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Jetzt mal ein typischer Blog-Eintrag

Irgendwie flutscht das alles zur Zeit nicht richtig.

Die Schulproblematik macht mir echte Sorgen. Wegziehen? Wohin? Aufgeben war noch nie mein Stil, aber hier geht es nicht mehr nur um mich.

Ich huste zuviel und schlafe zuwenig.
Es fehlt Zeit für die Kinder und für die Frau, die ich liebe.
Zeit für Inspiration.
Zeit für Input.
Zeit für Output.

No input, no output.

Das habe ich in irgendeinem Schülerzeitungs-Interview mal gesagt, als ich noch interviewt wurde und es nichts mit unwichtigen Klingelton-Wichsern zu tun hatte, nur um viel später zu lesen, dass Strummer mal genau die gleichen Worte benutzt hat. Wie vermutlich tausende andere. Ist ja auch zu leicht, das Konstrukt. Aber wahr. Im übrigen führen Schülerzeitungen weitaus bessere Interviews als die „Großen“. Weil sie etwas besitzen, das wir oft irgendwann im Prozess des „Aufwachsens“ verlieren:

Leidenschaft und Interesse.

So viele neue Ideen hängen vom Spreeblick-Relaunch ab, doch der zieht sich hin. Weil ich wieder alles allein machen will. Weil ich immer weiß, wie es am besten ist. Und weil ich weiß, dass es verdammt nochmal scheißend gut werden wird und es daher egal ist, wie lange es dauert.

So viele Pläne, so wenig Platz. Die Kommentare derzeit lassen mich manchmal viel zu viel erklären, was ich mir abgewöhnen muss. If you don’t get it, that’s your problem, not mine. Ich vertraue auf die „stillen“ Leserinnen und Leser. Die Reaktionen auf „Liebe Leserinnen“ waren ein Highlight. Ebenso wie die auf „Heute vor 12 Jahren“. Ich will mehr schreiben, mehr sagen, mehr bewegen. Von mir aus nur mich selbst.

Ich will nicht nur verlinken. Das kann jeder. Das macht jeder.

Dies hier ist ein Filter. Für einige. Für viele. Aber nicht für alle. Selektiert durch den Inhalt.

Ich lese Harry Rowohlt parallel zu „Please kill me“ und will wieder deutlicher werden.

Ich will vor Liebe kotzen.

Ich will Echtheit. Ich will Sticker an Laternen, ich will bunte, mit Schablonen an graue Wände gesprühte Worte, die mehr sagen als zwanzigtausend AOL-, Nokia- oder T-Online-Blogs. Wir konnten schon vor bloggenfuerdeutschland.de alle laut reden, durch eine neue Form wird der Inhalt nicht besser. Trotzdem und deshalb: Schreibt. Bis euch die Finger bluten. Damit ihr wenigstens irgend etwas Echtes im Leben habt.

Ich sehe zu, wie die Blogspießer vor lauter verletzter Eitelkeit knapp vor der Lynchjustiz stehen und lösche ihre URLs aus meinen Bookmarks. Ich sehe zu, wie die Blogspießer auf spießige, langweilige und schlecht geklaute Ideen kommen und dafür be-klatscht werden, um sich hinterher darüber aufregen, dass ihre Inspirationsquelle cleverer und witziger ist als sie. Und ich muss sie diesmal nicht löschen, weil ich sie nie gespeichert hatte.

Es ist mir übrigens scheißegal, ob es „der Blog“ oder „das Blog“ heißt. „Der“ fühlt sich besser an. „Das“ ist stimmiger. „Der“ ist Bauch. „Das“ ist Kopf.

Ich habe vor anderthalb Jahren angefangen, Menschen zu misstrauen, weil sich einer meiner ältesten Freunde als feiges Arschloch erwiesen hat. Als ich das halbwegs hinter mir hatte, haben selbsternannte Gutmenschen meine Arbeit mit Füßen getreten, weil ihnen meine Meinung auf Spreeblick nicht schmeckte. Als ich das hinter mir hatte, erfuhr ich, dass ein anderer alter Freund mir seit Jahren etwas vorspielte. Als ich das hinter mir hatte, musste ich feststellen, dass auch Frauen keine Eier haben können.

Man muss es lieben, dieses Leben.

Tatsache: Die fairsten und straightesten Auftraggeber, die ich in meiner Agenturzeit und als Web-Dienstleister hatte, waren die großen Konzerne. Vielleicht traurig, aber absolut wahr.

