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Gerechtigkeit

Musikjournalisten des Londoner Stadtmagazin Time Out haben den Auftritt von The Clash am 9. Mai 1977 im Rainbow Room zum „Best London Gig Ever“ gewählt. Was natürlich äußerst gerecht ist, aber auch darauf hinweist, dass die Musikjournalisten des Londoner Stadtmagazins Time Out ziemlich alte Säcke sind.

Die vollständige Top Ten gibt es beim Londonist, keine Ahnung, warum ich’s bei Time Out selbst nicht finden kann. Vielleicht ein „print only“-Artikel.

(Mit Dank an Daniel!)

Und welcher war euer persönlicher „Best Gig Ever“?

38 Kommentare

  1. 01

    „Motorpsycho“ auf der „Let them eat cake“ tour in Köln!

    Als sie „the golden core“ gespielt haben, muss ich drei meter überm fußboden geschwebt sein.

    Aber „Motorpsycho“ sind ansich immer brillant, die können gar nicht schlecht.

  2. 02

    Social Distortion auf der „White Light, White Heat, White Trash“-Tour 1997 oder -98 im Berliner SO36.

  3. 03

    SD kommen übrigens bald wieder, angeblich…

  4. 04
    stefanx

    nicht nur angeblich. bei rock am see haben sie schon zugesagt. allerdings spielen da auch noch sachen wie korn und die hosen. :(

  5. 05

    Als der Kollege Brett und ich dereinst vor dem Reichstag „Wicked Game“ gesungen und uns dabei auf aufblasbaren Gitarren begleiteten… das hatte schon was.

  6. 06
    daniel

    Chemical Brothers vor ein paar Jahren (2-3 Jahren?) in Offenbach bei Frankfurt. Ich hatte 3 Tage danach noch Probleme richtig zu hören und mir gegen Ende des Konzerts gewünscht, daß sie endlich aufhören, so fertig war ich.

    Außerdem Seeed und The Roots direkt hintereinander beim Hurricane Festival. Laues Lüftchen, die Sonne ging gerade unter, es war nicht so voll und ich hatte schon ein paar schöne Bierchen drin ;-)
    Wahnsinnstimmung, die Bilder von der Bühne vor der untergehenden Sonne auf dem Feld seh ich noch genau vor mir. Best Gig(s) ever!

  7. 07

    Tjo, ich denke mal 36 Crazyfists in München. Dicht gefolgt von InFlames und SkaP.

    Mal gespannt was SOAD so hermacht im Juni aufm Southside.

  8. 08

    Depeche Mode auf der Violator-Tour 89 in Frankfurt.
    Oder Kraftwerk auf dem Universe-Rave 96 bei London.
    Oder Sven Väth 94 nach der LoveParade im LovePark.
    hmmmm…

  9. 09
    M°

    David natürlich.

    Am schönsten war es ’97 in der Großen Freiheit – ein Warm Up Concert für die folgende Tour vor nur 1000 Leuten.

    Die Flaming Lips auf der Confetti Tour waren auch herrlich – und Arcade Fire letzte Woche gehört jetzt schon zu den legendären Konzerten.

  10. 10

    Metallica 1999 bei Rock-am-Ring. Oder war’s 2000? Egal, danach mussten wir alle erstmal unsere Knochen einsammeln. Und das bei 250.000 Rockern. Groß!!!

  11. 11

    dieses jahr im märz the (international) noise conspiracy in beijing (peking).
    als warm-up spielten fünf lokale punkbands.
    dabei ging schon die halbe bühne zu bruch.
    als dann die jungs aus schweden am start waren gabs kein halten mehr.
    bühne und zuschauerraum wurden eins.
    am bühnenrand mussten ein paar leute eine arm-in-arm-kette bilden damit überhaupt noch was funktionierte (mittlerweile waren die monitorlautsprecher im publikum verschwunden).
    das ganze ging fünf stunden.
    ich war hinterher so richtig angenehm gut ausgepowert!

  12. 12

    nick cave 1993 in der düsseldorfer philippshalle.
    oder unsane 1992 hier in einem lokalen club.
    oder oder … hmm, da gibts viele für mich.

  13. 13

    Bis Juli 2002 war es 24-7 Spyz, 1989(?) auf dem Roskilde Festival.
    Ich fragte mich was die da machen und war begeistert.

    Seit Juli 2002 hat Manu Chao bei mir den 1. Platz in „Best Gig Ever“.
    Ich sah in und seine Band in Spanien Villagarcia/Galicia.Mir liefen 3 Stunden kalte Schauer über den Rücken… unglaublich.

