24

CDU-Programm

Exklusiv für euch schon jetzt: Das Wahlprogramm der CDU/CSU.

  • 2005: Vorgezogene Wahl gewinnen. Auch wenn niemand weiß, warum. Beten.
  • 2006: Abstand zwischen arm und reich weiter vergrößern: Mehrwertsteuer rauf, Spitzensteuersatz runter, Erbschaftssteuer aussetzen. Beten.
  • 2007: Auf sozial machen: Arbeitslosenbeiträge senken (eh nur interessant für Festangestellte und Arbeitgeber), ein Jahr lang 50 Euro pro Kind zur Rente dazuzahlen. Streichung der Pendlerpauschale und der Eigenheimzulage lieber nicht an die große Glocke hängen. Beten.
  • 2008: Wundern, warum’s immer noch nicht läuft. Beten.
  • 2009: Schon vorher gewusst haben, dass das mit einer Frau nichts werden kann. Beten.

24 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    eben „die penner von gestern“.

  3. 03

    ja, da bekommt das C der CDU einen ganz neuen stellenwert

  4. 04
    frank r.

    bei punkt 2 hat rot/grün ja gezeigt, wie’s geht. für mich immer noch unfassbar.

  5. 05
    jochen

    man, wie ich mich auf den regierungswechsel freue!
    ab 2006 darf dann noch ein bisschen mehr bezahlt werden fuer wirklich alles auf das bisher 16 prozent mwst erhoben wurde.
    und wofuer? dafuer, u.a., dass sich dann unsere spitzenverdiener auch weiterhin in deutschland wohlfuehlen und nicht mit dem gedanken spielen ihr „schwer“ verdientes geld ins ausland zu bringen (was sie ja eh machen) und nicht mit dem gedanken spielen auszuwandern und gleich auch so einige arbeitsplaetze mitnehmen (was sie ja ebenfalls eh machen).
    ich zahle es gerne, das geld. hauptsache die leute mit hohem (teilweise unverschaemt hohem) einkommen fuehlen sich wohl.
    das wirkt sich natuerlich nicht auf die binnnennachfrage aus wenn man immer weniger konsumieren kann. nein, tut es nicht da man das geld ja „ausgeben muss“.
    das klingt logisch, denn ohne hose moechte ich nicht rumlaufen. ich muss also ganz klar geld fuer hosen ausgeben und zwar incl. der erhoehten mwst. dafuer gehe ich dann lieber nicht mehr ins kino, oder kaufe cds. wie sich das auf die binnennachfrage auswirkt muss mir nochmal ein experte erklaeren.
    vielleicht sinkt ja auch mein einkommensteuersatz und somit erhoeht sich meine kaufkraft wieder. vielleicht aber auch nicht. pech gehabt! ich tu es gerne fuer euch, unsere geliebten spitzenverdiener.

  6. 06
    Till

    *lacht*

    Ihr seid doch alle ignorant!
    Die MwSt. soll erhöht werden, dafür aber der Einstiegs- und Spitzensteuersatz, sowie Renten- und Sozialabgaben gesenkt werden. Das bedeutet, dass Produkte aus dem Inland wegen der sinkenden Lohnnebenkosten im relativen Vergleich (Herausrechnen von BIP-Steigerung und Inflationsrate) billiger werden. Und damit die Binnennachfrage nach deutschen Produkten steigt. Außderdem werden unsere Exporte günstiger!

    Aber wählt Rot-Grün, „die Penner von gestern“, und ladet alles der kommenden Generation auf, die mehr Steuern zahlen soll, mehr Kinder kriegen soll, in Rentenkassen zahlen soll, aus denen sie selbst nichts bekommt und dann auch noch privat für die eigene Zukunft vorsorgen soll!
    Super, da wandere ich doch lieber gleich aus, oder glaube einfach alles, was SPD und Grüne erzählen.

    Wenn man die Infationsrate (1,9%) gegen die Steigerung des BIP (1,1%) rechnet, stellt man fest, dass die deutsche Volkswirtschaft in ihrer Gesamtheit um 0,8% pro Jahr verarmt. Im Vergleich dazu das Jahr 1997 mit einer Wohlstandssteigerung von 2,3%…. „die Penner von vorgestern“.

    Gesegnet seien die Dummen!

  7. 07
    jochen

    du glaubst also das sich die gesunkenen lohnnebenkosten in sinkende produktpreise niederschlagen wird? so in der art wie sich die gesundheitsreform in sinkende krankenkassenbeitraege ausgewirkt hat?

  8. 08
    dingsbums

    Das mit den sinkenden Kosten für inländische Produkte kannst du ja sowas von vergessen.