Dank an Marco, Fabian, Frank, Felix und Max, aber auch an viele andere, die ich noch nicht so gut „kenne“, für neue Worte und Ideen und Inspiration und Hirnfutter. Ohne Links diesmal, denn was soll der Scheiß.

Dank an die, die hier immer wieder vorbeikommen und sich meine Gedanken anlesen. Das meine ich sehr ernst. Es macht enormen Spaß mit euch.

Und vor allem Dank an den wildesten und coolsten Haufen der Welt, ohne den ich nie mehr sein möchte.

Klingt wie ein Abschiedsbrief, oder? Fällt mir beim Drüberlesen auf. Ist es aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil.

Jetzt erst recht!

Jetzt , wo es ohnehin schon im Neuköllner Link-Anzeiger steht: Morgen Heute findet die vierte FUTURA BOLD statt, wer bis hierhin durchgehalten hat und in Berlin weilt, sollte vorbeikommen, denn die FB hat die nettesten Gäste der Welt und wenn ich mir hier schon den Arsch abtippe, dann will ich mich dafür wenigstens mit guten Kerlen und tollen Frauen besaufen.

Achja und nochwas: Für so einen Nachteintrag kann man die Kommentare eigentlich auch sperren. Tu ich aber nicht. Wir sind hier schließlich bei Spreeblick. Also sagt was, wenn ihr es sagen müsst. Und zwar laut.

41 Kommentare

  1. 01
    Matze

    Hallo und guten Abend, nach 14 Tagen Mitlesen mein erster Kommentar. Vielleicht weil dieser der bisher längste, emotionalste und beste Beitrag war *schleim* ;) Ich hab mich immer gefragt, was dieses Futura Bold 4.0 bedeutet und nu isses mir erst klar. Aber warum Futura? Einer der langweiligsten Fonts überhaupt oder? Naja egal. Jedenfalls WEITER SO! und viele Grüsse von der Elbe an die Spree. Viel Spaß morgen, ähh heute und gute N8.

  2. 02
    mistig

    kenn ich. geht mir ähnlich. Nur fehlt bei mir einiges von den positiven Dingen, die du wenigstens noch erwähnen kannst.

  3. 03
    ReDo

    Hey, so mag ich dich! Erfrischend anders! Pure Energie. Aber du musst aufpassen, denn du neigst zum Perfektionismus?! Manchmal ist eben alles so lala und auch ok! ;-)

    ReDo

  4. 04
    novade

    Wieso Abschiedsbrief? Liest sich wie purer Rock’n’Roll.

  5. 05

    „THIS IS NOT A LOVE SONG! THIS IS JUST MY FUCK HARD ROCKIN‘ LIFE!“

    Ich weiß nicht mehr welcher Sänger mir das mal nach einem Konzert ins Ohr gebrüllt hat. Irgendwie war damals alles laut, schnell und chaotisch. Den richtigen Vornamen zu wissen, war schon viel mehr an Information als man brauchte. Aber anschließend hat er mir satt auf die Schuhe gekotzt. Und irgendwie war ich auch noch stolz da drauf „Guck mal! Kotze von dem … ja ähm dem .. na dem Typen der da vorhin auf der Bühne stand. Goil.“

    Ich weiß, völlig sinnfrei und zusammenhangslos. Dafür aber laut!

  6. 06

    Futura Bold 4.0 klingt spannend. Will ich da vorbeikommen?

  7. 07
    Samuel

    wie, du liest nochmal ‚drüber? ;)

    finde deinen Blog (‚der‘ ist auch besser finde ich) ganz hervorragend, auch wenn ich es noch nie zu FB geschafft habe. Vielleicht ja heute…

  8. 08

    Dann ist das ja raus und es kann entspannt werden…

  9. 09

    Bei solchen Beiträgen wünsche ich mir wieder bessere Kommentar-Möglichkeiten – aber wenn wir anfangen, die Blogs (einfach immer im Plural benutzen, dann entgeht man der Artikelfrage) weiter zu strukturieren, geben wir genau das direkte Feedback auf. Also so direkt wie dieses… eh.

    Spreeblick liegt in meinem RSS-Reader, weil es eben keine Linksammlung ist. Bin aber nicht sicher, ob das Linken jeder kann, denn dazu gehört auch ein Gespür für die Leserschaft (und sei es noch so diffus). Nich‘ aufhören!
    Ein anderer Grund ist, dass Spreeblick auch kein genuscheletes Tagebuch ist wie jene, die den Sticker „Inkl. Bonustrack Traurige Fickstory“ tragen würden, wenn man sie als Hörbuch vermarkten würde.

