stimme dir zu, Blogs werden einen ähnlichen Weg gehen. Entweder Werbung und damit professionell werden, oder eben Hobby machen. Was auch voll okay ist.

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