    War nicht neulich immer die Rede von: „Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ist Gift für die Konjunktur“?

    Man Man Man

  9. 09

    ironie, an.

    geeeenau, wachstum muss her!!! wachstum, wachstum, wachstum, wachstum, wachstum, … nur wie? schaut euch mal england, usa, usw. an? niedrige steuern? qutatsch! richtig, krieg! nur ein krieg garantiert anschliessend unter den überlebenden ein ordentliches wachstum. alle profitieren! weniger arbeitslose, die sind an der front. die daniederliegende baubranche boomt, einfach alle. sogar die umwelt profitiert! weniger menschen fahren weniger auto!
    das hat frau merkel, erkannt! von wegen penner von gestern!

    ironie, aus.

  10. 10

    Großartig, die Kommentare: Alle schlagen auf den jeweiligen Gegner ein, ohne irgendwie selbst zu wissen, wie es „besser“ gemacht werden koennte. Das zeigt aber genau die Ursache, die Johnny ja auch für DGW hatte: Es ist viel einfacher, was einzuschlagen, als es aufzubauen. Das schlimme, wo ich hier so predige: Ich weiß es auch nicht besser. Ich weiß, dass ich nicht von Merkel und Stoiber international vertreten sein möchte. Warum der Spitzensteuersatz für Topverdiener-Angestellte gesenkt werden muss, wenn er für Selbstständige gesenkt wird, entzieht sich meinem Kenntnisstand. Nur: Warum manche Sachen in SPD- und Grünen-Programmen auftauchen, die von der Regierung in 7 Jahren nicht umgesetzt wurden, verwundert schon.

    @ Johny: Ich glaube nicht, dass es so kommen wird. Denn aus Hoffen besteht das Programm bei weitem nicht (Zumindest, was hinter den Kulissen geschieht). Ich bezweifel nicht, dass die direkt von Anfang an loslegen, viel zu machen. Die Frage ist nur, ob das in die richtige Richtung geht. (Und die Antwort kennen wir.)

  11. 11
    Lord of Karma

    Keine Ironie. Ich glaube es wird nicht mehr allzulange dauern, und wir werden wirklich wieder Angst vor dem Krieg haben.

    Keine Ironie. Wachstum? Geht nur mit Ressourcen. Wenn die aber abnehmen? Kein Wachstum, logisch oder? DAS ist uns aber wohl allen nicht klar!

    Ich hab Angst vor der Zukunft. Da bekommt der Slogan „No Future“ eine neue Bedeutung!

  12. 12

    @till

    interessant ist, das die mwst-erhöhung im 2006 beginnen soll und die steuersatzsenkungen erst 2007. deine rechnung, soweit sie überhaupt zutreffen wird, kann also erst ab 2007 greifen.

    auch wenn ich deiner argumentation folge, werde ich mindestens 2006 noch eine absenkung der binnennachfrage haben.

    wenn mich das steuerkonzept der cdu/csu (minus fdp) überzeugen soll, fehlt mindestens das zeitlich einheitliche konzept.

    für mich stellt sich nur die frage, wieso die cdu/csu (plus fdp) diese ganzen vorschläge nicht schon in den 16 jahren ihrer regierungszeit umgesetzt haben. sie sind alle nicht neu!!! die maßgeblichen personen sind im großen und ganzen die gleichen. haben sie plötzlich die weisheit mit löffeln gefr… oder hatten sie wie merkels übervater george w. bush eine göttliche eingebung kombiniert mit volkswirtschaftlicher erleuchtung?

  13. 13

    Ei! Wer hat denn da ein VWL-Lehrbuch zum Frühstück verspeist?
    Wie gut, dass Theorie und Praxis immer weit auseinanderklaffen. Also wissen wir jetzt bereits, dass die MwSt. zum Stopfen der Haushaltslöcher verwendet wird. Oder warum wünschen die Länderchefs der Union sich einen größeres Stück Kuchen von der erhöhten MwSt. ? Bestimmt nicht um Lohnnebenkosten zu senken. Ergo bleibt es bei Preiserhöhungen. Und damit weniger in der Kasse. Punktum. Dazu: „Im Rahmen politischer Entscheidungen und Wirkungsweisen wird bislang meist der materielle Wohlstand bzw. das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf als Indikator für materiellen Wohlstand berücksichtigt.“ Und um auch mal in Statistiktopf zu greifen: BIP 1997: 1 915,58 Mrd. Euro, BIP 2004: 2 207,24 Mrd. Euro, Konsumausgaben privat – 1997: 1 115,78 Mrd. Euro, 2004: 1 304,19 Mrd. Euro. Was lernen wir nach Lektüre etlicher Entwicklungsstatistiken seit 1975? Nichts. Oder immerhin soviel – welche Partei da nun an der Macht ist, interessiert die wirtschaftliche Entwicklung nicht sonderlich. Die angeblichen Rahmenbedingungen sind seit langem überbewertet.