    Die Mischung machts und wenn ich auch der Jamba-Klick hierher getragen hat, so bin ich doch hier hängengeblieben und haben den eigenen Blogstil klar in Richung Spreeblick verändert. Bitte weiter am Vorbild malen. Vielen Dank für die Beiträge usw.

  10. 10

    Ich gehöre wohl eher zu den ganz stillen Lesern von deinem Blog. Dafür aber täglich! Kommentare schreibe ich nicht allzu gern, da die Artikel hier sowieso für sich sprechen. Was ich an Spreeblick schon immer beeindruckend fand- es hebt sich von der ganzen breiten Masse ab. Weiter so!

  11. 11

    Zu gerne würde ich Euch in Berlin besuchen, aber eben so mal von Zürich zu Euch – das ist schon eine weite Reise, aber wenn ich mal in der Hauptstadt bin, dann schau‘ ich rein, ok?

  12. 12
    der alex

    respekt.

  13. 13
    Frank

    Es berührt mich immer, wenn ich lese/sehe/höre, dass Menschen ihr Innerstes nach Aussen kehren. Und sich damit verletztlich und angreifbar machen. Das ist es doch, was uns Menschen von einem Klumpen Fleisch unterscheidet, uns erst menschlich macht. In Musik, Texten, Filmen, Taten. Viele gibt es nicht, die diesen Mut haben. Eitzel ist einer, oder Izzo. Alles Helden.

  14. 14
    tanja

    Und ich frage mich derweil, im Bett liegend, wo denn mein Gatte bleibt. „Er wird doch wohl nicht wieder die ganze Bude mit Liebe zukotzen?“

  15. 15

    wenn es raus muss, muss es raus.

    einfach verbal kotzen hilft, vor publikum sicher noch mehr. besser als irgendwann deswegen innerlich oder äußerlich zu platzen.

    faszinierend, dass auch ich mich nach dem lesen erleichtert fühle, obwohl ich doch nur als voyeur deiner „seelenreinigung“ beigewohnt habe. letztlich wird mir aber doch ein wenig der morbide „geschmack“ eines „abschiedsbriefes“ in der erinnerung bleiben.

  16. 16

    Vermutlich auch mein erster Kommentar, aber wieso nicht.

    Spreeblick rockt!

    Und das meine ich laut.

  17. 17

    ts ts ts ts….

    und da haben wir es wieder – das alte Leid (frei nach Rammstein)

    Wenn De watt willst, hoer auf mit dem Geplaenkel und MACH ETT!

    Also sowatt.

    Frueher war noch alles bessa

    =-)

    Tim

  18. 18

    Punks klopfen sich nicht für Selbstverständlichkeiten auf die Schulter.

  19. 19
    danii

    kußhand schick ich. und aufkleber. für die laternen.

  20. 20

    Soso, die Frau (die du liebst) liegt im Bett und wartet, während Du das blogst? Den hier schon gesehen?
    http://www.indigotshirts.com/gapingvoid/images/goodforyou.jpg
    Ansonsten: Ja und Nein!
    Ja: Klar, mehr bewegen, mehr sagen, mehr Liebe, mehr Tri-Tra-Trullala, aber sicher! Aber ist das nicht ein bisschen arg Meta? Der Weg ist das Ziel? Ist „will mehr machen“-sagen schon mehr machen? Vermutlich, also: Weiterwollen.
    Nein: Verlinken kann nicht jeder, macht nicht jeder. Ich mach’s, Du machst’s manchmal, viele machens. Manche machen es so gut, („with a twist“), dass ich es allemal lieber lese, als die verkorkste Befindlichkeitslyrik anderer Blogger. Anders, nicht schlechter. Und „was soll der Scheiss?“ neeheee! Ich will die Links sehen, denn auch darum geht’s ja schliesslich. „Schreibt, Leute!“ nutzt ja nix, wenn’s niemand merkt. Klar schreibt man auch „für sich“, aber dafür braucht man keine Internetverbindung.

  21. 21

    Verletzlich macht so ein „Das Innen mal nach Außen holen“ IMO nicht – im Gegenteil, meiner Erfahrung nach passieren 90% der „Verletzungen“ dadurch, dass jemand einem – absichtlich oder aus Versehen – hinter die Maske schaut, also einem die Deckung kaputt gemacht wird. Ohne Deckung nix zum kaputtmachen und damit nix zu verletzen.

