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NIN a Garageband

Jetzt aber los, Herr Shhhh! Mac kaufen!

Nine Inch Nails (also NIN, also Trent Reznor) veröffentlichen den Track „The Hand That Feeds“ ihres kommenden neuen Albums als Multitrack-Garageband-File.

Das bedeutet im Klartext, dass (zunächst nur) Apple-Nutzern alle einzelnen Spuren der Studioaufnahmen vorliegen und diese somit für Remixe etc. nutzbar sind. Obwohl die zur Verfügung gestellten Tracks im Garageband-eigenen AppleLoop-Format vorliegen, können sie natürlich exportiert werden und dann auch auf anderen Rechnern genutzt werden. Also reicht lieb fragen vielleicht auch, Herr Shhhh.

Hier kann man die 70 MB große Datei herunterladen saugen.

Herr Reznor führt damit den Trend (get it?) an und tut als intelligenter Mensch genau das, was man als Künstler dieser Tage tun sollte. Er schüttelt freundlich und kreativ the hand that feeds, statt sie zu beißen. Werden wir in nächster Zeit auch von anderen Künstlern sehen, verlasst euch drauf.

Und verlasst euch noch auf ein weiteres Musiknovum, mit dem Apple in kreativer und innovativer Hinsicht weit vorne liegen wird, ein Novum, das aus juristischen Gründen vielleicht noch ein wenig auf sich warten lassen wird, welches ich aber jetzt schonmal erwähnen möchte, damit ich dann später sagen kann, ich hätt’s ja schon vor langer Zeit gewusst:

Bereits jetzt lässt Garageband den Export eigener Songs als AIF-File (sprich CD-Qualität) direkt zu iTunes zu, es ist also eine Frage der Zeit, bis man diese eigenen Songs auch per Klick sofort im iTunesMusicStore veröffentlichen kann.

[NIN-Meldung via boingboing, der Rest via mein Hirn]

8 Kommentare

  1. 01
    persistent_gloom

    Ich finde auch klasse das sowas gemacht wird, obwohl ich keinen Apple besitze und damit somit noch nichts anfangen kann.
    Aber so neu ist das gar nicht.

    Auf einem Album von Mogwai (ich glaube es war „Happy music for happy people“) gab es als Datatrack die Teile des Songs „Hunted by a Freak“, den man entweder mit seiner eigenen Cubase-Version oder mit einer ebenfalls auf der CD vorhandenen Cubase-Demo remixen konnte.

    Auch der vor kurzem durchgeführte Remix-Contest des neuen Liedes „Geboren“ von den Fantastischen Vier, für den 4 Sounds, die im Remix sein mussten, zum Download freigegeben wurden und dessen Gewinner eine Aussicht auf einen Vertrag bei einer Plattenfirma hat, war meiner Meinung nach eine tolle Sache.

    Ja, sowas ist wirklich toll.

    Im übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich mich auf Nine Inch Nails, die auch zum Hurricane Festival kommen, schon sehr freue :).

  2. 02

    Diese Appleanbeterei finde ich gelinde gesagt zum k*****. Nicht alles was glänzt ist Gold und Apple ist sicherlich nicht unfehlbar. Auf der einen Seite OSS fördern, auf der anderen Seite properitäre Formate (iTunes, usw.) durchdrücken. Wann merkt man endlich, dass Apple nicht die Erfüllung ist, sondern nichts anderes wie M$. Hätte M$ eine ähnliche Software im Programm und würde Herr Reznor das als Windows-Media-Was-Weiß-Ich veröffentlichen, würden sich viel mehr drüber aufregen, obwohl es genau das gleiche ist!

  3. 03

    Shhhh, ich sitz im Büro ja am Mac, und ich bin ja auch ein bißschen clever. Also hier alle AIFs via Itunes mit einem Schubs in die Playlist reingeworfen, auf CD gebrannt, und ab zu Hause nach Cubase rein, und dann konzentriert im 4eck tanzen, und einen Freakshow-Mix basteln.

    Unabhängig davon: Fanremixereien sind ja in dem Sinne nichts wirklich neues, Bowie hat’s vor zwei Jahren schon angeboten, Depeche Mode und New Order haben’s auf der Website von Reason gemacht, etc. Aber eben nur halbgar. Das wirklich neue ist tatsächlich, daß hier 1. ein richtiger Majoract dran ist, und das an seiner Company vorbei macht, und 2. tatsächlich der komplette Track benutzbar ist, wo andere eben nur 10 ausgewählte, unzusammenhängende Spuren zum Download anbieten. Wenn man das Garagebandfile öffnet, hat man quasi alles, was zu THTF gehört auf einen Klick, und kann sich mittels weniger Handgriffe seinen 10Minuten-Hillbilly-Edit rausfrickeln.

    Man munkelt übrigens, daß es zur Veröffentlichung von With Teeth auch noch eine besonderheit am Cover gibt. Der Mann meinte kürzlich in einem Interview, daß das klassische CD-Cover aufgrund seiner geringen Größe keinen richtigen Platz biete, und er deshalb zusätzlich auf der Website was großes und unegwöhnliches zum kostenlosen Download anbieten will. Der Mann hat’s begriffen.

  4. 04

    Jetzt mal ganz im Ernst: Wenn man irgendwann seine Musik im itms verkaufen kann, die man aus GarageBand exportiert hat: wo genau ist der innovative Funke? Das man aus Musiksoftware Musik exportieren kann? In CD-Qualität? Dass man diese Musik dann mit einem Mediaplayer (iTunes) abspielen kann? Dass man eigene Musik Online verkaufen kann? Das ist doch alles schon so. Und zwar seit Jahren.
    Neu wäre tatsächlich, dass man dann eigene Musik mit DRM-Kack vermarkten kann und dass Apple dafür Kohle bekommt. Oder bin ich nur wieder allergisch?

  5. 05

    (…) „wo genau ist der innovative Funke? (…)

    Hohe Reichweite ohne störende „Musikindustrie“ dazwischen. As simple as that.

  6. 06

    Also Apple != Musikindustrie? Nicht in meiner Welt. Und erst recht nicht mehr, wenn sie denn eben selber Musik „ihrer“ Garage-Band-Künstler verkaufen. Und im Moment ist der Funke ja auch nur in J.H.s Kopf. Sollte er tatsächlich bei Apple herumgesitern, dürfte sich die fragile Freundschaft zwischen MI und Apple noch mal deutlich abkühlen.

  7. 07

    Apple wird nicht das einzige Unternehmen mit der Idee sein und bleiben, wohl aber das mit den vorerst größten Erfolgssaussichten ob ihrer Marktposition. Es ist auch völlig irrelevant, ob das gut ist oder nicht, es wird passieren.

    Na klar ist es wirtschaftlich evtl. klüger, alles selbst zu machen, doch für viele Bands wird es spannend sein, auf der Webpage einfach Download-Links anbieten zu können und sich weder um Technik noch um Abrechnungen kümmern zu müssen. Dafür gibt man dann auch einen Teil der Einnahmen ab. Ob an Apple oder jemanden anders (oder an viele Dienstleister, denn exklusiv sollte man das sowieso nicht machen), wird eine individuelle Entscheidung bleiben.

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