  14. 14
    Justus

    Waren schon krasse Sachen dabei:
    The The (mit Johnny Marr) ’91 im Tempodrom, Berlin – Der Gott und die Gitarre
    Beastie Boys ’92 im Loft, Berlin – Die Zukunft
    Andreas Dorau ’97 auf der Popkomm, Köln – Der Tanzbär lag am nächsten Tag darnieder
    Robbie Williams ’98 in der Columbiahalle, Berlin – So was nennt man Durchbruch

    Special Gig
    Depeche Mode 1985 in der Waldbühne im Vorprogramm damals waren … ;-)

  15. 15

    Das erste Waschhaus OpenAir in Potsdam, weil es das erste größere Konzert war zu dem wir aufbrachen, weil die Clique geil war und die Musik scharf, oder ?
    Danach Wizo – Abschiedskonzert in Cottbus, weil der Hinweg 4h dauerte und ich so eine Menge wie im Gladhaus noch nicht erlebt habe, auch wenn es die Brille nicht überlebt hat :-)
    Nicht zu vergessen Ramones 98 (?!?) und Sum41 2003 in Berlin.

  16. 16
    Gene October

    Wie wärs mit:

    Lenny Kravitz 1989 in der Batschkapp Frankfurt?
    oder
    Motörhead 1988 in der Garage Raststatt?
    oder
    Bobby Bear Jr. im Dez. 2002 im Mudd Club?

  17. 17
    Gene October

    Dies Liste (Time Out) verwundert aber sehr, wer bitte kann sich an Konzerte von 1963 oder 1975 erinnern? Mann sind die alt da in London.

  18. 18

    Daniel,

    war das das Ramoneskonzert in „Huxley’s neuer Welt“ mit Rammstein als Vorband? Daran habe ich auch gute Erinnerungen.

    Mein erstes Ramoneskonzert war 1993 in irgendeinem alten Fabrikgebäude in Berlin-Weissensee. Das fand ich geiler als das auf der Abschiedtournee.

  19. 19

    Toplisten sind ja irgendwie mein Thema, also hier mal eine kurze Fünfer-Auswahl, thematisch sortiert:

    5. Straßenkunst: Fußgängerzone Hannover 2002 — Ein mir unbekannter ca. 16jähriger Beatboxer und ein ebensoalter Rapper, mitsamt zu schnell abgespielter Oldies-Platte als Hintergrund. So schlecht, dass es schon wieder urkomisch war.

    4. Klein-Festival: Jang-Festival Eimen 2001, Wilde Jungs — Mittags, 13 Uhr, die Sonne brennt. 80er-Klassiker (Boys of Summer, Ohne Dich) auf hart gespielt und dabei weich gesessen (Plüsch-Kombo aus dem Proberaum). Und danach mit der Band grillen und saufen trinken.

    3. Festival: Rock Am Ring 2003, the Hives — ein unglaublich energiegeladenes Festivalabendende, wenn man eigentlich schon dachte, das nichts mehr geht.

    2. Klub-Konzert: Star Club Dresden 2004, Mclusky: 100 Leute, die genau deswegen gekommen sind, um sich verdammt lauten Pop anzuhören. Schade, dass die nicht mehr sind.

    1. Freiluft-Konzert: Domplatte Köln 2001, R.E.M.: Kostenlos, heiß, unglaublich gut. Ich saß ab 11 da, um einen von ca. 8.000 Plätzen vor der Bühne direkt neben dem Dom zu ergattern (insgesamt waren angeblich bis zu 100.000 Leute in der Innenstadt). Wir hörten Bundesliga-Radio (und waren die einzigen, die sich über die Tore für Bayern und gegen Schalke freuten), es war unglaublich heiß (verbrannte Hautfläche: ca. 1m²), aber das warten lohnte sich. Erst ein „Soundcheck“ von 1,5 Stunden, dann die damals unbekannten Seeed, danach das schönste Konzert meines Lebens. Michael Stipe in Höchstform, immer die Blicke auf Kirche („what a beautiful building“), Leute („beautiful“) und Band (ja, ihr wisst es). Und politische Ansagen, die vieles Vorwegnahmen, was schlechte Punkbands heute machen. Aber vor allem: Eine Band, die vielleicht nicht die größten Könner an ihren Instrumenten sind, die aber eine Stimmung erzeugten, durch die der gesamte Kölner Ring von Gänsehaut gefüllt war.

  20. 20
    Nils

    De La Soul 2005 Osnabrück

  21. 21

    pixies ’89 im metropol
    mano negra 1992 im metropol
    mega city four sowieso immer und überall
    und calexico im columbia fritz (2001?)

  22. 22
    j.