    Die anderen 10% passieren so oder so, das gehört zum Leben.

    Achso: ich mag solche sentimentalen Ausbrüche. Würd‘ ich auch gern können. Sowas wie „Die Wohnung mit Liebe vollkotzen“. Kann man das lernen? Auch überhaupt damit umzugehen (so als Voraussetzung, es auch mal selbst hinzukriegen)?

  22. 22

    großschreibung = schreien =laut, oder?

    SPREEBLICK IST DER BESTE BLOG, DEN ICH KENNE!

    übrigens hatten wir damals auch eine schülerzeitung. da drin ging es vornehmlich darum, was die lehrer geplant haben, denn es war eine eigenfinanzierte zeitung. und „des brot ich ess‘ des lied ich sing’…“ da wurde alles vor veröffentlichung durch den direktor abgesegnet und ggf. zensiert. freie meinungsäusserung war also nicht :(

  23. 23
  24. 24
    Gene October

    Hörte ich nicht aus deinem Mund vor Jahren „Discontentment is our engine“?
    Hat sich wenig geändert, seitdem.

  25. 25

    @icewind: Kommt mir bekannt vor, mit der Schülerzeitung.
    Unsere Redaktion wurde damals vom (neu angetretenen) Direx quasi vor einen Untersuchungsausschuss gezerrt – weil wir in der Zeitung eine Abschiedsfeier für eine Lehrerin anregen wollten, die gerade rausgemobbt worden war.

    Danach hiess es auch: „Alles durch die kontrolle“, wir wurden ‚infiltriert‘ durch einen neuen Redakteur, der alles seinen Eltern brühwarm mitteilte – und die direkt dem Direx, weil Elternbeiratsvorsitzende und gleiches Parteibuch.

    Und irgendwie hat das komischerweise die nächsten Ausgaben verhindert…

    @johnny: mir fehlen die Worte. Fühlte sich für mich beim Lesen an wie einer dieser Tage, an denen man die eigentliche Schönheit dieser Welt sieht – und sie zu groß ist, um sie zu ertragen… Danke.

  26. 26
    Failure

    Viele Grüße aus dem Neckartal bei Tübingen und mach weiter so, wie bisher. Dein „Vor 12 Jahren“ war sehr bewegend. Du hast einen sehr tollen Schreibstil.

    Ignorier diese Idioten, die dir das Leben schwer machen wollen.

    Mit den besten Grüßen aus dem Südwesten

  27. 27
    fishy_

    >Irgendwie flutscht das alles zur Zeit nicht richtig.

    I know what you mean…
    Thank you Johnny, keep the spirit!

  28. 28

    Die tägliche Dosis an Spreeblick – immer wieder geil zu lesen. Ich bin zwar normalerweise keiner, der sich „lange“ Texte durchliest (zu viele Leute schreiben einfach nur schrott bzw. können keine Texte verfassen), aber hier ist es eher anders rum… lieber lane Einträge statt der Kurzen mit nur einem Bild!

    Super und weiter so – freue mich schon auf neue, lange, lesenswerte Einträge! ;)

    Grüße aus dem Norden!

  29. 29

    Junge, das war Hudsonblick auf Deutsch!

    Deeply impressed, once again. Aber denk Dir nix, auch wenn es noch weng dauert mit dem Relaunch – wir bleiben Dir treu, so oder so. Machs lieber gscheit.

  30. 30
  31. 31
    gelberindianer

    ah..schon wieder ne kleine ewigkeit nicht mitgelesen ich – und dann wollte ich ja nur mal eben die RSS funktion im neuen tigersafari probieren, also auf zu spreeblick und dann lese ich und lese ich und lese ich und lese…und huste zwischendurch auch und denk mir, den johnny must du wirklich mal live erleben wollen und eigentlich ist es ja garnicht so weit von luzern nach berlin, früher sind wir ja des schnöden mammons wegen x-mal die strecke gefahren, also warum tun wir es denn jetzt nicht mehr – verdammt nochmal?
    aber madame steht schon mit den einkaufstüten im türrahmen, es ist samstag, also muss geshopt werden, ne beerdigung steht auch noch an, ja johnny irgendwann schaffen wir es irgendwo doch noch aufeinanderzuprallen, aber laut ja doch laut und lebensgeil, MANN wird das fein…

  32. 32
    Radiowaves

    ***
    No input, no output.
    ***

    Oder auch: „Sie können nicht immer Tankstelle spielen, wenn nicht ab und zu auch bei ihnen ein Tankwagen vorbeifährt.“ Zitat eines damals 32-jährigen Arztes an der Klinik für Psychotherapie im Diakoniekrankenhaus Halle/Saale.