    Gesegnet seien die Theoretiker.

  14. 14

    Eine alte Bauernweisheit, die auch heute noch ihre Gültigkeit besitzt:
    „Die Schweine wechseln, die Tröge bleiben die alten…“

  15. 15
    Till

    @ Andreas:
    Im Zusammenhang mit den 16 Jahren – Schröder hat schon Recht, dass sich die weltwirtschaftliche Lage 2000 geändert hat. Das war aber zuvor nicht abzusehen. Nur hat es die Regierung Schröder bisher absolut verpeilt der neuen Lage Herr zu werden.
    Die zeitliche Planung ist übrigens reine Spekulation – heute Abend wissen wir mehr!

    @ ozeflyer:
    „Punktum“ ist eine super Argumentation!
    *kopfschüttel*
    Deine Einstellung BIP=Wohlstand stimmt ja nicht! Du musst das Ganze im Gegenwert der Währung betrachten, sonst hast du ja gar keinen Faktor dadrin, der Währungsschwankungen ausrechnet.

    Außerdem muss die Politik versuchen aus der Situation das Beste zu machen. Und: POLITIK HAT EINFLUSS AUF DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG!
    Siehe GB, nur durch Mrs. Konservativ konnte das Land aus seiner bisher größten Krise geholt werden.

  16. 16
    jochen

    @ till: mein text sollte keine rechtfertigung der politik der jetzigen regierung sein. hier gilt es ebenso zu kritisieren.
    ich wollte lediglich meinen unmut zu dem sich abzeichnenden wahlprogramm der cdu (zumindest der schon jetzt bekannt gewordenen punkte) aeussern.
    ich sehe mich auch nicht in der position bessere vorschlaege zu machen. dazu fehlen mir wissen, ueberblick , weitsicht. das verlange ich von meinen volksvertretern und dafuer waehle ich sie auch (oder eben nicht).
    letztendlich hilft mir aber solch ein wahlprogramm ungemein eine entscheidung beim urnengang zu treffen und ich muss sagen die cdu macht es mir wirklich einfach :-) DANKESCHOEN!

  17. 17

    Ts, ts Jonny, bei 2009 muss es aber heißen: mit dieser Frau…

  18. 18

    Nee, nee, aus Sicht der CDU ist das schon richtig so. Ist ja deren Programm, nicht meins.

  19. 19

    @till
    wer lustig ist kann sich ja selbst einmal den Verlauf von BIP, privatem Kosum, Staatsinvestitionsquote, Aussenhandelsvolumen etc. beim http://www.destatis.de ansehen. So mal im Vergleich zwischen 1997 und 2004. Schönes Jahr auch 2001. Interessant auch Inflationsraten seit Einführung des Euro. Nur mal so.

    Was soll auch groß argumentiert werden, wenn Lohnnebenkosten durch MwSt – Erhöhung nicht gesenkt werden und im Vergleich deutsche Binnenprodukte gleich teuer bleiben, aber die Menschen in D weniger in der Tasche haben? Deswegen: Punktum.

  20. 20
    ric

    @ Till: Du schreibst: „Im Zusammenhang mit den 16 Jahren – Schröder hat schon Recht, dass sich die weltwirtschaftliche Lage 2000 geändert hat. Das war aber zuvor nicht abzusehen.“

    Daß das derzeitige Renten- bzw. Sozialsystem nur unter der Vorausetzung annähernder Vollbeschäftigung und fleißig Kinder kriegender Deutscher funktioniert, ist seit 50 Jahren bekannt. Und weder Geburtenraten noch Beschäftigungszahlen haben sich mit lautem Knall erst 2000 verändert.

    Wer es wissen wollte, konnte das auch schon zuvor.

  21. 21

    mal nur so ne frage – wo steht es denn überhaupt schwarz auf weiß – kann irgendwie nix konkretes finden – url wäre net schlecht.

  22. 22
    Michi

    Wahlprogramme von CDU und SPD standen gestern (oder war es vorgestern?) gegenübergestellt im Tagesspiegel…und eines weiß ich: Wer CDU wählt, ist selber schuld…

  23. 23
    Binki

    ROFL
    find ich gut die Christen und die Politik ^^
    „kommt lasst uns beten, dass wir gewählt werden, dann brauchen wir kein Wahlprogramm mehr“

Diesen Artikel kommentieren