    Divine Comedy im Knaack. Das müßte ’99 gewesen sein…?
    Damals vor vielleicht 150 Leuten, maximal.
    Jedenfalls unvergeßlich.

  23. 23

    Ben Folds Five auf der Rolling Stone Roadshow 1999 in Hannover.
    Ich habe noch nie jemanden so auf einem Klavier Rock’n sehen.

  24. 24

    soooo viele….:

    Peter Gabriel 2003 Oberhausen
    Miles Davis 1991 Münster
    Fanta Vier Unplugged in der Balver Höhle.
    Herman Brood 1992 Aachen
    Die unbekannte Band von dem Praktikanten, der bei dem Gitarrenbauer um die Ecke arbeitete und in der Schulaula bei dem blöden Schulfest 1992 in Aachen spielte.
    Die Jungs kamen auf die Bühne und waren ChiliPeppers und Rage auf einmal. In einer Schulaula!
    Wir sind vor lauter Energie, die da in der halbleeren Aula von der Bühne rollte erstmal drei Meter zurückgewichen. Unglaublich.
    Maceo Parker in Bochum.
    (Kraushaar hiess der Gitarrenbauer, glaube ich)
    Jan Garbarek, 1989 balver Jazz Festival

    Ach, es waren sooo viele….

  25. 25

    ’ne Liste kann jeder! Sich auf eines beschränken ist die große Kunst! ;)

    Ich tu mich selber schwer… Mano Negra haben mich bei einem frühen Gig im Hamburger Logo mal ungeheuer von den Socken gehauen. Nirvana im Berliner Loft auch.

  26. 26
    dee

    24/7 Spyz 1994 im Tacheles
    Ach nee.
    Rage Against The Machine 1996 im Tommy-Weißbecker-Haus
    Aber bei Konzerten geht’s ja auch immer um meta. Also mit großer Liebe verkoppelt: Seeed 2004 in der Wuhlheide.

    Komm, das war geschickt.

  27. 27

    Die Donots in Stuttgart in der Röhre.
    Das erste Mal Stagediving, das erste Mal ein Mikro vom Sänger vor die Nase gehalten bekommen – und den Text natürlich auswendig gewußt. Mitgegröhlt, weil es zum Singen nicht mehr reichte.

  28. 28

    ok, eins.
    Miles 1991 in Münster.

    (Außerdem hätte ich natürlich noch die Immaculate Fools hinterherwerfen wollen, aber as ist ja eh alles nur miesstes Namedropping hier.)

    Miles Davis.
    Punkt.

  29. 29
    Berlincaling

    3. ride im loft
    2. neworder in der columbiahalle
    1. mogwai im knaack (und dann alle anderen gigs von mogwai: die definition des begriffes „intensität“!!)

  30. 30

    mein best gig ever: helge schneider im tempodrom

    an den kommt einfach keiner ran !

  31. 31

    Arbeitsamtblogger,
    richtig da waren Rammstein noch Vorband, so was gab’s.

  32. 32

    Iggy in Bremen. Er hat mir die Hand abgeschleckt ;-)
    Und @ M°: Hab‘ dich erkannt…

  33. 33
    M°

    @ C°: tja, Baby, zu David wolltest Du damals ja nicht mitkommen, stattdessen konntest Du jetzt seit dem Iggy-Konzert Deine Hand nicht mehr waschen – ob sich das gelohnt hat?
    Euer Konzert im Logo war aber auch ganz groß ;)

  34. 34

    Johnny: Dann mach doch. Und das, was bei mir unter 1. vermerkt ist, ist das auch. Und wirds auch lange bleiben, es sei denn, die Beatles geben hier bei mir nen Wohnzimmer-Konzert.

  35. 35

    Mach doch was? Listen? Nee, das machst du schon und zwar sehr gut. :)

  36. 36
    andI

    Bad Religion im War Theater in San Francisco Ende 2000. Nicht, weil es besonders cool klingt, Bad Religion eben da erlebt zu haben. Nee, wir waren vorher gut 20 Stunden mit dem Auto unterwegs und völlig fertig, im Oberrang des Theaters (andere Karten gabs nicht mehr) herrschte SitzZWANG (!), Alkohol- und Rauchverbot. Noch dazu hätte ich draussen am Tresen fast kein Bier bekommen, weil ich meinen Ausweis nicht dabei hatte und demnach nicht nachweisen konnte, dass ich schon alt genug für Bier bin. Und ich sah mindestens wie die 30 Jahre aus, die ich damals alt war.
    Das war PUNK!

  37. 37

    Johnny: Danke ;-) Aber nicht „Du“ sondern „Ihr“, ist ja schließlich nen Gemeinschaftsbla. Und heute endlich ein wenig aktueller. ;-)

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