    ***
    Im übrigen führen Schülerzeitungen weitaus bessere Interviews als die „Großen“. Weil sie etwas besitzen, das wir oft irgendwann im Prozess des „Aufwachsens“ verlieren: Leidenschaft und Interesse.
    ***

    Ist mir irgendwann mit 18 verloren gegangen, vermutlich an dem Tag, an dem ich unterbewußt merkte, daß die Uhren ticken. Da war ich dann plötzlich nicht mehr „hier und jetzt“, sondern entweder sorgenvoll in der Zukunft oder wehleidig in der Vergangenheit. Gut bekommen ist mir das nicht, erkannt habe ich es erst über 10 Jahre später. Und gestern meinte mein Yogalehrer, die Aufgabe für die kommende Woche wäre, daß wir unser inneres Kind wiederentdecken. Ausgerechnet an dem Tag, an dem ich begonnen hatte, das Arbeitsbuch für die Aussöhnung mit dem inneren Kind (gibts wirklich) zu lesen. Es gibt bekanntlich keine Zufälle, und es ist was dran: von unserem inneren Kind können wir viel darüber lernen, was wir wirklich gerade wollen und was nicht, was wir machen, weil wir es gerne tun und was wir machen, weil wir uns dafür von anderen etwas erhoffen. Letzlich entspringt alle Liebe aus uns selbst. Ist diese Quelle versiegt, wird es traurig und einsam – da können noch so viele liebevolle Menschen um einen herum sein.
    Johnny, schau mal, was Deine Kinder machen und wie sie durchs Leben gehen. Da dürfte viel Input auch für Dein eigenes Leben liegen. Mit Blogs muß das nicht unbedingt was zu tun haben…

  33. 33

    Ich kenne den „Johnny“ von seinem Blog. Deshalb ‚kenne‘ ich ihn nicht. Aber ich möchte ihn mal kennen lernen – am liebsten bei einem Glas Bier. Das kann ich bei notfalls halb ausgetrunken stehen lassen – oder ich bestelle noch eine Runde.
    Ich würde mich darüber freuen, wenn letzteres angesagt wäre ;-)

  34. 34

    Ich überles die Kommentare mal geflissentlich, trockne meine feuchten Augen, und gehe wirklich nur auf das wuchtige Johnnyfest da oben ein:

    Herr H., Du rockst gewaltig Arsch!

  35. 35

    wenn das so weiter geht, dann werfen hier die leser noch ihre feuchten boxershorts auf die bühne…

  36. 36
    che2001

    Was für ein starkes Posting! Das ist digitaler Streetpunk vom Feinsten.

  37. 37

    Was für ein starkes Posting! Das ist digitaler Streetpunk vom Feinsten.

  38. 38
    Olli

    Wow… ich bin beeindruckt.
    Ich schreibe hier auch nicht oft sondern bin eher ein stiller Mitleser. Aber diese Beiträge treffen mich immer direkt in die Tiefe meiner Gefühle, vieles kann ich nachvollziehen und ich bin auch immer wieder froh, wenn ich sehe, dass noch andere Menschen sich Gedanken machen und nicht nur vor sich hinleben und nichts aus sich machen. Leider bin ich oft nicht entscheidungsfreudig genug, aber dieser Beitrag hat mir den Tag verschönert und ich werde heute auch mal versuchen den ganzen Kram beiseite zu schieben und auch mal wieder das Wesentliche in den Vordergrund zu rücken.
    Für einen eigenen Blog geht es mir ähnlich wie dir… alles soll perfekt werden, dadurch bin ich über das anfangsdesign noch nicht hinausgekommen, aber es wird.

    Nachdenklichen Gruß aus dem bewölkten Ostwestfalen,
    Olli

  39. 39

    Gerade zurückgekehrt, nur noch schnell mal den Feedreader angeschmissen – und dann das. Wiedermal machtvolle und vor allem bewegende Worte. Ich ziehe den Hut.

  40. 40

    Es gibt auch Bekannte, die werden zu Freunden, nachdem man nach Jahren feststellt, dass sie im Gegensatz zu anderen „Freunden“ loyal und straight sind. Ich meine keine Konzerne ;)

  41. 41

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